DLD 16

DLD 16

Die wichtigsten Nachrichten und Themen der Konferenz bisher:

  • Europa überlegt weiterhin, wie es Technik-Konzerne in der Größe der Amerikaner bekommen kann.
  • EU-Kommissarin Margarethe Vestager will Datenschutz nicht dem Wettbewerb überlassen. Im Verfahren gegen Google widerspricht sie einem Google-Argument.
  • WhatsApp-Gründer Jan Koum kündigt an, dass sein Dienst für Nutzer kostenlos wird. Er will Geld von Unternehmen, die Nachrichten an Nutzer schicken.

Wir haben heute zwei Livestreams, weil es zwei Bühnen gibt. Die obere Bühne und die die untere Bühne.

  • 1/19/2016 9:08:08 AM   Anna Steiner

    Molly Maloof beschäftigt sich vor allem mit dem Gesundheitsaspekt von Ernährung. In einem Selbstexperiment fand sie heraus, dass sich eine Umstellung der Ernährung positiv nicht nur auf ihre Gesundheit, sondern auch auf ihre Leistung auswirken. Die Frage ist also, wie man Menschen dazu bekommt, mehr ganze Früchte und Gemüse zu essen, anstatt industriellen Nahrungsmitteln.

  • 1/19/2016 9:18:48 AM   Anna Steiner
    Sam Kass arbeitet für die amerikanische Regierung im Bereich der Ernährung. Er sagt, dass der Klimawandel nicht nur die Ernährung verändern wird, sondern dass die Ernährung auch den Klimawandel beeinträchtigt: 27 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen weltweit resultieren indirekt oder direkt im Ausstoß von Methangas, einem der gefährlichsten Treibhausgase mit denen die Atmosphäre kämpft. Die Energieproduktion sei somit nicht das einzige Problem und der einzige Trigger für den Klimawandel.

    Technologie muss dafür sorgen, dass die Verbindung zwischen Konsumenten und dem Essen gestärkt wird und darf keine Barriere bilden.
  • 1/19/2016 9:29:00 AM   Britta Beeger
    Parallel läuft übrigens auch ein Panel zu der Frage: Wohin fließt das Wagniskapital als nächstes? Genannt werden natürlich die großen Themen - Transport, künstliche Intelligenz, virtual reality, Gesundheit, Fintechs. Und weiterhin: Essen. Nenad Marovac von DN Capital warf zwar die Frage auf, wie viele verschiedene Geschäftsmodelle es in diesem Bereich geben kann, was groß werden und global wettbewerbsfähig werden kann. Tom Stafford von DST Global sagte aber auch: "Wir fangen gerade erst an, an der Oberfläche zu kratzen." Essen werde weiter eines der großen Themen bleiben.

    Zwei weitere interessante Themen kamen auf. Zum einen: Wie gehts es mit der Wagniskapitalbranche weiter? Wird sie sich zurückhalten angesichts sehr hoher Bewertungen von Unternehmen insbesondere in Amerika und der Befürchtung, dass bald eine Blase platzen könnte? Avid Duggan von Google Ventures sieht es folgenderma?en: Es könne sein, dass sich vor allem größere Wagniskapitalgeber, die in späteren Phasen einsteigen, vorsichtiger werden. Unternehmen dächten schon jetzt mehr darüber nach, wie sie ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen. Es könne sein, dass das in 2016 noch größere Bedeutung bekommt.

    Zum anderen: Entwickelt sich in Europa ein intaktes Ökosystem für Startups und Wagniskapitalgeber? Hier gab es überwiegend positive Einschätzungen. Avid Duggan von Google Ventures sagte, die Qualität der Geschäftsmodelle habe sich in den vergangenen Jahren sehr verbessert, auch die Visionen der Gründer seien vielversprechend. Und Tom Stafford sagte, DST Global habe 2015 mehr in Startups in Europa investiert als je zuvor. Das solle auch 2016 und 2017 so weitergehen.
  • 1/19/2016 9:31:01 AM   Anna Steiner
    "Landwirtschaft ist sexy", sagt Caleb Harper. Zumindest sollte das so sein. Kimbal Musk sieht die Nahrungsmittelproduktion nicht als technologisches Problem, das beispielsweise im Silicon Valley gelöst werden könnte.

    Die neue Generation der Millenials hat ohnehin bereits eine ganz andere Einstellung zur Ernährung. Anstatt Geld für Dinge wie schnelle und teure Autos auszugeben, bezahlen die jungen Leute lieber Geld für Erfahrungen. Eine positive Entwicklung. Da ist sich das Podium einig.
  • 1/19/2016 9:34:28 AM   Jonas Jansen
    Im Maximiliansaal geht es nun weiter mit dem „goldenen
    Zeitalter des Geschichtenerzählens“.
    Zur „Golden Age of Storytelling“ sitzt Julian
    Morris
    auf dem Podium, ein britischer Schauspieler, der vor allem für seine
    Rolle des Wren Kingston in der Serie „Pretty Little Liars“ bekannt ist.


    Außerdem der amerikanische Autor Daniel Lyons, der früher
    für Forbes und Newsweek gearbeitet hat und unter anderem das Drehbuch für eine
    Folge der HBO-Serie „Silicon Valley“ geschrieben hat.

    Und der
    Vorstandsvorsitzende von Constantin Film, der Filmproduzent
    Martin Moszkowicz.

    Einer seiner ältesten Erfolge ist „Manta, Manta“, einer der neuesten „Türkisch
    für Anfänger“.



  • 1/19/2016 9:42:04 AM   Jonas Jansen
    "Am Ende ist es immer wichtig, welche Geschichten wir erzählen, es ist egal, ob sie auf einer Kinoleinwand, einem Tablet oder einem Fernseher laufen"; sagt Moszkowicz. Mit Constantin Film drängt er aber natürlich auf alle Märkte, von Kino über Fernsehen bis Netflix.

    (Ignorante Redakteure übersehen da bei der Erfolgsaufzählung einfach "Fack Ju Göthe"-1 und 2, die
    natürlich die jüngsten und vor allem größten Erfolge von
    Constantin Film waren.
    Verzeihung.  Immerhin auch mit Elyas M'Barek.)

  • 1/19/2016 9:47:09 AM   Jonas Jansen
    Schauspieler Julian Morris findet, dass das Fernsehen noch nie so vielfältig und noch nie so gut war. Was meinen Sie, liebe Leser? Finden Sie sich heute zwischen Netflix und Mediatheken besser zurecht als früher - oder braucht man die olle Röhre heute weniger denn je?

    Ich sag es mal wie ein höflicher Youtuber: "Schreiben Sie es uns in die Kommentare"!
  • 1/19/2016 9:47:15 AM   Martin Gropp
    Im großen Saal wird nun Philipp Schindler sprechen. Der Deutsche arbeitet seit mehr als zehn Jahren beim Suchmaschinenkonzern Google. Inzwischen ist er "Vice President Global Business Operations". Befragen wird ihn Miriam Meckel, der Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.
  • 1/19/2016 9:54:48 AM   Martin Gropp
    Schindler hat in Hamburg und London gearbeitet, nun lebt er mitten im Herzen der Internet- und Technikbranche im Silicon Valley. Was der Unterschied zu den anderen Orten sei, will Meckel wissen. Dort gebe es eine enorme Menge an Talenten, antwortet Schindler. Es sei ein faszinierender Ort, weil die Menschen dort versuchen, die Welt mit Technik zu verbessern. Die Bereitschaft für Partnerschaften und Zusammenarbeit sei dort sehr groß.
  • 1/19/2016 10:01:55 AM   Jonas Jansen
    Kurz zurück zum Film:

    Heute kann selbst ein Schauspieler aus der zweiten Reihe (also nicht vom Kaliber Leonardo di Caprio oder Jennifer Lawrence) eine ganze neue Zuschauerschaft für einen Film oder ein Produktionsstudio finden. Der Comedian Kevin Hart zum Beispiel hat fast 25 Millionen Twitter-Follower. Wenn Hart nun auf einen Kurzfilm hinweist, sehen das Menschen, die sich sonst vielleicht nicht für solche Filme interessieren würden.

    In Deutschland gehörten auch deshalb Social-Media-Kurzfilme zum Standardprogramm bei "Fack ju Göthe", weil Elyas M'Barek seine große Fanbasis so auf den Film zusätzlich hinweisen konnte und es somit mehr Teaser
  • 1/19/2016 10:04:28 AM   Martin Gropp
    Schindler redet über die Ankündigung aus dem vergangenen Sommer, als Google mitteilte, die Muttergesellschaft namens Alphabet zu gründen. Seitdem ist Google eine Untergesellschaft von Alphabet. Es gehe dabei nicht um die Frage, ob durch die neue Struktur Innovation gestärkt oder geschwächt werde, sagt er. Es gehe um eine Struktur, in der einzelne Projekte unabhängiger und mehr wie Start-ups agieren können. Schindler nennt als Beispiel Google X, in der der Konzern die sogenannten Moonshots entwickelt, Projekte die auf die Zukunft gerichtet sind, etwa das Projekt Loon, also Luftballons, mit denen Google Internet in abgelegene Weltregionen bringen will. Gleichzeitig sei man sich bei Alphabet bewusst, dass das Kerngeschäft - und damit auch die meisten Erlöse - auf absehbare Zeit weiter von Google und dessen Werbegeschäft komme.
  • 1/19/2016 10:04:53 AM   Jonas Jansen
    Auf einer Digitalkonferenz gehört das ständige Twittern übrigens dazu. Nun ist der Kurzmitteilungsdienst aber bereits seit gut einer Stunde gestört. Das bedeutet auf der DLD: Weniger Netzinteraktion, mehr Leute posten auf Facebook oder Snapchat. Und, vielleicht auch nicht ganz unwichtig: Die Leute hören aufmerksamer zu.

    Allerdings hat etwa der Schauspieler Julian Morris seine fast 350 000 Follower dazu aufgefordert, sich mit Fragen an seinem Panel zu beteiligen. Das kommt jetzt natürlich zu kurz.
    Doch wer sich jetzt um die Netz-Nerds sorgt: Noch ist keine Panik auf der Digitalkonferenz ausgebrochen.
  • 1/19/2016 10:10:23 AM   Martin Gropp
    Es geht noch einmal um das Wettbewerbsthema und die Frage, ob Google seine Marktmacht ausnutzt. Schindler möchte darauf mit Verweis auf das laufende Verfahren der EU-Kommission nicht kommentieren. Nur so viel: Er zeigt sich überzeugt, dass es viel Wettbewerb gebe.
  • 1/19/2016 10:11:14 AM   Jonas Jansen

    Philipp Schindler im Gespräch mit Miriam Meckel.

  • 1/19/2016 10:12:58 AM   Martin Gropp
    Zum Schluss soll Schindler noch zwei Fragen mit maximal fünf Worten beantworten. Was Google als nächstes tue, will Miriam Meckel wissen: "Bessere Partnerschaften mit mehr Unternehmen." Was er persönlich machen werde: "Sorgen über unseren Wettbewerb überall." - auf Englisch funktionieren diese Art der Interviews natürlich besser. Nun geht es hier weiter mit einem Podium zum Thema Finanztechnik.
  • 1/19/2016 10:18:52 AM   Martin Gropp
    Das Podium stellt sich die Frage, wie Finanztechnik das Geschäft von Banken verändern, womöglich auch aufbrechen werde. Jeff Stewart, Gründer des Finanztechnikunternehmen Lenddo, sieht in der Verbreitung von Smartphones einen Treiber. Der zweite Treiber sei die Möglichkeit des Cloud-Computings. Das ermögliche es auch jungen Unternehmen aus allen möglichen Ländern mit geringen Kosten ihr Geschäft aufzubauen.
  • 1/19/2016 10:24:05 AM   Martin Gropp
    Markus Braun vom Münchener Zahlungstechnikanbieter Wirecard sagt, dass der Schwung, den die Bankherausforderer in den Markt bringen, auch eine Chance für Filialbanken sei. Christian Angermayer von der Apeiron Investment Group sieht die Chancen zwischen Herausforderern und der alteingessesenen Finanzbranche etwa gleich verteilt. Er mutmaßt aber, dass es voraussichtlich zu Fusionen von Banken kommen wird. Die Banken, die "schlauer" sind und sich aufgrund des wachsenden Wettbewerbs anzupassen lernen, werden die "dümmeren Banken" schlucken, sagt Angermayer.
  • 1/19/2016 10:29:56 AM   Martin Gropp
    Das Panel ist sich in der Frage aber etwas uneins. Jeff Stewart, vom Fintechnikunternehmen Lenddo, sagt wenig überraschend: "Ich sage voraus, dass die Finanzbranche in den nächsten zehn Jahren ganz anders aussehen wird als heute." Christina Angermayer bezweifelt das: Dem stehe allein schon die Regulierung der Bankenbranche entgegen.
  • 1/19/2016 10:43:01 AM   Jonas Jansen

    In der Zwischenzeit ist unsere zweisprachige DLD-Beilage angekommen. Auf acht Seiten erfahren Sie alles über Digitalisierung, die Suche nach dem nächsten "nächsten Ding" und was uns in Zukunft erwartet.

    Heute wird die Beilage auf der DLD verteilt, Abonnenten finden die Beilage morgen in der Mittwochsausgabe der FAZ.

  • 1/19/2016 11:07:35 AM   Anna Steiner

    Im Maxsaal geht es inzwischen darum, wie virtuelle Realitäten bei den Vereinten Nationen genutzt werden können. Das Video, das Gabo Arora vom UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) einspielt, ist eindrucksvoll. Menschen, die erste Erfahrungen mit VR gemacht haben sind berührt. Eine Testerin sagt: "Es ist hart, man kann den Schmerz der Jungen fühlen, die vor der Gewalt weglaufen und nicht viel älter sind, als man selbst."

    Auch Ban Ki-Moon hat eine smarte Brille schon mal ausprobiert. Doch man braucht nicht einmal unbedingt das Equipment. Um das Leid der Welt zu "erfahren", kann man auch über den Desktop in eine virtuelle Realität eintauchen.

  • 1/19/2016 11:09:18 AM   Jonas Jansen
    Oliver Bäte von der Allianz spricht übrigens gerade auf einer Bühne über "Versicherungen in einer unsicheren Welt": Als Investoren sei das Unternehmen sehr darauf bedacht, wie es junge Startups schaffen, seine Struktur zu institutionalisieren. Es gehe nicht um Bürokratie, sondern um eine Art Fundament, die ein Unternehmen zuverlässig und stabil macht.


  • 1/19/2016 11:15:08 AM   Anna Steiner
    Wir wollten hier auch über den Auftritt von Mikko Hypponen sprechen, der angekündigt hatte, über Cyber Security zu sprechen. Doch Mikko bittet alle Zuhörer, nicht live zu bloggen oder zu twittern. Die Session wird auch nicht online im Stream der DLD erscheinen, denn Mikko spricht über den Islamischen Staat online.
  • 1/19/2016 11:29:54 AM   Jonas Jansen
    Auf der anderen Bühne zeigt der DLD-Sponsor BMW, wie es in Zukunft seine intelligenten Autos ausstatten will. Nicht ganz so oldschool-cool wie K.I.T.T. in Knight Rider, aber immerhin parkt das Auto selbst ein und spricht mit dem Fahrer.

    Adrien van Hooydonk zählt ein paar Fakten zum Auto der Zukunft auf:
    Das Auto kennt den Kalender, erinnert an Termine und kann einen von Anrufen abschirmen, wenn man mal in Ruhe eine entspannte Ausfahrt unternehmen will.

    Über die Vernetzung der Autos in Zukunft (es arbeitet ja nicht nur BMW daran), steht noch mehr in der Sonderausgabe der F.A.Z. zur DLD.
  • 1/19/2016 11:32:24 AM   Jonas Jansen
    Dass Mikko Hypponen, einer der schärfsten Kritiker einer zu vernetzten Welt, parallel auf einer anderen Bühne spricht, hat übrigens Charme. Ein Blick ins Publikum verrät, auf welcher Seite die Zuschauer stehen: Auf der Seite der Skeptiker  - oder der bedingungslosen Daten-Fans.
  • 1/19/2016 11:40:16 AM   Jonas Jansen
    Stephen Goose von Human Rights Watch hält nun ein Plädoyer gegen "Killer-Roboter", also Maschinen, die autonom den Abzug drücken.

    "Wenn wir nicht erfolgreich sind, mit unserer Petition gegen solche Roboter, dann werden sie Realität werden"; sagt Goose. "Es gibt eine Linie, die nicht überschritten darf: Wenn der Mensch komplett aus der Entscheidung veschwindet. Und ein Roboter selbst entscheidet, wer wann ein Ziel wird."

    Menschen hätten keine Kontrolle mehr über die wichtigen Kampf-Funktionen. Dystopisch gesagt: Eine Art Terminator entsteht.

    "Wir sagen, es ist sehr unwahrscheinlich, dass solche Roboter mit Menschenrechten oder Gesetzen in Einklang zu bringen sind. Die Roboter werden nicht nur in Kriege benutzt werden, wenn es sie irgendwann gibt. Sondern am Ende auch in anderen Polizeieinsätzen: Demonstrationen oder Razzien."

    Außerdem gebe es das Problem, dass solche Roboter in die falschen Hände geraten könnten und somit dem eigentlichen Feind dienen, den sie bekämpfen sollen.

    Human Rights Watch will übrigens auch Cluster-Bomben, Landminen und Laserwaffen verbieten lassen. Da sei der Kampf gegen die "Killer-Roboter" nur logisch. Es sei eine ethische Frage, sagt Goose: Roboter arbeiten auf Algorithmenbasis, das sei nicht das gleiche wie eine moralische Abwägung.
     
  • 1/19/2016 11:55:16 AM   Anna Steiner
    Die letzte Session der DLD-Konferenz 2016 startet - zumindest für die untere Bühne. Es geht darum, wie die Digitalisierung Flüchtlingen helfen kann. 

    Mike Butcher von TechCrunch moderiert das Panel. Rund zwei Millionen Menschen kamen 2015 nach Europa. Der Großteil davon waren Flüchtlinge, die nach Butcher gar nicht so schlecht ausgebildet sind, da Syrien vor dem Bürgerkrieg nicht so weit zurück war in der Entwicklung. 
    Alles begann mit einer Facebook-Gruppe namens "Techfugees". Butcher zeigt sich erstaunt darüber, dass es innerhalb weniger Tage mehrere tausend Mitglieder gab, die an der Gruppe aktiv teilnehmen wollten. Es geht vor allem um die Vernetzung, um Flüchtlingen den größtmöglichen Nutzen zu bieten. Ziel war es, "im Wikipedia-Style alle Informationen zu sammeln und zur Verfügung zu stellen", die die Gruppe bekommen konnte. Aktiv sind sie inzwischen nicht mehr lokal begrenzt, sondern in Paris, New York, Australien.
  • 1/19/2016 12:02:11 PM   Anna Steiner
    Paula Schwarz setzte eine Internetseite namens "First Contact" auf - der Anfang zu www.startupaid.io. Das Ziel: Humanitäre Hilfe, die bislang vor allem offline stattfand, sollte nun auch online vermittelt werden. Eine der Plattformen, die das Startup aufsetzte, war eine Hilfsseite für die Insel Lesbos. Dort konnten sich Fahrer registrieren, die Hilfsgüter über die Insel fahren und verteilen. Paula Schwarz geht es vor allem um eine bessere Koordination in der Flüchtlingshilfe, die durch die sozialen Medien oder Apps enorm vereinfacht wird. 
  • 1/19/2016 12:08:02 PM   Anna Steiner
    Anne Riechert von der ReDI School mag den Begriff "Flüchtlingskrise" nicht. "Dadurch sehen wir die Menschen vor allem als Opfer, dabei sind sie vor allem Überlebende." ReDI versucht Flüchtlinge eine drei bis sechs Monate andauernde Ausbildung zu ermöglichen. Selbst wenn sie dann zurück in ihre Heimat zurückkehren (müssen), haben sie so eine Basis, auf die sie bauen können.
  • 1/19/2016 12:12:55 PM   Anna Steiner
    Diese Angst ist völlig unbegründet. Im Maxsaal geht es gerade vor allem darum, wie das Internet für die Flüchtlingshilfe genutzt werden kann. 
  • 1/19/2016 12:16:18 PM   Jonas Jansen

    Die DLD-Moderatoren Steffi Czerny und Dominik Wichmann bedanken sich bei ihrem Team. Und beenden die Münchner Ausgabe der DLD für dieses Jahr. (Während unten allerdings noch über Flüchtlingshilfe gesprochen wird)

  • 1/19/2016 12:16:37 PM   Anna Steiner
    Mike Butcher erzählt eine wahre Geschichte: Die eines Flüchtlings, der nach dem Kentern seines Bootes vor der griechischen Insel Lesbos eine Whatsapp an seinen Freund in New York schickte - noch aus dem Wasser: "Kannst du die Küstenwache rufen?" Fundamentaler kann die Flüchtlingshilfe via Internet kaum sein. 
  • 1/19/2016 12:23:27 PM   Anna Steiner
    "Warum nimmt uns Deutschland als eine Million Probleme wahr", sagte ein Flüchtling, der bei Anke Domscheit-Berg wohnt. "Wir sind eine Million Lösungen!"

    Die Diskussion dreht sich vor allem auch um die Wahrnehmung der Flüchtlinge. Dabei wollen die meisten gar nicht einfach als "Flüchtling" wahrgenommen werden. Ein Mitbewohner von Domscheit-Berg sagte: "Ich bin kein Flüchtling. Ich bin Künstler!"
  • 1/19/2016 12:34:58 PM   Anna Steiner
    Liebe Leser,

    wir verabschieden uns von der DLD Konferenz. Nach drei Tagen vollgepackt mit spannenden Panels und zahlreichen Interviews und Gesprächen mit den Speakern und Teilnehmern haben wir viele Antworten bekommen auf die Frage der Konferenz nach dem nächsten großen Ding

    Wer noch keine Ausgabe hat: Die Sonderbeilage der FAZ wird in München im HVB Forum noch immer verteilt. Für Zeitungsleser gibt es die DLD-Beilage in der morgigen Ausgabe. Geschichten auf Englisch und Deutsch werfen einen Blick auf den aktuellen Stand, das nächste große Ding und malen zwei Bilder von der Zukunft. Es lohnt sich!

    Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Live-Blog!

    Das DLD-FAZ-Team

     Aufräumarbeiten im Atrium des HVB Forum am Ende der Digital Life Design 2016


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