DLD 16

DLD 16

Die wichtigsten Nachrichten und Themen der Konferenz bisher:

  • Europa überlegt weiterhin, wie es Technik-Konzerne in der Größe der Amerikaner bekommen kann.
  • EU-Kommissarin Margarethe Vestager will Datenschutz nicht dem Wettbewerb überlassen. Im Verfahren gegen Google widerspricht sie einem Google-Argument.
  • WhatsApp-Gründer Jan Koum kündigt an, dass sein Dienst für Nutzer kostenlos wird. Er will Geld von Unternehmen, die Nachrichten an Nutzer schicken.

Wir haben heute zwei Livestreams, weil es zwei Bühnen gibt. Die obere Bühne und die die untere Bühne.

  • 1/17/2016 3:17:38 PM   Britta Beeger

    Den großen Energiekonzernen in Deutschland ergehe es heute wie der Musikindustrie, der Nachrichtenindustrie, den Einzelhändlern, sagt Rifkin: Sie seien ein Opfer der Sharing-Economy, heute produziert jeder seine Energie selbst. Ist das das Ende der Energiekonzerne? Nein, aber sie müssen ihr Geschäftsmodell ändern.

  • 1/17/2016 3:21:26 PM   Britta Beeger
    Das Auto war ein zentrales Element der zweiten industriellen Revolution - in Zukunft erwarten uns fahrerlose Autos. Das Smartphone erkennt, wo in der Nähe ein Auto ist und innerhalb von 90 Sekunden ist es da. Warum wollte man jemals wieder ein eigenes Auto haben wollen? - Das ist Rifkins Vision von der Zukunft des Transports, dem dritten Bestandteils seines "Super-Internets der Dinge".
  • 1/17/2016 3:22:40 PM   Martin Gropp

    Jeremy Rifkin auf der Bühne der Digitalkonferenz.

  • 1/17/2016 3:26:14 PM   Britta Beeger
    Ich bin kein Technologie-Optimist, sagt Rifkin. Er wisse nicht, ob man all das rechtzeitig erreicht, um den Klimawandel aufzuhalten. Aber was ist die Alternative? In der zweiten industriellen Revolution stecken bleiben? Eine rhetorische Frage von Rifkin.
  • 1/17/2016 3:30:56 PM   Britta Beeger
    Wir brauchen einen Bewusstseinswandel, sagt Rifkin. "Es gibt keinen Plan B, wenn wir eine Zukunft für die Menschheit wollen."
  • 1/17/2016 3:49:30 PM   Jonas Jansen
    In der Pause werden hier gerade Drohnen vorgestellt. Eine filmt zB. Nummernschilder und schickt direkt den Strafzettel, wenn man falsch parkt. Einige im Publikum scheinen dieser Neuheit doch sehr skeptisch gegenüberzustehen. Die Gründe dafür sind vorstellbar
  • 1/17/2016 3:50:20 PM   Jonas Jansen

    20 Minuten kann diese Drohne fliegen. Allerdings nicht unbemerkt - sie ist ziemlich laut.

  • 1/17/2016 3:55:17 PM   Jonas Jansen
    Nun tritt Airbus-Chef Tom Enders auf. Er gilt hier als "Old Economy", spricht deshalb jetzt über Digitalisierung.
    "Das ist ein irritierendes Umfeld für mich", gibt er gleich zu Beginn zu. Investorenkonferenzen sei er gewöhnt, aber nicht solche Veranstaltungen. Die DLD sei allerdings inspirierend.
  • 1/17/2016 3:56:57 PM   Jonas Jansen

    Tom Enders mit Rebecca Blumenstein, stellvertretende Chefredakteurin des "Wall Street Journal"

  • 1/17/2016 3:59:46 PM   Jonas Jansen
    Beim Sundance-Film-Festival arbeitet Airbus mit Uber zusammen. Dann kann man über die Uber-App einen Helikopter bestellen.
  • 1/17/2016 4:02:12 PM   Jonas Jansen
    Allein: Was kostet der Spaß?
    Enders verrät es nicht, allerdings sei es ein "aufregendes Pilotprojekt". Die Doppeldeutigkeit scheint keine Absicht in der Aussage des Airbus-Chefs zu sein.
  • 1/17/2016 4:04:28 PM   Jonas Jansen
    "Wir wollen herausfinden, wie wir elektronische Entwicklungen schneller schaffen", sagt Enders. Deshalb arbeitet Airbus mit Start-ups zusammen. Kosten und Zeit könnten noch deutlich verkleinert bzw. verkürzt werden.
  • 1/17/2016 4:08:19 PM   Jonas Jansen
    Derzeit gebe es wenig gute, geopolitische Nachrichten zum Jahresbeginn, sagt Enders. Die Rücknahme der Sanktionen gegen Iran seien daher nicht nur für die Luftfahrtbranche eine gute Nachricht. Viele Märkte könnten profitieren. Zu der Nachricht von heute morgen, dass Iran 114 Flugzeuge von Airbus geordert hat, äußert sich Enders - bislang - nicht.
  • 1/17/2016 4:10:53 PM   Jonas Jansen
    Weniger als 0,1 Prozent der Daten würden derzeit in traditionellen Industrien genutzt. In den 80er Jahren konnten Flugzeuge 20000 Parameter messen, heute seien es mehr als 400000. Die Datenmenge sei vorhanden, man müsse sie nur nutzen.
  • 1/17/2016 4:12:59 PM   Jonas Jansen
    "Vor 40 Jahren waren wir auch ein Start-up, auch wenn wir uns nicht als ein solches bezeichneten. Digitalisierung kann uns in eine neue, aufregende Zukunft katapultieren", sagt Enders. Digitale Innovation könne der Flugzeugindustrie einen großen Schub geben.
  • 1/17/2016 4:16:17 PM   Jonas Jansen

    Jetzt auf der Bühne: Regierungssprecher Steffen Seibert. Er spricht - natürlich - über Politische Kommunikation.

  • 1/17/2016 4:17:02 PM   Jonas Jansen
    Die beste Social-Media-Strategie hat laut Seibert das Weiße Haus. "Aber der Vatikan ist auch nicht schlecht."
  • 1/17/2016 4:19:29 PM   Jonas Jansen
    "Wenn wir eine wichtige Nachricht verbreiten wollen, gehen wir auf alle Kanäle. Doch die Art der Nachricht wird durch das Medium verändert."
    Ein YouTube-Video müsse ganz anders angegangen werden, als ein Facebook-Post.
  • 1/17/2016 4:23:59 PM   Jonas Jansen
    Dominik Wichmann möchte wissen, ob Angela Merkel auch Soziale Medien nutzt. Für ihre Arbeit als Bundeskanzlerin habe sie ja ihn, gibt Seibert zurück. Der Twitteraccount @GrumpyMerkel scheint also wirklich ein Fake zu sein. ;)
  • 1/17/2016 4:24:40 PM   Jonas Jansen
    (Darf man 2016 noch Emoticons als Ironiezeichen verwenden?)
  • 1/17/2016 4:26:32 PM   Jonas Jansen

    "Dieses Foto ist um die Welt gegangen. Damit muss man heutzutage rechnen", sagt Seibert. Und auch damit umgehen. Nachrichten und Bilder, die aus dem Kontext gerissen werden, seien eine große Herausforderung. Darauf müsse man sich einstellen. "Aber dieses Foto zeigt nur eine freundliche Kanzlerin."

  • 1/17/2016 4:29:11 PM   Jonas Jansen
    Die Webseiten der Bundesregierung seien häufig von Hackern attackiert worden. Es sei ein Muster an Attacken aus Russland erkennbar, sagt Seibert. "Wir können nicht mit den gleichen Mitteln reagieren, wir sind ein demokratischer Staat."
  • 1/17/2016 4:31:04 PM   Jonas Jansen
    Steffen Seibert entschuldigt sich zum Schluss fast dafür, dass er wie ein Regierungssprecher klinge. Doch sein Beruf sei immer noch sehr erfüllend, deshalb kann er sich momentan keinen besseren vorstellen.
  • 1/17/2016 4:33:42 PM   Martin Gropp
    Nun kommt eine waschechte Internetministerin auf die Bühne: Joana Shields, Ministerin für Internetsicherheit in Großbritannien.
  • 1/17/2016 4:38:56 PM   Martin Gropp
    Shields spricht über die Terrorbedrohungen und Anschläge, für die der sogenannte Islamische Staat derzeit in der ganzen Welt verantwortlich gemacht wird. In der physischen Welt reagiere man mit Polizeiarbeit auf die Bedrohungen. Aber es gebe eine neue Dynamik dieser Bedrohung im digitalen Zeitalter. Das Internet gebe Terroristen eine Plattform, ihre Ideen zu verbreiten ohne dafür verantwortlich gemacht oder daran gehindert zu werden. Der Islamische Staat sei im Einsatz sozialer Medien ein wahrer Meister. Es sei ein zweite Kampf, den die Terrororganisation im Internet führe, um Angst zu schüren und ihre Ideologie an die nächste Generation weiterzugeben.
  • 1/17/2016 4:43:49 PM   Martin Gropp
    Als Beweis für diese These zeigt Shields auf der Bühne einen Ausschnitt aus einem IS-Video, das hochprofessionell produziert wurde. "Ich war absolut geschockt, als ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe", sagt Shields und geht dann auf das Marketing-Geschick des Islamischen Staats ein, das dieser für seine Ziele einsetze. Anders als in er physischen Welt gebe es in der Online-Welt kaum Möglichkeiten, diese Kommunikation einzuschränken. "Wir können uns das nicht mehr als stumme Zeugen anschauen", sagt Shields. Es sei Zeit, mit einer umfassenden Reaktion zu antworten. Gleichzeitig sei es aber wichtig, das Recht auf freie Meinungsäußerung in demokratischen Staaten zu schützen.
  • 1/17/2016 4:46:33 PM   Martin Gropp
    Es gebe Stimmen, die sagen, dies alles sei nur eine Randerscheinung und jede Aktion darauf sei eine Überreaktion, sagt Shields. Sie sehe das anders.
  • 1/17/2016 4:52:32 PM   Martin Gropp
    Nun macht Shields konkrete Vorschläge. Erstens brauche es eine koordinierte Partnerschaft zwischen Staat und Unternehmen, um auf Plattformen Gegenrede-Aktionen zu starten, und den IS-Inhalten etwas entgegenzusetzen. Dazu müsse es mehr Anstrengungen geben, Inhalte der Terrororganisation aus dem Netz zu nehmen.
  • 1/17/2016 4:54:32 PM   Martin Gropp
    Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Freiheit vor schadvollen Inhalten können Seite an Seite existieren, zeigt sich Shields überzeugt.
  • 1/17/2016 5:23:33 PM   Patrick Bernau
    Zum Schluss des Tages geht es um die "Infosphere" - Verleger Hubert Burda hält das für das eigentliche nächste große Ding. Wir sind gespannt.

    Luciano Floridi von der Universität Oxford stellt das Konzept vor. Es ist ein philosophisches.
  • 1/17/2016 5:30:35 PM   Patrick Bernau
    Floridi sagt:

    Inzwischen
    gibt es mehr Kommunikationsgeräte als Menschen. Im Jahr 2012 wurden mehr Daten generiert als in den 5000 Jahren vorher. Aber: Nur ein Prozent davon wird laut einer Cisco-Schätzung genutzt. Was nützen all die Daten, wenn sie keiner nutzen kann? (Das passt auch zu einer Untersuchung, über die wir vor einigen Daten berichtet haben.)
  • 1/17/2016 5:34:31 PM   Patrick Bernau
    "Wir leben immer eher in einer Spülmaschine", sagt Philosoph Floridi. Was meint er damit? Die Spülmaschine ist eine Hülle für einen Roboter. So leben auch wir in einer digitalen Hülle.

    Im Moment müssen Menschen die Spülmaschine füllen. Das ist etwas altertümlich. So etwas gab es schon früher: Früher mussten Frauen die Computer immer wieder neu verkabeln - später dann wurde das Verkabeln unnötig, weil es neue Benutzerschnittstellen gab.
  • 1/17/2016 5:41:16 PM   Patrick Bernau
    Grob zusammengefast sagt Floridi: Wir haben tolle Chancen mit Computern, wenn wir die Umgebung besser auf sie anpassen.

    Darüber spricht jetzt eine ganze Runde von Philosophen, inklusive Peter Sloterdijk.
  • 1/17/2016 5:49:53 PM   Patrick Bernau
    Sloterdijk sagt: Die Menschheit wird ihr verlorenes Firmament ersetzen - die Technik wird uns umgeben, in einer ganz neuen Weise.
  • 1/17/2016 5:54:20 PM   Patrick Bernau
    Die Diskussion können Sie übrigens auch in unserem Livestream verfolgen.
  • 1/17/2016 6:02:57 PM   Patrick Bernau
    Sloterdijk: Die Digitalisierung bringt uns auch unter Druck. Wir sind Nachbarn von 30 oder 40 Millionen Menschen - aber wie geht das?

    Peter Weibel (Zentrum für Kultur und Medien, Karlsruhe) erschafft ein neues Gebot: Du sollst nicht die Daten deines Nächsten begehren.
  • 1/17/2016 6:12:34 PM   Patrick Bernau
    Jeff Jarvis fragt: Sind wir an einer Zeitenwende wie damals, als Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfand? Die Philosophen sagen: mindestens.

    Peter Sloterdijk findest: Es ist die beste Analogie, die ihm einfällt.
    Peter Weibel sieht noch mehr: Dieses Mal bekommen wir einen ganz neuen Informationsträger. Der heutige Umbruch ist viel größer.
    Auch Oxford-Philosoph Floridi findet das Internet wichtiger: Im Internet geht es nicht nur um die Speicherung und Weitergabe von Informationen, sondern auch um die Verarbeitung. Deshalb ist das Internet wichtiger.
  • 1/17/2016 6:13:26 PM   Patrick Bernau
    Darüber können wir jetzt gut noch eine Weile nachdenken. Wir beenden damit unser Liveblog von der Konferenz für heute. Morgen um 8.30 Uhr beginnt die Konferenz wieder. Dann sehen auch wir uns wieder.
  • 1/18/2016 7:30:09 AM   Patrick Bernau
    Guten Morgen aus München! Los geht's mit einer Präsentation über die vier großen Internet-Konzerne: Apple, Amazon, Facebook und Google.
  • 1/18/2016 7:37:15 AM   Anna Steiner

    Steffi Czerny und Dominik Wichmann begrüßen die Zuhörer. "In den letzten Jahren taten mir die Leute leid, die von der Bühne schon um 8.25 Uhr guten Morgen sagen mussten. Dieses Jahr muss ich das. Also: Guten Morgen!"

  • 1/18/2016 7:42:59 AM   Anna Steiner
    Scott Galloway hat keine Zeit für Applaus, aber Unrecht mit seiner Prognose: Auf der DLD sagte er, dass Amazon an Wert einbüßen sollte. Das Gegenteil war der Fall: Amazon kontrollierte November und Dezember im vergangenen Jahr 42,7 Prozent des Online-Handels.
  • 1/18/2016 7:45:07 AM   Anna Steiner
    "Es ist die Welt von Jeff, Larry, TIm und Mark", sagt Galloway. Denn die "vier Großen", bzw. ihre Chefs, kontrollieren in ihrer jeweiligen Sparte den Großteil des Marktes. Magazine und Zeitungen werden "gefacebooked", Facebook hat den traditionellen Medien längst den Rang abgelaufen.
  • 1/18/2016 7:46:38 AM   Anna Steiner
    "Werbung ist sch...", sagt Galloway. "Advertising sucks". Über 68 Prozent der Marken, die in traditionelle Werbung investierten, haben an Wert verloren. Die erfolgreichsten Marken heutzutage werben nicht mehr auf den herkömmlichen Wegen sondern werden immer digitaler.
  • 1/18/2016 7:48:17 AM   Anna Steiner
    Es ist schwer, mehrere Firmen zu finden, die so schnell wachsen wie Amazon und Apple. Selbst Nike, das ein super Jahr hinter sich hat, kann nicht annähernd so schnell wachsen. Nur wenn man das Wachstum von rund einem Dutzend Firmen zusammenfasst, kommt man auf das Wachstum, das Amazon und Apple hinlegen.
  • 1/18/2016 7:52:05 AM   Anna Steiner
    Jetzt spricht Galloway über den "Flop", der die Apple Watch angeblich war. Seiner Meinung nach, ist es kein Flop. Apple ist etwa doppelt so erfolgreich wie die Schweizer Uhrenindustrie zusammengenommen.
    Auch wenn man sich auf der Konferenz hier umsieht: Viele der Teilnehmer hier tragen eine Apple Watch. Mehr dazu gibt es in der Sonderausgabe der FAZ in unserem "Wearables"-Check.
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