EM-2024-Vergabe

EM-2024-Vergabe

  • 9/26/2018 3:56:09 PM   Tobias Rabe
    Liebe Leser, herzlich Willkommen zum Live-Blog. An diesem Donnerstag entscheidet sich, wo die Fußball-EM 2024 ausgetragen wird. Deutschland und die Türkei sind die einzigen Bewerber. An dieser Stelle liefern wir Ihnen alle Infos aus Nyon.
  • 9/26/2018 4:00:33 PM   Tobias Rabe
  • 9/26/2018 4:17:05 PM   Tobias Rabe
    Die Uefa hat den Tag der Entscheidung minutiös geplant:
      
    9.00 Uhr: Das Exekutivkomitee kommt zu einer ersten Sitzung zusammen. Noch geht es um andere Themen als die EM 2024. Auf der Tagesordnung steht beispielsweise: „Informationen zu den Nationalmannschaftswettbewerben“. DFB-Präsident Reinhard Grindel, der gleichzeitig Uefa-Vizepräsident ist, und sein türkischer Amtskollege Servet Yardimci nehmen ganz normal teil.
     
    12.00 Uhr: Mittagspause. Zeit für letzte Gespräche.
     
    13.00 Uhr: Präsentation der Bewerbungen durch die beiden Kandidaten. Wer zuerst auf die Bühne muss, wir der Losentscheid festgelegt. Jede Delegation präsentiert ein maximal achtminütiges Video und steht 15 Minuten für Fragen zur Verfügung. Der DFB schickt Grindel, EM-Botschafter Philipp Lahm, Bundestrainer Joachim Löw, Generalsekretär Friedrich Curtius, Bewerbungschef Markus Stenger und Nationalspielerin Celia Sasic ins Rennen.
     
    13.50 Uhr: Präsentation des Uefa-Evaluierungsberichts. Die Bewerber verlassen dafür den Raum. Gut für den DFB: Die deutsche Bewerbung kommt in der Bewertung durch die Uefa-Administration besser weg. In der türkischen Bewerbung fehlt unter anderem ein „Aktionsplan in Sachen Menschenrechte“.
     
    Im Anschluss: Abstimmung durch das Uefa-Exekutivkomitee. Bis zu 17 Funktionäre sind wahlberechtigt. Die Wahl ist geheim, Enthaltungen sind möglich. Bei Stimmgleichheit entschiedet Uefa-Präsident Aleksander Ceferin über den Ausrichter. Der Slowene könnte dann auch losen.
     
    Gegen 14.45 Uhr: Bekanntgabe des Ausrichters der EM 2024 durch den Uefa-Präsidenten. Die Bekanntgabe sehen Sie bei FAZ.NET hier im Livestream. (sid)
  • 9/27/2018 9:35:08 AM   Tobias Rabe
    Der Deutsche Fußball-Bund um Botschafter Philipp Lahm kann bei der Vergabe der EM 2024 seine Bewerbung zuerst vor den 17 Wahlleuten aus der Uefa-Exekutive präsentieren. Per Losentscheid erhielt der DFB den Vortritt vor Mitbewerber Türkei, der anschließend an der Reihe ist. Das teilte die Europäische Fußball-Union am Donnerstag nach Start der Sitzung des Exekutivkomitees mit.
     
    Der Beginn der Präsentationen ist für 13.00 Uhr geplant. Lahm, Bundestrainer Joachim Löw, Integrationsbotschafterin Celia Sasic, Bewerbungsleiter Markus Stenger und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius werden Fragen von den wahlberechtigten Funktionären beantworten. Darunter befindet sich auch der Italiener Andrea Agnelli, wie aus der Teilnehmerliste der Uefa hervorging. Die Teilnahme des Präsidenten von Juventus Turin stand zuletzt noch in Frage.
     
    Wahlberechtigt und anwesend sind: Aleksander Ceferin (Slowenien), Karl-Erik Nilsson (Schweden), Fernando Gomes (Portugal), Grigori Surkis (Ukraine), Michele Uva (Italien), David Gill (England), Zbigniew Boniek (Polen), Sandor Csanyi (Ungarn), John Delaney (Irland), Peter Gilliéron (Schweiz), Florence Hardouin (Frankreich), Juan Luis Larrea Sarobe (Spanien), Borislaw Michajlow (Bulgarien), Davor Suker (Kroatien), Michael van Praag (Niederlande), Andrea Agnelli (Italien), Ivan Gazidis (Großbritannien). (dpa)
  • 9/27/2018 9:37:27 AM   Tobias Rabe
    Unsere Kollegen Michael Ashelm und Christoph Becker berichten aktuell aus Nyon vor der Vergabe der EM 2024:
     

     

    EM-Vergabe: DFB will Fanprotest gegen Euro nicht kommentieren

    Der Tag der Entscheidung steht an. Die deutschen EM-Bewerber werden sich am frühen Nachmittag vor den türkischen Konkurrenten präsentieren. Zum Fanprotest auch gegen die Euro 2024 will sich der DFB zuvor nicht äußern.
  • 9/27/2018 10:09:32 AM   Tobias Rabe
    Insgesamt ist der DFB mit einer 21 Personen starken Delegation in die Schweiz gereist. EM-Botschafter Philipp Lahm, Bundestrainer Joachim Löw, die frühere Nationalspielerin Celia Sasic, Generalsekretär Friedrich Curtius und Bewerbungschef Markus Stenger werden sich den Fragen des Uefa-Exekutivkomitees stellen. Die Besetzung für die finale Präsentation am Donnerstag (ab 13.00 Uhr) bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch.
     
    Die DFB-Delegation in Nyon:
     
    Reinhard Grindel (DFB-Präsident), Philipp Lahm (Botschafter), Joachim Löw (Bundestrainer), Celia Sasic (DFB-Integrationsbotschafterin), Markus Stenger (Bewerbungschef), Friedrich Curtius (DFB-Generalsekretär), Rainer Koch (DFB-Vizepräsident), Reinhard Rauball (DFL-Präsident und DFB-Vizepräsident), Stephan Osnabrügge (DFB-Schatzmeister), Peter Peters (DFL- und DFB-Vizepräsident), Ralf Köttker (stellv. DFB-Generalsekretär), Oliver Bierhoff (Nationalmannschaftsdirektor), Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender Bayern München), Horst Hrubesch (Frauen-Bundestrainer), Berti Vogts (früherer Bundestrainer), Rudi Völler (Geschäftsführer Sport Bayer Leverkusen), Cacau (DFB-Integrationsbeauftragter), Bibiana Steinhaus (Fifa-Schiedsrichterin), Samy Julien Hamama, Jürgen Eißmann (Referenten), Stephan Brause (Medienverantwortlicher) (sid)
     
  • 9/27/2018 10:17:49 AM   Christoph Becker

    Alle Wege führen nach Nyon. Oder (wie die Online-Übersetzungshilfe sagt): Tüm yollar Nyon'a gidiyor.

  • 9/27/2018 10:26:16 AM   Tobias Rabe
    DFB-Präsident Reinhard Grindel hat kurz vor der Vergabe die Vorteile der deutschen Bewerbung bekräftigt. „Wir bieten politische und wirtschaftliche Stabilität, wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept und verfügen über die Erfahrung in der Organisation großer Turniere“, sagte der 57-Jährige dem sid am Mittwoch. Die Uefa könne sich „im Falle eines Zuschlags für uns darauf verlassen, dass wir 2024 eine Euro erleben werden, die die Entwicklung des Fußballs in Europa voranbringt und für alle Fans ein unvergessliches Erlebnis sein wird", sagte Grindel, der bereits am Dienstag in Richtung Nyon gereist war. Einziger Konkurrent Deutschlands bei der Entscheidung ist die Türkei. (sid)
  • 9/27/2018 10:30:12 AM   Tobias Rabe

     

    Fußball-Kommentar: EM-Vergabe als Geheimsache

    Dass nach der EM-Vergabe nicht klar sein wird, wer für wen gestimmt hat, ist ein Unding. Wer immer die Wahl verliert, wird keine Mühe haben, Gerüchte zu streuen. Das sind keine guten Aussichten.
  • 9/27/2018 10:42:56 AM   Tobias Rabe
    Still ruht der See. Der Genfer See, genau genommen, an dem das Hauptquartier der Europäischen Fußball-Union Uefa liegt. Noch. Denn am Nachmittag wird es vorbei sein mit der Ruhe. Dann wird hier entschieden, wer die EM 2024 bekommt.
     
    Das Uefa-Quartier in Nyon in der Schweiz (Bild dpa).
     
     
  • 9/27/2018 10:48:10 AM   Tobias Rabe
    Bevor über die EM 2024 entschieden wird, gibt es noch andere Tagesordnungspunkte. Ein wichtiges Ergebnis: Der Videobeweis kommt ab der kommenden Spielzeit auch in der Champions League sowie bei der EM-Endrunde 2020 zum Einsatz. Das gab die Europäische Fußball-Union Uefa bekannt. Zudem werde die Technik beim europäischen Supercup 2019, in der Europa League ab der Saison 2020/21 sowie beim Finalturnier der neugeschaffenen Nations League für Nationalmannschaften 2021 eingesetzt. "Wir sind zuversichtlich, dass die Einführung des Videobeweises im August 2019 uns genügend Zeit gibt, ein stabiles System zu etablieren und die Offiziellen so zu schulen, dass eine effizienter und erfolgreicher Einsatz in der Champions League, dem weltweiten Flaggschiff der Klub-Wettbewerbe, gewährleistet ist", sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin. (sid)
  • 9/27/2018 10:52:41 AM   Christoph Becker

    Vor der UEFA-Zentrale warten Journalisten auf den Einlass. Drinnen beginnen die Bewerber in wenigen Minuten, um 13 Uhr, mit ihren Präsentationen. Zunächst der DFB, dann die TFF.

  • 9/27/2018 11:00:39 AM   Tobias Rabe
    Deutschland geht als Favorit in die Abstimmung über den Gastgeber der Fußball-EM 2024. Unter anderen sprechen diese Punkte für die Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes:
     
    Stadien: In den deutschen Arenen könnte morgen die EM steigen, betont der DFB. Für die EM braucht es keine Umbauten, auf dem Weg ins digitale Zeitalter müssen einige Stadien aber noch fit gemacht werden. Von den zehn türkischen Arenen werden hingegen zwei erst komplett neu gebaut, in Antalya stehen zudem umfangreiche Renovierungen an. Die deutschen Stadien bieten im Schnitt knapp 8000 Zuschauern mehr Platz – was auch deutlich höhere Einnahmen in sechsstelliger Summe bedeutet.
     
    Stabilität: Die größte türkische Schwäche ist ein wichtiger Pluspunkt für Deutschland. Die Finanzkrise in der Türkei lässt geplante Investitionen als Fragezeichen erscheinen. So betont der DFB die „politische und wirtschaftliche Stabilität“ seiner Bewerbung.
     
    Menschenrechte: Werbewirksam kündigte der DFB kurz vor der EM-Vergabe an, eine Menschenrechtsstrategie in seine Satzung aufnehmen zu wollen. Der Aktionsplan wird in der Evaluation der Uefa gerühmt, erstmals spielt das Thema eine Rolle bei der EM-Bewerbung. Bei der Türkei fehlt ein solches Konzept hingegen, dies sei „problematisch“ hält die Administration des Kontinentalverbands fest.
     
    Starpower: Bundestrainer Joachim Löw und die frühere Nationalspielerin Celia Sasic auf der Bühne, Karl-Heinz Rummenigge, Rudi Völler und Oliver Bierhoff mit in Nyon, Uwe Seeler im Präsentationsvideo – der DFB will mit reichlich Prominenz die letzte Überzeugungsarbeit bei der Präsentation in Nyon leisten.
     
    Vergangenheit: Der DFB rühmt sich seiner Erfahrung in der Ausrichtung großer Turniere. Die bislang einzige EM in Deutschland liegt bereits 30 Jahre zurück. Die späteren schweren Makel durch die Affäre um das Sommermärchen 2006 werfen auf internationaler Bühne kaum einen Schatten auf die aus internationaler Sicht stimmungsvolle und organisatorisch perfekte Weltmeisterschaft. (dpa)
  • 9/27/2018 11:03:35 AM   Tobias Rabe
    Die Türkei versucht bei den Abstimmenden durch diese Argumente zu punkten:
     
    Zukunft: Wir sind jetzt dran – so lautet eine der zentralen Botschaften der Türkei. Dreimal nacheinander bewarb sich der Verband um eine EM – 2008 gemeinsam mit Griechenland, 2012 und 2016. Im Rennen gegen Frankreich für das Kontinentalturnier vor zwei Jahren gab es eine äußerst knappe 6:7-Niederlage, den Ausschlag gab die deutsche Stimme des früheren DFB-Chefs Theo Zwanziger.
     
    Erdogan: Der DFB erklärt, Staatsgarantien in bislang in Deutschland nie da gewesener Form erhalten zu haben. Die Versprechungen der Regierung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyep Erdogan übersteigen dies allerdings. Der Rechtsschutz läge auf „hohem Niveau“ schreibt die Uefa und erwähnt Erdogan in ihrem Bericht explizit – in Deutschland nur auf „recht gutem Niveau“. Es bleibt aber die Frage, ob sich die Funktionäre um Uefa-Präsident Aleksander Ceferin ein sechsjähriges Dauerthema mit Diskussionen um Erdogan schaffen wollen.
     
    Begeisterung: Weite Teile der türkischen Fans fiebern dem ersten großen Heimturnier entgegen. Die Uefa lobt die Türkei als „begeisterte Fußballnationen“, in der die Bevölkerung „voll“ hinter der Bewerbung stehe. Kritik von organisierten Anhängern gibt es in beiden Ländern.
     
    Özil: Mit dem Zickzackkurs um das Erdogan-Foto des früheren Weltmeisters hat sich der DFB keinen Gefallen getan. Die türkischen Bewerber versuchen, den Verband hinter den Kulissen aufgrund des Umgangs mit dem früheren Weltmeister als rassistisch darzustellen. Noch erscheint der Einfluss der Causa aber verschwindend gering. (dpa)
  • 9/27/2018 11:13:02 AM   Tobias Rabe

     

    Video-Kommentar zur EM-Vergabe: Ein Sommermärchen 2024?

    In welchem Land wird die Europameisterschaft 2024 ausgetragen? Das entscheidet nun das Exekutivkomitee der Uefa. Zur Wahl stehen Deutschland oder die Türkei. Bei beiden Nationen gibt es Vor- und Nachteile.
  • 9/27/2018 11:15:18 AM   Tobias Rabe
    Die Fußball-EM 2024 wird übrigens das 17. Kontinentalturnier der Uefa sein. Die Premiere fand 1960 in Frankreich statt. 2020 wird die EM in zwölf Ländern ausgerichtet, darunter auch in Deutschland mit dem Spielort München. Für 2024 ist die Türkei einziger Konkurrent des Deutschen Fußball-Bundes, der bislang nur 1988 EM-Gastgeber war. (sid)
  • 9/27/2018 11:19:13 AM   Tobias Rabe
    Die Laune beim Uefa-Präsidenten Aleksander Ceferin (links) und beim DFB-Präsidenten Reinhard Grindel (Zweiter von rechts) ist vor der Exekutivsitzung offenbar blendend.
     
    Wer hat nach der Entscheidung über die EM 2024 etwas zu Lachen? (Bild dpa)
     
  • 9/27/2018 11:27:28 AM   Tobias Rabe

     

    EM-2024-Vergabe: Der DFB ist ein schwacher Riese

    Der „neue DFB“ erscheint hierarchischer denn je. Das hat nicht zuletzt mit Präsident Grindel zu tun. Ein Erfolg bei der EM-Vergabe würde die Diskussion nicht ersticken – im Gegenteil.
  • 9/27/2018 11:31:04 AM   Tobias Rabe

     

    Philipp Lahm zur EM-Vergabe: „Eine Chance für ganz Europa“

    DFB-Botschafter Lahm über die Vergabe der EM 2024, seine Ambitionen, längerfristig im deutschen Fußball zu arbeiten, und warum Löw für ihn der richtige Bundestrainer ist, „wenn er ein paar Dinge ändert“.
  • 9/27/2018 11:33:07 AM   Tobias Rabe
    Die Vergabe der Fußball-EM 2024 erfolgt durch das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Nyon. Wahlberechtigt sind 18 Funktionäre, sofern sie vor Ort sind. Da Lars-Christer Olsson  erkrankt ist, werden heute 17 Personen abstimmen. DFB-Präsident Reinhard Grindel und sein Amtskollege vom türkischen Verband TFF, Servet Yardimci, dürfen als Bewerber nicht abstimmen. Gewählt wird geheim, der Kandidat mit den meisten Stimmen wird zum Ausrichter erklärt.
     
    Den Vorsitz der Sitzung übernimmt Uefa-Präsident Aleksander Ceferin oder bei dessen Verhinderung der ranghöchste Vizepräsident. Das ist wichtig, weil bei Stimmgleichheit der Sitzungsleiter den Sieger bestimmt. Wenn er will, kann er dies per Losentscheid tun. Der Sitzungsleiter darf sich deshalb auch als Einziger nicht enthalten. Stimmen können zudem nicht in Vertretung abgegeben werden.
     
    Die übrigen wahlberechtigten Sitzungsteilnehmer haben die Auswahl zwischen Deutschland, der Türkei oder einer Enthaltung. Ungültige Wahlzettel werden nicht berücksichtigt. Das Ergebnis wird veröffentlicht, nicht aber, wer für wen gestimmt hat. (sid)
  • 9/27/2018 11:44:22 AM   Tobias Rabe

     

    Vergabe der Euro 2024: Es geht um die Zukunft des Fußballs

    Deutschland ist haushoher Favorit vor der Vergabe der Euro 2024. Zu umstritten ist die Türkei als Veranstalter – trotz aller Fußballkultur im Lande. Ein Zuschlag würde den DFB aber erst in die Pflicht nehmen. Ein Kommentar.
  • 9/27/2018 11:54:13 AM   Tobias Rabe
    Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen des Verhaltens des niederländischen EM-Wahlmannes Michael van Praag vor längerer Zeit Kontakt mit der Uefa aufgenommen. Das Mitglied des Exekutivkomitees, das heute über die Vergabe der EM 2024 mitentscheidet, hatte im vergangenen November den türkischen Verbands-Vizepräsidenten Servet Yardimci und Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan getroffen und sich dabei positiv über die Bewerbung des deutschen Kontrahenten geäußert. Zuerst hatte der niederländische Sender NOS am Mittwoch über den Brief von DFB-Präsident Reinhard Grindel an Uefa-Chef Aleksander Ceferin berichtet.
     
    Die Ausschreibung der Europäischen Fußball-Union für die EM setzt Grenzen für den Umgang der Bewerber mit den wahlberechtigten Funktionären. So dürfen beispielsweise die Exko-Mitglieder nicht ins eigene Land eingeladen werden. „Es gibt keine Uneinigkeit zwischen KNVB-Präsident Michael van Praag und DFB-Präsident Reinhard Grindel“, teilte der DFB mit. Van Praag habe erklärt, dass er seine Entscheidung bezüglich der EM 2024 auf Basis der Uefa-Prinzipien und der Präsentationen der Kandidaten treffen werde. „Wir vertrauen ihm dabei.“
     
    Der niederländische Verband KNVB erklärte, dass van Praag und der Verband „komplett neutral“ seien. Nachdem sich der DFB an die Uefa gewandt hätte, habe van Praag mit beiden Parteien gesprochen. Es habe falsche Übersetzungen von Aussagen des Präsidenten gegeben, zudem habe kein Gespräch zwischen van Praag und Erdogan stattgefunden. Als der DFB vor gut zwei Jahren im Wahlkampf zwischen dem späteren Sieger Ceferin und van Praag seine Zusage an den Slowenen gab, zeigte sich der Niederländer „enttäuscht“ von den Deutschen. (dpa)
  • 9/27/2018 11:59:10 AM   Tobias Rabe

     

    Fußball-Europameisterschaft: Kann sich die Regierung Erdogan eine EM leisten?

    Menschenrechte und Demokratie? Danach wird bei der Uefa nicht wirklich gefragt, heißt es in der Türkei. Das Land sei dran mit der EM. Aber die Türkei könnte dennoch mit dem Turnier überfordert sein.
  • 9/27/2018 12:01:13 PM   Tobias Rabe
    So sieht es übrigens im Sitzungssaal der Uefa aus. (Bild dpa)
     
  • 9/27/2018 12:04:45 PM   Tobias Rabe
    Aus Zeiten der WM 2006 hält sich die Legende, dass Bremen nicht Spielort wurde, weil Franz Beckenbauer auf dem Stadionparkplatz versehentlich in eine Pfütze trat. Für die EM-Bewerbung 2024 wollte der Deutsche Fußball-Bund jeden Verdacht der unlauteren Einflussnahme verhindern. Bei der Evaluierung der Spielortkandidaten wurde daher Transparency International eingebunden.
     
    Das Bewerbungsverfahren endete in einem Evaluationsbericht. Letztlich wurden die demnach zehn besten Stadien ausgewählt: Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt. Keine Spiele wird es hingegen in den WM-2006-Spielorten Nürnberg, Hannover, Mönchengladbach geben. Bremen blieb wie schon vor zwölf Jahren abermals außen vor.
     
    Die möglichen zehn deutschen EM-Stadien 2024:
     
    Berlin (70.033 Zuschauer): Am Olympiastadion führt kein Weg vorbei. Die historische Arena war schon Finalort bei der WM 2006.
     
    München (66.026): Die Arena der Bayern wird zentraler EM-Ort sein. Schon 2020 finden hier vier Spiele beim Zwölf-Nationen-Turnier statt.
     
    Düsseldorf (46.264): Für die WM 2006 nicht berücksichtigt, kam der Heimspielort der Fortuna im Bewertungsranking auf Platz drei.
     
    Stuttgart (50.998): Die Mercedes-Benz-Arena war einst noch als Neckarstadion auch bei den Heim-Turnieren 1974, 1988 und 2006 dabei.
     
    Köln (46.922): Die Heimat des FC bekam in der Kategorie „Vision und Konzept“ mit München die beste Note. 2006 schon WM-Spielort.
     
    Hamburg (50.215): Das Nordlicht holte die meisten Punkte bei Hotels und Trainingseinrichtungen. Bei deutschen Turnieren immer dabei.
     
    Leipzig (46.635): Der einzige Spielort-Kandidat aus den neuen Bundesländern landete immerhin vor Traditionsstadien im Ruhrpott.
     
    Dortmund (61.524): Die legendäre Südtribüne soll bei der EM nicht fehlen. Aber die Infrastruktur der Stadt gehört nicht zur Spitze.
     
    Gelsenkirchen (49.471): Kein Fußball ohne Schalke. Die Themen Sicherheit und Hotels wären fast zum Streichgrund geworden.
     
    Frankfurt (48.057): Die Arena gleich neben der DFB-Zentrale kam nur auf Rang zehn, das reichte gerade noch so zum EM-Kandidaten. (dpa)
     
    Mit diesen Spielorten planen die beiden Bewerber (Grafik F.A.Z.).
     
  • 9/27/2018 12:11:43 PM   Tobias Rabe

     

    Vergabe der Euro 2024: Rote Asche und Köfte

    Der DFB und der türkische Fußballverband streiten um die Austragung der Euro 2024. Bei Türk Hattersheim treffen beide Kulturen aufeinander. Die Leute dort haben aber ganz andere Probleme.
  • 9/27/2018 12:18:41 PM   Tobias Rabe
    Das Uefa-Exekutivkomitee im Überblick
     
    Heute vergibt das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) die EM 2024. Beworben haben sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der türkische Verband TFF. Das Gremium besteht aus 19 Männern und einer Frau. DFB-Präsident Reinhard Grindel und sein türkischer Amtskollege Servet Yardimci sind nicht stimmberechtigt, der gesundheitlich angeschlagene Schwede Lars-Christer Olsson fehlt. Das sind diejenigen, die abstimmen:
     
    PRÄSIDENT
     
    Aleksander Ceferin (Slowenien): Der 50-Jährige wurde im September 2016 ins Amt gewählt, er profitierte damals vom tiefen Fall des Franzosen Michel Platini. Mit Ceferin an der Spitze wurde es um den Europa-Verband deutlich ruhiger, die Wiederwahl des Juristen im Februar 2019 ist so gut wie sicher. Zum DFB pflegt der Uefa-Präsident, der gleichzeitig im Weltverband Fifa das Amt eines Vizepräsidenten bekleidet, ein gutes Verhältnis.
     
    VIZEPRÄSIDENTEN
     
    Karl-Erik Nilsson (Schweden): Der 61-Jährige war früher einmal Lehrer, dann von 1995 bis 2006 Bürgermeister seiner Heimatstadt Emmaboda. Als Schiedsrichter leitete der Schwede Partien der Champions League und der EM 2000. Zum Präsidenten des schwedischen Verbands stieg er 2012 auf, seit 2017 sitzt er im Uefa-Exekutivkomitee. Nilsson spielt Klavier und fährt gerne Boot.
     
    Fernando Gomes (Portugal): Der Präsident des portugiesischen Verbandes sitzt seit 2015 im Exekutivkomitee. Bis 2011 war der 66-Jährige Präsident der portugiesischen Profiliga. Mit Fußball hatte Gomes in seiner Jugend wenig am Hut. Beim FC Porto spielte er Basketball, ehe er seine Funktionärs-Laufbahn startete – zunächst als Direktor der Basketballabteilung.
     
    Reinhard Grindel (Deutschland/nicht wahlberechtigt): Der 56-Jährige profitierte 2016 von der Sommermärchen-Affäre im Deutschen Fußball-Bund (DFB) und wurde zum Nachfolger von Wolfgang Niersbach. In den folgenden Monaten legte der frühere Bundestagsabgeordnete der CDU einen rasanten Aufstieg hin, der ihn ins Uefa-Exko und ins Council des Weltverbandes Fifa führte. Seit dem WM-Debakel 2018 in Russland wird die Kritik an ihm in Deutschland lauter.
     
    Grigori Surkis (Ukraine): Gelernt hat der heute 69-Jährige in seinen Studienjahren Ingenieurswesen. In den 1990er-Jahren hatte der Funktionär großen Einfluss in der ukrainischen Politik. Seit 2004 ist der Vater zweier Kinder Mitglied des Exekutivkomitees. Bis 2012 war der Oligarch zudem Präsident seines Heimatverbandes und hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Ukraine zusammen mit Polen Ko-Gastgeber der EM 2012 war.
     
    Michele Uva (Italien): Der Vorstandsvorsitzende des italienischen Verbandes ist seit 2017 Mitglied im Exekutivkomitee. Der 53-Jährige war nie selbst als Profisportler aktiv, stattdessen war Uva als Funktionär in den Sportarten Volleyball, Basketball und Fußball tätig. Zudem bietet der gelernte Pharmazeut als Mitarbeiter an der Universität Foro Italico in Rom Vorlesungen an.
     
    David Gill (England): Der 61-Jährige ist seit 2013 Exko-Mitglied. Der gelernte Banker stieg 1997 als Finanzdirektor beim englischen Rekordmeister Manchester United ein. Von 2003 bis zum Ende der Ära von Teammanager Sir Alex Ferguson im Jahr 2013 war Gill als Vorstandsvorsitzender maßgeblich an den Erfolgen des Premier-League-Klubs in dieser Zeit beteiligt. Seit 2015 ist Gill auch Fifa-Vizepräsident.
     
    MITGLIEDER
     
    Zbigniew Boniek (Polen): Die polnische Fußball-Ikone ist seit 2017 Mitglied im Exekutivkomitee und leitet seit 2012 seinen Heimatverband. Als Spieler feierte der 62-Jährige seine größten Erfolge mit Juventus Turin. 1982 wurde er italienischer Meister, 1984 folgte der Triumph im Uefa-Cup und 1985 der Finalsieg im Pokal der Landesmeister. Als Nationalspieler nahm Boniek an drei Weltmeisterschaften teil.
     
    Sandor Csanyi (Ungarn): Der Präsident des ungarischen Verbandes ist seit 2015 Exko-Mitglied und seit 2018 Vizepräsident der Fifa. Der 65-Jährige ist eigentlich Banker und arbeitete zunächst für das ungarische Finanzministerium. Bereits seit 1992 ist Csanyi Vorstandsvorsitzender der größten Bank seines Heimatlandes. Der Ungar hat einen Doktortitel für Wirtschaftswissenschaften von der Universität Budapest.
     
    John Delaney (Irland): Der heute 50-Jährige spielte als Amateur für eine ganze Reihe von Klubs in der Region Munster. 1999 wechselte er zum irischen Verband, 2001 wurde Delaney mit 33 Jahren der jüngste Schatzmeister in der Verbandshistorie. 2004 übernahm der Ire das Amt des Generaldirektors. Im April 2017 wurde Delaney ins Uefa-Exekutivkomitee gewählt.
     
    Peter Gillieron (Schweiz): Der 65-Jährige ist in Italien aufgewachsen und studierte in der Schweiz Jura. Nach seinem Abschluss arbeitete Gillieron im Bundesamt für Sozialversicherungen und in der Rechtsabteilung der Schweizerischen Käseunion. Sein erstes Amt im Fußball trat er in der 1990er-Jahren als Präsident des FC Minerva an. Seit 2011 sitzt er als Präsident seines Heimatverbandes im Exko.
     
    Florence Hardouin (Frankreich): Die Direktorin des französischen Verbandes ist die erste Frau, die ins Exekutivkomitee gewählt wurde (2016). Die 51-Jährige war zwischen 1989 und 1996 als Fechterin international erfolgreich. Im Einzel gewann sie drei WM-Titel. Ihre Funktionärskarriere begann sie 1991 im französischen Ministerium für Sport und Jugend.
     
    Borislaw Michajlow (Bulgarien): Der frühere Nationalspieler, der seit 2011 im Exko sitzt, ist Teil einer Torwart-Dynastie. Schon sein Vater Biser war Keeper. Der 55-Jährige selbst war unter anderem in Portugal, Frankreich, England und der Schweiz aktiv. Sohn Nikolai ist ebenfalls Torwart. Der 102-malige Auswahlspieler war Teil der Mannschaft, die bei der WM 1994 Weltmeister Deutschland im Viertelfinale besiegte (2:1).
     
    Juan Luis Larrera Sarobe (Spanien): Der 65-Jährige war 48 Jahre lang in verschiedenen Funktionen in der Bankenwelt tätig. Der ehemalige Präsident des spanischen Verbandes, wo er aktuell Vorsitzender der Managementkommission ist, sitzt seit 2018 im Exekutivkomitee. Als Delegierter im Team der Nationalmannschaft erlebte der Spanier mehrere Europa- und Weltmeisterschaften.
     
    Davor Suker (Kroatien): Die 50-Jährige blickt auf eine große Karriere als Spieler zurück. 1998 holte der frühere Bundesliga-Profi mit Kroatien bei der WM in Frankreich sensationell den dritten Platz. Mit Real Madrid unter Trainer Jupp Heynckes gewann der Torjäger im gleichen Jahr die Champions League. Seit 2012 ist Suker Präsident seines Heimatverbandes, seit 2015 sitzt er im Uefa-Exekutivkomitee.
     
    Michael van Praag (Niederlande): Der niederländische Verbandspräsident ist seit 2009 im Exekutivkomitee tätig. Seine Funktionärslaufbahn begann der 71-Jährige als Präsident des niederländischen Rekordmeisters Ajax Amsterdam im Jahr 1989. Bereits sein Vater Jaap hatte diese Rolle inne. 2015 wollte der Niederländer kurzzeitig FIFA-Präsident werden, 2016 trat er bei der Uefa-Präsidentschaftswahl gegen Ceferin an und verlor.
     
    Servet Yardimci (Türkei/nicht wahlberechtigt): Der 60-Jährige studierte Volkswirtschaftslehre an der Londoner Metropolitan Universität. Seine Yardimci Corporation ist hauptsächlich im Schiffsbausektor tätig. 2012 wurde er im türkischen Verband zum Vizepräsidenten gewählt, seit 2017 sitzt Yardimci auch im Uefa-Exko.
     
    Andrea Agnelli (Italien): Der 42-Jährige sitzt als Vertreter der mächtigen Klub-Vereinigung ECA seit 2017 im Exekutivkomitee. Als Erbe der einflussreichen Fiat-Dynastie ist er zudem in diversen Unternehmensvorständen tätig und seit 2010 Vorsitzender des Traditionsklubs Juventus Turin. An der ECA-Spitze beerbte der Turiner 2017 Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.
     
    Ivan Gazidis (Südafrika/Großbritannien): Der 54-Jährige ist der zweite ECA-Vertreter im Exekutivkomitee (seit 2017). Seit 2009 ist Gazidis Vorstandsvorsitzender beim englischen Spitzenklub FC Arsenal. Der Jurist war einer der Gründer der Major League Soccer (MLS) in den Vereinigten Staaten und arbeitete zwischen 1994 und 2008 in Los Angeles und New York für die Liga.
     
    Lars-Christer Olsson (Schweden): Der 68-Jährige repräsentiert als Präsident die Vereinigung der europäischen Ligen (EPFL). Von 2004 bis 2007 war er als Uefa-Generaldirektor der ranghöchste Offizielle im operativen Geschäft des Europa-Verbands. Olsson ist Präsident der schwedischen Liga und zweiter Vizepräsident seines Heimatverbandes. Sein gesundheitlicher Zustand lässt eine Abstimmung aber nicht zu. (sid)
  • 9/27/2018 12:22:53 PM   Tobias Rabe

     

    Vergabe der EM 2024: Deutschland in der Favoritenrolle

    Deutschland oder die Türkei? Die Vergabe der Fußball-EM 2024 fällt an diesem Donnerstag in geheimer Wahl hinter verschlossenen Türen. Beim Zählspiel um die mögliche Stimmvergabe sieht sich die deutsche Bewerbung deutlich vorn.
  • 9/27/2018 12:23:30 PM   Christoph Becker

    Keine Hektik in Nyon. In einer guten halben Stunde wird die Entscheidung verkündet. In einer „Host Announcement Ceremony“. Zeremonie? Es geht offenbar nicht ohne.

  • 9/27/2018 12:48:23 PM   Daniel Meuren
    Die Präsentationen sind vorbei, jetzt fehlt nur noch die Abstimmung der Exekutivkomiteemitglieder über den Gastgeber der EM 2024. Die Verkündung gibt es im Livestream.
  • 9/27/2018 12:58:06 PM   Daniel Meuren
    Es gibt in Nyon noch immer keine Anzeichen, wann die Verkündung beginnt. 14:45 war als frühester Zeitpunkt angekündigt. Weitere Informationen liegen bislang nicht vor.
  • 9/27/2018 1:22:58 PM   Daniel Meuren
    Deutschland hat das Rennen um die EM 2024 gewonnen. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin hat soeben den Abstimmungssieg verkündet.
  • 9/27/2018 1:24:37 PM   Daniel Meuren
    DFB-Präsident Grindel spricht und zeigt sich erfreut, dass die Art der Bewerbung des DFB mit Transparenz und Offenheit zum Erfolg geführt hat. Grindel dankt dem Vertrauen der Exekutivkomiteemitglieder und verspricht, dass der DFB alles tun wird, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen.
  • 9/27/2018 1:25:17 PM   Daniel Meuren
    Der designierte Organisationskomitee-Präsident Philipp Lahm will gemeinsam ein großes Fest feiern. Deutschland sei gastfreundlich und wolle dies 2024 wieder zeigen.
  • 9/27/2018 1:29:45 PM   Daniel Meuren
     
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Entscheidung des Uefa-Exekutivkomitees über den Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Nyon am Fernseher in Berlin verfolgt. „Klar“, antwortete ein Begleiter per Whatsapp auf die Frage, ob der Präsident zuschaue. Erdogan war für einen am Freitag beginnenden Staatsbesuch am Mittag in Berlin angekommen. Für den Nachmittag waren Gespräche mit türkischen Organisationen an der Botschaft und im Hotel Adlion vorgesehen. Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Donnerstag in Nyon den Zuschlag durch das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union erhalten. Deutschland setzte sich gegen die Türkei durch. (dpa)
     
  • 9/27/2018 1:31:33 PM   Daniel Meuren
    Für die Türkei ist die Entscheidung in Nyon eine weitere bittere sportpolitische Niederlage im Fußball. Die Türkei war bereits mit Bewerbungen für die Endrunden 2008, 2012 und 2016 gescheitert.
  • 9/27/2018 1:40:18 PM   Daniel Meuren
    Deutschland richtet zum vierten Mal ein großes Fußballturnier aus: 1974 und 2006 fand die Weltmeisterschaft auf deutschem Boden statt, Deutschland und Italien waren die Sieger. 1988 spielten acht europäische Teams zum bislang einzigen Mal in deutschen Stadien um den EM-Titel, am Ende gewannen die Niederlande.
  • 9/27/2018 1:42:06 PM   Daniel Meuren
    Stimmen zur Vergabe der EM nach Deutschland
     
    Reinhard Grindel (DFB-Präsident): "Ich bedanke mich beim Uefa-Exko für das unglaubliche Vertrauen. Ich spüre Verantwortung. Wir werden alles dafür tun, den Erwartungen gerecht zu werden. Wir werden alles tun, das Vertrauen zu rechtfertigen."
     
    Philipp Lahm (Botschafter der EM-Bewerbung 2024): "Wir wollen gemeinsam ein riesengroßes Fest mit ganz Europa feiern."
     
    Christian Seifert (DFL-Geschäftsführer): "Wir freuen uns, dass Fußball-Deutschland die Gastgeberrolle für die EM 2024 einnimmt. Die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben ebenso wie die DFL diese erfolgreiche Bewerbung mitgetragen. Mit der hervorragenden Stadion-Infrastruktur werden die zehn Spielorte eine tolle Bühne für das Turnier bieten."
     
    Reinhard Rauball (DFL-Präsident): "Heute ist ein guter Tag für den deutschen Fußball. Wir alle haben die Bilder und Emotionen von 2006 noch lebhaft im Gedächtnis und freuen uns auf ein weiteres internationale Fußball-Großereignis im eigenen Land. Die EM 2024 wird viele Menschen für unseren Sport begeistern - in Deutschland und weit darüber hinaus."
     
    Heiko Maas (SPD, Außenminister): "Mein Glückwunsch an den DFB und an alle zukünftigen EM-Städte für diese großartige Bewerbung. Das wird die Gelegenheit sein, zu zeigen, wofür wir in Deutschland einstehen: Für Weltoffenheit und Toleranz, für Freiheit und Respekt. Wir sollten die Europameisterschaft gemeinsam zu einem Turnier für alle Europäer machen. Es freut mich besonders, dass der DFB die Europameisterschaft zum Anlass nimmt, um als einer der ersten nationalen Fußballverbände eine Menschenrechtsstrategie in seine Satzung aufzunehmen. Das ist in diesen Zeiten das richtige Signal."
     
    Joseph S. Blatter (früherer Fifa-Präsident): "Es ist großartig, dass die Uefa zu ihrem ursprünglichen Format zurückkehrt - und die Veranstaltung wie im Jahr 2020 nicht auf den gesamten Kontinent verteilt. Deutschland als Gastgeber garantiert ein Turnier auf höchstem infrastrukturellen und logistischen Niveau."
     
    Alfons Hörmann (DOSB-Präsident): "Ganz Sportdeutschland gratuliert dem DFB. Das schafft faszinierende mittelfristige Perspektiven und wird auch weit über den Fußball hinaus wirken. Wir freuen uns sehr, dass die Fußball-EM 2024 für  Deutschland erneut die Gelegenheit bietet, sich als weltoffener und hervorragender Gastgeber zu präsentieren. Die Fans aus ganz Europa werden sicher wieder ein großes Fest feiern. Wir wünschen dem DFB eine erfolgreiche Vorbereitung und uns gemeinsam viel Vorfreude auf dem Weg zur EM."
     
    Andreas Michelmann (Präsident des Deutschen Handballbundes): "Herzlichen Glückwunsch an den Deutschen Fußball-Bund zur erfolgreichen Bewerbung um die EM 2024! Erst im Januar die Europameisterschaft der Handballer, dann im Sommer das Turnier der Fußballer - Deutschland darf sich 2024 mit zwei fantastisches Sportjahr freuen."
  • 9/27/2018 1:50:42 PM   Daniel Meuren
    Der türkische Sportminister hat enttäuscht auf die EM-Vergabe an den Konkurrenten Deutschland reagiert. Das sei „traurig“ für die Uefa und die Europameisterschaft, sagte Mehmet Muharrem Kasapoglu nach der Entscheidung des Uefa-Komitees am Donnerstag vor türkischen Medien. Die Türkei habe eine starke Bewerbung vorgelegt und besitze neue Stadien. „Wir haben als Land nichts verloren.“ Das Exekutivkomitee der Uefa hatte zuvor in Nyon entschieden, dass die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland stattfindet. Der DFB galt bei der Abstimmung als Favorit. Der Türkei hatte vor allem für das fehlende Menschenrechtskonzept und aufgrund finanzieller Risiken schlechte Bewertungen durch die Uefa-Prüfer kassiert. Deutschland hat bislang nur 1988 eine EM ausgerichtet. Die Türkei war noch nie Gastgeber. Zuletzt scheiterte man für die Turniere 2008, 2012 und 2016. (dpa)
     
  • 9/27/2018 1:53:45 PM   Daniel Meuren
    Mittlerweile ist das Abstimmungsergebnis bekanntgeworden. Nach Angaben von DFB-Präsident Reinhard Grindel votierten zwölf Mitglieder des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union am Donnerstag in Nyon für die deutsche Bewerbung, vier für die türkische. (dpa)
     

     
  • 9/27/2018 2:04:06 PM   Daniel Meuren
    Der deutsch-türkische AKP-Abgeordnete und Erdogan-Vertraute Mustafa Yeneroglu hat auf die EM-Absage an die Türkei mit gemischten Gefühlen reagiert. „Schade, dass es diesmal für die Türkei nicht geklappt hat“, twitterte er am Donnerstagnachmittag. „Nach drei erfolglosen Bewerbungen wäre die Türkei diesmal ein schöner Ort für #EURO2024 gewesen. Aber ich freue mich auch für Deutschland.“ (dpa)
  • 9/27/2018 3:07:34 PM   Tobias Rabe
      
    Liebe Leser, vielen Dank für Ihr Interesse. Wir beenden den Live-Blog an dieser Stelle. Deutschland erhält den Zuschlag für die Fußball-EM 2024. Die Türkei geht leer aus. Einen schönen Tag noch!

     

    Reaktionen auf EM 2024: „Das ist ein schöner Tag!“

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