Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

  • Bei dem stundenlangen Einsatz der französischen Anti-Terror-Einheit am Mittwoch im Pariser Vorort Saint-Denis ist der mutmaßliche Drahzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.
  • Bei der Frau, die sich während des Einsatzes in die Luft sprengte, soll es sich um Hasna Aitboulachen handeln - mutmaßlich Abaaouds Cousine. 
  • Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land um drei Monate gebilligt.
  • Die belgische Polizei hat bei Razzien in der Region Brüssel am Donnerstag insgesamt neun Verdächtige festgenommen.

  • 11/14/2015 10:53:51 PM   Christoph Schäfer
    Schluss mit lustig: Der Freizeitpark Disneyland Paris bleibt nach der Anschlagserie in der französischen Hauptstadt bis zum Dienstag geschlossen. Dies sei Teil der dreitägigen Staatstrauer in Frankreich, erklärte Euro-Disney-Chef Tom Wolber.
  • 11/14/2015 10:56:32 PM   Christoph Schäfer
    Nach der Anschlagsserie von Paris hat die französische Polizei den Vater und den Bruder von einem der Selbstmordattentäter in Gewahrsam genommen. Außerdem durchsuchten Beamte am Samstagabend die Wohnungen der beiden Männer, verlautete aus Ermittlerkreisen.
  • 11/14/2015 11:45:01 PM   Mathias Peer
    Die 22 Jahre alte Französin Isobel Bowdery war, wie sie auf ihrer Facebook-Seite berichtet, Augenzeugin des Anschlags in der Konzerthalle Bataclan. Sie hat einen eindrucksvollen Augenzeugenbericht veröffentlicht, in dem sie beschreibt, wie sie um ihr Leben bangte. 
    Es fühlte sich nicht echt an. Ich habe jeden Moment geglaubt, jemand würde gleich sagen, dass das alles nur ein Albtraum ist.

     
  • 11/15/2015 12:31:40 AM   Mathias Peer
    Die belgische Regierung warnt vor einer "glaubhaften und möglicherweise unmittelbaren Bedrohung". Sie hat deshalb die Sicherheitsvorkehrungen für Großveranstaltungen verschärft. Es gelte nun die höchste von drei Warnstufen, hieß es nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats. Die Maßnahme betrifft etwa große Sportereignisse oder offizielle Veranstaltungen.
  • 11/15/2015 1:27:16 AM   Mathias Peer
    Unter den Toten in Paris sind auch mehrere Ausländer. Je ein Todesopfer stammt nach Regierungsangaben aus den Vereinigten Staaten, aus Schweden und aus Großbritannien. Zudem stammen demnach jeweils zwei Todesopfer aus Belgien, Rumänien und Mexiko. Über deutsche Opfer ist dem Bundesaußenministerium zufolge bisher nichts bekannt.
  • 11/15/2015 2:19:00 AM   Mathias Peer
    Die Bundesregierung hat laut "Mitteldeutscher Zeitung" die Länder zu einem besseren Schutz der Flüchtlingsunterkünfte aufgefordert. Grund seien Befürchtungen, dass Rechtsextremisten die Attentate in Paris als Begründung für Anschläge missbrauchen könnten, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise.
  • 11/15/2015 3:46:40 AM   Mathias Peer
    Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton ruft die internationale Gemeinschaft nach den Anschlägen in Paris zum gemeinsamen Kampf gegen den Dschihadismus auf. Die Welt müsse zusammenstehen, um "die radikale dschihadistische Ideologie auszumerzen, die Gruppen wie den IS antreibt", sagt die frühere Außenministerin bei der zweiten TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei. 
  • 11/15/2015 4:17:03 AM   Mathias Peer
    Die Präsidentschaftsbewerber der Demokraten haben vor ihrer TV-Debatte eine Schweigeminute für die Opfer in Paris eingelegt. Welche Pläne sie im Kampf gegen die Terrormiliz IS haben, können Sie im Bericht unseres Korrespondenten Andreas Ross nachlesen.
    Quelle: AFP 


  • 11/15/2015 5:34:56 AM   Mathias Peer
    Französische Medien berichten mehr Einzelheiten über einen der mutmaßlichen Attentäter. Bei der Person soll es sich laut der Nachrichtenagentur AFP um Omar Ismaïl M. handeln, einen 29 Jahre alten Mann aus der Pariser Vorstadt Courcouronnes. Er war der Polizei als Kleinkrimineller bekannt, der mehrmeils verurteilt wurde, aber nie ins Gefängnis musste. Seit fünf Jahren war offenbar seine Radikalisierung bekannt, der mutmaßliche Attentäter tauchte aber nie im Zusammenhang mit Terrorermittlungen auf. Die Zeitung "Le Monde" berichtet, der Mann habe sich zwischen 2013 und 2014 für mehrere Monaten in Syrien aufgehalten. Sein Geburtstag wird mit dem 21. November 1985 angegeben. Der mutmaßliche Täter stand damit nur wenige Tage vor seinem 30. Geburtstag.
  • 11/15/2015 6:24:10 AM   Mathias Peer
    Der französische TV-Sender BFM TV hat ein Video veröffentlicht, das den Moment zeigt, in dem die Attentäter im Konzertsaal Bataclan das Feuer eröffnen. Schüsse sind zu hören, die Band zeigt sich erschrocken. Dann bricht das Video ab. 
    Schüsse im Konzertsaal Bataclan
    von BFMTV via YouTube

  • 11/15/2015 6:39:29 AM   Mathias Peer
    Im Zusammenhängen mit den Anschlägen fällt ein Wort immer öfter: Krieg. Auch die französische Tageszeitung „Le Monde“ wählt diesen Begriff: 
    Frankreich ist im Krieg. Ein Krieg gegen einen totalitären, blinden, schrecklich mörderischen Terrorismus.

  • 11/15/2015 7:54:26 AM   Philipp Jaklin
    Inzwischen ist mehr über die Opfer der Terroranschläge in Paris bekannt worden. Wie der britische "Guardian" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AP und andere Quellen meldet, kommen die bislang identifizierten ermordeten Menschen aus 15 verschiedenen Ländern: Algerien, Belgien, Brasilien, Großbritannien, Chile, Frankreich, Mexiko, Marokko, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, der Schweiz, Tunesien und den Vereinigten Staaten.

    Die Terroristen haben nach derzeitigem Stand 129 Menschen getötet. Es gibt zudem 352 Verletzte, von denen sich noch 99 in kritischem Zustand befinden.
  • 11/15/2015 8:15:44 AM   Tobias Rabe
    Durch die Anschläge vor dem Stadion in Paris wird auch der Sport vom Terror getroffen. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, spricht im FAZ.NET-Interview über die Folgen, die Fußball-EM 2016 in Frankreich und eine mögliche Absage des DFB-Testspiels am Dienstag gegen die Niederlande.
  • 11/15/2015 8:16:36 AM   Leonie Feuerbach
    Die französische Tageszeitung "La Croix" kommentiert die Anschlagsserie in Paris in ihrer Sonntagsausgabe mit den Worten:
    Wir werden den Terrorismus nicht dauerhaft besiegen können, wenn wir eine Abgrenzung Andersdenkender zulassen. Von den Muslimen Frankreichs erwarten wir, dass sie sich noch deutlicher von allen Gruppierungen distanzieren, die Mordtaten mit ihrer Religion begründen. Doch wir sollten ihnen auch mit Vertrauen entgegenkommen. Unsere Herausforderung besteht darin, die Einheit zu wahren.



  • 11/15/2015 8:20:32 AM   Leonie Feuerbach
    Französische Ermittler haben ein zweites Auto der Attentäter von Paris östlich der französischen Hauptstadt gefunden. Nach Einschätzungen der Ermittler bedeutet dies, dass einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen sei, berichtet der französische Sender Europe 1 am Sonntag.
  • 11/15/2015 8:56:05 AM   Leonie Feuerbach
    Mit Blick auf die Anschlagsserie in Paris hat SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi an den am Dienstag gestorbenen SPD-Altkanzler Helmut Schmidt erinnert, der zu Zeiten des deutschen Terrors der Roten Armee Fraktion (RAF) Ende der siebziger Jahre Haltung gezeigt habe: "Die Motivation dieser Terroristen ist abtrünnig, ihr Ziel die Zerstörung unserer liberalen Demokratie", sagte Fahimi der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden kein Jota nachgeben und haben hierfür in Helmut Schmidt und seiner unnachgiebigen Haltung gegenüber der RAF ein leuchtendes Beispiel."
  • 11/15/2015 9:12:22 AM   Leonie Feuerbach
    Nach den Anschlägen von Paris dringt der bayerische Finanzminister Markus Söder auf einen Kurswechsel in der Flüchtlingskrise. "Es wäre gut, wenn Angela Merkel einräumen würde, dass die zeitlich unbefristete Öffnung der Grenzen ein Fehler war. Wir wollten helfen und haben geholfen, aber jetzt sind auch wir überfordert", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". Eine deutsche Regierung müsse zuerst an ihre eigenen Leute denken. Deshalb sei jetzt eine Strategie mit einer Obergrenze bei der Zuwanderung nötig. "Denn wir können nicht jedes Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen. Das verkraftet das Land finanziell und kulturell nicht." Vorstellbar sei allenfalls eine geordnete Zuwanderung von 200.000 bis 300.000 Menschen. "Mehr können wir nicht sinnvoll integrieren."
  • 11/15/2015 9:22:14 AM   Tobias Rabe
    Die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes möchte das Länderspiel gegen die Niederlande dafür nutzen, nach den Anschlägen von Paris mit über 120 Toten ein Zeichen gegen den Terror zu setzen. Noch vor der finalen Entscheidung des Verbandes am Sonntag über die Austragung des für Dienstag angesetzten Testspiels in Hannover verdeutlichte Interimschef Rainer Koch die Bedeutung eines Auftritts des Weltmeisters, der am Freitagabend im Stade de France in Paris gegen den Gastgeber der EM 2016 gespielt hatte. Der Fußball müsse sich jetzt zur Wehr setzen, „wie die Gesellschaft im Ganzen“, sagte Koch im ZDF: „Es darf nicht sein, dass der Terror siegt.“ (dpa)
  • 11/15/2015 9:23:06 AM   Leonie Feuerbach
    Einer der Attentäter von Paris ist möglicherweise über die Balkanroute nach Frankreich gereist. Ein 25 Jahre alter Mann namens Ahmed Almuhamed sei mit einem syrischen Pass am 7. Oktober aus Mazedonien nach Serbien eingereist, berichtete die serbische Zeitung "Blic" am Sonntag. Er sei im Erstaufnahmezentrum in der südlichen Stadt Presevo registriert worden und habe dann seinen Weg nach Kroatien und später nach Österreich fortgesetzt. Die französischen Behörden haben sich laut "Blic" an Belgrad gewandt, um nähere Informationen über den Mann zu bekommen. (dpa)
  • 11/15/2015 9:45:34 AM   Leonie Feuerbach
    Die französische Botschafterin in Großbritannien, Sylvie Bermann, hat die Anschläge von Paris mit denen vom 11. September 2001 in New York verglichen. Der 13. November sei "mehr wie der 11. September" als es der Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" gewesen sei, sagte sie der BBC. Sie sprach von einem Kriegsakt und erklärte: "Sie planen Tötungen in unseren Ländern, vor allem in Frankreich." (Bloomberg)
  • 11/15/2015 9:56:58 AM   Tillmann Neuscheler
    Auch mindestens ein Deutscher ist unter den Opfern. Das gab am Vormittag das Auswärtige Amt bekannt. Ob auch Verletzte unter den Opfern sind, ist noch unklar. Die Identifizierung aller Opfer ist noich nicht abgeschlossen. Es könnten also noch mehr werden.
  • 11/15/2015 10:01:52 AM   Tillmann Neuscheler
    Waffen in Auto gefunden

    Die französische Polizei hat in dem schwarzen Seat, den sie östlich von Paris sichergestellt hat, Waffen gefunden. Das berichtete der Sender BFMTV am Sonntag ohne nähere Angaben zur Art der Waffen. Mit dem Auto könnte mindestens einem Terrorkommando nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen sein.
  • 11/15/2015 10:08:14 AM   Tillmann Neuscheler
    Wie viele Täter wollten ins Stadion?

    Gestern hatte das „Wall Street Journal“  berichtet, dass mindestens ein Attentäter ein Ticket für das Länderspiel  Frankreich gegen Deutschland gehabt haben sollte. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aber aufgehalten worden, hatte die Zeitung unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten berichtet. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht.

    Heute ist noch eine andere Version im Umlauf: Einem Bericht der französischen Sportzeitung „L'Équipe“ zufolge haben zwei Attentäter versucht, ins Stadion  zu gelangen. Beide sollen aber entgegen - anders als im Bericht des Wall Street Journals"  keine Tickets für die Partie im gehabt haben und deswegen auch nicht ins Stade de France gekommen sein, schreib das Blatt am Sonntag. Um 21.05 Uhr am Freitagabend und damit etwa fünf Minuten nach Anpfiff soll dem Bericht zufolge einer der Attentäter im Sektor Ost, der andere im Sektor Nord vergeblich versucht haben, in den Stadionbereich zu kommen.

  • 11/15/2015 10:12:16 AM   Tillmann Neuscheler
    Blumen vor der Bar  "Le Belle Equipe" in Paris. Auf der Terrasse der Bar wurden mindestens 19 Menschen getötet.


  • 11/15/2015 10:13:52 AM   Leonie Feuerbach
    Der Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger hat auf Twitter sein Mitgefühl für die Opfer der Anschlagsserie in Paris und für die des Doppelanschlags in der libanesischen Hauptstadt Beirut aus der vergangenen Woche ausgedrückt. „Egal, aus welchem Teil der Erde man kommt oder welcher Religion man angehört – wir sind vereint", schrieb er.
  • 11/15/2015 10:30:22 AM   Tobias Rabe
    Cheforganisator Jacques Lambert hat eine Absage der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Sommer trotz der Anschlagsserie von Paris ausgeschlossen. „Wenn man die EM jetzt infrage stellt, würde man sich den Regeln der Terroristen beugen“, sagte Lambert französischen Medien. „Wir werden die notwendigen Entscheidungen treffen, damit die Euro 2016 mit den bestmöglichen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden wird“, versprach Lambert. An dem Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in neun französischen Städten nehmen erstmals 24 Nationen teil. Am 12. Dezember steht in Paris die Auslosung der sechs Vorrundengruppen an. Auch die Ausrichtung dieses Events wurde von den Organisatoren bislang nicht infrage gestellt. (dpa)
  • 11/15/2015 10:35:09 AM   Leonie Feuerbach
    In einem von den Attentätern von Paris genutzten Auto sind Kalaschnikow-Schnellfeuergewehre gefunden worden. Das verlautete am Sonntag aus Justizkreisen. Der schwarze Seat, mit dem mehrere schwerbewaffnete Angreifer am Freitagabend Bars und Restaurants in Paris attackiert hatten, war in der Gemeinde Montreuil gefunden worden, die im Osten an die französische Hauptstadt angrenzt. (AFP)
  • 11/15/2015 10:37:34 AM   Tillmann Neuscheler
    Omar Ismaïl Mostefaï (29) ist von den französischen Ermittlern als erster Attentäter nach den Anschlägen von Paris identifiziert worden. Er soll häufig diese Moschee in Lucé südwestlich von Paris besucht haben. Ein Fingerabdruck des Daumens seiner Leiche hat seine Identität offenbart. Mostefaï war polizeibekannt und galt nach Berichten französischer Medien lange Zeit als Kleinkrimineller. Wegen seiner zunehmender Radikalisierung legten die Behörden nach Angaben des für Terrorismus zuständigen obersten Staatsanwalts François Molins 2010 eine sogenannte S-Kartei an. Solche Aktenverzeichnisse bekommen in Frankreich Verdächtige, die möglicherweise zu einer Gefahr für die Staatssicherheit werden könnten. Möglicherweise hat er sich 2014 in Syrien aufgehalten.

    Bild: AFP

     

  • 11/15/2015 10:39:53 AM   Leonie Feuerbach
    IS-Kämpfer sprengt sich bei Razzia in der Türkei in die Luft

    Bei einer Polizeirazzia im türkischen Gaziantep hat sich nach Behördenangaben ein Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in die Luft gesprengt. Nach Angaben des Gouverneursamts zündete der Attentäter den an seinem Körper
    befestigten Sprengstoff, als Beamte der Anti-Terror-Einheit am späten Samstagabend eine Wohnung in der südöstlichen Stadt stürmten. Fünf Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

    Gaziantep liegt an der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien, es wird vermutet, dass die Stadt vielen Dschihadisten als Unterschlupf dient.
    Auch in dem insgesamt zehnstöckigen Haus wurden Extremisten vermutet. Nach Behördenangaben wurden bei der Razzia Kalaschnikows, Sprengstoff und Munition beschlagnahmt. Im Einsatz war die Polizei wegen der Ermittlungen zu dem schweren Anschlag in Ankara am 10. Oktober mit über hundert Toten.

    Zuvor waren am Samstag in der Nähe von Gaziantep vier mutmaßliche Dschihadisten von der türkischen Armee getötet worden.
    Sie hatten sich in einem Auto einem Militärposten an der Grenze zu Syrien genähert. Am frühen Sonntagmorgen nahm die Polizei der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge außerdem in Ankara sieben Menschen fest, die dem IS angehören sollen. Die türkischen Behörden weiteten ihre Razzien in extremistischen Milieus seit den Anschlägen in Ankara deutlich aus. (AFP)
  • 11/15/2015 10:42:05 AM   Tillmann Neuscheler
    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert eine robuste Reaktion auf die Anschläge. Sie müsse aber im Einklang mit den Gesetzen und Menschenrechten stehen.
  • 11/15/2015 10:43:29 AM   Thomas Holl
         
    Vor dem G-20-Gipfel: Präsident Obama und der türkische Staatspräsident Erdogan 

    Vor dem G20-Gipfel in der Türkei hat der amerikanische Präsident Barack Obama einen verstärkten Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat "(IS) angekündigt. "Der Himmel hat sich verdunkelt durch die schrecklichen Angriffe, die in Paris stattfanden", sagte er am Sonntag nach einem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. "Wir werden in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern der Koalition unsere Bemühungen verstärken, um eine friedliche Lösung in Syrien zu erreichen und Daesh (IS) als eine Kraft zu eliminieren, die den Menschen in Paris, in Ankara und in anderen Teilen der Welt so viel Schmerz und Leid verursachen kann." (dpa)
  • 11/15/2015 10:46:39 AM   Leonie Feuerbach
    In seiner Predigt im Berliner Dom zum Volkstrauertag hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung angesichts der Terroranschläge in Paris vor zunehmender Fremdenfeindlichkeit gewarnt. Er sagte, man solle die Debatte über Flüchtlinge und Terrorismus nicht vermengen:

    Sie kommen nach Europa, weil sie Freiheit und Sicherheit und Toleranz suchen. Dafür müssen sich jetzt viele einsetzen.



  • 11/15/2015 10:55:50 AM   Leonie Feuerbach
    Mit Russland gegen den IS?

    Nach einem Gespräch mit Präsident Hollande hat sich Oppositionsführer Nicolas Sarkozy dafür ausgesprochen, in Syrien im Kampf gegen den "Islamischen Staat" mit Russland zu kooperieren. Es bestehe das Risiko weiterer Anschläge in Frankreich. Deshalb müsse es einen Wandel in der Außenpolitik geben.
  • 11/15/2015 11:11:54 AM   Leonie Feuerbach
    SPD-Spitze: Wir brauchen nach Paris kein neues Sicherheitspaket

    Die SPD lehnt nach den Terroranschlägen von Paris weitergehende Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland ab. Für ein neues Sicherheitspaket gebe es keine Notwendigkeit, hieß es am Sonntag aus Parteikreisen nach einer Telefonschalte der erweiterten SPD-Führung.

    Reflexhaft von der CSU geforderte schärfere Grenzkontrollen seien nicht Position der SPD. Die Bürger erwarteten von Koalition und Bundesregierung nach dem islamistischen Terror von Paris "geschlossenes, entschlossenes und nicht parteipolitisch motiviertes Handeln".

    Parteichef Sigmar Gabriel sei einhellig im SPD-Führungskreis in seiner Linie unterstützt worden, dass Politik und Gesellschaft sich nach Paris schützend vor die muslimischen Flüchtlinge in Deutschland stellen müssten, die ja gerade vor den Terroristen des "Islamischen Staates" nach Europa geflohen seien. (dpa)



  • 11/15/2015 11:17:34 AM   Tillmann Neuscheler
    Nach den Terroranschlägen hat die Bundespolizei  ihre Grenzkontrollen verstärkt. Das Bild zeigt einen Beamten, der am Sonntag  in Saarbrücken durch einen TGV läuft, der gerade aus Paris angekommen ist. (Bild dpa)


  • 11/15/2015 11:21:12 AM   Leonie Feuerbach
    Nach den Anschlägen von Paris sind mittlerweile 103 Leichen identifiziert, sagte Frankreichs Premierminister Manuel Valls am Sonntag laut Nachrichtenagentur AFP. 20 bis 30 würden noch untersucht.
  • 11/15/2015 11:39:40 AM   Tillmann Neuscheler
    Europaweite Schweigeminute am Montag um 12 Uhr
    Die Staats- und Regierungschefs der EU haben für diesen Montag um 12.00 Uhr alle Europäer zu einer Schweigeminute für die Paris-Opfer aufgerufen. Wer die Stellungnahme selbst lesen will, kann das hier tun.
  • 11/15/2015 11:57:00 AM   Tillmann Neuscheler
    Soldaten patrouillieren am Sonntag in den Straßen von Paris.




  • 11/15/2015 12:11:12 PM   Leonie Feuerbach
    Papst nennt Gewalt im Namen der Religion "Gotteslästerung"

    Papst Franziskus sieht im Missbrauch der Religion als Rechtfertigung für die Anschläge von Islamisten in Paris eine "Gotteslästerung". Man könne nicht den Namen Gottes nutzen, um den Weg der Gewalt zu begründen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. "So viel Barbarei lässt uns erschüttert zurück und man fragt sich, wie das Herz des Menschen so schreckliche Dinge, die nicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt getroffen haben, planen und durchführen kann", sagte er. Er fühle tiefen Schmerz über die Terrorattacken. "Dem Präsidenten und den Bürgern drücke ich mein brüderliches Mitgefühl aus. Ich bin besonders den Angehörigen derjenigen, die ihr Leben verloren haben, und den Verletzten nahe", sagte Franziskus.
  • 11/15/2015 12:14:19 PM   Tillmann Neuscheler
    Merkel will sich Agenda nicht von Terroristen diktieren lassen

    Angela Merkel ist heute gemeinsam mit Wolfgang Schäuble zum G-20-Gipfel im südtürkischen Belek bei Antalya gereist. Die beiden zeigen Geschlossenheit: Sie würden sehr harmonisch auftreten, berichtet unser Korrespondent Manfred Schäfers, es gebe keine Hinweise auf interne Querelen. Es sei sehr deutlich geworden, dass sich die Kanzlerin die Tagesordnung des Treffens nicht von Terroristen diktieren lassen will. Es werde also heute Mittag - wie schon länger geplant - über die Klimapolitik und über Entwicklungsstrategien gesprochen. Am Abendessen soll freilich auch über den Terrorismus gesprochen werden.


    Angela Merkel wird vom türkischen Päsident Recep Tayyip Erdogan begrüßt.
    (Bild: Reuters)




  • 11/15/2015 12:41:27 PM   Tillmann Neuscheler
    Frankreich fordert eine Sondersitzung der Justiz- und Innenminister der EU. Am Freitag  soll darüber beraten werden, wie bereits diskutierte Sicherheitsmaßnahmen schneller umgesetzt werden könnten, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve.
  • 11/15/2015 12:55:00 PM   Tillmann Neuscheler
    Zwar will sich die Kanzlerin die Tagesordnung beim G-20-Treffen in der Türkei nicht von den Terroristen vorschreiben lassen, dennoch überschatten die Ereignisse freilich den Gipfel. Das Bild zeigt einen Scharfschützen der türkischen Sicherheitskräfte beim Gipfeltreffen in Belek.



  • 11/15/2015 1:05:12 PM   Tillmann Neuscheler
    Gestern gab es eine Großrazzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek, weil eine Spur der Attentäter auch dorthin führt. Hintergrund war ein in Belgien angemeldeter Mietwagen, der in der Nähe der Pariser Konzerthalle "Bataclan" gefunden worden war. Jetzt wird offiziell bestätigt, dass bei der Razzia in Brüssel fünf Personen festgenommen wurden.
  • 11/15/2015 1:05:33 PM   Thomas Holl

    Nach den Anschlägen von Paris hat Generalbundesanwalt Peter Frank Ermittlungen eingeleitet. Seine Sprecherin Frauke Köhler sagte am Sonntag, die Bundesanwaltschaft ermittele "vor  dem Hintergrund, dass auch ein deutsches Todesopfer zu beklagen ist". Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen Unbekannt. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Sonntag mitgeteilt, dass bei den Anschlägen in Paris auch ein Deutscher getötet wurde.

    Im Fall eines von der bayerischen Polizei verhafteten möglichen Komplizen der Attentäter von Paris hat die Bundesanwaltschaft bislang die Ermittlungen nicht übernommen. Die Sprecherin verwies hier auf die Zuständigkeit der bayerischen Behörden. Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamts war der 51 Jahre alte Mann Mann aus Montenegro auf der Autobahn festgenommen worden. In seinem VW-Golf seien acht Maschinenpistolen, ein Revolver und zwei weitere Pistolen gefunden worden. Bisher verweigert er nach Angaben der Polizei die Aussage.(Reuters)

  • 11/15/2015 1:08:42 PM   Leonie Feuerbach
    Bundespräsident Joachim Gauck hat nach den Anschlägen in Paris von einem "Krieg" gesprochen. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte Gauck am Sonntag in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Berlin. Frankreichs Präsident François Hollande hatte die Anschlagsserie mit 129 Toten zuvor als "Kriegsakt" bewertet.
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform