Anschlag auf Flughafen

Anschlag auf Flughafen

  • Am Brüsseler Flughafen und an der U-Bahn-Station Maelbeek kam es am Dienstagmorgen zu Explosionen. Dabei wurden laut Krisenstab mindestens 31 Menschen getötet und 271 verletzt.
  • Der "Islamische Staat" hat sich zum Terroranschlag in Belgien bekannt.
  • Die Selbstmordanschläge am Brüsseler Flughafen und in der Metro sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft von zwei Brüdern verübt worden.
  • Beim zweiten Attentäter am Brüsseler Flughafen handelt es sich laut Medienberichten angeblich um Najim Laachraoui. Eine offiziielle Bestätigung gibt es dazu noch nicht.
  • Ein vierter Attentäter befindet sich  nach Angaben der Ermittler weiterhin auf der Flucht.
  • 3/23/2016 11:59:33 PM   Frederic Spohr
    Wir beenden vorerst unsere Berichterstattung über das Liveblog. Selbstverständlich bleibt die Redaktion aber über die ganze Nacht besetzt. Wir halten Sie weiterhin über die jüngsten Entwicklungen nach den Terroranschlägen in Brüssel auf dem Laufenden.
  • 3/23/2016 11:31:22 PM   Frederic Spohr
    Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat eine bessere Zusammenarbeit der der deutschen Sicherheitsbehörden gefordert. Beim Informationsaustausch zwischen den Bundesländern gebe es "Defizite", sagte der BDK-Vorsitzende André Schulz in der ARD. "Auch hier wissen wir teilweise nicht, was die andere Polizei macht."

    Er verwies dazu auf die Ermittlungen zur Mordserie des rechtsextremistischen NSU. Auch hier sei es versäumt worden, anderen Behörden die nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • 3/23/2016 10:37:16 PM   Anna Steiner

    Hillary Clinton in Stanford: Europa muss mehr unternehmen, um die Last mit Amerika zu teilen. (Bildquelle: dpa)


  • 3/23/2016 10:36:10 PM   Anna Steiner
    In einer Rede an der kalifornischen Eliteuniversität Stanford forderte Hillary Clinton, Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten, von Europa mehr Engagement im Kampf gegen den Terrorismus. Die Angriffe in der belgischen Hauptstadt seien "die jüngste brutale Erinnerung", dass mehr getan werde müsse, um die radikalislamische Miliz "Islamischer Staat" zu besiegen, sagte die ehemalige Außenministerin. Die Vereinigten Staaten könnten viel tun, um ihre europäischen Partner zu unterstützen. Aber diese müssten ebenfalls mehr unternehmen, "um die Last mit uns zu teilen". So sollten die europäischen Staaten mehr in Verteidigung und Sicherheit investieren. Hilfreich wäre auch eine neue, einheitliche europäische Grenz- und Küstenwache zur Stärkung der Außengrenzen eines Kontinents, der "unter beispiellosem Druck von Flüchtlingen und Migranten" stehe.
  • 3/23/2016 10:07:00 PM   Anna Steiner
    Der amerikanische Präsident Barack Obama, derzeit in Argentinien zu Gast, hat nach den Terroranschlägen in Brüsselseine Linie verteidigt. Es gebe für ihn nichts wichtigeres, als die Terroristen "zu jagen und zu besiegen", sagte er mit Blick auf den sogenannten Islamischen Staat. "Wir werden Druck auf sie ausüben, bis wir sie aus ihren Hochburgen getrieben haben und bis sie zerstört sind." Die Luftschläge und die Arbeit von Spezialeinsatzkräften im Irak und in Syrien zeige Wirkung.

    Gleichzeitig erteilte Obama Maßnahmen mit Showeffekt eine Absage. "Teppichbombardements auf Irak oder Syrien wären nicht nur unmenschlich und gegen unsere Wertvorstellungen", sagte Obama.
    Es würde dem IS eine außerordentliche Gelegenheit bieten, mehr Menschen
    anzuwerben, die bereit seien, zu sterben und Bomben auf einem Flughafen
    oder in einer U-Bahn-Station explodieren zu lassen.
    "Das ist keine intelligente Strategie."
  • 3/23/2016 9:58:35 PM   Anna Steiner
    Die Lufthansa hat angekündigt, an Ostern nicht nach Brüssel zu fliegen. Bis einschließlich 28. März werden alle Flüge gestrichen, wie eine Sprecherin am Abend mitteilte. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines wird bis Montagabend nicht mehr in die belgische Hauptstadt fliegen.
  • 3/23/2016 9:46:37 PM   Anna Steiner
    Der aktuelle Stand: Drei von vier Attentätern konnten identifiziert werden. Es handelt sich um den 29 Jahre alten Ibrahim el Bakraoui und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder, Khalid el Bakraoui. Einer der beiden hatte sich am Dienstagmorgen am Flughafen, der andere in der U-Bahn in die Luft gesprengt. Auch die Identität des zweiten Selbstmordattentäters von Zaventem konnte geklärt werden: Unter Berufung auf "Polizeikreise" berichteten am Abend mehrere Medien übereinstimmend, der Belgier Najim Laachraoui sei ebenfalls unter den Selbstmordattentätern gewesen. Alle drei Attentäter sollen in Verbindung zu den Anschlägen von Paris im November stehen. Von einem vierten Attentäter fehlt bislang weiterhin jede Spur. Er soll zwar die größte Sprengladung am Flughafen deponiert haben, sei dann jedoch von dort geflüchtet, heißt es aus Ermittlerkreisen.
  • 3/23/2016 9:34:30 PM   Anna Steiner
    Nahe des Flughafens Zaventem, einem der Anschlagsorte in Brüssel, haben sich am Mittwochabend mehrere Hundert Angestellte des Flughafens mit Angehörigen und Freunden zu einem Schweigemarsch verabredet, um der Opfer des Terrors zu gedenken. Etliche von ihnen trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen mit sich.

    In stillem Gedenken: Schweigemarsch nach Zaventem. (Bildquelle: AFP)


  • 3/23/2016 8:46:18 PM   Anna Steiner
    Zu einem kuriosen Zwischenfall kam es in der Nacht zum Mittwoch am One World Trade Center in New York City. Die Verantwortlichen hatten die französischen mit den belgischen Landesfarben verwechselt. So erstrahlte die Antenne in Blau-Weiß-Rot statt Schwarz-Gelb-Rot.

    Zuvor hatte das Management mitgeteilt, man wolle sich mit den Menschen in Brüssel solidarisch zeigen. Das Empire State Building hingegen blieb in der Nacht komplett dunkel - aus "Sympathie zu den verlorenen Leben in Brüssel", wie die Verantwortlichen auf Twitter mitteilten.

    Die Antenne des One World Trade Centers erstrahlt in der Nacht zum Mittwochin den französischen Nationalfarben. (Bildquelle: AFP)


  • 3/23/2016 8:14:10 PM   Anna Steiner
    Der Anschlag am Flughafen hat direkte Auswirkungen auf Tausende Reisende: Etwa 6000 Fahrzeuge standen am Mittwoch noch auf Parkplätzen, die sich in abgesperrten Bereichen befanden. Noch bis Freitag soll der Flughafen weitgehend geschlossen bleiben. Nur Frachtflüge und bestimmte Privatflüge werden ermöglicht.
  • 3/23/2016 7:48:38 PM   Anna Steiner
    Der belgische Justizminister Koen Geens hat den Vorwurf der Türkei zurückgewiesen, die Behörden hätten den Brüsseler Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui fahrlässig freigelassen. El Bakraoui habe in Belgien keine terroristischen Straftaten begangen, sagte Geens am Mittwochabend. Als El Bakraoui von der Türkei ausgewiesen wurde, sei er lediglich als normaler Straftäter auf Bewährung bekannt gewesen. Seinem Wissen nach sei El Bakraoui auch nicht nach Belgien, sondern in die Niederlande abgeschoben worden, ergänzte Geens.
  • 3/23/2016 7:05:31 PM   Anna Steiner
    Ein israelisches Nachrichtenportal meldet, dass die belgischen Geheimdienste konkrete Warnungen erhalten hatten, dass der Flughafen zum Ziel eines Bombenanschlags werden könnte.

  • 3/23/2016 6:52:11 PM   Anna Steiner
    Abdeslam und Belkaid gelten als mutmaßliche Beteiligte der Pariser Anschläge. Laachraouis DNA soll auch auf Sprengstoff gefunden worden sein, der bei den Anschlägen in Paris verwendet wurde. Er war erst vor kurzem identifiziert und zur Fahndung ausgeschrieben worden. Bis dahin hatte ihn die Polizei unter einem falschen Namen gesucht.
  • 3/23/2016 6:51:30 PM   Anna Steiner
    Der 24 Jahre alte Laachraoui stammt aus dem Brüsseler Stadtteil Schaerbeek, wo am Dienstag ein mutmaßlicher Unterschlupf der Attentäter ausgehoben wurde. Der mutmaßliche Dschihadist soll im Februar 2013 nach Syrien gereist sein. Anfang September 2015 geriet er offenbar - mit falscher Identität unter dem Namen Soufiane Kayal - zusammen mit Salah Abdeslam und Mohamed Belkaid in eine Kontrolle an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich. 
  • 3/23/2016 6:29:01 PM   Anna Steiner
    Laut Nachrichtenagentur bestätigten "Polizeikreise", dass es sich bei dem zweiten Selbstmordattentäter aus Brüssel um Najim Laachraoui handelt. Er wurde bereits im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen im November gesucht. Der andere Selbstmordattentäter vom Flughafen war nach Behördenangaben Ibrahim El Bakraoui, dessen Bruder sich wiederum in der Brüsseler U-Bahn in die Luft sprengte, nach einem weiteren Mann wurde noch gesucht.
  • 3/23/2016 6:04:00 PM   Lorenz Hemicker
    Die belgische Tageszeitung "De Standaard" beruft sich hinsichtich des Tods von Najim Laachraoui auf eine "zuverlässige Quelle". "Le Monde" will erfahren haben, dass er anhand seiner DNA identifziert worden sei. Damit wäre der zweite Attentäter des Brüsseler Flughafens bekannt.
  • 3/23/2016 5:56:52 PM   Lorenz Hemicker
    Der seit Tagen gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist nach belgischen Medienberichten angeblich tot. Er sei einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt hatten, berichtete der Sender RTBF am Mittwochabend laut Angaben der Nachrichtenagentur dpa, ohne auf eine Quelle zu verweisen.
  • 3/23/2016 5:23:53 PM   Timo Steppat
    Türkei will Belgien vorher gewarnt haben

    Die Türkei hat die belgischen Sicherheitsbehörden nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem der Attentäter von Brüssel gewarnt. Der Verdächtige sei im vergangenen Juni im südtürkischen Gaziantep an der syrischen Grenze gefasst und anschließend ausgewiesen worden, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Die belgischen Behörden seien von der Türkei am 14. Juli 2015 gewarnt worden, dass es sich bei dem Mann um einen "ausländischen terroristischen Kämpfer" handele. Trotz der türkischen Warnungen hätten die Belgier den Verdächtigen aber freigelassen. Bereits nach der Terrorserie von Paris im vergangenen November hatte es aus der Regierung in Ankara geheißen, die Türkei habe die französischen Behörden zwei Mal vor einem der Terroristen gewarnt. Die französischen Behörden hätten darauf aber nicht reagiert.
  • 3/23/2016 5:23:40 PM   Stefanie Michels
    Dieses Bild eines Brautpaares am Brüsseler Flughafen von Maxime Prokaz, das er vor rund 11 Monaten aufgenommen hatte, macht die Runde im Netz. "Es ist ein paar Monate her, dass ich die Liebe an diesem Ort aufgenommen habe", schreibt der Fotograf. Nun habe er sich entschlossen, das Bild erneut zu teilen. "Liebe wird immer stärker sein."


  • 3/23/2016 4:54:45 PM   Timo Steppat
    Eine saß im Flugzeug fest, als die Bomben explodierten, eine andere harrte im Büro aus und wartete auf eine Kollegin, die nicht kam: Fünf Menschen in Brüssel schildern, wie sie den Tag der Anschläge erlebt haben – und wie es jetzt weitergeht.

    Augenzeugen des Terrors: Gefangen in Brüssel

    FAZ.NETEingeschlossen im Flugzeug, während die Bomben explodieren oder im Büro, wo eine Kollegin nicht auftaucht. Während sich die Stimmung in Brüssel etwas beruhigt, realisiert mancher erst jetzt, wie knapp er der Katastrophe entronnen ist.
  • 3/23/2016 4:45:08 PM   Timo Steppat
    Erdogan: Attentäter von Brüssel wurde aus Türkei ausgewiesen

    Einer der Attentäter von Brüssel ist nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr aus
    der Türkei ausgewiesen worden. Die belgischen Behörden hätten den Mann nach der Ausweisung im Juli aber trotz der Warnungen der Türkei freigelassen, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara.
  • 3/23/2016 4:42:24 PM   Timo Steppat
    BND-Präsident Schindler setzt nach Anschlägen auf mehr Überwachung

    BND-Präsident Gerhard Schindler
    setzt nach den Anschlägen von Brüssel und Paris auf eine stärkere Überwachung von Verdächtigen. Bei den Anschlägen seien viele Terroristen in Netzwerken organisiert und einige auch den Behörden bekannt gewesen, sagte der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) am Mittwoch in Hamburg. „Für die Nachrichtendienste bedeutet dies, dass wir noch stärker in diese Netzwerke infiltrieren müssen mit menschlichen Quellen. Außerdem müsse die technische Überwachung der Kommunikation der Terroristen „wirkungsvoll gestaltet“ werden.Generell gelte für ihn, „dass Nachrichtendienste notwendiger denn je sind, denn wir brauchen Informationen weit vor den Anschlägen, um sie zu verhindern, statt Informationen nach den Anschlägen“. Zur Kritik an der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden über die Landesgrenzen hinaus wollte sich Schindler nicht äußern. In Deutschland funktioniere die Kooperation gut. „Wir arbeiten in Deutschland sowohl mit den Nachrichtendiensten als auch mit der Polizei gut und optimal zusammen, insbesondere, was den Terrorismus anbelangt im gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum in Berlin.“ Mängel erkenne er dabei keine. „Allerdings: (...) Es gibt nichts, was man nicht verbessern kann.

Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform