DLD 16

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Die wichtigsten Nachrichten und Themen der Konferenz bisher:

  • Europa überlegt weiterhin, wie es Technik-Konzerne in der Größe der Amerikaner bekommen kann.
  • EU-Kommissarin Margarethe Vestager will Datenschutz nicht dem Wettbewerb überlassen. Im Verfahren gegen Google widerspricht sie einem Google-Argument.
  • WhatsApp-Gründer Jan Koum kündigt an, dass sein Dienst für Nutzer kostenlos wird. Er will Geld von Unternehmen, die Nachrichten an Nutzer schicken.

Wir haben heute zwei Livestreams, weil es zwei Bühnen gibt. Die obere Bühne und die die untere Bühne.

  • 1/18/2016 7:53:11 AM   Patrick Bernau

    Viele Firmen verlieren Personal an die großen Internetkonzerne

  • 1/18/2016 7:53:37 AM   Anna Steiner
    29 Prozent der Angestellten von Uber kommen von einem der großen vier Unternehmen. Während der "Brain Drain" zugunsten des Fahrdienstes ausfällt, sieht es bei Yahoo ganz anders aus. Wesentlich mehr Angestellte wechseln von Yahoo zu einem der großen vier Unternehmen, als von diesen zurückkommen. Scott Galloway bezeichnete nicht zuletzt deshalb Marissa Meyer einmal als den überbezahltesten Unternehmenschef überhaupt.
  • 1/18/2016 7:55:44 AM   Anna Steiner
    Auch die Steuerpraxis von Apple bekommt sein Fett weg. Galloway spielt einen Clip ein, in dem Cook sagt: "Wir stimmen mit dem Geist der Gesetze überein". Galloway ist da anderer Meinung.
  • 1/18/2016 7:58:54 AM   Anna Steiner
    Wenn Facebook zwei Milliarden täglich aktive Nutzer hätte (heute hat das soziale Netzwerk rund eine Milliarde täglich aktiver Nutzer) und diese 50 Dollar für die Nutzung bezahlen würden, käme Favebook bereits auf die unglaubliche Summe von einer Trilliarde Marktkapitalisierung. Selbst wenn man von den jetzigen Zahlen ausgeht und einen wesentlich konservativeren Preis verlangen würde, wäre die Marktkapitalisierung fast unvorstellbar groß.
  • 1/18/2016 8:00:48 AM   Anna Steiner
    Trotz der knappen Zeit hat Galloway Zeit für Späße. Er ist sicher, er sei einer der besten Charaktere in einer neuen Verfilmung von Star Wars. Und die Präsentation seiner Wandelbarkeit gibt es auch gleich dazu auf der Bühne. Galloway trägt plötzlich eine Pelzjacke, eine Perücke und performt vor einem laufenden Ventilator ein Liebeslied.
  • 1/18/2016 8:04:17 AM   Anna Steiner
    Dreißig Sekunden später ist Galloway schon wieder zurück in seinem Vortrag: Virtuelle Realität wird nicht so ein großes Ding, wie alle momentan hoffen. Auch der Markt für 3D-Drucker ist nicht so groß, wie wir dachten, sagt Galloway. Außerdem gibt es schon den größten 3D-Drucker der Welt: Es ist China.
  • Scott Galloway performs Adele at @DLDConference: "You can never unsee that." #DLD16

  • 1/18/2016 8:09:11 AM   Anna Steiner
    Scott Galloway ist nun fertig mit seinem Turbo-Vortrag. Und fertig ist er wohl auch im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Publikum ist jedenfalls wach. 
    Hier im Atrium gibt es nun ein Gespräch zum "nächsten Journalismus". Wie sieht der Journalismus der Zukunft aus?
  • 1/18/2016 8:14:08 AM   Anna Steiner
    "Wir müssen Journalismus neu denken. Wir müssen den Beruf des Journalisten neu umdenken, denn es kommt wirklich darauf an, wer ein Journalist ist und als solcher arbeitet", sagt Norman Pearlstine von der Time.

    Zanny Minton-Beddoes vom Economist ist da optimistischer. "Ich denke, man muss einfach nur wissen, was man machen möchte und wie man es versucht."
  • 1/18/2016 8:23:11 AM   Anna Steiner
    Die große Frage dreht sich darum, wie Zeitschriften auch in Zukunft noch Geld verdienen können, angesichts dessen, dass im Internet immer mehr Inhalte frei verfügbar sind. Die allumfassende Antwort auf diese Frage gibt es noch nicht. 
    Der Economist hat inzwischen vieles hinter einer sogenannten Paywall, sagt Minton-Beddoes. Facebook, Google und andere Plattformen werden aber auch von den klassischen Medien als Chance verstanden. Aber Vorsicht ist bei gesponsorten Inhalten geboten. Auch wenn die New York Times nach Angaben von Panel-Moderator Ken Auletta im vergangenen Jahr auf diese Weise viele Einnahmen generieren konnte.
    Marc Al-Hames von Cliqz sagt, dass es für den Konsumenten auch um die Erfahrung geht und nicht nur darum, dass es die Inhalte kostenlos gibt. Unter dem Motto "Stop searching, start surfing" setzt die Suchmaschine Cliqz auf nutzerorientierte Internetrecherche. 
  • 1/18/2016 8:27:23 AM   Anna Steiner
    Adblocking richtet sich nicht unbedingt gegen die traditionelle Werbung, sagt Al-Hames. Stattdessen richtet sich Adblocking vor allem gegen Tracking von Artikeln und Nutzern. Die Gefahr ist, dass man so einfach bei jeder Werbefirma die Daten dann kaufen kann. Das ist nicht nur eine Gefahr für die Nutzer, sondern auch für den Journalismus. 
    Nicht nur der Journalismus verändert sich, sondern auch die Werbung. "Wir müssen ein neues Werbe-Modell entwickeln. Eines, das die Nutzer wollen und das den Unternehmen hilft", sagt Minton-Beddoes
  • Große Unternehmen lernen, dass es nicht reicht, Start-ups zu kaufen - Nikolay Kolev von Deloitte beim #DLD16
  • 1/18/2016 8:44:38 AM   Britta Beeger
    Kleiner Zwischenruf aus dem Maxsaal, dem zweiten Veranstaltungsort hier beim DLD: Hier geht es am Morgen noch einmal um das Thema, das uns auch gestern schon beschäftigt hat – wie ist es um Innovation und Unternehmertum in Europa bestellt? Auf dem Panel sitzen u.a. die frühere EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, heute Sonderbotschafterin der niederländischen Startup-Delta-Initiative und Florin Talpis vom Antivirus-Unternehmen Bitdefender.

    Alle sind sich einig: die Europäer sind zu zögerlich, auch
    den Unternehmen selbst fehlt es an Selbstbewusstsein. Sie bekommen zu wenig Kapital insbesondere in die Wachstumsphase und sind deshalb im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig. Große Unternehmen sind gefordert sich zu engagieren, und Nikolay Kolev von Deloitte zufolge findet gerade ein Umdenken statt: Sie lernen, dass es nicht reicht, ein Start-up zu übernehmen. Sie müssen laufend ihr eigenes Geschäftsmodell überdenken. Zuguterletzt: „Manchmal scheitert man“, sagt Neelie Kroes, aber man könne dennoch etwas erreichen.

  • 1/18/2016 8:49:13 AM   Patrick Bernau

    Immer mal die Folie abfotografieren (Foto: Burda)

  • 1/18/2016 8:59:08 AM   Patrick Bernau
    Wir haben heute übrigens zwei Livestreams, weil es zwei Bühnen gibt.

    Auf der oberen Bühne spricht gerade Instagram-Managerin Marne Levine über Bilder.
    Auf der unteren Bühne geht es um Qualitätsinhalt im Internet.
  • 1/18/2016 9:02:00 AM   Patrick Bernau
    Eine nette Statistik zwischendurch: 2015 wurden mehr ditigale Fotos aufgenommen als von allen analogen Kameras zusammen, sagt Instagram-Managerin Marne Levine. Plötzlich werden alle zu  Dokumentatoren der Welt.
  • 1/18/2016 9:12:53 AM   Patrick Bernau
    "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte"? Es sagt nicht nur mehr, sondern auch schneller. Das menschliche Gehirn braucht 13 Millisekunden, um ein Bild zu verarbeiten, sagt Instagram-Managerin Marne Levine. Im Text könnte man das nicht so schnell transportieren.
  • 1/18/2016 9:15:18 AM   Patrick Bernau
    Demnächst kommt der Fernsehschwerpunkt. Erst spricht der Chef der Online-Videothek Netflix, Reed Hastings, mit ZDF-Moderator Claus Kleber. Danach ist Robert Kyncl von Youtube dran.
  • 1/18/2016 9:26:09 AM   Martin Gropp
    Alt trifft jetzt auf Neu: Auf der großen Bühne inteviewt Claus Kleber vom ZDF den Chef der Online-Videothek Netflix, Reed Hastings.
  • 1/18/2016 9:31:54 AM   Martin Gropp
    Claus Kleber beginnt mit einer Prise selbstironischem Understatement. Er sei als Vertreter des "alten Fernsehens" die Beute, Reed Hastings sei der Jäger. Dann sprechen die beiden darüber, wie Netflix entscheidet, welche Eigenproduktionen das Unternehmen angeht. Sind es die Daten der Nutzer, nach denen entschieden wird, welche Serie Netflix als nächstes produziert, oder ist das eine Bauchentscheidung, will Kleber wissen. Es sei am Ende "informierte Intuition", sagt Hastings. Es gibt viele Daten, die einfließen, am Ende entscheide aber auch der Bauch mit.
  • 1/18/2016 9:38:37 AM   Martin Gropp
    Kleber macht sich scheinbar Sorgen, dass das von ihm moderierte "Heute Journal" im ZDF irgendwann nicht mehr um 21.45 Uhr geschaut wird. Er will von Hastings wissen, ob nicht zum Beispiel im Falle von Nachrichtensendungen immer noch Raum für das "alte, klassische, lineare Fernsehen" sei? Hastings antwortet, dass die jüngere Generation gar nicht mehr wisse, dass man sich zu einer bestimmten Zeit um den Fernseher versammele. "Wir leben nun in einer Auf-Abruf-Welt, und am Ende wird das lineare Fernsehen verschwinden, genauso wie Festnetztelefone."
  • 1/18/2016 9:44:41 AM   Martin Gropp
    Vor kurzem hat Netflix angekündigt, in weitere 130 Länder zu expandieren. Der Dienst ist nach eigenen Angaben nun in mehr als 190 Ländern der Erde verfügbar - doch China fehlt. Kleber fragt, wie sehr sich Netflix verbiegen müsse, um auch auf den chinesischen Markt zu kommen und zum Beispiel den Bedingungen der Behörden gerecht zu werden. Hastings weicht ein wenig aus, und will nicht so recht sagen, wo denn genau die Hürden für Netflix im Reich der Mitte liegen. Er sei aber hoffnungsfroh, dass er irgendwann auch auf dem Markt seinen Dienst anbieten kann. Dass der Apple-Dienst iTunes nun auch Filme in China anbietet und der Unterhaltungskonzern Disney ebenso, sei aber ein gutes Zeichen.
  • 1/18/2016 9:48:32 AM   Martin Gropp
    Kleber stellt stellvertretend für seine Tochter die Frage, die seit kurzem viele Nutzer umtreibt. Bisher war es zum Beispiel in Deutschland technisch möglich über ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk Netflix vorzugaukeln, dass ein Nutzer in den Vereinigten Staaten sitzt statt in Deutschland. So war es möglich, die meist aktuelleren amerikanische Inhalte anzuschauen. Vergangene Woche hat Netflix nun angekündigt, diese Möglichkeit einzuschränken. Hastings sagt, dass die Rechteinhaber, also Produzenten und Filmstudios, diesen Schritt verlangt hätten.
  • 1/18/2016 9:50:42 AM   Martin Gropp
    Nun folgt der nächste Sprecher, Robert Kyncl. Die Reihenfolge ist gut gewählt. Kyncl war Mitarbeiter von Reed Hastings bei Netflix, nun ist er beim Videoportal Youtube, das zu Google gehört. Dort ist er für das operative Geschäft zuständig.
  • 1/18/2016 10:05:20 AM   Martin Gropp
    Der Moderator Jossi Vardi versucht von Kyncl viel Zahlenmaterial zu erfahren. Das Ergebnis: Youtube habe mehr als eine Milliarde Nutzer im Monat, 82 Prozent davon außerhalb der Vereinigten Staaten. In Amerika sei die Nutzung im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent gewachsen. Der Umsatz sei um 50 Prozent gestiegen. Wie viel es ist, lässt Kyncl offen, was Vardi mit einem für ihn typischen Kommentar beantwortet. Youtube wolle die Information der Welt sortieren, Kyncl antworte aber mit einem Satz mit null Information. Das Publikum lacht.
  • 1/18/2016 10:07:15 AM   Jonas Jansen

    Sehr voll ist es vor der Bühne bei Robert Kyncl von YouTube. Der ehemalige Netflix-Mitarbeiter vergleicht sein Portal mit dem Streamingdienst. Auf YouTube sei der Unterschied, dass die Videoersteller sich ihre eigene Zuschauerschaft erarbeiten können - durch Engagement, Mitmachaktionen. Kyncl zählt für Deutschland etwa Sami Slimani auf, einen der bekanntesten Youtuber hierzulande. Der es regelmäßig schafft, seine zumeist jungen Zuschauer dazu zu animieren, seine Videos weiterzuverbreiten und zu empfehlen.

  • 1/18/2016 10:13:50 AM   Martin Gropp
    Zum Schluss gibt es noch ein Spiel: Vardi gibt Begriffe vor, Kyncl muss darauf antworten. Reed Hastings?, fragt Vardi nach dem Netflix-Chef. "Exzellenter Skifahrer und ein phänomenaler Boss", antwortet Kyncl. Jeff Bezos, Amazon-Chef - den kenne er nicht, antwortet Kyncl. Europa? "Hier bin ich geboren und es liegt mir am Herzen." Und schließlich: Regulierung? "Ich wünsche jungen Unternehmern in Europa nur das Beste, und manchmal steht ihnen dabei die Regulierung im Weg."
  • 1/18/2016 10:17:18 AM   Anna Steiner
    Gleich ist Jan Koum von WhatsApp auf der Bühne. Viele hier bei der DLD erwarten eine Ankündigung von Jan Koum. Er sorgte vor zwei Jahren für Aufsehen, als er auf der DLD ankündigte, er werde sein Unternehmen nicht verkaufen und drei Wochen später ging der Nachrichtendienst an den Internetriesen Facebook. Zwei Jahre später ist er zurück bei DLD.
  • 1/18/2016 10:20:59 AM   Jonas Jansen

    Auf der unteren Bühne geht es nun mit Jan Koum, dem Gründer und Chef von Whatsapp weiter. Seit dem Verkauf der Nachrichten-App an Facebook hätten er und sein Team besseren Zugang zu Servern durch die Infrastruktur von Facebook. So sei es möglich gewesen, etwa die Desktop-Anwendung für Whatsapp anzubieten.
    Diese Anwendung scheint Koum wichtig zu sein, was interessant ist: sonst reden alle derzeit eher davon, möglichst in den mobilen Markt zu kommen. Allerdings ist Whatsapp dort auch mit Abstand vorne.

  • 1/18/2016 10:24:11 AM   Britta Beeger
    Im Maxsaal hat der für Technikfragen zuständige Airbnb-Manager Nathan Blecharczyk gerade einen Einblick gegeben in die für das Unternehmen wichtigen Fragen. 2015 war ein weiteres Jahr des Wachstums für den Zimmervermittlungsdienst: Insgesamt haben bis heute 70 Millionen Gäste Airbnb genutzt, davon 35 Millionen im vergangenen Jahr. Etwa die Hälfte der Einnahmen stamme aus Europa, sagt Blecharczyk, der während der DLD selbst – wie könnte es anders sein – auch in einer Airbnb-Unterkunft unterkommt.

    Neue Wachstumsmöglichkeiten sieht Blecharczyk im Bereich der
    Geschäftsreisenden sowie Ferienwohnungen. Auch mache sich Airbnb Gedanken, was man den Gästen über die reine Übernachtung hinaus bieten könne.  

    Wie kann man bei solch einem Wachstum noch sicherstellen,
    dass die Qualität stimme? Man dürfe nicht unterschätzen, wie wichtig die Bewertungen seien, sagt Blecharczyk. „Wer sind wir schon, zu bestimmen, welches Angebot ein gutes ist und welches nicht?“

  • 1/18/2016 10:25:03 AM   Jonas Jansen
    Koum will nicht darüber reden, was Whatsapp als nächstes baut. Das sagt er auf die Nachfrage, ob es von Whatsapp in Zukunft auch Video-Anrufe geben werde.
    "Alles, was wir bauen, bauen wir mit der Idee, dass es auf der ganzen Welt benutzt werden kann." Deshalb sei er nicht auf einzelne Märkte und Länder besonders ausgerichtet.
  • 1/18/2016 10:27:33 AM   Jonas Jansen

    Da ist die Nachricht, die Jan Koum quasi im Nebensatz fallen lässt: Whatsapp wird bald nicht mehr über monatliche Gebühren angeboten. Stattdessen überlege man sich was neues. Das heißt für die Nutzer also bis auf Weiteres: Whatsapp wird kostenlos.

  • 1/18/2016 10:34:33 AM   Jonas Jansen
    Das Geschäftsmodell liegt für Whatsapp in Zukunft mehr darauf, dass Nutzer mit Unternehmen über Whatsapp kommunizieren. Dann könnte man etwa über Provisionen Geld verdienen. Schon jetzt würden kleine Unternehmen mit Kunden kommunizieren. Ein Geschäft verkauft etwa Schokolade über Whatsapp.

    "Wir reden nicht darüber, dass wir Werbung in Whatsapp bauen oder dass bald Spam leichter in dem Whatsappfeed der Nutzer landet." Es gehe um richtige Kundenkommunikation.

    Der Ansatz früher war: Whatsapp nutzt die Telefonnummer als Identifizierung, während der Facebook Messenger den Facebook-Graph benutzt, der nicht über die Telefonnummer funktioniert. Koum beobachtet, dass Nutzer immer mehr Bandbreite für mobile Nachrichten in Services wie Whatsapp, Facebook, Instagram oder Snapchat benutzen würden.
  • 1/18/2016 10:47:08 AM   Patrick Bernau
    Auf der unteren Bühne sucht John Hagel von Deloitte jetzt neue Erzählungen für die Geschäftswelt. Unternehmen sollen Geschichten erzählen, um Kunden zu gewinnen. Nötig ist aber aus seiner Sicht, dass Menschen zum Handeln aufgerufen werden - über "kauft unsere Produkte" hinaus. Er stellt Apple als gutes Beispiel hin, und zwar mit dem Slogan: "Think different", "denk anders". Es sei einer der Gründe, dass Apple fast religösen Status erreicht hat.
  • 1/18/2016 11:02:27 AM   Patrick Bernau

    Werner Vogels (Amazon)

  • 1/18/2016 11:04:35 AM   Patrick Bernau
    Werner Vogels ist einer der wichtigsten Europäer bei Amazon. Er ist Technik-Chef und steckt hinter einem Gechäftsfeld, das immer wichtiger wird: Amazon bietet Rechenkapazität für andere Unternehmen an. Er spricht gerade über Innovation - und sagt: Viele Leute halte Innovation für etwas, das ein ganz neues Produkt sind. Dabei geschieht vieles an wichtiger Innovation hinter den Kulissen.
    Vogels plädiert auch technisch für einfache Lösungen: Komplizierte Entwicklungen funktionieren oft nicht, wenn sie nicht aus einfachen Teilen zusammengebaut sind.
  • 1/18/2016 11:13:07 AM   Patrick Bernau
    Wie geht es weiter mit der Mobilität? Mathias Müller von Blumencron, F.A.Z.-Chefredakteur für digitale Medien, moderiert eine Diskussion mit Vertretern von McKinsey und einem Fraunhofer-Institut.

    Jennifer Dungs vom Fraunhofer-Institut glaubt, dass die Freude am Fahren sich verändert: Von der Freude am Steuern zur Freude, Passagier zu sein.

    Dominik Wee von McKinsey freut sich darauf, dass selbstfahrende Autos den Insassen Zeit bringen: zum Schlafen, Lesen - für alles Mögliche.
  • 1/18/2016 11:19:55 AM   Patrick Bernau
    Wee: In China wollen 80 Prozent der Menschen, dass sich ihr selbstfahrendes Auto an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. In Deutschland nur 20 Prozent.
  • 1/18/2016 11:26:29 AM   Patrick Bernau

    Mathias Müller von Blumencron, Jennifer Dungs, Dominik Wee

  • 1/18/2016 11:38:10 AM   Patrick Bernau
    Eine Facebook-Mitarbeiterin macht sich Sorgen um Arbeitsplätze. Der bekannte Investor Jim Breyer antwortet: Auf der ganzen Welt können so viele Arbeitsplätze geschaffen werden - aber er sorgt sich um die Leute, die abgehängt werden. Auch Facebook solle darüber nachdenken, wie man rund vier Milliarden Menschen auf der Welt ausbilden kann.

    Erst gestern kam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos eine Studie, die wieder einen Arbeitsplatzverlust prophezeit. Solche Narrative sind schon seit einiger Zeit bekannt. Mehr darüber lesen Sie in unserer DLD-Beilage, die morgen auf der Konferenz verteilt wird und am Mittwoch der F.A.Z. beiliegt.
  • 1/18/2016 11:49:30 AM   Patrick Bernau
    Carlo Ratti vom Massachusetts Institute of Technology erklärt gerade, wie Computer helfen, die Bakterien-Flora des Menschen zu untersuchen. Im Abwasser findet man Grippeviren, noch bevor die Grippewelle bekannt wird. Solche Untersuchungen könnten potenziell auch gegen Fettleibigkeit helfen.
  • 1/18/2016 12:00:10 PM   Patrick Bernau
    Wieder wird gefragt: Wem gehören die Daten, die bei der Digitalisierung anfallen, zum Beispiel im Auto: dem Fahrer? Dem Autobesitzer? Dem Hersteller? Der Versicherung? Dieses Mal stellt Thorsten Dirks von Telefonica Deutschland (O2, Base) die Frage.
  • 1/18/2016 12:02:59 PM   Patrick Bernau
    MIT-Forscher Carlo Ratti öffnet die Frage: Wird es die künstliche
    Intelligenz schaffen, mir nicht nur das richtige nächste Buch anzubieten

    - oder auch ein Buch, auf das ich nie gekommen wäre? Wird sie unser
    Leben ärmer machen, oder reicher? Wollen wir das Leben, das wir mit automatischen Empfehlungen bekommen?


    Ähnliche Fragen stellt auch der Publizis Evgeny Morozov, der die Informatiker des "Solutionismus" zeiht: Sie glauben, sie könnten Antworten auf alles ausrechnen. Am Ende stehe zwar eine Lösung, aber das Problem sei kaum noch wiederzuerkennen.

    Oder ist die künstliche Intelligenz einfach noch nicht intelligent genug?

    D
    as Podium vermisst Reed Hastings, der bei Netflix große Erfahrungen mit der automatischen Auswahl von Filmen hat.
  • 1/18/2016 12:19:03 PM   Patrick Bernau
    BMW-Manager Dieter May beschwört den Wandel der Autohersteller zum Mobilitätsdienstleister. Natürlich sieht gerade er das Auto nach wie vor im Zentrum der Mobilität, aber es müsse nicht mehr unbedingt das eigene sein, es könne auch ein geteiltes sein. Und er stellt wieder einmal die Vision vor, dass das Auto weiß, wie die Staulage ist, wann es zu Hause ankommt und wann die Heizung losheizen muss, damit die Wohnung rechtzeitig warm ist.
  • 1/18/2016 12:28:34 PM   Patrick Bernau
    Künftig werde BMW mehr daran gemessen, wie viele Kilometer mit seinen Autos zurückgelegt werden, als an den Verkaufszahlen, glaubt BMW-Manager May. "Wired"-Journalist David Rowan sieht eine Gefahr für BMW, dass da ein Wettbewerbsvorteil verloren geht. May glaubt, es würden sich vor allem die Kunden ändern: Künftig könnten das vor allem Flottenmanagement-Firmen sein.
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