DLD 16

DLD 16

Die wichtigsten Nachrichten und Themen der Konferenz bisher:

  • Europa überlegt weiterhin, wie es Technik-Konzerne in der Größe der Amerikaner bekommen kann.
  • EU-Kommissarin Margarethe Vestager will Datenschutz nicht dem Wettbewerb überlassen. Im Verfahren gegen Google widerspricht sie einem Google-Argument.
  • WhatsApp-Gründer Jan Koum kündigt an, dass sein Dienst für Nutzer kostenlos wird. Er will Geld von Unternehmen, die Nachrichten an Nutzer schicken.

Wir haben heute zwei Livestreams, weil es zwei Bühnen gibt. Die obere Bühne und die die untere Bühne.

  • 1/17/2016 9:33:22 AM   Patrick Bernau
    Guten Morgen aus dem HVB-Forum in München! Das DLD-Team erledigt die letzten Aufbauten, und auch wir geben unserem Redaktionsraum gerade den letzten Schliff. In rund drei Stunden beginnt das Programm. Wir freuen uns auf Nachrichten, Thesen und Diskussionen um die digitale Zukunft. Es wird spannend!
  • 1/17/2016 9:47:44 AM   Patrick Bernau
  • 1/17/2016 10:06:25 AM   Patrick Bernau
    Wir haben viele Interviewtermine und berichten live von den öffentlichen Vorträgen und Diskussionen. Zudem übertragen wir die Panels im Livestream.
  • 1/17/2016 10:35:24 AM   Patrick Bernau
  • 1/17/2016 11:59:03 AM   Jonas Jansen

    So langsam wird es voll - an Steckdosen mangelt es glücklicherweise nicht. Das wäre auch fatal auf einer Digitalkonferenz.

  • 1/17/2016 12:14:08 PM   Britta Beeger

    Kleines Gruppenselfie vom F.A.Z.-Team bevor es losgeht - wir freuen uns!

  • 1/17/2016 12:23:48 PM   Patrick Bernau
    Ein buntes Programm liegt vor uns: EU-Kommissarin Margarethe Vestager spricht über ihre Wettbewerbsverfahren gegen Google und Co. Instagram erzählt, wie es mit dem Geschäft weitergehen soll. Spannende Startups stellen sich vor. Aber auch du Old Economy ist dabei: Heute Nachmittag erklärt Tom Enders von Airbus seine Sicht der Digitalisierung.
  • 1/17/2016 12:31:21 PM   Patrick Bernau
    Für alle, die im Bild zuschauen möchten, haben wir auch einen Livestream.
  • 1/17/2016 12:35:42 PM   Patrick Bernau
    Während hier das Intro-Video läuft und DLD-Gründerin Steffi Czerny die Gäste begrüßt, freuen wir uns schon mal auf die Rede von EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Sie beschäftigt seit Monaten Google - und die ganze Digitalbranche: mit einem Verfahren wegen Missbrauchs der Marktmacht. Zudem steht steht sie für den Kampf gegen Steuerverschiebung. Wir sind gespannt, was sie in der Rede sagt - und in unserem Interview später heute Nachmittag.
  • 1/17/2016 12:39:18 PM   Patrick Bernau
  • 1/17/2016 12:47:38 PM   Patrick Bernau
    Der israelische Investor Yossi Vardi gehört eindeutig zum Herz der DLD. "Letztes Jahr ist einer in der ersten Reihe eingeschlafen. Ich sagte zu seinem Nachbar: Weck ihn auf. Aber der sagte: Du hast ihn zum Einschlafen gebracht, weck du ihn auch wieder auf."

    Und einen Moment später: "Wer hat diesen Witz schon mal gehört?" Hände gehen hoch. "Ich bin eindeutig in der Recycling-Branche."
  • Yossi Vardi aka Stand-Up-Comedian. Er zählt 35% neue Teilnehmer, 30% alte Hasen und 35%, die seinen Akzent nicht verstehen. #DLD16
  • 1/17/2016 1:00:43 PM   Patrick Bernau
    Wir sind noch in der Begrüßung. Nach Gründerin Steffi Czerny, nach Yossi Vardi und Verlagsinhaber Hubert Burda spricht jetzt der neue Chefredakteur Dominik Wichmann.

    Die "Infosphere" ist
    das nächste große Ding, glaubt Burda. Was ist das? Was gibt es da zu gewinnen? Um 18 Uhr soll eine Diskussion starten, an der auch Peter Sloterdijk teilnimmt. Wenn der Zeitplan hält.
  • 1/17/2016 1:03:33 PM   Patrick Bernau

    Margrethe Vestager beginnt.

  • 1/17/2016 1:08:54 PM   Patrick Bernau
    Die Kommissarin betont die Balance der Datenverarbeitung:

    "Privatsphäre ist wichtig. Wie können wir Menschen sein, wenn wir keine Privatsphäre haben? Gleichzeitig gibt es große Vorteile, wenn wir Daten teilen – Vorteile, von denen wir früher nur träumen konnten: Verkehr, Krankheitsbekämpfung, Kampf gegen den Klimawandel."


    Der Tausch von Daten gegen Dienstleistung ist ein normales Geschäft, sagt Margarethe Vestager. Die Kommission müsse darauf achten, dass solche Geschäfte fair ablaufen - ob bei Geschäften mit Geld oder mit Daten.
  • 1/17/2016 1:15:32 PM   Patrick Bernau
    Sie verspricht eine Stellungnahme zum Geoblocking vor Ostern. Dabei geht es um die Frage: Dürfen Unternehmen Kunden in einem EU-Land von Diensten aussperren, die für ein anderes EU-Land gedacht waren?
  • 1/17/2016 1:16:09 PM   Patrick Bernau
    Und hier stellt sich die Wettbewerbs-Kommissarin gegen den Wettbewerb: Es gehe ihr nicht darum, dass Internet-Konzerne um guten Datenschutz konkurrieren. Sondern es müsse die richtigen Regeln geben.
  • 1/17/2016 1:24:32 PM   Patrick Bernau
    Kein Wort über das laufende Verfahren gegen Google, wenig Konkretes in der Rede. Sicher ist: Sie will nicht unbedingt an große Datenmengen an sich gehen. Aber: Sie vertraut dem Wettbewerb nicht in Sachen Datenschutz. Wenn das nicht mal die Wettbewerbskommissarin tut, haben feste Regeln in der EU größere Chancen.

    Jetzt doch noch eine Frage zum Google-Verfahren - aber die Antwort sagt nicht viel. Vestager freut sich nur, dass auch die Amerikaner auf Google achten und man in beiden Ländern über Wettbewerb sprechen kann.
  • 1/17/2016 1:30:38 PM   Patrick Bernau
      Wie schlägt sich Europa in der Digitalisierung? Das ist das Thema der nächsten Diskussion.
  • 1/17/2016 1:31:07 PM   Martin Gropp
    Jetzt geht es weiter mit dem Podium: "Europe as a market place"
  • 1/17/2016 1:32:20 PM   Martin Gropp
    Auf der Bühne sitzen Internetunternehmer wie Oliver Samwer, der Chef der Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet, und Jeremy Stoppelman, der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Empfehlungsportals Yelp.
  • 1/17/2016 1:36:30 PM   Martin Gropp
    Als erstes spricht Oliver Samwer: Die digitale Strategie werde nicht bestimmt von Regierungen sondern von den Internetunternehmen selbst. Samwer fordert gleiche Möglichkeiten für alle Unternehmen. Der große Unterschied zu Amerika seien immer noch die Höhe Finanzierungsrunden, in Amerika erhielten Unternehmen immer noch mehr Geld für die Expansion.
  • 1/17/2016 1:39:53 PM   Martin Gropp
    Jeremy Stoppelman vom Empfehlungsportal Yelp spricht als nächstes. Gleiche Wettbewerbsebdingungen seien auch für ein amerikanisches Unternehmen wie Yelp wichtig. Yelps Hauptquartier ist in San Francisco. In Europa dominiere Google zum Beispiel den Suchmarkt, und Yelp sei auch über die Google-Suche stark in Europa gewachsen, sagt Stoppelman. Vor anderthalb Jahren habe Google aber seinen Algorithmus geändert, so dass das Wachstum nicht mehr so schnell erfolge wie bislang. Das besorge ihn.
  • 1/17/2016 1:45:22 PM   Martin Gropp
    Mit auf dem Podium sitzt auch Jens Spahn (CDU), Staatssekretär im Finanzministerium, als einziger Politiker. Europas Situation verbessere sich, sagt Spahn. Aber die Regulierung in Brüssel oder auch Berlin dauere noch viel zu lange. Die Aufgabe der Politik sei es, das Ökosystem zu schaffen für Innovation, etwa was die Bedingungen für Wagniskapital betreffe. Warum investiere der texanische Pensionsfonds in europäische Unternehmen, aber deutsche Pensionfonds nicht, fragt Spahn rhetorisch. Er hält auch Deregulierung für wichtig, etwa was den Mitfahr-Anbieter Uber betrifft.
  • 1/17/2016 1:59:08 PM   Patrick Bernau

    Digitale Spielerei: Wenn man die Glaskugeln verschiebt, tönt in den Kopfhörern die Musik anders.

  • 1/17/2016 1:59:30 PM   Martin Gropp
    Wortmeldungen aus dem Publikum werfen die Frage auf, dass europäische Unternehmen nicht so kundenzentriert sind wie amerikanische Unternehmen. Ein Fragesteller aus Amerika beschwert sich zum Beispiel, dass er in Berlin nicht mit Kreditkarte bezahlen können. Dominik Stein vom Wagniskapitalgeber EQT Partners räumt ein, dass das stimme. Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass Europas Industrie immer noch sehr stark sei, und auch viele Unternehmen sehr erfolgreich mit amerikanischen Firmenkunden zusammenarbeiten.
  • 1/17/2016 2:18:13 PM   Martin Gropp
    Es wird auch darum zwischen den Panelisten und dem Publikum debattiert, warum es keine Unternehmen wie Google oder Facebook in Europa entstehen. Das Podium endet dann mit Ratschlägen der Sprecher. Jeremy Stoppelman sagt, dass man Europa mehr Zeit geben solle. CDU-Politiker Jens Spahn erneuert die Forderung nach einem digitalen Binnenmarkt in Europa. Oliver Samwer ruft zu mehr Risikobereitschaft auf.
  • 1/17/2016 2:19:56 PM   Martin Gropp
    Nun geht es weiter mit dem nächsten Panel. Der Skype-Gründer Niklas Zennström spricht über Innovation in Europa.
  • 1/17/2016 2:25:34 PM   Jonas Jansen
     "Atomico" (dahinter steht Zennström heute) hat herausgefunden, dass mehr 40 Prozent der sogenannten "Unicorns", also Start-Ups, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden, aus dem Silicon Valley kommt. Niklas Zennström sagt, dass die es in Europa allerdings auch große Chancen für Innovation gibt. Firmen aus kleinen Märkten werden in der Zukunft innovativer werden, prophezeit Zennström.
  • 1/17/2016 2:35:26 PM   Jonas Jansen
    Investitionen in Europa liegen durchschnittlich bei 35 Millionen Dollar, sagt Zennström. "Die Chancen, die es in Europa gibt, wachsen viel schneller, als das Interesse an Investoren." Die Qualität der Firmen werde besser und besser in Europa. Zennström will offenbar auch andere Risikokapitalgeber dazu ermutigen, mehr in europäische Firmen zu investieren.
  • 1/17/2016 2:37:27 PM   Jonas Jansen

    Das war es auch schon wieder von dem Skype-Gründer, der Zeitplan ist eng.
    Apropos: der Platz bei den Ladebuchsen ist ebenfalls begrenzt und beliebt.

  • 1/17/2016 2:38:30 PM   Anna Steiner
    Auf der Bühne ist jetzt Jürgen Schmidhuber, der sich mit der künstlichen Intelligenz befasst und dessen Lebensziel es ist, einen Roboter zu erfinden, der schlauer ist, als er selbst.
  • 1/17/2016 2:40:26 PM   Anna Steiner
    Die Methoden, für die Schmidhubers künstliche Intelligenz einst belächelt wurde, werden inzwischen in den größten Unternehmen der Welt genutzt: Microsoft, Apple, Google.
  • 1/17/2016 2:41:56 PM   Jonas Jansen

    (doch auch wenn alle Steckdosen voll sind, hilft Raul Krauthausen mit seinem elektrischen Rollstuhl aus.)
  • 1/17/2016 2:43:42 PM   Anna Steiner
    Schon 1991 entwickelten Schmidhuber und sein Team eine Maschine, die in der Lage war, nach einem Lernprozess hochkomplexe Probleme zu lösen.
    In naher Zukunft, sagt Schmidhuber, wird es kleine Maschine geben, die das Potential eines menschlichen Gehirns hat. Und in einigen Jahrzehnten werden wir kleine Maschinen haben, die so schlau sind, wie alle menschlichen Gehirne zusammen. Im Moment scheint das noch sehr weit weg zu sein, doch der Entwickler gibt sich überzeugt, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.
  • 1/17/2016 2:46:26 PM   Anna Steiner
    Die Spracherkennung ist die beste Demo der künstlichen Intelligenz: Googles Spracherkennung auf Android-Handys ist schon jetzt doppelt so gut wie vor einem halben Jahr. Die Fortschritte sind also sehr viel schneller, als man vielleicht erwarten würde. Und "künstliche Intelligenz" ist schon längst nicht mehr nur eine Nische. Je weiter die Digitalisierung fortschreitet, desto alltäglicher wird sie.
  • 1/17/2016 2:51:18 PM   Anna Steiner
    Trotz der großen Fortschritte, müssen die Forscher zugeben, dass Kinder und selbst Tiere noch intelligenter sind als ihre selbstlernenden Maschinen. Doch schon bald wird es einen Roboter geben - in der vom Schmidhuber so bezeichneten Keimzelle der künstlichen Intelligenz, der Schweiz - der so schlau sein wird wie eine Krähe. Technologische Evolution geht viel schneller als die natürliche Evolution, sagt Schmidhuber. Daher wird es doch nicht mehr allzu lange dauern, bis es Maschinen gibt, die es vom "Intellekt" her mit dem Menschen aufnehmen können.
  • 1/17/2016 2:51:57 PM   Anna Steiner
    "Große Dinge beginnen, während wir hier sprechen", so Schmidhuber am Ende seines Vortrags.
  • 1/17/2016 2:52:15 PM   Britta Beeger
    Weiter geht es mit Jeremy Rifkin, der über den Beginn der dritten industriellen Revolution und die Null-Grenzkosten-Gesellschaft sprechen wird. Mit diesem Thema beschäftigte er sich auch in seinem Buch: „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft - Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus“.
  • 1/17/2016 2:55:00 PM   Britta Beeger

    Rifkin bittet darum, dass zunächst alle ihre Smartphones weglegen, bevor er beginnt.

  • 1/17/2016 2:57:36 PM   Britta Beeger
    Die traurige Realität nach zwei industriellen Revolutionen: hohe Arbeitslosigkeit, eine kleine Gruppe von Menschen akkumuliert einen Großteil des Wachstums, hinzu kommt eine Umweltkrise. "Wir brauchen eine neue Vision, und sie sollte überzeugend sein", sagt Rifkin.
  • 1/17/2016 3:01:11 PM   Britta Beeger
    Konkret spricht er an: Wir brauchen neue Kommunikationstechnologien, neue Energiequellen, neue Transportwege. Rifkin sieht das Ende des Ölzeitalters und von nuklearer Energie gekommen.
  • 1/17/2016 3:10:46 PM   Britta Beeger
    Rifkin spricht über das "Super-Internet der Dinge", welches die weltumspannende Infrastruktur der Kommunikation, der Logistik und der Energie miteinander vernetzt. So können alle direkt miteinander interagieren, jeder produziert sich seine eigenen Apps anhand seines eigenen Datenstroms, das reduziert die Grenzkosten,  die für jede weitere produzierte Einheit entstehen. Damit sind wir bei der These der null Grenzkosten, die Rifkin auch in seinem Buch thematisiert. 
  • 1/17/2016 3:13:09 PM   Britta Beeger
    Damit sei man in der Sharing Economy, die habe viel mit Kapitalismus zu tun, sagt Rifkin. Ganze Industrien seien daran kaputtgegangen. An dieser Stelle erinnert Rifkin an den Musiktauschdienst Napster und seine Auswirkungen auf die Musikindustrie.
  • 1/17/2016 3:15:34 PM   Britta Beeger
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