Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

  • Bei dem stundenlangen Einsatz der französischen Anti-Terror-Einheit am Mittwoch im Pariser Vorort Saint-Denis ist der mutmaßliche Drahzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, getötet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.
  • Bei der Frau, die sich während des Einsatzes in die Luft sprengte, soll es sich um Hasna Aitboulachen handeln - mutmaßlich Abaaouds Cousine. 
  • Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land um drei Monate gebilligt.
  • Die belgische Polizei hat bei Razzien in der Region Brüssel am Donnerstag insgesamt neun Verdächtige festgenommen.

  • 11/16/2015 1:40:16 PM   Lorenz Hemicker
    Im Netz wird derzeit eine Rede geteilt. Es eine Regierungserklärung, die Bundeskanzler Helmut Schmidt am 20. Oktober 1977 zum Problem des Terrorismus anlässlich der Ermordung von Hans Martin Schleyer durch die RAF abgab.
    von Lorenz Hemicker via YouTube


  • 11/16/2015 1:40:20 PM   Leonie Feuerbach

    Neuer Polizeieinsatz in Molenbeek beendet

    Der neue Polizeieinsatz in Brüssel ist ohne Festnahmen beendet worden. "Das Ergebnis ist negativ", sagte ein Sprecher der belgischen Generalstaatsanwaltschaft am frühen Nachmittag der Nachrichtenagentur AFP. Der Einsatz im Stadtteil Molenbeek hatte einem der Hauptverdächtigen der Anschläge, Salah Abdeslam, gegolten. Dutzende Beamte und Polizeiwagen einschließlich maskierter Spezialkräfte waren vor Ort gewesen. Unterdessen wurden fünf der am Wochenende in Belgien festgenommenen sieben Verdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Unter den Freigelassenen ist demnach auch Mohamed Abdeslam, der Bruder von Salah und Brahim Abdeslam. Der Großteil der sieben Verdächtigen in Belgien war in Molenbeek festgenommen worden.

  • 11/16/2015 1:50:50 PM   Leonie Feuerbach
    In ihrem am Montag veröffentlichten Drohvideo kündigen IS-Terroristen weitere Anschläge in Europa und den Vereinigten Staaten an, die „schlimmer“ werden würden als die in Paris. Konkret nannten die Männer Washington als Anschlagsziel. Das Video wurde veröffentlicht, während Frankreich Razzien im ganzen Land durchführte und den IS in Syrien bombardierte.

  • 11/16/2015 1:52:51 PM   Lorenz Hemicker

  • 11/16/2015 2:04:20 PM   Sebastian Reuter
    Auf der Pressekonferenz vor der Partie zwischen der deutschen Nationalelf gegen die Niederlande am Dienstag in Hannover hat Bundestrainer Joachim Löw zugegeben, dass er zunächst gegen die Ausrichtung des Freundschaftsspiels gewesen ist. „Am Morgen danach hatte ich das Gefühl, dass das Spiel nicht stattfinden kann und soll“, sagte Löw. Nach langen Gesprächen und Beratungen hätte er seine Meinung allerdings geändert und stehe nun voll und ganz hinter der Entscheidung. Teammanager Oliver Bierhoff kündigte unterdessen an, dass die Sicherheitsvorkehrungen für die beiden Mannschaften und auch die Zuschauer im Stadion erhöht werden. Wie genau erklärte Bierhoff nicht.

    Nationalmannschaft: Sicherheitsmaßnahmen vor Niederlande-Spiel erhöht

    FAZ.NETWenige Tage nach den Anschlägen von Paris spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter verschärfter Bewachung gegen die Niederlande. Bundestrainer Löw war zunächst dagegen.
  • 11/16/2015 2:10:15 PM   Leonie Feuerbach
    Wegen der Terroranschläge in Paris wird der für kommenden Sonntag geplante Til-Schweiger-„Tatort“ aus dem Programm genommen. Stattdessen ermittelt „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler). „Aus Respekt vor den Opfern der grausamen Anschläge von Paris haben wir die Premiere der „Tatorte“ mit Til Schweiger auf das kommende Jahr geschoben“, erläuterte der NDR Programmdirektor Fernsehen, Frank Beckmann, am Montag in Hamburg den Schritt. „Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht.“ (dpa)

  • 11/16/2015 2:15:55 PM   Thomas Holl

    Die nordrhein-westfälische Polizei und Justiz nimmt die Äußerungen eines algerischen Flüchtlings ernst, der wenige Tage vor den Anschlägen in Paris womöglich Informationen über eine bevorstehende Terrorserie in der französischen Hauptstadt hatte. Der 39 Jahre alte Algerier wurde im sauerländischen Arnsberg festgenommen. Der Mann soll mehrere Tage vor den Anschlägen in einer Flüchtlingsunterkunft mehrfach gegenüber Mitbewohnern aus Syrien geäußert haben, dass in Paris etwas passieren werde, sagte Oberstaatsanwalt Werner Wolff in Arnsberg am Montag. „Die Ankündigung der Anschläge passte von der Zeit her. Wir müssen nun prüfen, ob es sich um eine Spinnerei oder um eine Information mit tatsächlichem Hintergrundwissen handelt“, sagte Wolff.

    Insgesamt reiche das für einen dringenden Tatverdacht aus, der den inzwischen erlassenen Haftbefehl wegen „Nichtanzeigens einer geplanten Straftat“ rechtfertige. Der Generalbundesanwalt sei über den Vorfall und die Festnahme informiert. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte, es müsse genau geprüft werden, ob es sich bei dem Festgenommenen möglicherweise um einen Mitwisser oder Mittäter handelt.  Die Polizei war nach den Anschlägen von der Flüchtlingsunterkunft auf den Mann aufmerksam gemacht geworden. Die beiden Syrer hätten ihm berichtet, der Algerier habe davon gesprochen, dass „in Frankreich und in Paris etwas Schreckliches“ passieren werde, sagte der Leiter der Notunterkunft, Hans Wulf. „Die haben das zunächst für eine Spinnerei gehalten.“ Nach den schockierenden Nachrichten aus Paris seien sie aber doch zu ihm gekommen. Die Einrichtung habe dann die Polizei informiert, die den Mann sofort festgenommen habe. (dpa)


  • 11/16/2015 2:18:00 PM   Lorenz Hemicker

  • 11/16/2015 2:20:44 PM   Leonie Feuerbach

    Orban wettert gegen Einwanderer

    Der rechtskonservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat nach den Pariser Terroranschlägen erneut gegen Flüchtlinge Stimmung gemacht. "Wir wissen nicht, wie viele Terroristen mit den Einwanderern gekommen sind", sagte er am Montag im ungarischen Parlament. "Es hat sich erwiesen, dass die Terroristen die Völkerwanderung bewusst und gut organisiert nutzen, um sich unter die Menge der Einwanderer zu mischen", fügte Orban hinzu, ohne Beweise für seine Behauptung vorzulegen. Nach den Anschlägen hatten führende Politiker in Europa gemahnt, Flüchtlinge nun nicht unter Generalverdacht zu stellen. (dpa)

  • 11/16/2015 2:24:51 PM   Leonie Feuerbach

    Dänemark will sich wieder am Kampf gegen den IS beteiligen

    Dänemark will sich nach den Anschlägen von Paris so schnell wie möglich wieder am Kampf gegen den IS beteiligen. Der dänische Außenminister Kristian Jensen sagte am Rande des Außenministertreffens in Brüssel am Montag: "Wir sehen jetzt, dass IS eine direkte Bedrohung für die Europäer und damit auch für die Dänen ist. Das ist umso mehr ein Grund, den IS dort zu bekämpfen, wo er ist."

    Die dänischen F-16-Kampfjets waren wegen technischer Mängel im Oktober aus dem Irak zurückgerufen worden, von wo aus sie unter anderem Stellungen der Terrormiliz bombardiert hatten. Ob sie auch in Syrien eingesetzt werden können, werde erst entschieden, wenn die Maschinen wieder startklar seien. "Wir müssen prüfen, welches Mandat sie haben und ob das auch Syrien umfasst." Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen hatte bereits vor zehn Tagen angekündigt, dass die Regierung eine Ausweitung des Mandats in Betracht ziehe. (dpa)

  • 11/16/2015 2:45:03 PM   Leonie Feuerbach
    Nach den Anschlägen von Paris hat die belgische Justiz gegen zwei Verdächtige Strafverfahren eröffnet. Den beiden werde ein "Terroranschlag und die Teilnahme an den Aktivitäten einer Terrorgruppe" vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag in Brüssel in einer Erklärung mit. Fünf weitere Verdächtige, die am Wochenende festgenommen worden waren, wurden derweil wie schon berichtet auf freien Fuß gesetzt. (AFP)
  • 11/16/2015 2:54:00 PM   Lorenz Hemicker
    Die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staaten hat eine Übersicht veröffentlicht, die ihre Luftschläge gegen die Terrormiliz in der Zeit vom 7. bis zum 13. November auflistet.


  • 11/16/2015 2:54:00 PM   Lorenz Hemicker
    Die
    amerikanische Denkfabrik Brookings Institution hat analysiert, wo die
    meisten Twitter-Unterstützer des "Islamischen Staates" sitzen.



  • 11/16/2015 2:58:40 PM   Leonie Feuerbach

    Nach den Anschlägen von Paris hat die Bundesregierung vor übereilten militärischen Reaktionen gewarnt. Auch wenn das Vorgehen gegen die Dschihadistenmiliz IS fortgesetzt werden müsse, sei klar, "dass am Ende Kampf gegen Terrorismus nicht militärisch gewonnen werden kann", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Montag in Brüssel. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Roger Lewentz (SPD), rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf.

    Die französische Regierung sprach nach den Angriffen von "Krieg" und löste damit Spekulationen aus, dass sie unter Berufung auf Artikel 5 des Nato-Vertrags den Bündnisfall ausrufen könnte. Die Bundesregierung machte sich die Wortwahl der Pariser Regierung nicht zu eigen. Die Anschläge könnten "umgangssprachlich" zwar als "Krieg" bezeichnet werden, sagte Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz. "Allerdings knüpfen sich an den Begriff  des Krieges verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Konsequenzen und Definitionen." SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel bezeichnete es in Berlin als "unnötig", über Artikel 5 des Nato-Vertrages oder eine "militärische Beteiligung Deutschlands zu spekulieren". (AFP)

  • 11/16/2015 3:09:38 PM   Leonie Feuerbach
    Der Berliner Verfassungsschutz hat nach den Terroranschlägen von Paris erneut vor islamistischen Aktivitäten vor Flüchtlingsunterkünften gewarnt. Nicht jede dort angebotene Hilfe müsse ausschließlich humanitären Zwecken dienen, „sondern kann auch der Verfolgung ideologischer Ziele, beispielsweise der Gewinnung von Anhängern und Unterstützern, dienen“, sagte ein Sprecher der Berliner Senatsinnenverwaltung. Islamistische Akteure seien bereits in Einzelfällen vor Institutionen der Flüchtlingshilfe festgestellt worden, hieß es weiter. Der Berliner Verfassungsschutz sensibilisiere deshalb Betreiber und Mitarbeiter von Flüchtlingsunterkünften. (epd)
  • 11/16/2015 3:30:46 PM   Leonie Feuerbach
    Ob der Waffenfund vor elf Tagen im bayerischen Rosenheim etwas mit den Terroranschlägen von Paris zu tun hat, ist nach wie vor unklar. Am 11. November hatten Beamte ein ganzes Waffenarsenal im Auto eines 51 Jahre alten Mannes aus Montenegro entdeckt. Jetzt ermittelt laut dpa die Staatsanwaltschaft München I wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden GewalttatIm Fahrzeug des Mannes hatten Beamte unter anderem Handgranaten, Kalaschnikow-Gewehre und Sprengstoff gefunden. Der Mann war laut Navigationsgerät nach Paris unterwegs. Von den Waffen im Auto wollte er dem Landeskriminalamt zufolge nichts gewusst haben.
  • 11/16/2015 3:35:49 PM   Leonie Feuerbach

    Drei Tage nach den Anschlägen von Paris haben am Montag die Theater und Konzertsäle der französischen Hauptstadt unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen wieder geöffnet. Kulturministerin Fleur Pellerin kündigte die Schaffung eines Sonderfonds zur Unterstützung der Musiker und Konzertveranstalter an, um ihre erhöhten Kosten aufzufangen. "Alles wird getan, damit die Musik weiterlebt in unserem Land", sagte Pellerin am Montag.

    Der Generaldirektor der Pariser Philharmonie, Laurent Bayle, sagte, eine Verstärkung der Sicherheit erfordere den Kauf von Detektoren, Röntgengeräten und die Einstellung zusätzlichen Personals für die Überprüfung der Zuschauer. Die Oper von Paris wollte am Abend die Generalprobe des Balletts "La Bayardère" aufführen. Am Eingang wurde ein Metalldetektor aufgestellt. Ihr Vize-Direktor Jean-Philippe Thiellay schätzte die Kosten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf "mehrere hunderttausend Euro".  (AFP)

  • 11/16/2015 3:42:19 PM   Leonie Feuerbach
    Frankreichs Präsident François Hollande will nach den Terroranschlägen von Paris den UN-Sicherheitsrat im Kampf gegen des Islamischen Staat anrufen. Die Notwendigkeit der Zerstörung des IS sei eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, sagte Hollande am Montag bei einer Sitzung des Kongresses in Versailles. Außerdem erklärte Hollande, unter den Opfern der Anschläge von Paris seien mehrere Dutzend Ausländer. Es gebe Opfer aus 19 Ländern. Unterdessen teilte das Auswärtige Amt mir, dass ein zweites deutsches Todesopfer identifiziert worden sei. (dpa)
  • 11/16/2015 3:51:30 PM   Leonie Feuerbach

    Nach den Anschlägen in Paris wurden die Sicherheitsvorkehrungen in ganz Europa verschärft. Dieses Foto (AFP) zeigt einen schwer bewaffneten Polizisten in Rom.



  • 11/16/2015 3:58:23 PM   Leonie Feuerbach

    Bei seiner Rede im Kongress in Versailles hat Frankreichs Präsident Hollande erklärt, er wolle den Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern. Einen entsprechenden Gesetzentwurf werde er dem Parlament vorlegen. Zudem kündigt er eine Verfassungsänderung an, um wegen Terrorismus verurteilten Bürgern mit doppelter Staatsbürgerschaft schneller den französischen Pass entziehen zu können. Auch müsse Doppel-Staatsbürgern die Einreise verwehrt werden können, wenn sie ein "Terror-Risiko"  darstellten. Binnen zwei Jahren sollen 5000 neue Polizisten eingestellt werden, um die Sicherheit zu erhöhen. (Reuters)

  • 11/16/2015 4:01:34 PM   Leonie Feuerbach

    Unser Korrespondent Reinhard Bingener berichtet aus Niedersachsen:

    Die deutschen Sicherheitsbehörden sehen derzeit offenbar keine Verbindungslinien zwischen den Pariser Anschlägen von Freitagabend und gewaltbereiten Islamisten in Deutschland. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte am Montag in Hannover, dies sei auch der Tenor eines Lageberichts des Bundeskriminalamts (BKA) vom Sonntagabend. Auch die Festnahme eines mazedonischen Waffenschmugglers mit Ziel Paris in Bayern am 5. November stehe nach derzeitigem Kenntnisstand "in keinem inhaltlichen Zusammenhang" mit den Pariser Anschlägen. Pistorius berichtete weiter, in ganz Deutschland würden derzeit als gewaltbereit eingestufte Islamisten von den Sicherheitsbehörden "verstärkt beobachtet" und präventiv angesprochen. Wie viele solche Gefährderansprachen durchgeführt werden, wollte Pistorius nicht preisgeben. Ausschlaggebend sei nicht, ob es nun in Niedersachsen "12, 14 oder 20“"seien, sondern wichtig sei, dass die Polizei "ihre  Kundenkartei genau im Auge" hat.

  • 11/16/2015 4:05:20 PM   Leonie Feuerbach
    Die Terroristen glauben, dass freie Völker sich beeindrucken lassen von Angst und Schrecken. Sie haben nichts verstanden.

    Präsident Hollande in seiner Rede in Versailles vor dem französischen Kongress

  • 11/16/2015 4:08:23 PM   Leonie Feuerbach

    Vor der Rede Hollandes haben die französischen Abgeordneten eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge von Freitagabend eingelegt (Foto AFP)



  • 11/16/2015 4:11:05 PM   Leonie Feuerbach

    Präsident Hollande hat in seiner Rede effektivere Kontrollen an den Außengrenzen der EU gefordert. Andernfalls würde es wieder zu Kontrollen an den nationalen Grenzen kommen und die EU auseinanderbrechen. Hollande schloss seine Rede mit den Worten:

    Wir werden den Terrorismus ausmerzen.

  • 11/16/2015 4:24:14 PM   Leonie Feuerbach
    Die französische Luftwaffe beteiligt sich seit Ende September 2015 an den Luftangriffen auf Einrichtungen der Terrormiliz IS in Syrien. Bereits seit Oktober 2014 fliegt Frankreich als Teil einer von den Vereinigten Staaten geführten Allianz Luftangriffe auf den IS im Irak.
    Details zeigt diese Grafik von der dpa. 



  • 11/16/2015 5:06:46 PM   Leonie Feuerbach
    Der Eiffelturm ist nach den Terrorangriffen in Paris vom Freitag wieder geöffnet. Am Montagnachmittaggegen halb fünf wurde das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt erneut für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, teilten die Betreiber mit. Der Turm war am Samstag wie viele weitere Einrichtungen gesperrt worden. Auf Wunsch der Stadtverwaltung soll der Eiffelturm jeden Abend bis Mittwoch einschließlich bei Einbruch der Dunkelheit in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot angestrahlt werden, hieß es. Auch das Motto der Stadt "Fluctuat nec Mergitur" ("Sie schwankt, geht aber nicht unter") soll jeweils bis 1.00 Uhr morgens auf das Bauwerk projiziert werden. (dpa)
  • 11/16/2015 5:52:16 PM   Philipp Jaklin

    Der Eiffelturm leuchtet am Montagabend in den französischen Nationalfarben ...


    ... nachdem er zuvor zwei Abende lang dunkel geblieben war.


  • 11/16/2015 6:31:53 PM   Constanze Ehrhardt
    Mohamed Abdeslam, der Bruder zweier der mutmaßlichen Terroristen auf den Musikclub Bataclan, ist nach seiner Festnahme durch die belgische Polizei nach wenigen Stunden nun wieder auf freiem Fuß.

    Nach seiner Freilassung äußerte er sich folgendermaßen:


    "Ich wurde eines terroristischen Akts beschuldigt ... aber ich habe nicht im Entferntesten mit den Vorgängen in Paris zu tun. Ich habe jahrelang für den Gemeinderat gearbeitet und nie ein Problem mit jemandem gehabt ... Meine Eltern sind von dieser Tragödie tief schockiert. Meine zwei Brüder sind normale Menschen, ich habe nie irgendetwas Außergewöhnliches an ihnen bemerkt.

    Von meinem Bruder Salah
    (nach dem derzeit europaweit gefahndet wird, d. Red.) habe ich nichts gehört, vielleicht findet er schlicht nicht den Mut, sich den Behörden zu stellen. Wir wissen nicht, wo er sich aufhält, wir haben keine Informationen.

    Wir wussten nicht, dass Brahim
    (einer der Selbstmordattentäter auf ein Café im 11ten Arrondissement, d. Red.) in Paris war. Wissen Sie, meine Brüder sind alt genug, wir fragen sie nicht, wie sie ihre Zeit verbringen. Auch wenn manche Menschen mir das nicht glauben werden, sind meine Familie und ich extrem betroffen von den Ereignissen und denken an die Opfer. Sie müssen verstehen, dass es für meine Mutter dabei auch um ihre Söhne geht."


    Mohamed Abdeslam am Montag in Brüssel (Foto: Olivier Hoslet/EPA)


  • 11/16/2015 7:35:55 PM   Philipp Jaklin
    Der zweite bei den Anschlägen in Paris getötete Deutsche arbeitete als Lehrer und Kunstkritiker für die Zeitschrift "Kunstforum International", die auf ihrer Internetseite einen Nachruf veröffentlicht hat. Der 1964 in Hannover geborene Korrespondent lebte seit über zwanzig Jahren in Frankreich und hinterlässt zwei Kinder. Er wurde beim Angriff auf den Musikclub "Bataclan" ermordet.
  • 11/16/2015 8:54:34 PM   Philipp Jaklin
    Nach dem Angriff auf das "Bataclan" am vergangenen Freitag haben zwei Polizisten den Musikclub noch vor dem Eintreffen von Spezialeinheiten gestürmt - und dann einen Selbstmordattentäter erschossen. Ein Kommissar der sogenannten Brigade zur Kriminalitätsbekämpfung (BAC) und sein Kollege drangen nach ihrer Ankunft am "Bataclan" als erste Beamte in das Gebäude ein, wie Céline Berthon von der Polizeigewerkschaft SCPN dem Sender France Inter sagte. "Sie haben ihre Waffen eingesetzt und einen Angreifer getroffen und ihn getötet." Die beiden "extrem erfahrenen" Beamten hätten sich dann aber wieder zurückziehen müssen: Sie hätten nur Pistolen und Schutzwesten bei sich gehabt und sonst ihr Leben aufs Spiel gesetzt.
  • 11/16/2015 9:34:17 PM   Constanze Ehrhardt
    Einer der Selbstmordattentäter von Paris hat Berichten zufolge in Brüssel eine Kneipe besessen, die wegen Drogenkonsums der Gäste geschlossen wurde. Das „Les Béguines“ im Bezirk Molenbeek, das der Zeitung „L’Echo“ zufolge von dem Attentäter Brahim Abdeslam betrieben wurde, wurde Anfang November für fünf Monate dichtgemacht. Der Anordnung der Behörden zufolge, die an der Eingangstür der Bar befestigt wurde, war sie ein „Ort des Drogenkonsums“.

    In dem Schreiben ist die Rede von „verbotenen halluzinogenen Substanzen“. Außerdem fand die Polizei bei einem früheren Besuch im „Les Béguines“ zahlreiche Aschenbecher mit halb gerauchten Joints und traf Gäste im Besitz von Drogen an. Dem Bericht von „L’Echo“ zufolge hatte Abdeslam die Bar im März 2013 angemeldet.

  • 11/16/2015 11:35:10 PM   Frederic Spohr
    Wer sind die mutmaßlichen Drahtzieher hinter der Anschlagsserie in Paris? Unsere Übersicht trägt alle derzeitigen Informationen über die acht Männer zusammen, die im Fokus der französischen Ermittler stehen.
  • 11/16/2015 11:49:51 PM   Frederic Spohr
    Frankreich will offiziell Unterstützung der anderen EU-Staaten anfordern. Diplomaten bestätigten in Brüssel, dass ein entsprechendes Hilfsgesuch an diesem Dienstag bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister präsentiert werden soll. Die französische Regierung will sich demnach auf Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages berufen.

    Dort heißt es: „Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung (...). Hollande hatte die Terroranschläge bereits als "Krieg" bezeichnet und will auch den Sicherheitsrat für den Kampf gegen den IS anrufen.
  • 11/17/2015 12:00:54 AM   Frederic Spohr

    Die französische Nachrichtenagentur AFP hat eine Übersicht über die Auslandsverbindungen der mutmaßlich beteiligten Terroristen erstellt.


  • 11/17/2015 12:10:54 AM   Frederic Spohr
    Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist 2014 sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des in London ansässigen Instituts für Wirtschaft und Frieden kamen im vergangenen Jahr mehr als 32.650 Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Das seien rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor - der stärkste Anstieg an Terroropfern, der jemals gemessen wurde.

    Die wirtschaftlichen Kosten des Terrorismus beziffert die Organisation 2014 auf weltweit 53 Milliarden Dollar. Das seien zehnmal mehr als im Jahr 2000. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die in Westafrika operierende Boko Haram seien für gut die Hälfte der Opfer verantwortlich.

    Am weitaus meisten vom Terror betroffen sind die Länder Afghanistan, Irak, Nigeria sowie Pakistan und Syrien, heißt es im sogenannten Globalen Terrorismus-Index, den die Organisation am Dienstag in London veröffentlicht.


  • 11/17/2015 12:33:12 AM   Frederic Spohr
    Ein geplantes Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Spanien ist aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Die Entscheidung fiel gemeinsam mit den zuständigen Behörden und dem spanischen Fußballverband, teilt der belgische Fußballverband mit. Die Regierung habe zu dem Schritt geraten. Angesichts der derzeitigen Situation wolle man die Sicherheit von Fans und Sportlern nicht gefährden.

    Das Spiel war für den heutigen Dienstag um 20.45 Uhr in Brüssel geplant.  Im ausverkauften Stadion Roi Baudouin waren etwa 50.000 Fan erwartet worden.


  • 11/17/2015 12:44:25 AM   Frederic Spohr
    Die Vereinten Nationen haben die nach den Anschlägen von Paris laut gewordenen Forderungen nach einem Aufnahmestopp für syrische Flüchtlinge kritisiert. Es sei verständlich, dass Länder alle möglichen Maßnahmen treffen müssten, um ihre Bürger "gegen jede Form des Terrorismus zu schützen", sagte Sprecher Stéphane Dujarric in New York. "Aber sich dabei auf Flüchtlinge zu fokussieren, auf verletzliche Menschen, die selbst vor Gewalt fliehen, wäre nicht der richtige Weg."
  • 11/17/2015 2:09:37 AM   Frederic Spohr
    In Belgien ist die Terrorwarnstufe erhöht worden.Für das ganze Land gelte die schwere Terrorwarnstufe drei, teilten die Behörden mit. Stufe drei bedeutet, dass ein Anschlag möglich oder wahrscheinlich ist.  Das zum Innenministerium gehörende Krisenzentrum erklärte, besonders bedroht seien Orte mit einer großen Menschenansammlung. Die Polizeipräsenz solle an solchen Orten sichtbar verstärkt werden.
  • 11/17/2015 3:46:40 AM   Frederic Spohr
    Die Attentate von Paris haben nicht den befürchteten Zustrom für die gestrige Pegida-Demonstration gebracht. Doch F.A.Z.-Digitalchef Mathias Müller von Blumencron hat vor Ort festgestellt: Die Rhetorik hat sich noch einmal verschärft. Hier geht es zu seinem Artikel.  
  • 11/17/2015 4:35:35 AM   Frederic Spohr
    Die Terroranschläge in Paris waren auch Thema in der gestrigen "hart aber fair"-Sendung. Unser Autor Frank Lübberding hat sich die Sendung angeguckt – und hätte sich mehr Klartext gewünscht. 
  • 11/17/2015 4:44:05 AM   Frederic Spohr
    Der amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter hat die europäischen Verbündeten zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz aufgefordert. "Wir wollen mehr tun. Wir halten Ausschau nach  jeder Gelegenheit, die wir kriegen können, um den IS anzugehen. Aber es ist für uns wichtig, dass auch andere mitmachen", sagte Carter am Montag auf einer Veranstaltung des "Wall Street Journal". "Ich hoffe, dass diese Tragödie den Effekt haben wird, andere wachzurütteln, so wie sie die Franzosen wachgerüttelt hat."

    Carter kündigte an, dass die Geheimdienste der USA und Frankreichs a
    ls Reaktion auf die Anschlagsserie in Paris enger zusammenarbeiten sollen. Er und Geheimdienst-Direktor James Clapper hätten entsprechende Anweisungen an die Streitkräfte erteilt.
  • 11/17/2015 5:28:49 AM   Ina Lockhart
    Nach den Terrorangriffen von Paris will der britische Premierminister David Cameron die militärischen Spezialkräfte mit Milliarden-Investitionen schlagkräftiger machen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen zusätzlich umgerechnet 2,8 Milliarden Euro bereitgestellt werden, kündigte er an. Das Geld soll nach Medieninformationen für neue  Waffen, Ausrüstung, Hubschrauber und Drohnen im Anti-Terror-Kampf ausgegeben werden. Außerdem solle die Entwicklungshilfe mehr Geld zur Stabilisierung solcher Länder aufwenden, die zur Brutstätte von Terroristen werden könnten. (dpa)
  • 11/17/2015 6:24:14 AM   Oliver Georgi

    Fraternité, Brüderlichkeit, mit diesem Wort gedenken diese Menschen am Montagabend im alten Hafen von Marseille den Opfern (Foto: AP)

  • 11/17/2015 6:47:06 AM   Oliver Georgi
    Der weltweite Terrorismus hat im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen, wie der am Dienstag veröffentlichte Global Terrorism Index des Institute for Economics and Peace an der amerikanischen Universität Maryland besagt. Die Zahl der Todesfälle durch Terrorismus ist 2014 gegenüber dem Vorjahr demnach um 80 Prozent auf bisherigen Höchststand gestiegen. Insgesamt fielen im vergangenen Jahr 32.658 Menschen Anschlägen zum Opfer. Im Jahr davor waren es 18.211. Die terrorbedingten wirtschaftlichen Kosten beziffert das Institut auf 52,9 Milliarden Dollar (49,3 Milliarden Euro), mehr als je zuvor.

    Den Angaben zufolge sind allein die nigerianische Terrormiliz Boko Haram und der „Islamische Staat“ (IS) gemeinsam für 51 Prozent aller Todesopfer verantwortlich.
    Als tödlichste Terrorgruppe der Welt gilt inzwischen Boko Haram mit 6.644 Todesopfern. Auf das Konto des IS gingen 6.073 Tote.

  • 11/17/2015 7:00:24 AM   Oliver Georgi
    Wegen Sicherheitsbedenken ist der Rückflug von EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vom G20-Gipfel in der Türkei am Montag offenbar gestrichen worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf  Insiderinformationen. Eigentlich hätten die EU-Politiker in einem Flugzeug der belgischen Luftwaffe nach Brüssel zurückgebracht werden sollten, verlautete aus EU-Kreisen. Wegen Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Maschine sei ihnen jedoch gesagt worden, dass sie darauf warten müssten, bis ein anderes Flugzeug sie am Dienstag abhole. Die türkischen Sicherheitsbehörden hätten die Ermittlungen aufgenommen, sagte der Insider demnach weiter.

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