Brexit

Brexit



  • 6/23/2016 7:54:21 AM   Alexander Armbruster
    Guten Morgen liebe Leser,

    wir begleiten an dieser Stelle die Volksabstimmung der Briten über ihren Verbleib in der EU. Bis zum Wahlergebnis werden wir Ihnen in unserem Live-Blog aktuelle Entwicklungen mitteilen und natürlich viele Hintergründe zu dieser für ganz Europa wichtigen Abstimmung.
    Die Wahllokale haben nun geöffnet.
  • 6/23/2016 7:57:09 AM   Alexander Armbruster
    Können wir ein Ergebnis absehen? Nein. Die vielen Umfragen deuten im Grunde schon seit Wochen ein knappes Ergebnis an. Kurz vor der Wahl und in den aktuellsten Erhebungen liegen diejenigen, die in der EU bleiben wollen, leicht vorne. Eine stets aktueller Umfrage-Durchschnitt deutet aber tatsächlich auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
  • 6/23/2016 7:59:29 AM   Alexander Armbruster
    Für eine ziemlich klare Angelegenheit halten hingegen die britischen Buchmacher die Abstimmung. Sie bemessen die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg des Brexit-Lagers mit nur rund einem Viertel. Der Anbieter Ladbrokes beispielsweise weist eine Brexit-Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent aus und einen für einen EU-Verbleib Großbritannien von 76 Prozent - wer sich aktuell die Quoten ansehen will, kann das hier tun.
  • 6/23/2016 8:04:27 AM   Alexander Armbruster
    Wie viele Briten gehen wählen? 46,5 Millionen (die Gesamtbevölkerung beträgt 64 Millionen) haben sich für die Wahl registrieren lassen - das ist ein ziemlich großer Anteil. Wahlforscher sagen: Umso höher die Wahlbeteiligung tatsächlich ist, umso unwahrscheinlicher ist der Brexit. Der Grund: Die Unzufriedenen gehen ohnehin wählen.
  • 6/23/2016 8:05:52 AM   Alexander Armbruster
  • 6/23/2016 8:15:59 AM   Alexander Armbruster
    In London regnet es übrigens - mal wieder.
    Bild: Reuters


  • 6/23/2016 8:17:35 AM   Alexander Armbruster
    Die Frage ist: Hält das schlechte Wetter viele Briten von der Wahl ab?

    Bild: dpa



  • 6/23/2016 8:18:52 AM   Alexander Armbruster
    Unser Redakteur Oliver Kühn meldet aus der britischen Hauptstadt: "Pünktlich zum Tag der Abstimmung über des Verbleib Großbritanniens in der EU hat es in London angefangen zu regnen. Gegen Mitternacht zog das schlechte Wetter mit Blitz und Donner über die Hauptstadt und scheint sich jetzt festgesetzt zu haben. Das könnte der "Leave"-Kampagne in die Karten spielen. Denn bei geringer Wahlbeteiligung, und davon wird bei schlechtem Wetter ausgegangen, wird ihnen ein besseres Ergebnis vorhergesagt, als bei hoher." http://www.telegraph.co.uk/news/2016/06/22/uk-weather-thunderstorms-likely-to-rain-on-remain-campaigns-para/

  • 6/23/2016 8:20:58 AM   Alexander Armbruster
    Brexit-Befürworter hoffen deswegen schon....
  • 6/23/2016 8:26:09 AM   Alexander Armbruster
    Pünktlich zur Abstimmung hat der Independet eine umfangreiche Internet-Umfrage unter Briten veröffentlicht - fast 360.000 Menschen haben sich beteiligt. Das Ergebnis: Eine knappe Mehrheit spricht für die EU aus. In der Befragung steckt aber noch viel mehr - Oliver Georgi hat das gerade auf unserer Seite zusammengefasst, hier entlang geht's zum Artikel.
  • 6/23/2016 8:31:03 AM   Alexander Armbruster
    Britanniens Premierminister David Cameron und seine Frau Samantha haben sich auch schon auf den Weg zum Wahllokal gemacht - Cameron wirbt dafür, dass sein Land  in der EU bleibt.
    Bild: AP


  • 6/23/2016 8:33:24 AM   Alexander Armbruster
    Labour-Parteichef Jeremy Corbyn hat ebenfalls sein Kreuz gemacht - auch er ist für einen EU-Verbleib. Ohnehin bezeichnete er das ganze Referendum häufig als eine "Torie"-Angelegenheit und bezieht sich damit auf den Streit innerhalb der konservativen Partei zum Thema Europa.
    Bild: AP


  • 6/23/2016 8:36:52 AM   Alexander Armbruster
    Wir haben die Pflicht, Europa zu retten

    "Die Brexit-Befürworter verbreiten in den Köpfen der  Menschen eine Unsicherheit, die so dick ist, wie der Nebel auf dem Kanal.
    Die Lehren der Geschichte sind jedoch ganz klar: Wir müssen in der EU bleiben", schreibt der renommierte Historiker Niall Ferguson in einem Gastbeitrag auf FAZ.NET. Hier geht's zum Text.
  • 6/23/2016 8:44:48 AM   Alexander Armbruster
    Die Deutschen wollen übrigens mit großer Mehrheit, dass die Briten in der EU bleiben. Im ARD-Deutschlandtrend vor wenigen Wochen sprachen die rund 80 Prozent der Befragten dafür aus. Die Botschaft ist klar - Deutsche an Briten: Bleibt bei uns!
  • 6/23/2016 8:52:13 AM   Alexander Armbruster
    Welches großzügigste Zugeständnis unser Land machen würde für einen Verbleib der Briten in der EU, hat heute die "Bild"-Zeitung eindrücklich dargelegt!


  • 6/23/2016 8:53:44 AM   Alexander Armbruster
    Gegen dieses Angebot verblassen naturgemäß der Briten-Rabatt und vieles mehr....
  • 6/23/2016 8:57:08 AM   Alexander Armbruster
    Die Berliner Grünen schicken auch noch einmal Liebesgrüße nach Britannien.
  • 6/23/2016 8:59:35 AM   Alexander Armbruster
    Doch zurück auf die Insel: Dort werben auch am Abstimmungstag noch viele für ihre Meinung. Und eine letzte neustes Umfrage ist für die Mittagszeit angekündigt.
  • 6/23/2016 9:02:16 AM   Alexander Armbruster
    Financial-Times-Wirtschaftsredakteur Chris Giles wirbt auch noch einmal.
  • 6/23/2016 9:04:16 AM   Marcus Theurer
    Ein Blick auf die Finanzmärkte: Im Devisenhandel wetten die Anleger weiterhin darauf, dass die Briten in der EU bleiben. Das Pfund steigt am Vormittag gegenüber dem Dollar um 0,4 Prozent auf 1,48 Dollar - der höchste Wert seit Jahresanfang. Auch gegenüber dem Euro legt die britische Währung zu. An den Aktienbörsen in London und Frankfurt klettern die Kurse ebenfalls.  
  • 6/23/2016 9:14:27 AM   Marcus Theurer
    An den britischen Zeitungskiosken ist der Wahlkampf noch nicht vorbei:

  • 6/23/2016 9:16:15 AM   Anna Lüft
    Der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans lebt u.a. in London und ist ein starker Brexit-Gegner. Um die Werbetrommel für die EU und den "Bremain" zu rühren, hat er mehrere Plakate gestaltet. Für seine Aktion konnte er einen äußerst prominenten Unterstützer gewinnen:
     
     
  • 6/23/2016 9:21:08 AM   Alexander Armbruster
    Die britische Presse ist übrigens selbst gespalten und hat ihren Lesern klare Wahlempfehlungen gegeben - und sogar die Queen instrumentalisiert, die sich öffentlich aus diesem Wahlkampf herausgehalten hat. Unsere Korrespondentin Gina Thomas gibt hier einen Überblick.
  • 6/23/2016 9:32:01 AM   Alexander Armbruster
    Hinweisen möchten wir gerne noch einmal auf unserer Themenseite zur Abstimmung - dort finden Sie Berichte und Analysen zu allen Fragen rund um das Referendum: Hier
  • 6/23/2016 9:43:04 AM   Anna Lüft
    Neben James-Bond-Darsteller Daniel Craig haben noch weitere Prominente dazu aufgerufen, heute wählen zu gehen, zum Beispiel die Schauspielerinnen Joan Collins und Emma Watson.
     
    Fernsehkoch Jamie Oliver belässt es nicht beim Wahlaufruf, sondern schickt auch gleich einen Bremain-Kuchen und seine Argumente für einen EU-Verbleib hinterher: Als Arbeitgeber von über 3000 Angestellten und Vater von bald fünf Kindern wünsche er sich ein stabiles Land mit der Möglichkeit, die ganze Welt zu bereisen – alles Dinge, die er mit der EU verbindet.
     
     
  • 6/23/2016 9:47:45 AM   Alexander Armbruster
    Womit haben eigentlich die beiden Lager im Wahlkampf argumentiert? Wesentlich wählte jede Kampagne ein großes Thema.

    1. Premierminister David Cameron und sein Finanzminister George Osborne, die für einen EU-Verbleib warben, warnten vornehmlich vor den wirtschaftlichen Folgen, die ein EU-Austritt bedeuten würde: Eine Rezession, höhere Arbeitslosigkeit, mehr Inflation, Wertverluste für Immobilienbesitzer. Sie konnten sich dabei auf Analysen renommierter Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (hier) und der Welthandelsorganisation (hier) beziehen. Finanzminister Osborne kündigte schließlich sogar Steuererhöhungen an und weniger Ausgaben zum Beispiel für Gesundheit für den Fall, dass eine Mehrheit den Brexit wählt.

  • 6/23/2016 9:52:59 AM   Alexander Armbruster
    2. Der frühere Londoner Bürgermeister Boris Johnson und der Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei Nigel Farage, die an der Spitze der "Brexit-Kampagne" stehen, warnten hingegen vornehmlich vor Einwanderung und den Folgen von mehr Ausländern in Großbritannien. Sie erklärten, dass das Vereinigte Königreich nur außerhalb der EU die Kontrolle über sich habe und Massen-Zuwanderung verhindern könne. Sie behaupteten dabei auch, dass die Türkei bald der EU beitreten würde und dann mehr als 70 Millionen Türken in Britannien einwandern könnten. Unser Korrespondent Marcus Theurer hat aufgeschrieben, wie Migration zum Wahlkampfschlager wurde.
  • 6/23/2016 9:57:39 AM   Alexander Armbruster
    Noch mehr Promis: Die britische Schauspielerin Liz Hurley ist für den Brexit
  • 6/23/2016 9:58:16 AM   Anna Lüft
    James Corden, Moderator der amerikanischen "Late Late Show", positionierte sich in seiner gestrigen Sendung ebenfalls deutlich für einen EU-Verbleib. Der in London geborene Entertainer rief seine britischen Zuschauer dazu auf, ihre Stimme zu nutzen und gegen den Brexit zu stimmen. Er hoffe auf eine Welt, in der es weniger statt mehr Barrieren gibt.
     
  • 6/23/2016 10:07:20 AM   Alexander Armbruster
    WOHL DIE ALLERLETZTE UMFRAGE IST DA - 52 PROZENT FÜR EU-VERBLEIB vs. 48 PROZENT FÜR BREXIT (erhoben hat das Meinungsforschungsinstitut Ipsos-Mori) - zuvor waren in dieser Befragung noch 47 Prozent für die EU und 53 Prozent dagegen.
  • 6/23/2016 10:09:41 AM   Alexander Armbruster
    Die Buchmacher scheinen sofort zu reagieren: Ladbrokes gibt nun eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent für einen EU-Verbleib an - heute morgen waren es noch 76 Prozent.
  • 6/23/2016 10:20:29 AM   Alexander Armbruster
    Übrigens stimmen die Briten an diesem Donnerstag zum zweiten Mal in der Geschichte darüber ab, ob sie in der EU Mitglied sein wollen oder nicht. Das letzte Mal liegt einige Jahrzehnte zurück und damals ging es im Grunde schon um den berühmten Pragmatismus der Angelsachsen: Ist es - wirtschaftlich und machtpolitisch - vorteilhaft, Mitglied in der Union zu sein oder nicht? Im Jahr 1975 stimmten die Briten dafür, der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beizutreten, denn: Wirtschaftlich  betrachtet war Britannien damals so etwas wie der „kranke Mann Europas“, die anderen großen Länder Deutschland und Frankreich standen besser da.

    An diese Abstimmung erinnern auch an diesem Donnerstag einige und beziehen sich dabei ausdrücklich auf die legendäre Premierministerin Maggie Thatcher, die....
  • 6/23/2016 10:21:25 AM   Alexander Armbruster
    ...in einer Zeitung so warb:

  • 6/23/2016 10:25:12 AM   Alexander Armbruster

    Bild: Reuters

    Das Motiv ist auch heute zu sehen, zum Beispiel an diesem Wähler, der im Norden Londons zur Wahl geht.
  • 6/23/2016 10:28:55 AM   Alexander Armbruster
    Ebenso der nach Britannien ausgewanderte Chefökonom des Centre for European Reform Christian Odendahl:

  • 6/23/2016 10:41:57 AM   Alexander Armbruster
    Wie gut kennen Sie eigentlich Großbritannien? Die Kolleginnen Andrea Diener und Julia Bähr haben ein Quiz zum Referendum gemacht mit dem Titel "Britische Sonderwege" - wer das machen möchte, hier entlang bitte.
  • 6/23/2016 10:46:20 AM   Alexander Armbruster

    Und für diejenigen, die gerade in die Mittagspause gehen oder wiederkommen aus aktuellem Anlass - Wembley 1986, auf der letzten Tour....

  • 6/23/2016 11:02:42 AM   Alexander Armbruster
    Gewählt hat auch Nigel Farage, der Chef der britischen Unabhängigkeitspartei Ukip. Er ist Abgeordneter im Europaparlament und kritisiert die EU seit vielen Jahren. Der Aufstieg seiner Partei ist auch der wesentliche Grund, aus dem die britischen Konservativen eine kritischere Haltung gegenüber der Union eingenommen haben - und schlussendlich Premierminister Cameron im Wahlkampf eine Volksabstimmung versprach. Die Folge war, dass seine Partei wieder die alleinige Mehrheit bekam.
    Bild: Reuters


  • 6/23/2016 11:07:47 AM   Alexander Armbruster
    Entstanden ist die Unabhängigkeitspartei im Jahr 1993, ins Europaparlament zog sie erstmals kurz vor der Jahrtausendwende ein. Damals erreichte sie drei Mandate - eines davon Nigel Farage. Die Partei verbesserte sich daraufhin ständig, wenn wieder das Europäische Parlament gewählt wurde - bis sie im Jahr 2014 mit 28 Prozent sogar stärkste britische Kraft in dieser Vertretung wurde, vor den Konservativen und vor der Labour Party.
  • 6/23/2016 11:11:14 AM   Alexander Armbruster
    Im Wahlkampf zu den britischen Unterhauswahlen im vergangenen Jahr 2015 erreichten dann allerdings die Konservativen Tories von Premierminister Cameron wieder die absolute Mehrheit. Dieses allerdings auch - wie gerade schon angesprochen -, weil Cameron selbst EU-kritischere Töne anschlug. Aus dieser Wahl ohne Einfluss im Parlament hervor gegangen war wiederum die Ukip-Partei.
  • 6/23/2016 11:18:29 AM   Anna Lüft
    Der Hamburger Kinderbuchautor und -illustrator Axel Scheffler lebt in London und hat die Brexit-Debatte für den Guardian mal anders zu Papier gebracht.
     
    Die Zeichnung ist an seinen Weltbestseller "Der Grüffelo" angelehnt. Das Kinderbuch erzählt die Geschichte einer Maus, die auf ihrem Spaziergang durch den Wald ein Ungeheuer namens „Grüffelo“ zunächst nur erfindet, dann aber tatsächlich trifft.
     
    Auch schön: Rockstar David Cameron, der den The Clash-Hit "Should I Stay Or Should I Go" interpretiert...
     
    ...und die Frage aller Fragen: Ist der Bauchnabel drinnen oder draußen?
  • 6/23/2016 11:49:15 AM   Anna Lüft
    Spekulationen auf einen Verbleib der Briten in der EU ("Bremain") haben am Abstimmungstag Europas Börsen kräftig angetrieben. Vor Öffnung der Wahllokale am Donnerstag um 08.00 Uhr MESZ hatten die Brexit-Gegner in letzten Umfragen zulegen können. "Der Markt preist jetzt ganz klar mit wachsender Gewissheit ein 'Remain'-Votum ein", sagte Währungsstratege Adam Cole von RBC Capital Markets.
     
    Der Dax legte bis zu 2,7 Prozent auf 10.340 Punkte zu und notierte damit so hoch wie seit drei Wochen nicht mehr. Der EuroStoxx50 legte ebenfalls 2,7 Prozent auf 3057 Zähler zu. Das Pfund Sterling sprang um mehr als anderthalb US-Cent auf ein Jahreshoch
     von 1,4946 Dollar. Der Euro verteuerte sich um mehr als einen US-Cent auf 1,1421 Dollar auf den höchsten Stand seit sechs Wochen.
     
    Von den als sicherer Hafen gesehenen Staatsanleihen trennten sich Anleger hingegen. Das trieb die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 0,097 Prozent. Sie erreichte damit den höchsten Stand seit drei Wochen. Auch die britischen Bonds weiteten ihre Rendite auf ein Drei-Wochen-Hoch von 1,433 Prozent aus.
     
    Die Wetten auf der Online-Seite des Anbieters Betfair signalisierten eine Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent für einen Verbleib Großbritanniens in der EU. Am Vorabend lag der Wert noch bei 78 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Marktteilnehmer warnten indes vor weiteren Kursausschlägen. Die ersten Ergebnisse seien wahrscheinlich eher verwirrend, sagte
    Cole. "Wenn die Umfragen nach Schließung der Wahllokale einen Ausstieg vorne sehen, dann könnte das Pfund abstürzen", sagte Nomura-Stratege Yujiro Goto. (Reuters)
  • 6/23/2016 11:56:27 AM   Anna Lüft
    Nachdem in den sozialen Netzwerken seit einigen Tagen unter dem Hashtag #catsagainstbrexit mit niedlichen Katzen für einen EU-Verbleib geworben wird, gibt es jetzt eine neue Möglichkeit, sein Haustier in das EU-Referendum einzubeziehen: #dogsatpollingstations. Auf Instagram und Twitter zeigen User ihre vor den Wahllokalen wartende Hunde. 
     
     
     
  • 6/23/2016 12:07:05 PM   Marcus Theurer
    Für kein anderes europäisches Nachbarand steht beim Referendum so viel auf dem Spiel wie für Irland: Die Grüne Insel ist politisch und wirtschaftlich engstens verflochten mit Großbritannien. Irlands Außenminister Charlie Flanagan versucht seine Landsleute zu beruhigen: Im Brexit-Fall werde die Regierung in Dublin Hilfen für irische Exportunternehmen erwägen, sagte er am Donnerstag. Es gibt auch Befürchtungen, dass nach einem Brexit der Konflikt im britischen Nordirland wieder aufflammen könnte.
  • 6/23/2016 12:17:38 PM   Alexander Armbruster
    Wir müssen auch aus aktuellem Anlass wenigstens vorüberehend zur traurigsten und düstersten Episode des britischen Wahlkampfes kommen:

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt, wir der mutmaßliche Mörder der britischen Abgeordneten
    Jo Cox im November wegen Mordes vor Gericht gestellt. Der Prozess werde voraussichtlich am 14. November beginnen, gab das Strafgericht Old Bailey nach einer Anhörung an diesem Donnerstag bekannt. Der Angeklagte Thomas M. war per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA verfolgte er das Verfahren mit gesenktem Kopf und machte Notizen.

    Die Polizei geht nach eigenen Angaben Hinweisen nach, dass der
    52 Jahre alte Mann früher Kontakte zu einer amerikanischen Nazigruppe sowie zu einer Rassisten-Organisation in Südafrika hatte. Während einer ersten gerichtlichen Befragung sagte er auf die Frage, wie er heiße: "Tod den Verrätern, Freiheit für Großbritannien". Die Polizei prüft auch Hinweise, wonach der Angeklagte psychische Probleme habe und früher bereits entsprechende Hilfe in Anspruch genommen habe.
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