Bombenalarm in Frankfurt

Bombenalarm in Frankfurt

  • Bombe entschärft - Gefahr gebannt
  • Frankfurter dürfen in die Wohnungen zurück
  • Größte Evakuierung der Nachkriegszeit geglückt
  • 9/3/2017 9:26:36 AM   Sebastian Eder
    Viele Frankfurter machen das Beste aus dem ungewöhnlichem Sonntag.
  • 9/3/2017 9:17:23 AM   Sebastian Eder
    Auch die Feuerwehr sagt: "Alles läuft nach Plan."
  • 9/3/2017 9:05:47 AM   Katharina Iskandar
    Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill zieht eine positive Zwischenbilanz. "Ein großes Lob an die Bürger, die verstanden haben, dass die Situation ernst ist." Die einzelnen Sektionen in dem Sperrgebiet seien inzwischen nahezu menschenleer. "Es hat einige Menschen gegeben, die hilfsbedürftig waren und die aus dem Gebiet gebracht werden mussten. Nur wenige haben sich dem Verlassen ihrer Wohnungen widersetzt. Letztlich konnten aber auch diese Anwohner dazu bewegt werden, sich an die Vorgaben zu halten." Die Polizei bereite sich auf die letzte Phase der Evakuierung vor: Derzeit befinde sich ein Hubschrauber im Anflug mit einer Wärmebildkamera, die erfassen soll, ob sich noch irgendjemand in der Sperrzone befinde. "Sobald die einzelnen Abschnitte freigeben sind, kann die Entschärfung beginnen."
  • 9/3/2017 8:57:28 AM   Christian Palm
    Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass die Entschärfung pünktlich beginnen kann. Unsere Reporter auf der Straße haben allerdings Zweifel daran.
  • 9/3/2017 8:54:35 AM   Theresa Weiß
    Immer mehr Menschen trudeln am Museumsufer ein. Eine junge Mutter aus dem Westend berichtet, dass sie schon im Filmmuseum war. Mit ihren zwei Kindern wird sie sich jetzt noch das Städel anschauen, danach gehe es ins Kino. "Das mit den Museen ist eine tolle Möglichkeit, aber nach dem Mittagessen werden wir wohl müde sein - bis 20 Uhr ist es einfach zu lang." Wie die Mitarbeiterinnen an der Kasse des Städels mitteilen, sind bisher etwa Hundert evakuierte Personen zum Museum gekommen.
  • 9/3/2017 8:51:15 AM   Christian Palm
  • 9/3/2017 8:42:50 AM   Christian Palm
    Liebe Leserinnen und Leser,
     
    aktuell gibt es in der FAZ.NET-App leider Probleme beim Abspielen der Videos. Wir bitten um Entschuldigung und arbeiten an einer Lösung.
  • 9/3/2017 8:41:21 AM   Falk Heunemann
    Für das Wichtigste ist gesorgt: Handyladestation in der Messehalle
     
  • 9/3/2017 8:34:00 AM   Sebastian Eder

    Die Ansage im Bus ist klar: "Wenn Sie sich vom Bus entfernen, muss ich Sie von der Polizei wieder einsammeln lassen." Jetzt hält das Fahrzeug noch mal am Straßenrand, die Polizei bringt ein spanisches Paar zum Busfahrer, das grade noch die Straße entlang geschlendert ist. "Nimm die bitte mal mit, die sprechen kein Deutsch, aber die müssen auch raus."

  • 9/3/2017 8:19:23 AM   Sebastian Eder

    In der Fürstenbergstraße steht ein Bus, in dem die letzten Anwohner aus der Sperrzone gesammelt werden, die von der Polizei noch angetroffen wurden. Eine Frau erklärt, dass auch sie eigentlich auf den Krankentransport gewartet habe. "Der sollte zwischen 6 und 8 Uhr kommen, um halb neun habe ich richtig Angst bekommen, dass sie mich vergessen haben." Dann habe die Polizei geklingelt und sie in den Bus gebracht. Der fährt jetzt los, Richtung Messehalle.

  • 9/3/2017 8:04:32 AM   Julia Anton

    Beste Beschäftigung beim Warten: In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lesen. Die wird in der Messehalle an die Evakuierten ausgeben.

  • 9/3/2017 7:49:26 AM   Christian Palm
    Das ist der aktuelle Zeitplan: Bis gegen 11 Uhr sollen noch diejenigen Menschen aus der Sperrzone rund um den Fundort herausgeholt werden, die das Gebiet nicht selbständig verlassen konnten. Nach Angaben der Feuerwehr sind rund 500 solcher Transporte angemeldet worden. Die mehr als 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe soll nach dem bisherigen Verlauf ab 12 Uhr entschärft werden. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes rechnen mit einer Dauer von rund vier Stunden. (dpa)
  • 9/3/2017 7:44:22 AM   Andreas Krobok

    Nicht alle Straßen, die in die Sperrzone führen, sind abgesichert. An der Schwarzburgstraße würde man nicht am Betreten gehindert. Mut zur Lücke, Hoffnung auf Vernunft oder zu wenig Beamte?

  • 9/3/2017 7:40:37 AM   Christian Palm
    Die Polizei stellt klar, was sie heute alles darf
     
  • 9/3/2017 7:39:50 AM   Sebastian Eder

    Auch eine Straße weiter wartet eine Frau im Rollstuhl in ihrer Wohnung darauf, dass sie abgeholt wird. Sie kann bei Bekannten unterkommen und ist extra früh aufgestanden, weil ihr keine Zeit genannt wurde, wann der Krankentransport kommt. Seit sechs Uhr sitzt sie in ihrer Wohnung und wartet. "Das zieht sich jetzt langsam schon."

  • 9/3/2017 7:26:13 AM   Sebastian Eder

    Als die Polizei klingelt, öffnet sich ein Fenster im dritten Stock. "Wissen Sie, dass Evakuierung ist?" "Ja, ich betreue eine Frau, die muss vom Krankentransport geholt werden." Für 11.30 Uhr habe sich der Dienst angekündigt. "Alles klar", ruft der Polizist, notiert den Namen und diktiert dem Mann am Fenster noch eine Nummer, bei der er sich melden soll, wenn der Fahrer nicht rechtzeitig kommt. Ob der Mann weiß, wo es hingeht später? "Nein, ich hoffe irgendwohin, wo es gute Suppe gibt."

  • 9/3/2017 7:16:47 AM   Katharina Iskandar
    Die Situation an der Hermannstraße hat sich entspannt: Die Durchsage der Polizei hat Wirkung gezeigt. Der Bewohner kommt heraus. Er behautet, er habe nicht gewusst, dass sich seine Wohnung in der Sperrzone befindet.
  • 9/3/2017 7:11:56 AM   Katharina Iskandar

    Deutliche Worte: Die Polizei ruft den Anwohner an der Hermannstraße per Lautsprecher auf, seine Wohnung zu verlassen.

  • 9/3/2017 7:08:07 AM   Sebastian Eder

    "Wir haben uns bisher drei Wohnungen notiert, in denen definitiv noch Leute drin sind", sagt einer der Polizisten, die im Sperrgebiet von Haus zu Haus ziehen. "Aber mehr als klingeln können wir nicht machen. Wir können nicht die Tür eintreten. Klar ist aber auch: Wenn bei denen irgendwas passiert, haben sie keinerlei Anspruch auf Entschädigung."

  • 9/3/2017 7:05:05 AM   Christian Palm
    Eine klare Ansage an die Evakuierungs-Verweigerer:
     
     
  • 9/3/2017 7:02:55 AM   Katharina Iskandar
    Der Anwohner an der Hermannstraße befindet sich immer noch in seiner Wohnung. Inzwischen reagiert er auch nicht mehr auf das Klingeln.
  • 9/3/2017 6:58:39 AM   Falk Heunemann
    Knapp 300 Menschen haben Zuflucht in der Messehalle gefunden, berichtet Oliver Pitsch von der Johanniter Unfallhilfe. In der Jahrhunderthalle sind es etwa ebenso viele. Es gibt Kaffee, Tee, Bananen und den Oberbürgermeister, der Hände schüttelt. “Alles sehr entspannt“, sagt Pitsch. Gut 140 Helfer sind in der Messehalle im Einsatz.
  • 9/3/2017 6:52:33 AM   Sebastian Eder

    An der Ecke Holzhausenstraße, Eschersheimer Landstraße ziehen Polizisten von Haus zu Haus, scannen die Gebäude von außen und klingeln dort, wo sie noch Leute vermuten. Aus der U-Bahnstation Holzhausenstraße tönt in Dauerschleife eine Räumungsaufforderung. In einer Nebenstraße wartet eine Seniorin mit einem kleinen Wagen der Feuerwehr auf ein größeres Auto. "Ich muss liegen können", sagt sie, auf ihren Rollator gestützt. Dann wird sie misstrauisch: "Wollen Sie bei mir einbrechen, weil Sie so neugierig sind?"

  • 9/3/2017 6:42:56 AM   Julia Anton

    OB Peter Feldmann (SPD) ist in der Messehalle, schüttelt Hände und verteilt Infomaterial: Für Bewohner der Evakuierungszone ist heute freier Eintritt in verschiedene Museen.

  • 9/3/2017 6:39:42 AM   Katharina Iskandar
    An der Hermannstraße hält sich die Polizei bereit, einen Anwohner aus seinem Haus zu holen. Er befindet sich noch in seiner Wohnung. Auf das Klingeln hat er reagiert, kommt jedoch nicht raus.
  • 9/3/2017 6:36:51 AM   Katharina Iskandar

    Polizeisprecher Alexander Kießling erklärt die Vorgehensweise der Beamten.

  • 9/3/2017 6:27:27 AM   Katharina Iskandar

    "LEER" - Manche Anwohner nehmen die Räumung mit Humor.

  • 9/3/2017 6:20:39 AM   Sebastian Eder

    Auch an der Alten Oper, die eigentlich im Sperrgebiet liegt, sind kurz nach acht noch viele Menschen unterwegs. Der Theologe Johannes Beutler ist gerade mit seinem Koffer auf dem Weg zum Bahnhof. "Ich wollte sowieso vier Tage nach Hamburg, jetzt gehe ich eben etwas früher zum Bahnhof und trinke noch einen Café." In Hamburg hat der 80-Jährige auch den Zweiten Weltkrieg als kleiner Junge miterlebt. "Wir saßen jeden Abend im Keller, als diese Bomen vom Himmel gefallen sind. Da gab es keine 1,5 Kilometer Abstand, die waren ja überall." Als Theologe stelle er sich bis heute die Frage nach der Rechtmäßigkeit eines solchen Krieges gegen die Zivilbevölkerung. "Die Nationalsozialisten haben mit dieser Art des Krieges leider angefangen, die Alliierten haben das dann nachgemacht." Im Hintergrund, vor der Alten Oper, tanzt und singt währenddessen eine Gruppe orthodoxer Juden.

  • 9/3/2017 6:18:31 AM   Katharina Iskandar
    Auch mit den U-Bahnen scheint es Probleme zu geben. Eine ältere Dame aus dem
    Nordend wollte vor acht Uhr mit der U5 aus der Sperrzone hinausfahren. Die Bahn kam jedoch nicht. Jetzt sitzt sie an der Glauburgstraße fest.
  • 9/3/2017 6:16:56 AM   Matthias Trautsch

    Frühes Frühstück im Günthersburgpark

  • 9/3/2017 6:11:42 AM   Katharina Iskandar
    Innerhalb der Sperrzone beginnt die Polizei mit Lautsprecherdurchsagen, um auch die letzten verbleibenden Anwohner zu informieren, dass sie jetzt ihre Wohnungen verlassen müssen.
  • 9/3/2017 6:10:21 AM   Julia Anton

    In der Messehalle stehen Bänke und Stühle für 7000 Anwohner bereit - noch ist viel Platz.

  • 9/3/2017 6:08:04 AM   Andreas Krobok

    Frankfurt lässt sich wirklich Zeit. Auch um 10 nach 8 verlassen noch sehr viele Anwohner völlig entspannt die Sperrzone. Ob der Zeitplan so streng einzuhalten ist wie geplant, wage ich jetzt schon zu bezweifeln.

  • 9/3/2017 6:05:18 AM   Falk Heunemann
    Die Helfer in der Messehalle sind gerüstet, langsam treffen immer mehr Evakuierte ein. Es seien vor allem Bedürftige und Alleinstehende, sagt Hans-Helmut Strabel vom Deutschen Roten Kreuz. Im ersten Stock stehen Liegen und medizinische Geräte, im zweiten Sitzbänke und ein Imbisswagen.
  • 9/3/2017 5:56:18 AM   Katharina Iskandar
    Die Koordination der Sonderbusse lief heute Morgen chaotisch an. Während sich an der Holzhausenstraße die Busse stauten, warteten Anwohner an der Hansaallee eine Dreiviertelstunde lang. Mehrere Busse fuhren einfach vorbei.
  • 9/3/2017 5:52:16 AM   Matthias Trautsch

    Zuletzt 1972: Freie Parkplätze im Nordend

  • 9/3/2017 5:46:09 AM   Katharina Iskandar
    Nach Angaben der Polizei verläuft die Evakuierung bisher nach Plan. Viele Anwohner hätten schon am Samstag die Stadt verlassen, wie Polizeisprecher Alexander Kießling sagt. Noch eine Viertelstunde dürfen die Anwohner in der Sperrzone bleiben. Dann beginnt die Polizei, die Häuser zu kontrollieren. Die Beamten stehen schon bereit.
  • 9/3/2017 5:43:25 AM   Andreas Krobok

    Nur noch etwa 15 Minuten bis zur Deadline 8 Uhr, zu der die Sperrzone verlassen sein soll. Die Frankfurter lassen sich aber Zeit, viele bewegen sich erst jetzt mit Rad, Bahn oder Auto aus der Evakuierungszone, wie hier an der großen Kreuzung Nibelungenallee/Eckenheimer Landstraße.

  • 9/3/2017 5:27:04 AM   Frederic Spohr
    Die ersten Evakuierungen sind laut der Frankfurter Feuerwehr bereits abgeschlossen.


  • 9/3/2017 5:18:01 AM   Falk Heunemann
    Sammelbereit: An fünf Sammelpunkten hat die Frankfurter Busgesellschaft seit sechs Uhr jeweils mehrere Busse bereitgestellt, um Anwohner aus der Evakuierungszone zur Messehalle zu bringen. Zumindest am Holzhausenpark im Westend scheint der Bedarf allerdings gering zu sein. Bislang stehen hier mehr Busfahrer als Passagiere.
  • 9/3/2017 4:53:22 AM   Frederic Spohr





  • 9/3/2017 4:22:21 AM   Frederic Spohr
    Die größte Evakuierungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte hat begonnen. Die Bewohner sollen ihre Wohnungen bis spätestens 8.00 Uhr verlassen. Anschließend will die Polizei kontrollieren, ob sich wirklich niemand mehr in der Sperrzone im Umkreis von 1,5 Kilometern rund um den Fundort der 1,8 Tonnen schweren Luftmine befindet. Gegen Mittag soll die Entschärfung des Sprengkörpers beginnen, die Experten rechnen mit einer Dauer von mehreren Stunden.
  • 9/3/2017 3:29:25 AM   Frederic Spohr
    Liebe Leserinnen und Leser,
     
    Frankfurt erlebt heute die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg. 60.000 Bewohner müssen das Westend verlassen, weil dort eine Weltkriegsbombe entschärft werden muss. Die Polizei fürchtet, dass nicht alle Betroffenen ihre Wohnungen verlassen wollen und rechnet damit, dass sich die Evakuierung länger hinziehen könnte als gedacht.
     
    Unsere Reporter berichten in diesem Liveblog, was in Frankfurt passiert.
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