Deutschlands Probleme

Deutschlands Probleme Live

Den meisten Deutschen geht es gut – und doch würde kaum jemand sagen: „Deutschland hat keine Probleme“. Oft wird über Flüchtlinge diskutiert, aber es gibt noch ganz andere Themen: Hohe Mieten und niedrige Löhne in einigen Branchen, überfüllte Kindergärten und verlassene Dorfzentren. Trotz des ununterbrochenen Aufschwungs der vergangenen Jahre gibt es noch immer etliche wirtschaftliche Probleme. Sagen Sie uns, wo Sie die Schwierigkeiten sehen: Was läuft in Deutschland heute schief? Was kommt auf unser Land noch zu?
 
Eine Auswahl der Themen werden wir in den kommenden Wochen in der F.A.S. behandeln.
 
Schreiben Sie uns eine Nachricht auf Whatsapp unter der Nummer 0172-4434633, in den sozialen Netzwerken (Hashtag #DeutschlandsProblem) oder hinterlassen Sie einen Kommentar direkt hier.
  • 9/16/2018 1:14:15 PM   Klaus
    Die Planungsverfahren für Großprojekte sind viel zu langwierig. Statt am Anfang gut zu planen, Meinungen etc. einzuholen, kann endlos dagegen geklagt werden. Was dazu führt, dass die Schweizer in derselben Zeit einen Bahntunnel durch die Alpen bohren, in der wir noch nicht mal die Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und der Schweiz ausbauen. Weil es immer wieder Verfahren und Einsprüche und weitere Verfahren gibt. Unser Staat blockiert sich hier selber. Bzw. wird blockiert von einer Klasse „Mittelstands-Terroristen“
  • 9/16/2018 1:14:10 PM   Jens
    Zur AFD: Langsam langweit das dauernde Jamnern und Hetzen doch nur noch. Probleme lösen werden diese Leute auf Mob- und Machttrip nie. Ebensowenig wie die Populisten in UK, USA, Italien usw. Allerdings ist es an ‚uns‘, der großen anständigen, demokratischen Mehrheit der Deutschen den Hintern hochzukriegen, mitzuwirken, mitzureden, mitzuarbeiten, um die tatsächlichen Herausforderungen, die unsere und unserer Kinder Zukunft auf Jahrzehnte prägen werden anzugehen. Dazu gehört in der Tat - wie hier schon mehrfach gesagt - Führung statt Verwaltung. Und treu zu demokratischen Werten und Überzeugungen zu stehen!
  • 9/16/2018 1:14:03 PM   Das Wir
    Das Problem ist eine Kultur der Spaltung. Wir gegen Die. Sei es reich gegen arm, oder arm gegen reich - das passiert in beide Richtungen. Links gegen Rechts, oder Rechts gegen Links. Konservativ gegen progressiv. Etc. pp. Wir sind zu dumm, zu gierig, zu egoistisch um zu verstehen dass wir nur als Gemeinschaft überleben können. Stattdessen ergießen wir uns in kleinlichen Konflikten.
  • 9/16/2018 1:12:49 PM   M_G
    Politisch liegt einiges im argen: Harte Wahrheiten werden nicht ausgesprochen, sondern aus Angst vor einer lautstarken Minderheit lieber verschwiegen, Tabus und Political Correctness behindern die offene Diskussion, Probleme werden nicht gelöst, sondern nur mit symbolischen Maßnahmen aus dem Weg geräumt, Gelder werden fehlgeleitet. Die Partei die "Gerechtigkeit" im Wahlkampf versprochen hat, sorgt für immer mehr Ungerechtigkeiten.
    Beispiele:
    Energiepolitik: für eine sichere Stromversorgung muss die Grundlast gesichert werden: wenn wir auf die CO2-freie Atomenergie verzichten wollen, dann muss eben Braunkohle her - oder gute Ideen.
    Klimapolitik: Wir sollen endlich aufhören, so zu tun, als wäre Deutschland eine Insel. Was Deutschland tut ist für die Weltklima irrelevant. Besser die Ressourcen dort einsetzen (z.B. China) wo durch niedrige Kosten mehr Wirkung erzielt werden kann. Vielleicht sollten wir uns aber auch ernsthaft fragen, ob es noch realistisch sei zu erwarten, dass die Welt die 2-Grad-Grenze wirklich einhalten kann oder überhaupt will. Sollten wir nicht eher konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen der Erderwärmung in Deutschland zu mildern? z.B. keine Großinvestitionen mehr in Küstennähe, Deiche höher bauen, die Landwirtschaft an höhere Temperaturen anpassen....
    Integrationspolitik: wir müssen akzeptieren, dass die Immigranten, die jetzt hier sind, auch hier bleiben werden, und sicherstellen, dass vor allem die Kinder und Jugendliche vollwertige Mitglieder der Gesellschaft werden und die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Wir sehen bei der 2. und 3. Generation der Türken, wohin es führt, wenn der Staat bei der Staatsangehörigkeit nur halbherzig agiert. Wer in Deutschland geboren wird, muss automatisch Deutscher sein und eventuelle weitere Staatsangehörigkeiten sollen in Deutschland keine Rolle spielen. Also keine Rede mehr von "Deutsch-Türken" oder "Deutsch-Afghanen", aber auch keine Toleranz für Wahlwerbung fremder Regierungen in Deutschland.
    Migrationspolitik: Wochenlang wird in der Politik darüber diskutiert, ob eine Handvoll Migranten an 3 bayerischen Grenzübergängen abgewiesen werden dürfen oder nicht. Haben wir keine anderen Probleme?
    Wohnungsmangel: Nachdem die Politik über Jahre die Rechte der Mieter gestärkt hat, und das Bauen durch Umwelt- und sonstige Vorgaben (z.B. Grunderwerbssteuer) verteuert hat, wundert man sich, dass niemand mehr in Mietwohnungen investieren möchte, oder, falls doch, dann nur in Luxuswohnungen mit hoher Rendite. Die Lösung liegt nicht darin, möglichen Vermietern das Geschäft noch mehr zu verleiden!
    Fehlgeleitete Gelder. "Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer" und die Groko unterstützt sie dabei! "Baukindergeld" kommt denen zugute, die ein gutes Einkommen und genug Eigenkapital besitzen. Wegen der Einkommensgrenzen, wäre es zweckmäßig, wenn sie auch Geld, oder besser ein Grundstück geerbt hätten. Die Ärmeren gehen leer aus. Kostenlose Kita-Plätze unterstützen die wohlhabenden Doppelverdiener. Besser und billiger wäre es gewesen, nur die Geringverdiener dort zu unterstützen, wo es nicht bereits geschah. Die Subventionen für Elektro- oder Schadstoffarme Autos helfen nur denen, die sich ein Neuwagen leisten können. Wer sich nur ein Gebrauchten leisten kann, geht leer aus. Die neue Mütterrente (wie auch damals 2013 die alte Mütterrente) beglückt auch viele gut situierte wohlhabende Rentner. Hier werden nur Wähler mit Steuergeldern bestochen.
    Dieselskandal: Ein Glück für die Politik, dass VW in den USA geschummelt hat, sonst hätte die Politik ihr Versagen voll eingestehen müssen. Die Politik hat doch die Schadstoff-Grenzwerte und die Abgas-Tests festgelegt, und die Autos zugelassen. Ich befürchte, es wird so ausgehen, dass wieder Neuwagen subventioniert werden, während der Besitzer eines Euro4 oder Euro5 Diesels, der sich keinen Neuwagen leisten kann, leer ausgeht.
    Digitalisierung: welche Privathaushalte brauchen jetzt oder in den nächsten 10 Jahren eine 1GB Internetleitung? Für Firmen ist das natürlich eine andere Sache, dort teilen sich alle Mitarbeiter eine Leitung. Auch hier eine Fehlleitung von begrenzten Ressourcen. Stattdessen sollte für die Digitalisierung von Behörden und behördenähnliche Institute (z.B. Krankenkassen) mehr gemacht werden.

    Mein Gefühl: man darf nicht offen und realistisch über solche Themen diskutieren. Das Feld "Klartext" zu reden, wird den Populisten überlassen
  • 9/16/2018 1:12:11 PM   Düffi
    Der Eindruck, dass politische Ämter auf allen Ebenen von den Inhabern vorwiegend als Möglichkeit gesehen werden, das ganz persönliche Fortkommen und das des persönlichen Netzwerks auszunutzen.
    Der eigentliche Auftrag der jeweiligen Position kommt anscheinend oft an der Position "wenn ich gerade wirklich nichts anderes zu tun habe und es mir nicht im allerentferntesten negativ angerechnet werden könnte". Zuerst kommt wohl stets "Was kann ich für mich rausziehen, was kann ich Spezln geben, die mir dann was schulden, wie weit kann ich die Regeln ausdehnen um die Ressourcen des Amtes möglichst vollständig für mich zu nutzen".
    Außerdem werden die Ämter wohl häufig als möglichst lang zu nutzende "Berufsposten" zu nutzen versucht. Also eben gerade nicht als Zuständigkeit auf Zeit - sondern als Ersatz für einen "normalen" Beruf.
    Das schädigt inzwischen offen erkennbar in der Breite das Vertrauen der Bevölkerung in das System.
  • 9/16/2018 1:12:01 PM   Niklas
    Das größte Problem sehe ich in der "Balkanisierung" der politischen Lager.
    Nur weil jemand die Flüchtlingspolitik ablehnt ist dieser noch nicht rechts.
    Ebenso gilt es andersherum.
    Wir verlieren die politische Mitte.
  • 9/16/2018 1:11:57 PM   Hier in HB
    Rechtsstaat Deutschland?
    Komplizierte Gesetze dienen nur denen, die sie missbrauchen wollen, heißt es. Deutschland ist das Land mit den kompliziertesten Gesetzen der Welt.
    Wer vertraut in unseren Rechtsstaat?
    Das neueste Polit-Barometer sagt aus, dass jeder fünfte Deutsche kein Vertrauen in die Polizei hat. Jeder dritte Deutsche vertraut nicht auf Gerichte und mehr als jeder zweite vertraut nicht auf den Geheimdienst (auch Sicherheitsbehörde genannt).
    Sehr viele Strafverfahren werden eingestellt oder gar nicht erst veranlasst. Die Beteiligung der Geheimdienste an Straftaten wurde noch niemals in der Geschichte der BRD aufgeklärt. Gerichtsverfahren sind unerträglich lang. Auch entsprechendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs veranlasst hier niemand, das zu ändern.
    Am Schlimmsten ist aber, dass unser Grundgesetz, dass eigentlich eine erstaunlich tragfähige Basis für diese Gesellschaft bieten kann, immer wieder vor dem Bundesverfassungsgericht verteidigt werden muss. Schwören unsere Politiker nicht, unser Grundgesetz zu achten? Ich würde so gerne daran glauben, dass unsere Politiker sich die Mühe machen, das Grundgesetz tatsächlich zu lesen, damit wir wieder eine Chance haben, hier in unserem geliebten Deutschland auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
  • 9/16/2018 1:11:43 PM   TV
    Eines unserer soziokulturellen Probleme ist die Verhärtung der Fronten, die Ausweitung von Kluften und die mangelnde Bereitschaft diese Probleme durch Kommunikation zu überbrücken. Menschen sind soziale Wesen die gerne dazu tendieren sich in ihren Gruppen abzuschotten, da diese Sicherheit und Geborgenheit bieten können, oder zumindest vorgaukeln. Wir brauchen als Gesellschaft einen größtmögliche intrakulturelle Kommunikation, wir müssen uns gegenseitig verstehen anstatt zu glauben dass wir alles über „die Anderen“ wissen.
  • 9/16/2018 1:11:36 PM   Johanna B.
    Es wird zwar immer nur über Migration geredet, jedoch ist der wichtige Punkt ein anderer: soziale Ungerechtigkeit. Auch, wenn immer wieder von der sozialen Marktwirtschaft geredet wird, erleben wir im Moment einen starken Sozialabbau, den die Regierung mit ihrer Politik unterstützt. Somit erleben wir in Deutschland eine gefährliche Spaltung in arm und reich. Es herrscht eine große soziale Verunsicherung, Stichwort: Rationalisierung von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung etc.. Millionäre werden bei der Steuerlast verschont, wohingegen die Mittelschicht eine immer höhere Belastung durch Steuerabgaben erfährt. Es ist ein Unding, dass große Konzerne/ Unternehmen Machteinfluss in unserer Politik haben. Das ist undemokratisch und geht so einfach nicht. Hinzu kommt die steigende Privatisierung von Einrichtungen, die die soziale Marktwirtschaft untergräbt. Unsere Regierung regiert jedoch an diesen Problemen vorbei und kann sich in die Lebensumstände eines normalen Bürgers nicht mehr einfinden. Das schafft Raum für Parteien wie der AfD in ganz Europa. Die ungebändigte Liberalisierung hat Deutschland sehr geschadet. Vor allem linke Parteien sehe ich jetzt in der Pflicht eine Strategie für die Zukunft aufzustellen, nicht nur für die nächste Legislaturperiode.
  • 9/16/2018 1:11:27 PM   Klaus
    Der Klimawandel kommt auf uns zu und wir fahren immer mehr SUV, steigern den Konsum, brauchen mehr Energie
  • 9/16/2018 1:02:29 PM   R.B.
    Das Problem liegt im Vertrauensverlust in die Politik. Wir haben eine Kanzlerin, die seit 2005 - also seit 13 Jahren - Probleme aussitzt, statt sie zu lösen. Ihr zaghaftes Verhalten in Zeiten des Banken-Crashs, in Zeiten der Flüchtlingskrise und jetzt aktuell in Chemniz - keine klaren Aussagen, keine klare Position, nur eine unemotional heruntergelesene Erklärung im Bundestag - das ist einfach zu wenig. Allerdings fehlt es insgesamt an profilierten Politikern. Die großen Probleme liegen im demografischen Wandel. Was passiert mit unserer Rente, was mit den Sozialsystemen insgesamt? Keiner wagt den großen Wurf, die längst überfällige Reform. Ich brauche keine AfD aber ich brauche eine Politik die klare Kante zeigt, die etwas tut und die vor allem mit den Menschen für die sie arbeitet offen und direkt kommuniziert.
  • 9/16/2018 12:58:54 PM   Skywalker
    Migration und Islamisierung sind die grössten Probleme gefolgt von einer linkslastigen Politik die von Medien die ebenfalls links unterwandert sind und schon lange ihren objektiven Massstab verloren haben, gestützt wird. Abschliessend noch die dekonstruktionistischen Pseudowissebschaften, die nach und nach alles zerstören was uns die Aufklärung und Moderne gebracht und uns als Westen erfolgreich gemacht hat. Das sind die grössten Probleme.
  • 9/16/2018 12:58:41 PM   RonBrown
    Exorbitante Abgabenlast und immer weitere Umverteilung. Mir schwindet die Lust am Arbeiten!
  • 9/16/2018 12:58:32 PM   Eren
    Die schulsysteme sind so unterschiedlich dass es fast unmöglich ist von einem bundesland ins andere zu siehen. Das ist extrem einschränkend. Außerdem.haben viele schulen nicht das geld um gewisse änderungen z.B. das einrichten von beamern o.ä. vorzunehmen. Auch für die lehrer müssten strengere kontrollen vornehmen. Bei mir gibt es inzwischen fächer in denen ich punkte darauf komme ob ich zum marsch des lebens gehe oder nicht. Für ansichten die denen der lehrer nicht passen gibt es natürlich sofot punktabzug. das kann nicht sein!
  • 9/16/2018 12:51:41 PM   Marignac
    Bin grade in Japan unterwegs: können die Züge bei uns nicht auch alle Hinweise auf sehr gutem Englisch vom Band abspielen? Können nicht sämtliche Fahrpläne und Wegweiser nicht auch auf englisch daherkommen? Können die Zügen nicht pünktlich und eng getaktet sein? Kömnen wir nicht viele öffentlich Toiletten haben? Und zwar so, dass man sich nicht ekelt? Können die Deutschen nicht wieder diszipliniert in der Schlange stehen? WLAN Abdeckung im öffentlichen Raum? Ich empfinde unser Land ziemlich abgefallen und zurückgeblieben.
  • 9/16/2018 12:51:34 PM   Christoph P.
    Deutschlands Problem ist…

    1.) die Bildung. Wir brauchen ein Schulsystem, das jeden da abholt, wo er steht. Es darf keiner zurück bleiben, weil ihm z.B. die nötige Förderung aus dem Elternhaus fehlt. Deshalb ist es wichtig, dass wir wieder weg von Einheitsschulen kommen und Geld für die Ausbildung von Fachkräften in die Hand nehmen. Außerdem muss es für jeden schulischen Abschluss entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten geben. Es kann nicht sein, dass man für fast alle Berufe das Abitur benötigt.

    Auch ist es nötig, dass erwachsene Menschen dazu bereit sind, sich fortzubilden bzw. andere Berufe zu erlernen. Deutsche müssen zu lebenslangem lernen bereit sein.

    Denn Bildung ist Zukunftsplanung. Es gibt einige Probleme die wir momentan nicht lösen können, doch wir würden Schuld gegenüber unseren Kindern auf uns laden, wenn wir ihnen die Möglichkeit nehmen, diese Probleme zu lösen.

    2.) mangelnde politische Bildung. In der Schule und in der Ausbildung sollten nicht nur die herrkömmlichen Fächer unterrichtet werden, sondern auch politische Meinungsbildung und das Erinnerung an die deutsche Geschichte gefördert werden. Wir können weder den Nationalsozialosmus rückgängig machen, noch können wir uns als nachfolgende Generationen zu allem schuldig bekennen, doch was wir aus der deutschen Vergangenheit lernen können ist, dass nie wieder auf deutschem Boden Hetzbewegungen oder Anfeindungen gegen einzelne Personen oder Gruppen stattfinden dürfen nur weil sie sich von der Mehrheit unterscheiden. Das haben wir zu lernen!

    3.) der Verfall der Rechtsstaatlichkeit. Der Staat hat die Rechte des einzelnen zu schützen, dazu gehören zum einen die Rechte auf Freiheit und auf Eigentum: es kann nicht sein, dass es in Deutschland temporär rechtsfreien Raum gibt (wie z.B. in Hamburg während des G20 Gipfels). Der Staat hat Ihnen und mir zu garantieren, dass ich mich überall in Deutschland bewegen kann, ohne dass ich Angst um mein Leben, meine Gesundheit und mein Eigentum haben muss.

    Zum anderen muss der Staat aber auch die Meinungsfreiheit schützen. Und es darf jeder in Deutschland seine Meinung haben. Leider auch Extreme. Wir haben diese zu tollerieren bzw. zu akzeptieren, wir können keinem Bürger seine Meinung verbieten. Das heißt aber auf keinen Fall, dass wir diese Meinung als gut empfinden müssen oder dass wir nicht politisch dagegen diskutieren können. Aber wenn wir Menschen Ihr Recht auf Aussprache nehmen, dann führt dies nur zu Gewalt und Hass. Das ist die Bürde, die wir dadurch auf uns nehmen, indem wir in einer Demokratie leben.

    Das sind die meiner Meinung nach größten Probleme Deutschlands. Denn nicht die unkontrollierte Einwanderung von Flüchtlingen sind Ursache für rechte und linke Hetze und die Verbreitung populistischer Meinungen in Deutschland, nein, sie ist der Anlass.
  • 9/16/2018 12:51:14 PM   Sven
    Ich befürchte, das Parteiensystem hat ausgedient. Man hat es in Frankreich gesehen, zum Glück hat dort Macron gesiegt. Aber die Parteien heute sind sich so ähnlich, dass es bei der Wahl auf dem Stimmzettel meist nur darum geht, welches Thema einem am wichtigsten ist.
    Das kann schlimm enden, mit Politikverdrossenheit und radikalen Parteien mit Einfluss.
    Es kann aber auch eine Chance sein, indem sich parteiübergreifend Mitglieder zu pragmatischen Blocks zusammenschließen, die ohne starken ideologischen Einfluss tatsächlich Probleme lösen, anstatt in ihren Ideologien zu verharren und sich taub stellen gegenüber pragmatischen Lösungen, die nicht in ihr Weltbild passen.
  • 9/16/2018 12:51:02 PM   Herby
    Diese Verdrossenheit hat etwas mit dem Wort "Ungerechtigkeit" zu tun:
    Angegangen ist es, als man auch Menschen, die 30 Jahre gearbeitet haben, Harz IV verordnet hat und im Osten die Menschen für 5, 6 Euro Stundenlohn arbeiten ließ.
    Auch heute, am 16.09., spricht die CDU von einer sozialen Marktwirtschaft. Da ist nichts mehr sozial. Die Macht haben die Wirtschaftskonzerne. Geht es um
    das Verbot von Giften oder Gülle, heißt es, wir müssen auf unsere Wirtschaft achten, oder sehr beliebt:"Der Markt soll das selbst regulieren". Die Politik macht sich zum Helfer der Industrie, anstatt für die Bürger eindeutige Gesetze zu entwerfen und zu entscheiden. Bei dem Wohnungsmarkt war das Eingreifen viel zu spät, die Immobilien AGs haben sich eine goldene Nase verdient, der Staat sieht zu und ud entscheidet eine Mietpreisbremse, die nichts nützt. Die Renten: Die Bürger sollen selbst vorsorgen: Dazu entwirft man eine Riesterrente, die keinem hilft, außer den Banken, juhu! Dann stellen sich diese Politiker hin und sagen, sie hätten was für uns getan. Soli: Seit er
    erfunden ist, heißt es, er wird abgeschafft. Viele "Volksvertreter" weigern sich, obwohl es unser Geld ist. Steuerrückzahlungen, weil wir so viele Steuern zahlen? Nein, brauchen wir alles, alles unser Geld. Gestern las ich, dass die Mitarbeiter der Politiker mehr Kontrolle brauchen, weil sie Unsummen von Geld verbrauchen. Nachweislich werden vor Wahlen Dinge versprochen, die man nicht einhalten kann. Inzwischen kleben die meisten Volksvertreter an ihrem Stuhl. Unrechtsempfinden??? Selten! 15 Monate vor einer Wahl wird nichts mehr entschieden, aus Angst, Stimmen zu verlieren. Jetzt will man auch noch den Menschen per Gesetz zum Ersatzteillager für Transplantationen machen.
    Mir und meiner Familie geht es gut und trotzdem fällt mir so viel Ärger ein.
    Wie soll das dann erst bei denen sein, denen es nicht so gut geht.
  • 9/16/2018 12:43:23 PM   Jörg
    Ist.....Die Entstehung einer neuen „Unterschicht“, eines Prekariates 2.0. und das dies unbeobachtet von Politik und Gesellschaft passieren konnte. Billiglohnjobs, Hartz 4 etc.. führen dazu, dass es in einem Land, dem es den Zahlen nach gut geht einen gefühlten Verteilungskampf zwischen denen, die sich abgehängt fühlen und Migraten kommt. Deren Realität auf der Strasse weicht von der der immer noch breiten Mittelschicht ab. Wie Reagiert Gesellschaft darauf? Arroganz und Nationalismus bringen uns nicht weiter.
  • 9/16/2018 12:43:16 PM   Sven
    Die größten Probleme Deutschlands?
    Es wird nur noch über Migration geredet und diese Debatte wird von linken und rechten Ideologen bestimmt. Die Mitte des politischen Spektrums kann diese ewigen Wortgefechte nicht mehr hören, wendet sich von der Politik ab und hätte lieber, dass wir uns auf die wahren Probleme der Gesellschaft konzentrieren:
    - Pflege und Demographischer Wandel
    - Altersarmut
    - Bürokratische Hindernisse für Innovationen
    - Spaltung der Gesellschaft in Reich und Arm, Alt und jung und Ost und West

    Zudem hat die Linke ein Problem: Anstatt zu erkennen, dass rechte Wähler tatsächlich Angst vor zu schnellen Veränderungen haben, macht sie folgendes:

    Anstatt die Sorgen der Menschen im sozialen Ernst zu nehmen, glauben sie ernsthaft, dass den einfachen Arbeiter diese ganze Flüchtlingsdebatte interessiert. Und was wird dann von den Linken gemacht? Frauenpolitik. Gender. Förderung von konservativen islamischen Verbänden. Das ideologische Rumhacken auf alten, weißen Männern, 3.-Welle-Feminismus, Lobby für Studenten.
    Das kann können die linken Parteien ja auch gerne machen, nur müssen sie dann damit rechnen, dass sich die Arbeiter dann leider anderen Parteien zuwenden und leider ist die AfD zu unrecht aber faktisch sehr erfolgreich darin, diese Gruppe aufzufangen. Die linken Parteien von heute machen keine Politik mehr für den Arbeiter (Funfact: der ist tatsächlich in der Mehrheit weiß und männlich und kann da genau so wenig dafür wie eine schwarze Frau) sondern für den Hipster in Berlin, der aus einer reichen Familie kommt, aber den Sozialismus prägt und mit Worten wie Rassismus und Sexismus nur so um sich wirft.
  • 9/16/2018 12:40:39 PM   Winni
    Ich sehe ein Problem von Deutschland auch in der Prohibitionspolitik/ Drogenpolitik die längst nicht mehr zeitgemäß ist und nicht aus Fehlern lernt...es werden unzählige polizisten und Gerichte mit konsumentendelikten etc aufgehalten und verstopft...wieso geht man da nicht neue Wege wie z.b. Portugal?
  • 9/16/2018 12:40:33 PM   Otto
    Unsere schwerfällige Industrie, die es mit den innovativen Unternehmen aus USA, China, Japan und co. nicht aufnehmen kann.
    Die sich zunehmend verschlechternde Infrastruktur und die mangelnde Innovation im ÖPNV.
    Das Versagen der Bundesregierung in der Klimapolitik.
    Der zunehmend offensichtliche Klientelismus gegenüber einzelnen Wählergruppen (Baumkindergeld, Rente mit 63 und co.) und Industrien (Autoindustrie, Subventionen energieintensiver Branchen, Landwirtschaft etc.)
    Die durch reformunwillige Politiker herbeigeführte bevorstehende Explosion des gesetzlichen Rentensystems.
    Das Sterben qualitativ hochwertiger Information und die mangelnde Zahlungsbereitschaft für Journalismus.
  • 9/16/2018 12:40:21 PM   H.S.
    Die untere Mittelschicht (dazu gehören sicher auch Rentner, die mehr als die Durchschnittsrente beziehen) subventioniert den sozialen Wohnungsbau und ebenso die ETW der oberen Mittelschicht – selbst profitiert sie von keinem. Diese Menschen müssen teils die Hälfte (bei Rentnern noch viel mehr) ihres Einkommens allein für die Miete aufbringen. Wohngeld gibt es hier auch keins, weil dies nur für eine Miete gedacht ist, die man wohl in Wolkenkuckucksheim zahlt. Welchen Nutzen hat es, wenn immer mehr Immobilien ausländischen Investoren gehören? Es lässt die Preise sowie die Mieten immer weiter steigen, weil Rendite über alles geht. Ist der Staat etwa der Meinung, dass er nur durch solche "Investoren" sicher stellen kann, dass die Menschen ein Dach über den Kopf haben? Beim Essen kann man ja sparen, oder?
  • 9/16/2018 12:40:12 PM   Sebastian
    Mich stört dieser unfassbare Lobbyismus. Er nagt an der Glaubwürdigkeit unserer Politik. Und keiner scheint diesem etwas entgegen zu setzen. Beispiel Cannabis: die heilende Wirkung ist bestätigt, in anderen Ländern sprudeln die Steuereinnahmen und die Kriminalität sinkt. Deutschland macht nicht mit, weil Konzerne wie Bayer und andere mobil machen. Oder aus dem vermeintlichen Grund, es sei verboten weil es verboten ist...
  • 9/16/2018 12:39:56 PM   M.N.
    Deutschland ist ein reiches Land und trotzdem herrscht ein riesiges soziales Gefälle. Der Wirtschaftswachstum der letzten Jahre mit dem so gerne angegeben wird ist nachgewiesenermaßen vor allem den Reichen gut bekommen und nicht der Mittel- und Unterschicht. Es sind für die Ärmeren so gut wie keine realistischen Aufstiegschancen vorhanden. Das beginnt schon in der Schule. Ich habe Menschen getroffen, die Schulden bei der Schule wegen der teuren Lehrbücher haben und sie einfach nicht abbezahlt bekommen, da sie am Monatsende einfach kein Geld mehr übrig haben. Leute, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, aber leider keinen hochqualifizierten Job hatten, sondern ''nur'' einen Ausbildungsberuf müssen heute im Müll nach Flaschen suchen. Es gibt noch so viel mehr Schwachpunkte wie schechte Bezahlungen in Pflegeberufen, Lohndumping, schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, keine gerechte Repräsentierung der Bevölkerung in den Parteien etc. ich könnte weitermachen. Die Regierung steuert absolut nicht dagegen, obwohl es ihre Pflicht wäre, vor allem die der Sozialdemokraten. Dadurch bekommen die Menschen natürlich den Eindruck,dass vor allem für Unternehmen und nicht mehr für die Bürger Politik gemacht wird. Und das macht unglaublich wütend. Und diese wütenden Leute sind leicht abzuholen und genau das nutzt die AfD aus. Und seit dem ist Flüchtlingspolitik das einzige Thema, als wäre es wirklich der Grund für den Unmut in der Bevölkerung. Meiner Meinung nach ist dem nicht so, die AfD hat die Stimmung der Bevölkerung nur dahin ausgenutzt, um die Debatte nach rechts zu verschieben.
  • 9/16/2018 12:39:32 PM   Johannes
    Danke FAZ für diese einfache Gelegenheit des Austausches. Viele der geposteten Meinungen sind sehr interessant.

    Ich selbst finde, dass viele Probleme durch jahrelanges Kaputtsparen der Grundsubstanz unseres Staates sehend herbeigeführt wurden.
    Die schwarze Null mag wichtig sein, aber noch wichtiger ist, dass wieder mehr investiert als jährlich abgeschrieben wird. Wirtschaftlich gesprochen.

    Ich sehe es jeden Tag, wenn ich durch die Stadt gehe. Überall fehlt es an Arbeitskräften und Know-How. Handwerksbetriebe finden keine Azubis, Bildungseinrichtungen sind unterfinanziert, Ämter überlastet.

    Noch mag es vielen gut gehen, aber wie lange kann Deutschland noch allein von der Substanz leben?
  • 9/16/2018 12:39:22 PM   Kielfish
    Was falsch läuft? Schon die letzten 30 Jahre: Für nix ist Geld da: anständige Löhne (Standort Deutschland, Wettbewerbsfähigkeit) aber Rekordgewinne bei den Konzernen, -zig Millionen Abfindung für unfähige Manager (und auch für fähige), eine immer stärker auseinanderklaffende Schere, ein im Sinne der Solidarität und Verteilungsgerechtigkeit wenig schmeichelhafter Gini-Koeffiizient, steigende Krankenkassenkosten bei sinkender Leistung, stiegende Rentenbeiträge bei sinkender und unsicherer Leistung (immerhin: die nächsten 6 Jahre sind geischert!), überforderte Polizei (Stellenabbau), langsame Gerichte (Stellenabbau), Pflegenotstand, marode Schulen, Lehrermangel, schulpolitisch wenig nachvollziehbare und eher kontraproduktive Veränderungen, entfesselte Finanzmärkte. Für Bankenrettung und Eurorettung ist plötzlich ganz viel Geld da, das vorher nicht einmal für Alte, Kranke, Kinder und Bildung da war. Dann massenhafte Zuwanderung (aus nicht gerade säkularisierten oder aufgeklärten Kulturen), wofür wieder plötzlich ganz viel Geld da ist. Jetzt noch steigende Mieten. Vielleicht daraus tw. resultierend: eine zunehmende Verrohung des sozialen Umgangs gerade im öffentlichen Raum und zunehmender Zuspruch für autoritär-konservativ-populistische politische Kräfte mit entsprechender Gegendynamik, was in Zukunft zu mehr öffentlichen Krawallen bei Demos u.ä. führen könnte.
    Es müsste meines Erachtens nach eine Abkehr vom Neoliberalismus (allein: Banken und Finanzwelt macht seit 2008 noch krasser so weiter als vorher) [meinetwegen können wir das auch Thatcherism oder Reaganism nennen] und eine Zuwendung zu mehr Sozialem in der Marktwirtschaft stattfinden.
    Der Kaufkraftverlust breiter Berufsgruppen seit den 1980'ern scheint mir enorm - bei gleichzeitiger Arbeitsverdichtung und unsicherer Beschäftigung.
  • 9/16/2018 12:39:02 PM   Niklas Härle
    Das Problem in Deutschland ist meiner Meinung nach die Rückwärtsgewandheit der deutschen Bevölkerung und der Parteien. Sie rührt auch von einer alternden Gesellschaft hin. Grade die linken ehemals progressiven Parteien zittern vor der Zukunft und wünschen sich die Vergangenheit zurück.

    Die SPD und die Linke wollen in die Zeit vor der Agenda-Politik zurück. Am liebsten zurück zu Brandt oder im Fall der Linken zu Krenz, Ullbricht oder Honecker. Unter dem Motto: Früher war alles besser.
    Die AfD ist eine Partei, die irgendwo in die Zeit zwischen 1871 und 1960 zurück will. Eine Altherrenpartei halt. Und ums mal sinngemäß mit Gauland zu sagen:„ Es hat gar keinen Sinn mich als Idol der jungen Wähler darzustellen.
    Die Union ist unter Merkel immerhin nicht rückwärtsgewandt, aber nach vorne schaut sie auch nicht. Sie ist eine Partei des hier und jetzt. Sie agiert nicht, sie reagiert vor allem.

    Die Grünen und die FDP sind schon spannender. Die Grünen schauen nach vorne, allerdings voller Angst. Stichpunkt Weltuntergang durch Klimawandel. Man versucht in gewisser Weise eben auch die Zeit zurück zu drehen, allerdings immerhin nur Klimapolitisch. Sie sind sonst noch ziemlich progressiv. Das kann man auch über die FDP sagen. Seit ihrer Rückkehr in den BT sind sie wohl die fortschrittlichste Partei. Wenn auch manchmal vielleicht etwas zu progressiv:„ Digitalisierung first, bedenken second“
    Beide Parteien haben aber ein Problem: Sie sind keine Parteien für die Unterschicht und genau die sorgt im Moment für die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, denn die Oberschicht geht frohen Mutes in die Zukunft und die Parteien für den kleinen Mann machen ihm nur Angst
    In Deutschland glauben nur 33% dass es ihren Kindern einmal besser gehen wird, als ihnen selbst. Diese Angst vor der Zukunft führt zu vielen Problemen des Landes
  • 9/16/2018 12:38:47 PM   MD
    es wird an allen Ecken und Enden gespart, eine Politik für die Reichen auf Kosten der Bürger betrieben. wenn man all das jahrelang mitmacht, muss man sich im endeffekt nicht wundern, wenn man wie die spd aufeinmal bei 17% landet und lauter wütende bürger vorfindet. es ist total irrelevant, wie du, ich, katarina barley oder sonst wer es findet, wenn bürger wegen ihrer wut die AfD wählen gehen. Relevant ist: es passiert, und da muss man gegensteuer. das schafft bisher keine partei.
  • 9/16/2018 12:22:24 PM   Wolfgang
    Ich wünsche mir:
    1. Volksabstimmungen und direkte Demokratieelemente,
    2. Begrenzung der Abgehordnetendauer,
    3. Abgeordnete mit hohem Bildungsniveau und Abschlüssen,
    4. Diskussion auf Basis von Fakten und weniger Polemik,
    5. gegenteilige Argumenten erst zuhören, dann verstehen und dann mit Fakten wiedersprechen und
    5. mehr Aufrichtigkeit und Anstand in der Politik!
  • 9/16/2018 12:22:19 PM   Wos
    Mich stört die Paralyse der CDU / CSU Regierungspartei, deren inkompetenter Umgang mit Klima, Braunkohle, Behinderung der erneuerbaren Energie, der Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit in der Migrationsfrage und der Dieselkrise.
    Leider ist auch die verehrte Frau Kanzlerin in Agonie verfallen.
  • 9/16/2018 12:21:41 PM   Rebecca
    Pflegenotstand - und allgemein das Gesundheitssystem (ist es so noch zukunftsfähig?), Akademisierung bzw. „Gymnaslialisierung“, Erbschaftssteuer, ÖPNV, Klimawandel und Wohnraum in Städten.
  • 9/16/2018 12:21:31 PM   WvK
    - Berufstätigkeit beider Elternteile wird erwartet (ansonsten sind die Mieten nicht zu leisten), eine ordentliche Betreuung fehlt komplett und deckt sonstige Nachmittagstermine nicht ab (Sport, Musik, Arztbesuche etc.).
    - Die Finanzkrise ist nicht aufgearbeitet, noch immer können Banken nicht einfach pleitegehen. Die nächste Krise darf wieder der Steuerzahler zahlen.
    - Zu viele Subventionen, z.B. dürfen die, die nie einen Zuschuss zum Immobilienkauf erhalten haben, jetzt das Wohnkindergeld mitbezahlen (nur ein Beispiel aus dem Subventionschaos).
    - Planlose Energiewende mit vielen Menschen, die weltweit einen der höchsten Strompreise zahlen dürfen und mit wenigen die durch Subventionen profitieren.
    - Die Superreichen werden deutlich stärker reicher als der Rest der Bevölkerung; die Vermögensschere geht immer weiter auseinander.
    - Spitzenverdiener müssen vielerorts nicht einmal mehr für den Kindergarten einen Kleinstbeitrag leisten, weil der Kindergartenbesuch kostenlos ist (warum eigentlich nicht gestaffelt?).
    - Der Bundeshaushalt und vermutlich auch die meisten Landeshaushalte sind nicht zukunftsfest. Die horrenden Steuereinnahmen in einer Niedrigzinsphase wurden nicht genutzt, um die übermäßige Verschuldung der öffentlichen Haushalte stark zu reduzieren. Wie soll die nächste Finanz- oder sonstige Krise bewältigt werden? Wie sollen zukünftig die stetig steigenden Zuschüsse zur Rente bezahlt werden?
    - Langfristige Sicherung der Altersversorgung. Hier hilft auch kein Festlegen auf ein Mindestrentenniveau, wenn nicht auch die Finanzierung geklärt wird.
    - Es fehlen Antworten auf den demographischen Wandel. Handwerksbetriebe suchen händeringend Auszubildende. Wer sorgt zukünftig für die derzeit ständig steigenden Steuereinnahmen?
    - Lehrer und Schüler werden mit der Integration alleine gelassen.
    - Was verstehen und erwarten wir eigentlich von der Integration?
    - Inklusion ohne Personal.
    - Der Schulunterricht orientiert sich an den schwächsten Schülern in der Klasse, um die besten Schüler kümmert sich keiner. Wie soll sich so der Bildungsstandort Deutschland positiv entwickeln?
    - Wie entwickeln wir Europa weiter, damit der europäische Gedanke von der Bevölkerung mitgetragen wird?

    Das nur einige Punkte, die einem Sorgen bereiten.
  • 9/16/2018 12:21:15 PM   Sabine Weisel
    Für mich ist die zunehmende Ausländerfeindlichkeit, der offen gezeigte Hass und die Gewaltbereitschaft rechter Gruppen vor allem in Ostdeutschland beängstigend und steht an erster Stelle. Wertvoller Austausch wäre meines Erachtens auch über die rasant steigende Weltbevölkerung und deren Folgen nötig, zu der es eine Reihe interessanter wissenschaftlicher Untersuchungen gibt.
  • 9/16/2018 12:19:12 PM   A.W
    Wir investieren aktuell nicht genug in folgende Punkte: Infrastruktur (insbesondere den ÖPNV), die Lehrerausbildung (mehr Studienplätze und Stellen müssen zwingend geschaffen werden, der Lehrermangel, insbesondere auch an Grundschullehrern lässt sich allerdings nicht nur mit monetären Mitteln bewältigen) und allgemein ist es derzeit von hoher Bedeutung den Wohnraum sowie das Wohnen, Nahrung, Elektrizität und Gesundheitswesen nachhaltig von Profiten zu entkoppeln, da diese ein humanitäres Grundbedürfniss darstellen. Außerdem müssen wir dringend über ein neues Rentenkonzept nachdenken und hierzu Debatten führen und Entscheidungen aktiv umsetzen.
  • 9/16/2018 12:19:02 PM   A.W
    Wir investieren aktuell nicht genug in folgende Punkte: Infrastruktur (insbesondere den ÖPNV), die Lehrerausbildung (mehr Studienplätze und Stellen müssen zwingend geschaffen werden, der Lehrermangel, insbesondere auch an Grundschullehrern lässt sich allerdings nicht nur mit monetären Mitteln bewältigen) und allgemein ist es derzeit von hoher Bedeutung den Wohnraum sowie das Wohnen, Nahrung, Elektrizität und Gesundheitswesen nachhaltig von Profiten zu entkoppeln, da diese ein humanitäres Grundbedürfniss darstellen. Außerdem müssen wir dringend über ein neues Rentenkonzept nachdenken und hierzu Debatten führen und Entscheidungen aktiv umsetzen.
  • 9/16/2018 12:18:50 PM   Magnus Reckhorn
    Das meiner Meinung nach größte Problem bleibt die Flüchtlingskrise. Meine Mutter ist Lehrerin in einer Hauptschule und muss sich dort des öfteren von 15 jährigen Muslimen anhören, dass sie ihr aufgrund ihres Geschlechts keine Gehorsam leisten müssen. Was an Geld ausgegeben wird um Menschen jahrelang zu finanzieren, die eigentlich kein Bleiberecht haben, ist kaum vorstellbar. Mit diesem Geld könnte man auch andere Probleme größtenteils aufarbeiten und kein anderes Thema erzeugt eine solche Spaltung der Gesellschaft
  • 9/16/2018 12:18:39 PM   Ingrid
    Ich finde die zunehmende Verrohung und Egoismus als schweres Problem. Wie dagegen ankommen?

    Auch die Jammerei, was es uns doch ach so schlecht geht, finde ich schlimm. Natürlich gibt es in D. Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Aber "schlecht" geht es - zumindest finanziell - wenigen, wenn man die soziale Unterstützung weltweit betrachtet. Das sehen von Gutem scheint verloren gegangen zu sein. Empathie, Mitgefühl, Anteil nehmen, Teilen. Christliche Parteien zeigen alles, nur nichts christliches. Das doch eigentlich "unsere Werte bestimmt". Wer das gesagt hat, habe ich vergessen, wahrscheinlich nicht nur eine*r.

    Geschichtsbewusstsein fehlt. Nicht nur für Rechtspopulisten. Wer denkt noch an Kleinstaaterei und warum es die nicht mehr gibt? 2018 sollte in größeren Dimensionen gedacht werden als national. Wenn schon, dann richtig. Frankfurt den Frankfurtern!

    Sicherung der Renten (selbst einbezahlt = Anspruch auf zumindest dem Eingezahlten Betrag!), angepasst an die wahre Preisentwicklung. Wenn sich selbst der Durchschnittsrentner die derzeitigen Mieten nicht leisten kann, muss etwas passieren. Die Geburtenstarken Jahrgänge gehen bald in Rente. Das ist so überraschend? War es übrigens damals schon. Die überraschend in die Schule / Lehre / Uni gehenden Kinder gab es schon damals... .

    Die ausufernden Gehälter der Manager, Vorstand und auch Politiker sollte gedeckelt werden. Boni hier und da aber keine Zahlungen, wenn es schlecht läuft.

    Ein Problem sind auch die nur nach Wahlen schielenden Politiker. Da ständig irgendwo im Land gewählt wird, werden keine Entscheidungen gefällt, die Wählerstimmen kosten könnten. Das hilft niemandem!
  • 9/16/2018 12:18:05 PM   HR
    Die an sich problematische Wahrnehmung vieler scheinbarer "Probleme" als tatsächliche lässt sich im Wesentlichen auf mangelnde Bildung zurückführen, die sich in fehlender politischer Bildung, mangelndem Verständnis für demokratische und/oder politische Prozesse, unreflektiertem Medienkonsum und einer an Oberflächlichkeit orientierter Diskussions(-un-)kultur festmachen lässt. Dazu kommt, dass sich die Politik (angesichts immer neuer Umfragewerte und getrieben vom Wunsch, wiedergewählt zu werden) allzu eifrig dem Denken in kurzen Zeitfenstern und ohne langfristige Perspektive anschließt - primär die Parteien rechts der CDU, aber auch die anderen politischen Akteure des Landes.
  • 9/16/2018 12:17:49 PM   Rainhart Arthur
    Mich stört die Suche nach dem Schlechten, Bösen, Gemeinen. Davon ist die Zeitung voll, das Forum, fast jede Kommentierung. Dabei ist Deutschland in der Spitze der Welt, wenn es um Freiheit und Toleranz geht, wenn es um Wirtschaftskraft und Verdienst geht, wenn es um Hilfsbereitschaft und Zuwendung geht. Es ist ein negativer Zug im gegenwärtigen (medialen) Weltverständnis, der sich ausbreitet und die Menschen mitnimmt, unzufriedener macht. Erscheinungen wie die AfD profitieren davon, unser Ansehen in der Welt leidet, das Selbstbewußtsein minimiert sich. Egoismus tritt als Patriotismus auf, Pflicht wird zur Tertiärtugugend, Treue wird verlacht. Dabei ging es uns nie besser als heut! Wir sehnen uns nach Niedergang, das hat durchaus pathologische Züge. - Natürlich geht es nicht allen gut, das tut es nie, natürlich wirft die Sonne auch Schatten und Regierungen tun es nie allen recht. Trotzdem wäre es schön, wenn man Leser aufforderte zu schreiben, was ihnen an ihrem Land, an ihrer Heimat gefällt. "Wie es auch sei, das Leben, es ist schön!" Das ist doch zumindest bedenkenswert.
  • 9/16/2018 12:17:38 PM   Hans Glück
    Es melden sich nur noch die Privilegierten politisch zu Wort. Die Unterschicht bekommt wahlweise gesagt, dass sie Pack sei, oder dass es ihr gut gehe. Aber mit den Problemen dieser Leute beschäftigt sich niemand ernsthaft. Dabei sind das die Leute, die verfehlte Politik am ehesten ausbaden müssen, weil sie keine Ausweichoptionen haben. "Links" bedeutet heute alles mögliche, aber sicherlich nicht Solidarität mit den einfachen Leuten.
  • 9/16/2018 12:17:22 PM   AndyF
    Die Zusammenhänge von Problemen ist oft sehr komplex. Vermutlich deshalb gibt es einige höchst relevante Themen, die es selten auf die Titelseiten schaffen. Insbesondere die von Steffen et al. (2015) -- doi.org -- identifizierten Grenzen unseres Planeten spielen in der öffentlichen Diskussion kaum eine Rolle, allenfalls der Klimawandel. Viele der Probleme haben mit der Art zu tun, wie wir Landwirtschaft betreiben. Wenn man sich vor Augen führt, dass wir schon in 100 bis 200 Jahren wohl kaum noch Phosphorvorkommen haben und damit keine industrielle Landwirtschaft mehr möglich sein wird (Phosphor ist Hauptbestandteil von Düngemitteln), dann ist ein sofortiges Umsteuern notwendig. Dies wird ohne eine Umstellung auf eine andere, fleischarme oder sogar -lose Ernährung kaum möglich sein, wie etwa Poore & Nemecek (2018) -- doi.org -- in Science kürzlich aufgezeigt haben. Viele dieser Probleme sind Ursachen für andere Probleme. So sind Flächenverbrauch und Klimawandel etwa eine wichtige Fluchtursache. Statt aber die Zusammenhänge zu beleuchten und Ursachen anzugehen, werden mit neuem Nationalismus lediglich die Folgen bekämpft. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Medien befeuern diesen Nationalismus, indem sie über Kopftuchverbote, Ausländerkriminalität, Chemnitz und AfD dauerberichten. Stattdessen müssten sie ihre Verantwortung übernehmen und der Bevölkerung die Querverbindungen zu den Ursachen vermitteln, d.h. die wirklich relevanten Probleme benennen.
  • 9/16/2018 12:17:06 PM   Steffen B.
    ein ganz großes Problem unserer Gesellschaft ist mangelnde Bildung, auch und gerade frühkindliche Bildung. Hier tut es Not, ausreichend Betreuungsplätze zu schaffenund die Menschen, die erziehen und bilden, also ErzieherInnen und LehrerInnen vernünftig zu bezahlen. Im schulischen Bereich wurde außerdem in den letzten Jahren immer mehr und mehr wirtschaftsnah „gebildet“, wobei das, was Bildung ausmacht, nämlich auch Humanismus, Demokratieverständnis, Kultur auf der Strecke blieben - und damit der Boden auch für die Auswüchse in Sachsen geebnet wurde. Ein weiteres großes Problem ist die Ungerechtigkeit des deutschen Rentensystems. Hier müsste endlich über eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze bei gleichzeitiger Deckelung der Rente nachgedcaht werden, von einer Einbeziehung auch der Beamten ganz zu schweigen. Und natürlich der große Komplex „Pflege“ sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Migration ist bei dem geringen Zahlen an Migranten in Deutschland (man vergleiche mal mit anderen Ländern wie der Türkei oder dem Libanon) ein eher untergeordnetes Problem, auch wenn, leider auch durch die FAZ, das Thema im Rahmen „Clickbating“ Tag für Tag wie eine neue Sau durchs mediale Dorf getrieben wird.
  • 9/16/2018 12:08:44 PM   christian
    -Illegale unkontrollierte Migration aus Staaten die keinerlei Kultur mit uns teilen und deren Migranten nur zu uns kommen, da wir die höchsten Sozialbeiträge für diese Menschen haben (kurz gesagt Armutsmigranten die mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit eine finanzielle und gesellschaftliche belastung für uns bleiben und unsere demographie zum schlechteren verändern
    -Massiv zu hohe Steuern und Sozialabgaben (ich möchte auswandern, da ich keine 42% schon ab berufbeginn + 18,9% rente bezahlen möchte)
    -Keine gesteuerte Migration von Hochqualifizierten Informatikern, Juristen, Ärzten usw. (aus Korea, China, Südamerika, Australien, Japan, Indien usw. würden sicher viele herkommen wollen und diese wären auch sehr willkommen)
    - schlechte Infrastruktur (vor allem das Internet und UBahnen usw.) hier hat die Politik seit Jahrzehnten geschlafen
    - eine massive unternehmens und privatsteuerreform die alles massiv vereinfacht und niedrigere steuersätze um unternehmen anzulocken
    - mehr marktwirtschaft und selbstverantwortung
    - politik ist ideologisch viel zu viel in richtung des sozialismus
    - bildung für unsere kinder massiv verbessern
    - start ups massiv fördern indem man die bürokratie massiv vereinfacht
    - digitalisierung in den behörden und allumfassend

    wenn wir vor allem nicht den ersten punkt ändern, können wir irgendwann nicht die anderen punkte angreifen und werden somit handlungsunfähig
    ich wähle afd, bin kein nazi sondern ein realist
    schaut euch die australische gesellschaft an, so könnte es auch in deutschland sein.
    einwanderer ja bitte, aber nur die von denen die gesellschaft sozial und finanziell (hohes einkommen, nachgefragter job, reiche einwanderer usw.) profitiert
    der begriff migrant ist heute in einem sehr schlechtem licht, das liegt vor allem an dem abschaum den wir in letzter zeit ins land gelassen haben
  • 9/16/2018 12:06:49 PM   Michaela Batsch
    Die aus meiner Sicht wichtigsten Themen sind Flüchtlingspolitik (Verhinderung unkontrollierter, illegaler Zuwanderung von Armuts-, Wirtschafts- und Sozialflüchtlingen und deren konsequente Abschiebung), Migrationspolitik (Förderung qualifizierter und legaler Migration und Erarbeitung eines modernen Einwanderungsgesetzes), Einführung einer gesetzlichen und streng einkommensabhängigen Krankenversicherung für Alle (Bürgerversicherung, auch für Selbstständige und Freiberufler), Digitalisierung optional gestalten, Verhinderung von Diesel- und sonstigen Fahrverboten, Steuerentlastungen für mittlere Einkommen, sichere Renten.
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