BerlinNURDPA

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  • 12/23/2016 1:52:29 PM   dpa-live Desk

    Auch das IS-Sprachrohr Amak bestätigt den Tod Anis Amris. Dies meldet unter anderem Rita Katz, Direktorin der US-Terrorbeobachtungsstelle Siteund verweist auf ein veröffentlichtes Internetvideo, auf dem der mutmaßliche Berlin-Attentäter zu sehen sein soll. Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört der 24-Jährige dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

  • 12/23/2016 2:06:34 PM   dpa-live Desk

    Der auf dem Video zu sehende junge Mann richtet sich dabei an die «Kreuzzügler»: «Wir kommen zu Euch, um Euch zu schlachten, Ihr Schweine.» Es werde Rache für das Blut von Muslimen geben, das vergossen wurde. Dabei steht Anis Amri offensichtlich auf einer Brücke. Hinter ihm ist ein Gewässer zu sehen. Die Aufnahme könnte in Deutschland aufgenommen worden sein.



  • 12/23/2016 2:21:12 PM   dpa-live Desk

    Die Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mittlerweile begonnen. Sie gibt im Kanzleramt vor den Medienvertretern ihr Statement ab.


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/23/2016 2:22:00 PM   dpa-live Desk
    Großer Dank an die italienische Polizei. Ich wünsche dem verletzten Polizisten rasche Genesung.

    Kanzlerin Angela Merkel.
  • 12/23/2016 2:23:30 PM   dpa-live Desk

    Die Kanzlerin zum Tod von Anis Amri: «Wir können (...) erleichtert sein, dass eine Gefahr beseitigt ist.»

  • 12/23/2016 2:26:11 PM   dpa-live Desk

    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigt eine schnelle Überprüfung sämtlicher Aspekte des Terroranschlags von Berlin an. Der Fall werfe eine Reihe von Fragen auf, so Merkel. «Wir werden jetzt mit Nachdruck prüfen, inwieweit staatliche Maßnahmen verändert werden müssen.» 

  • 12/23/2016 2:26:21 PM   dpa-live Desk

    Merkel habe Innenminister Thomas de Maizière gebeten, mit Justizminister Heiko Maas und den Sicherheitsbehörden jeden Aspekt des Falles zu analysieren und die Ergebnisse «baldmöglichst» vorzulegen. Daraus könnten politische und gesetzliche Konsequenzen gezogen werden. 

  • 12/23/2016 2:28:32 PM   dpa-live Desk
    Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat, unsere Werte und unsere Mitmenschlichkeit - sie sind der Gegenentwurf zur hasserfüllten Welt des Terrorismus und werden stärker sein.

    Kanzlerin Angela Merkel.
  • 12/23/2016 2:29:23 PM   dpa-live Desk

    «Die Gefahr des Terrorismus insgesamt besteht wie seit vielen Jahren weiter», sagt Merkel. Für sie wie für die gesamte Bundesregierung sei es oberste Pflicht des Staates, die Bürger zu schützen.


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/23/2016 2:31:33 PM   dpa-live Desk

    In Folge des Terroranschlags dringt die Bundeskanzlerin auf schnellere Abschiebungen nach Tunesien. Sie habe dem tunesischen Präsidenten Beji Caid Essebsi telefoniert, sagt Merkel. «Ich habe dem Präsidenten gesagt, dass wir den Rückführungsprozess noch deutlich beschleunigen und die Zahl der Zurückgeführten weiter erhöhen müssen.» Bei der Frage der Rückführungen habe es im laufenden Jahr bereits Fortschritte gegeben. Nach dem Anschlag war bekannt geworden, dass eine Abschiebung des mutmaßlichen Täters, des Tunesiers Anis Amri, gescheitert war.

  • 12/23/2016 2:37:55 PM   dpa-live Desk
    Um unser aller Schutz zu gewährleisten, müssen wir weiter und intensiv arbeiten. Darauf können Sie sich verlassen.

    Kanzlerin Angela Merkel über die Aufgabe des Staates, für Sicherheit der Bürger zu sorgen.
  • 12/23/2016 2:41:16 PM   dpa-live Desk

    Wie die Kanzlerin, dankt auch der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella den beiden Polizisten. Innenminister Marco Minniti möge seine herzlichsten Glückwünsche übermitteln, zitiert die italienische Nachrichtenagentur Ansa Mattarella. Die beiden Polizisten hätten in Sesto San Giovanni bei Mailand professionell und mutig gehandelt.

  • 12/23/2016 2:43:59 PM   dpa-live Desk

    Kurzer Blick nach Oberhausen: Wegen der möglichen Vorbereitung eines Anschlags auf das riesige Einkaufszentrum Centro bleiben die beiden festgenommenen Männer vorerst in Polizeigewahrsam. Der Beschluss des zuständigen Richters sehe vor, dass die beiden Männer zunächst bis zum morgigen Samstag im Polizeigewahrsam bleiben, teilt die Polizei Essen mit. Staatsschutz und weitere Kriminalbeamte ermittelten, ob sich der Anfangsverdacht weiter konkretisieren lasse.

    Wie bereits berichtet, nach einem Hinweis aus Sicherheitskreisen gebe es einen Verdacht, dass sie möglicherweise einen Anschlag auf das Centro geplant haben könnten. Die 28 und 31 Jahre alten und im Kosovo geborenen Brüder waren in der Nacht in Duisburg-Marxloh festgenommen worden. 


    Bewaffnete Polizisten sichern in Oberhausen den Weihnachtsmarkt vor dem Einkaufszentrum Centro. Foto: Bernd Thissen, dpa
  • 12/23/2016 2:55:51 PM   dpa-live Desk

    Auch Bundesjustizminister Heiko Maas hat inzwischen seine Pressekonferenz abgehalten. Hier das Wichtigste aus seinem Statement:



  • 12/23/2016 3:04:35 PM   dpa-live Desk

    Nach dem Tod von Anis Amri bleiben viele Fragen offen - hier ein Überblick: 

    · War Amri wirklich beim Anschlag im Lkw? Das scheint zumindest deutlich, aber nicht vollkommen geklärt. Vielleicht wurden seine Papiere auch als Bekenntnis oder als falsche Fährte absichtlich im Lkw abgelegt. Es könnte auch sein, dass sie im Kampf mit dem Speditionsfahrer verloren gingen, dessen Leiche auf dem Beifahrersitz gefunden wurde.

    · Wie gelangte der Täter an den Lastwagen? Polnische Medien berichten unter Berufung auf die Spedition von GPS-Daten, die zeigten, dass der Wagen in Berlin am Tag der Tat mehrmals gestartet worden sei. Der Kontakt zwischen Spedition und Fahrer riss ab. Was dann bis zum Anschlag passierte ist nicht klar. 

    · Wo ist Amri nach dem Ende der Observation in Berlin abgeblieben? Bis September wurde er überwacht, dann verliert sich seine Spur. Die «Süddeutsche Zeitung», NDR und WDR berichten, er sei im Dezember untergetaucht.

    · Was ist mit den Papieren aus Tunesien? Nach Angaben des NRW-Innenministeriums trafen die für eine Abschiebung notwendigen Ausweispapiere aus Tunesien erst zwei Tage nach der Bluttat in Deutschland ein. Das könnte Zufall sein. 

    · War Amri ein Einzeltäter? Er könnte auch Komplizen gehabt haben. Es muss geklärt werden, ob er von außen gesteuert wurde oder aus eigener Initiative gehandelt hat. Nach seinem Tod konzentrieren sich die Ermittlungen zum Anschlag deshalb auch auf mögliche Helfer des Tunesiers.

  • 12/23/2016 3:11:37 PM   dpa-live Desk

    Medienberichte stimmen: Marokkanische Sicherheitsbehörden haben deutsche Kollegen im September und Oktober vor Anschlagsplänen des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri gewarnt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen gingen die Meldungen damals zeitgleich an den Bundesnachrichtendienst und das Bundeskriminalamt. Die Informationen aus Marokko dürften auch im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern in Berlin eine Rolle gespielt haben. Marokkanische Sicherheitskreise bestätigen, dass es von ihrer Seite zwei entsprechende Warnungen gegeben habe.

    Zunächst hatte die Tageszeitung «Die Welt» berichtet, der marokkanische Geheimdienst soll die Warnungen am 19. September und am 11. Oktober weitergeleitet haben. Das Blatt beruft sich auf Informationen aus der marokkanischen Regierung. Konkret sei es um die Gesinnung Amris gegangen und seine Bereitschaft, einen Terroranschlag durchzuführen. Innenminister Thomas de Maizière sagte auf eine Frage zu der Warnung aus Marokko auf der Pressekonferenz: «Ich kann darüber keine Aussage machen.» Er fügte hinzu, es gebe «sehr viele Gerüchte in diesem Fall».

  • 12/23/2016 3:17:39 PM   dpa-live Desk

    Neue Details: Die Mailänder Polizeiführung schildert detailliert das nächtliche Zusammentreffen mit Anis Amri. Der 24-Jährige sei sehr ruhig gewesen, habe Italienisch gesprochen, wenn auch mit ausländischem Akzent. Den Polizisten sagte er demnach, er sei aus der südlichen Region Reggio Calabria, doch der Akzent habe den Beamten Christian Movio aufhorchen lassen. Movio forderte Amri auf, seinen Rucksack zu leeren. Daraufhin habe dieser eine geladene entsicherte Pistole des Kalibers 22 aus der Jacke hervorgeholt - und geschossen. Movio sei an der Schulter getroffen worden.

    Der jüngere 29-jährige Polizist Luca Scatà, der sich hinter dem Streifenwagen versteckte, erwiderte das Feuer. Amri rief: «Polizisten-Bastarde». Scatà habe zwei Mal geschossen, dabei habe er Amris Brustkorb getroffen. Alle Reanimationsversuche der Polizisten waren vergeblich, nach zehn Minuten starb Amri, wie es heißt.



  • 12/23/2016 3:40:38 PM   dpa-live Desk

    Die FDP fordert eine unabhängige Expertenkommission, die den Anschlag aufklärt. «Die Untersuchung sollte nicht regierungsintern ablaufen», erklärt FDP-Chef Christian Lindner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Eine unabhängige Einschätzung sollte auch im Interesse der Regierung sein.»

    Kanzlerin Angela Merkel hatte, wie bereits berichtet, zuvor Innenminister Thomas de Maizière mit der Aufklärung und Untersuchung des Falls beauftragt. «Wir müssen wissen, wie es zu dem schrecklichen Anschlag kommen konnte», so Lindner.


    FDP-Chef Christian Lindner. Foto: Gregor Fischer, dpa/Archiv
  • 12/23/2016 3:45:48 PM   dpa-live Desk

    Bei einem nach dem Terroranschlag durchgeführten Insa-Meinungstrend kann die Alternative für Deutschland (AfD) in einer neuen Umfrage in der Wählergunst deutlich zulegen. Die Rechtspopulisten kommen auf 15,5 Prozent, wie die «Bild»-Zeitung berichtet. Das sind 2,5 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Dieses Jahreshoch von 15,5 Prozent hatte die Partei bei Insa zuvor bereits Ende September erreicht. Die CDU verliert demnach 1,5 Prozentpunkte und liegt bei 31,5 Prozent, ebenso büßt die SPD einen Prozentpunkt ein. Die FDP liegen bei sechs Prozent, Linke und Grüne bleiben unverändert.

  • 12/23/2016 3:53:01 PM   dpa-live Desk

    Aus Rücksicht auf Berliner Opfer gibt es heute Abend kein «Tatort»-Krimi: Die ARD verschiebt den Neujahrs-«Tatort» aus Dortmund. Grund: Der Film «Sturm» des WDR endet mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten. Der Film wecke mit seinen Bildern und Eindrücken «Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin», so Programmdirektor Volker Herres in einer Mitteilung. Der Film werde nun auf den 29. Januar verschoben. Stattdessen ist am Neujahrstag nun der «Tatort: Söhne und Väter» vom Hessischen Rundfunk vorgesehen, der ursprünglich am 29. Januar laufen sollte.

  • 12/23/2016 3:56:34 PM   dpa-live Desk

    Mit dem Lied «We Are The World» haben Musiker am Brandenburger Tor ein Solidaritätskonzert im Gedenken an den Terroranschlag eröffnet. Unter dem Motto «Together Berlin» soll die Aktion ein Zeichen setzen. «Wir wollen uns Freundschaft, Verbundenheit und Liebe im Leben nicht nehmen lassen», erklärt der Veranstalter Rainer Wohltat. Auf der Liste der Musiker stehen Max Giesinger, Elen, Triple L und Valerio Lombardo.


    Foto: Paul Zinken, dpa
  • 12/23/2016 4:05:15 PM   dpa-live Desk

    Der Vollständigkeit halber - das Statement von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Fall Anis Amri in voller Länge im Video:



  • 12/23/2016 4:15:41 PM   dpa-live Desk

    Die Berliner Behörden prüfen ein mögliches Verbot des Moschee-Vereins «Fussilet 33», in dem auch Anis Amri verkehrt haben soll. Derzeit werde geprüft, «ob man hier kurzfristig tätig werden kann», erklärt Innenstaatssekretär Torsten Akmann. Es gehe um die Frage, ob «Verbotstatbestände» vorliegen, die einen solchen Schritt rechtfertigten. Über ein Verbot war bereits 2015 diskutiert worden.

    Der Moschee-Verein im Stadtteil Moabit, dessen Räume bei der Suche nach dem mutmaßlichen Attentäter in dieser Woche zweimal Ziel der Fahnder waren, wird im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime für den bewaffneten Kampf der IS-Terrormiliz in Syrien radikalisiert worden sein. Auch sei Geld für Terroranschläge in Syrien gesammelt worden.


    Der Hauseingang zu den Räumen des Moschee-Vereins «Fussilet 33» in Berlin-Moabit. Foto: Maurizio Gambarini, dpa
  • 12/23/2016 4:37:46 PM   dpa-live Desk

    Der kurz nach dem Anschlag festgenommene Pakistaner ist der Polizei aufgefallen, weil er schnell über eine Straße gerannt ist. «Ich war in der Nähe eines Parks und wollte meine U-Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren», erklärt Navid B. im Gespräch mit der «Welt am Sonntag». Er habe zurück in seine Unterkunft am Flughafen Tempelhof gewollt, um schlafen zu gehen. «Dabei musste ich eine Straße überqueren und rannte, weil mir Autos entgegenkamen.» Polizisten hätten ihn daraufhin angehalten.

    «Sie fragten mich, warum ich renne, und ich sagte ihnen, es war wegen der Autos. Dann kam meine U-Bahn, aber sie haben mich weiter festgehalten.» Er habe abgestritten, etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben. Er sei aber weiterhin in Gewahrsam gehalten worden. «Danach schickten sie mich in ein Hotel. Anschließend wurde ich in eine andere Flüchtlingsunterkunft gebracht, aber ich weiß nicht, wo sie sich befindet», so der Asylbewerber, der nach eigener Aussage vor einem Jahr nach Deutschland gekommen war.

  • 12/23/2016 4:50:51 PM   dpa-live Desk

    Sicherheitsvorkehrungen werden fortgesetzt: An Flughäfen, Bahnhöfen und in einem 30 Kilometer breiten Streifen an den Grenzen Deutschlands wird die Bundespolizei stark präsent sein. Das teilt das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mit. 

    An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gehen Beamte in voller Montur auf Streife. Zur auffälligen Ausrüstung der Beamten gehört vor allem die «MP5» - eine bei Polizeidienststellen weltweit verbreitete Maschinenpistole. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sind zur Stunde nicht nur mehr Kräfte im Einsatz, diese sind auch besonders aufmerksam und für mögliche Gefahren sensibilisiert, sagt ein Sprecher in Frankfurt/Main.


    Eine Beamtin der Bundespolizei sichert den Terminalbereich des Flughafens von Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler, dpa/Archiv
  • 12/23/2016 4:53:02 PM   dpa-live Desk

    Nach der Geldbörse hat die Polizei nach Informationen des Magazins «Der Spiegel» offensichtlich nun auch das Handy von Anis Amri gefunden. Das Mobiltelefon sei beim Lastwagen sichergestellt worden, berichtetet das Magazin. Die Auswertung des Mobiltelefons durch Spezialisten der Kriminaltechnik laufe derzeit auf Hochtouren, zitiert «Der Spiegel» aus Sicherheitskreisen.

    Der späte Fund, so heißt es aus Berliner Polizeikreisen, sei der «Akribie der Tatortarbeit» geschuldet. Man habe nach dem Prinzip Gründlichkeit vor Schnelligkeit gearbeitet. «Es gibt kriminaltechnische Standards, wie lange kriminaltechnische Untersuchungen dauern, die halten wir auch konsequent ein», so Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt.

  • 12/23/2016 5:05:07 PM   dpa-live Desk

    Ayman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, bei Twitter:



  • 12/23/2016 5:28:55 PM   dpa-live Desk

    Auch im Hinblick auf die Fahndung nach Anis Amri sind noch viele Fragen offen - die wichtigsten auf einen Blick: 

    · Warum wurde der Lkw erst am Tag nach der Terrorfahrt untersucht? Die Polizei begründet das mit einem planmäßigen Vorgehen bei der Spurensicherung. Der «Todeslaster» kam erst in die Halle einer Kaserne, ehe er genau untersucht wurde. Kritiker meinen, durch den späten Fund der Papiere sei wertvolle Fahndungszeit verschwendet worden.

    · Wie kam Amri nach dem Attentat nach Italien? Wann und wie er Berlin verlassen hat, ist nicht bekannt. Er soll laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa über Frankreich und Turin mit der Bahn nach Mailand gefahren sein.

    · Wo war er in der Zwischenzeit seit dem Anschlag? Das ist nicht bekannt. Es schien Hinweise zu geben, dass er noch in Berlin aufhalten könnte. So erhielt der Moschee-Verein «Fussilet 33» nochmals Polizei-Besuch. Wie sich kurz darauf herausstellte, war er zu dem Zeitpunkt schon tot.

    · Wo war er vor dem Anschlag? Er kam im Juli 2015 nach Deutschland. Erstmals tauchte in Freiburg auf, dann in NRW und schließlich in Berlin. Er war auch an anderen Orten wie Karlsruhe, Hildesheim und Oberhausen. In Berlin wurde vom 5. April bis 21. September seine Kommunikation per Handy oder Internet überwacht. Das Ergebnis der verdeckten Überwachung: Er könnte als Kleindealer für Drogen tätig sein. Daher sei sie schließlich eingestellt worden.

  • 12/23/2016 5:32:26 PM   dpa-live Desk

    In Italien kommt Kritik an der Namensnennung der beiden Polizisten auf. Einer der beiden Beamten hatte Anis Amri erschossen. Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni und Innenminister Marco Minniti hatten darauf Christian Movio und Luca Scatà öffentlich gedankt und auch ihre Namen genannt

    Italienische Medien zitieren aus einem Schreiben des Polizeichefs Franco Gabrielli, in dem der vor möglicher Vergeltung gegen Polizisten warnt. Auf Twitter kritisieren Schreiber die Namensnennung, da dies die Polizisten gefährden könne. «Und ihre Adresse teilt ihr nicht mit? Neben den Fotos und den anderen Angaben würde nur noch das fehlen», kommentiert ein Nutzer zum Beispiel den Tweet des Innenministers. 



  • 12/23/2016 5:56:25 PM   dpa-live Desk

    Hilfe von der europäischen Polizeibehörde Europol für das Bundeskriminalamt bei den Ermittlungen:



  • 12/23/2016 6:22:05 PM   dpa-live Desk

    Einem Bericht des Magazins «Spiegel» zufolge sind alle zwölf Todesopfer des Attentats identifiziert. Bei dem Anschlag sollen sechs Männer und sechs Frauen getötet worden sein - eine Frau aus Tschechien, Italien und Israel sowie ein Pole (der getötete Lkw-Fahrer). Bei den übrigen acht Todesopfern handele es sich um Deutsche. Bundessozialministerin Andrea Nahles stellt laut RedaktionsNetzwerk Deutschland den Opfern des Anschlags eine Entschädigung in Aussicht. 

  • 12/23/2016 7:57:08 PM   dpa-live Desk

    Die traditionellen Gottesdienste am Heiligen Abend in diesem Jahr stehen besonders im Zeichen der Auseinandersetzung mit dem Terrorismus. Evangelische und katholische Kirche warnen davor, durch Angst oder Wut menschliches Miteinander zerstören zu lassen.

    Erstmals werden besonders symbolträchtige Kirchen aber auch geschützt werden. So hat die Kölner Polizei angekündigt, an den Zugängen zum Dom Beamte zu postieren. Vor dem Berliner Dom ist die Zufahrtsstraße gesperrt. Allerdings sollen die Gotteshäuser in Deutschland nach dem Willen der Kirchen offene Orte bleiben.

  • 12/23/2016 8:20:28 PM   dpa-live Desk

    Nach dem Anschlag in Berlin meidet jeder vierte Deutsche größere Menschenansammlungen. 27 Prozent halten sich demnach fern, 48 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen YouGov-Umfrage geben dagegen an, «ich verhalte mich diesbezüglich wie bisher». Zugleich halten 45 Prozent der Befragten «allgemein die Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen und öffentlichen Festen» für nicht ausreichend. Nach YouGov-Angaben halten 41 Prozent der Deutschen, dass die Sicherheitsmaßnahmen für ausreichend, 4 Prozent halten sie für übertrieben.

    Am bevorstehenden Silvesterabend wollen acht Prozent «aus Sicherheitsgründen voraussichtlich keine öffentliche Feier besuchen», vier Prozent ziehen eine Absage in Betracht. Die meisten halten allerdings an ihren Plänen fest: 56 Prozent feiern nach eigener Aussage «ohnehin im kleineren Kreis», 13 Prozent wollen wie geplant an größeren öffentlichen Feiern teilnehmen


    Grafik: R. Mühlenbruch/A. Brühl
  • 12/23/2016 9:05:43 PM   dpa-live Desk

    Liebe Leserinnen und Leser, der Liveticker vom Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin endet an dieser Stelle. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und friedliches Weihnachtsfest.

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