Brexit

Brexit



  • 6/27/2016 2:06:56 PM   Alexander Armbruster
    Boris Johnson hat einen Gastbeitrag geschrieben, in dem er sich erstmals seit dem Sieg seiner Leave-Kampagne detaillierter äußert dazu, was er nun tun möchte. Guardian-Redakteur Martin Kettle hat einzelne Wörter und Sätze analysiert und decodiert, was der frühere Londoner Bürgermeister, der nun als möglicher nächster Premierminister gehandelt wird, gemeint haben könnte. Hier geht es zum Text (auf Englisch).
  • 6/27/2016 2:11:48 PM   Jacqueline Vieth
    Den Kollegen aus dem Finanzressort geht es bei den Schwankungen an den Märkten aktuell wahrscheinlich wie Kermit:
  • 6/27/2016 2:11:51 PM   Alexander Armbruster
    Warum Angela Merkel möchte, dass Jean-Claude Juncker EU-Kommissionspräsident bleibt, erklärt unser Berliner Korrespondent Günter Bannas. Der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek forderte gerade den Rücktritt Junckers, weil dieser sich nicht engagiert genug in die britische Abstimmung eingemischt habe - tatsächlich hielt sich Juncker auf Wunsch der britischen Regierung zurück. Hier geht es um Text.
  • 6/27/2016 2:14:47 PM   Timo Steppat
    Labour-Chef Corbyn gerät zunehmend unter Druck: Nachdem am Morgen sein Vize Tom Watson die direkte Konfrontation gesucht hatte – er fragte in der BBC, ob Corbyn sich auf den schmerzhaften Machtkampf einlassen wolle –, meldet sich nun eine weitere Schattenministerin, die zurücktreten will. In diesem Fall ist es Luciana Berger, zuständig für psychische Gesundheit. Damit hat der per Urwahl gewählte Corbyn inzwischen etwa die Hälfte seines Schattenkabinetts verloren. Bisher gab er sich trotzig, er denke nicht an Rücktritt, sagte er. Labour-Chef Corbyn hatte sich wie der britische Premier Cameron für den Verbleib der Briten in der EU eingesetzt.
  • 6/27/2016 2:34:00 PM   Oliver Kühn
    Großbritanniens Premierminister David Cameron hat Bestrebungen, einen Austritt des Landes aus der EU doch noch abzuwenden, eine Absage erteilt. „Die Entscheidung muss akzeptiert werden und der Prozess, die Entscheidung bestmöglich umzusetzen, muss jetzt beginnen“, sagte Cameron am Montag den Abgeordneten des britischen Unterhauses. Er habe das Ergebnis nicht gewollt, es könne aber nicht angezweifelt werden.
    Die britische Regierung bildet eine Abteilung aus Mitarbeitern verschiedener Ressorts und Experten, um die Austrittsverhandlungen mit der EU vorzubereiten. Sie solle die Ziele für die künftigen Beziehungen zur EU und zum Rest der Welt ausarbeiten, Cameron. Sein Nachfolger, der die Verhandlungen führen soll, solle von Anfang an die besten Ratgeber haben. Die Verhandlungen seinen die komplexeste Aufgabe seit Jahrzehnten.
  • 6/27/2016 2:34:00 PM   Oliver Kühn
    David Cameron hat begonnen.
  • 6/27/2016 2:42:07 PM   Oliver Kühn
    Jeremy Corbyn antwortet.
  • 6/27/2016 2:43:29 PM   Oliver Kühn
    Die Menschen trauen den Politikern nicht mehr, sagt der Labour-Vorsitzende. Corbyn fordert, Rassismus müsse gestoppt werden. Die Sprache und der Ton müssten ruhiger werden. In den Kampagnen wurden zu viele Halbwahrheiten und Lügen verbreitet. Es sei beschämend, dass Politiker, diese verbreitet haben, obwohl sie wussten, dass die falsch sind, so Corbyn. In den Kampagnen wurden zu viele Halbwahrheiten und Lügen verbreitet. Es sei beschämend, dass Politiker, diese verbreitet haben, obwohl sie wussten, dass die falsch sind, so Corbyn.
    Die Regierung hat keinen Plan, wirft Corbyn der Gegenseite vor. Er fordert, dass Labour in die Verhandlungen eingebunden wird und dass die Regierung auf Steuererhöhungen verzichtet.
    Zum Abschluss seiner Rede dankt Corbyn Cameron für dessen Dienst im Amt des Premierministers.

  • 6/27/2016 2:50:19 PM   Alexander Armbruster
    Noch einmal der Hinweis: Wer JETZT LIVE die Debatte mit verfolgen möchte, kann das hier tun http://parliamentlive.tv/event/index/4166e746-b9af-41b2-8a71-983be4680fb4
  • 6/27/2016 2:56:53 PM   Alexander Armbruster
    Jetzt sprechen die Schotten und erklären, dass sie in der EU bleiben werden und keine Absicht haben, auszutreten. Dann bringen sie auch ein Referendum wieder ins Spiel. Und sie sagen: Offenbar haben diejenigen, die für einen Austritt warben, keinen Plan! Damit beziehen sie sich mutmaßlich darauf, dass der frühere Londoner Bürgermeister Boris Johnson nach dem offenkundig auch ihn überraschenden Ergebnis erst einmal abgetaucht ist - auch um Kricket zu spielen...
  • 6/27/2016 2:57:43 PM   Alexander Armbruster
    Ein Blick auf die Finanzmärkte: Pfund weiter 4 Prozent im Minus, der marktbreite britische FTSE 250 steht rund 6 Prozent tiefer, der FTSE 100 gut 2 Prozent.
  • 6/27/2016 2:58:27 PM   Alexander Armbruster
    Cameron antwortet: Der beste Deal für UK außerhalb der EU sollte auch der beste Deal für Schottland sein.
  • 6/27/2016 3:05:11 PM   Alexander Armbruster
    Eine Labour-Abgeordnete fragt, ob die Regierung den aufkommenden Rassismus gegenüber EU-Ausländern nicht diesen in die Schuhe wird, sondern dafür sorgen wird, dass das aufhört.

    Cameron antwortet kurz zusammen gefasst : Rassismus hat keinen Platz im Vereinigten Königreich.
  • 6/27/2016 3:14:36 PM   Alexander Armbruster
    Ein konservativer Abgeordneter, der für den Brexit warb, bittet Cameron darum, den anderen EU-Ländern zu sagen, dass Großbritannien weiterhin gerne mehr aus der EU kauft als in den Staatenbund verkauft (er spielt auf das Leistungsbilanzdefizit an), aber nicht die Personenfreizügigkeit akzeptieren möchte und auch nicht in den EU-Haushalt einzahlen möchte.

    Cameron antwortet, dass die Verhandlungen kompliziert werden.
  • 6/27/2016 3:17:22 PM   Alexander Armbruster
    Zwischendrin eine weitere Lese-Empfehlung: Boris Johnson & Co. haben keinen Plan, kommentiert unser Außenpolitik-Chef Klaus-Dieter Frankenberger. Zu seinem Text geht es hier entlang.
  • 6/27/2016 3:22:01 PM   Alexander Armbruster
    Jetzt geht es noch einmal um den Zeitpunkt, zu dem die Regierung Artikel 50 aufrufen wird - den Artikel, der den Austrittsprozess formal einleitet. Cameron wiederholt, dass dies sein Nachfolger entscheiden wird.
  • 6/27/2016 3:26:24 PM   Alexander Armbruster
    Drei Mythen der Brexit-Entscheidung - unser Wirtschafts-Onlinechef Patrick Bernau beschreibt, warum es zu kurz greift, jetzt einfach zu klagen, die alten Briten hätten einfach die Jüngeren aus der EU gedrängt. Hier geht es zu seinem Text.
  • 6/27/2016 3:36:10 PM   Alexander Armbruster
    Ein konservativer Abgeordneter fragt, ob Gerüchte stimmen, nach denen Cameron schon Ende August abtreten könnte.

    Cameron antwortet nicht direkt. Er sagt, er sei nun zuständig dafür, dass Stabilität einkehrt und dass er seine Amtsgeschäfte an einen Nachfolger übergibt.
  • 6/27/2016 3:40:24 PM   Alexander Armbruster
    Zwischenzeitlich außerhalb des Vereinigten Königreiches...

    Der Chef der polnischen Regierungspartei Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, fordert nach einem Bericht der Agentur Reuters den Präsidenten des EU-Rates, den polnischen Politiker Donald Tusk, zum Rücktritt auf. Tusk sei direkt verantwortlich für den Brexit,  erklärt Kaczynski.

    In Finnland wiederum bringt ein führender Abgeordneter der mitregierenden Partei Die Finnen ein Referendum nach britischen Vorbild über den Verbleib des Landes in der EU ins Spiel. Dies sollte eine der Fragen bei der nächsten Parlamentswahl 2019 sein,  sagt Sampo Terho ebenfalls laut Reuters. Seine Partei ist Teil der Koalitionsregierung in Helsinki und verfolgt einen EU-kritischen Kurs.
  • 6/27/2016 3:46:45 PM   Alexander Armbruster
    Cameron bekräftigt mehrfach, dass die Kampagnen-Zeit nun vorbei ist und dass die Regierung nun wieder zusammenstehe gemeinsam.
  • 6/27/2016 3:52:07 PM   Alexander Armbruster
    Wunschdenken? Gideon Rachman, der Außenpolitik-Chef der britischen Finanzzeitung "Financial Times" hat einen langen Kommentar geschrieben mit dem Titel "Ich glaube nicht, dass der Brexit kommt" - hier entlang geht es zu seinem Text.
  • 6/27/2016 3:58:45 PM   Alexander Armbruster
    Rachman schreibt, dass Boris Johnson nur für den Brexit Wahlkampf betrieben habe, weil er Premierminister werden wolle, die Kampagne sei für ihn Mittel zum Zweck. Wenn er einmal im Amt sei, könne er seine Position zur EU ändern. Als Hinweis darauf wertet Rachman ein Zitat Johnsons aus dem Februar: “There is only one way to get the change we need — and that is to vote to go; because all EU history shows that they only really listen to a population when it says No.

    Die EU müsse Johnson nur das Zugeständnis machen, einen Notfallmechanismus aktivieren zu können, mit dem Britannien auch die Zuwanderung aus anderen EU-Ländern begrenzen könne - dann würde Johnson ein zweites Referendum gewinnen. Hmh....
  • 6/27/2016 4:00:50 PM   Alexander Armbruster
    Jetzt haben sich die Reihen im House of Commons merklich gelichtet. Wer den Rest ansehen möchte, hier noch einmal der Link: http://parliamentlive.tv/event/index/4166e746-b9af-41b2-8a71-983be4680fb4
  • 6/27/2016 5:02:09 PM   David Klaubert
    Deutschland, Frankreich und Italien wollen gemeinsam Vorschläge machen, um der Europäische Union nach dem Brexit-Votum einen "neuen Impuls" zu verleihen. Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit Italiens Regierungschef Matteo Renzi und Frankreichs Präsident François Hollande in Berlin an. Die Vorschläge etwa zu den Bereichen Sicherheit und Wirtschaftswachstum sollten von den verbleibenden 27 EU-Mitgliedstaaten in den kommenden Monaten beraten werden. Merkel, Renzi und Hollande waren zu Beratungen über die Folgen des britischen Votums für den Austritt aus der EU zusammengekommen. Am Dienstag beginnt dann ein zweitägiger EU-Gipfel in Brüssel.
  • 6/27/2016 5:11:49 PM   David Klaubert
    Sinn Fein fordert Referendum zur Wiedervereinigung Irlands

    Der irische Nationalist Gerry Adams hat ein Referendum zur Wiedervereinigung Irlands gefordert. Das zu
    Großbritannien gehörende Nordirland habe beim EU-Referendum mit klarer Mehrheit für den Verbleib in der Gemeinschaft gestimmt, dem müsse Rechnung getragen werden, sagte der Chef der nationalistischen Partei Sinn Fein im Parlament in Dublin. Auch die Regierung im unabhängigen Irland, das der EU angehört, müsse dies in Betracht ziehen. Nordirland hatte sich mit fast 56 Prozent für die EU entschieden. Dagegen habe das gesamt-britische Austrittsvotum für Belfast keine Gültigkeit.

    Der irische Premierminister Enda Kenny verlangte baldige Verhandlungen mit London, etwa über die Grenzfrage. Die „Fortschritte der letzten zwei Jahrzehnte“ zwischen Belfast und Dublin müssten gewahrt werden. Das Referendum löste vor allem Sorge aus, das zwischen den beiden irischen Staaten wieder eine „feste Grenze“ errichtet werde. (dpa)
  • 6/27/2016 5:20:09 PM   David Klaubert
    Die Nachfrage nach irischen Pässen ist nach dem  Referendum sprunghaft angestiegen. Irlands Außenminister sah sich am Montag genötigt, um Zurückhaltung zu bitten: Der Ansturm könne die Behörden lähmen, so dass diejenigen Anwärter in Schwierigkeiten kämen, die wirklich dringend einen Pass brauchten. „Das gestiegene Interesse zeigt deutlich, dass einige britische Bürger sich sorgen, dass sie plötzlich ihre Rechte als EU-Bürger verlieren“, sagte Charles Flanagan. Das sei „in absehbarer Zukunft“ aber nicht der Fall. Einen irischen Pass kann beantragen, wer entweder im Land geboren wurde oder irische Eltern hat. Unter bestimmten Umständen reichen auch irische Großeltern.


  • 6/27/2016 5:37:29 PM   David Klaubert
    Polnischer Außenminister fordert Rücktritt von EU-Führungspersonal

    Polens Außenminister Witold Waszczykowski verlangt, die Macht in Europa stärker von der EU-Kommission auf die Staats- und Regierungschefs im Europäischen Rat
    zu verlagern. „Ein Teil der Führung der EU sollte ihren Rücktritt einreichen“, sagte Waszczykowski am Montag nach einem Treffen mit den Chefdiplomaten von neun anderen Staaten in Warschau. „Die europäischen Institutionen sollten anfangen, sich an die Brust zu schlagen“, sagte er. Zugleich rief er zur Arbeit an einem neuen EU-Vertrag auf.

    Die polnische Regierungschefin Beata Szydlo forderte, die Vertreter der Kommission sollten die politische Verantwortung für das Brexit-Votum übernehmen. Sie sprach sich für einen Umbau der Union aus, der „den Europäern die Möglichkeit gibt, über ihre Angelegenheiten zu entscheiden“.
  • 6/27/2016 6:16:02 PM   David Klaubert
    Die Erklärung von Merkel, Hollande und Renzi im Überblick

    Deutschland, Frankreich und Italien fordern nach dem Brexit-Votum Großbritanniens einen

    „neuen Impuls“ für Europa. Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande sowie der italienische Regierungschef Matteo Renzi wollen dazu auf dem EU-Gipfel an diesem Dienstag drei Bereiche mith oher Priorität vorschlagen. Auf dieser Grundlage sollten die Staats- und Regierungschefs dann im September die gemeinsamen Herausforderungen diskutieren. Sie sollten sich auf konkrete Projekte verständigen, die in Europa in den nächsten sechs Monaten für Wachstum und Sicherheit umgesetzt werden:

    INNERE UND ÄUSSERE SICHERHEIT: Die Außengrenzen sollen geschützt und in den Nachbarregionen für Frieden und Stabilität gesorgt werden, insbesondere im Mittelmeerraum, in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten. „Wir werden im Kampf gegen den Terrorismus in Europa nur dann erfolgreich sein, wenn wir gemeinsam handeln“, heißt es zudem. Das Gemeinschaftsgefühl müsse wieder aufgebaut und in Städten gegen soziale Ausgrenzung vorgegangen werden. Die europäische Verteidigung müsse weiterentwickelt werden.

    WIRTSCHAFT UND SOZIALER ZUSAMMENHALT: „Europa muss sein Wohlstandsversprechen an seine Bevölkerung halten“, heißt es in der Erklärung. „Wir brauchen mehr Wachstum, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Arbeitsplätze zu schaffen, insbesondere für junge Menschen.“ Es seien mehr Investitionen notwendig. Für die Euro-Länder seien weitere Schritte nötig, um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Konvergenz zu stärken.

    JUGENDPROGRAMME: „Europa wird nur dann erfolgreich sein, wenn es seinen jungen Menschen Hoffnung gibt“, heißt es in der Erklärung weiter. Die europäischen Initiativen für Fort- und Weiterbildung, Unternehmertum und europaweiten Zugang zu Arbeitsplätzen müssten gestärkt werden.
  • 6/27/2016 6:30:53 PM   David Klaubert
    Wenn wir uns über alles einig sind, dann machen sich die anderen Sorgen. Wenn wir nicht einer Meinung sind - was selten der Fall ist -, dann machen sich die anderen noch mehr Sorgen. Also haben wir beschlossen, dass wir uns lieber einig sind.

    Frankreichs Staatspräsident  François
    Hollande über seine Beziehung zu Deutschland und zu Kanzlerin Angela Merkel
  • 6/27/2016 7:16:18 PM   David Klaubert
    S&P stuft Großbritannien um zwei Stufen herab

    Die Ratingagentur S&P hat Großbritannien um zwei Stufen
    herabgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten würden nun noch mit "AA" bewertet statt wie bislang mit der Bestnote "AAA", teilten die amerikanischen Bonitätswächter am Montag mit. Der Schritt spiegele das Risiko einer massiven Verschlechterung der externen Finanzierungsbedingungen wider. Eine mögliche Abspaltung Schottlands und Nordirlands stellten weitere Herausforderungen für das Land dar. Ein Brexit könnte auch zu einer Abwanderung von Geldhäusern führen. Zudem könnte das Pfund Sterling als globale Reservewährung an Bedeutung verlieren. Der Ausblick sei negativ. Damit droht Großbritannien eine weitere Herabstufung. Ein niedrigeres Rating kann höhere Kosten bei der Schuldenaufnahme zur Folge haben.
  • 6/27/2016 8:57:44 PM   David Klaubert
    Auch Fitch stuft Großbritannien herab

    Nach dem Votum für einen Brexit hat eine weitere der großen Ratingagenturen Großbritanniens
    Kreditwürdigkeit herabgestuft. Fitch nahm die Bonitätseinstufung von „AA+“ auf den drittbesten Wert „AA“ zurück. Die Entscheidung für einen Austritt aus der Europäischen Union habe einen negativen Effekt auf die britische Wirtschaft, die öffentlichen Finanzen sowie die politische Kontinuität, erkläre Fitch am Montagabend. Fitch kürzte angesichts der erwarteten Unsicherheit die Wachstumsprognosen für dieses und die kommenden beiden Jahre.
  • 6/27/2016 9:13:05 PM   David Klaubert
    Wer wird Camerons Nachfolger?

    Seit der Rücktrittankündigung des britischen Premierministers David Cameron am Freitag wird über mögliche Nachfolger spekuliert. Das Magazin "Spectator" berichtet nun, dass Gesundheitsminister Jeremy Hunt sehr wahrscheinlich einen Anlauf unternehmen werde, Cameron zu beerben.

    Camerons Nachfolger soll nach Angaben einer Parteikommission spätestens am 2. September feststehen. Der Findungsprozess in der konservativen Partei solle kommende Woche beginnen.
  • 6/28/2016 1:27:47 AM   Michael Radunski
    Ein möglicher Nachfolger ist weniger
    Neben Gesundheitsminister Hunt wäre auch Finanzminister George Osborne ein möglicher Cameron-Nachfolger. Doch Osborne will offenbar nicht kandidieren. Er habe sich sehr für einen Verbleib Großbritanniens in der EU eingesetzt, sagte der konservative Politiker gegenüber der Zeitung „Times“. Er akzeptiere zwar das Ergebnis des Referendums, könne allerdings nicht für die Einigkeit stehen, die seine Partei jetzt benötige.
  • 6/28/2016 2:47:06 AM   Michael Radunski

    Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen

    Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), sieht nach dem Brexit stärkere militärische Anforderungen auf Deutschland zukommen. „Jedenfalls hat Deutschland jetzt noch mehr Verantwortung“, sagte Bartels den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Für EU-Missionen gebe es nach Großbritanniens Ausscheiden einen potenziellen Truppensteller weniger. „In Europa wird es sicherheitspolitisch in Zukunft noch mehr auf Deutschland und Frankreich ankommen“, sagte Bartels. (AFP)

  • 6/28/2016 3:18:24 AM   Michael Radunski

    Warnung vor weltweiter Unsicherheit

    Der Brexit hat nicht nur Folgen für Großbritannien und die EU. Der Austritt verursacht nach Einschätzung des stellvertretenden IWF-Chefs Zhu Min enorme politische Unsicherheit. Zudem werde das globale Wirtschaftswachstum unter Druck gesetzt, sagt Zhu beim Weltwirtschaftsforum im nordchinesischen Tianjin.

  • 6/28/2016 3:43:11 AM   Michael Radunski
    EU-Parlament fordert Klarheit
    Nach dem Nein der Briten zu Europa nehmen die Konservativen und Christdemokraten im EU-Parlament  den scheidenden britischen Premier David Cameron in die Pflicht. „Von Premier Cameron erwarten wir, dass er beim Gipfel Klarheit schafft, wie es nach dem Referendum weitergehen soll“, sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
    Der Gipfel beginnt am Dienstagnachmittag in Brüssel. Zuvor kommt das Europaparlament zu einer Sondersitzung zusammen.
    „Er (Cameron) hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass für sein Land und Europa keine Phase der Unsicherheit eintritt“, fuhr Weber fort. Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 Staaten müssten bei dem zweitägigen Spitzentreffen „ein Signal der Besonnenheit, Geschlossenheit und Stärke“ geben. (dpa)
  • 6/28/2016 4:21:26 AM   Michael Radunski

    Schäuble: Das hätten sie sich vorher überlegen sollen

    Bundesfnanzminister Wolfgang Schäuble ist nach dem britischen Brexit-Votum tief enttäuscht. Großbritannien werde definitiv die EU verlassen. Er glaube nicht, dass die Entscheidung umkehrbar sei, sagte Schäuble in Künzelsau. Ihn selbst habe das Ergebnis des Votums tief enttäuscht. Er finde es schon zum Weinen, sagte Schäuble. Offenbar sei den Briten nun zwar ebenfalls zum Weinen zumute. Das nütze jetzt aber auch nichts, das hätten sie sich vorher überlegen sollen.

  • 6/28/2016 4:53:03 AM   Michael Radunski

    Wagenknecht will EU-Referenden auch in Deutschland

    Nach dem Referendum in Großbritannien hat sich die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, für Referenden über EU-Verträge auch in Deutschland ausgesprochen. „Ich halte es für richtig, der Bevölkerung die Chance zu geben, über wichtige Fragen wie TTIP oder europäische Verträge abzustimmen“, sagte Wagenknecht der Zeitung „Welt“ (Dienstag).

  • 6/28/2016 5:19:46 AM   Lorenz Hemicker
    Seit sich am gestrigen Abend das Ausscheiden der "Three Lions" im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft gegen Island (1:2) abzeichnete, überbieten sich Nutzer in den sozialen Netzwerken mit sarkastischen Querverweisen zum Brexit.
     
  • 6/28/2016 5:26:36 AM   Lorenz Hemicker
    Der Präsident des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo), Clemens Fuest, geht davon aus, dass der Brexit unumkehrbar ist. Es werde ein bisschen dauern, bis alles wieder im Lot sei, sagte er im Deutschlandfunk. Die Erschütterungen seien schon sehr groß. Fuest rechnet mit Verzögerungen,  was die Unsicherheit verlängern könnte. Das sei aber Gift für die Wirtschaft. (Reuters)
  • 6/28/2016 5:28:31 AM   Tillmann Neuscheler
    Ryanair will neue Flugzeuge außerhalb Großbritanniens stationieren

    Nach dem "Brexit"-Votum will Europas größter Billigflieger seine Investitionen in Großbritannien eindampfen. ". Im nächsten Jahr seien keine neuen Maschinen für die britischen Strecken vorgesehen. "Wir werden unser ganzes Wachstum in die Europäische Union lenken", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in einem  Interview dem  "Wall Street Journal".

  • 6/28/2016 5:39:54 AM   Lorenz Hemicker
     
    Die Online-Petition auf der Online-Präsenz des britischen Parlaments zur Abhaltung eines zweiten Brexit-Referendums dürfte noch am Dienstagvormittag die Vier-Millionen-Marke überspringen. Wie bereits gesagt lässt sich daraus jedoch nicht schließen, dass vier Millionen Briten die Petition unterzeichnet haben.

    Petition: EU Referendum Rules triggering a 2nd EU Referendum

    Petitions - UK Government and ParliamentWe the undersigned call upon HM Government to implement a rule that if the remain or leave vote is less than 60% based a turnout less than 75% there should be another referendum.
  • 6/28/2016 5:51:39 AM   Tillmann Neuscheler
    Der britische Finanzminister George Osborne will nicht Nachfolger von Premierminister David Cameron werden. Er sei nicht der Richtige, um die konservativen Tories zu führen, weil er für einen Verbleib in der EU geworben habe, schreibt Osborne in der "Times" vom Dienstag. Obwohl er das Ergebnis des Referendums akzeptiere, sei er "nicht die Person, die der Partei die Einigkeit geben kann, die sie braucht."
  • 6/28/2016 5:54:59 AM   Tillmann Neuscheler
    Der Absturz des Pfund Sterling ist vorerst gestoppt. Am Tag fünf nach dem Brexit-Referendum verteuerte es sich am Dienstag um 0,7 Prozent auf 1,3305 Dollar. Am Freitag und Montag war es allerdings um insgesamt mehr als zehn Prozent abgestürzt und war mit 1,3118 Dollar zeitweise so billig wie zuletzt 1985.
  • 6/28/2016 5:56:01 AM   Lorenz Hemicker
    Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat sich dagegen gewandt, Großbritannien zu einem unverzüglichen Austrittsantrag an die EU zu drängen. "Ich glaube, unsere Linie muss nun sein: kein Aktionismus", sagt er. Man müsse Ruhe und Besonnenheit  bewahren. Emotionale Reaktionen, wie etwa von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, seien nicht hilfreich. (Reuters)
     
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