Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

  • Bei dem stundenlangen Einsatz der französischen Anti-Terror-Einheit am Mittwoch im Pariser Vorort Saint-Denis ist der mutmaßliche Drahzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.
  • Bei der Frau, die sich während des Einsatzes in die Luft sprengte, soll es sich um Hasna Aitboulachen handeln - mutmaßlich Abaaouds Cousine. 
  • Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land um drei Monate gebilligt.
  • Die belgische Polizei hat bei Razzien in der Region Brüssel am Donnerstag insgesamt neun Verdächtige festgenommen.

  • 11/18/2015 5:18:32 PM   Lorenz Hemicker


    In Hamburg haben am Mittwoch zahlreiche Menschen auf dem Domplatz an einer Solidaritätskundgebung unter dem Motto "Nous sommes Paris" teilgenommen. (Foto: dpa)
  • 11/18/2015 5:18:59 PM   Lorenz Hemicker

    Auch im Brüssler Stadtteil Molenbeek, in dem in den vergangenen Jahren mehrere Terroristen gewohnt hatten, solidarisierten sich Menschen mit den Opfern von Paris. (Foto: EPA)
  • 11/18/2015 5:34:37 PM   Lorenz Hemicker
    Angesichts der Terroranschläge verlangt die französische Regierung von ihren europäischen Partnern striktere Kontrollen. Insbesondere die griechisch-türkische Grenze müsse besser überwacht werden.
  • 11/18/2015 5:52:00 PM   Lorenz Hemicker
    Die muslimischen Dachverbände in Bayern haben die Anschläge von Paris als "niederträchtig und barbarisch" verurteilt. "Diese erschütternden Terroranschläge haben uns fassungslos gemacht und uns in tiefe Trauer gestürzt", teilten die acht größten muslimischen Religionsgemeinschaften sowie weitere unterzeichnende Organisationen am Mittwoch in München mit. Mitgefühl und Beileid gälten zuallererst den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer sowie der französischen Nation. (dpa-AFX)
  • 11/18/2015 6:04:00 PM   Lorenz Hemicker
    Unter den Verdächtigen der Terrorserie von Paris sind nicht nur Männer. Bei der Erstürmung einer Wohnung durch die Polizei am Mittwoch sprengte sich  eine Frau in die Luft. Was bringt junge Frauen aus dem Westen dazu, sich dem IS anzuschließen?
  • 11/18/2015 6:07:57 PM   Lorenz Hemicker
    The Washington Post meldet soeben unter Berufung auf zwei Geheimdienstmitarbeiter, dass der Planer der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden sein soll. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bislang nicht.

  • 11/18/2015 6:25:00 PM   Lorenz Hemicker
    Angesichts der Terroranschläge von Paris beendet Luxemburg den Verkauf von Prepaid-Karten für Handys ohne Angabe von Name und Adresse. Premierminister Xavier Bettel sehe darin eine Sicherheitslücke, sagte ein Regierungssprecher am Mittwochabend. 

    Da beim Erwerb einer Prepaid-Karte im Großherzogtum bisher weder Name noch Adresse angegeben werden müssten, hinterließen Käufer keine Spuren. Das erschwere den Kampf gegen Terror. Die Luxemburger Staatsanwaltschaft habe auch bei anderer Kriminalität schon auf dieses Problem aufmerksam gemacht. In Zukunft müssten die Käufer von Prepaid-Karten wie in anderen europäischen Ländern ihren Ausweis zeigen. (dpa-AFX)
  • 11/18/2015 6:25:45 PM   Lorenz Hemicker
    Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärt soeben, bei der Polizeirazzia in Saint-Denis sei ein "Team von Terroristen" ausgeschaltet worden, das neue Angriffe geplant habe. Abdelhamid Abaaoud sei nicht unter den Festgenommenen. Die Identität der Getöteten werde noch ermittelt, sagte der für Terrorismus zuständige oberste Staatsanwalt Francois Molins.
  • 11/18/2015 6:37:46 PM   Konstantin Hofmann
    Unter den festgenommen Terroristen ist laut der Staatsanwaltschaft von Paris auch nicht der gesuchte Terrorist Salah Abdeslam.
  • 11/18/2015 6:39:00 PM   Lorenz Hemicker
    Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat sich „erleichtert und glücklich“ gezeigt, dass in Hannover nichts Schlimmeres passiert ist. „Dass man nichts gefunden hat, auch wenn das Spiel abgesagt wurde. Worüber wir natürlich sehr traurig sind.“, sagte Bierhoff am Mittwoch in einer von DFB-TV verbreiteten Stellungnahme. Man müsse jetzt aber wieder „nach vorne schauen“, sich bei der Auslosung für die EURO 2016 Anfang Dezember in Paris genauso zeigen wie auch bei den Länderspielen. „Dass wir dort für unsere Werte einstehen und das Leben weitergeht.“ (dpa)
  • 11/18/2015 6:46:13 PM   Konstantin Hofmann
    Bei den Kämpfen in Paris wurden heute morgen etwa 5000 Schuss an Munition verbraucht, sagt der Pariser Staatsanwalt Molin.
  • 11/18/2015 6:56:07 PM   Konstantin Hofmann
    Die Operation in Paris sei insgesamt sehr kompliziert gewesen. Die Tür zu der verdächtigen Wohnung sei gepanzert gewesen, und hätte auch nicht mit Sprengstoff geöffnet werden können. Das gab den vermutlichen Terroristen die Chance ihre Verteidigung zu planen.  Bei der Aktion in Paris sind fünf Polizisten verletzt worden. Zwei Terroristen starben.
  • 11/18/2015 7:18:12 PM   Konstantin Hofmann
    Auf die Spur der Terroristen kam die Polizei, laut Staatsanwaltschaft, durch ein Telefon, in einem Mülleimer am Theater Bataclan gefunden wurde. Darauf fand man die SMS mit dem Text "on est parti, on commence" ("wir fangen an"). Diese SMS sei um 21:42 am Freitag abgeschickt worden – kurz bevor die Anschläge in Paris begannen.
  • 11/18/2015 7:20:42 PM   Konstantin Hofmann
    Der oberste Staatsanwalt in Paris: François Molin.


  • 11/18/2015 7:30:21 PM   Lorenz Hemicker
    Nach den Attentaten von Paris war Abdelhamid Abaaoud der meistgesuchte Terrorist der Welt. Ein Portrait des mutmaßlichen Planers der Anschläge.
  • 11/18/2015 7:45:00 PM   Konstantin Hofmann
    Russische und amerikanische Kampfjets nehmen nun gezielt die Öltanklaster des IS ins Visier.  Die Luftwaffe solle ab sofort Tanklastwagen in den vom IS kontrollierten Gebieten angreifen, sagte der russische Einsatzleiter Andrej Kartapolow am Mittwoch.

    Laut Kartapolow wurden bei russischen Luftangriffen in den vergangenen Tagen bislang rund 500 Öltanklaster zerstört. Am Montag hatte das amerikanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, Kampfjets hätten nahe der vom IS gehaltenen Stadt Bukamal an der syrisch-irakischen Grenze 116 Tanklaster zerstört. Mit den Angriffen soll einer der Finanzströme des IS abgeschnitten werden. Laut einer in der "Financial Times" veröffentlichten Studie bringt der Ölschmuggel den Dschihadisten Einnahmen von 1,4 Millionen Euro täglich.
  • 11/18/2015 8:00:00 PM   Konstantin Hofmann
    Die Eagles of Death Metal,
    die Rock-Band die am Freitagabend bei dem Massaker in der Konzerthalle
    Bataclan aufgetreten ist, meldet sich zum ersten mal zu Wort: „Wir sind
    jetzt sicher
    zu Hause, wir sind erschüttert und wir versuchen immer noch zu verstehen, was in Frankreich passiert ist“
    „Unsere Gedanken und Herzen“ seien mit Bandmanager Nick Alexander, drei weiteren Mitgliedern des Teams und allen Fans, die getötet wurden. „Auch wenn es Trauer ist, was uns mit den Opfern, den Fans, den Familien, den Menschen von Paris und allen Betroffenen des Terrorismus zusammenbringt, sind wir doch stolz, mit unserer neuen Familie vereinigt zu sein, vereinigt mit dem gemeinsamen Ziel der Liebe und des Mitgefühls.“

    Alle weiteren Konzerte der Band sind bis auf Weiteres abgesagt

    Die Band dankte den französischen Sicherheitsbehörden, dem FBI und
    den Außenministerien. Alle Konzerte seien erst einmal abgesagt. Die Band, die sich selbst EODM abkürzt, schloss mit: „Vive la musique, vive la liberté, vive la France and vive EODM.“

  • 11/18/2015 8:10:00 PM   Konstantin Hofmann
    Die Pariser Métro verzeichnet einen Rückgang der Fahrgäste um 10% seit Montag. Das falle vor allem an den touristischen Stationen auf, so der französische TV-Sender francetv. Am Wochenende und vor allem am Samstag waren nur die Hälfte der üblichen Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr unterwegs.


  • 11/18/2015 8:25:00 PM   Konstantin Hofmann
    Rückkehr der Normalität: Der Weihnachtsmarkt in Paris hat heute Nachmittag wieder seinen Betrieb aufgenommen.

  • 11/18/2015 8:30:00 PM   Konstantin Hofmann
    Thomas de Mazière am Mittwochabend in einem Interview: „Ein Innenminister darf und muss nicht alles sagen, was er weiß.“ #DoItLikeDeMaiziere
  • 11/18/2015 8:36:11 PM   Lorenz Hemicker

    Gespenstisch: Das Haus, in dem sich die die mutmaßlichen Terroristen verschanzt hatten, nach dem Zugriff der französischen Spezialkräfte in Saint-Denis am Mittwochabend. (Foto: AFP)
  • 11/18/2015 8:55:00 PM   Lorenz Hemicker
    Mitleid und Entsetzen nach dem Massaker von Paris? Das hält sich in arabischen Medien in Grenzen. Stattdessen werden Opferzahlen aufgerechnet. Und an Verschwörungstheorien herrscht kein Mangel.
  • 11/18/2015 8:55:00 PM   Konstantin Hofmann
    Molenbeek am Abend. Tausende zeigen ihre Solidarität mit den Opfern der Anschläge in Paris.

  • 11/18/2015 9:10:00 PM   Konstantin Hofmann
    Der Bruder und der Cousin der Attentäter Salah und Brahim Abdeslam stellen am Platz in Molenbeek Kerzen für die Opfer auf.

  • 11/18/2015 9:20:00 PM   Konstantin Hofmann
    Derweil ist ein jüdischer Lehrer Opfer einer Messerattacke in Marseille geworden. Die Angreifer hätten sich als Unterstützer des IS ausgegeben, berichten französische Medien. Drei Männer stachen auf den Geschichtslehrer ein, während sie antisemitische Parolen äußerten. Das Opfer ist zurzeit nicht in Lebensgefahr.
  • 11/18/2015 9:30:00 PM   Konstantin Hofmann
    Die Angreifer von Marseille sind laut den Ermittlern zu dritt auf Motorrollern zum Opfer gefahren und haben ihn am Arm und am Bein verletzt. Als ein Auto vorbeifuhr haben sie von ihm abgelassen und sind geflüchtet.
  • 11/18/2015 9:38:00 PM   Konstantin Hofmann

    Terror in Paris: „Wir rutschten im Blut aus“

    FAZ.NETDennis Safran gehörte zu den Ersten, die am Freitagabend die Konzerthalle Bataclan stürmten. Nun schildert er die Gräuel dort – und die Rettung der Geisel.
  • 11/18/2015 9:38:00 PM   Konstantin Hofmann
    Die Vereinigten Staaten haben eine Belohnung von fünf Millionen Dollar ausgesetzt für jeden Hinweis zum Aufenthaltsort von Abu-Mohammed al-Shimali. Dieser soll einer der führenden Köpfe des IS sein.
  • 11/18/2015 9:38:00 PM   Konstantin Hofmann
    Schweden hat die Terrorwarnstufe erhöht. Die schwedischen Behörden fahnden intensiv nach einem Mann, der einen Anschlag geplant haben soll. Er soll aber nicht in Verbindung mit dem Attentätern von Paris stehen.  "Eine große Zahl Personen ist nach Schweden zurückgekehrt, nachdem sie an Kämpfen in Syrien und dem Irak teilgenommen hat", erklärte die Säpo (Säkerhetspolis).  Die Sicherheitspolizei hob die Warnstufe aufgrund des Verdachts von "erhöhte Bedrohung" (3) auf "hohe Bedrohung" (4) an. Es ist die zweithöchste Gefahrenstufe auf der Skala.
  • 11/18/2015 10:40:00 PM   Konstantin Hofmann
    Und auch in Italien beginnt die Fahndung nach Terrorverdächtigen. Die amerikanische Bundespolizei FBI habe die italienischen Behörden auf fünf Männern mit arabischen Namen hingewiesen, die Anschläge auf Sehenswürdigkeiten geplant hätten – darunter der Petersdom, die Mailänder Scala und den Mailänder Dom. Die fünf Verdächtigen sind noch auf freiem Fuß.

    In ganz Italien waren nach den Anschlägen von Paris die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden. Am 8. Dezember beginnt in Rom ein außerordentliches Heiliges Jahr, zu dem Millionen von Pilgern erwartet werden. Am Freitag soll das Sicherheitskonzept dazu vorgestellt werden. Der IS hatte schon in der Vergangenheit in seiner Propaganda geprahlt, er wolle Rom erobern.


  • 11/18/2015 10:57:54 PM   Konstantin Hofmann
    Piazza San Marco am Mittwochabend in Venedig. Italien zeigt seine Solidarität mit Frankreich.


  • 11/18/2015 11:22:39 PM   Mathias Peer
    Ein Lehrer einer jüdischen Schule in der südfranzösischen Stadt Marseille ist am Abend Opfer einer Messerattacke geworden. Die Angreifer hätten sich als Unterstützer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ausgegeben, berichtete der Sender France24 unter Berufung auf Ermittler. Der Geschichtslehrer wurde von drei Personen angegriffen, die antisemitische Parolen äußerten, wie die Polizei mitteilte. Das Leben des Mannes jüdischen Glaubens, der die traditionelle Kopfbedeckung Kippa trug, ist nicht in GefahrDer Angriff fand gegen 20 Uhr statt. Die Polizei fandet nach den Tätern. Innenminister Bernard Cazeneuve wurde von den Behörden informiert. 
  • 11/19/2015 12:04:09 AM   Mathias Peer
    Der amerikanische Präsident Barack Obama will den Widerstand der Republikaner gegen die Aufnahme von 10.000 syrischen Flüchtlingen brechen. Das Weiße Haus kündigte ein Veto Obamas gegen einen nach den Anschlägen in Paris von den Republikanern eingebrachten Gesetzentwurf an, der die Flüchtlingsaufnahme durchkreuzen würde. Es stünden Leben auf dem Spiel und die amerikanische Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise sei für die Partner im Mittleren Osten und in Europa von entscheidender Bedeutung, hieß es in einer Erklärung.

    Der Gesetzentwurf der Republikaner sieht vor, dass alle Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak strengsten Kontrollen unterzogen werden müssten, bevor sie in die Vereinigten Staaten einreisen dürften. Jedem einzelnen Flüchtling müssten der FBI-Direktor, der Heimatschutzminister und der nationale Geheimdienstchef bescheinigen, kein Sicherheitsrisiko zu sein. Das Gesetz würde "unnötige und unmögliche" Auflagen einführen, erklärte das Weiße Haus. Die Flüchtlinge gehörten zu "den verletzlichsten Menschen in der Welt", viele von ihnen seien Opfer von Terrorismus. Überdies würden schon jetzt für Flüchtlinge aller Nationalitäten die gründlichsten Sicherheitsüberprüfungen gelten.
  • 11/19/2015 12:24:32 AM   Mathias Peer
    Abermals brennen in dieser Nacht Kerzen vor dem Konzertsaal Bataclan. Viele Trauernde gedenken hier der Opfer der Anschläge.
    Quelle: Reuters 
  • 11/19/2015 12:45:00 AM   Mathias Peer
    Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hält die Polizei in Deutschland im Fall eines Terroranschlags für ausreichend gewappnet. Die deutschen Sicherheitskräfte hätten nach dem Anschlag gegen „Charlie Hebdo“ im Januar „sehr genau analysiert, was das für uns bedeutet, ob wir auch länderübergreifend koordiniert eine solche Lage in den Griff bekommen würden“, sagte Münch dem „Handelsblatt“. Daraufhin seien Konsequenzen gezogen worden. Beispielsweise würden über die Spezialeinheit GSG9 hinaus in der Bundespolizei Einheiten aufgebaut, die robuster ausgestattet und besonders ausgebildet würden und für großangelegte Terroranschläge eingesetzt werden könnten
  • 11/19/2015 1:44:33 AM   Mathias Peer
    Der "Islamische Staat" hat ein neues Drohvideo veröffentlicht. Darin taucht New York als mögliches Anschlagsziel auf. Mehr Details dazu gibt es hier: 
    http://www.faz.net/aktuell/politik/terror-in-paris/islamischer-staat-neues-is-video-zeigt-new-york-als-anschlagsziel-13920156.html
  • 11/19/2015 2:02:42 AM   Mathias Peer
    Verteidigungspolitiker der Koalition fordern Unterstützung der Bundeswehr für den Kampf gegen den "Islamischen Staat". Deutschland müsse bereit sein, auch militärisch gegen den IS vorzugehen, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler der "Bild"-Zeitung. Der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter forderte, die Luftwaffe zur Aufklärung von IS-Stellungen in Syrien einzusetzen. "Deutschland kann den internationalen Schutztruppen mit dem Einsatz von Aufklärungs-Tornados entscheidend helfen. Wir liefern Zieldaten, sie schicken Bomber", zitierte ihn die Zeitung.

    Luftwaffeninspekteur Karl Müllner sieht die Bundeswehr nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" grundsätzlich zu einem Einsatz gegen den IS in der Lage. "Sollten wir gefragt werden, könnten wir einige Fähigkeiten anbieten", zitierte ihn die Zeitung. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat allerdings klargemacht, dass er eine deutsche Beteiligung an Luftangriffen auf den IS nicht für sinnvoll halte. Es gebe bereits genügend andere Nationen, die sich an den Luftschlägen beteiligten.
  • 11/19/2015 2:54:58 AM   Mathias Peer
    Noch vor einem von Frankreich angekündigten Entwurf hat Russland überraschend eine eigene UN-Resolution gegen den IS vorgelegt. Das Papier sei für jeden annehmbar, sagte Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin laut einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Tass. Kern des russischen Entwurfs ist allerdings eine Zusammenarbeit mit dem Regime in Damaskus unter Machthaber Baschar al-Assad. Genau das hatten westliche Staaten aber bei einem früheren russischen Entwurf im September schon abgelehnt, weil Assads Repressionen den Bürgerkrieg in dem Land in Gang gesetzt hätten. Moskau will, dass alle Militärangriffe mit Assads Regierung abgestimmt werden.
  • 11/19/2015 3:11:29 AM   Mathias Peer
    Auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC, an dem auch Barack Obama teilnimmt, stehen wegen der Terroranschläge politische Themen im Mittelpunkt. In ihrer Abschlusserklärung fordern die Staaten laut der Nachrichtenagentur AP eine stärkere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen der Terrorismus.

  • 11/19/2015 3:16:59 AM   Mathias Peer
    Ein Unbekannter hat am Mittwochabend nahe einer Kaserne in Sarajevo zwei bosnische Soldaten erschossen. Anschließend verbarrikadierte sich der Angreifer in einem Haus, in dem er sich dann selbst tötete, wie die Polizei mitteilte. Die Zeitung "Dnevni Avaz" zitierte den obersten bosnischen Terrorermittler Perica Stanic in ihrer Onlineausgabe mit den Worten, der Attentäter habe "wahrscheinlich" der islamistischen Bewegung angehört.

    Der Mann eröffnete in einem Wettbüro mit einer automatischen Waffe das Feuer auf die Soldaten, teilte ein Polizeisprecher mit. Beim Verlassen des Wettbüros habe er auch auf einen Bus gefeuert, von Glassplittern seien der Busfahrer und zwei Fahrgäste verletzt worden. Als Spezialkräfte den Mann in seinem Versteck umstellten, sei eine Detonation zu hören gewesen. Anschließend sei die Leiche des Mannes gefunden worden. Über seine Identität war zunächst nichts bekannt. (AFP)
  • 11/19/2015 5:09:57 AM   Mathias Peer
    Der amerikanische Senator und republikanische Präsidentschaftsanwärter Rand Paul will die Einreise von Touristen aus Frankreich und einer Reihe anderer Länder erschweren. Er sorge sich, dass Franzosen mit "großer Feindschaft" gegenüber der Zivilisation, ihrer Regierung und dem Frieden "die gleiche große Feindschaft gegenüber uns haben", sagte er. Er sorge sich, "dass sie ins Flugzeug steigen und herkommen".

    Mehrere der Angreifer in Paris waren französische Staatsbürger. Paul hatte am Montag einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der für sämtliche Einreisenden eine Wartezeit von 30 Tagen einführen würde, während der sie überprüft werden sollen. Derzeit brauchen Bürger aus 38 Ländern – darunter 23 EU-Staaten – für Tourismus-Reisen keine Visa. Senator Paul sagte, Frankreich sei "einer unser großen Freunde". Dennoch müsse die Visafreiheit auf den Prüfstand. Er fügte hinzu: 
    Wie sollen wir herausfinden, wer die Leute sind, die die moderne Zivilisation hassen, wenn nicht durch ein Kontrollprogramm?

  • 11/19/2015 5:21:30 AM   Mathias Peer
    China hat die Hinrichtung eines seiner Staatsbürger durch den IS bestätigt. China verurteile diesen brutalen Mord, sagte Präsident Xi Jinping laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Kriminellen müssen für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es in einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums, wonach der IS den Chinesen Fan Jinghui entführt und hingerichtet habe. China habe große Anstrengungen unternommen, um die Geisel aus den Händen der Terroristen zu befreien.
  • 11/19/2015 5:30:22 AM   Mathias Peer
    Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, lehnt trotz der Terrorgefahr eine Ausweitung der Befugnisse der Bundeswehr im Inneren ab. Die Bundeswehr könne bereits jetzt auf Anforderung eines Bundeslandes oder der Bundesregierung Amtshilfe bei drohenden schweren Unglücksfällen leisten, sagte er der „Thüringer Allgemeinen“.
    Wenn ein unmittelbarer Anschlag mit schweren Folgen droht und anders nicht abgewendet werden kann als durch den Einsatz militärischer Mittel, dann kann in Deutschland die Bundeswehr zum Einsatz kommen.
  • 11/19/2015 5:42:10 AM   Mathias Peer
    Die Grünen lehnen eine militärische Hilfe Deutschlands zur Unterstützung Frankreichs ab. „Wir stehen natürlich an der Seite unserer französischen Freunde. Aber Solidarität heißt nicht, dass wir Kriegseinsätze mitmachen“, sagte Grünen-Chefin Simone Peter der „Rheinischen Post“. 
  • 11/19/2015 5:54:37 AM   Mathias Peer
    Bundesjustizminister Heiko Maas warnte davor, nach den Anschlägen von Paris Flüchtlinge als mögliche Terroristen zu verdächtigen. "Die meisten, die Anschläge verüben, leben schon im Land und haben die heimische Staatsbürgerschaft", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er betonte: 
    Auch Paris hat gezeigt: Die Terroristen sind unter uns. Und sie sind keineswegs alle als Flüchtlinge
    hierhergekommen.
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