Brexit

Brexit



  • 6/23/2016 9:32:01 AM   Alexander Armbruster
    Hinweisen möchten wir gerne noch einmal auf unserer Themenseite zur Abstimmung - dort finden Sie Berichte und Analysen zu allen Fragen rund um das Referendum: Hier
  • 6/23/2016 9:43:04 AM   Anna Lüft
    Neben James-Bond-Darsteller Daniel Craig haben noch weitere Prominente dazu aufgerufen, heute wählen zu gehen, zum Beispiel die Schauspielerinnen Joan Collins und Emma Watson.
     
    Fernsehkoch Jamie Oliver belässt es nicht beim Wahlaufruf, sondern schickt auch gleich einen Bremain-Kuchen und seine Argumente für einen EU-Verbleib hinterher: Als Arbeitgeber von über 3000 Angestellten und Vater von bald fünf Kindern wünsche er sich ein stabiles Land mit der Möglichkeit, die ganze Welt zu bereisen – alles Dinge, die er mit der EU verbindet.
     
     
  • 6/23/2016 9:47:45 AM   Alexander Armbruster
    Womit haben eigentlich die beiden Lager im Wahlkampf argumentiert? Wesentlich wählte jede Kampagne ein großes Thema.

    1. Premierminister David Cameron und sein Finanzminister George Osborne, die für einen EU-Verbleib warben, warnten vornehmlich vor den wirtschaftlichen Folgen, die ein EU-Austritt bedeuten würde: Eine Rezession, höhere Arbeitslosigkeit, mehr Inflation, Wertverluste für Immobilienbesitzer. Sie konnten sich dabei auf Analysen renommierter Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (hier) und der Welthandelsorganisation (hier) beziehen. Finanzminister Osborne kündigte schließlich sogar Steuererhöhungen an und weniger Ausgaben zum Beispiel für Gesundheit für den Fall, dass eine Mehrheit den Brexit wählt.

  • 6/23/2016 1:26:39 PM   Anna Lüft
    Apropos Playlist: Die britische Illustratorin Veronica Dearly liefert noch zwei passende Lieder. Sie beschäftigt sich seit einigen Wochen mit dem Brexit und steht klar auf der Seite der Remainer, wie ihre Grußkarten zeigen:
     
  • 6/23/2016 1:27:22 PM   Alexander Armbruster
    Müssen wir schon ehrlich sagen: Die britische Pop-Kultur ist für Europa unverzichtbar - man könnte auch sagen "alternativlos"!

  • 6/23/2016 1:40:47 PM   Alexander Armbruster
    Boris Johnson hat gewählt - hier spricht er gerade mit Angehörigen nach der Abschlussfeier seine Tochter Lara an der schottischen Elite-Schmiede St. Andrews. Der frühere Londoner Bürgermeister ist beliebt und der freiheitliche Kopf der Brexit-Kampagne. Seine Unterstützung dürfte wesentlich dafür sein, dass der Volksentscheid sehr knapp ausgehen könnte.
    Bild: Reuters


  • 6/23/2016 1:42:28 PM   Alexander Armbruster
    Johnson ist überhaupt eine schillernde Persönlichkeit in der gesamten Kampagne. Er ist quasi der Gegenspieler des Premierministers David Cameron, beide besuchten dieselbe Universität. Johnson schloss sich nach seiner Amtszeit als Rathaus-Chef in der britischen Hauptstadt für viele überraschend der Brexit-Kampagne an.
  • 6/23/2016 2:05:32 PM   Alexander Armbruster
    Oh, offizielle Hochrechnungen nach der Wahl gibt es zwar nicht, aber das MEINUNGSFORSCHUNGSINSTITUT YOUGOV LEGT UM KURZ NACH 23 UHR EINE WÄHLERNACHBEFRAGUNG VOR, meldet Reuters. YouGov hatte eine ähnliche Befragung nach dem Schottland-Referendum im Jahr 2014 vorgelegt und das Endergebnis damit relativ genau vorhergesagt. Klassische Prognosen soll es für die Öffentlichkeit nicht geben, das demoskopische Material dafür wird aber von Umfrageinstituten für Finanzinstitute erhoben. Ob diese Informationen öffentlich zugänglich gemacht werden, war am Donnerstagnachmittag noch unklar.
  • 6/23/2016 2:12:25 PM   Alexander Armbruster
    Die "Financial Times" hatte schon vor einigen Wochen berichtet, dass Hedgefonds und Investmentbanken private Wählernachbefragungen in Auftrag gegeben haben, um entsprechend auf den Ausgang des Referendums setzen zu können. Das sei legal nach dem Wahlrecht solange die Befragungen nicht öffentlich gemacht würden bevor die Wahllokale um 22 Uhr britischer Zeit schließen, so die Zeitung.
  • 6/23/2016 2:20:15 PM   Alexander Armbruster
    Pensionierte frühere Soldaten verlassen ein Wahllokal in London - die "Chelsea Pensioners".
    Bild: AP


  • 6/23/2016 2:20:26 PM   Anna Lüft
    Kuriose Aktion: Da in den Wahllokalen nur Bleistifte zum Kreuzchen machen bereitliegen, wittern einige Briten eine Verschwörung. Bleistift könne man schließlich ganz einfach wegradieren. Sie rufen daher dazu auf, einen eigenen Stift mitzubringen. Auf Twitter gibt es dafür vor allem eines: Spott.
     
     
     
     
  • 6/23/2016 6:00:30 PM   David Klaubert
    Was passiert wann? Der Zeitplan im Überblick:

    23.00 Uhr (deutscher Zeit): Die Wahllokale schließen.

    Kurz nach 23.00 Uhr: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov wird kurz nach der Schließung der Wahllokale eine Wählernachbefragung vorlegen.

    23.30 Uhr: Die Stimmbezirke Sunderland und Wandsworth,
    Stadtteile von London, sollen laut einer Einschätzung der
    Auszählungskommission zu den ersten gehören, die fertig ausgezählt sind.


    3.00 Uhr bis 5.00 Uhr: Die meisten Resultate dürften vorliegen.

    7.00 Uhr bis 8.00 Uhr: Um die Frühstückszeit wird die Auszählung wohl abgeschlossen sein.

    Einen etwas ausführlicheren Zeitplan finden Sie außerdem hier.
  • 6/24/2016 2:32:20 AM   Michael Radunski
    Wie knapp es zugeht zeigt, dass der britische Fernsehsender ITV hingegen die Brexit-Befürworter in Front sieht: Einem Bericht zufolge liegen nach mehr als zehn Millionen ausgezählten Stimmen die Brexit-Befürworter mit 50,7 Prozent vorne. In einer Analyse des Senders wurde die Wahrscheinlichkeit für einen EU-Ausstieg auf 75 Prozent beziffert.
  • 6/24/2016 2:42:53 AM   Michael Radunski

    Zocker aufgepasst: Beim Wettanbieter Betfair wird wieder von einem Brexit ausgegangen. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird auf 74 Prozent taxiert.

  • 6/24/2016 2:44:46 AM   Christoph Schäfer
    Kollege Radunski hat das ganz richtig wiedergegeben. Allerdings nehme ich mir spätestens jetzt vor, nichts mehr auf die Zahlen von Betfair zu geben. Die schwanken ja stärker als ein Paddelboot im Ärmelkanal.
  • 6/24/2016 2:48:09 AM   Christoph Schäfer
    Die Nachrichtenagentur Reuters meldet: Nach Auszählung der Hälfte der Wahlkreise liegen die EU-Gegner mit 51,3 Prozent vorne.
  • 6/24/2016 4:30:46 AM   Stefanie Michels
    Ob Harry Potter jetzt helfen könnte?
  • 6/24/2016 4:36:09 AM   Timo Steppat
    Die EU schaltet in den Krisenmodus
    Um 10.30 Uhr wird es ein Krisentreffen mit Kommissionschef Juncker, Ratspräsident Tusk und Parlamentspräsident Schulz geben. Um 11.30 ein Treffen der Außenminister.
     
    Was jetzt in Brüssel passiert, hat F.A.S.-Redakteur Thomas Gutschker präzise recherchiert. Lesen Sie hier seinen Ausblick, wie die EU auf einen nun immer wahrscheinlicher werdenden Austritt der Briten reagieren.
  • 6/24/2016 4:40:55 AM   Stefanie Michels
    Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders nutzt die Gelegenheit für seine Interessen:enheit, um
  • 6/24/2016 4:43:02 AM   Stefanie Michels
  • 6/24/2016 4:47:25 AM   Bernhard Clemm
    Spekulationen um Camerons Zukunft
     
    Die Diskussionen um David Camerons Verbleib in der Downing Street haben begonnen. Der Premierminister will am späten Vormittag eine Erklärung abgeben. UKIP-Chef Farage sagte am Morgen laut BBC, Cameron solle im Falle eines Brexits "unverzüglich" zurücktreten.
     
    Ein Großteil der Brexit-Befürworter in den Reihen der Tories sehen das allerdings anders: Ein von 84 Abgeordnete unterschriebener Brief, der gestern an den Premierminister geschickt wurde, ruft ihn zum Verbleib im Amt auf: "Egal wie das britische Volk entscheidet, wir glauben, dass Sie sowohl ein Mandat als auch die Pflicht haben, die Nation zu führen und unsere Politik durchzusetzen."
     
    Tory-Politiker und Brexit-Befürworter Andrew Bridgen, der zuvor für Neuwahlen vor Weihnachten ausgesprochen hatte, sagte in einem Gespräch mit BBC4, Cameron müsse vorerst im Amt bleiben, um das Land zu stabilisieren.
  • 6/24/2016 4:47:38 AM   Timo Steppat
    Noch ist es ruhig in der Downing Street
    Bisher ist es in der Londoner Downing Street, dem Regierungssitz, noch ruhig. Für den britischen Premier David Cameron dürften es nach dem sich abzeichnenden Sieg der Brexiteers die schwersten Stunden seiner Amtszeit sein. Sein politisches Schicksal hat er mit der Abstimmung verbunden, zurücktreten will er aber während seiner Amtszeit nicht. Das hat er schon vorher bekannt gegeben.
  • 6/24/2016 4:48:05 AM   Stefanie Michels
     
  • 6/24/2016 4:50:45 AM   Timo Steppat
    Immigration als entscheidender Faktor
    Die Fachleute sind sich einig, dass das Thema Immigration der ausschlaggebende Faktor für die meisten Menschen gewesen ist, für einen Austritt zu stimmen. Die Vertreter der EU-Befürworter bezweifeln aber, dass es in absehbarer Zeit eine Minderung der Einwanderungszahlen geben wird. Vielmehr weisen sie auf die schwierigen wirtschaftlichen Zeiten hin, die vor dem Vereinigten Königreich liegen. Die EU-Gegner versuchen derweil die Lage zu beruhigen und fordern die Wirtschaft und die Märkte auf, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht überzureagieren.
    berichtet FAZ.NET-Reporter Oliver Kühn aus London
  • 6/24/2016 4:51:44 AM   Stefanie Michels
    Nigel Farage, Chef der rechtspopulistischen Anti-EU-Partei Ukip, freut sich über den "Unabhängigkeitstag".
  • 6/24/2016 4:54:08 AM   Stefanie Michels
  • 6/24/2016 4:58:58 AM   Bernhard Clemm
    Referendum zur Wiedervereinigung Irlands?
    Die pro-irische Sinn Fein in Nordirland will jetzt verstärkt für einen Austritt der Provinz aus dem Vereinigten Königreich werben. Der Ausgang des Referendums gebe den Besterbungen für ein vereinigtes Irland neuen Auftrieb, sagt Partei-Chef Declan Kearney. (Reuters)
     
  • 6/24/2016 5:01:54 AM   Stefanie Michels
    Manfred Weber, EVP-Fraktionschef und stellv. CSU-Parteivorsitzender äußert sich auf Twitter
     
     
     
  • 6/24/2016 5:01:57 AM   Timo Steppat
    Geteiltes Land
    Es gibt eine klare Nord-Süd-Verteilung, was die Leave- und Remain-Anhänger betrifft. Aus den Ergebnissen lässt sich noch etwas ablesen: Es waren die Alten, die für den Austritt gestimmt haben, die jungen für die EU.
  • 6/24/2016 5:02:24 AM   Stefanie Michels
  • 6/24/2016 5:04:17 AM   Timo Steppat
    Briten stimmen für den Ausstieg aus der Europäischen Union. Laut BBC ist das Brexit-Lager uneinholbar.
  • 6/24/2016 5:18:51 AM   Bernhard Clemm
    8 von 382 Wahlbezirken werden zwar noch ausgezählt, nach Berechnungen der BBC reicht der Vorsprung der Brexit-Befürworter jedoch bereits aus. Es sind gezählt: 16 992 701 Stimmen für den Brexit, 15 812 943 Stimmen dagegen.
     
  • 6/24/2016 5:25:21 AM   Bernhard Clemm
    Wie werden die Notenbanken reagieren?
     
    Händler erwarten massive Kursverluste an Europas Börsen, nachdem sich die Briten für den Austritt aus der Europäischen Union (EU) entschieden haben. Besonders unter Druck stehen dürften die Bankenwerte. Die Kreditinstitute Standard Chartered und HSBC, die auch in London gehandelt werden, brachen an der Börse in Hongkong bereits um bis zu 12,5 Prozent ein.
     
    Nach dem Brexit-Votum hält die Zentralbank in London engen Kontakt mit Geldhäusern, wie Reuters unter Berufung auf Insider berichtet. Die für die Finanzaufsicht zuständigen Mitarbeiter der Bank of England (BoE) seien vor Handelsbeginn mit dieser Aufgabe befasst.
     
    Japans Notenbank hat angesichts des dramatischen Yen-Anstiegs ihre Handelsbereitschaft signalisiert. "Wir stehen bereit, um die Märkte mit genügend Liquidität zu versorgen", teilte Notenbankchef Haruhiko Kuroda  laut dpa in einer E-Mail am Morgen mit. Die Bank of Japan (BoJ) werde den Ausgangs der Abstimmung genau beobachten. Die sechs großen Notenbanken werden laut Kuroda alles in ihrer Machtstehende tun, um die Märkte liquide zu halten.
     
     
  • 6/24/2016 5:58:53 AM   Stefanie Michels
     
  • 6/24/2016 6:04:36 AM   Stefanie Michels
    Die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, sorgt für Entsetzen in Europa. Lesen Sie hier die Reaktionen der Politik:
     
  • 6/24/2016 6:04:57 AM   Patrick Bernau
    Die Brexit-Entscheidung ist ein Sieg des Misstrauens. Dahinter steht ein drängendes Problem, das nicht nur Großbritannien und die EU betrifft, sondern auch viele andere Länder. Ein Kommentar.
  • 6/24/2016 6:06:52 AM   Stefanie Michels
  • 6/24/2016 6:08:31 AM   Stefanie Michels
    Kritik kommt auch von Jan Böhmermann:
     
  • 6/24/2016 6:09:42 AM   Marcus Theurer
    Die britische Notenbank versucht zu beruhigen: "Die Bank von England wird alle notwendigen Schritte unternehmen, um ihrer Verantwortung für die monetäre und finanzwirtschaftliche Stabilität , gerecht zu werden", heißt es in einer Erklärung. Es seien "umfangreiche Notfallplanungen" vorgenommen worden. Man arbeite eng mit dem britischen Finanzministerium, weiteren Regierungsstellen und ausländischen Notenbanken zusammen.
  • 6/24/2016 6:15:21 AM   Stefanie Michels
    Das vorläufige Endergebnis ist da: Die Briten stimmen mit 51,9 Prozent für den EU-Austritt.
  • 6/24/2016 6:15:48 AM   Bernhard Clemm
    Weckruf für Boris?
     
    Vor dem Haus des ehemaligen Londoner Bürgermeister und Brexit-Unterstützers Boris Johnson spielt ein Mann im Schottenrock Dudelsack. Johnson hat sich noch nicht öffentlich gezeigt, ob er noch schläft ist nicht bekannt.
     
    Foto: AFP
     
  • 6/24/2016 6:24:06 AM   Bernhard Clemm

    Gibraltar fürchtet den Ausstieg

    Wie der "Gibraltar Chronicle" hat die britische Enklave am Südzipfel Spaniens mit einer klaren Mehrheit gegen den Brexit gestimmt. "Gibraltar hat mit 19 322 zu 823 Stimmen für einen Verbleib in der EU gestimmt, das sind 96 Prozent der Wähler", schreibt die Zeitung heute morgen. Viele Bewohner Gibraltars befürchten, die angespannten Beziehungen zu Spanien könnten sich verschlechtern.

     

  • 6/24/2016 6:27:14 AM   Bernhard Clemm
    Alle Stimmen sind ausgezählt - 17,41 Millionen Briten wollen raus
     
    Die Briten haben mit 51,89 Prozent für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Insgesamt hätten 17,41 Millionen Menschen für den Brexit votiert, teilten die britischen Behörden am Freitagmorgen nach Auszählung sämtlicher 382 Wahlbezirke mit. 16,14 Millionen Menschen und damit 48,11 Prozent der Beteiligten stimmten dagegen für den Verbleib in dem Staatenbund.
  • 6/24/2016 6:29:36 AM   Stefanie Michels
  • 6/24/2016 6:31:12 AM   Patrick Bernau
    Das Ifo-Institut hat ausgerechnet, wie sich mit einem "Brexit" das Bruttoinlandsprodukt in unterschiedlichen Staaten verändern könnte.
     
     
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