Fifa-Kongress

Fifa-Kongress

  • 2/26/2016 6:08:58 AM   Tobias Rabe
    Herzlich Willkommen zum Liveblog bei FAZ.NET. Die Fußballwelt schaut heute nach Zürich, wo beim Außerordentlichen Kongress des Weltverbandes die Zukunft der Fifa gestaltet werden soll. Um 9.30 Uhr geht es los im Hallenstadion. Verfolgen Sie den Tag im Livestream und hier im Blog.
  • 2/26/2016 7:34:34 AM   Tobias Rabe
    Der Fußball-Weltverband wählt heute den Nachfolger des gesperrten Fifa-Präsidenten Joseph Blatter. Als Favoriten gelten der Bahreiner Scheich Salman bin al Chalifa und Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz. Zudem stehen der Jordanier Prinz Ali bin al-Hussein, Jérôme Champagne aus Frankreich und der Südafrikaner Tokyo Sexwale zur Wahl.

    Zuvor steht ebenfalls eine für die Fifa sehr wichtige Entscheidung
    an. Die Mitgliedsverbände stimmen über ein umfassendes Reformpaket ab. Dieses muss mit einer Drei-Viertel-Mehrheit angenommen werden, um in Kraft zu treten. Zu den Reformen gehören unter anderem die Machtbeschränkung für den Präsidenten und die Exekutivmitglieder. (dpa)
  • 2/26/2016 7:50:54 AM   Tobias Rabe
    Zürich erwacht: So langsam kommen die Delegierten der Fußball-Verbände an, die Halle füllt sich. Shuttle-Busse brachten die meisten Teilnehmer zum Veranstaltungsort. Präsidentschaftskandidat Gianni Infantino schritt lächelnd durch den Eingang – und zeigte dem Sicherheitspersonal ganz brav seine Akkreditierung. Um 9.30 Uhr startet der Fifa-Kongress im Hallenstadion.

    Licht an: Bald kann es losgehen in Zürich. (Bild AFP)

  • 2/26/2016 8:00:13 AM   Tobias Rabe
    Medienvertreter warten vor dem Hallenstadion, die Polizei sichert die Veranstaltung. Was bringt uns der Tag heute beim Fifa-Kongress?

    Auch in Zürich wird das Thema Sicherheit groß geschrieben. (Bild AFP)
  • 2/26/2016 8:04:02 AM   Tobias Rabe
    "Liebe Delegierte, der Kongress beginnt in 30 Minuten. Holen Sie bitte in der Halle am Schalter Ihre elektronischen Wahlgeräte ab und nehmen Sie Ihre Plätze ein. Vielen Dank": Diese Durchsage gibt es gerade an die Teilnehmer. Noch aber sind nur wenige Plätze in der Halle besetzt.
  • 2/26/2016 8:15:34 AM   Tobias Rabe
    Vor dem außerordentlichen Kongress des Fußball-Weltverbandes haben sich gut zwei Dutzend Demonstranten für Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa als nächsten Fifa-Chef ausgesprochen. Auf Papptafeln standen Slogans wie „FIFA ist sicher mit Salman“ oder „Wählt den sauberen Mann“.

    Die Mehrzahl der Männer kam nach eigenen Angaben aus Bahrein, der Heimat von Scheich Salman. Einer der Demonstranten sagte, er sei Menschenrechtsaktivist. Dieser versuchte zu unterbinden, dass andere Demonstranten mit anwesenden Journalisten sprechen. Unklar war, ob alle Beteiligten tatsächlich hinter den Botschaften standen. Ein Mann aus dem Senegal sagte, ihm sei der Inhalt der Demonstration egal.

    Scheich Salman geht als Favorit in die Abstimmung für einen Nachfolger von . Vor dem Kongress war besonders aus Deutschland und England Kritik an dem Cousin des Königs von Bahrein laut geworden. Er soll bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung 2011 oppositionelle Fußballer denunziert haben. Scheich Salman bestreitet dies. Nichtregierungsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen hatten gegen eine Wahl von Scheich Salman protestiert. (dpa)
  • 2/26/2016 8:23:06 AM   Tobias Rabe
    Um was geht es eigentlich heute beim Fifa-Kongress? Zunächst wird über ein großes Reform-Paket abgestimmt. Die wichtigsten Punkte hat Evi Simeoni hier zusammengefasst:

    Reform bei Fußball-Weltverband: So soll die neue Fifa aussehen

    FAZ.NETDie Fifa braucht dringend Reformen. Beim Kongress an diesem Freitag wird über ein großes Paket abgestimmt. Dabei geht es nicht nur um das Gehalt des Präsidenten. Ein Überblick.
  • 2/26/2016 8:40:22 AM   Tobias Rabe

    Einige Demonstranten plädieren für Scheich Salman als Fifa-Präsident (Bild AP)


  • 2/26/2016 8:43:10 AM   Tobias Rabe
    Der Kongress hat begonnen – mit einem Deutschen auf dem Podium. Markus Kattner. Markus, wer? Er ist der Interims-Generalsekretär, nachdem Jerome Valcke gesperrt wurde, und weist die Delegierten ein. Zunächst werden die Abstimmungsgeräte getestet. 1. Frage: Findet die Fußball-WM 2018 in Russland statt? Immerhin gibt es elf Nein-Stimmen. Russland-Gegner? Oder weiß da wer mehr? ... Es gibt auch noch eine 2. Frage: Gewann Argentinien die WM 2014? 9 Mal Ja, 179 Mal Nein. Hmm ...
  • 2/26/2016 8:48:42 AM   Tobias Rabe
    Interimspräsident Issa Hayatou begrüßt die Delegierten in einer kurzen Rede. Seine Worte sind klar: „Dieser Kongress wird sicherlich ein Schlüssel in der Geschichte der Fifa sein“, sagte der dienstälteste Fifa-Vizechef aus Kamerun. „Die Augen der ganzen Welt ruhen auf uns." Und weiter sagte er auf dem Podium: „Es ist die Zeit gekommen, die geeignetste Person zu finden, die uns durch diese schwierige Zeit führen kann“, sagte Hayatou. Danach ist der Präsident des Schweizer Fußball-Verbandes, Peter Gilliéron, als Gastgeber in Zürich an der Reihe.
  • 2/26/2016 8:49:30 AM   Tobias Rabe

    Fifa-Interimspräsident Issa Hayatou (Bild dpa)

  • 2/26/2016 8:51:42 AM   Tobias Rabe
    Danach kommt ein weiterer Deutscher: Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, redet. „Der neue Präsident wird dann ein solides Fundament haben, die Veränderungen umzusetzen“, sagte Bach bei seiner Ansprache als Gast. Das IOC habe den schweren Prozess der Erneuerung selbst durchschreiten müssen. Die Welt verlange heute mehr „Glaubwürdigkeit und Transparenz“, und das gelte speziell für den Sport.
  • 2/26/2016 8:59:39 AM   Tobias Rabe
    Nun wird die Anwesenheit jeder einzelnen Nation geprüft. Markus Kattner geht einzeln durch. 209 Mitgliedsstaaten hat die Fifa. Markus Kattner liest die englischen Namen in alphabetischer Reihenfolge vor und fügt in der Landessprache jeweils an, ob die Vertreter anwesend sind. Die Fußballwelt ist ziemlich groß. Das dauert erstmal einen längeren Moment ...
  • 2/26/2016 9:34:56 AM   Tobias Rabe
    In Zürich spricht nun Fifa-Interimsgeneralsekretär Markus Kattner über alles, was im Fußball-Weltverband seit der letzten Versammlung passiert ist. Die Delegierten hören zu. Unterstützt wird der 45 Jahre alte Deutsche, der aus Bayreuth stammt, von einer Präsentation auf der großen Videowand.
  • 2/26/2016 9:38:06 AM   Kerstin Kirsch-Schück
    Frauen ins FIFA-Präsidium bitte!!!
  • 2/26/2016 9:39:13 AM   Tobias Rabe
    Nun spricht wieder Issa Hayatou. Kuweit und Indonesien wollen über ihre Suspendierung sprechen. Das Mikrofon wandert ins in die Reihen der Delegierten, dort gibt es Wortmeldungen aus Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.  Es wird verlangt, jetzt darüber abzustimmen, ob die Suspendierung aufgehoben wird. 165 Delegierte (bei 190 gültigen Stimmen) votieren für eine Abstimmung beim nächsten ordentlichen Kongress in Mexiko am 12. und 13. Mai., nur 25 wollen die Sache sofort klären. Damit wird im Mai abgestimmt. Markus Kattner erteilt wieder Issa Hayatou das Wort.
  • 2/26/2016 9:47:34 AM   Tobias Rabe

    Alle da? Alle da! 209 Nationen sind beim Kongress vertreten. (Bild dpa)


  • 2/26/2016 9:55:11 AM   Tobias Rabe
    Die Fifa steht übrigens durch die diversen Korruptionsskandale vor finanziellen Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe. Finanzdirektor Markus Kattner sprach von einem zu erwartenden Defizit für den Zyklus bis 2018 von 550 Millionen Dollar. Dies würde die Rücklagen des Fußball-Weltverbandes von rund 1,5 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2014 um rund ein Drittel reduzieren.

    „Wir befinden uns in einem schwierigen ökonomischen Umfeld“, sagte Kattner. Der Druck der juristischen Behörden sei groß. Nur durch die Annahme des Reformpaketes könne neues Vertrauen geschaffen werden, das für den Abschluss notwendiger neuer Sponsorenverträge essenziell sei. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Geldgeber die Zusammenarbeit mit der Fifa beendet. (dpa)
  • 2/26/2016 10:03:48 AM   Tobias Rabe
    Nun wird nochmal von verschiedenen Rednern erklärt, wie sich die Fifa verändern will. Was wurde diskutiert, was soll neu sein, wo liegen die Probleme. Einen Überblick über den neuen Fußball-Weltverband gibt es hier in der dpa-Grafik:

    (Bild dpa)

  • 2/26/2016 10:06:09 AM   Tobias Rabe
    Die Fifa hat die geplanten Reformen auch in einem eigenen Werbe-Video zusammengefasst, ganz nach dem Motto "Wir haben verstanden". Ob das wirklich so ist, muss sich erst noch zeigen.

    Fußball-Weltverband: Diese Reformen plant die Fifa

    FAZ.NETEs wird Zeit für Reformen beim Fußball-Weltverband. Die Fifa selbst erklärt in einem Video, was alles anders und vor allem besser werden soll. Am Freitag wird darüber abgestimmt.
  • 2/26/2016 10:09:09 AM   Tobias Rabe
    Was verbirgt sich hinter den Fifa-Reformen? Eine Kommission beschäftigte sich fast ein halbes Jahr mit Reformvorschlägen. Letztlich werden die Vorschläge aber mehr dem Chef der Fifa-Audit-Kommission Domenico Scala zugeschrieben als der Reformkommission, in der auch wenig demokratieerprobte Mitglieder der alten Fifa-Exekutive saßen.

    Im Kern geht es darum, dass der Präsident künftig eher repräsentiert als regiert. Die Exekutive wird zu einem Council, das wie ein Aufsichtsrat wirken soll. Die Amtszeiten für beide Gremien werden auf drei mal vier Jahre beschränkt. Mehr Macht bekommen der Generalsekretär und die Ständigen Ausschüsse. Alle wichtigen Ämter können nur nach einer externen Integritätsprüfung ausgeübt werden.

    Ähnliche Reformen standen schon 2014 zur Abstimmung und scheiterten damals im Fifa-Kongress. Auch diesmal ist eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig. Scheitert das Paket, steht die Fifa vor einer Zerreißprobe. (dpa)
  • 2/26/2016 10:14:01 AM   Tobias Rabe
    Langweilig oder deprimierend? Gregory Dyke, Präsident des englischen Fußball-Verbandes, ist wohl noch nicht ganz wach – oder nicht überzeugt von dem, was er in Zürich hört? Dyke sieht auch mit dem Ende der Amtszeit von Joseph Blatter übrigens noch keinen flächendeckenden Wandel im Fußball gekommen. „Ich denke, dass es viele Leute im Fußball gibt, die es niemals verstehen werden“, sagte Dyke vor Beginn des Kongresses. Auch die Engländer haben sich wie die große Mehrheit der europäischen Fifa-Mitglieder für Gianni Infantino ausgesprochen.

    Gregory Dyke vom englischen Fußball-Verband in der Mitte (Bild AP)

  • 2/26/2016 10:19:46 AM   Tobias Rabe
    Nun ergreift Gonzalo Boye Tuset das Wort, der Direktor des Fußballverbandes von Palästina. Er liest eine Erklärung ab von einem Blatt.  Er ist nicht einverstanden mit dem Prozedere: "Wir sind in einem heftigen Sturm. Und das ist nicht die richtige Zeit für Reformen." Er plädiert dafür, sich Zeit zu lassen, um bessere Veränderungen ausarbeiten zu können. "Sie laufen in die falsche Richtung. Der Präsident, der Generalsekretär und der Rat erhalten noch mehr Macht, es gibt kein Gegengewicht. Es gibt keine echte Transparenz", kritisierte Tuset. Dennoch wird nun gleich abgestimmt!
  • 2/26/2016 10:29:39 AM   Tobias Rabe
    Jetzt dürfen alle erst einmal durchatmen und sich stärken. Nach knapp zwei Stunden beim Kongress entlässt Issa Hayatou alle in die Mittagspause. Um 12.30 Uhr soll es weitergehen in Zürich.
  • 2/26/2016 10:38:13 AM   Tobias Rabe

    Der Deutsche Markus Kattner führt als Interims-Generalsekretär durch die Veranstaltung (Bild Reuters)


  • 2/26/2016 10:38:29 AM   Tobias Rabe
    Der Kongress des Fußball-Weltverbands Fifa hat in seiner schwersten Krise umfangreiche Reformen verabschiedet. Das Paket, das unter anderem eine Machtbeschränkung für den Präsidenten und die Exekutivmitglieder vorsieht, erhielt bei der Versammlung der Fifa-Mitglieder die notwendige Drei-Viertel-Mehrheit. Insgesamt stimmten 179 von 207 Verbänden für die Reformen.

    „Wir müssen eine Botschaft an die Welt richten, eine Botschaft der Einheit“, sagte Fifa-Interimspräsident Issa Hayatou, der den gesperrten und scheidenden Amtsinhaber Joseph Blatter vertrat. Der Kameruner schwor die Landesverbände auf die notwendigen Umstrukturierungen ein. „Die Fifa beginnt ihre Reise mit dem Ziel, Vertrauen wieder herzustellen.“

    Mit der Reform will der Weltverband die politische von der ökonomischen Entscheidungsebene trennen. Zudem gilt für den Fifa-Präsidenten und die Mitglieder des neuen Councils, das das umstrittene Exekutivkomitee ablösen soll, eine Beschränkung auf drei Amtszeiten à vier Jahre. Sie müssen sich vor Amtsantritt einem externen Integritätscheck unterziehen, ihre Gehälter werden offengelegt.
    (dpa)
  • 2/26/2016 11:17:42 AM   Tobias Rabe
    Alle Informationen zum Rücktritt von Helmut Sandrock als DFB-Generalsekretär finden Sie übrigens gebündelt hier:

    Rücktritt von Helmut Sandrock: Der Nächste, bitte!

    FAZ.NETNun erwischt es in der deutschen WM-Affäre auch den bisherigen DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Er tritt von seinem Posten zurück.
  • 2/26/2016 11:19:56 AM   Tobias Rabe
    Beim Fifa-Kongress in Zürich läuft noch bis etwa 12.30 Uhr die Mittagspause, anschließend stellen sich die fünf Präsidentschaftskandidaten vor. Mit dem ersten Wahlgang ist gegen 15.00 Uhr zu rechnen. Pro Wahlgang sind rund 80 Minuten veranschlagt, bis zu fünf Wahlgänge sind möglich. Wir hoffen, Sie haben heute etwas Zeit mitgebracht ...
  • 2/26/2016 11:23:19 AM   Tobias Rabe
    Interessiert die Fußball-Profis die Fifa-Wahl überhaupt? Einige schon. Weltmeister Mesut Özil unterstützt bei der Wahl eines neuen Fifa-Präsidenten den jordanischen Bewerber Prinz Ali bin al-Hussein. Der Profi vom FC Arsenal twitterte vor der Abstimmung ein Foto von sich und dem 40-Jährigen. „Viel Glück heute für meinen Freund Prinz Ali“, schrieb Özil.

    Bei der vergangenen Präsidentschaftswahl war der jordanische Verbandspräsident gegen Joseph Blatter unterlegen, hatte mit 73 Stimmen aber einen Achtungserfolg erzielt. Dies wird ihm diesmal nicht zugetraut. Als Favoriten gelten Fifa-Vizepräsident Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa aus Bahrein und Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz. Keine Chancen werden Jérôme Champagne aus Frankreich und Tokyo Sexwale aus Südafrika eingeträumt. (dpa)


  • 2/26/2016 11:33:55 AM   Tobias Rabe
    Wolfgang Niersbach ist zwar seit seinem Rücktritt kein DFB-Präsident mehr, sitzt aber noch im Fifa-Exekutivkomitee. Abstimmen bei der Präsidentschaftswahl darf er nicht. Einen Favoriten hat er dennoch. Im Video verrät er, warum er Gianni Infantino die Daumen drückt.
  • 2/26/2016 11:40:55 AM   Tobias Rabe
    Es geht weiter in Zürich. Issa Hayatou stellt das Prozedere, die Kandidaten und alles andere Wichtige vor der Wahl des neuen Präsidenten als Nachfolger von Joseph Blatter vor. Eigentlich ist es gar nicht soooo kompliziert ...

    Wer neuer Fifa-Präsident werden will, muss im ersten Wahlgang zwei Drittel der 207 Stimmen der anwesenden und stimmberechtigten Fifa-Mitglieder auf sich vereinen. Derzeit sind das 138 Stimmen. Erreicht keiner der Kandidaten diese Mehrheit, folgen weitere Wahlgänge. Dabei reicht dann die einfache Mehrheit von 104 Stimmen. Vom zweiten Wahlgang an scheidet jeweils der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus.

    Wahlberechtigt sind alle Mitgliedsverbände der Fifa, die nicht suspendiert sind, mit je einer Stimme. Derzeit sind Kuweit und Indonesien vorläufig gesperrt, deshalb verteilen sich die Stimmen folgendermaßen auf die sechs Konföderationen:

    Afrika 54
    Europa 53

    Asien 44
    Nord- und Mittelamerika 35
    Ozeanien 11
    Südamerika 10


    (Bild dpa)

  • 2/26/2016 11:44:37 AM   Tobias Rabe
    Nun haben die fünf Kandidaten jeweils maximal 15 Minuten Redezeit vor den Delegierten. Es geht nach der alphabetischen Reihenfolge. Daher ist Prinz Ali bin al-Hussein als Erster an der Reihe ...

    Gefragter Gesprächspartner: Prinz Ali in Zürich (Bild AFP)
  • 2/26/2016 11:48:40 AM   Tobias Rabe
    Was passierte in der Halle eigentlich während der Mittagspause? Es wurde fleißig saubergemacht. Ein guter Vorsatz für die Zukunft der Fifa, wird mancher sich da sicher gedacht haben. Aber wie viele der Verantwortlichen beim Fußball-Weltverband denken auch so?

    Bitte einmal wischen: Pause beim Fifa-Kongress (Bild AP)

  • 2/26/2016 11:50:20 AM   Tobias Rabe

    Nachfolge von Sepp Blatter: Fifa wählt neuen Präsidenten

    FAZ.NETDer Fußball-Weltverband Fifa wählt einen neuen Präsidenten. Fünf Kandidaten stehen zur Wahl, als aussichtsreiche Kandidaten gelten Scheich Salman aus Bahrein und der Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino.
  • 2/26/2016 11:53:07 AM   Tobias Rabe
    Prinz Ali, der gerade seine Bewerbungsrede hält, zählt nur zu den Außenseitern, wie auch Jerome Champagne und Tokyo Sexwale. Hier finden Sie Informationen über die Kandidaten:

    Ali, Sexwale und Champagne: Die Außenseiter der Fifa-Wahl

    FAZ.NETFünf Kandidaten treten bei der Wahl zum Nachfolger von Fifa-Präsident Joseph Blatter an. Zwei haben ernsthafte Chancen. FAZ.NET stellt die drei Außenseiter vor.
  • 2/26/2016 11:58:07 AM   Tobias Rabe
    Was hat Prinz Ali bin al-Hussein gesagt? Er hat für den Fall seiner Wahl an die Spitze des Fußball-Weltverbandes die Einführung eines prominenten, externen Expertengremiums versprochen. Mit dieser Gruppe um den ehemaligen Uno-Generalsekretär Kofi Annan wolle er den Kulturwandel bei der Fifa einleiten. „Wir lassen das Schlimme hinter uns, aber bewahren das Gute“, sagte der Jordanier. Der 40-Jährige sprach als erster der fünf Kandidaten zu den Delegierten der 207 stimmberechtigten Fifa-Mitglieder. Al-Hussein werden keine realistischen Siegchancen eingeräumt. (dpa)
  • 2/26/2016 11:58:38 AM   Tobias Rabe
    Nun ist Mitfavorit Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa aus Bahrein an der Reihe. Wegen der angeblichen Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen in seiner Heimat 2011, steht er in der Kritik. Daher schwenkte er in dieser Woche in seiner Strategie um. Michael Ashelm porträtiert Scheich Salman:

    Scheich Salman al-Khalifa: Eine Homestory vom netten Scheich

    FAZ.NETScheich Salman gilt als Favorit auf die Nachfolge von Fifa-Präsident Joseph Blatter. Doch es gibt Vorwürfe gegen den Mann aus Bahrein. Kurz vor der Wahl ändert er daher plötzlich seine Taktik.
  • 2/26/2016 12:08:09 PM   Tobias Rabe
    Hier nochmal alle fünf Kandidaten im Überblick: Wer macht das Rennen?

    (Bild dpa)

  • 2/26/2016 12:11:34 PM   Tobias Rabe
    Top-Favorit Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, der im Gegensatz zu den anderen Rednern auf ein Skript verzichtete, hat in seiner letzten Wahlkampfrede vor den Delegierten des Fifa-Kongresses auf die in seiner Konföderation Asien bereits vollzogenen Reformen hingewiesen. Kernelemente der kurz zuvor verabschiedeten Statutenänderung des Weltverbandes seien in seinem Heimatverband schon umgesetzt worden. Der 50-Jährige schlug die Einrichtung eines Jugend-Rates vor, um dem Fußball-Nachwuchs eine Stimme zu geben.

    Scheich Salman betonte, dass er alle seine Fußball-Ämter durch demokratische Wahlen erreicht habe. Der Cousin des Königs von Bahrein war wegen einer angeblichen Denunziation von oppositionellen Fußballern während der Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 2011 kritisiert worden. Die Vorwürfe hatte er stets zurückgewiesen.
    Nun ist Jerome Champagne an der Reihe.
  • 2/26/2016 12:20:46 PM   Tobias Rabe
    Fifa-Präsidentschaftskandidat Jérôme Champagne hat in seiner Ansprache vor den Kongress-Delegierten des Weltverbandes eine Ungleichheit der Fußball-Kontinente beklagt. Das Gefälle zwischen den Ländern der reichen Ligen, und denen, die die jungen Spieler hervorbringen, sei ungerecht. Der Franzose warnte vor einer Entwicklung wie im Basketball, wo die amerikanische Profiliga alles dominiere, aber Nationalverbände hinten anstünden. Zudem sprach er sich gegen eine Aufblähung der WM auf 40 Teams aus. Mit ihm werde die Fifa demokratischer. Der frühere Fifa-Direktor hat allerdings keine Chancen auf einen Wahlerfolg bei der Abstimmung am Nachmittag. Nach Champagne spricht nun Mitfavorit Gianni Infantino. (dpa)

    Ohne Chance bei der Wahl: Jerome Champagne (Bild AFP)

  • 2/26/2016 12:26:56 PM   Tobias Rabe
    Seinen Spitznamen aus alten Tagen mag Gianni Infantino nicht unbedingt. Evi Simeoni porträtiert ihn:

    Gianni Infantino: „Piccolino“ aus Blatters Heimat

    FAZ.NETSmart, drahtig, aalglatt: So tritt Gianni Infantino vor dem Fifa-Kongress auf. Der Schweizer ist ein treuer Gefolgsmann des gesperrten Michel Platini – mit einer interessanten Herkunft.
  • 2/26/2016 12:45:25 PM   Tobias Rabe
    Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino hat seine finanziellen Versprechungen an die Fifa-Mitglieder für den Fall einer Wahl zum neuen Weltverbands-Präsidenten verteidigt. „Ich frage Sie alle: Wenn die Fifa fünf Milliarden einnimmt, können wir dann nicht 1,2 Milliarden reinvestieren“, sagte der Schweizer. „Das Geld der Fifa ist Ihr Geld. Das Geld der Fifa muss der Entwicklung des Fußballs dienen.“ Für diese Aussage  erhielt Infantino Extra-Applaus von Vertretern der Nationalverbände.

    Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, größter Kontrahent auf die Nachfolge des gesperrten Amtsinhabers Joseph Blatter, hatte Infantino vorab scharf für seine wirtschaftlichen Pläne kritisiert. Der Schweizer will die Finanzmittel für die Fifa-Mitgliedsverbände mehr als verdoppeln und pro Nation je fünf Millionen Dollar (4,5 Millionen Euro) für vier Jahre auszahlen, sollte er zum Fifa-Präsident gewählt werden.

    Infantino zeigte sich als Weltbürger und sprach in seiner letzten Wahlkampfrede auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und ein paar Worte auf Arabisch. (dpa)
  • 2/26/2016 12:46:00 PM   Tobias Rabe
    Nun ist Tokyo Sexwale als letzter der fünf Kandidaten mit seiner Rede an der Reihe. Seine vier Vorgänger schöpften die Zeit nicht vollständig aus. Ob dem Südafrikaner das auch gelingt? Ja, es gelingt ihm – und nach seiner unterhaltsamen Rede ist Schluss. Sexwale zieht seine Kandidatur zurück! Er beende seine Kampagne. Damit sind es nur noch vier, die Nachfolger von Joseph Blatter werden wollen.

    Ich war 15 Jahre im Gefängnis und jetzt habe ich nur fünfzehn Minuten. Kann man diese Regel zu meinen Gunsten anpassen?

  • 2/26/2016 12:53:07 PM   Tobias Rabe
    Die Reden sind gehalten. Hier nochmal das Wissen für den Hintergrund – so funktioniert die Wahl des neuen Fifa-Präsidenten: Der Ablauf der Kür eines neuen Chefs des Fußball-Weltverbands ist in den Fifa-Statuten und im „Reglement für die Wahl des Fifa-Präsidenten“ festgehalten. Für die Abstimmung über den Nachfolger des gesperrten Joseph Blatter gelten unter anderen folgende Vorschriften:

    - Die Wahl findet immer durch den Fifa-Kongress in geheimer Abstimmung statt.

    - Wahlberechtigt sind alle Mitgliedsverbände der Fifa, die nicht suspendiert sind, mit je einer Stimme. Derzeit sind Kuwait und Indonesien vorläufig gesperrt, deshalb verteilen sich die Stimmen folgendermaßen auf die sechs Konföderationen:

    Afrika 54
    Europa 53

    Asien 44
    Nord- und Mittelamerika 35

    Ozeanien 11
    Südamerika 10

    - Wahlberechtigt sind nur anwesende Mitglieder.

    - Im ersten Wahlgang sind zwei Drittel der Stimmen der anwesenden und stimmberechtigten Fifa-Mitglieder für die Wahl eines Präsidenten erforderlich (derzeit 138). Im zweiten und gegebenenfalls weiteren Wahlgängen genügt eine einfache Mehrheit von mehr als 50 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen (derzeit 104). Vom zweiten Wahlgang an, scheitert jeweils der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus.

    - Die Amtszeit des neuen Präsidenten beginnt mit dem Ende des Kongresses, bei dem er gewählt wurde. Die Amtszeit endet bei dieser Wahl ausnahmsweise schon nach gut drei statt vier Jahren beim ordentlichen Wahlkongress 2019. Wahlkongresse finden immer am Hauptsitz der Fifa in Zürich statt.

    (Bild dpa)

  • 2/26/2016 12:59:13 PM   Tobias Rabe
    Fifa-Präsidentschaftskandidat Tokyo Sexwale hat kurz vor der Abstimmung über den nächsten Chef des Fußball-Weltverbandes seinen Rückzug verkündet. „Ich lasse nur vier Leute übrig. Es ist euer Problem jetzt“, sagte der Südafrikaner bei seiner Ansprache vor den 207 Wahl-Delegierten. „Es war eine gute Zeit für mich, ich bin bereit zu dienen, meine Kampagne ist zu Ende“, fügte der ehemalige Anti-Apartheidskämpfer an.

    Um die Nachfolge von Fifa-Chef Joseph Blatter treten nun noch die Favoriten Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa und Gianni Infantino sowie Jérôme Champagne und Prinz Ali bin al-Hussein an. Sexwale hatte nicht einmal die Unterstützung seiner afrikanischen Heimatkonföderation. Zu Wochenbeginn hatte er bereits mögliche Allianzen angekündigt. Eine Wahlempfehlung für einen seiner Konkurrenten gab er aber nicht. (dpa)

    "Meine Kampagne ist zu Ende": Tokyo Sexwale (Bild AFP)

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