Anschlag auf Flughafen

Anschlag auf Flughafen

  • Am Brüsseler Flughafen und an der U-Bahn-Station Maelbeek kam es am Dienstagmorgen zu Explosionen. Dabei wurden laut Krisenstab mindestens 31 Menschen getötet und 271 verletzt.
  • Der "Islamische Staat" hat sich zum Terroranschlag in Belgien bekannt.
  • Die Selbstmordanschläge am Brüsseler Flughafen und in der Metro sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft von zwei Brüdern verübt worden.
  • Beim zweiten Attentäter am Brüsseler Flughafen handelt es sich laut Medienberichten angeblich um Najim Laachraoui. Eine offiziielle Bestätigung gibt es dazu noch nicht.
  • Ein vierter Attentäter befindet sich  nach Angaben der Ermittler weiterhin auf der Flucht.
  • 3/23/2016 11:59:33 PM   Frederic Spohr
    Wir beenden vorerst unsere Berichterstattung über das Liveblog. Selbstverständlich bleibt die Redaktion aber über die ganze Nacht besetzt. Wir halten Sie weiterhin über die jüngsten Entwicklungen nach den Terroranschlägen in Brüssel auf dem Laufenden.
  • 3/23/2016 10:37:16 PM   Anna Steiner

    Hillary Clinton in Stanford: Europa muss mehr unternehmen, um die Last mit Amerika zu teilen. (Bildquelle: dpa)


  • 3/23/2016 10:36:10 PM   Anna Steiner
    In einer Rede an der kalifornischen Eliteuniversität Stanford forderte Hillary Clinton, Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten, von Europa mehr Engagement im Kampf gegen den Terrorismus. Die Angriffe in der belgischen Hauptstadt seien "die jüngste brutale Erinnerung", dass mehr getan werde müsse, um die radikalislamische Miliz "Islamischer Staat" zu besiegen, sagte die ehemalige Außenministerin. Die Vereinigten Staaten könnten viel tun, um ihre europäischen Partner zu unterstützen. Aber diese müssten ebenfalls mehr unternehmen, "um die Last mit uns zu teilen". So sollten die europäischen Staaten mehr in Verteidigung und Sicherheit investieren. Hilfreich wäre auch eine neue, einheitliche europäische Grenz- und Küstenwache zur Stärkung der Außengrenzen eines Kontinents, der "unter beispiellosem Druck von Flüchtlingen und Migranten" stehe.
  • 3/23/2016 10:07:00 PM   Anna Steiner
    Der amerikanische Präsident Barack Obama, derzeit in Argentinien zu Gast, hat nach den Terroranschlägen in Brüsselseine Linie verteidigt. Es gebe für ihn nichts wichtigeres, als die Terroristen "zu jagen und zu besiegen", sagte er mit Blick auf den sogenannten Islamischen Staat. "Wir werden Druck auf sie ausüben, bis wir sie aus ihren Hochburgen getrieben haben und bis sie zerstört sind." Die Luftschläge und die Arbeit von Spezialeinsatzkräften im Irak und in Syrien zeige Wirkung.

    Gleichzeitig erteilte Obama Maßnahmen mit Showeffekt eine Absage. "Teppichbombardements auf Irak oder Syrien wären nicht nur unmenschlich und gegen unsere Wertvorstellungen", sagte Obama.
    Es würde dem IS eine außerordentliche Gelegenheit bieten, mehr Menschen
    anzuwerben, die bereit seien, zu sterben und Bomben auf einem Flughafen
    oder in einer U-Bahn-Station explodieren zu lassen.
    "Das ist keine intelligente Strategie."
  • 3/23/2016 9:58:35 PM   Anna Steiner
    Die Lufthansa hat angekündigt, an Ostern nicht nach Brüssel zu fliegen. Bis einschließlich 28. März werden alle Flüge gestrichen, wie eine Sprecherin am Abend mitteilte. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines wird bis Montagabend nicht mehr in die belgische Hauptstadt fliegen.
  • 3/23/2016 9:46:37 PM   Anna Steiner
    Der aktuelle Stand: Drei von vier Attentätern konnten identifiziert werden. Es handelt sich um den 29 Jahre alten Ibrahim el Bakraoui und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder, Khalid el Bakraoui. Einer der beiden hatte sich am Dienstagmorgen am Flughafen, der andere in der U-Bahn in die Luft gesprengt. Auch die Identität des zweiten Selbstmordattentäters von Zaventem konnte geklärt werden: Unter Berufung auf "Polizeikreise" berichteten am Abend mehrere Medien übereinstimmend, der Belgier Najim Laachraoui sei ebenfalls unter den Selbstmordattentätern gewesen. Alle drei Attentäter sollen in Verbindung zu den Anschlägen von Paris im November stehen. Von einem vierten Attentäter fehlt bislang weiterhin jede Spur. Er soll zwar die größte Sprengladung am Flughafen deponiert haben, sei dann jedoch von dort geflüchtet, heißt es aus Ermittlerkreisen.
  • 3/23/2016 9:34:30 PM   Anna Steiner
    Nahe des Flughafens Zaventem, einem der Anschlagsorte in Brüssel, haben sich am Mittwochabend mehrere Hundert Angestellte des Flughafens mit Angehörigen und Freunden zu einem Schweigemarsch verabredet, um der Opfer des Terrors zu gedenken. Etliche von ihnen trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen mit sich.

    In stillem Gedenken: Schweigemarsch nach Zaventem. (Bildquelle: AFP)


  • 3/23/2016 8:46:18 PM   Anna Steiner
    Zu einem kuriosen Zwischenfall kam es in der Nacht zum Mittwoch am One World Trade Center in New York City. Die Verantwortlichen hatten die französischen mit den belgischen Landesfarben verwechselt. So erstrahlte die Antenne in Blau-Weiß-Rot statt Schwarz-Gelb-Rot.

    Zuvor hatte das Management mitgeteilt, man wolle sich mit den Menschen in Brüssel solidarisch zeigen. Das Empire State Building hingegen blieb in der Nacht komplett dunkel - aus "Sympathie zu den verlorenen Leben in Brüssel", wie die Verantwortlichen auf Twitter mitteilten.

    Die Antenne des One World Trade Centers erstrahlt in der Nacht zum Mittwochin den französischen Nationalfarben. (Bildquelle: AFP)


  • 3/23/2016 8:14:10 PM   Anna Steiner
    Der Anschlag am Flughafen hat direkte Auswirkungen auf Tausende Reisende: Etwa 6000 Fahrzeuge standen am Mittwoch noch auf Parkplätzen, die sich in abgesperrten Bereichen befanden. Noch bis Freitag soll der Flughafen weitgehend geschlossen bleiben. Nur Frachtflüge und bestimmte Privatflüge werden ermöglicht.
  • 3/23/2016 7:48:38 PM   Anna Steiner
    Der belgische Justizminister Koen Geens hat den Vorwurf der Türkei zurückgewiesen, die Behörden hätten den Brüsseler Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui fahrlässig freigelassen. El Bakraoui habe in Belgien keine terroristischen Straftaten begangen, sagte Geens am Mittwochabend. Als El Bakraoui von der Türkei ausgewiesen wurde, sei er lediglich als normaler Straftäter auf Bewährung bekannt gewesen. Seinem Wissen nach sei El Bakraoui auch nicht nach Belgien, sondern in die Niederlande abgeschoben worden, ergänzte Geens.
  • 3/23/2016 7:05:31 PM   Anna Steiner
    Ein israelisches Nachrichtenportal meldet, dass die belgischen Geheimdienste konkrete Warnungen erhalten hatten, dass der Flughafen zum Ziel eines Bombenanschlags werden könnte.

  • 3/23/2016 6:52:11 PM   Anna Steiner
    Abdeslam und Belkaid gelten als mutmaßliche Beteiligte der Pariser Anschläge. Laachraouis DNA soll auch auf Sprengstoff gefunden worden sein, der bei den Anschlägen in Paris verwendet wurde. Er war erst vor kurzem identifiziert und zur Fahndung ausgeschrieben worden. Bis dahin hatte ihn die Polizei unter einem falschen Namen gesucht.
  • 3/23/2016 6:51:30 PM   Anna Steiner
    Der 24 Jahre alte Laachraoui stammt aus dem Brüsseler Stadtteil Schaerbeek, wo am Dienstag ein mutmaßlicher Unterschlupf der Attentäter ausgehoben wurde. Der mutmaßliche Dschihadist soll im Februar 2013 nach Syrien gereist sein. Anfang September 2015 geriet er offenbar - mit falscher Identität unter dem Namen Soufiane Kayal - zusammen mit Salah Abdeslam und Mohamed Belkaid in eine Kontrolle an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich. 
  • 3/23/2016 6:29:01 PM   Anna Steiner
    Laut Nachrichtenagentur bestätigten "Polizeikreise", dass es sich bei dem zweiten Selbstmordattentäter aus Brüssel um Najim Laachraoui handelt. Er wurde bereits im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen im November gesucht. Der andere Selbstmordattentäter vom Flughafen war nach Behördenangaben Ibrahim El Bakraoui, dessen Bruder sich wiederum in der Brüsseler U-Bahn in die Luft sprengte, nach einem weiteren Mann wurde noch gesucht.
  • 3/23/2016 6:04:00 PM   Lorenz Hemicker
    Die belgische Tageszeitung "De Standaard" beruft sich hinsichtich des Tods von Najim Laachraoui auf eine "zuverlässige Quelle". "Le Monde" will erfahren haben, dass er anhand seiner DNA identifziert worden sei. Damit wäre der zweite Attentäter des Brüsseler Flughafens bekannt.
  • 3/23/2016 5:56:52 PM   Lorenz Hemicker
    Der seit Tagen gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist nach belgischen Medienberichten angeblich tot. Er sei einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt hatten, berichtete der Sender RTBF am Mittwochabend laut Angaben der Nachrichtenagentur dpa, ohne auf eine Quelle zu verweisen.
  • 3/23/2016 5:23:53 PM   Timo Steppat
    Türkei will Belgien vorher gewarnt haben

    Die Türkei hat die belgischen Sicherheitsbehörden nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem der Attentäter von Brüssel gewarnt. Der Verdächtige sei im vergangenen Juni im südtürkischen Gaziantep an der syrischen Grenze gefasst und anschließend ausgewiesen worden, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Die belgischen Behörden seien von der Türkei am 14. Juli 2015 gewarnt worden, dass es sich bei dem Mann um einen "ausländischen terroristischen Kämpfer" handele. Trotz der türkischen Warnungen hätten die Belgier den Verdächtigen aber freigelassen. Bereits nach der Terrorserie von Paris im vergangenen November hatte es aus der Regierung in Ankara geheißen, die Türkei habe die französischen Behörden zwei Mal vor einem der Terroristen gewarnt. Die französischen Behörden hätten darauf aber nicht reagiert.
  • 3/23/2016 5:23:40 PM   Stefanie Michels
    Dieses Bild eines Brautpaares am Brüsseler Flughafen von Maxime Prokaz, das er vor rund 11 Monaten aufgenommen hatte, macht die Runde im Netz. "Es ist ein paar Monate her, dass ich die Liebe an diesem Ort aufgenommen habe", schreibt der Fotograf. Nun habe er sich entschlossen, das Bild erneut zu teilen. "Liebe wird immer stärker sein."


  • 3/23/2016 4:54:45 PM   Timo Steppat
    Eine saß im Flugzeug fest, als die Bomben explodierten, eine andere harrte im Büro aus und wartete auf eine Kollegin, die nicht kam: Fünf Menschen in Brüssel schildern, wie sie den Tag der Anschläge erlebt haben – und wie es jetzt weitergeht.

    Augenzeugen des Terrors: Gefangen in Brüssel

    FAZ.NETEingeschlossen im Flugzeug, während die Bomben explodieren oder im Büro, wo eine Kollegin nicht auftaucht. Während sich die Stimmung in Brüssel etwas beruhigt, realisiert mancher erst jetzt, wie knapp er der Katastrophe entronnen ist.
  • 3/23/2016 4:03:00 PM   Stefanie Michels
    "Das ist für Brüssel" - Adele hat "Make you feel my love" bei ihrem gestrigen Konzert den Opfern der Anschläge gewidmet. "Ich glaube, ich war noch nie so gerührt in meinem Leben während einer meiner Shows - das war wunderschön", sagte sie am Ende des Liedes.

    Adele in solidarity with Brussels
    von Matthew via YouTube

  • 3/23/2016 3:56:42 PM   Stefanie Michels
    Gemeinsam stark, twittert die Polizei in Brüssel:


  • 3/23/2016 3:48:12 PM   Stefanie Michels

  • 3/23/2016 3:41:01 PM   Timo Steppat

    EU-Innenminister berufen Sondertreffen ein

    Nach den Anschlägen von Brüssel kommen die EU-Innen- und Justizminister am Donnerstag zu einem Sondertreffen zusammen. Die Minister der 28 Mitgliedstaaten würden am Nachmittag in der belgischen Hauptstadt zusammenkommen, teilte die niederländische EU-Ratspräsidentschaft mit.

  • 3/23/2016 3:20:28 PM   Stefanie Michels

    Flaggen an Gebäuden von Kommunen und Ländern wehen etwa in Hessen, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen auf halbmast.
  • 3/23/2016 3:01:42 PM   Timo Steppat
    Mutmaßlicher Drahtzieher hat in Bayern übernachtet

    Ein mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge von Paris, Salah Abdeslam, hat im September im bayerischen Unterfranken übernachtet.
    Der Mann, der am Freitag in Brüssel festgenommen worden war, sei mit zwei anderen Männern im Landkreis Kitzingen in einem Gasthof gewesen, sagte der bayerische Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer am Mittwoch. Unter anderem der Bayerische Rundfunk hatte zuerst davon berichtet.

    Geprüft wird Schmidbauer zufolge noch, ob es sich bei einem der beiden anderen Männer um den Terrorverdächtigen Najim Laachraoui gehandelt haben könnte. „Dazu haben wir keine Erkenntnisse.Der 24 Jahre alte Laachraoui wird mit den Attentaten von Paris im November 2015 in Verbindung gebracht und könnte auch an den Anschlägen vom Dienstag in Brüssel beteiligt gewesen sein.

  • 3/23/2016 2:26:13 PM   d.schreckenberg
    Portugal statt Brüssel

    Belgien-Portugal: Testspiel nach Leiria verlegt

    FAZ.NETDas zunächst abgesagte Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal ist nun nach Leira verlegt worden. Frankreich als Ausrichter der EM 2016 will sich nicht dem Terror beugen.
  • 3/23/2016 2:23:24 PM   Timo Steppat

    Schweigeminute am Place de la Bourse in Brüssel (Bild: AFP)


  • 3/23/2016 2:17:52 PM   Werner Mussler
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Ministerpräsident Manuel Valls eine "europäische Sicherheitsunion". Er beklagt die mangelnde Bereitschaft vieler Mitgliedstaaten zur Zusammenarbeit in der Strafverfolgung.
  • 3/23/2016 1:08:10 PM   d.schreckenberg
    Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind auch mehrere Deutsche verletzt worden. Das Auswärtige Amt schloss am Mittwoch auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen.
  • 3/23/2016 12:41:51 PM   Timo Steppat
    31 Tote, 271 Verletzte

    Der Generalstaatsanwalt in Brüssel gibt offizielle Opferangaben bekannt. Danach sind 31 Menschen gestorben, 271 Menschen verletzt. Laut van Leeuw könnte die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen, hieß es.
  • 3/23/2016 12:38:18 PM   Werner Mussler
    Die Zahl der registrierten Todesopfer dürfte nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch steigen. Offenbar sind noch nicht alle Opfer identifiziert. Angehörige der Vermissten werden aufgefordert, den Behörden DNA-Proben zur Verfügung zu stellen.
  • 3/23/2016 12:34:23 PM   Werner Mussler
    Der Hauptverdächtige Najim Laachraoui ist - anders als am Vormittag gemeldet - weiter auf der Flucht. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft.
  • 3/23/2016 12:33:10 PM   Timo Steppat
    Der Flughafenattentäter hat ein Testament hinterlassen. Das berichtet der Staatsanwalt  van Leeuw bei einer Pressekonferenz. Ibrahim El Bakraoui habe in dem sogenannten Testament angegeben, er wisse nicht mehr, was er tun solle. Er werde gesucht. "Wenn das so weitergeht", so zitiert van Leeuw aus dem Testament, "endet das bei mir in einer Gefängniszelle." Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Ibrahim El Bakraoui der mittlere Mann auf dem Foto ist, sich am Flughafen in die Luft gesprengt hat und tot ist.
  • 3/23/2016 12:32:20 PM   Werner Mussler
    Aus der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft: Bei der Hausdurchsuchung am Dienstagnachmittag im Stadtteil Schaerbeek wurden unter anderem 15 kg Sprengstoff und größere Mengen Chemikalien gefunden. In einem nahe der durchsuchten Wohnung gelegenen Abfalleimer fand die Polizei ein Testament eines der Brüder El Bakraoui.
  • 3/23/2016 12:29:12 PM   Werner Mussler
    Aus der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft: Nach vorläufigen Angaben wurden bei den beiden Anschlägen 31 Menschen getötet und 270 verletzt.
  • 3/23/2016 12:28:25 PM   Werner Mussler
    Aus der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft: Von den drei auf der Überwachungskamera am Flughafen fotografierten Personen ist nur eine identifiziert: Ibrahim El Bakraoui, der sich später in die Luft sprengte. Der zweite Mann, der zunächst für dessen Bruder Khalid El Bakraoui gehalten wurde, wurde nicht identifiziert. Der dritte Mann, bekleidet mit einem hellen Blouson, gilt weiterhin als flüchtig. Er hat eine große Tasche zurückgelassen, die explodierte, ohne allzu großen Schaden anzurichten.
  • 3/23/2016 12:23:29 PM   Timo Steppat
    Staatsanwaltschaft: Bruderpaar Bakraoui verübte Anschläge auf Flughafen und U-Bahnhof

    Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui. Er ist der Bruder des Selbstmordattentäters vom
    Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.
  • 3/23/2016 12:22:12 PM   Werner Mussler
    Die höchste Sicherheitswarnstufe 4 wird in Belgien bis auf weiteres aufrecht erhalten. Das teilen Sicherheitsbehörden auf einer Pressekonferenz mit.
  • 3/23/2016 11:40:27 AM   Timo Steppat
    Israelischer Minister: Belgier sollen Terror bekämpfen statt Schokolade zu essen

    Seltsame Äußerungen aus Israel:
    Der israelische Geheimdienstminister Israel Katz hat nach den Terroranschlägen von Brüssel die Einstellung der Belgier zum militanten Islam scharf kritisiert.
    „Wenn sie in Belgien weiter Schokolade essen und das Leben genießen (...) und nicht klar feststellen, dass ein Teil der Muslime, die dort leben, Terror organisieren, dann können sie sie auch nicht bekämpfen“, sagte Katz am Mittwoch im israelischen Rundfunk.

    „Man
    muss definieren, wer der Feind ist, wer der Aggressor ist“, sagte Katz. „Wir befinden uns auf dem Höhepunkt eines Kriegs, einer Attacke desradikalen Islams gegen die westliche Kultur, gegen die westlichenDemokratien, zu denen auch Israel gehört.“ Es handele sich um einen „Weltkrieg anderer Art“, sagte der Minister von der rechtsorientierten  Regierungspartei Likud.
  • 3/23/2016 11:33:03 AM   Timo Steppat
    Fußball-Länderspiel Belgien gegen Portugal abgesagt

    Nach den Terroranschlägen von Brüssel ist das für Dienstag geplante Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal abgesagt worden. Die Stadt Brüssel habe aus Sicherheitsgründen und als Vorsichtsmaßnahme darum gebeten, teilte der belgische Verband am Mittwoch mit.
  • 3/23/2016 11:31:56 AM   Werner Mussler
    Zur Schweigeminute hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das belgische Königspaar, Premierminister Charles Michel und der französische Ministerpräsident Manuel Valls im Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der EU-Kommission willkommen geheißen.
  • 3/23/2016 11:28:11 AM   Timo Steppat
    Hauptverdächtiger offenbar nicht festgenommen

    Die Nachrichtenlage ändert sich: Zunächst berichteten verschiedene belgische Medien übereinstimmend, dass der Hauptverdächtige festgenommen wurde. Nun dementiert die belgische Polizei.
    Der belgische Fernsehsender RTBF hatte zuvor berichtet, dass es sich beim Festgenommen sicher nicht um Najim Laachraoui handelt. 
  • 3/23/2016 11:27:03 AM   Hendrik Kafsack
    Der zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos ruft die Mitgliedstaaten dazu auf, endlich die Kooperation zwischen den Geheimdiensten zu verbessern. Die Tatsache, dass die Attentäter den Behörden zumindest teilweise schon vorher bekannt gewesen seien, sei der beste Beleg dafür. Er ruft das Europaparlament und die Mitgliedstaaten zudem auf, den eigentlich schon vereinbarten Austausch von Fluggastdaten nun auch umzusetzen.
  • 3/23/2016 11:18:46 AM   Hendrik Kafsack
    Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Kristalina Georgiewa spricht nach der Schweigeminute um 12 Uhr in der Kommission: Sie verurteilt die Angriffe auf "unsere Stadt". Sie ist sichtlich erschüttert. Das Leben werde weiter gehen. "Wir werden leben, arbeiten, lachen und tolerant bleiben", sagt sie. Und im Auge behalten, dass die Menschen, die aus Ländern wie Syrien in die EU kämen, vor denselben Extremisten flüchteten, die die Anschläge in Brüssel begannen hätten.
  • 3/23/2016 11:06:04 AM   Timo Steppat

    Papst spricht von "grausamen Abscheulichkeiten"

    Papst Franziskus hat die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, die Anschläge von Brüssel auf das Schärfste zu verurteilen. „Ich richte erneut einen Appell an alle Menschen guten Willens, diese grausamen Abscheulichkeiten, die nur Tod, Terror und Entsetzen erzeugen, einstimmig zu verurteilen“, sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Er bat die Gläubigen dafür zu beten, dass „diese von einem grausamen Fundamentalismus geblendeten Leute“ sich bekehren. Sein Herz sei schwer, erklärte Franziskus. Er sei der gesamten belgischen Bevölkerung sowie den Angehörigen der Opfer und allen Verletzten nah und bete für sie, erklärte der Argentinier.

  • 3/23/2016 10:41:39 AM   Timo Steppat
    Weiterhin werden viele Menschen in Brüssel vermisst: zum Beispiel die 29 Jahre alte Belgierin Aline Bastin. Angehörige können sie seit gestern nicht erreichen und auffinden – sie saß während der Anschläge wohl in der Metro. Der belgische Privatsender RTBF hat eine Vielzahl von Suchaufrufen zusammengestellt.

    Nombreuses familles à la recherche de leurs proches suite aux attentats

    RTBF InfoSuite aux attentats meurtriers de ce mardi à Bruxelles, les appels à témoins se multiplient sur les réseaux sociaux. Des appels émanant de familles de victimes. Plusieurs heures après les attaques, beaucoup réclament des nouvelles, en précisant que...
  • 3/23/2016 10:34:55 AM   Timo Steppat

    Nach Anschlägen: Staatsanwaltschaft will Medien informieren

    Einen Tag nach den verheerenden Terroranschlägen in Brüssel mit mindestens 31 Toten will die Staatsanwaltschaft erneut die Medien informieren. Die Pressekonferenz sei um 13.00 Uhr geplant, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Brüssel mit.
  • 3/23/2016 9:31:53 AM   Timo Steppat
    „Molenbeek sollte eine Mahnung für uns alle sein“

    Nach den Terroranschlägen von Brüssel fordert der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD), mehr gegen das Entstehen von Ghetto-Vierteln zu tun. „Molenbeek sollte eine Mahnung für uns alle sein“, sagte Jäger am Mittwoch im WDR-„Morgenecho“. Der Brüsseler Stadtteil mit einem großen Migrantenanteil, vielen Muslimen und hoher Arbeitslosigkeit gilt als Herkunftsort islamistischer Terroristen. In der vergangenen Woche war einer der mutmaßlichen Pariser Attentäter dort gefasst worden.

    „Wir müssen dringend daran arbeiten, dass solche sozialen Strukturen nicht entstehen“, mahnte Jäger.
    „Das können die Sicherheitsbehörden nicht  alleine leisten, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ In den gefestigten Strukturen solcher geschlossenen Stadtteile wie Molenbeek habe der Staat „große Schwierigkeiten, sowohl repressiv tätig zu werden als auch mit Prävention zu versuchen, einer solchen Szene das Wasser abzugraben“, sagte der SPD-Politiker. Eine solche Ghettoisierung müsse unter anderem städtebaulich verhindert werden, forderte Jäger. „Wir brauchen einen vernünftigen Wohnungsbau.
  • 3/23/2016 9:05:49 AM   Oliver Georgi
    Der republikanische amerikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump punktet seit Wochen mit seinen populistischen Einlassungen – jetzt versucht er offenkundig die Attentate von Brüssel für sich zu nutzen. In einem Interview mit dem britischen Fernsehsender ITV hat Trump den Muslimen am Mittwoch vorgeworfen, zu wenig zu tun, um Anschläge wie in Belgien zu verhindern.  "Wenn sie Ärger mitbekommen, müssen sie es melden", sagte er. "Aber sie melden es nicht, sie melden es absolut nicht, und das ist ein großes Problem."

    Trump verwies in dem Interview darauf, dass der Hauptverdächtige der Anschläge von Paris nach einer monatelangen Fahndung in seinem Heimatwohngebiet in Brüssel gefasst worden sei. "Er war in seinem Viertel, wo er aufgewachsen ist und niemand hat ihn ausgeliefert. (...) Das ist eine Schande."
  • 3/23/2016 9:00:57 AM   Oliver Georgi

    Die höchste Alarmstufe gilt in Brüssel weiterhin, wie dieses Schild an einem Gebäude der EU-Kommission zeigt. (Foto: dpa)

  • 3/23/2016 8:59:09 AM   Oliver Georgi
    Die Anschläge von Brüssel gehen nach Einschätzung des australischen Ministerpräsidenten Malcolm Turnbull auch auf ungenügende Grenzkontrollen in Europa zurück. "Die Schwäche in der europäischen Sicherheit steht in Zusammenhang mit den Problemen, die es dort derzeit gibt", sagte Turnbull am Mittwoch in Sydney. Neben den laxen Sicherheitsvorkehrungen seien dies auch durchlässige Grenzen. In Australien hingegen seien die Sicherheitsmaßnahmen deutlich stärker als in Europa.
  • 3/23/2016 8:55:15 AM   Oliver Georgi
    Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, warnt nach den Anschlägen von Brüssel vor einer über längere Zeit anhaltenden Terrorgefahr. "Wir müssen mit einer langen Terrorperiode rechnen. London, Madrid, Paris, jetzt Brüssel. Auch deutsche Städte werden davon auf Dauer nicht verschont bleiben. Bisher haben wir Glück gehabt", sagte Wendt der "Passauer Neue Presse".
  • 3/23/2016 8:52:41 AM   Hendrik Kafsack
    Das Leben in Brüssel läuft auch ansonsten vielerorts wie an jedem anderen Morgen im März. Die Stimmung beim Bäcker ist wie immer warm entspannt. Kein Wort zu den Anschlägen. Der Nachbar grüßt wie üblich nicht zurück. Nur die Straßen sind etwas leerer - nicht zuletzt weil einige Büros und Vertretungen geschlossen bleiben. Es fahren mehr Menschen mit dem Rad.
  • 3/23/2016 8:48:21 AM   Hendrik Kafsack
    Die Schulen in Brüssel selbst haben wieder geöffnet. "Wir lassen uns nicht von den Terroristen zur Geisel nehmen", heißt es dort. Viele von ihnen schließen aber früher als sonst. Die Kinder müssen am Eingang der Schule an wartenden Lehrer übergeben werden. Menschenansammlungen vor den Schulen sollen vermieden werden.
  • 3/23/2016 7:35:51 AM   Oliver Georgi
    Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok fordert in der ARD als Konsequenz aus den Anschlägen einen "permanenten Informationsaustausch" unter Sicherheitsorganen auf europäischer Ebene und darüber hinaus. Den Kampf gegen den Terror könne man nicht isoliert national führen.
  • 3/23/2016 7:35:28 AM   Oliver Georgi
    Der flüchtige mutmaßliche Attentäter der Anschläge am Flughafen heißt nach einem Bericht der Zeitung DH Najim Laachraoui und wird schon länger gesucht.
  • 3/23/2016 7:30:22 AM   Oliver Georgi

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