Brexit

Brexit



  • 6/29/2016 7:59:40 AM   Oliver Georgi
    Der luxemburgische Außenminister Asselborn hat den Kollegen von der Tagesschau ein Interview gegeben, in dem er sich um Optimismus bemüht: Europa sei noch nicht k.o., sagt er - vor allem, weil die EU-Gegner ihre Lügen gerade selbst entlarvten und bewiesen, dass Populismus zu nichts führe.
  • 6/29/2016 8:02:09 AM   Tillmann Neuscheler
    Der britische Luxuswagen-Hersteller Jaguar Land Rover Group bleibt seinem Standort treu. Die Brexit-Entscheidung ändere nichts am Bekenntnis des Unternehmens zu seinen britischen Produktionsstätten, sagt Strategiechef Adrian Hallmark.
  • 6/29/2016 8:08:41 AM   Tillmann Neuscheler
    Die Griechen fürchten negative Auswirkungen auf ihr Land. In einer Umfrage sagten 41 Prozent der Befragten,  der Sieg des „Leave“-Lagers werde sich negativ für Griechenland auswirken. 20 Prozent sagten das Gegenteil, berichtet die griechische Zeitung Kathimerini. Die Umfrage ergab übrigens auch, dass – wenn derzeit Wahl in Griechenland wäre – Syriza (23,5 Prozent) nicht mehr die stärkste Partei wäre, sondern Nea Dimokratia (30 Prozent)

  • 6/29/2016 8:09:19 AM   Oliver Georgi
    Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will am Nachmittag (17 Uhr) EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker treffen und in Brüssel generell die Chancen auf eine weitere Mitgliedschaft in der EU ausloten. Sie kommt auch mit Parlamentspräsident Martin Schulz und anderen führenden Abgeordneten zusammen.


    Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), hatte am Dienstag im FAZ.NET-Interview schon gesagt, eine schottische Mitgliedschaft sei durchaus vorstellbar. Sollten sich die Schotten nach einem zweiten Referendum für unabhängig erklären und die EU-Mitgliedschaft beantragen, glaubt Lambsdorff an sehr kurze Verhandlungen, weil die Schotten bereits seit 1973 europäisches Recht anwenden. Klingt nach einer Formsache - wenn die Schotten den innerbritischen Zwist wirklich für eine Unabhängigkeit nutzen können.
  • 6/29/2016 8:10:54 AM   Oliver Georgi
    Das ist kein Spiel.

    Auch
    Österreichs Bundeskanzler Christian Kern geht nicht mehr von einer Revision der britischen Brexit-Entscheidung aus.
    Man müsse die Entscheidung der Briten ernst nehmen,
    sagte er vor Beginn des zweiten EU-Gipfeltages.
  • 6/29/2016 8:12:36 AM   Oliver Georgi

    Die Experten der amerikanischen Bank Morgan Stanley sind überzeugt: Die britischen Parlamentarier in Westminster können sich nicht gegen das Brexit-Votum stellen - auch wenn die übergroße Mehrheit des Parlaments gegen einen Austritt ist.
  • 6/29/2016 8:14:11 AM   Oliver Georgi
    Die Beschwörungsformeln nehmen zu an diesem wichtigen Morgen für die EU: Der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel warnt jetzt wie vor ihm schon andere, die EU sollte nicht in "kleine Clubs" zerfallen. "Wir müssen heute ein geschlossenes Bild abgegeben. Ich bin nicht begeistert, kleine Clubs zu gründen", sagt er mit Blick auf Vorabsprachen einiger EU-Staaten über den weiteren Kurs der Union.

  • 6/29/2016 8:18:54 AM   Oliver Georgi
    Und hier kommt schon die Gegenmeinung zu Bettel aus dem Nachbarland: Integrationswillige EU-Staaten sollen nach Ansicht des belgischen Ministerpräsidenten Charles Michel künftig enger zusammenarbeiten können, selbst wenn nicht alle 27 EU-Regierungen mitmachen wollen. "Es ist eine Illusion, dass man alles mit 27 machen kann", sagt er.

  • 6/29/2016 8:21:06 AM   Oliver Georgi
    Der Zerfall der Labour-Partei beschäftigt auch F.A.Z.-Redakteur Peter Sturm: Großbritannien braucht auch eine funktionierende, starke Opposition, schreibt er in seinem Kommentar: Dass Labour gerade dabei ist, sich selbst zu zerstören, muss auch den europäischen Kontinent beunruhigen.

    Lesen Sie den Kommentar hier in voller Länge.
  • 6/29/2016 8:23:09 AM   Oliver Georgi

    Er sah wirklich schon mal besser aus: der Noch-Vorsitzende der britischen Labour Party, Jeremy Corbyn, am Mittwoch in London. (Foto: afp)

  • 6/29/2016 8:25:14 AM   Oliver Georgi
    Premiere für die EU: Die EU-Staats- und Regierungschefs sind jetzt zum ersten Mal zu einem Treffen unter Ausschluss Großbritanniens zusammengekommen. Daran wird sich die EU gewöhnen müssen.
  • 6/29/2016 8:39:14 AM   Oliver Georgi
    Während das Vertrauen in die EU vielerorts in Europa erodiert, ist die Zustimmung zur europäischen Zusammenarbeit in den beiden Kernländern der EU trotz AfD und Front National offenbar noch groß: Nach einer aktuellen Umfrage ist die große Mehrheit der Deutschen und Franzosen proeuropäisch eingestellt.

    Allerdings wurde die Umfrage für den Saarländischen Rundfunk und den Deutsch-französischen Journalistenpreis, für die die Forschungsinstitute infratest-dimap und TNS-Sofres Mitte Juni in beiden Ländern jeweils 1000 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte befragten, noch vor dem Brexit-Referendum durchgeführt.

    Demnach sprechen sich 83 Prozent der Deutschen und 77 Prozent der Franzosen für eine noch engere Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer aus. Jeweils 70 Prozent sind für eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik.

    Wie es weiter hieß, lehnen 71 Prozent der Deutschen und 66 Prozent der Franzosen die Wiedereinführung nationaler Währungen ab. Eine Begrenzung der Zuwanderung nach Europa befürworten 57 Prozent der Deutschen und 52 Prozent der Franzosen.

    Gleichzeitig hat die Umfrage ergeben, dass rund zwei Drittel (66 Prozent) der Franzosen für eine dauerhafte Wiedereinführung von Grenzkontrollen ist, während dies in Deutschland eine Mehrheit von 58 Prozent ablehnt. 85 Prozent der Deutschen halten den französischen Nachbarn für sympathisch, umgekehrt sind es drei Viertel (74 Prozent).
  • 6/29/2016 8:40:27 AM   Tillmann Neuscheler
    Nach dem Brexit-Votum der Briten will sich Wolfgang Schäuble schon in den nächsten Tagen mit Reformvorschlagen für eine EU ohne Großbritannien zu Wort melden. Schon jetzt kursiert ein Papier aus seinem Ministerium, doch das gibt nicht den aktuellen Stand wider, berichtet Heike Göbel in ihrem Beitrag.
  • 6/29/2016 8:43:23 AM   Oliver Georgi

    "Der Brexit ist schlecht für Großbritannien, für die EU und für Deutschland", twittert der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs.
  • 6/29/2016 8:44:15 AM   Oliver Georgi

    Großbritannien vor dem Brexit und nach dem Ausscheiden bei der EM: am Boden?
  • 6/29/2016 8:52:49 AM   Tillmann Neuscheler
    Die Ratingagentur Moody’s hat den Ausblick für 12 britische Banken gesenkt, darunter die Großbanken Barclays und HSBC . Die Ratingagentur geht davon aus, dass die Profitabilität der Banken durch den Brexit sinken wird.  Das sei schlecht  für die Kreditwürdigkeit der Banken.

  • 6/29/2016 9:06:05 AM   Oliver Georgi

  • 6/29/2016 9:12:56 AM   Oliver Georgi
    Wenden sich die Tories gegen den prominentesten Brexit-Befürworter und früheren Londoner Bürgermeister Boris Johnson, dem bislang mit die größten Chancen ausgerechnet wurden, David Cameron als neuer Premierminister zu beerben?

    In einer Umfrage unter mehr als 1300 Mitgliedern der Konservativen, die der Blog "ConservativeHome" erstellt hat und über die der britische "Guardian" berichtet, hat Innenministerin Theresa May einen hauchdünnen Vorsprung vor Johnson. Sie kommt auf 29 Prozent der Befragten, Johnson nur auf 28. Wirklich aussagekräftig ist das zwar nicht - aber es zeigt doch, wie sehr Johnsons populistischer Kurs ihm womöglich auch in der eigenen Partei geschadet hat.
  • 6/29/2016 9:21:35 AM   Oliver Georgi
    Immerhin können die Briten die derzeitige Situation trotzdem noch mit ihrem berühmten Humor nehmen: Im BBC-Radio nehmen Kabarettisten und Comedians das Referendum und das Chaos aber so was von auseinander...
  • 6/29/2016 9:24:54 AM   Oliver Georgi

    Viel zu erörtern: Frankreichs Staatspräsident Hollande mit dem belgischen Ministerpräsidenten Charles Michel und seinem luxemburgischen Kollegen Xavier Bettel (von links). Ausnahmsweise mal nicht beteiligt: Bundeskanzlerin Merkel (Foto: Reuters)

  • 6/29/2016 10:00:38 AM   Tillmann Neuscheler
    Der Dax erholt sich weiter vom Brexit-Schock. Bis zum Mittag ist der deutsche Leitindex um 1,35 Prozent auf 9575 Punkte gestiegen. Schon gestern ging es 2 Prozent bergauf.
  • 6/29/2016 10:28:51 AM   Tillmann Neuscheler
    Rumänen hoffen auf Bleiberecht in Großbritannien.  Für die  Regierung in Bukarest ist dies das wichtigste Thema in den noch ausstehenden Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der EU. Das  sagte Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis am Mittwoch am Rande des EU-Gipfeltreffens in Brüssel dem rumänischen Fernsehen. David Cameron habe ihm versichert, dass die Rumänen weiter in Großbritannien bleiben könnten, sagte Iohannis weiter. In Großbritannien arbeiten nach Angaben britischer Behörden von 2015 mehr als 150.000 Rumänen. - dreimal mehr als im Jahr davor. Sie sind durch ihre Geldsendungen eine wichtige wirtschaftliche Stütze ihrer Heimat. Ähnlich ist die Situation in vielen Ländern Mittel-Osteuropas.

  • 6/29/2016 10:32:53 AM   David Klaubert

    Wie viele Briten suchten bei Google "Was ist die EU?"

    Angereichert mit viel Häme ist nach dem  Brexit-Referendum eine Meldung verbreitet worden:  "Die Briten suchen wie verrückt bei Google, was die EU überhaupt ist". 

    Der Blogger Steve Patterson hat sich nun die Daten von Google einmal genauer angeschaut. Die Meldung bezieht sich demnach auf den untenstehenden Tweet von Google und damit auf die Suchanfrage "Was passiert, wenn wir die EU verlassen".
    Und auf der Grundlage älterer Google-Zahlen kommt Patterson zu dem Ergebnis: Nach dem Referendum fragten nicht einmal 1000 Briten Google nach der EU. Er schätzt die Zahl auf eher 430 pro Tag. Keine besonders hohe Zahl - und wohl auch keine Meldung wert.

  • 6/29/2016 10:45:00 AM   Tillmann Neuscheler
    Sinken in Großbritannien jetzt die Zinsen? Die Ratingagentur Fitch rechnet damit noch in diesem Jahr. Wahrscheinlich werde die Bank of England den Schlüsselsatz zur Versorgung der Finanzinstitute mit Geld im Jahresverlauf auf 0,25 von derzeit 0,5 Prozent senken, teilten die Bonitätswächter am Mittwoch mit. Die amerikanische Ratingagentur rechnet zudem damit, dass die amerikanische Notenbank ihre ins Auge gefasste Zinserhöhung bis zum Jahresende aufschiebt.

  • 6/29/2016 11:27:02 AM   Oliver Kühn
    David Cameron muss sich zur Stunde im britischen Unterhaus der Angriffe der Opposition erwehren. Es geht dabei vor allem um die Gründe, warum die Bevölkerung für einen Brexit gestimmt hat. Doch Cameron geht in die Gegenoffensive und greift den Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn an: "Es mag im Interesse meiner Partei sein, dass der Gentleman dort sitzt, doch es ist mit Sicherheit nicht im Interesse unserer Nation. Und ich muss sagen, um Gottes Willen, Mann, gehen Sie!".
  • 6/29/2016 11:30:37 AM   Tillmann Neuscheler
    Die Fragestunde im britischen Unterhaus mit David Cameron können Sie hier live verfolgen.
  • 6/29/2016 11:52:40 AM   Tillmann Neuscheler
    "In Gottes Namen, Mann, gehen Sie!"


    ruft David Cameron dem
    Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn im britischen Parlament zu. Es sei zwar für die Konservativen nützlich, wenn Corbyn weiter die Opposition führe, aber nicht im nationalen Interesse. Die Labour-Fraktion revoltiert seit Tagen gegen den Parteilinken Corbyn und hatte ihm am Dienstag mit großer Mehrheit das Misstrauen ausgesprochen. Das Votum hat aber keine bindende Konsequenz. Corbyn, der von der Parteibasis im Herbst überraschend ins Amt gewählt worden war, will nicht zurücktreten. Cameron selbst hat unmittelbar nach dem Brexit-Votum seinen Rücktritt angekündigt.
     


  • 6/29/2016 12:17:56 PM   Timo Steppat
    "Keine breite Diskussion über Ausrichtung der EU": Merkel gibt nach dem Gipfeltreffen in Brüssel eine Pressekonferenz. Sie berichtet, es habe keine breite Diskussion über die Schaffung neuer Verträge gegeben. Merkel nennt die Zuständigkeiten für den Austritt Großbritanniens. Der Europäische Rat solle die Leitlinien schaffen, die Kommission die Umsetzung betreuen, aber auch das Europäische Parlament werde eingebunden. 
  • 6/29/2016 12:23:22 PM   Timo Steppat
    "Keine Verhandlungen, bevor es ein Austrittsgesuch gibt"
     
    Ein britischer Journalist fragt auf der Pressekonferenz in Brüssel abermals nach dem Zugang zum Binnenmarkt für Großbritannien. Merkel verweist auf ihre gestrigen Äußerungen, wonach es nach einem Austritt keinen Zugang zum Binnenmarkt mehr gebe. Genau das wünschen sich die Briten aber, um ihre Wirtschaft zu stützen. Ins Detail gehen wollte Merkel aber nicht. Würde sie sich vorab äußern, entspräche dies den inoffiziellen Gesprächen, die sie eigentlich vermeiden möchte. "Keine Verhandlungen, bevor es ein Austrittsgesuch gibt", wiederholte sie.
  • 6/29/2016 12:55:30 PM   Timo Steppat
    "Wer Zugang zum Binnenmarkt will, muss Grundfreiheiten achten"
     
    EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker betont in einer Pressekonferenz in Brüssel, dass einen Zugang zum Binnenmarkt nur haben kann, wer die Grundfreiheiten innerhalb der EU akzeptiert. Dazu zählt etwa, der freie Zugang zum Arbeitsmarkt – genau das galt aber als Motiv vieler Brexit-Befürworter.
  • 6/29/2016 2:25:59 PM   Cai Philippsen
    Liebe Leser,
    an dieser Stelle beenden wir unseren Liveticker zum britischen EU-Referendum. Auf FAZ.NET und unserer Brexit-Sonderseite werden wir natürlich auch weiterhin ausführlich über die Entscheidung der Briten und die Folgen für das Land sowie die Europäische Union berichten.
    Ihre FAZ.NET-Redaktion
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