Deutschlands Probleme

Deutschlands Probleme

Den meisten Deutschen geht es gut – und doch würde kaum jemand sagen: „Deutschland hat keine Probleme“. Oft wird über Flüchtlinge diskutiert, aber es gibt noch ganz andere Themen: Hohe Mieten und niedrige Löhne in einigen Branchen, überfüllte Kindergärten und verlassene Dorfzentren. Trotz des ununterbrochenen Aufschwungs der vergangenen Jahre gibt es noch immer etliche wirtschaftliche Probleme. Sagen Sie uns, wo Sie die Schwierigkeiten sehen: Was läuft in Deutschland heute schief? Was kommt auf unser Land noch zu?
 
Eine Auswahl der Themen werden wir in den kommenden Wochen in der F.A.S. behandeln.
 
Schreiben Sie uns eine Nachricht auf Whatsapp unter der Nummer 0172-4434633, in den sozialen Netzwerken (Hashtag #DeutschlandsProblem) oder hinterlassen Sie einen Kommentar direkt hier.
  • 9/21/2018 1:05:52 PM   Peterprinzip
    Eines der Hauptprobleme ist die schwache Durchsetzungsfähigkeit des Staates, bzw. die unterschiedliche Anwendung von Recht und Gesetz. Warum können straffällige Gewalttäter weiter Verbrechen verüben, ohne eingesperrt oder abgeschoben zu werden? Warum lässt der Staat zu, dass No-go-Areas entstehen oder ganze Stadtviertel von verbrecherischen Clans beherrscht werden? Warum werden vermummte Demonstranten oder Hitlergruß-Zeiger nicht sofort festgenommen und bestraft? Warum lässt der Staat z. B. die Besetzung des Hambacher Forstes, der Hamburger Hafenstraße, geplanten Gen-Versuchsfeldern, leerstehende Häuser, etc. erst zu, um dann Monate oder Jahre später aufwändig zu räumen?
    Ein Staat der nicht in der Lage ist konsequent für Recht und Ordnung zu sorgen, wird leider nicht mehr ernst genommen.
    Als "braver" Bürger, der bei kleinsten Verstößen sofort die Staatsmacht zu spüren bekommt, fühlt man sich leider nur noch verar.....
  • 9/21/2018 1:06:30 PM   Uschi S.
    Mich stören besonders die folgenden Punkte:
    Unkontrollierter und unvorbereiteter Zuzug kulturfremder und teilweise nicht anpassungsfähiger Menschen, so dass Deutschland immer mehr zu einem Land der Verrohung und Verunmenschlichung verkommt. Wir werden von Angst, Gewalt und Hass getrieben. Ich bin froh, wenn mein Sohn abends wieder heil nach Hause kommt und nicht den alltäglichen Angriffen, Messerattacken und Attentaten zum Opfer gefallen ist.
    Deutschland ist ein Land der Egoisten geworden, dies wird bereits in den Kindergärten und Schulen klar ersichtlich und wird von den Erwachsenen vorgelebt und scheinbar für gut befunden.
    Das Verhalten im Straßenverkehr ist kaum noch auszuhalten, nur noch Rüpel, Rowdys und gelackte dunkle Typen in von uns unbezahlbaren Luxusschlitten. Mein Sohn als Fahranfänger hat dahingehend ein schweres Los gezogen.
    Unfähige Politiker, die sich nichts trauen und immer den einfachsten Weg gehen.
    Es wird viel zu wenig kontrolliert, z.B. bei Hartz IV Zahlungen. Die angeblich Bedürftigen fahren in dicken Schlitten vor, sind goldbehangen und können vor lauter Überheblichkeit kaum geradeaus gehen. Der Staat zahlt und zahlt und die Wut der arbeitenden Bevölkerung wächst immer mehr. Diese Gelder könnten in Bildung und Freizeitmöglichkeiten fließen.
    Generell wird Deutschland in den nächsten Jahren immer mehr zum "Wutland" mutieren. Wut darüber, dass manche es echt drauf haben, Gelder zu kassieren, für die sie nicht einmal mehr im Ansatz berechtigt sind. Wut darüber, dass der Staat, die Regierung und die Justiz sich zum größten Feigling überhaupt entwickelt haben und sich nicht trauen, Gesetze umzusetzen, Strafen auszusprechen und konsequent zu sein. Wut darüber, dass unser Land sich nicht mehr als "unser" Land zeigt und anfühlt, sondern wir tatsächlich nur noch die sind "die schon länger hier leben". Es gibt immer mehr Orte, wo wir uns nicht mehr hin trauen, weil eine fremde Kultur die Regie übernommen hat und wir uns nicht mehr wohlfühlen können, z.B. Frei- und Schwimmbäder, öffentliche Plätze, Innenstädte und Fußgängerzonen.
  • 9/21/2018 1:10:20 PM   mad.de
    Die Energiepolitik: Ende der 90er Jahre wurde die Energiebranche liberalisiert, weil Energie angeblich zu teuer war. Seitdem haben diverse Regierungen Steuern, Umlagen, Regulierungen eingeführt, die die Energiepreise permanent in die Höhe getrieben haben. Durch die Regulierungswut hat sich parallel die Energiewirtschaft in Richtung einer Planwirtschaft entwickelt. Heute ist die Energiewirtschaft nur noch ein Spielball der deutschen und europäischen Politik und gleichzeit der öffentliche Prügelknabe für die hohen Energiepreise.
    Diese verfehlte Entwicklung sollte mal aufgezeigt werden!
  • 9/21/2018 1:12:48 PM   Matthias Glage
    Mehr Demokratie wagen!

    Als der neu gewählte Bundeskanzler Willy Brandt im Jahre 1969 in seiner Regierungserklärung immer wieder betonte: “Wir wollen mehr Demokratie wagen!”, ging bei vielen ein Aufatmen durch die Bundesrepublik. Nach “Muff von 1000 Jahren” und ehemaligen Nazis an der Macht wehte frischere Luft durch Deutschland.
    Nun gibt es anstelle von zwei großen Volksparteien CDU/CSU und SPD sowie der FDP als “Zünglein an der Waage” sechs, in Bayern vielleicht sogar bald sieben Parteien im Parlament. Ist das nicht ein Zeichen dafür, dass in Deutschland mehr Demokratie gewagt wird?
    Mal abgesehen davon, dass Parteien laut Grundgesetz nur an der politischen Willensbildung mit wirken sollen, Deutschland aber inzwischen eine Parteiendemokratie ist, bei der mehrere Parteien stark unter dem Einfluss von Lobbies stehen: Es ist ein Zeichen, dass mehr Meinungsvielfalt zu Wort kommt. Allerdings sollte auch erkannt werden, dass mehr und mehr Bürger sich inzwischen so “abgehängt” fühlen (oder es sind), dass sie gar nicht mehr an Wahlen teilnehmen.
    Immer mehr “Wutbürger” - besonders im Osten Deutschlands - geben ihrem Protest aber auch dadurch Ausdruck, dass sie die AfD wählen. Statt der Migranten verlangen sie, dass erstmal sie mehr integriert werden. Dass einige dabei nicht immer die Grenze zu Neonazis beachten, ist allerdings bedenklich, da diese Feinde der Demokratie sind.
    Parteien (von Lateinisch pars: der Teil) können immer weniger Volksparteien sein, da die vielfältiger werdenden Wählerinteressen dies verhindern. Anti-Atom-, Umwelt-, Friedens- und Frauenbewegung wurden in den Parteien nicht hinreichend beachtet: So entstanden die Grünen. Die Agenda 2010-Politik mit Hartz IV ermöglichte der Linken ihren Aufstieg. Euro-Krise sowie verstärkte Migration ab 2015 führten zum rasanten Anwachsen der AfD.
    So erfreulich es einerseits ist, wenn so mehr Demokratie stattfinden kann, ist es allerdings auch ein Zeichen dafür, dass es in Deutschland zunehmend Partikular-Interessen gibt. Individualismus hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl nimmt ab. “Wir sind das Volk”-Rufe sind anstelle von “Wir sind ein Volk” getreten. Die Entstehung von Parallel-Gesellschaften ist ebenfalls ein Warn-Zeichen.
    Auslöser der Partikular-Interessen sind oft Ängste: Verlustängste, Verdrängungsängste, Ängste vor Gefahren. Solche Ängste sind auch häufig berechtigt. Aber statt sie besonders in den sozialen Medien nicht selten sogar durch Fake-News zu schüren, wäre es sinnvoll und notwendig, an ihren Ursachen anzusetzen. Doch hier versagen die Regierungsparteien und werden so abgestraft. Denn es gibt zurzeit keine wesentlichen Fortschritte in der Umweltpolitik (Beispiel: Kohleförderung statt Klimaschutz), in der Sozialpolitik (wachsende soziale Schere statt Steuerreform) und in der Zuwanderungspolitik (immer noch kein Einwanderungsgesetz, schlechte Asylpolitik).
    Da auch in anderen europäischen Staaten ähnliche Entwicklungen stattfinden, gibt es auch in der Europa-Politik eher Rückschritte mit Rückfällen in Nationalismus. Dabei müsste gerade Europa sich mehr zusammen schließen (Macron braucht Unterstützung!), wenn es im Zuge der Globalisierung und Trump-bedingten Entfremdung von den USA nicht abgehängt werden will.
    Lösungen? Wie so oft sollte bei der Bildung angesetzt werden. Nicht nur in Schulen muss mehr Wert auf historische und politische Kenntnisse sowie soziale Kompetenzen gelegt werden. Gerade die sozialen Medien bieten hier große Chancen. Statt dort Fake-News zu verbreiten und sich gegenseitig teilweise auf inakzeptable Weise zu beschimpfen, kann man auch ins Gespräch kommen und im Dialog nach Lösungen suchen. Wo die Parteien versagen, sind wieder Bürgerinitiativen gefragt. Auch so lässt sich etwas bewegen. “Aufstehen” finde ich auch eine gute Idee, die helfen kann. Keine Angst, sondern lasst uns mehr Demokratie wagen!
  • 9/21/2018 1:13:06 PM   Ebko
    Die vielen Verkrustungen in unserem Land:
    1. Eine Kanzlerin, die ihre Fehler nicht einsieht und viel zu lange regiert.
    2. Politiker/Innen die schon lange nicht mehr auf das Volk hören. (Und dieses dann noch beschimpfen, wenn es die "falschen" Parteien wählt).
    3. Das Strukturproblem mit sich leerenden ländlichen Regionen und übervollen Städten wird nicht erkannt und angepackt. Stattdessen wird an den Symptomen herumgedoktert.
    4. Eine Steuerpolitik, die den kleinen Mann belastet und (internationale) Konzerne - wie z.B. Google, Amazon, Apple - nicht antastet.
    5. Eine marode(Brücken, Straßen, Schienen) oder nicht vorhandene Infrastruktur(Breitband-Internet).
    6. Teilstaatliche Betriebe(Telekom, Deutsche Bahn) die ihre Ziele wie Pünktlichkeit oder Internetausbau massiv verfehlen und immer weiter wursteln dürfen.
    7. Ein Gesundheitssystem in dem die Krankenkassen Milliarden horten und gleichzeitig Ärzte fehlen. Warum wird das Geld nicht ins System gegeben?
    8. Eine EU die keine Union mehr ist. Aber ständig neue Ideen wie man die "weiterentwickelt". Was nur noch bedeutet, daß Deutschlands Steuerbürger noch mehr einzahlen sollen. Aber für eine Steuerreform ist kein Geld da.
    9. Die Bundeswehr kann auf Grund von nicht einsatzfähigem Material ihren Auftrag Landesverteidigung nicht mehr wahrnehmen. Wird aber überall hingeschickt.
    10. Ein Bildungssystem, welches an die Wand gefahren wurde.

    Soll ich noch weitermachen oder reicht das?
  • 9/21/2018 1:13:41 PM   DK7QC
    Was noch nachzutragen wäre: Wir leiden - von der Anmaßung im Sept. 2015 einmal abgesehen - vor allem unter politischen Fehlern mit Langzeitwirkung.

    Z.B. bei der Infrastruktur: Warum sind nicht regelmäßig Mittel für die Erneuerung von Straßen, Brücken usw. zurückgelegt und periodisch genutzt worden, warum ist immer wieder alles konsumiert worden, insb. im Sozialbereich mit immer generöseren Versprechen?

    Z.B. bei dem Demographie-Debakel: Hier hätte, als der Pillenknick deutlicher wurde, schon vor 40 Jahren unbedingt, wenn auch schonend und gestaffelt, der falsche Anreiz beseitigt werden müssen, der jedem Ehepaar den Eindruck vermittelte, man brauche sich um Kinder nicht so sehr zu kümmern, da Doppelverdienern ja ohnehin die doppelte Rente sicher sei, so dass man die guten Einkünfte der aktiven Zeit bedenkenlos konsumieren könne. Hätte man demgegenüber die Rentenanwartschaften auch an die Zahl der gezeugten Kinder geknüpft, den Kinderlosen dank ihrer enormen Ersparnisse mangels Kinderbetreuung mehr Eigenvorsorge zugemutet und umgekehrt den Müttern (zu denen ich nicht gehöre!) eine angemessene (Zusatz-)Rente in Aussicht gestellt, so wäre es sehr wahrscheinlich nicht zu dem gravierenden Einbruch der Geburtenzahlen gekommen, der demnächst unseren Nachwuchs, aber eben auch die Rentner belasten wird. Doch auch hier fehlten der Politik Verantwortungsbewusstsein und Mut.

    Und der Niedergang der Schulbildung hängt ja nicht zuletzt mit der beklagenswerten Heterogenität der Schülerschaft zusammen. Ja, woher kommt sie denn nur? Einerseits von der misslungenen Integration der seit Jahrzehnten Zugewanderten, nicht nur aus der Türkei, zumal auf diese Immigration von staatlicher Seite (auf Drängen der Wirtschaft) zu wenig Einfluss genommen wurde, andererseits von dem Zustrom von Migranten, der schon weit vor 2015 eingesetzt hatte, in Berlin aber ebenfalls wohlwollend hingenommen wurde, und schließlich von der Inklusions-Hype hochmotivierter Ideologen, die uns Märchen über völkerrechtliche Vorgaben zum Behinderten-Recht erzählten, von den schulpolitisch Verantwortlichen, die es besser wissen konnten, aber fahrlässigerweise nicht gestoppt wurden, dann aber auch von der unkontrollierten Aufnahme ungeeigneter Schüler, z.B. in Gymnasien (Stichwort "Elternwunsch"), bei der es sich letztlich um Wahlgeschenke von Politikern jeder Farbe handelte. Auch hier also wieder Defizite der Amtsethik.

    Und die Schwierigkeiten, welche die Währungsunion mit Griechenland und Italien hat, liegen ebenfalls darin, dass vor langer Zeit beschlossen wurde, diese Staaten mit dem Euro zu beglücken, obwohl sie unstreitig, allen Experten bewusst, nicht die Voraussetzungen erfüllten und damit in ein Debakel hineinliefen, das vor allem sie selbst, aber auch alle anderen Euro-Länder gefährden musste. Wiederum also politische Akte, die jedenfalls nicht von Charakter zeugten.
  • 9/21/2018 1:13:50 PM   Hans-Peter
    Mich ärgert:
    1. Doppelte Krankenversicherung auf Lebensversicherung (Direktversicherung)
    2. Rückwirkend auf alte Verträge eingeführt. Ohne irgendeine Mitteilung.
    3. Überhasteter Atomausstieg. Strompreis hat sich verVIERfacht.
    4. Aus der Sozialversicherung werden fremde Ausgaben bezahlt.

    Ich hab lange protestiert - jetzt hab ich fast aufgegeben.
    Gegen charakterlose Menschen kann man nicht gewinnen.
    Beispiel: Unsere Politiker und ihre Lakaien lassen die Mütterrente für ihre eigenen Mütter von den Rentenbeiträgen der Arbeiter und Angestellten bezahlen. Die Mütterrente aus Steuergelder zu bezahlen wird abgelehnt.
    Bei der nächsten Wahl werde ich die beteiligte Parteien schwarzrotgrün ärgern.
  • 9/21/2018 1:13:57 PM   Grokogeschädigter
    Man muß nur die Hauptproblemfelder nennen: Energiewende, Bankenrettung, gesetzwidrige Migration, Griechenlandrettung, künftig abzuschreibende EZB-Notenbankforderungen. Mit der Folge uferloser Mittelverschwendung und Vertrauensverlusten. Verantwortung dafür trägt die Merkelregierung und ihre Hofschranzeninklusive der Groko-Sozen. Für die Missachtung bzw. Zuwiderhandlung rechtsverbindlicher Gesetze gehört diese Gesellschaft vor oordentliche Gerichte!
  • 9/21/2018 1:14:27 PM   Tante Frieda
    Was in diesem Land am fürchterlichsten schiefläuft, ist das, was gerade auf der ganzen Welt Populisten massiven Zulauf verschafft: Die Wähler vertrauen dem Staat und seinen Repräsentanten (als die auch die Medien gesehen werden) nicht mehr. Ich halte es für unmöglich, dieses Vertrauen durch die Lösung der „normalen“ Probleme des jeweiligen einzelnen Lands – die es natürlich ebenfalls gibt – wiederherzustellen, solange das übergreifende Problem einfach ignoriert wird.

    Das übergreifende Problem hätte eigentlich schon seit 2009 durch das damals einsetzende und im Zeitverlauf immer irrationaler werdende Wahlverhalten quer durch ganz Europa erkannt werden können. Die Irrationalität schon des deutschen Wahlergebnisses von 2009 mit dem Rekordergebnis ausgerechnet für die FDP und deren anschließender jäher Absturz unter die Fünfprozenthürde ist meines Wissens bislang noch nicht einmal als solche erkannt worden. Man muß kein Genie sein, um den Aufstieg der „Wutwähler“ in ganz Europa mit der Finanzkrise in Verbindung zu bringen. Nicht nur wegen des zeitlichen Zusammenhangs, sondern auch wegen des damit ans Tageslicht kommenden Versagens einer Politik, die die Interessen von Wirtschaftsakteuren zu Lasten der Allgemeinheit durchgesetzt hatte, die sich nunmehr als ahnungslose Zauberlehrlinge erwiesen hatten, in Deutschland etwa mit der Agenda 2010.

    Für die Heftigkeit, mit der sich speziell in Deutschland die Wut Jahre später in der Flüchtlingskrise entlud, sehe ich vor allem zwei Gründe. Der erste Grund ist, daß die Agenda 2010, und das nicht ganz zu Unrecht, als erbarmungs- und mitleidlos empfunden wurde. Jemand, der selbst nicht daran glaubt, Mitgefühl erwarten zu können, falls es ihm unverschuldet schlecht gehen sollte, ist kaum ein geeigneter Adressat für Appelle an sein Mitgefühl für andere. Der zweite Grund ist, daß das politische Stilmittel des Erzeugens von Angst, Scham und Schuldgefühlen, das speziell in den Bereichen Gesundheit und Umwelt geradezu zum State of the Art geworden ist, labilere Persönlichkeiten nachhaltig psychisch destabilisiert. Wer schon bei Petitessen wie seinem BMI, Fleischkonsum, Rauchen, Plastiktüten oder Autofahren tagtäglich für sein Versagen medial mit Verachtung gestraft wird, warum sollte der sich eigentlich noch zutrauen, mit einer Million Flüchtlinge fertigwerden zu können? Daß die Regierung und die Behörden selbst überfordert und verunsichert wirken, macht die Sache natürlich nicht besser.

    Wer das Kernproblem unserer westlichen Gesellschaften – und damit auch Deutschlands – lösen möchte, dem empfehle ich, einen Pädagogen zu fragen. Denn daß eine Erziehung viel erfolgreicher ist, wenn auf Mittel aus der sogenannten schwarzen Pädagogik (u. a. Einsatz von Angst, Scham, Schuldgefühlen, Druck und Drohungen) verzichtet wird, ist schon seit Jahrzehnten Allgemeinwissen. Wenn also eine wachsende Zahl von Erwachsenen sich in politischen Fragen wie trotzige Kleinkinder verhält und immer trotziger wird, je mehr man sie mit erhobenem Zeigefinger belehrt, dann läge es aus meiner Sicht nahe, die Lösungen näher anzuschauen, die sich bei Kindern in solchen Situationen als erfolgreicher als erhobene Zeigefinger erwiesen haben. Vorzugsweise, bevor unter den Wählern eine kritische Masse trotziger Kleinkinder erreicht ist, die imstande wäre, einen der Ihren zum Wahlsieger zu machen, wie in den USA geschehen.

    Da der Gouvernantenstaat einstweilen jeglichen Widerstand routinemäßig mit verdoppeltem Einsatz der schwarzpädagogischen Bemühungen quittiert, sehe ich das aber so schnell nicht kommen und damit leider auch ziemlich schwarz für dieses Land. Da es anderswo, siehe oben, aber auch nicht besser ist, bleibt mir bis auf weiteres nur die innere Emigration und das Hoffen darauf, daß bessere Zeiten kommen werden, ohne daß es vorher noch einmal viel schlimmer geworden sein muß.
  • 9/21/2018 1:15:10 PM   Eric
    Ich möchte mich auf zwei Punkte beschränken und dabei in einem Punkt auch ausdrücklich meine Mitbürger, die hier unten gepostet haben, meine Mitbürger insgesamt ansprechen, nicht nur eine Fordeurng an gewählte Politiker stellen. Demokratie lebt davon, was man "das Mitmachen" nennt. Sie ist keine Dienstleistung mit CEO Merkel in der Unternehmensführung. Das beginnt im kleinen Detail: ich war vor einigen Monaten der einzige (!) Bürger in der örtlichen Stadthalle auf einer breit angekündigten Veranstaltung der Gemeinde, man wollte ausdrücklich ergebnisoffen mit den Bürgern ausarbeiten, ob und wie der Ort mit einem Neubaugebiet erweitert wird (Fragestellung Baumfällungen, Versiegelung von gutem Ackerboden usw., aber auch Vorteile, usw.). Catering stand bereit, alles stand bereit. Der Gemeinderat hat dann eben für die Leute entschieden, es wird jetzt "zugebaut". Und Bäume werden gefällt. Jetzt gibt es plötzlich einen Shitstorm (vom Sofa aus natürlich) unter entsprechenden Artikeln der Lokalpresse. Und vollkommen frei von Selbsterkenntnis wird stereotyp auch gegen "die da oben" gepöbelt, die ja eh machten was sie wollen. Angesichts dieser Trägheit und Ignoranz, dass die Gemeinde nicht jeden Bürger mit einer Limousine abholen ließ um zur Veranstaltung zu kommen und mit zu planen war auch schon alles, kann man am Grundkonzept Demokratie schon einmal verzweifeln. NIMBY-Denke dominiert durch und durch, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Alles immer sofort, neu und perfekt und bitte kostenlos, bitte ohne für mich unbequeme Auswirkungen, ABER ZACK ZACK, SONST SKANDAL-ABZOCKE-DANKEMERKEL! (so steht es dann in Großbuchstaben, als "gebrüllt", in den Kommentarspalten im Web).

    Die zweite Forderung an die Politik ist grundsätzlich zu begreifen, dass die Digitalisierung, ohne abgedroschen zu klingen, eine ähnliche Bedeutung wie die Industrialisierung seinerzeit haben wird. Wie bei jedem Wandel gibt es Vorteile und Nachteile für viele Menschen. Aber: die Nachteile überwiegen eher, wenn man den Wandel nicht gestaltet, sondern aussitzt. Der Bund sitzt aus. Er sitzt beispielsweise das Problem der fehlenden Breitbandversorgung aus, sorgt bestenfalls mit "too little, too late" Förderprogrammen für ein bisschen VDSL Ausbau, was dann den Breitbandbedarf vielleicht für 5 Jahre noch deckt. Das ist keine Infrastrukturpolitik, das ist Aussitzerei. Dito die Konsequenzen zB für unsere Industrie. Im Steuerrecht ist es zB wesentlich einfacher, Investitionen in Beton abzuschreiben, als Investitionen in digitalen Wandel. Bis hin zu den vermeintlich banalen Dingen: alle Argumente, die dagegen sprechen könnten der ganz normalen 0815 Email (nicht DE-MAIL usw., einfach die normale Email) per Gesetzesänderung als "die Schriftform erfüllend" zu betrachten, die können auch dagegen sprechen ein Stück Papier als "die Schriftform erfüllend" zu akzeptieren. Dennoch käme niemand auf die Idee zu fordern, dass der Absender eines normalen Postbriefs verifiziert werden muss und seine Unterschrift unter einem Anschreiben von einer dritten Stelle beglaubigt sein muss ("qualifizierte Signatur"), damit solch ein Stück Papier als "die Schriftform erfüllend" gilt. Es ist pures "das haben wir schon immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen", dass man es dem Geschäftsverkehr per Email so schwer macht. Daher spielt in Deutschland der Brief noch solch eine riesige Rolle im Geschäftsverkehr und das kostet Zeit und Geld und Aufwand, der schlicht nicht sein müsste.

    Dieses und viele andere Einzelbeispiele haben gemeinsam, dass sich unsere Politik nicht auf die Digitalisierung eingelassen hat. Jedes Rechtsgebiet, jeder Prozess, alles müsste in Hinblick auf die Digitalisierung optimiert werden. Wir nutzen schlicht die Chancen nicht, passen unsere Infrastruktur nicht an - und werden dadurch garantiert die Nachteile der Digitalisierung verstärken. Die neuen Jobs, die dann ja auch entstehen werden, wie bei jedem Strukturwandel, gehen jedenfalls garantiert nicht in das europäische Land, das zu den Schlusslichtern der Breitbandbandversorgung auf dem Kontinent gehört.
  • 9/21/2018 2:10:31 PM   Hans J. Dresden
    Warum noch wählen ? Es ist frustierend, dass bei den nächsten Waheln die Parteien gegeneinander antreten und dabei unumstößlich klar wird, dass Koalitionen unvermeidbar sind.
  • 9/21/2018 2:10:36 PM   Tim N. Hamburg
    STAATSZIELE von Deutschland: Die im Grundgesetz verankerten Staatsziele müssten reformiert bzw. erweitert werden. Hier könnte Bhutan mit seinem Bruttonationalglück ein Vorbild sein. Dazu wäre es wichtig darüber zu diskutieren, was Glück ist bzw. glücklich macht und wie es erreicht werden könnte / sollte. Der Weg wäre hierbei ein Teil des Ziels und dieser Weg müsste in den Schulen anfangen und von jedem einzelnen mitlebbar und mittragbar gestaltet werden. Dadurch würde vieles für die Menschen wieder greifbarer werden und wir alle würden uns dadurch wieder etwas näherkommen. Und das hätte dann auch positive Auswirkungen auf alle Aktivitäten und Unternehmungen in Deutschland.
  • 9/21/2018 2:13:04 PM   IO
    Unabhängig von den vielen bereits genannten Einzelpunkten erscheint mir als Klammer der Vertrauensverlust in die Eliten, bzw. deren Entzauberung, wie sie Herr Mayer in dieser Ausgabe treffend benennt, als ausschlaggebend. In der Wahrnehmung bleibt hängen: gut verdienende Banken, deren Verluste vom Steuerzahler bezahlt werden, Selbstbedienungsmentalität von Managern, Konzerne, die gegen Gesetze verstoßen (Diesel) und in Deutschland gefühlt straffrei bleiben, Politiker, bei denen das Ego wichtiger scheint als das „schaffen“ - all das bei jeder Menge Baustellen.

    Vielleicht wächst damit einfach auch Unzufriedenheit, Anspruch und Enttäuschung.
  • 9/21/2018 3:52:05 PM   kairco
    Mangel an Mietwohnungen
    Solange man als privater Vermieter vom Gericht gezwungen wird, einen Mieter, der über Monate keine Miete gezahlt hat und auch keinerlei Anstalten macht, seine Schulden abzutragen, weiterhin in der Mietwohnung zu dulden, dürfen wir uns über einen Mangel an Mietwohnungen nicht wundern. Zu allem Überfluss verschwand der Mieter am Termin der Räumungsfrist kommentarlos mit den Wohnungsschlüsseln und hinterließ einen Teil des Mobiliars. Bis zum Erscheinen des Gerichtsvollziehers vergingen weitere 6 Wochen.
  • 9/27/2018 9:54:33 AM   Memorandum - Ein Anachronismus, ein Ärgernis
    Bischöfe werden vom Staat bezahlt
    Unser Staat ist in einem nicht unwichtigen Punkt völlig unglaubwürdig: Er bezahlt nämlich die Gehälter und Pensionen der katholischen und evangelischen Bischöfe in verfassungswidriger Weise aus allgemeinen Steuermitteln. Man lasse sich das einmal auf der Zunge zergehen: Bischöfe gewissermaßen Angestellte des Staates! Das ist extrem unsauber, geradezu unappetitlich! Es handelt sich hier um eine schwere Verletzung des Neutralitätsgebots, das in unserer Verfassung verankert ist.
    Säkularisation und einschlägige Konkordate mit dem Vatikan liegen eine gefühlte Ewigkeit zurück. Die katholische und evangelische Kirche in Deutschland zählen zu den reichsten Kirchen der Welt, möglicherweise sind sie sogar weltweit die reichsten. Die Bischöfe residieren größtenteils in (barocken) Palästen. Kardinal Marx, dem man nachsagt - das nebenbei - , er pflege einen byzantinischen Führungsstil, hat mitten in München in bester Lage ein gigantisches Verwaltungszentrum für seine Diözese errichten lassen (Kosten: dreistelliger Millionenbetrag), er hat in Rom, ebenfalls in bester Lage, einen ansehnlichen Palazzo erworben als Absteigequartier für die Oberen seiner Diözese (Kostenpunkt: zweistelliger Millionenbetrag), und er lässt zurzeit für ca. 200 Millionen Euro in Freising ein diözesanes Museum erneuern. Dies alles aus kirchlichen Mitteln. Und da lassen er sich und die anderen Bischöfe vom deutschen Steuerzahler das Gehalt zahlen! Sie sollten sich schämen! Unser Staat aber sollte endlich aufhören mit dieser unzeitgemäßen Besoldung der Bischöfe, ansonsten wird er zum Unrechtsstaat.
    Am Rande stellt sich noch die Frage: Wofür bekommen die Bischöfe vom Staat das Geld? Sie haben doch kaum noch Aufgaben: die katholische Kirche hat nur noch 8 Prozent Kirchgänger, die evangelische gar nur noch 4 Prozent.
    Noch ein anderer Punkt: Natürlich stellt auch das Eintreiben der Kirchensteuer durch den Staat einen eklatanten Verstoß gegen das Neutralitätsgebot dar (weltweit ist Deutschland das einzige Land, in dem so etwas praktiziert wird). Wer allerdings keine Kirchensteuer bezahlen möchte, kann aus der Kirche austreten (Kosten zwischen 30 und 40 Euro). Gegen die Bezahlung der Bischöfe durch den Staat jedoch kann sich der Bürger nicht wehren.
    Die Verfasser dieses Memorandums müssen anonym bleiben, denn unter ihnen sind Pfarrer, Kirchenrechtler, Kirchenhistoriker, Pastoralreferentinnen, Lehrer i.K., Erzieherinnen i.K., die sofort ihre Anstellung verlieren, wenn ihre Namen bekannt werden.
    Die Verfasser dieses Memorandums sind im Übrigen der Meinung, dass, wenn einmal der hier erörterte Sachverhalt, nämlich strikte Entflechtung von Staat und Kirche, im ganzen Lande bekannt ist, vermutlich Millionen deutscher Bürgerinnen und Bürger sich mit diesem Anliegen identifizieren.
  • 9/27/2018 9:54:40 AM   Georg
    Enteignung, Rechtssprechung, Durchsetzung von Gesetzen
    Die staatlich verordnete Enteignung bei der Direktversicherung war für mich der ausschlaggebende Grund das letzte bisschen Achtung vor unserem Staat, seinen Organen und den Politikern zu verlieren.
    Die Rechtssprechung ist gegenüber Tätern viel zu milde und hat sich verselbstständigt. Kaum ein Urteil ist tatsächlich im Namen des Volkes gesprochen. Diese versuchte Legitimation sollte umbenannt werden. „Im Namen der Juristen“
    Gesetzte werden nur noch beim staatstragenden Bürger umgesetzt. Knöllchen, Elternunterhalt, Steuern, etc. Alles machbar.
    Abschiebungen, Drogenhandel, No Go Areas, Kindergeldbetrug, Asylbetrug etc. Hier sieht man wie selbstverständlich weg.
    Das Land geht vor die Hunde.
  • 9/27/2018 9:54:53 AM   Tobias
    Höheres Einkommen=großer Reichtum?
    Ein wesentliches Problem unserer Zeit ist, dass nach wie vor das Einkommen der Faktor ist, an dem alle Beiträge zur Solidargemeinschaft festgemacht werden. Von der Einkommensteuer über Sozialbeiträge bis hin zu Kindergartenbeiträgen und in NRW sogar die Kosten für Mittagessen in der Kita hängen vom Einkommen ab. Zusätzlich zur hohen Belastung werden höhere Einkommen von vielen Entlastungen (z.B. Abschaffung des Soli) oder Förderungen (z.B.Baukindergeld) ausgenommen. Was vollkommen unberücksichtigt bleibt, aber in der Realität viel eher über Wohlstand entscheidet ist das Vermögen. Wer es ernst meint, mit Chancengleichheit und sozialem Aufstieg kann nicht Besserverdiener ohne vererbtes Vermögen in Grund und Boden besteuern. Hierzulande profitieren Leute von geringen Beiträgen und Förderprogrammen, die wohlhabendend zur Welt kommen, Grundstück, Haus oder Wohnung erben und sich beruflich, wer will es ihnen verdenken, in der Situation nicht verausgaben (müssen). In der mittlerweile dritten Nachkriegsgeneration ist unfassbar viel Vermögen vorhanden und ich gönne es jedem, dem es zur Verfügung steht. Eine clevere und zeitgemäße Steuer- und Sozialpolitik würde aber genau hier ansetzen und durch die Berücksichtigung von Vermögen statt Einkommen echte Chancengleichheit herstellen.
  • 9/27/2018 9:55:54 AM   feuerboss
    Mit dem Multikulturalismus umgehen
    Dieser kommt aber nicht von den sogenannten Ausländern, sondern steckt tief in unserer Gesellschaft. Es ist zu befürchten, dass die Gesellschaft weiter auseinanderbricht durch Gegensätze wie Stadt vs. Land, Hochkultur vs. Populärkultur, Atheisten vs. Christen, Reich vs. arm, Elite vs. Volk, etc.
    Diese Gegensätze (und viele weitere) gibt es schon lange, aber sie differenzieren immer weiter aus. Eine bedeutende Zukunftsfrage ist es, wie man die Gesellschaft mit diesen Gegensätzen leben lehren kann und dafür sorgen kann, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt eher bedeutend gestärkt wird.
    Anders als durch diese Überforderungsproblematik kann ich mir nicht erklären, warum es einerseits Deutschland technisch gesehen so gut geht wie nie, andererseits (zumindest gefühlt) die Sorgen auch immer größer werden.
  • 9/27/2018 9:56:00 AM   Bundesbürger2
    Beschränkung der Amtszeit des Kanzlers
    Die Amtszeit des Bundeskanzlers sollte wie in den USA auf 8 Jahre beschränkt sein. Die langen Amtszeiten führen innerhalb der regierenden Partei(en) zur Unfähigkeit, schieflaufenden Dinge korrigieren zu können, da es bei den beteiligten Entscheidungsträgern eine viel zu grosse (Karriere-)Abhängigkeit zum Kanzler, der/die i.d.R. auch die Partei führt, gibt. Somit kommt die innerparteiliche Meinungsbildung zum Erliegen.
    Eine Erneuerung findet bisher eigentlich nur nach verlorenen Wahlen statt,
    nach denen der Partvorsitz neu geregelt wird. Bis dahin wird gekuscht.
    Solche Phasen des Stillstandes (siehe Ende Kohl, Ende Adenauer)
    können wir uns nicht leisten.
  • 9/27/2018 9:56:12 AM   philipp
    Erstmal großes Lob für die tollen Beiträge und den Mut der FAZ zu diesem Format!

    Ich möchte mich kurz haltehalten, da schon viele wichtige und richtige Dinge gesagt sind.

    Unsere Regierung sollte sich zum einen mal über dIe Wortherkunft von "Regierung" Gedanken machen. Meiner Meinung nach kommt dieses Wort weder von "verwalten" noch von "herunter wirtschaften".

    Zweitens gibt es doch da so einen Eid auf das Grundgesetz bei den Amtseinführungen. Meiner Meinung nach sollten die hohen Herrschaften sich dieses Grundgesetz auch mal anschauen, dann verwundert Fremdworte wie "Macht vom Volke aus", "soziale Marktwirtschaft" und "zum Wohle des Volkes" googeln und danach gestärkt durch die neuen, frischen Ideen aus den späten 1940er Jahren mal einfach Ihren eidesstattlichen Pflichten nachkommen.
  • 9/27/2018 9:56:19 AM   Texter
    Eines der Hauptprobleme für untere Einkommen und Rentner sind die enorm teuren und stetig steigenden Energielosen, besonders für Strom und Heizung. Eine Regierung, die "genug Geld" zur Verfügung hat, könnte hier unmittelbar helfen, indem sie einerseits den hohen Steueranteil senkt und andererseits Obergrenzen für Energiekosten einführt, die allerdings unter den derzeitigen liegen müssten. Kaum durch zuführen? Doch! wenn man will, geht es. Damit wäre vielen Menschen mit niedrigen Einkommen gedient, ohne dass sie von irgendeinem Amt sich erniedrigend bestätigen lassen müssen, dass sie berechtigt sind, Zuschüsse zu erhalten.
  • 9/27/2018 9:56:21 AM   JohnMaynard
    Die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt spielt leider keine Rolle mehr. Exzessiver Flugzeugverkehr am Himmel; immer mehr Autoverkehr auf den Strassen. Schöner ist unser Land durch die ausschließliche Fixierung auf Wirtschaftswachstum nicht geworden.
  • 9/27/2018 9:56:26 AM   Karina
    Jeder Bürger hat sich an Gesetze und Verträge zu halten. Unsere Regierungen nehmen sich aber die Freiheit heraus, Verträge zu ignorieren, sei es bei der „Rettung“ von Griechenland (no bail out) oder bei den Flüchtlingen (Dublin). Damit entfremden sich die Regierenden vom Volk, nur um sich dann lautstark über Politikverdrossenheit zu wundern.
  • 9/27/2018 9:56:50 AM   Eva
    Das Hauptproblem ist, dass die breite Mitte der Gesellschaft, insbesondere die Familien vom Prozess der politischen Willensbildung quasi ausgeschlossen ist, weil ihnen aufgrund unterschiedlicher bereits hier identifizierter Probleme die Ressourcen oder das Durchhaltevermögen fehlen, sich politische zu engagieren. Politisches Engagement, das wirklich etwas bewirkt, insbesondere in Parteien, die ja maßgeblich an der Willensbildung des Volkes beteiligt sind, kostet viel Zeit. Zeit aber haben Mittelschichtsfamilien nicht. Sie rackern sich meist mit doppelter Berufstätigkeit ab, um die horrenden Mieten oder die exorbitanten Kosten für's Eigenheim zu erwirtschaften, um die mitunter durchaus hohen Kitagebühren von nicht selten 500 Euro oder mehr bezahlen zu können. Nebenbei noch Haushalt: Wäsche, putzen, kochen... Da fällt man abends eben nur noch völlig ausgelaugt in's Bett statt sich noch politisch zu engagieren. Und wer sich trotzdem die Zeit nimmt, sich zu engagieren bekommt schnell gezeigt: die Probleme werden nicht ernst genommen, bzw. es wird einem deutlich gemacht, dass man zu wenig Macht besitzt um etwas zu bewirken. Mir wurden in der Vergangenheit derart die Grenzen meiner Einflussmöglichkeiten aufgezeigt, ein Mal von der Leiterin des Jugendamtes der Stadt, in der wir leben und ein Mal von einer Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten meines Wahlkreises, dass mir nun klar ist, dass ich meine Zeit besser in meine Familie investiere.
    Wer hat hingegen Zeit für politisches Engagement: sehr gut situierte und ältere Menschen. Die haben aber von den existentiellen Sorgen der Familien keine Ahnung. Damit meine ich nicht, dass sie nicht versuchen würden, diese zu verstehen. Aber wer es nicht selbst erlebt hat, was es heißt heute als Mittelschichtsfamilie zu leben, der kann es einfach nicht verstehen.
    Wer soll also Politik machen, die die Probleme der Familien löst???

    Eine Lösung für dieses Problem wäre die eklatant bessere finanzielle Unterstützung von Mittelschichtsfamilien durch den Staat, damit meine ich nicht eine Kindergelderhöhung von 10 Euro im Monat, sondern beispielsweise die Idee des Familiengeldes, mit dem Einkommenseinbußen aufgrund von Teilzeitarbeit aus familiären Gründen aufgefangen werden können. Denn die Vollzeitberufstätigkeit beider Eltern kann nicht das politisch und gesellschaftlich gewünschte Modell sein. Es sollte für Eltern möglich sein, sich länger als 3 Stunden am Tag selbst mit ihren Kindern zu beschäftigen und sie selbst zu erziehen. Die Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates (Artikel 6 GG) und auch des Grundgesetzt sichert den Eltern zu, dass "Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern sind und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht".
    Gäbe es für Familien die Möglichkeit, sich ohne oder mit deutlich geringeren finanzielle Einbußen mehr zeitliche Ressourcen zu verschaffen, dann stiege vielleicht auch ihre Bereitschaft zur Partizipation und die Zufriedenheit in dieser Gruppe der Gesellschaft würde wieder zunehmen.
  • 9/27/2018 9:56:55 AM   Forex
    Politiker zu lange im Amt -- Merkel hat mit ihrem Team die Zukunft verschlafen
    Kriminalität - erst wurde Polizei abgebaut (Rot Grün und dann CDU/SPD), dann hektisch wieder eingestellt.
    Militär erst Personal abgebaut und nun sucht man gute (?) neue Kräfte
    Junge Frauen und ältere Personen fühlen sich nicht mehr sicher auf deutschen Strassen -
    Stadtbild hat sich zu schnell und stark verändert, da Asylanten aufgrund mangelnder Aufgaben sich in der Stadt aufhalten.
    Ausländer zeigen Respektlosigkeit, sind frech und egoistisch in U-Bahn, Bussen, fahren in Fussgängerzonen Fahrrad
    Dieselaffäre katastrophal - Ausland hält sich mit Fahrverboten zurück, selbst die Schweiz
    digitale Zukunft völlig verschlafen - Merkel Politik
    Rechtswesen für Deutsche nicht verständlich - z.B. Mord Täter Entlassung nach 15 Jahren
    miserables Management der Immigration und Aufnahme der Flüchtlinge - Deutschland wird lange dadurch leiden -
    zu viele unfähige Minister, die nur Ihre Posten pflegen
    Wirtschaftslage ist kein Erfolg der Regierungen, sondern entstand nur durch niederige Zinsen und schwache Währungskurse und zu niedrige Löhne
  • 9/27/2018 9:57:01 AM   Dr. Stephen Müller
    Entscheidungsprozesse zu träge.
    Ich wünsche mit mehr Dynamik in der Politik und Verwaltung. Wenn z.B. Plastikmüll bekanntermaßen eine Bedrohung darstellt, warum wird Mikroplastik in Kosmetika nicht verboten? Wie ist ein Lehrermangel möglich wenn die Geburtenzahlen bekannt sind, Bildung als unser größtes Potential angesehen wird und ausreichend Bewerber zur Verfügung stehen? Wenn Strom über Nord-Süd Trassen transportiert werden muss, um die Versorgung des gesamten Systems sicher zu stellen, warum wird dies wegen einzelner Anwohner oder Landwirte nicht umgesetzt? Durch diese Trägheit geraten wir gegenüber autoritären System, wie China, zwangsläufig ins Hintertreffen und gefährden auf Dauer unser freiheitliches System.
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