Entscheidung in Schottland

Entscheidung in Schottland

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

++ Die Gegner einer schottischen Unabhängigkeit haben beim Referendum mit einer Mehrheit von rund 55 Prozent gewonnen. ++

++ Der britische Premierminister David Cameron verspricht den Schotten abermals zusätzliche Befugnisse. Aber auch den Engländern stellt er neue Autonomierechte in Aussicht  ++

++ Die Wahlbeteiligung lag bei über 84 Prozent ++


  • 9/19/2014 1:30:40 AM   Oliver Georgi
    Insgesamt gab es in Schottland an diesem Donnerstag mehr als 5000 Wahllokale
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  • 9/19/2014 1:40:08 AM   Oliver Georgi

    Die Briten wären keine Briten, würden sie nicht auf das Ergebnis des Referendums wetten...

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  • 9/19/2014 1:46:23 AM   Oliver Georgi
    Und die nächste Niederlage für das Yes-Lager: Auch auf den Shetland-Inseln haben die Menschen sich mit großer Mehrheit gegen eine Abspaltung vom Königreich ausgesprochen. 64 Prozent stimmten dagegen, nur 36 Prozent dafür. Aber auch Shetland gilt als Terrain der Liberaldemokraten - auch dort überrascht das Ergebnis deshalb nicht wirklich.
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  • 9/19/2014 1:54:39 AM   Oliver Georgi
    Auch wenn die Tendenz nach den ersten drei Wahlkbezirken eindeutig scheint: Eine Entscheidung ist das noch lange nicht. Denn die Bezirke sind allesamt sehr klein; nach Einschätzung von James Ball vom britischen "Guardian" sind bislang nur 1,5 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt. Das heißt: Es ist noch viel möglich - trotz einer, zugegeben, zumindest vom Gefühl eindeutigen Tendenz.
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  • 9/19/2014 1:54:58 AM   Oliver Georgi

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  • 9/19/2014 1:55:12 AM   Oliver Georgi

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  • 9/19/2014 2:04:37 AM   Oliver Georgi
    Jetzt kommen die Ergebnisse aus Eileanan Siar (den Äußeren Hebriden) - auch dort haben die Menschen gegen eine Abspaltung gestimmt: Ja-Stimmen:  47 Prozent, 53 Prozent dagegen.

    Das ist die erste große Überraschung - die Äußeren Hebriden gelten als Hochburg der SNP (Scottish National Party) von Alex Salmond, ein Sieg dort war erwartet worden. Es sieht wirklich nicht gut aus für ein unabhängiges Schottland.
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  • 9/19/2014 2:06:06 AM   Oliver Georgi

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  • 9/19/2014 2:07:11 AM   Oliver Georgi
    Die Bekanntgabe der Ergebnisse von den Äußeren Hebriden erfolgte auf Gälisch - und dann doch noch auf Englisch. Die Unionisten wird's besonders freuen.
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  • 9/19/2014 2:23:06 AM   Oliver Georgi
    In Glasgow, das YouGov-Chef Peter Kellner als wichtigsten Bezirk für die Yes-Kampagne einstuft, zeichnet sich weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Es kann noch eine Weile dauern, bis von dort ein Ergebnis kommt.
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  • 9/19/2014 2:24:09 AM   Oliver Georgi

    Auch in East Renfrewshire wird noch fleißig gezählt - ob die Wahlhelfer Kaffee zum Wachbleiben bekommen?
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  • 9/19/2014 2:25:21 AM   Oliver Georgi

    Bestens gelaunt: Gegner der Abspaltung feiern in einem Hotel in Glasgow, als aus einem frühen Stimmbezirk ein Sieg ihres Lagers verkündet wird. (Foto: AP)


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  • 9/19/2014 2:26:03 AM   Oliver Georgi

    Ein bisschen Geschichtsunterricht für Amerikaner...
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  • 9/19/2014 2:27:52 AM   Oliver Georgi
    Und weg ist er: Der schottische Regierungschef und Kopf der Yes-Kampagne, Alex Salmond, wurde angeblich am Flughafen von Aberdeen dabei gesichtet, wie er mit seiner Frau einen Privatjet bestieg. Ziel: unbekannt. Offenbar hat sich Salmond diese Wahlnacht anders vorgestellt.
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  • 9/19/2014 2:31:29 AM   Oliver Georgi
    Bei der BBC wird der Korrespondent aus Washington zugeschaltet: Das Weiße Haus werde "erleichtert" sein, falls Schottland doch nicht unabhängig werde - unklare Verhältnisse beim engsten Bündnispartner Großbritannien dürften Barack Obama in der Tat nicht behagen.
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  • 9/19/2014 2:33:32 AM   Oliver Georgi

    Am Ende doch gescheitert - und das nicht knapp, sondern womöglich eindeutig? Der schottische Regierungschef und oberste Verfechter der Unabhängigkeit, Alex Salmond, am Donnerstag in Ellon. (Foto: AP)


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  • 9/19/2014 2:36:39 AM   Oliver Georgi
    Es bleibt dabei: Noch kein einziger Bezirk hat bisher für die Abspaltung gestimmt. In Inverclyde geht es aber immerhin sehr knapp aus: 50,1 Prozent dagegen, 49,9 Prozent dafür. Wahlbeteiligung: 87,4 Prozent.

    Insgesamt wird die Lücke zwischen beiden Lagern aber trotzdem kleiner (54,8 Prozent Nein zu 45,2 Prozent Ja). Denn jetzt kommen langsam die größeren Wahlbezirke an die Reihe.
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  • 9/19/2014 2:49:14 AM   Oliver Georgi

    George Eaton vom "New Statesman" twittert ein Bild eines sichtlich angeschlagenen Alex Salmond auf dem Weg zum Flughafen in Aberdeen. Offenbar hat er das Referendum schon verloren gegeben.
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  • 9/19/2014 2:55:02 AM   Oliver Georgi
    Wieder ein verlorener Bezirk für die Befürworter der Abspaltung: Auch in Renfrewshire, das direkt neben Inverclyde liegt, haben sie verloren: Sie holten nur 47,2 Prozent der Stimmen, die Gegner hingegen 52,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung war auch hier hoch: 87,3 Prozent.
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  • 9/19/2014 2:58:34 AM   Oliver Georgi
    Da ist er, der erste klare Sieg für das Yes-Lager: In Dundee holten die Befürworter der Abspaltung 57,3 Prozent der Stimmen, die Gegner nur 42,7. Wahlbeteiligung: 78,8 Prozent. Was die These bestätigt: Hohe Wahlbeteiligung, Vorteile für die Abspaltungsgegner - und umgekehrt.
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  • 9/19/2014 3:00:28 AM   Oliver Georgi
    Mit diesem hohen Sieg in Dundee holt das Yes-Lager mächtig auf - es hat insgesamt jetzt 49,1 Prozent, das No-Lager mit 50,9 Prozent nur knapp 2 Prozent mehr.
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  • 9/19/2014 3:00:53 AM   Oliver Georgi

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  • 9/19/2014 3:03:10 AM   David Klaubert

    Der Sieg in Dundee wird im "Phoenix" in Edinburgh bejubelt - einer der wenigen Pubs, die eine Sondergenehmigung zu Verlängerung der Sperrstunde haben. Nur Alkohol darf morgens um vier auch hier nicht mehr ausgeschenkt werden.

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  • 9/19/2014 3:13:11 AM   Oliver Georgi
    Und der nächste Sieg für das Yes-Lager: In West-Dunbartonshire haben 54 Prozent für die Unabhängigkeit gestimmt, 46 Prozent dagegen. Wahlbeteiligung: 87,9 Prozent. Insgesamt wird der Vorsprung des No-Lagers damit aber wieder größer: 51 zu 49 Prozent.

    Im Bezirk Midlothian sieht es umgekehrt aus: 56 Prozent dagegen, 43 Prozent dafür. Wahlbeteiligung: 86,6 Prozent.
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  • 9/19/2014 3:20:36 AM   Oliver Georgi
    Bitter für die Verfechter der Unabhängigkeit: Sie haben auch im Bezirk Stirling verloren, und zwar klar: 40 Prozent Ja zu 60 Prozent Nein - das ist eine Ohrfeige in einem Bezirk, der als "Swing state" gilt
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  • 9/19/2014 3:23:53 AM   Oliver Georgi
    Auch East Lothian (61 Prozent Nein) und Falkirk (53 Prozent) gehen an die Gegner der Abspaltung. Insgesamt steht es damit im Moment 46,8 Ja- zu 53,2 Prozent Nein-Stimmen.
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  • 9/19/2014 3:39:24 AM   Oliver Georgi
    Eine schwere Schlappe für die Verfechter der Unabhängigkeit: Aberdeen geht klar an die Unionisten, sie erzielen 59 Prozent der Stimmen. Auch in Dumfries and Galloway (66 Prozent), East Dunbartonshire (61 Prozent) und East Renfrewshire (63 Prozent)  hat eine schottische Unabhängigkeit keine Chance gehabt.
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  • 9/19/2014 3:40:32 AM   Oliver Georgi

    Ob Schottland nun unabhängig wird oder eher nicht: Diese Uhrzeit ist ganz schön anstrengend, findet auch diese Wahlhelferin in Edinburgh. (Foto: AFP)


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  • 9/19/2014 3:44:41 AM   Oliver Georgi

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  • 9/19/2014 3:52:08 AM   Oliver Georgi
    Der Trend, der sich schon am Beginn des Abends zeigte, scheint sich endgültig zu verfestigen: Schottland wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht unabhängig werden. Auch in den Bezirken South Lanarkshire, Perth and Kinross haben die Anhänger einer Abspaltung verloren.
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  • 9/19/2014 3:52:23 AM   Oliver Georgi
    Jetzt wird es noch einmal spannend: Glasgow:
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  • 9/19/2014 3:53:47 AM   Oliver Georgi
    Ja haben gestimmt: 194.000, Nein: 169.000. Das wird den Verfechtern der Unabhängigkeit wieder Aufschwung geben. 
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  • 9/19/2014 3:59:49 AM   Oliver Georgi

    Wahrscheinlich hat er Recht: Schottland wird wohl nicht unabhängig werden
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  • 9/19/2014 4:15:41 AM   Oliver Georgi
    Die BBC verkündet es schon: Nach ihrer Vorhersage ist das Referendum in Schottland gescheitert - Schottland wird nicht unabhängig, sondern bleibt Teil des Vereinten Königreiches.

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  • 9/19/2014 4:15:46 AM   Oliver Georgi

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  • 9/19/2014 4:28:42 AM   Oliver Georgi
    Das Referendum ist gescheitert, sagt die schottische Regierung: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon räumte die Niederlage am frühen Freitagmorgen in der BBC ein.
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  • 9/19/2014 4:57:55 AM   Philipp Jaklin
    Cameron  gratuliert

    Großbritanniens Premierminister David Cameron hat dem Anführer der schottischen Unabhängigkeitsgegner, Alistair
    Darling, zu seinem Wahlkampf gratuliert. „Ich habe mit Alistair Darling gesprochen - und ihm zu einem gut geführten Wahlkampf gratuliert“, schrieb Cameron am Freitagmorgen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Cameron kündigte für 7.00 Uhr ein ausführliches Statement in der Downing Street an. Der Premierminister hatte den Labour-Politiker Darling mit dem Wahlkampf in Schottland beauftragt, weil seine eigene Konservative Partei im sozialdemokratisch geprägten Norden keine Wählerbasis hat.

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  • 9/19/2014 5:25:08 AM   Philipp Jaklin
    Salmond gesteht Niederlage ein

    Der schottische Regierungschef Alex Salmond hat die Niederlage der Nationalisten beim Referendum eingeräumt.  "Ich akzeptiere das Votum der Bürger", sagte der Politiker am Freitagmorgen in Edinburgh. Allerdings seien 1,6 Millionen Stimmen für die Unabhängkeit ein beeindruckendes Ergebnis. Nun erwarteten die Schotten, dass die Regierung in London ihr Versprechen einlöst und den Schotten zusätzliche Autonomierechte einräumt.  Die Politik dürfe nicht einfach zum Tagesgeschäft übergehen.
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  • 9/19/2014 5:46:30 AM   Philipp Jaklin
    Tränen fließen: Eine Aktivistin der Unabhängigkeitsbewegung am Freitagmorgen in Edinburgh

    Foto: AFP


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  • 9/19/2014 5:56:38 AM   Philipp Jaklin
    Pfund legt zu

    Erleichterung bei Anlegern: Der Erfolg der Unabhängigkeitsgegner in Schottland hat dem britischen Pfund am Freitag leichten Auftrieb gegeben. Am Morgen wurde die Währung des Vereinigten Königreichs bei 1,6473 Dollar und 1,2753 Euro gehandelt - jeweils etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag.

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  • 9/19/2014 6:16:38 AM   Philipp Jaklin
    Ein Freudentänzchen wagen diese beiden Anhänger der "No"-Kampagne.

    Foto: AFP


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  • 9/19/2014 6:30:47 AM   Philipp Jaklin
    Cameron: „Wir haben den festen Willen der Schotten gehört“

    Der britische Premierminister David Cameron hat sich vor dem Regierungssitz in der Londoner Downing Street geäußert. „Wir haben den festen Willen der Schotten gehört“, sagte Cameron am Freitagmorgen. „Das schottische Volk hat gesprochen und das Resultat ist klar.“ Es sei nun Zeit, sich gemeinsam für eine bessere Zukunft zu engagieren.

    Abermals stellte er den Schotten die bereits vor dem Referendum versprochenen zusätzlichen Befugnisse in Aussicht.
    Ein entsprechender Gesetzentwurf solle bis Januar veröffentlicht werden.
    Allerdings dürfe man nicht die anderen Regionen im Vereinigten Königreich aus dem Blick verlieren.  "So wie die Schotten mehr Macht über ihre Angelegenheiten haben werden, so müssen auch die Menschen in England, Wales und Nordirland mehr Mitsprache über ihre Angelegenheiten haben", sagte der Politiker der konservativen Tory-Partei. "Der entscheidende Teil, der bisher fehlte, ist England." Es solle künftig "englische Stimmen für englische Gesetze geben."

    Ein interessanter Punkt: Mehr regionale Zuständigkeiten auch für die Engländer sind ein altes Wahlkampfversprechen der Tories. Eingelöst hat Cameron es bislang nicht.

    Für den Premierminister ging es bei der Volksabstimmung auch um sein eigenes politisches Überleben. Die Erleichterung über das klare "Nein"-Votum der Schotten dürfte bei ihm daher groß sein.
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  • 9/19/2014 7:41:49 AM   Philipp Jaklin
    Endergebnis: 55,3 Prozent gegen ein unabhängiges Schottland

    Auch der letzte Stimmbezirk - die Highlands - ist ausgezählt . Das Endergebnis: 55,3 Prozent gegen eine Abspaltung, 44,7 Prozent dafür. Den schottischen Nationalisten fehlten insgesamt gut 200.000 Stimmen, um das Referendum zu gewinnen. Ihre Stimme abgegeben haben 3,6 Millionen Schotten, die Beteiligung an der Volksabstimmung lag bei 84,6 Prozent.
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  • 9/19/2014 7:51:30 AM   Philipp Jaklin
    Dax nach Schottland-Votum im Plus

    Auch unter deutschen Anlegern hat der Verbleib Schottlands als Teil Großbritanniens für Erleichterung gesorgt. Im frühen Handel stieg der Aktienindex Dax um 0,55 Prozent auf 9852 Punkte.
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  • 9/19/2014 8:01:35 AM   Philipp Jaklin
    Edinburgh am Morgen: Die Schlacht ist geschlagen, die Fahnen werden eingerollt.

    Foto: Reuters


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  • 9/19/2014 9:12:18 AM   Philipp Jaklin
    Rajoy: Bestes Ergebnis für Europa

    Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat das Scheitern des Referendums als bestes Ergebnis für Europa bezeichnet. In Spanien gibt es auch starke Unabhängigkeitsbestrebungen etwa der Katalanen und Basken. Auch der scheidende EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüßt das "Nein": "Das Ergebnis ist gut für ein einiges, offenes und stärkeres Europa, für das die EU-Kommission steht."
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