Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

  • Bei dem stundenlangen Einsatz der französischen Anti-Terror-Einheit am Mittwoch im Pariser Vorort Saint-Denis ist der mutmaßliche Drahzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.
  • Bei der Frau, die sich während des Einsatzes in die Luft sprengte, soll es sich um Hasna Aitboulachen handeln - mutmaßlich Abaaouds Cousine. 
  • Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land um drei Monate gebilligt.
  • Die belgische Polizei hat bei Razzien in der Region Brüssel am Donnerstag insgesamt neun Verdächtige festgenommen.

  • 11/19/2015 4:19:20 PM   g.w.koenig
    Derzeit berichtet die BBC von einem Polizeieinsatz in dem Apartmentblock, in dem die Mutter Hasna Aitboulahcens, der Selbstmordattentäterin von Saint-Denis, wohnt.
  • 11/19/2015 4:28:00 PM   Marcel Kuntz
    Der amerikanische Präsident Barack Obama und Frankreichs Präsident François Hollande beraten über die jüngsten Ermittlungsergebnisse. In einem Telefonat hätten beide zudem die Entschlossenheit bekräftigt, den IS zu vernichten, teilt das amerikanische Präsidialamt mit. (Reuters)
  • 11/19/2015 4:36:00 PM   g.w.koenig
    Abdelhamid Abaaoud soll über die sozialen Medien versucht haben, spanische Frauen zum Übertritt zum Islamischen Staat zu bewegen. Dies sagte der spanische Innenminister Jorge Fernandez Diaz dem spanischen Fernsehen. Die Aktion sei Teil der IS-Kampagne zur Wiederbevölkerung Syriens und des Iraks gewesen.
  • 11/19/2015 4:47:00 PM   Marcel Kuntz
    Angesichts einer größeren Terrorgefahr verlängert Schweden seine ursprünglich wegen der hohen Flüchtlingszahlen eingeführten Grenzkontrollen. Bis zum 11. Dezember müssen Einreisende an der Grenze weiter ihren Pass vorzeigen, wie Regierungschef Stefan Löfven am Donnerstag in Stockholm erklärte. Auf EU-Ebene will sich das Land dafür einsetzen, dass bei der Einreise in die Union biometrische Daten wie der Fingerabdruck kontrolliert werden. (dpa)
  • 11/19/2015 4:57:00 PM   g.w.koenig
    Kardinal Schönborn: Terror darf nicht siegen

    Die Bomben und Terrorangriffe von Paris, Kairo, Bagdad und
    Afrika können nach Meinung des Wiener Kardinals Christoph Schönborn das Bewusstsein eines „Global village“ und des Nachbarseins nicht schwächen. Gläubige Menschen wüssten, dass sie sich für das irdische Leben verantworten müssten, sagte er am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion im Wiener König-Abdullah-Dialogzentrum (KAICIID) über „Interreligiöse Beziehungen 50 Jahre nach dem II. Vatikanum“. Anlass dazu gab der 50. Jahrestag der Konzilserklärung „Nostra aetate“. Der Dialog sei für gläubige Menschen unabdingbar, betonte Schönborn. Jedes menschliche Wesen habe „einen Sensus für das Göttliche“. Er selbst habe dies bei seinen ersten Besuchen eines jüdischen Tempels und einer Moschee sehr stark gefühlt. Mit Blick auf den Umweltschutz und den Einsatz für Frieden und Versöhnung sagte er Wir können voneinander lernen, und wir haben gemeinsame Verantwortung.“
    Im Vorfeld hatte das KAICIID angesichts der Pariser Attentate die Gläubigen der Weltreligionen zu Solidarität und zu einer gemeinsamen Verurteilung von Gewalt im Namen von Religion aufgerufen. Keine Religion dulde Vorurteile, Gewalt oder Terrorismus; vielmehr strebten sie ein friedvolles Zusammenleben an. (KNA)
  • 11/19/2015 5:15:00 PM   g.w.koenig
    Der Niederländische Innenminister brachte am Mittwoch die Idee eines "Mini-Schengens" ins Spiel. Diesem sollten neben den Benelux-Staaten Deutschland und Österreich angehören. Bundesinnenminister de Maiziere wies den Vorstoß zurück. Die Sicherung der derzeitigen Schengengrenzen müsse im Vordergrund stehen.
  • 11/19/2015 5:21:04 PM   g.w.koenig
    Nach Informationen des Fernsehsenders France 3 findet derzeit eine weitere Razzia der französischen Polizei in Charleville-Mézières an der Grenze zu Belgien statt, ungefähr drei Autostunden von Paris entfernt. zum Islam konvertierten Franzosen, berichtete die Tageszeitung "Le Figaro".
  • 11/19/2015 5:31:41 PM   Philipp Jaklin
    Bei erneuten Razzien in der Region Brüssel sind am Donnerstag neun Verdächtige im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen festgenommen worden. Sieben Festnahmen stünden in direkter Verbindung mit dem Selbstmordattentat des Franzosen Bilal Hadfi, erklärte die belgische Staatsanwaltschaft. Die anderen beiden Festgenommenen würden ebenfalls verdächtigt, in die Anschlagsserie verwickelt gewesen zu sein. Hadfi war einer der Attentäter von Paris, die bei ihren koordinierten Anschlägen am Freitag vergangener Woche 129 Menschen getötet hatten.

    Bei ihren Razzien konzentrierten sich die Ermittler am Vormittag auf den Stadtteil Molenbeek. Die Durchsuchungen fanden laut Staastanwaltschaft "in
    Hadfis direktem Umfeld" aus Familie und Freunden statt.
  • 11/19/2015 6:15:00 PM   Konstantin Hofmann
    Einst traten dort die Größen des Musik-Business auf, dann starben im Bataclan am 13. November 89 Menschen. Nach den Anschlägen sagt nun der Manager Dominique Revert: "Keine Frage, wir werden wieder öffnen" Den Artikel dazu gibt es hier.
  • 11/19/2015 6:15:00 PM   Konstantin Hofmann
    "Als ich kurz hochschaute, luden sie gerade nach und schossen dann ins Restaurant". CNN führt ein Interview mit einem Überlebenden der Anschläge vom 13. November in Paris.
  • 11/19/2015 6:40:00 PM   Konstantin Hofmann
    Giftgas-Schutzmasken für französische Notfallsanitäter

    Rettungskräfte und Krankenhäuser in Frankreich werden für den Fall eines Giftgasangriffs mit einem Gegenmittel ausgestattet. Die Entscheidung dazu sei bereits vor den Terroranschlägen vor einer Woche getroffen worden, sagte eine Militärsprecherin am Donnerstag in Paris. Regierungschef Manuel Valls warnte am gleichen Tag im Parlament vor einem terroristischen Angriff mit chemischen oder bakteriologischen Waffen: „Man darf heute nichts ausschließen.“ Die Rettungsdienste hätten bereits bei der Vorbereitung auf den bevorstehenden Weltklimagipfel in Paris die Anschaffung von Atropin-Sulfat beantragt, sagte die Sprecherin.

    Atropin-Sulfat wird von den Streitkräften produziert und gelagert, um Soldaten im Fall eines Chemiewaffenangriffs zu behandeln. Es wirkt als Gegenmittel zu Nervengasen wie Sarin. Rechtliche Grundlage für den zivilen Einsatz ist ein Erlass des Gesundheitsministeriums.

  • 11/19/2015 6:55:00 PM   Konstantin Hofmann
    Der Élysée gibt bekannt, dass sich der französische Präsident François Hollande am Freitag mit dem marokkanischen König Mohammed VI. treffen will.
    König Mohammed VI.


  • 11/19/2015 7:05:00 PM   Konstantin Hofmann
    Vor dem Stade de France in Saint-Denis treffen sich Franzosen zum gemeinsamen Gedenken.

  • 11/19/2015 7:20:00 PM   Konstantin Hofmann
    Die frühere amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat nach den Terroranschlägen in Paris die Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr in Europa mit harschen Worten kritisiert. Polizei und Geheimdienste arbeiteten grenzüberschreitend nicht eng genug zusammen. "Europa ist weit hinterher", sagte Clinton am Donnerstag in New York. "Sie informieren sich nicht einmal gegenseitig, wenn sie einen Terrorverdächtigen an der Grenze zurückschicken oder wenn ein Pass gestohlen wird".

    Die Bewerberin der Demokraten um die Nachfolge von Barack Obama
    im Amt des Präsidenten forderte eindringlich Besserung. "Das muss sich ändern", verlangte Clinton. Nach Terroranschlägen in der Vergangenheit sei deutlich geworden, dass die Täter dem einen oder dem anderen Geheimdienst bekanntgewesen seien. Es habe aber keinen Austausch gegeben. "Die Zeit, dieses Problem zu lösen, ist jetzt", sagte die einstige First Lady. "Nicht nach dem nächsten Anschlag."

    Clinton forderte im Kampf gegen die Terrormiliz IS auch die Anrainerstaaten Syriens und des Irak zu mehr Engagement auf. "Saudi-Arabien, Katar und andere müssen ihre Leute stoppen, die den Terror direkt finanzieren", sagte Clinton. Die Türkei müsse den Kampf gegen den IS stärker in den Fokus nehmen. "Manchmal hat es den Anschein, dass sich die Türken mehr mit den Kurden beschäftigen als mit dem IS."
  • 11/19/2015 7:40:00 PM   Konstantin Hofmann
    Pourya Pashootan ist Arzt im Saint Louis Krankenhaus in Paris. An dem Abend als die von den Anschlägen Verletzten Pariser ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ging er automatisch auf die Arbeit.  "Ohne an die Gefahr zu denken, ohne Zögern, tauchten wir alle auf ", sagt Pashootan über sich und seine Kollegen. Das Bild entstand im Aufwachraum des Krankenhauses. "Als ich das sah, fand ich es schön. Ich nahm das Foto auf und als ich zuhause war, spürte ich dass ich mich schämen würde, wenn ich es nicht teilen würde"

  • 11/19/2015 7:50:00 PM   Konstantin Hofmann
    Der Élysée veröffentlicht die offizielle Anordnung des französischen Präsidenten: "Der Präsident der Republik hat die notwendige Anweisung gegeben, die Militär-Operationen im Kampf gegen den IS in Syrien und Irak zu verstärken."

  • 11/19/2015 8:00:00 PM   Konstantin Hofmann
    Manuel Valls: "Wenn es den Schengen-Raum nicht geben würde, Frankreich wäre trotzdem von den Attentaten getroffen worden. Man kann jede Grenze umgehen, es gibt keine hermetischen Grenzen. "
  • 11/19/2015 8:10:00 PM   Konstantin Hofmann
    Sogar Donald Trump hat ein paar lobende Worte übrig...

  • 11/19/2015 8:25:00 PM   Konstantin Hofmann

    Vereinigte Staaten: Einwanderung aus Syrien soll unmöglich werden

    FAZ.NETBarack Obama will ohnehin nur wenige syrische Flüchtlinge aufnehmen. Dem amerikanischen Abgeordnetenhaus ist auch das zu viel. Es votiert für nahezu unerfüllbare Voraussetzungen.
  • 11/19/2015 8:40:00 PM   Konstantin Hofmann
    Kommentar zur Entscheidung des amerikanischen Abgeordnetenhauses zur Einreise von syrischen Flüchtlingen:

  • 11/19/2015 8:50:00 PM   Konstantin Hofmann

  • 11/19/2015 9:05:00 PM   Konstantin Hofmann
    Auch nach dem Großeinsatz der Polizei in der Pariser Vorstadt Saint-Denis hält die französische Regierung die Terrorgefahr nicht für gebannt. "Die Bedrohung hält an", sagte Premierminister Manuel Valls am Donnerstag im Fernsehsender France 2.
    Es gebe in Frankreich Personen, die eine reale Gefahr darstellten, sagte Valls. "Diese Personen muss man verfolgen, jagen und unschädlich machen."
  • 11/19/2015 9:30:00 PM   Konstantin Hofmann
    Anscheinend hat Frankreich den Terroristen Abdelhamid Abaaoud nicht alleine gefunden. Französische Medien berichten, dass die Geheimdienste von Marokko und der Türkei geholfen hätten.
  • 11/19/2015 9:45:00 PM   Konstantin Hofmann
    Der Direktor der amerikanischen Behörde FBI James Comey schließt ein Attentat wie es in Paris stattgefunden hat, auf amerikanischen Boden aus. “We are not aware of any credible threat here of a Paris-type attack,
    and we have seen no connection at all between the Paris attackers" and
    the United States" sagt James Comey bei einem Treffen mit der
    amerikanischen Justizministerin Loretta Lynch.
  • 11/19/2015 10:00:00 PM   Konstantin Hofmann
    Gehaltsbonus für das französische Krankenhauspersonal
    Die Gesundheitsministerin Frankreichs Marisol Touraine  will drei Millionen Euro an die Mitarbeiter der Krankenhäuser ausschütten, die sich nach den Anschlägen um die Verletzten gekümmert haben.
  • 11/19/2015 10:20:00 PM   Konstantin Hofmann
    Die Anschläge müssen verarbeitet werden. Unter dem Hashtag #sprayforparis haben Künstler aus der ganzen Welt ihre Graffitis veröffentlicht. Hier ist eine Auswahl der 25 schönsten.


  • 11/19/2015 11:12:28 PM   Mathias Peer
    Bombendrohung in Großbritannien: In Manchester ist ein Flugzeug von Easyjet evakuiert worden. Nach Polizeiangaben wurden zwei Männer festgenommen. Sämtliche Passagiere wurden einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen, bevor die Maschine mit mehrstündiger Verspätung in die marokkanische Stadt Marrakesch startete. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben zu dem Flugzeug gerufen, weil ein Passagier behauptete, eine Bombe in seinem Gepäck zu habenEin Sprengsatz wurde nach Polizeiangaben allerdings nicht gefunden. Der Flughafenbetreiber nannte die Evakuierung eine "Vorsichtsmaßnahme".

  • 11/20/2015 12:44:01 AM   Mathias Peer
    Ein falscher Terroralarm hat in München einen Einsatz von Spezialkräften der Polizei ausgelöst. Die Beamten fanden zwar keine Extremisten, trotzdem nahmen sie zwei Personen in Gewahrsam. Mehr über die Hintergründe gibt es hier.
  • 11/20/2015 1:05:00 AM   Mathias Peer
    Mit dieser beeindruckenden Botschaft an die Attentäter von Paris beginnt der britische Journalist Andrew Neil seine BBC-Sendung "This Week".
  • 11/20/2015 2:37:51 AM   Mathias Peer
    Mindestens vier der Attentäter von Paris werden nach Angaben von amerikanischen Regierungsvertretern in einer Anti-Terror-Datenbank der amerikanischen Behörden geführt. Mindestens einer der Angreifer stehe zudem auf einer "No Fly List" und habe somit in den Vereinigten Staaten keine Flüge antreten dürfen. Die Betroffenen seien in die Datenbank aufgenommen worden, nachdem die europäischen Behörden den Amerikanern Geheimdienstinformationen zur Verfügung gestellt hätten. Die Regierungsvertreter sagten nicht, welche von den französischen Behörden öffentlich identifizierten Attentäter konkret erfasst wurden.
  • 11/20/2015 4:31:40 AM   Mathias Peer
    Nach Russland hat auch Frankreich eine UN-Resolution zur Unterstützung des Kampfes gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgelegt. Das Entwurfspapier, das den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats in New York übermittelt wurde, verurteilt die jüngsten Terroranschläge des IS unter anderem in Paris und ruft zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen gegen den Terror auf. Ein Sprecher der französischen UN-Vertretung sagte, Frankreich hoffe, dass die Resolution so bald wie möglich verabschiedet werden könne. Auch der britische Botschafter bei den Vereinten Nationen und derzeitige Sicherheitsratsvorsitzende Matthew Rycroft zeigte sich zuversichtlich. "Die Franzosen haben den Entwurf extra auf die Aspekte fokussiert, bei denen es Einigkeit gibt."
  • 11/20/2015 4:55:21 AM   Mathias Peer
    Über die Konsequenzen aus den Terroranschlägen für den deutschen Sicherheitsappart herrscht weiter Uneinigkeit. "Gesetzesverschärfungen, wie die Union sie fordert, schaffen keine völlige Sicherheit", sagte SPD-Vize Ralf Stegner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", mit derartigen reflexhaften Forderungen werde "nur Kriegsrhetorik bedient". Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) bekräftigte im Interview der Deutschen Welle, er wolle "nicht den Eindruck vermitteln, dass wir ein Gesetz verändern und damit ist die Lage in Deutschland sicherer". 
  • 11/20/2015 5:26:42 AM   Mathias Peer
    Terroralarm gibt es auch in Malaysia, wo der amerikanische Präsident Barack Obama am Wochenende an dem Gipfeltreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN teilnimmt. Laut einem internen Polizeibericht, der an die Öffentlichkeit drang, warnen die Behörden vor mehreren möglichen Selbstmordattentären, die sich in der Hauptstadt Kuala Lumpur aufhalten sollen. Laut dem britischen "Guardian" bestätigte der Polizeichef die Authentizität der Warnung. Er betonte jedoch, dass die geheimdienstlichen Informationen nicht bestätigt sind.

    Quelle: AFP
  • 11/20/2015 5:45:52 AM   Mathias Peer
    Die EU-Staaten beraten heute auf Bitten Frankreichs über verstärkte Maßnahmen zur Terrorabwehr und besseren Schutz der EU-Außengrenzen. Bei dem Treffen der 28 Innen- und Justizminister in Brüssel geht es auch um die geplante Speicherung persönlicher Daten von Flugreisenden in Europa, strengere Auflagen für den Waffenschmuggel und Maßnahmen gegen die Terrorismusfinanzierung. Für Deutschland nehmen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) teil.
  • 11/20/2015 5:55:24 AM   Mathias Peer
    Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger hält einer Umfrage zufolge die verschärften Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland – wie zum Beispiel mehr Polizeipräsenz und Personenkontrollen – für angemessen. Diese von 91 Prozent der Befragten vertretene Meinung ziehe sich durch alle Bevölkerungsgruppen und Parteien, wie aus Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin hervorgeht. Eine zu starke Beeinträchtigung der Grundrechte befürchteten dagegen fünf Prozent. Gespalten zeigen sich die Deutschen bei der Frage, ob sich die Bundeswehr direkt an Kampfeinsätzen gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) beteiligen soll: 52 Prozent sind dagegen, 41 Prozent dafür.
     
  • 11/20/2015 7:11:41 AM   Philipp Jaklin
    Der mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, hat offenbar während seiner Kindheit etwa ein Jahr lang eine renommierte katholische Privatschule in Brüssel besucht. Ein ehemaliger Mitschüler habe ihn als „nett, cool und ein bisschen verrückt“ beschrieben, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Abaaouds aus Marokko eingewanderter Vater habe zunächst in einer Kohlegrube gearbeitet und sei später mit einem Textilgeschäft zu „leidlichem Wohlstand“ gekommen. Abdelhamid Abaaoud sei 1987 als eines von sechs Kindern in der Stadtgemeinde Molenbeek-Saint-Jean geboren worden. Als er zwölf Jahre alt war, hätten seine Eltern ihn auf die katholische Schule St. Pierre im Diplomatenviertel Uccle geschickt. Schon nach weniger als einem Jahr aber habe Abaaoud das Institut wieder verlassen - wegen mäßiger Leistungen und angeblich auch schlechten Verhaltens.
  • 11/20/2015 7:53:58 AM   Philipp Jaklin
    Das Rätsel um eine angebliche Bombenattrappe, die am Dienstag einen Polizeieinsatz in einem Intercity in Hannover auslöste, scheint gelöst: Der Besitzer des verdächtigen Pakets ist identifiziert worden. Es handelt sich nach Angaben der Bundespolizei um einen Ingenieur aus dem Ruhrgebiet, der in dem Päckchen Elektrobauteile und Kabel bei sich hatte. Der Mann habe glaubhaft versichert, dass er das Paket im Zug vergessen hatte, als er in Hannover hastig in eine andere Bahn umsteigen musste.

    Dass er damit große Aufregung auslöste, habe er nicht mitbekommen. Am Tag nach dem Terroralarm habe der Mann sein Paket in einem Fundbüro im Ruhrgebiet als vermisst gemeldet. Danach habe die Polizei Kontakt zu ihm aufgenommen. Der Ingenieur habe glaubhaft versichert, dass er keine bösen Absichten gehabt habe. Mit einem Strafverfahren müsse er nicht rechnen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Bei der Fahndung nach dem Mann hatte die Bundespolizei auch Videoaufzeichnungen ausgewertet, weil das Paket zunächst für eine gut gemachte Bomben-Attrappe gehalten worden war.
  • 11/20/2015 8:13:00 AM   Marcel Kuntz
    Nach den Anschlägen von Paris hat der australische Terrorexperte und Ex-Pentagon-Berater David Kilcullen vor einem Guerillakrieg der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Westeuropa gewarnt. Der IS entwickele sich gerade zu einer  "strukturierten Organisation" wie die Untergrundorganisationen IRA in Nordirland oder die ETA in Spanien, sagte Kilcullen der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview. Zwar stehe die Entwicklung noch ganz am Anfang. Zu beobachten sei aber "die Entstehung einer ziemlich weit verbreiteten, paramilitärischen Untergrundorganisation in Westeuropa".

    Der IS gehe bei seinen Anschlägen ganz anders vor als das Terrornetzwerk Al-Qaida, erklärte Kilcullen, der nach seiner Zeit beim australischen Militär unter anderem den amerikanischen General David Petraeus im Irak-Krieg beriet. Al-Qaida baue für seine
    "Expeditionsanschläge" in einem Land ein Team auf, schmuggele es dann in ein anderes Land, "und alle sterben". Mit konspirativen Wohnungen, Waffenverstecken und untergetauchten Attentätern kämen die Anschläge von Paris "der klassischen Definition von städtischem Guerillakrieg schon viel näher". (AFP)

    Der australische Terrorexperte David Kilcullen. (Quelle: AFP)
  • 11/20/2015 8:18:00 AM   Marcel Kuntz
    Wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldet, wurde der belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud, der als mutmaßlicher Drahtzieher der Attentate von Paris gilt, am Anschlagsabend im Großraum Paris unterwegs. Abaaoud sei am Abend des 13. November gegen 22 Uhr von einer U-Bahn-Kamera im Pariser Vorort Montreuil gefilmt worden, verlautete am Freitag aus Polizeikreisen. In Montreuil wurde auch ein schwarzer Seat gefunden, der bei den Anschlägen verwendet worden war.
  • 11/20/2015 8:32:00 AM   Marcel Kuntz
    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht einen möglichen Einsatz westlicher Bodentruppen im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) skeptisch. Zwar könnte der Westen in Syrien mit „maximalem Potential reingehen“ und „vielleicht kurzfristig was drehen“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. Mittel- und langfristig aber würde das „nichts ändern, sondern die Dinge nur noch schlimmer machen“, so die Ministerin.

    Ursula von der Leyen:
    Was wir brauchen, sind Bodentruppen von lokalen Kräften, Menschen, die dort leben, die ein vitales Interesse haben, ihr Gebiet zurückzuerobern.
  • 11/20/2015 8:41:23 AM   g.w.koenig
    Die EU hat im Kampf gegen den Terrorismus viel zu viel Zeit verloren.

    Dies sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Freitag bei einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen in Brüssel. Er appellierte an Europa, "die heute notwendigen Entscheidungen auch heute zu treffen".
  • 11/20/2015 8:44:00 AM   Marcel Kuntz
    Angesichts der angespannten Lage nach der Terrorwarnung beim abgesagten Länderspiel in Hannover hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an die Fans appelliert, auf Feuerwerk zu verzichten. "Die Fans sollten am Wochenende wissen, dass sie mit dem Zünden von Feuerwerk in dieser angespannten Situation in jedem Stadion eine Panik auslösen können", sagte GdP-Vize Jörg Radek der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Freitag. Er appelliere daher "an die Vernunft der Fußballfreunde, dass das nun wirklich kein Spaß mehr ist". (AFP)
  • 11/20/2015 8:49:00 AM   Marcel Kuntz
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will einen Bundeswehreinsatz in Syrien nicht grundsätzlich ausschließen. Sehen Sie mehr im Video:

    Von der Leyen: Mögliche Einsätze der Bundeswehr mit dem Grundgesetz vereinbar

    FAZ.NETBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagt, dass die Bundeswehr bei „katastrophischen Umständen“ eingesetzt werden kann.
  • 11/20/2015 8:53:00 AM   Marcel Kuntz
    Mit einer zentralen Zeremonie will Frankreich der Opfer der jüngsten Terrorattacken in Paris und Saint-Denis gedenken. Zu den Feierlichkeiten am 27. November werde auch Präsident François Hollande erwartet, berichtete der französische Sender Europe 1 am Freitag. Das Gedenken ist demnach im Invalidendom von Paris geplant, der meist für solche Zeremonien in Frankreich genutzt wird. (dpa)
  • 11/20/2015 8:55:01 AM   g.w.koenig
    Der französische Regierungssprecher Stéphane Le Foll unterstrich nach dem Treffen der europäischen Innen- und Justizminister die Bedeutung dieser Zusammenkünfte. Der Terrorismus müsse auf europäischer Ebene gemeinsam bekämpft werden, sagte er weiterhin.

    Wir haben auch heute immer noch ein Europa, das weder gemeinsam handelt noch mit einer Stimme auftritt.
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