Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

  • Bei dem stundenlangen Einsatz der französischen Anti-Terror-Einheit am Mittwoch im Pariser Vorort Saint-Denis ist der mutmaßliche Drahzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.
  • Bei der Frau, die sich während des Einsatzes in die Luft sprengte, soll es sich um Hasna Aitboulachen handeln - mutmaßlich Abaaouds Cousine. 
  • Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land um drei Monate gebilligt.
  • Die belgische Polizei hat bei Razzien in der Region Brüssel am Donnerstag insgesamt neun Verdächtige festgenommen.

  • 11/14/2015 9:30:30 AM   Tobias Rabe
    Die Europäische Fußball-Union hat dem Gastgeberland der EM 2016 nach den Terroranschlägen Unterstützung und Solidarität zugesagt. „Die Uefa ist tief geschockt und traurig über die tragischen Ereignisse und möchte Frankreich und denjenigen, die von diesen schrecklichen Akten betroffen sind, ihre Unterstützung und Solidarität ausdrücken“, teilte der Dachverband in einer schriftlichen Stellungnahme mit. In Paris sollen am 12. Dezember die Gruppen für das Kontinentalturnier ausgelost werden. (dpa)
  • 11/14/2015 9:31:09 AM   Leonie Feuerbach
    Die religiösen Führer in Paris haben die Anschläge verurteilt und zum Gebet für die Opfer aufgerufen. Der Erzbischof von Paris, Kardinal Andre Ving-Trois, forderte die Franzosen auf, trotz der Gewalt nicht zu hassen, sondern gnädig zu bleiben, berichtet die französischen Tageszeitung „La Croix“ (Online-Ausgabe Samstag). Alle Katholiken von Paris seien am Sonntagabend zu einer Messe in die Kathedrale von Notre Dame eingeladen. Vingt-Trois will außerdem den Sonntag in Frankreich als Trauertag ausrufen lassen. Der französische Islamrat (CFCM) verurteilte „mit Nachdruck“ die „verhassten und verächtlichen Angriffe“. Angesichts der besondere Schwere der Tat sei nun Einheit und Solidarität wichtig. Der CFCM rief die Muslime in Frankreich zum Gebet „in Frieden und Würde“ auf. (KNA)
  • 11/14/2015 9:31:47 AM   Oliver Georgi

    Stilles Gedenken: Nahe der "Carillon Bar", wo mindestens 12 Menschen getötet wurden, hält eine Frau am Samstagmorgen inne. (Foto: AFP)


  • 11/14/2015 9:37:48 AM   Tobias Rabe
    Ligapräsident und DFB-Interimschef Reinhard Rauball spricht sich gegen eine Absage des Testländerspiels gegen die Niederlande am kommenden Dienstag in Hannover aus. „Es gibt noch keine Entscheidung, aber ich bin dafür, dass gespielt wird“, sagte Rauball der Deutschen Presse-Agentur und ergänzte: „Man darf denen, die uns das angetan haben, nicht den Triumph gönnen.“ Der Deutsche Fußball-Bund will aber offenbar auch noch die Entscheidung der Franzosen abwarten. Deren Verband FFF erwägt eine Absage der Test-Partie gegen England am Dienstag. (dpa)
  • 11/14/2015 9:41:17 AM   Thomas Holl
    Das Disneyland Paris bleibt wegen der Terrorserie in Paris an diesem Samstag geschlossen. Der Vergnügungspark teilte auf seiner Homepage mit, dass diese Entscheidung vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse in Frankreich und aus Solidarität mit den Opfern der Anschläge vom Freitagabend getroffen worden sei. „Unsere Gedanken und Gebete gelten allen, die von diesen schrecklichen Ereignissen betroffen sind“, hieß es.  Das Disneyland Paris liegt etwa 40 Kilometer östlich von Paris entfernt.
  • 11/14/2015 9:47:24 AM   Tillmann Neuscheler

    Polizei vor der französischen Botschaft in Berlin: Heute Mittag will sich Bundespräsident Joachim Gauck hier in das Kondolenzbuch eintragen.

  • 11/14/2015 9:47:44 AM   Leonie Feuerbach
    Es handele sich nicht um einen Krieg zwischen Religionen, sondern um einen Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei, sagt der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy laut dem Nachrichtenportal "El Espanol" zu den Anschlägen von Paris. Er versammelt sich heute mit dem Sicherheitsrat des Landes. In Spanien gilt derzeit die Terrorismus-Alarmstufe vier von fünf.
  • 11/14/2015 9:58:04 AM   Tillmann Neuscheler
    Flaggen auf Halbmast: Das Innenminsterium in Berlin hat für heute an allen Gebäuden von Bundesbehörden Trauerbeflaggung angeordnet.


  • 11/14/2015 10:00:08 AM   Tillmann Neuscheler
    Hollande hat jetzt  den IS für die Anschlagsserie von Paris verantwortlich gemacht: Es handele sich um einen Kriegsakt, sagte er.
  • 11/14/2015 10:07:34 AM   Thomas Holl
    Auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die blutigen Anschläge in Paris als "barbarische Terrorakte" scharf verurteilt. Der Präsident, der am Samstag von Peking zum G20-Gipfel im türkischen Küstenort Belek nahe Antalya abflog, sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein tiefes Beileid aus. Xi Jinping sagte nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag, China wolle eng mit der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen Terrorismus zusammenarbeiten
  • 11/14/2015 10:11:16 AM   Tillmann Neuscheler
    Bundesinnenminister Thomas de Maiziere trifft in diesen Minuten die Chefs der Sicherheitsbehörden in Berlin, um über die Lage nach den Anschlägen zu beraten. Anschließend tritt um 13.00 Uhr im Kanzleramt das Sicherheitskabinett zusammen.
  • 11/14/2015 10:12:24 AM   Tillmann Neuscheler
     Das ist ein Akt absoluter Barbarei

    sagt Frankreichs Präsident Hollande am Samstagmorgen:  „Was sich gestern ereignet hat, ist ein Kriegsakt, und dem gegenüber, muss das Land die angemessenen Entscheidungen treffen“. Die Anschläge seien "von außen" geplant und organisiert und mit Komplizen "im Inneren" verübt worden.
  • 11/14/2015 10:22:21 AM   Joann Sfar

    „Wir brauchen keine Gebete“ – Reaktion des französischen Comiczeichners Joann Sfar.

  • 11/14/2015 10:29:37 AM   Thomas Holl
    Der baden-württembergische SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid zeigte sich von den Geschehnissen in Paris zutiefst getroffen und erinnerte an die kompromisslose Haltung des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt gegenüber Terroristen: "Niemals dürfen und niemals werden wir diesem Terror nachgeben.", sagte er. "Wir stehen als Europäer zusammen. Und wir lassen uns niemals von diesen feigen Verbrechern einschüchtern. Sie müssen gemeinsam mit aller Entschiedenheit bekämpft werden, staatlich und sittlich. Nicht zuletzt Helmut Schmidt hat uns das ins Stammbuch geschrieben."
  • 11/14/2015 10:37:31 AM   Thomas Holl
    Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder erklärte im Namen aller Unionsabgeordneten: "Die Fraktion trauert um die Opfer der entsetzlichen Terroranschläge von Paris. Wir sind zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, aber auch bei der gesamten französischen Nation. Wir bangen auch mit den vielen Verletzten. Wir stehen in tiefer Solidarität zu den Bürgerinnen und Bürgern von Paris  und zu allen Franzosen. Wir teilen mit ihnen unsere Werte. Diese Anschläge treffen auch uns Deutsche ins Herz.. Ganz Europa, ja die ganze Welt muss zusammenstehen, um den islamistischen Terror zu besiegen. Es bedarf noch stärkerer Anstrengungen, eine noch breitere und entschiedenere Allianz aller Staaten zu bilden, die für die Werte der Freiheit und Demokratie eintreten. Die Freiheit muss stärker sein als der Terror."
  • 11/14/2015 10:44:17 AM   Thomas Holl
    Seine Trauer und sein Mitgefühl für die Opfer der Terroranschläge von Paris verbindet der frühere SPD-Vorsitzende und ehemalige Linksparteichef Oskar Lafontaine mit einer scharfen Kritik an Militäreinsätzen gegen islamistische Terrormilizen und Dschihadisten durch Frankreich oder die Vereinigten Staaten:  "Wir trauern um die Toten von Paris. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und ihren Freunden. Wir Saarländer lieben Frankreich. Viele von uns kennen Paris und die Orte, an denen die Attentäter zuschlugen. Wir denken heute aber auch an die täglichen Opfer in den Kriegsgebieten der Welt, insbesondere im Vorderen Orient. Drohnenkrieg und Bombenangriffe schaffen keinen Frieden. Europa braucht eine neue Außenpolitik, die sich an der Maxime Willy Brandts orientiert: 'Krieg ist die ultima irratio.' Brandts Friedenspolitik ist heute notwendiger denn je."


  • 11/14/2015 10:47:13 AM   Oliver Georgi
    Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach den Anschlägen von Paris die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen "Kampf gegen den Teufel" aufgerufen. "Diese Tragödie ist ein erneuter Beweis für die Barbarei des Terrorismus, der eine Herausforderung für die menschliche Zivilisation ist", hieß es in einem am Samstag vom Kreml veröffentlichten Beileidstelegramm Putins an den französischen Präsidenten François Hollande. "Die internationale Gemeinschaft muss sich zu einem effektiven Kampf gegen den Teufel vereinen." Putin bot Frankreich Unterstützung bei den Ermittlungen an.
  • 11/14/2015 10:49:14 AM   Florian Siebeck
    Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu den Anschlägen in Paris bekannt. Das teilte der IS am Samstag in einer Erklärung mit. (Reuters)
  • 11/14/2015 10:55:02 AM   Thomas Holl
    Bundespräsident Joachim Gauck hat Frankreich nach den Attentaten von Paris seine tiefe Anteilnahme ausgesprochen und gleichzeitig an die Verteidigungsbereitschaft der Demokratien appelliert. „Europa hat eine Nacht des Schreckens erlebt“, sagte das deutsche Staatsoberhaupt am Samstag in Berlin. Frankreichs Herz sei das Ziel von Menschenfeinden geworden. „Diese Trauer macht am Rhein nicht halt, sie hat uns alle erfasst“, sagte Gauck. „Selten habe ich so eine Nähe zu unseren französischen Nachbarn empfunden wie in dieser Nacht.“ Unzählige Deutsche seien in tiefem Schmerz mit den Menschen in Frankreich verbunden. „Wir Deutsche trauern mit den Familien der Getöteten, wir trauen mit Frankreich.“ Aber auch bei der Entschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft im Kampf gegen den Terrorismus „stehen wir an der Seite Frankreichs“, sagte der Bundespräsident und betonte: „Aber die Terroristen werden nicht das letzte Wort haben, diese Nacht wird nicht das letzte Wort haben.“ (dpa)
  • 11/14/2015 11:07:59 AM   Florian Siebeck

    Die Erklärung des IS in französischem Wortlaut.

  • 11/14/2015 11:15:36 AM   Thomas Holl
    Die Terrorserie in Paris beeinflusst auch die Debatte über die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.  Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer forderte als Konsequenz aus den Anschlägen in Paris einen stärkeren Schutz der deutschen Grenzen und eine schnelle Abstimmung zwischen Bund und Ländern über weitere Maßnahmen. Auf dem Parteitag der sächsischen CDU sagte  Seehofer am Samstag in Neukieritzsch: "Zu diesen zusätzlichen Sicherheitsanforderungen gehört auch eine stärkere Kontrolle der europäischen Grenzen, aber auch der nationalen Grenzen." Angesichts der starken
     Zuwanderung nach Deutschland "müssen wir wissen, wer durch unser Land fährt. Das ist das Gebot der Stunde." Seehofer kritisierte, dass die EU den Bürgern Schutz der Außengrenzen zugesagt habe, was aber nicht funktioniere. "Es geht um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung in Europa. Dazu gehört, dass Schengen wieder angewandt wird", sagte er.
  • 11/14/2015 11:17:32 AM   Tillmann Neuscheler
    Das Nord-Terminal des Londoner Flughafens Gatwick ist evakuiert worden. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärt der Flughafenbetreiber auf Twitter.
  • 11/14/2015 11:23:26 AM   Tobias Rabe
    Nach Ligapräsident Reinhard Rauball hat sich auch sein Kollege als DFB-Interimschef, Rainer Koch, für eine Austragung des Testländerspiels der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag gegen die Niederlande in Hannover ausgesprochen. „Natürlich haben wir bei allem die Vorgaben der Sicherheitsbehörden zu beachten. Grundsätzlich sehe ich den DFB und die Nationalmannschaft aber auch in der gesellschaftspolitischen Verantwortung, das klare Zeichen auszusenden, dass unser Rechtsstaat dem Terror nicht weichen darf“, sagte Koch nach der Rückkehr der DFB-Auswahl aus Paris.  „Eine finale Entscheidung über die Austragung des Spiels werden wir morgen gemeinsam treffen“, betonte Koch. (dpa)
  • 11/14/2015 11:31:41 AM   Philipp Jaklin
    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat die Anschläge von Paris als „feigen und perfiden Massenmord“ verurteilt. „Diese Terroristen führen Krieg gegen die Menschlichkeit und damit auch direkt gegen den Islam“, erklärte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek. „Wir stehen solidarisch an der Seite Frankreichs und trauern um die vielen Opfer und sind in Gedanken und Gebeten bei den Familienangehörigen.“
  • 11/14/2015 11:33:37 AM   Philipp Jaklin
    Die Bundespolizei hat schärfere Kontrollen bei Flügen zwischen Deutschland und Frankreich angekündigt. Auch die Flüge zwischen Frankfurt und Paris stünden „unter besonderer Aufmerksamkeit“, sagte ein Sprecher. In Zügen sollen zudem eingesetzte Streifen die Sicherheit zwischen den beiden Ländern erhöhen.
  • 11/14/2015 11:52:57 AM   Philipp Jaklin
    Der ehemalige Nato-General Egon Ramms hält die Ausrufung eines Nato-Bündnisfalls nach dem Terror in Frankreich für denkbar. "Eine ähnliche Situation hat im Jahr 2001 zum Bündnisfall geführt. Der Nato-Rat müsste auf Antrag von Frankreich entscheiden, ob das nach den Anschlägen von Paris jetzt auch der Fall ist", sagt Ramms der Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung.
  • 11/14/2015 11:58:31 AM   Tobias Rabe
    IOC-Präsident Thomas Bach hat die Terroranschläge als „barbarische und feige Taten“ verurteilt. „Dies ist nicht nur ein Angriff auf die Menschen in Frankreich und Paris, dies ist ein Angriff auf die Menschheit und alle humanitären und olympischen Werte“, betonte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees in einer IOC-Mitteilung. Er habe dem französischen Präsidenten François Hollande ein Kondolenzschreiben geschickt und angeordnet, die olympische Fahne auf halbmast zu setzen. „In diesen dunklen Zeiten sollten wir uns an die einende Kraft des Sports erinnern, der Menschen und Gemeinschaften zusammenführen kann, um Frieden und Versöhnung zu bringen. Heute werden alle wohlwollenden Menschen sagen: Wir sind alle Franzosen.“ (dpa)
  • 11/14/2015 12:00:24 PM   Tillmann Neuscheler

    In Berlin tagt der Krisenstab der Regierung im Außenministerium. In der Mitte Staatsekretär Stephan Steinlein.

  • 11/14/2015 12:00:48 PM   Thomas Holl
    Kanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Staatspräsidenten François Hollande in einem Telefonat die Anteilnahme der Bundesregierung und des deutschen Volkes übermittelt. „Deutschland trauert mit den Opfern und wünscht den vielen Verletzten baldige Genesung“, sagte Merkel nach einer Mitteilung von Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag. Die Kanzlerin verurteilte demnach in dem Gespräch am Vormittag die „barbarischen terroristischen Anschläge“ und betonte, dass Deutschland fest an der Seite Frankreichs stehe und Paris bei der Bekämpfung des Terrorismus jede gewünschte Unterstützung zukommen lassen werde. Gegen 13 Uhr will Merkel mit den zuständigen Ministern über mögliche Konsequenzen aus den blutigen Attentaten beraten. Daran sollten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Innenminister Thomas de Maizière (CDU), Justizminister Heiko Maas (SPD), der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier (CDU), und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) teilnehmen.
  • 11/14/2015 12:09:25 PM   Thomas Holl
    Tief betroffen von den "barbarischen Anschlägen von Paris": Die Kanzlerin bei ihrem Statement am Samstag in Berlin zu der Terrorserie in Frankreich.



  • 11/14/2015 12:09:46 PM   Tillmann Neuscheler
    Die neue polnische Regierung will keine Flüchtlinge nach EU-Quoten aufnehmen. "Angesichts der tragischen Taten in Paris, haben wir nicht die politischen Möglichkeiten (dies) umzusetzen", schreibt der designierte Europaminister Konrad Szymanski in einem rechtsgerichteten Internet Nachrichtenportal.
  • 11/14/2015 12:10:14 PM   Tobias Rabe
    Die Europäische Fußball-Union (Uefa) gibt bekannt, dass die internationalen Spiele in den nächsten Tagen, wie die Playoffs um die Teilnahme an der Europameisterschaft 2016 in Frankreich, nicht abgesagt werden. Stattdessen tragen die Spieler Trauerflor am Arm. Zudem wird es vor dem Anpfiff jeweils eine Schweigeminute geben.


  • 11/14/2015 12:19:52 PM   Philipp Jaklin
    SPD-Chef Sigmar Gabriel hat davor gewarnt, angesichts des Terrors in Paris Vorbehalte gegenüber muslimischen Flüchtlingen zu schüren. „Es suchen viele Menschen Schutz und Sicherheit in Europa“, sagte Gabriel in Berlin. „Wir dürfen sie jetzt nicht darunter leiden lassen, dass sie aus den Regionen kommen, aus denen der Terror zu uns in die Welt getragen wird.“ Der Vizekanzler betonte: „Auch vor ihnen stehen wir schützend - und werden dafür sorgen, dass sie nicht darunter zu leiden haben, dass Mörder in Frankreich unter dem Namen einer Religion die Menschen und Europa bedrohen.
  • 11/14/2015 12:20:20 PM   Thomas Holl
    Wegen des Terror-Angriffs in Paris wurde auch die französische Schule in Wien heute geschlossen. Auswirkungen hat dies vor allem auf die Matura-Vorbereitungsprüfung. Eine dreieinhalb Stunden lange Biologie-Prüfung stand auf dem Programm. Schüler standen Samstagfrüh   vor verschlossenen Türen, ein Aufseher wies sie an, nach Hause zu gehen. Es hatten aber ohnehin nur wenige Schüler den WegEs hatten aber ohnehin nur wenige Schüler den Weg auf sich genommen, da am späten Freitagabend in der What's-App-Gruppe der Schüler bereits der französische Erlass, alle Schulen geschlossen zu halten, zirkulierte.

    Zahlreiche besorgte Eltern verboten ihren Kindern ohnehin den Weg in die Schule. Das Lycee hatte zwar die Lehrer von der Absage aller Veranstaltungen informiert, nicht aber die Schüler oder die Eltern.  Nach Angaben eines Schülers kam knapp nach acht Uhr auch die Polizei auf das Schulgelände. "Ein bisschen bin ich froh, dass die lange Prüfung ausgefallen ist, aber allgemein sind wir alle sehr bedrückt." (APA) dies vor allem auf die Matura-Vorbereitungsprüfung, die für den Vormittag angesetzt war.

  • 11/14/2015 12:24:32 PM   Thomas Holl
    Papst Franziskus hat die Terroranschläge in Paris mit mindestens 127 Toten verurteilt. Der Papst sei den Menschen in Paris in ihrem Leiden durch das Gebet nah, heißt es in einem am Samstag versandten Beileidstelegramm an den Pariser Erzbischof, Kardinal André Vingt-Trois. Franziskus teile den Schmerz des französischen Volkes, heißt es darin. Gewalt könne „nichts lösen“, betonte Kardinalsstaatssekretär Pietro Parolin in dem Telegramm im Namen des Papstes. Franziskus bete angesichts der Attentate um Frieden und Solidarität. Er hoffe auf Trost für die Überlebenden.
  • 11/14/2015 12:31:17 PM   Tobias Rabe
    Nach den Terroranschlägen haben die französischen Behörden den Eiskunstlauf-Grand-Prix Trophee Bompard in Bordeaux abgesagt. „Die französische Regierung hat entschieden, den Wettbewerb abzusagen. Der Französische Eissportverband und die Internationale Eislauf-Union sind sehr enttäuscht über diese Entscheidung. Gleichzeitig drücken wir allen Betroffenen der Terroranschläge unser tiefes Beileid aus“, sagte Didier Gailhaguet, Präsident des französischen Eissportverbandes. Zuvor hatte schon der Eishockey-Verband alle Spiele am Wochenende abgesagt. Angesichts der tragischen Ereignisse und der Verhängung des Ausnahmezustandes im ganzen Land durch Staatspräsident François Hollande habe Verbandschef Luc Tardif diese Entscheidung getroffen. (dpa)
  • 11/14/2015 12:34:24 PM   Tillmann Neuscheler

    Auch in Polen sind viele erschüttert. Das zeigen die vielen Kerzen und Blumen vor der französischen Botschaft in Warschau.


  • 11/14/2015 12:35:40 PM   Thomas Holl
    Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich gemacht. Die Terrorangriffe vom Freitag seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagte Assad der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge am Samstag bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter.  „Die fehlgeleitete Politik der westlichen
     Syriens Machthaber Assad und französische Politiker

    Staaten, vor allem
    Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen“, sagte Assad. In Wien suchen derzeit die Außenminister und Vertreter
    aus 17 Staaten Auswege aus dem Bürgerkrieg in Syrien. Darunter sind die fünf UN-Vetomächte, Deutschland, der Iran und Saudi-Arabien. Die Rolle Assads ist ein Streitpunkt, westliche Länder fordern seinen Rücktritt. (dpa)
  • 11/14/2015 12:45:38 PM   Oliver Georgi
    Bei einem der Attentäter von Paris ist ein syrischer Pass gefunden worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise.
  • 11/14/2015 12:47:41 PM   Tillmann Neuscheler
    Innenminister Thomas de Maiziere am Mittag auf dem Weg ins Kanzleramt. Eine Sprecherin seines Ministeriums sagte, die Gefährdungslage in Deutschland sei hoch.



  • 11/14/2015 1:15:53 PM   Tillmann Neuscheler
    Frankreich will der Opfer der blutigen Terroranschläge am Montagmittag mit einer Schweigeminute gedenken.
  • 11/14/2015 1:24:05 PM   Tillmann Neuscheler
    Die Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen wird morgen um 17 Uhr im Elysée-Palast empfangen, schreibt die französische Zeitung "Le Figaro". Bislang hat sie sich noch nicht zu den Anschlägen geäußert.
  • 11/14/2015 1:25:55 PM   Tillmann Neuscheler
    Das Krisentreffen im Kanzleramt ist vorbei: Innenminister Thomas de Maizière will sich gegen 15.30 Uhr zu den Ergebnissen äußern.
  • 11/14/2015 1:33:40 PM   Tillmann Neuscheler
    Der Eiffelturm bleibt vorerst gesperrt.


  • 11/14/2015 1:40:03 PM   Tobias Rabe
    Frankreichs Nationalmannschaft ist am Samstag von der Öffentlichkeit ferngehalten worden. Die Türen zum nationalen Fußball-Zentrum in Clairefontaine blieben nach den tragischen Ereignissen am Vorabend verschlossen. Vorgesehen war eigentlich ein Treffen mit Fans, eine Pressekonferenz und ein für die Öffentlichkeit zugängliches Training. Der Gastgeber der EM im kommenden Jahr hatte das Testmatch am Freitagabend im Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis mit 2:0 gewonnen. Angesichts der Terroranschläge mit bislang 128 Toten interessierte aber niemanden mehr der Sieg.

    Die Équipe tricolore war Medienberichten zufolge in der Nacht auf Samstag gegen drei Uhr vom Stadion aus nach Clairefontaine aufgebrochen. Das deutsche Team war die ganze Nacht im Stadion geblieben. Ob Frankreich an diesem Dienstag wie geplant zum Jahresabschluss in London gegen England antritt, blieb weiter offen. (dpa)
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