Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

  • Bei dem stundenlangen Einsatz der französischen Anti-Terror-Einheit am Mittwoch im Pariser Vorort Saint-Denis ist der mutmaßliche Drahzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.
  • Bei der Frau, die sich während des Einsatzes in die Luft sprengte, soll es sich um Hasna Aitboulachen handeln - mutmaßlich Abaaouds Cousine. 
  • Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land um drei Monate gebilligt.
  • Die belgische Polizei hat bei Razzien in der Region Brüssel am Donnerstag insgesamt neun Verdächtige festgenommen.

  • 11/19/2015 7:06:47 AM   David Klaubert



    Mutmaßliche Islamisten haben offenbar die Internet-Seite des Weihnachtsmarktes Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) gehackt. Statt der Seite des Weihnachtsmarktes erscheint eine Seite mit einer Drohbotschaft. Für den Hacker-Angriff zeichnet eine „Mujahidin Cyber Army“ verantwortlich. Die Hacker behaupten auf der Seite, der Terrororganisation Al Qaida nahezustehen, und fordern auf Englisch dazu auf, „Muslime und Mujahidin“ in Syrien in Ruhe zu lassen. Das Polizeipräsidium Westhessen bestätigte am Donnerstagmorgen dem Hessischen Rundfunk, dass es einen entsprechenden Vorgang" gegeben hat. Zur Zeit würden Polizei und Fachleute des Landeskriminalamts den Internetauftritt untersuchen. Danach soll die Seite abgeschaltet werden. Zuerst hatte die Frankfurter Rundschau über den Hackerangriff berichtet. Dort heißt es unter Berufung auf die Polizei des Hochtaunuskreises, Beamte des Staatsschutzes versuchten schon seit Montag herauszufinden, wer die Seite gehackt hat.
  • 11/19/2015 8:11:00 AM   Marcel Kuntz
    Japan will sich als Gastgeber des nächsten G7-Gipfels verstärkt vor Terrorismus schützen. Während Einsatzkräfte mit Anti-Terror-Übungen begonnen haben, bereitet die Regierung ein Expertenteam vor, das Informationen über den internationalen Terrorismus sammeln und auswerten soll. (dpa)
  • 11/19/2015 8:18:00 AM   Marcel Kuntz
    Der amerikanische Präsident Barack Obama hält eine politische Lösung des Syrien-Konflikts für nötig, um die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" zu zerschlagen. Eine derartige Vereinbarung könne es aber nicht geben, solange Syriens Präsident Baschar al-Assad im Amt sei, sagte Obama. (Reuters)

    Präsident Obama während eines Treffens mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau (Quelle: AFP)
  • 11/19/2015 8:24:00 AM   Marcel Kuntz
    Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann hält ein weiteres Zusammenrücken von Europa angesichts der Anschläge in Paris für nötig. Die Terroristen dürften die Europäer nicht einschüchtern, sagt Faymann in der ARD. Er betont, Flüchtlingspolitik und Terrorbekämpfung dürften nicht vermischt werden. Zudem müsse bei der Aufklärung, der Zusammenarbeit der Geheimdienste und der polizeilichen Zusammenarbeit vieles verstärkt und verbessert werden, fügte Faymann hinzu. (Reuters/AFP)
  • 11/19/2015 8:32:00 AM   Marcel Kuntz
    Als Reaktion auf die Anschläge von Paris hat der CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer gefordert, Anhängern der Dschihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) mit doppelter Staatsangehörigkeit den deutschen Pass zu entziehen. "Wer sich dem Islamischen Staat anschließt, sollte mit dieser Folge rechnen müssen", sagte Mayer der "Welt" vom Donnerstag. Überlegungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), die Bundeswehr zur Unterstützung der Polizei im Inneren einzusetzen, erteilte Mayer eine Absage. Die Polizei in Bund und Ländern habe die Situation in Griff. (AFP)

    Stephan Mayer:
    Die Zeit ist noch nicht reif dafür, bewaffnete Soldaten auf deutschen Plätzen zu postieren.
  • 11/19/2015 8:41:00 AM   Marcel Kuntz
    Trotz einer neuen Videobotschaft der Terrormiliz "Islamischer Staat (IS), in der indirekt ein Anschlag auf New York in Aussicht gestellt wird, sehen die Behörden keine akute Bedrohung für die Millionenmetropole. Es gebe keine konkrete Gefahr, betonten Bürgermeister Bill de Blasio und Polizeichef Bill Bratton am späten Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz am Times Square, wie der Sender CBS News berichtete.

    Polizeichef Bratton versicherte, keine Stadt der Welt sei besser als New York gewappnet, die Bürger vor einem Terrorangriff zu beschützen: „Man kann uns nicht einschüchtern; das ist es, was die Terroristen beabsichtigen. Wir lassen uns nicht einschüchtern, und wir werden nicht in Angst leben.“ Das FBI und die New Yorker Polizei wollen nach Angaben der Bundespolizei mit einer neuen Terrorismus-Task-Force für die nötige Sicherheit sorgen. (dpa)

    New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bei einer Pressekonferenz am Times Square (Quelle: AFP)
  • 11/19/2015 8:49:00 AM   Marcel Kuntz
    Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat das Engagement Russlands im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) begrüßt. „Es gibt eine Öffnung Russlands“ sagte er am Donnerstagmorgen im Sender "France Inter". Im Kampf gegen den IS müssten alle Kräfte zusammenstehen. Fabius erklärte, die Welt müsse die Bedrohung durch die IS-Terrorkämpfer in den Griff bekommen. Die „Gesamtheit der Staaten der Welt“ sollte in der Lage sein „30.000 Personen auszumerzen“, sagte er. (dpa)

    Laurent Fabius:
    Das sind Unmenschen. Aber es sind 30.000.
  • 11/19/2015 8:57:00 AM   Marcel Kuntz
    Belgiens Ministerpräsident Charles Michel kündigt die Bereitstellung von 400 Millionen Euro für die Terrorismusbekämpfung an. Außerdem sollen Gesetze gegen Hassprediger verschärft und aus Syrien heimkehrende IS-Kämpfer inhaftiert werden. (Reuters)
  • 11/19/2015 9:11:00 AM   Marcel Kuntz
    Diese Apps verwendet angeblich der IS:
     

  • 11/19/2015 9:19:00 AM   Marcel Kuntz
    Ein Flugzeug auf dem Weg in den ägyptischen Badeort Hurghada ist nach einer Bombendrohung in Bulgarien notgelandet. Die Maschine aus der polnischen Hauptstadt Warschau mit 161 Menschen an Bord sei auf dem Flughafen Burgas am Schwarzen Meer gelandet, teilten die bulgarischen Behörden am Donnerstag mit. Passagiere und Besatzung hätten die Maschine verlassen. Ein Passagier habe die Besatzung über eine mögliche Bombe informiert, sagte eine Polizeisprecherin. Der Fluggast habe zugegeben, betrunken zu sein. Ein Sprengsatz sei nicht gefunden worden, erklärte eine Sprecherin des Flughafens. Der Airport bleibe vorerst geschlossen. (Reuters)
  • 11/19/2015 9:30:13 AM   g.w.koenig
    Der Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens soll am Donnerstagmorgen geräumt worden sein. Grund war offensichtlich ein verdächtiger Imbisswagen an Bord eines ICEs. In der Folge sei der gesamte Zug evakuiert worden, wie der Radiosender HR-Info berichtete. Inzwischen wurde der Bahnhof wieder freigegeben.
  • 11/19/2015 9:31:00 AM   Marcel Kuntz
    Frankreichs Premierminister Manuel Valls hat vor Anschlägen mit chemischen und biologischen Waffen gewarnt. "Wir dürfen nichts ausschließen", sagte Valls am Donnerstag in der Nationalversammlung bei einer Debatte über eine Verlängerung des Ausnahmezustands.

    Manuel Valls:
    Es kann auch das Risiko chemischer oder bakteriologischer Waffen geben.


    Solche Aussagen müssten mit großer "Vorsicht" gemacht werden.
    "Aber wir wissen es und es ist uns bewusst", so Valls. (AFP)


    Manuel Valls bei einer Rede vor der französischen Nationalversammlung am Mittwoch. (Quelle: AFP)
  • 11/19/2015 9:31:51 AM   Marcel Kuntz
    Bei einem Anti-Terror-Einsatz hat die Polizei im Großraum Brüssel am Donnerstag wieder mehrere Häuser durchsucht. Nach Informationen der belgischen Nachrichtenagentur Belga handelte es sich dabei um Häuser von Freunden und Familienangehörigen des gesuchten Selbstmordattentäters Bilal Hadfi. Die Aktion steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht direkt mit den jüngsten Anschlägen in Paris in Zusammenhang. Die Untersuchung habe bereits Anfang 2015 begonnen, als Hadfi nach Syrien ausgereist war. Die Fahnder nahmen eine Person fest. (dpa)
  • 11/19/2015 9:40:26 AM   g.w.koenig
    Der Präsident der französischen Bundespolizei wird heute eine Dienstmitteilung veröffentlichen, die es den Polizisten erlauben wird, ihre Waffen auch außerhalb ihres Dienstes mit sich zu führen und zu benutzen. Die Polizisten können dann selbst entscheiden, ob sie das Angebot annehmen möchten und müssen falls ja ein spezielles Armband tragen, um sie von im Dienst befindlichen Beamten unterscheiden zu können. Dies berichtet die französische Tageszeitung "Le Figaro".
  • 11/19/2015 9:42:00 AM   Marcel Kuntz
    Die belgische Polizei macht nach eigenen Angaben auch eine Razzia im Brüsseler Stadtbezirk Jette. Zuvor wurden im Stadtteil Molenbeek mehrere Häuser durchsucht. (Reuters)
  • 11/19/2015 9:47:00 AM   Marcel Kuntz
    Die Einnahmequellen des IS sind vielseitig. Der Terrororganisation den Geldhahn zuzudrehen, dürfte sich als schwierig erweisen - ein Kommentar von Bernd Freytag.

    IS-Finanzierung: Guter Terror, schlechter Terror

    FAZ.NETTerror ist teuer. Doch wie will man die Finanzierung des „Islamischen Staats“ stoppen? Sanktionen sind schwierig. Denn einen Staat, den es nicht gibt, kann man auch nicht bestrafen.
  • 11/19/2015 9:53:29 AM   g.w.koenig
    Über 3.000 Menschen haben sich am Mittwoch im belgischen Molenbeek versammelt, um ihre Trauer um die Opfer des 13. November zu bekunden. Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, stammt aus dem Brüsseler Stadtteil.
  • 11/19/2015 9:58:00 AM   Marcel Kuntz
    Der Chef von Europol, Rob Wainwright, warnt vor weiteren Anschlägen nach den Attentaten von Paris. Sie seien wahrscheinlich, sagt er. (Reuters)

    Rob Wainwright bei einer Pressekonferenz mit der italienischen Polizei im September 2014 (Quelle: dpa)
  • 11/19/2015 10:13:00 AM   Marcel Kuntz
    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) setzt im Kampf gegen Terrorismus und eine Radikalisierung junger Muslime auch auf die Moscheen. „Imame und das seelsorgerische Personal in Moscheegemeinden müssen ihren religiösen Einfluss ausüben und insbesondere junge Menschen gegenüber Rekrutierungsversuche der Islamisten immun machen“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek am Donnerstag in Berlin. (KNA)
  • 11/19/2015 10:13:52 AM   g.w.koenig
    Die Präsidentin des Front National, Marine Le Pen, hat am Donnerstagmorgen ihre Ablehnung des neuen Geheimdienstgesetzes sowie der Einrichtung einer europäischen Fluggastdatenbank bekräftigt.
    Jedes mal, wenn die Öffentlichkeit mit terroristischen Anschlägen konfrontiert wird, wird vorgeschlagen, die Massenüberwachung auszuweiten. Tatsächlich wäre es sinnvoll, die Überwachung derjenigen, die als gefährlich eingestuft wurden, auszuweiten. Alles andere ist meines Erachtens total ineffizient.

    Zur europäischen Fluggastdatenbank  (PNR) und einem Datenaustausch mit den Vereinigten Staaten sagte sie:

    Sie sagen, die Einrichtung der PNR sei integraler Bestandteil des Kampfes gegen den Terrorismus. Die Realität ist, dass diese Daten vor allem  von den Vereinigten Staaten verlangt werden, ganze Datensätze dorthin übertragen werden sollen, ohne dass wir im Gegenzug Daten erhalten. Das stellt ein enormes Problem dar.


  • 11/19/2015 10:19:00 AM   Marcel Kuntz
    Die Bombenwarnung, die ein polnisches Passagierflugzeug zu einer Notlandung gezwungen hat, ist ein Fehlalarm. Der Passagier habe gesagt, seine Warnung sei "nur ein Witz" gewesen, teilt die Fluggesellschaft Planet mit. (Reuters)
  • 11/19/2015 10:22:19 AM   g.w.koenig
    Die italienischen Behörden suchen seit gestern auf Hinweis des FBI nach fünf Personen, die im Verdacht stehen, Anschläge auf den Vatikan, Rom und Mailand geplant zu haben. Dies sagte der italienische Außenminister gegenüber dem italienischen Fernsehsender Rai 3. Gleichzeitig seien bereits die Sicherheitsvorkehrungen rund um Sehenswürdigkeiten und Denkmalstätten erhöht worden.
    Weiterhin sagte er:

    Wir nehmen alles Terrorhinweise ernst, vor allem wenn sie aus den Vereinigten Staaten kommen. Wir dürfen uns auf keinen Fall zu Gefangenen dieser Schreckensmeldungen machen. Das wäre ein Geschenk an den IS.


  • 11/19/2015 10:24:00 AM   Marcel Kuntz
    Der Terror des IS hat auch Europa erfasst. Doch was verbirgt sich hinter der Terrororganisation?

    Globale Strukturen des IS: Die ganze Welt zum Feind

    FAZ.NETVor einem knappen Jahrzehnt wurde er im Irak gegründet, zuletzt haben sich immer mehr Dschihadistengruppen dem IS angeschlossen – in Nigeria, Somalia, im Sinai und in Afghanistan. Was verbirgt sich hinter dem „Islamischen Staat“? Ein Überblick.
  • 11/19/2015 10:32:00 AM   Marcel Kuntz
    Der erste Vorsitzende der IG Metall Jörg Hofmann im Deutschlandfunk über die Integration von Flüchtlingen:

  • 11/19/2015 10:36:26 AM   g.w.koenig
    Mit einem Aufruf zu mehr Zusammenarbeit und Solidarität im Antiterrorkampf ist der Apec-Gipfel der 21 Pazifikanrainerstaaten in Manila zu Ende gegangen. Im Lichte der Anschläge von Paris, Beirut und auf das russische Flugzeug über dem Sinai in Ägypten bestehe dringender Handlungsbedarf, heißt es in der Abschlusserklärung. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten ihre Entschlossenheit, Terroristen den Geldhahn zuzudrehen und Extremisten besser zu überwachen.
  • 11/19/2015 10:37:00 AM   Marcel Kuntz
    Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Unterstützer der Terrorgruppe „Junud Al-Sham“ (Soldaten Syriens) wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erhoben. Die beiden 41 Jahre und 44 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen Ismet D. und Emin F. seien verdächtig, die terroristische Vereinigung in neun Fällen unterstützt zu haben. Sie sollen an der Beschaffung von Geld und Ausrüstungsgegenständen für die radikal-islamische Gruppe beteiligt gewesen sein, teilte die Behörde von Generalbundesanwalt Peter Frank am Donnerstag in Karlsruhe mit. Die Bundesanwaltschaft habe am 6. November 2015 vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin Anklage erhoben. (dpa)
  • 11/19/2015 10:41:52 AM   g.w.koenig
    Bei der Selbstmordattentäterin soll es sich um die Cousine von Abdelhamid Abaadoud gehandelt haben, welcher momentan als Drahtzieher der Anschläge gehandelt wird. Dies berichtet der französische Fernsehsender TF1. Die 26-Jährige soll seit drei Jahren in einem Pariser Vorort neben Saint-Denis gewohnt und gearbeitet haben und den Behörden schon seit längerem bekannt sein. Weiterhin berichtet TF1, sie habe bereits mehrfach Drohungen gegenüber dem französischen Staat ausgesprochen und ihre Absicht bekundet, sich dem Dschihad anzuschließen.
  • 11/19/2015 10:54:00 AM   g.w.koenig
    21 französische Abgeordnete veröffentlichten gestern einen Gesetzgebungsantrag, der es der französischen Regierung erlaubt hätte, die gesamte Presse, Veröffentlichungen aller Art sowie Radio- und Fernsehsender, Kino- und Theatervorstellungen zu zensieren. Der abgelehnte Antrag trug die Begründung:

    Während der Anschläge auf Charlie Hebdo im Januar mussten wir eine falsche Berichterstattung zahlreicher Medien feststellen. Dies hätte im Extremfall lebensbedrohliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

  • 11/19/2015 10:59:00 AM   Marcel Kuntz
    Die Staatsanwaltschaft in Belgien teilt mit, dass es in Brüssel sechs Razzien der Polizei im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris gegeben hat. Bei einer weiteren Polizeiaktion sei eine Person festgenommen worden. (Reuters)
  • 11/19/2015 11:04:00 AM   Marcel Kuntz
    Als Konsequenz aus den Pariser Terroranschlägen will Sachsen seinen Sicherheitsapparat verstärken. Das kündigte Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) am Donnerstag im Landtag an. Es werde künftig mehr Polizei in Sachsen geben, auch die Personalausstattung der Justiz werde verstärkt, sagte Tillich. CDU-Fraktionschef Frank Kupfer sprach später außerdem von einer Verstärkung des Verfassungsschutzes. Details wurden nicht genannt. Tillich zufolge setze man der menschenverachtenden Brutalität der Terroristen mehr Demokratie entgegen. Die Debatte zu Folgen der Terroranschläge war kurzfristig auf die Tagesordnung gelangt. (dpa)

    Stanislaw Tillich will die sächsischen Sicherheitsbehörden verstärken (Quelle: dpa)
  • 11/19/2015 11:04:01 AM   g.w.koenig
    Nach den Übergriffen auf einen jüdischen Lehrer und eine muslimische Frau in Marseille verlangt Staatspräsident Hollande eine schonungslose Aufklärung der Attacken. Der französischen Innenminister Cazeneuve und die Vereinigung jüdischer Studenten in Frankreich (UEJF) verurteilten die Attentäter ebenfalls .
  • 11/19/2015 11:11:17 AM   g.w.koenig
    Wie der französische Generalstab mitteilte, ist der IS in den Besitz einer Bombe gelangt, die die französische Armee über Syrien abgeworfen hatte. Nachdem die Bombe nicht detonierte, sei sie von Dschihadisten an sich genommen worden.
  • 11/19/2015 11:12:00 AM   Marcel Kuntz
    In Polen wurde ein Terrorangriff mit stark giftigen Chemikalien auf die Warschauer Metro geprobt. In Schutzanzügen simulierten Militär, Polizisten und Feuerwehrmänner die Rettung mit Chemikalien verseuchter Opfer aus der Metrostation am Nationalstadion der polnischen Hauptstadt, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.

    Mehr als 200 Menschen, darunter 80 Statisten, nahmen an der von
    polnischen Behörden organisierten Sicherheitsübung „Patrol-15“ teil. „Durch die Wiederholung der Abläufe kann die Zahl der Opfer bei einer echten Katastrophe gesenkt werden“, zitierte PAP die Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz. (dpa)
  • 11/19/2015 11:18:00 AM   Marcel Kuntz
    Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat praktisch die Rückeroberung der an Rebellen verlorenen Gebiete zur Voraussetzung für eine Beilegung der Syrienkrise erklärt. Auf die Frage nach einem Zeitplan zur Krisenlösung sagte Assad am Mittwochabend im italienischen Fernsehen (Rai-1):

    Nichts wird beginnen, bevor der Terrorismus nicht besiegt ist. Nichts kann beginnen, solange ein großer Teil Syriens von Terroristen besetzt ist.
  • 11/19/2015 11:23:27 AM   g.w.koenig
    Europol Präsident Rob Wainwright sagte am Donnerstagmorgen vor dem EU-Parlament in Brüssel, unter den IS-Kämpfern seien mindestens 2.000 Europäer. Darüber hinaus gebe es 8.000 Verdächtige. Die gemeinsame europäische Datenbank führe demnach über 10.000 Namen potentieller Gefährder. Diese Anzahl habe sich im letzten Jahr verdoppelt. Weiterhin rief er die Mitgliedsstaaten auf, den Informationsaustausch zu befördern. Die Hälfte der Daten der Anti-Terror-Datenbank stamme aus fünf der 28 EU-Länder.
  • 11/19/2015 11:26:00 AM   Marcel Kuntz
    Aus Angst vor Angriffen islamischer Extremisten haben sich Bewohner eines tunesischen Dorfes über Nacht in einer Schule verschanzt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Tap am Donnerstag berichtete, hatten sie zuvor fünf verdächtige Personen bemerkt, die bei der Ortschaft Jelma um ein Haus herumstreiften. Eine Einheit von Sicherheitskräften sei abgestellt worden, um die Menschen zu schützen, hieß es. (dpa)
  • 11/19/2015 11:28:05 AM   g.w.koenig
    Die französische Nationalversammlung hat soeben der Verlängerung des Notstands um drei Monate zugestimmt.
  • 11/19/2015 11:33:51 AM   g.w.koenig
    Die in Berlin ansässige SMS-Alternative Telegram hat 78 Propaganda-Kanäle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gesperrt. Der Kurzbotschaftendienst habe besorgt zur Kenntnis genommen, dass der IS öffentliche Konten für seine Propaganda nutze, teilte Telegram in der Nacht zum Donnerstag mit. Die individuelle Kommunikation möglicher IS-Anhänger ist von diesem Schritt nicht betroffen. (dpa)
  • 11/19/2015 11:39:00 AM   Marcel Kuntz
    Nach den Anschlägen von Paris kalkuliert die französische Regierung für das kommende Jahr zusätzliche Sicherheitsausgaben in einer Größenordnung von 600 Millionen Euro ein. Wie Finanzminister Michel Sapin am Donnerstag im Pariser Senat erläuterte, soll für die von Präsident François Hollande angekündigten Maßnahmen vor allem in den Zuständigkeitsbereichen des Innen-, des Justiz-, und des Verteidigungsministeriums das Personal verstärkt werden.

    Die aktuellen Planungen der Regierungen sehen 5000 neue Stellen im Bereich des Innenministeriums in den Jahren 2016 und 2017 vor.
    Im Bereich des Justizministeriums soll es im gleichen Zeitraum 2500 neue Stellen geben, beim Zoll weitere tausend. Im Verteidigungsministerium wird es laut Sapin keine neuen zusätzlichen Stellen geben, allerdings werde die Schaffung von 2300 bereits eingeplanten neuen Stellen bekräftigt. (AFP)

    Der französische Finanzminister Michel Sapin vor dem Palais de l'Elysée (Quelle: AFP)
  • 11/19/2015 11:41:12 AM   g.w.koenig
    Die EU-Innenminister wollen am Freitag beschließen, die Passkontrollen an den Außengrenzen des Schengen-Gebietes zu verschärfen. (REUTERS)
  • 11/19/2015 11:43:46 AM   g.w.koenig
    Mit einem mulmigen Gefühl fliegen die Handballer des THW Kiel zum Champions-League-Spiel nach Paris. In der Halle Georges Carpentier nur wenige Kilometer vom Musiksaal „Bataclan“ entfernt steht am Samstag (20.45 Uhr) das Gruppenspiel bei Paris St.Germain an. „Wenn wir spielen müssen, müssen wir spielen“, befand THW-Trainer Alfred Gislason. Besonders wohl fühlt sich der 56 Jahre alte Isländer bei dem Gedanken nicht:

    „Man hat schon ein ungutes Gefühl. Aber ich bin leider nicht der, der entscheidet.
    Quelle: LNO
  • 11/19/2015 11:47:00 AM   Marcel Kuntz
    BKA-Chef Holger Münch lehnt einen verstärkten Einsatz der Bundeswehr in Deutschland im Kampf gegen Terror ab. „Ich glaube, dass uns das aktuell nicht weiterhelfen würde“, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts am Donnerstag bei der BKA-Herbsttagung in Mainz. „Das halte ich nicht für einen klugen Schritt.“ Die Polizei wisse auf Knopfdruck, was zu tun sei. Für die Bundeswehr sei auch mehr Koordinierungsbedarf notwendig. (dpa)
  • 11/19/2015 11:54:00 AM   Marcel Kuntz
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuhalten. Nach einem Treffen mit ihrem österreichischen Kollegen Werner Faymann sprach Merkel am Donnerstag von einer „angespannten Zeit“. Sie versicherte Frankreich wiederholt, dass Deutschland nach den Anschlägen von Paris an seiner Seite stehe. Dazu, wie das konkret aussehen wird, sagte sie nichts. (dpa)

    Kanzlerin Merkel mit dem österreichischen Amtskollegen Werner Faymann (Quelle: AFP)
  • 11/19/2015 11:56:00 AM   g.w.koenig
    Die belgische Polizei soll ein Foto des mutmaßlichen Bombenbauers von Paris veröffentlicht haben. Mohammed K. soll im französischen Roubaix leben und sich derzeit in Belgien aufhalten. Er habe eine Narbe auf der Hand und sei "extrem gefährlich". Dies berichtet die belgische Tageszeitung "Het Nieuwsblad".
  • 11/19/2015 12:10:00 PM   g.w.koenig
    Die Gefahr durch islamistischen Terrorismus wird nach Einschätzung von BKA-Präsident Holger Münch noch länger bestehen.

    Wir gehen nicht von einer kurzfristigen Bedrohung aus, sondern auf unabsehbare Zeit ist das eine zentrale Herausforderung für die Sicherheitslage in Deutschland.

    Dies sagte Münch am Donnerstag am Rande der Herbsttagung des Bundeskriminalamts (BKA) in Mainz. Die Zahl potenzieller Terroristen nehme zu, ebenso die internationale Vernetzung.
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