BerlinNURDPA

BerlinNURDPA

  • 12/20/2016 7:21:12 PM   dpa-live Desk

    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nimmt den Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sich in Anspruch. Das IS-Sprachrohr Amak meldet im Internet, ein IS-Kämpfer sei für den Angriff verantwortlich gewesen. Ob diese Behauptung der Wahrheit entspricht, ist nicht bestätigt.

  • 12/20/2016 7:34:36 PM   dpa-live Desk

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich gegen eine voreilige politische Debatte über schärfere Sicherheitsmaßnahmen gewandt. «Es hat keine einzige Beerdigung stattgefunden. Wir kommen aus einem Gottesdienst, der im Fernsehen übertragen wurde, und da war das Thema Trauer und Gemeinsamkeit», sagte der CDU-Politiker im ZDF. «Und in dieser Lage und heute beteilige ich mich nicht an politischen Debatten» über die Sicherheitsarchitektur und die Flüchtlingspolitik. 

  • 12/20/2016 7:37:18 PM   dpa-live Desk

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Bürger der Stadt aufgerufen, sich nicht von dem Weihnachtsmarkt-Anschlag einschüchtern zu lassen. «Richtig ist: Die Augen offen zu halten, sich umzusehen, wachsam zu sein», sagte Müller in der ARD. Man könne sich aber in der Öffentlichkeit bewegen. «Es gibt keinen Grund für Angst oder sich zu Hause einzuschließen.» Die Weihnachtsmärkte in der Stadt würden zusätzlich gesichert, etwa durch Betonklötze, um Nachahmungstaten zu vermeiden

  • 12/20/2016 8:17:32 PM   dpa-live Desk

    Nach der Inanspruchnahme des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt durch die IS-Terrormiliz hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf Besonnenheit gedrungen. «Diese angebliche Bekennung des sogenannten Islamischen Staates - das ist ja in Wahrheit eine Terrorbande - haben wir gerade erst bekommen», so der CDU-Politiker in der ARD.  Es gebe Ermittlungsansätze, die würden verfolgt. «Wir sollten die Sicherheitsbehörden ihre Arbeit machen lassen. Die arbeiten mit Hochdruck. Und niemand wird ruhen, bis nicht der Täter oder die Täter gefasst sind», erklärt der Minister.

  • 12/20/2016 8:25:25 PM   dpa-live Desk

    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert und ihr sein Beileid übermittelt. Erdogan habe Merkel ausgerichtet, dass er den Schmerz Deutschlands angesichts des Anschlags teile, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Quellen im Präsidialamt in Ankara. Zuvor hatte bereits das türkische Außenministerium den Anschlag scharf verurteilt und Deutschland Solidarität zugesichert

  • 12/20/2016 8:37:49 PM   dpa-live Desk

    Die Polizei in Berlin hat 25 Stunden nach dem Anschlag den bislang gesperrten Kurfürstendamm wieder für den Verkehr freigegeben.

  • 12/20/2016 8:46:13 PM   dpa-live Desk

    Der Breitscheidplatz selbst wird aber auf absehbare Zeit nicht wieder geöffnet.

  • 12/20/2016 10:31:40 PM   dpa-live Desk
  • 12/20/2016 10:35:51 PM   dpa-live Desk

    Unter den Opfern des Terroranschlags sind wahrscheinlich auch mehrere Ausländer. Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wird eine 31-jährige Frau aus Sulmona in den Abruzzen vermisst, die seit mehreren Jahren in Berlin lebt. Ihr Handy sei am Ort des Anschlags am Breitscheidplatz gefunden worden.

    Vermisst wird auch eine Frau aus Israel, die am Montagabend mit ihrem Mann auf dem Weihnachtsmarkt war. Der Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, man fürchte um das Leben der Frau.  

  • 12/21/2016 8:07:43 AM   dpa-live Desk

    Bundespräsident Joachim Gauck will Verletzte des Weihnachtsmarkt-Anschlags besuchen. Dazu fährt das Staatsoberhaupt am Vormittag in das Virchow-Klinikum der Charité, wie das Bundespräsidialamt mitteilt. Gauck hatte bereits das große Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer und die Verletzten betont. «Wir werden sie nicht allein lassen in ihrem Schmerz», sagte er gestern. 

  • 12/21/2016 8:29:43 AM   dpa-live Desk

    Zu der Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestages zum Anschlag in Berlin werden unter anderem Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen erwartet. Dies teilt die Verwaltung des Gremiums mit. Vorgesehen seien auch die Teilnahmen von Generalbundesanwalt Peter Frank, des Präsidenten des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, des Chefs der Bundespolizei, Dieter Romann, und Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD). 


    Foto: Rainer Jensen, dpa
  • 12/21/2016 8:51:10 AM   dpa-live Desk

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller ist bemüht, die Bevölkerung zu beruhigen. «Man muss keine Angst haben. Das wäre ja jetzt fatal, wenn man sich zu Hause einschließt und nicht mehr rausgeht», sagt er im ZDF-«Morgenmagazin». Dafür gebe es auch keinen Anlass. «Es ist richtig, dass wir auch darauf aufmerksam machen, dass wir eine angespannte Situation haben, dass man wachsam sein sollte.» Die Polizeipräsenz sei an «entsprechenden Punkten» deutlich erhöht worden. Außerdem seien Maßnahmen getroffen worden, um den Täter schnell zu finden. Man könne sich weiterhin gut bewegen in Berlin.

    Müller warnt davor, den Anschlag parteipolitisch auszunutzen. «Gerade das, was wir aus Bayern hören, das ist in dieser Situation wirklich unanständig», sagte er mit Blick auf die Äußerungen von Bayerns Regierungschef Horst Seehofer.


    Foto: Maurizio Gambarini, dpa
  • 12/21/2016 9:07:25 AM   dpa-live Desk

    Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl warnt nach dem Terroranschlag vor voreiligen politischen Schlüssen. «Wir sollten zunächst immer die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit machen lassen», sagt er dem SWR. «Wenn dann Ergebnisse vorliegen, die belastbar sind, dann kann man eine faktenbasierte Diskussion führen.» Und mit Blick auf Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der gefordert hatte, die Zuwanderungspolitik nun zu überdenken, ergänzt Strobl: «Das war gestern nicht sehr klug, über eine Person zu spekulieren, von der sich dann herausstellt, dass sie mit der Tat gar nichts zu tun hat.» 

  • 12/21/2016 9:27:53 AM   dpa-live Desk

    Nach dem Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt findet manch einer Trost in einem bald 40 Jahre alten Zitat von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt (1918-2015). «Sie mögen in diesem Augenblick ein triumphierendes Machtgefühl empfinden. Aber sie sollen sich nicht täuschen. Der Terrorismus hat auf die Dauer keine Chance», erklärte der SPD-Politiker nach dem Mord an dem Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer durch die RAF im Oktober 1977. 

    «Denn gegen den Terrorismus steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus steht der Wille des ganzen Volkes. Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten», sagte Schmidt weiter. Das Zitat sowie Videoaufnahmen von der Ansprache waren nach dem Anschlag in den sozialen Netzwerken vielfach gepostet oder geteilt worden und war auch im Radio zu hören.

    YouTube | by gronzmann
  • 12/21/2016 9:38:28 AM   dpa-live Desk

    Der Anschlagsort am Morgen. Der Breitscheidplatz bleibt weiter abgeriegelt. 


    Foto: Paul Zinken, dpa
  • 12/21/2016 9:50:04 AM   dpa-live Desk

    Während Polizisten das Areal rund um die Gedächtniskirche weiter bewachen... 


    Foto: Paul Zinken, dpa
  • 12/21/2016 9:51:33 AM   dpa-live Desk

    ...bekunden Passanten weiterhin ihre Anteilnahme und gedenken der Opfer.


    Foto: Paul Zinken, dpa
  • 12/21/2016 9:56:25 AM   dpa-live Desk

    Einige Kilometer entfernt kommt das Bundeskabinett im Kanzleramt zusammen.


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/21/2016 9:59:46 AM   dpa-live Desk

    Unter der Leitung von Kanzlerin Angela Merkel wird das Kabinett unter anderem über die Lage nach dem Terrorakt in der Hauptstadt beraten.


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/21/2016 10:27:05 AM   dpa-live Desk

    Nach dem Anschlag gehen Sicherheitskreise von «unmittelbar bevorstehenden Maßnahmen» in Nordrhein-Westfalen aus. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur.

  • 12/21/2016 10:31:56 AM   dpa-live Desk

    UPDATE Die Polizei fahndet Medienberichten zufolge bundesweit nach einem Verdächtigen. Im Fußraum des Führerhauses des Lkw, der am Montagabend in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast war, wurde laut der Mainzer «Allgemeinen Zeitung» eine Duldung mit den Personalien gefunden. Nach «Bild.de»-Informationen lag das Dokument unter dem Fahrersitz. Es sei auf einen Tunesier ausgestellt. Über Herkunft und Alter gab es verschiedene Angaben.

    Die Dokumente seien im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen ausgestellt worden. Sicherheitskreise gehen aktuell von «unmittelbar bevorstehenden Maßnahmen» der Behörden in dem Bundesland aus, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Nach Informationen der «Allgemeinen Zeitung» und von «Spiegel Online» nutzte der Verdächtige mehrere Personalien. Demnach ist er zwischen 21 und 23 Jahre alt.

  • 12/21/2016 10:49:32 AM   dpa-live Desk

    Der Gesuchte sei der Polizei wegen Körperverletzung bekanntberichtet «Bild.de», habe aber nicht angeklagt werden können, weil er untergetaucht sei. Der Mann gelte als Gefährder. Er sei eingebettet in ein großes Islamisten-Netzwerk.

    Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagt auf Nachfrage, die Behörde äußere sich nicht zum aktuellen Ermittlungsstand.

  • 12/21/2016 11:00:36 AM   dpa-live Desk

    Führende AfD-Politiker haben sich zu einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt am Abend angekündigt. Sowohl Thüringens Landes- und Fraktionschef Björn Höcke, als auch der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland haben ihre Teilnahme zugesagt. Gauland hatte gestern die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung für den Anschlag verantwortlich gemacht. «Es reicht!», schreibt Höcke zu der Mahnwache auf Facebook. «Gesicht zeigen in Berlin! Den Opfern des feigen Anschlags ein würdiges Gedenken.» Zu den Veranstaltern gehört den Angaben nach der Ideologe der Neuen Rechten, Götz Kubitschek

  • 12/21/2016 11:02:47 AM   dpa-live Desk

    Bundesjustizminister Heiko Maas mahnt zu Besonnenheit in der politischen Debatte über Konsequenzen. «Wir müssen alles tun, um diesen abscheulichen Anschlag aufzuklären. Der oder die Täter müssen mit der ganzen Härte des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen werden», sagt der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die beste Antwort auf den Hass von Terroristen sei der wehrhafte Rechtsstaat. «Niemand sollte versuchen, dieses abscheuliche Verbrechen für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Wer es dennoch tut, entlarvt sich selbst als verantwortungslos.»


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/21/2016 11:29:27 AM   dpa-live Desk

    Bundespräsident Joachim Gauck hat den Verletzten des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt die Anteilnahme der ganzen Nation übermittelt. «Die Menschen sollen spüren, dass sie nicht allein sind», sagt Gauck nach einem Besuch bei Verletzten im Virchow-Klinikum der Charité. Gauck dankte auch den Ärzten und Pflegekräften für ihren Einsatz.  

    In Gesprächen mit Verletzten sei er von ihrer Gefasstheit beeindruckt gewesen. «Ich habe sie an die Kräfte erinnert, die in ihnen sind», sagt der Präsident. Unter anderem habe er mit einem Mann gesprochen, «der verletzt wurde, weil er geholfen hat», sagt Gauck. Der Mann sei bei der Rettung der Verletzten von einem herabstürzenden Balken im Genick getroffen worden. 


    Foto: Kay Nietfeld, dpa
  • 12/21/2016 11:39:11 AM   dpa-live Desk

    Nach dem Anschlag soll der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz am Donnerstag wieder geöffnet werden. Das sagt eine Sprecherin des Schaustellerverbands Berlin auf Anfrage. Alle anderen Weihnachtsmärkte in der Bundeshauptstadt machen bereits heute wieder auf. 


    Foto: Britta Pedersen, dpa
  • 12/21/2016 11:51:05 AM   dpa-live Desk

    Grablichter und Polizei-Absperrungen dominieren weiterhin Teile des Areals rund um die Gedächtniskirche. 


    Foto: Britta Pedersen, dpa
  • 12/21/2016 11:55:37 AM   dpa-live Desk

    Unweit des Anschlagsortes ist die Polizeipräsenz noch immer unübersehbar.


    Foto: Britta Pedersen, dpa
  • 12/21/2016 12:01:40 PM   dpa-live Desk

    Einzelne Beamte sichern den Breitscheidplatz mit Maschinenpistolen. 


    Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa
  • 12/21/2016 12:13:23 PM   dpa-live Desk

    Derweil untersuchen Beamte am Friedrich-Krause-Ufer im Berliner Westhafen jenen Ort...


    Foto: Kay Nietfeld, dpa
  • 12/21/2016 12:16:05 PM   dpa-live Desk

    ... an dem der Lkw vor seiner Fahrt auf den Weihnachtsmarkt geparkt haben soll. 


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/21/2016 12:26:26 PM   dpa-live Desk

    Frankreichs Präsident François Hollande und mehrere Regierungsmitglieder haben sich in der deutschen Botschaft in Paris in einem Kondolenzbuch eingetragen. Der Staatschef wurde dabei von Premierminister Bernard Cazeneuve, Außenminister Jean-Marc Ayrault und Europa-Staatssekretär Harlem Désir begleitet. 

    Hollande hatte vorher beim Verlassen des Élyséepalastes die Solidarität mit Deutschland bekräftigt. «Wir sind an ihrer Seite», sagte er. Es gebe einen permanenten Kontakt mit den «deutschen Freunden», so Hollande. 



  • 12/21/2016 12:33:50 PM   dpa-live Desk

    Der «Begegnungschor», ein Berliner Flüchtlingschor, und der «Everybody Can Sing Chor» der Gedächtniskirche singen gemeinsam nahe des Anschlagsortes.


    Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa
  • 12/21/2016 1:00:57 PM   dpa-live Desk

    Der neue Tatverdächtige nach dem Anschlag ist den Ermittlern als Gefährder bekannt, dem jederzeit ein Anschlag in Deutschland zugetraut wird. Der Mann habe sich wechselweise in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgehalten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Sicherheitskreisen. 

    Es geht den Informationen zufolge um einen Tunesier, dessen Asylantrag abgelehnt wurde und in der Bundesrepublik geduldet wurde. Zuvor hatten die «Bild»-Zeitung, die Mainzer «Allgemeine Zeitung» und der «Spiegel» über den Fall berichtet. Abgelehnte Asylbewerber können in Deutschland geduldet werden, wenn ihnen bei einer Abschiebung ins Heimatland dort Verfolgung drohen würde, wenn sie keine Papiere haben oder krank sind. 

  • 12/21/2016 1:38:42 PM   dpa-live Desk

    "You will not devide us" und "We are all Berliners" -  die Solidaritätsadressen der Chormitglieder:

    (Foto: Britta Pedersen, dpa)
  • 12/21/2016 1:43:52 PM   dpa-live Desk

    Der unter dem Namen Anis A. gesuchte Tunersier soll in der Islamistenszene vernetzt sein. Nach Informationen von «Süddeutscher Zeitung», NDR und WDR war der Verdächtige als Gefährder eingestuft.

    Er habe Kontakte zum Netzwerk des kürzlich verhafteten Salafisten-Predigers Abu Walaa unterhalten. Seit Dezember 2016 sei der Mann abgetaucht. Generalbundesanwalt Peter Frank sagte nach dpa-Informationen in der nichtöffentlichen Sitzung des Innenausschusses, der Verdächtige sei in Gefährderkreisen bekannt.

  • 12/21/2016 1:47:53 PM   dpa-live Desk

    Anis A. soll bereits Ende November Gegenstand einer Sitzung des gemeinsamen Terrorabwehrzentrums (GTAZ) von Bund und Ländern gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen.

    Der Mann habe sich wechselweise in Nordrhein-Westfalen und in Berlin aufgehalten und mit zahlreichen Identitäten gearbeitet.

  • 12/21/2016 2:06:30 PM   dpa-live Desk

    Wie Innenminister Thomas de Maizière mitteilte, ist der Tatverdächtige in ganz Europa zur Fahndung ausgeschrieben. Er betonte: «Es ist ein Verdächtiger, nicht zwingend der Täter.»

    Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt und es würden alle Spuren verfolgt. De Maizière sagte: «Dieser Verdächtige ist seit Mitternacht zu einer Fahndung ausgeschrieben und das in Deutschland und im Schengensystem. Das heißt also auch in Europa.»

    Der Minister erklärte, er werde die vielen Spekulationen in Medien über den aufenthaltsrechtlichen Status des Mannes und Verdachtsmomente weder bestätigen noch dementieren. «Uns ist wichtig, dass man diesen Verdächtigen findet. (...) Das Ergebnis zählt und nicht die Schnelligkeit von Spekulationen.»

  • 12/21/2016 2:14:53 PM   dpa-live Desk

    Der zur Fahndung ausgeschriebene Anis A. wurde von den Behörden als "Gefährder" eingestuft. Was aber ist ein Gefährder?

    Unter einem islamistischen Gefährder verstehen die Sicherheitsbehörden einen gewaltbereiten Islamisten. Derzeit trauen Polizei und Geheimdienste 549 Personen aus der Islamisten-Szene in Deutschland einen Terrorakt zu (Stand 21. Dezember 2016).

  • 12/21/2016 2:19:47 PM   dpa-live Desk

    Auf das BKA-Hinweisportal zum Anschlag in Berlin hat es einen Hackerangriff gegeben. Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigt einen Bericht der Funke-Zeitungen. Gestern sei die sei die Seite bka-hinweisportal.de zwischen 17 und 19.30 Uhr deshalb nicht erreichbar gewesen. Es handelte sich den Angaben zufolge um eine sogenannte DDOS-Attacke, bei der die Rechner so lange mit Anfragen bombardiert werden, bis die Software nicht mehr mitkommt. Es seien sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet worden, dann habe die Seite wieder funktioniert, erklärt eine BKA-Sprecherin.

    Auf dem Portal - auch «Boston Cloud» genannt - können Zeugen Fotos oder Videos mit Hinweisen zu dem Anschlag hochladen.


    Screenshot: bka-hinweisportal.de /dpa
  • 12/21/2016 2:29:30 PM   dpa-live Desk

    Unterdessen haben auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein italienischer Amtskollege Angelino Alfano auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ihre Trauer bekundet und sich in das ausliegende Kondolenzbuch eingetragen.

    Laut Steinmeier hat Deutschland «vielfältige Zeichen der Solidarität» aus aller Welt bekommen. Deutschland könne sich darauf verlassen, nicht allein dazustehen.

    Er bedankte sich ganz besonders bei der Polizei und den Rettungskräften für ihren Einsatz. Alfano sagte, die Feinde der Freiheit wollten mit Angst unsere Art zu leben zerstören.

    «Der Kampf gegen den Terror ist auch Kampf für die Freiheit.»

    (Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa)
  • 12/21/2016 2:46:26 PM   dpa-live Desk

    Italiens Außenminister Alfano (l.) und Bundesaußenminister Steinmeier in der Gedächtniskirche. Foto: Tobias Schwarz; AFP Pool
  • 12/21/2016 2:46:36 PM   dpa-live Desk

    Mit ernster Miene: Alfano trägt sich ins Kondolenzbuch ein. Foto: Tobias Schwarz; AFP Pool
  • 12/21/2016 2:46:36 PM   dpa-live Desk

    Arm in Arm: Alfano bekundet mit einer Umarmung seinem Amtskollegen nochmals sein Beileid. Foto: Tobias Schwarz, AFP Pool
  • 12/21/2016 2:51:15 PM   dpa-live Desk

    Der Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag in Berlin wurde im Juni 2016 als Asylbewerber abgelehnt. Der Mann habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er keine gültigen Ausweispapiere bei sich hatte, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger Düsseldorf.

    Gegen den Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Anschlag in Berlin hat das Landeskriminalamt NRW ein Verfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat initiiert.

    Das sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. Die Ermittlungen dazu seien in Berlin geführt worden. Dort habe der Verdächtige seit Februar 2016 seinen Lebensmittelpunkt gehabt und sei nach heutigem Kenntnisstand zuletzt nur kurz in Nordrhein-Westfalen gewesen.

    Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse über ihn im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum ausgetauscht, zuletzt im November 2016.

Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform