Brexit

Brexit



  • 6/24/2016 12:17:01 PM   Bernhard Clemm
    Referendum verloren? Dann eben nochmal: Nach dem knappen Sieg der Brexit-Befürworter fordern viele Briten eine zweite Volksabstimmung. Mehr als 115.000 Menschen unterzeichneten bis zum frühen Freitagnachmittag online eine entsprechende offizielle Petition. Teilweise brach die Webseite unter den Anfragen zusammen.
     
    Das Parlament werde das Anliegen für eine Debatte in Betracht ziehen, hieß es auf der Webseite, nachdem eine Zahl von 100.000 Unterzeichnern erreicht worden war. Zudem soll die Regierung auf die Petition antworten - dafür waren 10.000 Unterstützer notwendig.
     
    Die Unterzeichner fordern ein zweites Referendum, wenn bei einer Wahlbeteiligung von bis zu 75 Prozent keine Seite mindestens 60 Prozent der Stimmen erreicht. Das gestrige Ergebnis genügt diesen Ansprüchen wenig überraschend nicht: Bei einer Wahlbeteiligung von 72 Prozent hatten knapp 52 Prozent für den Brexit gestimmt.
  • 6/24/2016 12:26:36 PM   Bernhard Clemm
    Labour-Chef Jeremy Corbyn unter Druck: Zwei Abgeordnete seiner Partei haben einen Misstrauensantrag beim Geschäftsführer der Parlamentariergruppe, John Cryer, eingereicht. Der Antrag liest sich schlicht und einfach: "Wir wünschen folgenden Antrag zur dringenden Diskussion durch die Labour-Parlamentariergruppe einzureichen: Dass die Labour-Parlamentarier kein Vertrauen in Jeremy Corbyn als Chef der Labour-Parlamentarier hat." Jetzt muss der Cryer entscheiden, ob der Antrag am Montag diskutiert wird.
  • 6/24/2016 12:28:54 PM   Bernhard Clemm
    Euro-Nachfrage: Das britische Reiseunternehmen Thomas Cook hat nach eigenen Angaben den Devisenverkauf über seine Homepage wegen der überwältigenden Nachfrage nach Euros ausgesetzt. In den Filialen vor Ort würden nur noch Beträge bis zum Limit von 1000 Pfund umgetauscht.
     
  • 6/24/2016 1:01:59 PM   David Klaubert
    Neuer Ruf nach Unabhängigkeit in Schottland

    In Schottland hat eine Mehrheit von 62 Prozent für den Verbleib in der EU gestimmt. Regierungschefin
    Nicola Sturgeon sieht im Ausgang des Brexit-Referendums daher einen Grund für eine zweite Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands. "Die Möglichkeit eines zweiten Referendums muss auf dem Tisch liegen und liegt auf dem Tisch", sagte Sturgeon am Freitag. Wenn das schottische Parlament dem zustimme, werde die Gesetzgebung für ein zweites Referendum vorbereitet - kündigt die "Scottish National Party" auch auf ihrer Homepage an:


    (Screenshot: FAZ.NET)


  • 6/24/2016 1:15:58 PM   David Klaubert

    Der sieht doch aus wie ... Genau: Das ist der Vater von Boris Johnson, dem früheren Londoner Bürgermeister, der die Brexit-Kampagne vorangetrieben hat. Anders als sein Sohn trägt Stanley Johnson aber ein Pro-EU-T-Shirt. (Foto: dpa)


  • 6/24/2016 1:33:19 PM   David Klaubert


    Anders als bei Wahlen in Deutschland wurden beim Brexit-Referendum keine umfassenden Nachwahlbefragungen durchgeführt.
    Präzise Daten zur Wählerstruktur und dem Abstimmverhalten gibt es deshalb nicht, wohl aber Hinweise durch Umfragen vor und nach dem Referendum. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov und „The Times“ haben am Donnerstag unmittelbar nach Schließung der Wahllokale 3766 der Wähler befragt, die sie bereits vor dem Referendum nach ihrem Wahlverhalten befragt hatten. Eine der Erkenntnisse: Die Alten wählten den Brexit, die Jungen die EU.

    Zur ausführlichen Wahlanalyse meiner Kollegen Oliver Georgi und Timo Steppat  geht es hier.
  • 6/24/2016 2:05:35 PM   David Klaubert
    Vor dem Parlament in London findet gerade eine kleine Demonstration statt - berichtet unser Kollege Oliver Kühn von dort. Vor allem Jugendliche halten Schilder in die Luft unter anderem mit dem Slogan "Don´t fuck with my future". Sie sind wütend auf das Ergebnis und darüber, dass sie selbst noch zu jung zum Abstimmen waren.
  • 6/24/2016 2:12:57 PM   David Klaubert
    Obama: "unerlässliche Partner"

    Washington respektiert nach den Worten von Präsident Barack Obama die Entscheidung der Briten, aus der Europäischen Union auszutreten. Die EU und Großbritannien seien für die
    Vereinigten Staaten "unerlässliche Partner", sagte Obama. Die Sonderbeziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien werde fortdauern. Obama hatte sich vor dem Referendum über einen Verbleib oder ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU gegen einen Brexit ausgesprochen.
  • "We respect the choice the people of the United Kingdom have made." —Hillary #BrexitVote http://pbs.twimg.com/media/CluJUxjWEAAZEWM.jpg

  • 6/24/2016 3:43:50 PM   David Klaubert
    Wird studieren in Großbritannien für Deutsche nun teurer?

    Großbritannien ist bei internationalen Studenten äußerst beliebt: Insgesamt waren 2013 etwa 15.700 Deutsche an einer britischen Hochschule eingeschrieben, hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Wer sich künftig aber für ein Auslandsstudium auf der Insel interessiert, dem drohen höhere Studiengebühren. Denn Studenten aus dem EU-Ausland zahlen bislang den günstigeren Satz, den auch britische Studenten berechnet bekommen. Künftig könnten sie mit dem deutlich teureren Satz für EU-Ausländer belangt werden. Außerdem könnte das Vereinigte Königreich aus dem europäischen Bildungsprogramm Erasmus herausfallen. Erasmus unterstützt Studenten im Ausland finanziell. Allerdings ist es keine Pflicht, für eine Teilnahme EU-Mitgliedschaft zu sein. Island etwa oder auch die Türkei machen ebenfalls bei Erasmus mit.

    Weitere Fragen und Antworten zu möglichen Folgen des Brexits finden Sie hier.
  • 6/24/2016 4:34:05 PM   David Klaubert

    (Grafik: dpa)


  • 6/24/2016 6:29:47 PM   Martin Benninghoff
    Obama telefoniert mit Merkel und Cameron: Der amerikanische Präsident Barack Obama hat nach der Brexit-Entscheidung Großbritanniens mit Premierminister David Cameron und Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Die Vereinigten Staaten würden sich mit den europäischen Verbündeten weiter abstimmen, um die Stabilität des globalen Finanzsystems sicherzustellen, sagte Obama am Freitag eingangs einer Rede an der Universität Stanford (Kalifornien). Er sei sich mit Cameron darin sicher, dass das Land einen geordneten Ausstieg aus der Europäischen Union sicherstellen werde. Obama lobte Cameron als sehr engen Partner. Der Präsident sagte, Merkel und er seien der Ansicht, dass die europäischen Partner und Amerika in den kommenden Monaten eng zusammenarbeiten müssten. Die Abstimmung über einen Brexit habe auch mit den andauernden Veränderungen und Herausforderungen der Globalisierung zu tun gehabt, sagte Obama.
  • 6/24/2016 6:33:47 PM   Martin Benninghoff
    Verheugen wirft Staatschefs Tatenlosigkeit vor: Nach dem Brexit hat der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen die europäischen Staats- und Regierungschefs scharf angegriffen. Ihre Tatenlosigkeit sei für die gegenwärtige Situation mitverantwortlich, sagte er am Freitag dem MDR. Man könne Zuständigkeiten, die Brüssel an sich gezogen habe, selbstverständlich auch wieder zurückgeben. Es müsse nicht immer alles zur gleichen Zeit im gleichen Tempo und in der gleichen Reichweite geschehen. „Aber ich muss leider sagen, dass unsere Staats- und Regierungschefs die Zeit bisher nicht gefunden haben, eine wirklich ernsthafte Reform der Europäischen Union auf den Weg zu bringen."
  • 6/24/2016 7:26:43 PM   Martin Benninghoff
    Am Samstag treffen sich die Außenminister der sechs EU-Gründerstaaten, und die Marschroute scheint klar, zumindest wenn es nach Frankreichs Außenminister geht: Nach dem Brexit-Votum wollen Paris und Berlin die EU nach Angaben von Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault effizienter machen. Bei den Vorschlägen, die den anderen EU-Staaten vorgelegt werden sollen, gehe es aber nicht um "eine institutionelle Flucht nach vorne", sagte Ayrault am Freitag. Es sei wichtig, konkrete Lösungen für ein besseres Funktionieren der EU zu finden. Es gehe aber nicht darum, noch mehr Souveränität nach Brüssel zu übertragen. "Wenn man sich auf dieses Terrain begibt, riskiert man, alle zu blockieren", warnte er.
  • 6/24/2016 7:30:29 PM   Martin Benninghoff
    Wie reagieren Europas Rechtspopulisten auf den Ausgang des Referendums? Kurz gesagt, sie feiern, wie Sie hier lesen können.
  • 6/24/2016 7:45:59 PM   Martin Benninghoff
    Nach einem langen Brexit-Tag war es das an dieser Stelle. Selten sind nach einem politischen Ereignis derart viele Fragen offen wie nach dem britischen Referendum. Verfolgen Sie unsere Berichterstattung zum Thema in den nächsten Tagen und Wochen bei FAZ.NET.
  • 6/27/2016 5:16:00 AM   Cai Philippsen

    EU-Kommissionspräsident: Juncker will Brexit für Euro-Vollendung nutzen

    FAZ.NETEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will nach dem Austrittsvotum Großbritanniens die Währungsunion ausweiten. In der Europäischen Union soll es nur noch eine Währung geben: den Euro.
  • 6/27/2016 5:16:23 AM   Cai Philippsen

    Nach dem Brexit-Votum: Am Rand Europas wird die Luft dünn

    FAZ.NETNach dem Brexit-Entscheid hat Europa keine Wahl: Mittelfristig müssen sich der Binnenmarkt und das Währungsgebiet einander angleichen. Für die Länder an der europäischen Peripherie bedeutet das: Sie müssen prüfen, ob sie dort wirklich bleiben wollen.
  • 6/27/2016 5:17:08 AM   Cai Philippsen

    Aussitzen des „Brexits“: Camerons größter Coup?

    FAZ.NETDavid Cameron will den Austrittsprozess nach der Brexit-Entscheidung seinem Nachfolger überlassen. Ein cleverer Schachzug, mit dem die Briten Zeit gewinnen – und am Ende vielleicht doch in der EU bleiben. Ein Gastbeitrag.
  • 6/27/2016 5:20:00 AM   Oliver Georgi
    Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, fordert die britische Regierung zum Wochenbeginn noch einmal zu schnellen Verhandlungen über den Austritt aus der EU auf. "Wir haben über viele Jahre Unsicherheit gehabt, weil Großbritannien sich nicht entscheiden konnte, was seine Rolle in Europa ist", sagt er der "Passauer Neuen Presse". "Nun herrscht Klarheit - und die gilt."
  • 6/27/2016 5:23:08 AM   Cai Philippsen
    Guten Morgen liebe Leser,
    das Brexit-Votum der Briten bestimmt weiterhin die Nachrichten. Wie reagieren die Börsen am Montag? Rutscht das Pfund weiter ab? Und wie geht es in London weiter, spielen Cameron und sein möglicher Nachfolger Johnson weiter auf Zeit? Verfolgen Sie unsere Brexit-Berichterstattung auf unserer Sonderseite
    oder hier im Liveblog.

  • 6/27/2016 5:23:10 AM   Oliver Georgi
    Vor Beginn des Börsenhandels ist die Stimmung sichtbar nervös - nicht nur in Großbritannien. Der britische Finanzminister George Osborne will mit einer Erklärung noch vor Handelsbeginn die Finanzmärkte beruhigen. Osborne werde sich am Montag um 8 Uhr (MESZ) äußern, teilt ein Sprecher in London mit.
  • 6/27/2016 5:44:51 AM   Oliver Georgi
    EU-Digitalkommissar Günther Oettinger fordert Großbritannien
    auf, die Scheidung von der EU rasch in die Wege zu leiten.
    "Der nächste
    Schritt muss von London aus kommen"
    , sagt er im Deutschlandfunk.
    Jeder Tag
    Unklarheit schrecke Investoren in aller Welt ab, in Großbritannien, aber auch
    Europa ihr Geld einzusetzen.


  • 6/27/2016 5:55:04 AM   Oliver Georgi

    "Border Tart": Eine Bäckerei in der schottischen Grenzstadt Selkirk ist schon auf die EU-Außengrenze Schottland/England vorbereitet, sollte England aus der EU austreten und Schottland als unabhängiges Land in der Union bleiben. (Foto: afp)


  • 6/27/2016 6:00:49 AM   Tillmann Neuscheler
    Mit dem Brexit muss jetzt auch über den künftigen Sitz der Bankenaufsichtsbehörde EBA und der Arzneimittelagentur Ema gesprochen werden. Beide  haben ihren Sitz bislang in London und müssen nun umgesiedelt werden, weil alle EU-Behörden in einem EU-Land ansässig sein müssen.  Laut der Nachrichtenagentur Reuters bereitet die EU den Abzug der Bankenaufsicht mit  deren 159 Mitarbeitern schon vor. Wohin ist aber noch unklar. Mehrere Metropolen gelten als interessiert. Als wahrscheinlichste Standorte für die EBA gelten derzeit Frankfurt und Paris. Aber auch Mailand hat sich ins Gespräch gebracht
  • 6/27/2016 6:08:29 AM   Oliver Georgi
    Auch Frankreich will eine schnelle Scheidung. Finanzminister Michel Sapin erklärt, Großbritannien solle den EU-Austrittsprozess rasch einleiten.
  • 6/27/2016 6:17:57 AM   Tillmann Neuscheler
    George Soros: Habe nicht gegen das Pfund spekuliert
     
    Der Investor George Soros meldet sich zu Wort, er war durch seine Wetten gegen das Pfund im Jahr 1992 berühmt geworden. Diese Mal aber will er ausdrücklich nicht zu den Gewinnern der Pfund Abwertung gehören. Soros lässt einen Sprecher erklären: Er habe vor dem  Brexit-Entscheid in Großbritannien nicht gegen die Währung gewettet. Im Gegenteil: Er habe vor dem Referendum sogar auf das Pfund gesetzt. Die Währung hat durch das Brexit-Votum massiv an Wert verloren. Der Sprecher sagte aber, Soros habe durch andere Investments profitiert.
  • 6/27/2016 6:19:39 AM   Oliver Georgi

  • 6/27/2016 6:21:38 AM   Tillmann Neuscheler
    Der britische Finanzminister George Osborne will mit einer Erklärung noch vor Handelsbeginn die Finanzmärkte beruhigen. Hier können Sie seine Rede und die Fragerunde live verfolgen.
  • 6/27/2016 6:36:11 AM   Tillmann Neuscheler
    In seiner ersten öffentlichen Rede nach dem Referendum  heute Morgen, versuchte  der britische Finanzminister George Osborne, die Märkte zu beruhigen. Er rechne zwar mit anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten, aber sein Land könne die schwierige Herausforderung meistern. Der britische Haushalt werde auch nach dem Brexit-Votum nicht aus dem Ruder laufen: „Niemand sollte unsere Entschlossenheit in Zweifel ziehen, finanzpolitische Stabilität zu gewährleisten.“ Großbritanninen werde aus einer „Position der Stärke“ über den Austritt verhandeln.  Über seine eigene politische Zukunft wollte er sich auf Nachfragen nicht äußern.
  • 6/27/2016 6:37:29 AM   Oliver Georgi
    Papst Franziskus hat nach dem Votum der Briten für den Ausstieg aus der EU vor einer "Balkanisierung" Europas gewarnt. Nach der Brexit-Abstimmung könnten Regionen wie Schottland oder Katalonien ihre Unabhängigkeitsbestrebungen von Großbritannien und Spanien verstärken, sagte der Papst am Sonntagabend auf dem Rückflug von Armenien. Dies könne zu einer "Balkanisierung" Europas führen.


  • 6/27/2016 6:38:26 AM   Oliver Georgi
    Franziskus empfahl der EU, den Mitgliedstaaten mehr Freiheiten zu geben. "Es gibt etwas, was in dieser gewaltigen, schweren Union nicht funktioniert", sagte Franziskus im Flugzeug vor Journalisten. "Wir dürfen das Kind aber nicht mit dem Bade ausschütten", fügte das Oberhaupt der katholischen Kirche hinzu. Damit die EU ihre Kraft zurückerlange, müsse sie offen sein für "Kreativität und gesunde Zwietracht". Sie müsse den Mitgliedstaaten zudem "mehr Unabhängigkeit, mehr Freiheit" geben.
  • 6/27/2016 6:41:23 AM   Oliver Georgi


    "Die EU muss offen für Kreativität und gesunde Zwietracht sein"

    Papst Franziskus äußert sich auf dem Rückflug von Armenien nach Rom zur Brexit-Entscheidung der Briten.
    (Foto: Reuters)

  • 6/27/2016 6:53:55 AM   Tillmann Neuscheler
    Nur Großbritannien könne den Antrag zu einem Austritt nach Artikel 50 des Lissabon-Vertrags  stellen, sagte der britische Finanzminister George Osborne  bei seiner Rede am Morgen. Man werde das erst dann machen, wenn man sich einig sei, welche Regeln man mit der EU anstrebe.
  • 6/27/2016 6:59:20 AM   Tillmann Neuscheler
    Nach den heftigen Turbulenzen am Freitag könnten sich heute die Aktienmärkte etwas beruhigen. Zumindest in Asien haben sie sich erholt. Der japanische Leitindex Nikkei beendete den Handel am Montag mit einem Plus von fast 2,4  Prozent.
  • 6/27/2016 7:04:05 AM   Tillmann Neuscheler
    Pfund verliert weiter
    Die britische Währung ist weiter unter Druck. Das Pfund verbilligte sich am Morgen um bis zu 2,3 Prozent auf 1,336 Dollar.
  • 6/27/2016 7:30:50 AM   Cai Philippsen
    Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach dem Brexit-Schock am Montag zunächst etwas stabilisiert. Eine klare Richtung fehlte allerdings im frühen Handel. Der Dax kam mit einem Minus von 0,03 Prozent auf 9554,67 Punkte kaum vom Fleck. Vor dem Wochenende war der deutsche Leitindex nach dem  überraschenden britischen Votum gegen die EU-Mitgliedschaft anfangs um 10 Prozent abgesackt - zum Börsenschluss stand er noch knapp 7 Prozent im Minus. (dpa)
  • 6/27/2016 7:35:20 AM   Oliver Georgi
    Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat sich gegen "unnötigen Druck" auf Großbritannien bei der Umsetzung des Brexit-Votums ausgesprochen. "Die ganzen Verhandlungen werden mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen, da kommt es nun auf ein paar Wochen auch nicht an", sagte Kauder am Montag im ARD-"Morgenmagazin" mit Blick auf Forderungen der EU-Führung, dass London nun schnell den formellen Austrittsantrag vorlege.

    Kauder rief dazu auf, auch künftig für gute Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu Großbritannien zu sorgen.
    Gerade für die deutsche Automobilindustrie sei das Land ein wichtiger Exportmarkt. Zugleich machte er deutlich, dass es für die Briten "keine Extrawürste" und "keine Geschenke" geben dürfe.
  • 6/27/2016 7:35:38 AM   Tillmann Neuscheler
    Italien bereitet Hilfspläne für Banken vor
    Italiens Banken sind nach dem Brexit offenbar noch mehr angeschlagen als bisher. Das Land bereitet Presseberichten zufolge Hilfspläne für den Bankensektor vor. Die italienischen Geldhäuser sind besonders von faulen Krediten belastet, die sich auf ein Drittel der Euro-Zone belaufen. Wie die Zeitung "Il Fatto Quotidiano" berichtet, denkt die Regierung auch über Teilverstaatlichungen nach.
  • 6/27/2016 7:41:04 AM   Oliver Georgi

    Unter druck: der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn verlässt am Montagmorgen sein Haus in London. (Foto: afp)

  • 6/27/2016 7:47:48 AM   Oliver Georgi
    Tagelang war er in der Versenkung verschwunden, jetzt meldet sich der frühere Londoner Bürgermeister und Brexit-Wortführer Boris Johnson zu Wort, der als potentieller Nachfolger für Premierminister David Cameron gilt: Er geht davon aus, dass Großbritannien weiter vom europäischen Binnenmarkt und der Arbeitnehmerfreizügigkeit profitieren wird.

    Briten würden weiterhin in der Lage sein, in der EU zu reisen, zu arbeiten, Häuser zu kaufen und sich niederzulassen, schreibt Johnson in einem Gastbeitrag im "Daily Telegraph" (Montag).
    Auch der freie Zugang zum europäischen Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen werde nicht eingeschränkt, prophezeite Johnson.

    Gleichzeitig werde Großbritannien aber wieder "demokratische Kontrolle über die Einwanderungspolitik übernehmen".
    Demnach soll ein "humanes Punktesystem, das an den Interessen von Handel und Industrie ausgerichtet ist", die Zuwanderung zum Vereinigten Königreich beschränken. Zudem werde eine substanzielle Geldsumme nicht mehr an Brüssel überwiesen, sondern komme etwa dem britischen Gesundheitssystem zu Gute. Großbritannien werde sich, wenn auch nur langsam, von der "unmäßigen und undurchsichtigen" Gesetzgebung der EU befreien, schrieb Johnson.

  • 6/27/2016 8:07:10 AM   Oliver Georgi
    Großbritannien sollte nach den Worten des polnischen Außenministers Witold Waszczykowski nicht zu einem schnellen Austritt aus der EU gezwungen werden. Die EU hätte mehr dafür tun müssen, das Land in der Union zu halten. "Wir brauchen mehr Zeit zum Nachdenken", sagte er und gab den EU-Politikern eine Mitschuld am Ausgang des Referendums. In Großbritannien haben viele Polen Arbeit gefunden.

  • 6/27/2016 8:09:28 AM   Tillmann Neuscheler
    Ungarn will Firmen aus Großbritannien ins Land locken
    Ungarns Regierung bereitet ein Willkommenspaket für Unternehmen vor, die nach der Brexit-Entscheidung der Briten das Land verlassen werden. Das sagte Wirtschaftsminister Mihaly Varga der Zeitung "Vilaggazdasag". Einzelheiten nannte er nicht. Einen Austritt Ungarns aus der EU schloss er aus.
     
  • 6/27/2016 8:13:46 AM   Christoph Scherbaum
    Amerikas Banken kappen ihre Prognose für den Kurs des britischen Pfunds
    Die Bank of America erwartet nun am Jahresende nur noch einen Kurs von 1,30 Dollar nach bislang 1,59 Dollar. Goldman Sachs geht davon aus, dass das Pfund in drei Monaten 1,32 (bislang: 1,47) Dollar und zum Jahresende 1,34 Dollar kosten wird. Die Bank of America kappte zudem den Euro-Kurs zum Dollar auf 1,05 von bislang 1,08 Dollar. 
  • 6/27/2016 8:23:07 AM   Tillmann Neuscheler
    Kein Schweiz-Status für Briten
    Großbritannien außerhalb der EU kann nicht automatisch einen Zugang zum EU-Markt wie die Schweiz erhalten, sagt der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault.
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