Abgasskandal

Abgasskandal

  • Porsche-Chef Matthias Müller wird Nachfolger von Martin Winterkorn an der VW-Spitze - auf der Tagung des Aufsichtsrates heute ist er offiziell benannt worden.
  • Hans Dieter Pötsch soll Aufsichtsratschef werden. Dazu ist eine außerordentliche Hauptversammlung am 9. November geplant.
  • US-Chef Michael Horn bleibt zwar. Aber er bekommt einen neuen Chef: Der bisherige Skoda-Chef Winfried Vahland leitet künftig die neu gegründete Marktregion Nordamerika
  • Der Vertriebschef des VW-Konzerns, Christian Klingler, verlässt das Unternehmen
  • Die Nachrichtenagentur Bloomberg sieht die Verantwortung für den Skandal in Deutschland.
  • 9/22/2015 11:25:26 AM   Alexander Armbruster
    Schlimme Tage für den Volkswagen-Konzern: Der Aktienkurs stürzt nach der Gewinnwarnung von heute weiter ab - weiter um mehr als 20 Prozent.
  • 9/22/2015 11:29:56 AM   Alexander Armbruster
    11 Millionen Autos sind nach Angaben von Volkswagen von dem Abgas-Skandal betroffen. Den genauen Stand lesen Sie in unserem aktuellen Aufmacher auf FAZ.NET nach - hier geht's zum Text.
  • 9/22/2015 11:31:41 AM   Alexander Armbruster
    Betroffen sind an der Börse auch andere deutsche Automobilwerte: Die Titel von Daimler und BMW verlieren zwischen 6 und 8 Prozent - nach vielen Äußerungen zum Beispiel auch des französischen Finanzministers dürften die Anleger mehr noch als gestern darüber nachdenken, ob der Skandal einer alleine von Volkswagen ist.
  • 9/22/2015 11:34:35 AM   Alexander Armbruster
    Außerdem dürfte es jetzt um die Zukunft von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn gehen - nachdem er eine Vertragsverlängerung versprochen bekam und nach einem gewonnenen Machtkampf gegen den früheren Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piëch.
  • 9/22/2015 11:39:38 AM   Patrick Bernau
    In Bildern zeigt sich das Ausmaß des Kursverlustes noch deutlicher: Volkswagens Vorzugsaktie heute ...

    ... und in den vergangenen zwölf Monaten:




  • 9/22/2015 11:48:35 AM   Alexander Armbruster
    Schon gibt es Spekulationen, wer auf Winterkorn folgen könnte. Der Tagesspiegel will erfahren haben, dass Winterkorn am Freitag (dann ist Aufsichtsratssitzung) abberufen wird - und Porsche-Chef Matthias Müller nachfolgt.

    Herbert Diess ist ein anderer Name, der gerade die Runde macht. Diess kam am 1. Juli von BMW nach Wolfsburg und kümmert sich seitdem um die schwächelnde Kernmarke Volkswagen.
  • 9/22/2015 11:53:51 AM   Alexander Armbruster
    "Wir haben es total verbockt", sagte Volkswagen-Amerika-Chef Michael Horn am Montagabend, als er in New York den neuen Passat vorstellte. Unser Korrespondent Roland Lindner war dabei und berichtete.

    Bild dpa



  • 9/22/2015 12:00:56 PM   Patrick Bernau

    Matthias Müller (Foto: dpa)

    Wer ist Matthias Müller?

    Der 62-jährige Chef der VW-Tochter Porsche ist schon im Frühjahr als Kandidat gehandelt worden, als es schon einmal um die Zukunft von Martin Winterkorn ging. Er könnte übernehmen, solange sich der ehemalige BMW-Manager Herbert Diess einarbeitet. Diess arbeitet erst seit ein paar Wochen für Volkswagen.

    Unsere Stuttgart-Korrespondentin Susanne Preuß blickt auf seine Geschichte bei Porsche zurück:

    Müllers Aufgabe war es, Porsche nach der Ära Wiedeking aufs Neue zu sanieren.  "Die Schubladen in Weissach sind leer", hatte Ferdinand Piëch nach Wiedekings Abgang mit Blick auf das dortige Entwicklungszentrum konstatiert: In Stuttgart hatte man jeden Cent in die VW-Übernahmeschlacht gesteckt, das Kerngeschäft aber vernachlässigt. Müller setzte sich bei seinem Amtsantritt vor knapp fünf Jahren zum Ziel, bis 2018 die Zahl der verkauften Autos auf 200.000 verdoppelt zu haben und für Porsche eine Umsatzrendite von dauerhaft mindestens 15 Prozent zu erzielen. Bei all dem wollte er keinesfalls als beinharter Sanierer erlebt werden, sondern Porsche als attraktiven Arbeitgeber profilieren und für die Kunden den Mythos Porsche pflegen. An all diese Aufgaben kann Müller einen Haken machen, viel früher als geplant. Schon voriges Jahr hat Porsche dank des neuen Geländewagens Macan die Verkaufszahlen auf knapp 190.000 Autos erhöht.

  • 9/22/2015 12:04:43 PM   Tillmann Neuscheler
    Der Porsche-Chef befindet sich gerade offenbar bei einer VW-Vorstandssitzung in Wolfsburg. Das sagte ein Porsche-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.
  • 9/22/2015 12:08:28 PM   Tillmann Neuscheler
    Volkswagen dementiert jetzt den Bericht des "Tagesspiegel" zur Ablösung von Martin Winterkorn an der VW-Spitze durch Porsche-Chef Matthias Müller. Dies sei "Schwachsinn", sagte ein Firmensprecher.
  • 9/22/2015 12:09:12 PM   Hanna Decker
    Nun hat auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die Abgas-Affäre kommentiert. Dass die Software wohl bewusst so angelegt worden sei, dass die Messungen geschönte Ergebnisse lieferten, "ist etwas, das mehr als Verwunderung auslöst", sagte Hendricks laut dpa in Berlin.

    Zu den Strafzahlungen, die Volkswagen nun in den Vereinigten Staaten drohen, sagte sie: "Es wäre ja keine
    schlechte Idee, diese Summe in den Green Climate Fund zu geben." Der UN-Klimafonds soll Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen bereitstellen.
  • 9/22/2015 12:10:43 PM   Patrick Bernau


    Herbert Diess ist 56 Jahre alt, deutlich jünger als Müller. Er führt innerhalb des Konzerns die Hauptmarke Volkswagen, und zwar erst seit diesem Sommer. Mit den Manipulationen hat er deshalb garantiert nichts zu tun. Andererseits kennt er aber den riesigen Volkswagen-Konzern kaum, der zwölf Marken, 600.000 Mitarbeiter und die entsprechenden Verflechtungen umfasst. Diess gilt als Kostendrücker.
  • 9/22/2015 12:30:12 PM   Tillmann Neuscheler
    Nun hat sich auch die Kanzlerin geäußert. In Berlin forderte sie schnelle Aufklärung von Volkswagen. Es gehe jetzt darum „volle Transparenz zu zeigen“. Sie hoffe, „dass möglichst schnell die Fakten auch auf den Tisch kommen".

  • 9/22/2015 12:31:18 PM   Alexander Armbruster
    "Wenn man ein Loch im Dach hat, ist ein Sturm das letzte, was man brauchen kann", sagte Yale Zhang von der Researchfirma Autoforesight in Schanghai dem Finanzdienst Bloomberg: „Jeder Kratzer am Ruf von VW und am Markenimage könnte dem Wettrennen mit Toyota eine neue Richtung geben, sowohl auf  dem chinesischen Markt als auch anderswo. Es ist schwer einzuschätzen, wie schlimm es noch kommen kann."

    In diesem Jahr hat sich demnach der Verkauf von Pkw aus dem Hause Volkswagen auf dem wichtigen chinesischen Markt deutlich schwächer entwickelt als derjenige der Wettbewerber. In der ersten acht Monaten legte der Pkw-Verkauf insgesamt um mehr als 6 Prozent zu, der von Volkswagen fiel um etwas weniger als 6 Prozent geringer aus als im vergangenen Jahr.

    Unser Korrespondent Hendrik Ankenbrand berichtet hingegen, dass der Abgas-Skandal in den chinesischen Staatsmedien zwar nachrichtlich gemeldet wird, aber nicht sonderlich diskutiert wird - auch nicht in sozialen Netzwerken. Das liegt vielleicht auch daran, dass Volkswagen in der Volksrepublik kaum Diesel-Autos verkauft.
  • 9/22/2015 12:35:39 PM   Patrick Bernau

  • 9/22/2015 12:51:46 PM   Hanna Decker
    Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt in Folge des VW-Skandals vor dem Verlust von Arbeitsplätzen. "Der Imageschaden wird VW nicht nur in den USA, sondern auch global teuer zu stehen kommen", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Damit werden auch Jobs bei VW und vielen Zulieferern in Deutschland gefährdet sein." Es müsse nun dringend "um Schadensbegrenzung für VW und für deutsche Exporteure allgemein gehen".
  • 9/22/2015 12:58:34 PM   Alexander Armbruster
    Niedersachsens Ministerpräsident auf Distanz zu Winterkorn

    Bisher hat von den ranghohen Entscheidern im Volkswagen-Reich niemand öffentlich über Winterkorns Zukunft gesprochen. Aber verdeckt offenbar sehr doch - und sehr deutlich: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bezeichnet die von
    VW herausgegebene Gewinnwarnung als "außerordentlich unangenehm" und "besorgniserregend in  dieser Höhe". Gefragt, ob Vorstandschef Martin Winterkorn wegen der Vorwürfe zurücktrete, antwortete der SPD-Politiker, er wolle den anstehenden intensiven Beratungen im Aufsichtsrat nicht vorgreifen.
  • 9/22/2015 1:14:06 PM   Tillmann Neuscheler
    Verkehrsminister Alexander Dobrindt  wird am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundestages über seine Informationen in der VW-Affäre berichten.
  • 9/22/2015 1:18:38 PM   Patrick Bernau
    Ein amerikanischer Journalist spottet: Giannis Varoufakis habe angeboten, 500 Auto-Inspekteure nach Deutschland zu schicken, um das Problem zu lösen.


  • 9/22/2015 1:29:27 PM   Hanna Decker
    Die beiden Hashtags #Abgasskandal und #dieselgate haben es in die Trending Topics bei Twitter geschafft.


  • 9/22/2015 1:29:50 PM   Patrick Bernau
    Grünen-Umweltpolitikerin Bärbel Höhn (Grüne) ist überzeugt, dass die komplette VW-Führungsriege von den "Softwaremogeleien" wusste. Sie sagt: Wenn Martin Winterkorn jetzt nach umfassender Aufklärung rufe, dann sei das wohl eher eine "rhetorische Floskel".
  • 9/22/2015 1:55:42 PM   Tillmann Neuscheler
    Baden-Württemberg plant eigene Diesel-Abgasmessungen

    Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg plant zusätzlich zum Kraftfahrt-Bundesamt eigene Schadstoffmessungen von Diesel-Pkw. Das hat Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann laut Vorabbericht gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" erklärt. Um zu klären, ob auch Autohersteller aus dem Ländle betroffen seien, will Hermann am Freitag die Technikvorstände von Daimler, Porsche, Audi und Bosch treffen.
  • 9/22/2015 1:59:41 PM   Tillmann Neuscheler
    Es sieht ganz so aus, als wird in Amerika auch strafrechtlich gegen Volkswagen ermittelt.  Medienberichten zufolge hat das amerikanische Justizministerium entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Laut der Nachrichtenagentur AFP soll es im amerikanischen Repräsentantenhaus in den kommenden Wochen eine Anhörung zu dem Fall geben.

  • 9/22/2015 2:04:09 PM   Susanne Preuss
    Auch die Aktionäre der Porsche SE bekommen den Abgasskandal zu spüren - logisch, denn die Gesellschaft mit den Familien Porsche und Piech als Hauptaktionäre hat ja praktisch nichts anderes als die Beteiligung an der Volkswagen AG. "Es ist davon auszugehen, dass das Ergebnisziel des Porsche SE Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 entsprechend angepasst werden wird", heißt es in einer Porsche-Mitteilung, die soeben verschickt wurde. Konkreter wird man nicht, weil man noch nicht weiß, wie groß das Drama ist. Porsche wählt sperrige Worte, um das unbekannte Ausmaß des Gewinnrückgangs zu umschreiben: "Auskunftsgemäß unterliegt dieser Betrag aufgrund der laufenden Untersuchungen im Volkswagen Konzern Einschätzungsrisiken."
  • 9/22/2015 2:05:02 PM   Tillmann Neuscheler
    Die ARD sendet heute Abend  um 20:15 Uhr einen "Brennpunkt" zum VW-Skandal.
  • 9/22/2015 2:13:12 PM   Tillmann Neuscheler
    Dobrindt schickt eine Untersuchungs-Kommission zu VW

    Verkehrsminister Alexander Dobrindt schickt eine Untersuchungskommission nach Wolfsburg. Das Gremium unter Leitung von Staatssekretär Michael Odenwald werde noch diese Woche nach Wolfsburg reisen und Einblick in Unterlagen erbitten, teilte sein Ministerium mit.
  • 9/22/2015 2:22:11 PM   Patrick Bernau
    Volkswagen hat ein Video-Statement von Martin Winterkorn für 17 Uhr angekündigt.
  • 9/22/2015 2:26:42 PM   Patrick Bernau
    Ein Video-Statement kann natürlich vieles bedeuten. Es ist natürlich leicht zu erwarten, dass Winterkorn darin seinen Rücktritt bekanntgibt. Möglich aber auch, dass er nur Volkswagen verteidigt.
  • 9/22/2015 2:38:22 PM   Patrick Bernau
    Das Video-Statement ist schon da. Winterkorn tritt nicht zurück.
  • 9/22/2015 2:41:25 PM   Patrick Bernau
    Das volle Video-Statement sehen Sie hier.

    Aber bitte: Richten Sie sich auf eine längere Wartezeit ein. So viel Interesse scheinen die Server von Volkswagen nicht gewöhnt zu sein.
  • 9/22/2015 2:46:53 PM   Patrick Bernau
    Winterkorn bittet um Entschuldigung. „Es tut mir unendlich leid, dass wir dieses Vertrauen enttäuscht haben. Ich entschuldige mich in aller Form bei unseren Kunden, bei den Behörden und der gesamten Öffentlichkeit für das Fehlverhalten.“

    Und:
    „Die Unregelmäßigkeiten
    bei Dieselmotoren unseres Konzerns widersprechen allem, für was Volkswagen steht. Auch ich habe zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Antworten auf alle Fragen.“
  • 9/22/2015 2:49:12 PM   Patrick Bernau

    Geht es Ihnen auch so?


  • 9/22/2015 2:55:35 PM   Patrick Bernau
    Den ersten Teil des Statements konnten wir schon mal vollständig anhören:

    "Meine Damen und Herren,

    die Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren unseres Konzerns widersprechen allem, für was Volkswagen steht. Auch ich habe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht die Antworten auf alle Fragen.
    Aber wir sind dabei, die Hintergründe schonungslos aufzuklären.
    Dazu kommt in diesen Stunden alles auf den Tisch - so schnell, gründlich und transparent wie möglich. Dazu arbeiten wir weiter eng mit  zuständigen staatlichen Stellen und Behörden zusammen. Diese schnelle und umfassende Aufklärung hat höchste Priorität. Das sind wir unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit schuldig.
    Und, um es klar zu sagen: Manipulieren und Volkswagen - das darf nie wieder vorkommen.
    Meine Damen und Herren, viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt vertrauen unseren Marken, unseren Autos und unseren Technologien. Es tut mir unendlich leid, dass wir dieses Vertrauen enttäuscht haben. Ich entschuldige mich in aller Form bei unseren Kunden, den Behörden und der gesamten Öffentlichkeit für das Fehlverhalten. Bitte glauben Sie mir: Wir werden alles tun, um entstandenen Scha ..."
  • 9/22/2015 3:00:25 PM   Patrick Bernau
    In der Zwischenzeit gucken wir mal, was die Behörden in anderen Ländern machen.
    • Amerikas Autobahn-Sicherheitsbehörde NHTSA will jetzt untersuchen, ob VW sich auch in Sachen Spritverbrauch etwas zu Schulden kommen ließ.
    • Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal kündigt eine gründliche Untersuchung an.
  • 9/22/2015 3:07:12 PM   Patrick Bernau
    Eines ist klar: Den Aktienkurs hat Winterkorn mit seiner Ansprache nicht gesteigert.

  • 9/22/2015 3:13:44 PM   Hanna Decker
    Jetzt konnten wir das Video-Statement von Martin Winterkorn auch in voller Länge anhören:

    "Meine Damen und Herren, die Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren unseres Konzerns widersprechen allem, für was Volkswagen steht. Auch ich habe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht die Antworten auf alle Fragen. Aber wir sind dabei, die Hintergründe schonungslos aufzuklären. Dazu kommt in diesen Stunden alles auf den Tisch - so schnell, gründlich und transparent wie möglich. Und dazu arbeiten wir weiter eng mit den zuständigen staatlichen Stellen und Behörden zusammen. Diese schnelle und umfassende Aufklärung hat höchste Priorität. Das sind wir unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit schuldig. Und, um es klar zu sagen: Manipulieren und Volkswagen, das darf nie wieder vorkommen.

    Meine Damen und Herren, viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt vertrauen unseren Marken, unseren Autos und unseren Technologien. Es tut mir unendlich Leid, dass wir dieses Vertrauen enttäuscht haben. Ich entschuldige mich in aller Form bei unseren Kunden, den Behören und der gesamten Öffentlichkeit für das Fehlverhalten. Bitte glauben Sie mir, wir werden alles tun, um entstandenen Schaden wieder gut zumachen. Und wir werden alles tun, um Ihr Vertrauen Schritt für Schritt zurückzugewinnen.

    In unserem Konzern arbeiten mehr als 600.000 Menschen daran, die besten Autos für unsere Kunden zu bauen. An unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet sage ich, ich weiß mit wie viel Einsatz und großer echter Aufrichtigkeit sie Tag für Tag ihre Arbeit machen. Mir ist natürlich klar, dass jetzt vieles infrage gestellt wird. Ich verstehe das. Aber es wäre falsch, wenn wegen der schlimmen Fehler einiger weniger die harte und ehrliche Arbeit von 600.000 Menschen unter Generalverdacht gerät. Das hat unsere Mannschaft nicht verdient. Auch deshalb bitten wir, bitte ich um Ihr Vertrauen auf unserem weiteren Weg. Wir klären das auf. Wir arbeiten intensiv an den nötigen technischen Lösungen, und wir werden alles tun, um Schaden von unseren Kunden und Mitarbeitern abzuwenden. Ich gebe Ihnen mein Wort, bei all dem werden wir mit der größtmöglichen Offenheit und Transparenz vorgehen."
  • 9/22/2015 3:42:15 PM   Patrick Bernau



  • 9/22/2015 3:51:00 PM   Patrick Bernau
    Kleiner Fakt am Rande: Michael Odenwald, der die Untersuchungs-Kommission für VW leiten soll, hat auch schon für Verkehrsminister Ramsauer eine Sonderkommission zum Flughafen BER geleitet.

    Odenwald ist beamteter Staatsekretär im Verkehrs- und Bauministerium und kümmert sich dort um einige Verkehrsfragen. Er ist auch im Aufsichtsrat der Bahn und des Frankfurter Flughafens.
  • 9/22/2015 4:00:50 PM   Tillmann Neuscheler
    Jetzt hat die Börse geschlossen: Die Volkswagen-Aktie hat heute nochmals fast 20 Prozent verloren - ganz genau waren es 19,82 Prozent. Damit war sie mit Abstand der größte Verlierer im Dax. Eine Aktie ist jetzt noch 106 Euro Wert - im März kostete eine Aktie noch mehr als 240 Euro.
  • 9/22/2015 4:12:00 PM   Tillmann Neuscheler
    Auch in Italien droht VW Ärger: Der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti fordert von VW Beweise, dass es die Abgaswerte seiner Diesel-Autos nicht wie in Amerika manipuliert hat. Ansonsten solle VW Fahrzeuge zurückrufen und den Verkauf der betroffenen Modelle stoppen.
  • 9/22/2015 4:24:44 PM   Tillmann Neuscheler
    Liebe Leser, nach der Videobotschaft von Martin Winterkorn wird es nachrichtlich für heute etwas ruhiger im VW-Skandal. Wir beenden daher für heute unser Liveblog, halten Sie aber auf unserer Seite weiterhin auf dem Laufenden. Der Skandal ist noch lange nicht ausgestanden, nicht für Volkswagen und auch nicht für Martin Winterkorn. Morgen trifft sich das Präsidium des VW-Aufsichtsrats an einem unbekannten Ort, am Freitag kommt dann das gesamte Gremium zusammen. Es bleibt spannend.


  • 9/22/2015 5:54:22 PM   Tillmann Neuscheler
    Kleiner  Nachtrag: Die Nachrichtenagentur Reuters hat auf einer hübschen Grafik
    zusammengestellt, wie die Manipulations-Software grob funktioniert.
    Das wollen wir ihnen nicht vorenthalten.








  • 9/22/2015 6:03:21 PM   Tillmann Neuscheler
    Noch ein Nachtrag: Volkswagen hat laut einem Zeitungsbericht die Krisensitzung seines Aufsichtsratspräsidiums vorgezogen. Angeblich kommt das Gremium nicht erst am Mittwoch zusammen, sondern tage bereits am Dienstagabend am Flughafen Braunschweig, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" vorab. Falls neue, wichtige Entwicklungen bekannt werden, informieren wir Sie auf unserer Startseite.
  • 9/23/2015 8:16:07 AM   Alexander Armbruster
    Kontrolleure tagen an geheimem Ort

    Jetzt gerade beraten die obersten Volkswagen-Kontrolleure den Abgas-Skandal, berichtet dpa. Wo in Wolfsburg das Aufsichtsrats-Präsidium trifft, ist nicht bekannt - teilnehmen werden Interimschef Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Wolfgang Porsche, Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Vize Stephan Wolf. Es geht, das liegt sehr nahe, sicherlich auch um die Zukunft von Konzernchef Martin Winterkorn.

  • 9/23/2015 8:17:26 AM   Alexander Armbruster
    An der Börse fällt der Aktienkurs von Volkswagen bislang um rund 4 Prozent, der Dax tendiert etwas fester. Am Montag und Dienstag verminderte sich der VW-Kurs jeweils um rund ein Fünftel.
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