DLD 2017

DLD 2017

  • 1/16/2017 9:45:11 AM   Anna Steiner
    Guten Morgen aus München!

    Die Netzkonferenz DLD geht in die nächste Runde. Nachdem heute morgen Satya Nadella, Microsoft-Chef, schon die Demokratisierung der künstlichen Intelligenz gefordert hat und Astronaut Bertrand Piccard mit Tom Enders von Airbus über die Zukunft des digitalen und elektrischen Fliegens diskutiert hat, steigen wir nun mit unserem Liveblog noch weiter ein in die Mobilität von morgen und wie diese unser Leben verändern wird.
  • 1/16/2017 10:00:03 AM   Britta Beeger
    Als erstes geht es gleich los mit BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer. Er spricht mit Henry Blodget vom Business Insider über folgendes Thema "Tomorrow's mobility - how will it change our lives?". Das verspricht interessant zu werden. Gestern saß ja schon BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich gemeinsam mit Vertretern von Intel und dem israelischen Kameraspezialisten Mobileye auf der Bühne. Die drei haben eine Kooperation zum autonomen Fahren. Nachzulesen hier.
  • 1/16/2017 10:00:03 AM   Anna Steiner
    „Jeder von uns stand schon einmal an einer roten Ampel, keine Autos weit und breit. Was macht man? Ist man klug, wenn man stehenbleibt und gesetzeskonform bleibt – oder einfach nur ein Trottel auf einsamer Straße? Smart ist die Situation auf jeden Fall nicht." Timo Lundelius, Open Labs
     
    Mehr zum Thema "smarte Stadt" hier zum Nachlesen.
  • 1/16/2017 10:06:22 AM   Britta Beeger
    Hier beweist jemand ein Auge fürs Detail, während wir auf BMW warten.

  • 1/16/2017 10:17:30 AM   Britta Beeger
    Die kleine Verzögerung gibt uns Zeit, nochmal einen kleinen Blick zurück auf den heutigen Morgen zu werfen. Wer noch einmal nachlesen möchte, wie Microsoft-Chef Satya Nadella die künstliche Intelligenz demokratisieren will, kann das hier tun. 
  • 1/16/2017 10:21:56 AM   Britta Beeger

  • 1/16/2017 10:22:00 AM   Anna Steiner

    Was man auf einer Netzkonferenz halt so braucht...

  • 1/16/2017 10:32:17 AM   Anna Steiner
    Ayoub Sisters
    Zwischendurch gibt es auch etwas auf die Ohren: die Ayoub Sisters spielen auf den ersten 3D-gedruckten Streichinstrumenten. Zumindest für den Laien ist kein Unterschied zu hören. 
  • 1/16/2017 10:35:51 AM   Britta Beeger
    So, nun betreten Peter Schwarzenbauer und Henry Blodget die Bühne. Wie wird Mobilität unser Leben verändern? Darum geht es in dem Gespräch.
  • 1/16/2017 10:40:07 AM   Britta Beeger
    In 2021 ein wirklich vollautonomes Auto - so hat es BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich gestern angekündigt. Heißt das, dass wir in vier Jahren in einen BMW einsteigen und während der Fahrt gemütlich ein Bier trinken können? "Von der Technologieseite her ja", sagt nun Schwarzenbauer. Die Frage sei allerdings, ob die Gesellschaft schon so weit ist, diese Art der Technologie auch zu nutzen. Das könne womöglich etwas länger dauern. Zunächst werde man sie wohl in bestimmten Gebieten in bestimmten Städten sehen.
  • 1/16/2017 10:43:11 AM   Britta Beeger
    10 bis 15 Jahre werde es wohl dauern, bis sich autonomes Fahren dann tatsächlich durchsetzt, sagt Schwarzenbauer. Er glaubt aber, dass das im Wesentlichen in den Städten stattfinden wird, nicht so sehr in ländlichen Regionen in Amerika oder China.
  • 1/16/2017 10:46:06 AM   Britta Beeger
    Was bedeutet diese Technologie für die Gesellschaft? Darüber müssen wir reden, fordert Schwarzenbauer. Denn noch sei das nicht allen klar.

    Wie also sieht die Zukunft aus: Besitzen wir noch ein Auto? Oder teilen wir uns mit anderen ein autonomes Auto? Werden wr alle zu Uber-Nutzern? Es muss nicht immer ein Entweder - Oder sein, meint Schwarzenbauer. Viele Menschen werden immer ein Auto besitzen sollen - in der Stadt ist das vielleicht aber nicht mehr ganz entscheidend. Ein bemerkenswerter Satz vom Vorstand eines Automobilkonzerns der zeigt, wie sehr sich die Branche wandelt.

  • 1/16/2017 10:49:05 AM   Britta Beeger
    Noch eine gute Frage von Blodget: Wie sieht es aus, wenn wir im Auto sitzen? Gibt es noch ein Lenkrad? Wechseln wir zwischen selbst fahren und dem autonomen Fahren? Diese Frage findet er überbewertet, sagt Schwarzenbauer - und sie sei nicht die entscheidende beim autonomen Fahren. BMW sei für beide Varianten offen. Wer selbst fahren will, kann das jederzeit tun - wer autonom fahren will, auch das.
  • 1/16/2017 10:57:12 AM   Britta Beeger
    Eine der großen Herausforderungen aus Sicht Schwarzenbauers: Die Menschen müssten sich daran gewöhnen, die Kontrolle abzugeben. Das ist eine "psychologische Hürde", sagt er und nicht leicht zu lösen.

    Wie also geht BMW vor? Schwarzenbauer setzt darauf, dass die Menschen erkennen, wieviel sicherer das Fahren auf diese Art und Weise wird. Auch will er älteren Menschen die Mobilität zurückgeben, die sonst nicht mehr in der Lage wären, Auto zu fahren. Schließlich: Niemand muss mehr auf das zweite Glas Wein im Restaurant verzichten. Ob das dazu führt, dass sich das autonome Fahren tatsächlich in der breiten Masse durchsetzt?
  • 1/16/2017 10:57:21 AM   Anna Steiner
    "Die meisten von uns würden ein Flugzeug ohne Piloten nicht betreten." Peter Schwarzenbauer von BMW
     
  • 1/16/2017 11:02:24 AM   Britta Beeger
    Nun geht es ans Eingemachte: Wie soll das Roboterauto sich verhalten, wenn es entscheiden muss, wen es umfährt? Ohne diese wichtige ethische Frage kommt keine Diskussion zum autonomen Fahren aus. Eine abschließende Antwort kann aber auch Schwarzenbauer nicht geben. Der Computer müsste den minimal möglichsten Schaden wählen, sagt er. Welcher das ist, darauf geht er nicht näher ein. Mit dieser Einschätzung endet das Panel mit BMW - weiter geht es mit Günther Oettinger.
  • 1/16/2017 11:04:53 AM   Anna Steiner
    Günther Oettinger kommentiert die jüngsten Auslassungen von Trump zur Nato: Für ihn als Deutscher und Europäer ist die Nato unverzichtbar. Doch er stimmt Trump zu, dass die Europäer und Deutschland mehr machen müssen - in finanzieller Hinsicht. Mindestens zwei Prozent des BIP müssen nach Oettingers Meinung in die Nato investiert werden. Amerika wird auch trotz Trump der wichtigste Partner Deutschlands und der EU bleiben.
  • 1/16/2017 11:06:32 AM   Britta Beeger

  • 1/16/2017 11:07:46 AM   Britta Beeger

  • 1/16/2017 11:08:45 AM   Anna Steiner
    "Wir sind in einer gefährlichen Situation", sagt Oettinger mit Blick auf die (rechts-) populistischen Aufsteiger in der europäischen Politik. Doch er ist sich sicher, dass am Ende aller Wahlen demokratisch gesinnte Menschen in allen Ländern die Politik bestimmen werden. 
    Dominik Wichmann, der den EU-Kommissar interviewt, fragt Oettinger, ob er sich als Teil der EU auch verantwortlich sehe für das Misstrauen, das der Investition entgegengebracht wird. Er bejaht. Man habe natürlich Fehler gemacht, einiges war zu früh. Au heute die Aufnahme neuer Staaten war eine große Herausforderung, dennoch sei die Europäische Union die beste Idee nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen. 
  • 1/16/2017 11:12:09 AM   Anna Steiner
    Hat Oettinger zu viel geredet und zu wenig erreicht? "Ich habe mein Bestes gegeben", antwortet der. Der Digitalisierung sei eine Herausforderung gewesen, die immer und immer weiter gehe. Doch nicht zuletzt aufgrund des großen Marktes sei die Aufmerksamkeit des Europäischen Parlamentes nun geweckt worden. Noch immer fordert Oettinger eine einzige digitale Strategie für ganz Europa.
  • 1/16/2017 11:13:41 AM   Anna Steiner
    "Ein Standard für alle in Europa", sagt Oettinger. Dieser gilt schon in Bezug auf Autoexporte, doch ein solcher müsse auch für digitale Produkte entwickelt werden, um Investoren ein Mindestmaß an Stabilität zu garantieren.
  • 1/16/2017 11:15:16 AM   Britta Beeger
    Parallel beginnt nun im zweiten Saal eine Diskussion, die Yossi Vardi mit Lior Ron von Uber führt. Vardi, ein bekannter israelischer Investor und Ko-Gastgeber der DLD, ist bekannt für seine ungewöhnlichen Interviews - mal schauen, ob wir was zum Thema Mobilität erfahren. Momentan spricht er über die Ehe seiner Eltern.
  • 1/16/2017 11:18:54 AM   Anna Steiner
    Der Brexit sei nicht nur ein Problem der EU, so Oettinger, besonders sei es auch ein Problem für die Briten selbst. "Wir wollen fair sein, wir akzeptieren die Entscheidung", so der Kommissar. 
    Doch was passiert mit den Finanzen, wo doch Großbritannien immer mehr eingezahlt hat, als aus dem EU-Topf zu nehmen. Oettinger sagt, die Last müsse gleichmäßig auf viele Schultern verteilt werden. Einige wenige Staaten wie Frankreich, die Niederlande oder Deutschland könnten nicht allein die Lücke schließen. 
  • 1/16/2017 11:21:29 AM   Anna Steiner
    Günther Oettinger
    "Ich möchte mehr Geld in die Hand nehmen, um in die Forschung zu investieren und", sagt Oettinger. Gegenfrage: Aber doch nicht, um es dem ohnehin sehr hin geförderten Tüftlerland Baden-Württemberg zuzuführen? "Warum nicht?", antwortet Oettinger schlagfertig. 
  • 1/16/2017 11:24:13 AM   Britta Beeger
    Aha, Ron beginnt mit einer kleinen Präsentation. "Aber nur, wenn noch Zeit übrig bleibt", fordert Vardi und hat wieder einmal die Lacher auf seiner Seite.

    Nun aber zum Thema: Ron berichtet über die Fortschritte mit selbstfahrenden LKW. Ein Film zeigt einen LKW, der im August Biere transportiert über einen Highway nahe Colorado. Während einer zweistündigen Fahrt habe dieser nicht einmal die Spur verlassen, berichtet Ron. Dafür seien aber viele Tests nötig gewesen. Der Tests fand statt acht Monate nachdem er sein Start-up Otto gegründet hatre, das dann von Uber übernommen wurde für einen Kaufpreis von 680 Millionen Dollar.
  • 1/16/2017 11:24:38 AM   Britta Beeger

  • 1/16/2017 11:24:45 AM   Anna Steiner
    Das Podium um Oettinger wird nun von jungen Unternehmern verstärkt: Dominic Eskofier von Nvidia, Lutz Schüler von Liberty Global und Jules Urbach von Otoy.
  • 1/16/2017 11:27:25 AM   Britta Beeger
    Vardi lässt allerdings nicht locker. Er interessiert sich mehr dafür, wie die Mutter es fand, dass der in Israel geborene Ron nach Amerika ging. Wir erfahren, dass er seiner Mutter versprochen hat, einen PhD in Computerwissenschaften zu machen. Als er ihr erzählte, dass er sein Unternehmen an Uber verkauft hat, soll sie ganz unbeeindruckt gefragt haben: "Und wann gehst du zurück an die Uni?"
  • 1/16/2017 11:31:08 AM   Anna Steiner
    Es werde auch in Zukunft Dinge geben, die man nicht einfach nur virtuell erleben will, sagt Oettinger. Ein Besuch in der Allianzarena zum Beispiel, um ein Spiel des FC Bayer Leverkusen zu sehen oder ein gutes, kühles Bier. Manche Dinge können nicht durch virtuelle ausgetauscht werden. 
    Eskofier widerspricht, zumindest teilweise. Zwar könne man manche Dinge nicht ersetzen, doch erweitern. Auch Schüler stimmt ein : In der Allianzarena gebe es schließlich nur 80000 Plätze, doch der Rest könne das Erlebnis dann annähernd auch zuhause erleben. Und um diese Ereignisse für mehr Menschen erfahrbar zu machen, brauche jeder Mensch mindestens 1 Gigabyte an Internetgeschwindigkeit. 
  • 1/16/2017 11:31:25 AM   Britta Beeger
    Ron spricht darüber, wie Uber es ermöglichen soll, Luftverschmutzung und Staus zu verringern - ein Argument, das das Unternehmen immer wieder nennt, um von seinen Angeboten zu überzeugen. In Pittsburgh können Uber-Nutzer schon heute in autonomen Autos an ihr Ziel gebracht werden. Im Auto sitzt aber immernoch ein Sicherheitsfahrer, erzählt Ron. Das Panel schließt mit Vardis Hinweis, er finde es schade, dass Ron seinen PhD noch nicht gemacht habe.
  • 1/16/2017 11:34:54 AM   Anna Steiner
    Um jedem Bürger 1GBits zu ermöglichen, müssten laut Berechnungen der EU rund 500 Milliarden Euro investiert werden. Dennoch sei man sich bewusst, dass auch  in ländlichen Regionen mindestens 500Mbits nötig seien. Die sei ein wichtiger Punkt seiner Digitalstrategie, so Oettinger.
  • 1/16/2017 11:38:42 AM   Anna Steiner
    Wie wird das Wohnzimmer in zwanzig Jahren aussehen? Welche Rolle werden virtuelle Realitäten spielen? EU-Kommissar Günther Oettinger im Gespräch mit innovativen Unternehmern.
     
  • 1/16/2017 11:43:03 AM   Anna Steiner
    In Kürze startet der Mobilkongress in Barcelona. Tausende werden dort hinschauen. Mit nur einem Ziel, sagt Oettinger: 5G. Nicht nur die stationäre Infrastruktur muss sehr viel schneller werden. Gerade auch auf die mobilen Fähigkeiten kommt es an. Doch nationale Regierungen sind hier oft langsam und blockiert. Die Regulierungen und Gesetze seien oft viel zu kompliziert. 
    Auch Schüler sieht eine zweiteilige Aufgabe: Internet zuhause und unterwegs muss schneller werden, damit niemand abgehängt wird. 
  • 1/16/2017 11:46:26 AM   Anna Steiner
    Jules von Otoy glaubt, dass Wohnzimmer in Zukunft noch stärker personalisiert werden können. Menschen werden in Zukunft virtuelle Gegenstände kaufen für Ihre Wohnzimmer, die nicht mehr nur so künstlich aussehen, wie holographische Kunstwerke es momentan noch tun, sondern auf eine Art hyperreell dargestellt werden können, fühlbar, sichtbar, hörbar. Mit dieser fantastisch anmutenden Vorstellung, wird das Panel geschlossen.
  • 1/16/2017 11:52:13 AM   Anna Steiner
    Liebe Leser,
     
    das war der Morgen in München bei der Netzkonferenz DLD. Wir haben gelernt: autonomes Fliegen ist viel einfacher als autonomes Fahren, Uber will Luftverschmutzung und Staus verringern und Günther Oettinger will sich bei der EU dafür einsetzen, dass jeder Mensch einen hyperschnellen Internetzugang bekommt.
     
    Die Netzkonferenz dauert noch bis Dienstagmittag, viele weitere spannende Unternehmenschefs und Erfinder werden auf dem Podium sitzen. Wer noch mehr erfahren will, kann jederzeit auf unserer Sonderseite zur Netzkonferenz DLD auf faz.net nachlesen, was die Tech-Welt bewegt.

     
     
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