Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft 2016

Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft 2016

  • 11/4/2016 8:32:54 AM   Christoph Hein
    Frage: Wieviel Airbus findet sich in den neuen chinesischen Flugzeugen? Antwort Enders: "viel, sehr viel."
  • 11/4/2016 8:44:42 AM   Christoph Hein
    Nun darf Till Reuter erklären, wie es sich anfühlt, von Chinesen übernommen zu werden. Der Kuka-Chef erzählt vom Druck, nun beweisen zu müssen, dass "China-German is win-win". "Wir müssen die besten Leute in Deutschland wie in China gewinnen, um unseren Vorsprung zu bewahren. Dazu müssen wir gut dastehen."
  • 11/4/2016 9:06:54 AM   Christoph Hein
    Nach all den hochfliegenden Träumen kommt nun die entscheidende Frage aus dem Publikum: wird eine Bevölkerung, die sich jetzt schon von der politischen Entwicklung und Globalisierung überfordert fühlt, den technischen Wandel mitmachen? Wie weit wird sie die Manager ausbremsen?
  • 11/4/2016 9:22:06 AM   Christoph Hein
    Tom Enders warnt zum Ende der Debatte davor, dass Unternehmen massiv in Datensicherheit investieren müssten. Und er spricht vom dramatischen Kulturwandel, dem die Mitarbeiter gegenüberstehen, wenn Industrie4.0 Wirklichkeit werde.
  • 11/4/2016 9:48:51 AM   Christoph Hein
    Die Angst vor dem Unbekannten und der Umgang mit ihr, die Überforderung und der daraus enstehende Populismus waren die Themen des ersten Tages in Hongkong. Für die fast tausend Teilnehmer geht er mit dem Empfang in der Asia Society zu Ende. Wir melden uns am Samstag in den frühen Morgenstunden vom zweiten Tag der Konferenz wieder.
  • 11/4/2016 11:48:22 PM   Christoph Hein

    Guten Morgen aus Hongkong. Von oben wirkt die ganze Stadt wie eine Baustelle. Das passt für den zweiten Tag der APK, denn auch die Asienbeziehungen Deutschlands wirken manchmal wie eine Baustelle.

  • 11/5/2016 12:08:58 AM   Christoph Hein
    Die 12grösste Volkswirtschaft der Welt als Investitionsstandort zu verkaufen ist kein leichtes Geschäft. Dich wollen Australien und Deutschland enger aneinanderrücken. Eine Strategische Partnerschaft ist gegründet, eine hochkarätige Beratergruppe gegründet, Diplomaten ausgetauscht. Über Freihandel mit der EU wird geredet. Die Konrad-Adenauer-Stiftung gründet ein Büro in Canberra. Und die APK könnte 2020 nach Australien kommen. Und doch klagt der Chef der deutschen Kammer in Sydney, Kristian Wolf, zu recht: "Alle liebe Australien. Aber zu viele nehmen es nur als Urlaubsland wahr."
  • 11/5/2016 12:22:15 AM   Christoph Hein
    Am zweiten Tag der APK wird es aber nicht nur um einzelne Länder gehen. Sondern um Geostrategie in Asien-Pazifik, Handelspolitik und Infrastruktur. Auf den Podien werden neben Minister Gabriel auch Siemens-Chef Kaeser, Ex-Premier Kevin Rudd und Wilfgang Ischinger von der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet.
  • 11/5/2016 12:41:47 AM   Christoph Hein
    Mit ASEAN klemmt es noch - die deutschen Kammern sind da weiter: In grosser Einmütigkeit präsentieren sie die zehn südostasiatischen Länder. Die Freihandelszone AEC enttaeuscht aber noch aufgrund der weiterhin hohen nichttarifären Handelshemmnisse, die sogar ausgebaut werden. "Die Regierungen haben kalte Füsse bekommen", heisst es mit Blick auf den Ausbau des Freihandels.
  • 11/5/2016 1:43:47 AM   Christoph Hein
    Das nennt man Diplomatie: Die Australier um Finanzminister Mathias Cormann waren "not amused", dass die APK 2018 nicht wie erhofft nach Sydney, sondern nach Jakarta geht. Nun handelten sie mit Gabriel und APA-Chef Lienhard aus, im Herbst erstmals eine "kleine APK" in Perth abzuhalten . Die Bodenschatzmetropole passt, denn sie liegt zum einen nah an Südostasien. Zum anderen liegt hier der Wahlkreis Cormanns...
    Nun muss es nur noch gelingen, 2017 einen deutschen Politiker oberhalb des Ranges eines Staatssekretärs nach Australien zu bewegen. Bislang erweisen sich die Aussies als deutlich reisefreudiger.
  • 11/5/2016 1:50:32 AM   Christoph Hein
    "Politik ist immer eine bittere Erfahrung", sagt Wirtschaftsminister Gabriel. Er meint wohl nicht das Amt an der Spitze der SPD. Sondern das Verhandeln des Freihandelsabkommens CETA mit Kanada.
  • 11/5/2016 2:03:48 AM   Christoph Hein
    Die Bewegung gegen Handelsabkommen bezeichnet Malaysias altgedienter Handelsminister Mustapa Muhamed als "vorübergehende Geräusche". Man begreift, wie die malaysische Regierung über das Nachfragen nach dem Verbleib von Milliarden aus dem Staatsfonds denkt, nach denen Staatsanwälte von Singapur über New York bis Zürich suchen.
  • 11/5/2016 2:22:06 AM   Christoph Hein
    Freihandel live: Baywa-Chef Klaus Josef Lutz fällt es leichter, Äpfel aus Neuseeland nach China zu verkaufen, als deutsche Äpfel.
  • 11/5/2016 2:45:37 AM   Christoph Hein
    Etwas läuft falsch: "Wir Deutschen sind so schwach darin, Freihandelsabkommen zu schliessen", klagt Karl Brauner, Stellv Generaldirektor der WTO. Und holt sich Rat bei Malaysias Handelsminister. Gabriel hofft zwar auf EU-Genehmigungen für Verhandlungen mit Australien und Neuseeland. Er warnt zugleich aber noch mal vor bilateralen und hofft auf die WTO für multilaterale Abkommen. Jurist Brauner legt noch mal ein Plädoyer für die WTO hin. Und Malaysias Handelsminister ruft daraufhin zum Realitätssinn auf: mit der WTO voranzukommen, sei praktisch unmöglich."Deshalb sind bilaterale Abkommen richtig."
  • 11/5/2016 3:50:01 AM   Christoph Hein

    BASF-Vorstand Martin Brudermueller, Ex-APA-Chef und Ex-BASF-Asienchef, berichtet davon, wie schnell China in Forschung und Entwicklung aufschliesst. "Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als unsere neueste Technologie nach China zu bringen." Haruhiko Hirato aber warnt vor den Kopierern. "Vor zehn Jahren war jeder Amerikaner hier unser Lehrer. Vor fünf Jahren betrachteten wir ihn auf Augenhöhe. Heute sind wir Konkurrenten", heisst es auf dem Podium.

  • 11/5/2016 4:01:31 AM   Christoph Hein
    Ein junger Unternehmer fordert Brudermüller heraus: "Ziehen wir uns in China nicht unsere eigenen Konkurrenten heraus?" Brudermüller: "Ein Unternehmen wie BASF hat tausend Beine. Machen wir einen Fehler, ist eines verletzt. Aber wir sterben nich daran." Dann ergänzt er: "Es geht darum, den besten Partner zu finden, nicht auf dessen Pass zu schauen. Aber vielleicht warten Sie mit China noch zehn Jahre. Das Land wird vorankommen, mit uns oder ohne uns."
  • 11/5/2016 4:09:55 AM   Christoph Hein
    Brudermüller greift den Punkt auf, der hier alle in Wallung versetzt hatte: wirtschaftsminister Gabriel hatte auf dem Podium erklärt, China habe eine Strategie, Deutschland hingegen nicht. "Zumindest das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine Strategie mit Blick auf Asien", sagt der BASF-Manager. Sollte dann nur Gabriels eigenes Haus ohne Asienstrategie dastehen?
  • 11/5/2016 4:25:01 AM   Christoph Hein
    Martin Herrenknecht, meinungsstarker Tunnelbohrer, erklärt sein Konzept: "Qualität und guter Service. Auch in Asien müssen wir jede Maschine in 24 Stunde reparieren können. Manchmal quetschen uns Kunden wie Zitronen, aber auch dann dürfen wir nicht die Qualität opfern." Und mit Blick auf seine Leute: "Jeder darf einen Fehler machen. Beim Zweiten hat er ein Problem."
  • 11/5/2016 4:27:38 AM   Christoph Hein
    Herrenknecht wird genug Tunnelbohrmaschinen verkaufen können: jährlich werden in Asien Infrastrukturausgaben von mindestens 800 Milliarden Dollar gebraucht. Offen ist, woher das Geld kommen soll.
  • 11/5/2016 4:36:41 AM   Christoph Hein
    Die drei Treiber des Ausbaus von Infrastruktur in Asien: "Die Verstädterung, die Digitalisierung und ihre Folgen und die Luftverschmutzung besonders in den Städten", sagt Siemens-Asien-Vorstand Roland Busch.
  • 11/5/2016 6:18:16 AM   Christoph Hein
    Endlich mal eine Frau auf dem Podium - die APK war bislang ein Forum der mittelalten bis betagten Herren, die sich gegenseitig Asien erklären. Die Japanerin Nobuko Kobayashi, Partner von A.T. Kearny erklärt nun die Abenomics. Und das sehr gut.
  • 11/5/2016 6:29:27 AM   Christoph Hein

    it Terry Gou ist nun eine asiatische Industriegrösse an der Reihe: sein Unternehmen Foxconn ist einer der grossen Apple-Zulieferer, ab und an aber auch in der Kritik aufgrund der Arbeitsbedingungen. Er setzt 30000 Roboter in China ein, will deren Zahl um 20-30 Prozent steigern.

  • 11/5/2016 6:36:14 AM   Christoph Hein
    Für einen Industrieverbandsvertreter ist Naushad Forbes wirklich offen: innerhalb von zehn Jahren müsse Indien 100 Millionen Industriearbeitsplätze schaffen, sagt dee Vertreter des indischen Industrieverbandes CII. "Es gibt viel mehr Fragen als Antworten."
  • 11/5/2016 6:42:15 AM   Christoph Hein
    BDI-Chef Ulrich Grillo mahnt Strukturreformen in Japan und China an. "Deutschland 60 Milliarden in China investiert und wir wollen mehr investieren. China kann sein Ziel industrieller Führing ohne europäische und deutsche Investitionen nicht erreichen!"
  • 11/5/2016 6:49:09 AM   Christoph Hein
    Siemens-Chef Joe Kaeser singt das hohe Lied von Chinas Weg zur Automatisierung seiner Industrie. Indien habe die besten Voraussetzungen aller Schwellenländer. "Aber die Inder müssen etwas tun. Dieses Mal." Und dann kommt Deutschland die Reihe: "Wenn wir keine innovationen mehr liefern, stirbt unser Land."
  • 11/5/2016 8:17:15 AM   Christoph Hein
    Staatssekretär Markus Ederer schlägt vor, künftig mehr von der "indo-pazifischen Region" zu sprechen. Damit werde man dem Einfluss Indiens eher gerecht.
  • 11/5/2016 8:21:20 AM   Christoph Hein
    Er spricht von politischer Instabilität in der Region durch Chinas Aufstieg und Amerikas Antwort darauf. Vom Tauziehen um Ost- und Südchinesisches Meer, Nordkorea und den Konflikt zwischen Indien und Pakistan. Schliesslich spricht er die möglichen Folgen einer Wahl von Trump an (siehe ausführliche Analysevauf FAZplus).
  • 11/5/2016 8:33:32 AM   Christoph Hein
    Diplomat Wolfgang Ischinger dreht auf: er vermisst eine Sicherheitsarchitektur in Asien, fragt, ob China, Japan und Amerika die sich verschiebende Gewichte in der Region ausbalanzieren können und sucht nach Rezepten für den Umgang mit Nordkorea, das jede Sanktion umschifft hat.
  • 11/5/2016 8:38:32 AM   Christoph Hein
    Der ehemalige australische Premier und gescheiterter Kandidat als UN-Generalsekrtär, Kevin Rudd, weist daraufhin, dass Asien inzwischen ein globaler Waffenbasar sei. Seit 2014 sind die Ausgaben der Asiaten für Waffen höher als in Europa. "Das erhöht die Risiken."
  • 11/5/2016 9:00:59 AM   Christoph Hein
    Richard Hu, Politologe aus Hongkong, sagt, die Sicherheitslage in Asien sei besser, als die Medien (und Staatssekretär Ederer) sie darstellen. Aber er stimmt zu, dass es keine Sicherheitsarchitektur wie in Europa gebe. Dafür sei die ökonomische Dynamik so überwältigend, dass die Länder darüber verbunden seien.
  • 11/5/2016 9:12:42 AM   Christoph Hein
    Ist es möglich, einen militärischen Konflikt in Asien zu vermeiden, fragt hingegen Ederer. Wahrscheinlich ja, gibt er sich selbst die Antwort. Allerdings nur, wenn Nordkorea im Zaum gehalten werden kann. Denn Amerika werde sich zum Eingreifen gezwungen sehen, sobald Nordkorea Atomwaffen entwickelt habe, die die US-Küste erreichten.
  • 11/5/2016 9:21:02 AM   Christoph Hein
    Auch Rudd hält Nordkorea für den gefährlichsten Konflikt. "Der Konflikt ist schmutzig. Entweder akzeptiert man sie als Atommacht. Oder man hindert sie mit diplomatischen oder militärischen Mitteln daran." Auch Pakistan bleibt gefährlich: "Es braucht noch einen Anschlag wie in Bombay, und Indien steht unter Zugzwang."
  • 11/5/2016 9:31:20 AM   Christoph Hein
    Auch Aussenstaatssekretär Ederer kontert Gabriels früheres Statement, die EU habe keine Chinastrategie. "Sie ist gerade überarbeitet worden."
  • 11/5/2016 9:32:51 AM   Christoph Hein
    Rudd sagt, was er als Premier nicht gesagt hätte: "Die EU nimmt man in dieser Region als Instituition nicht ernst. Deutschland aber sehr wohl!"
  • 11/5/2016 9:45:39 AM   Christoph Hein
    Das letzte Wort dieser 15. APK hat nun APA-Chef Hubert Lienhard. "Die Welt braucht mehr Globalisierung, nicht weniger", sagt er. "Wir müssen die Kluft zwischen Wirtschaft und Gesellschaft schliessen." Populismus und Protektionismus müsse widerstanden werden.
  • 11/5/2016 9:48:14 AM   Christoph Hein
    Die nächste APK wird - wie die F.A.Z. schon meldete - 2018 in Jakarta zusammentreten.
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