G-20-Gipfel in Hamburg

G-20-Gipfel in Hamburg

  • Bundespräsident Steinmeier ist "schockiert" über Ausmaß der Ausschreitungen
  • Hamburger Bürger überzeugen mit Aktion "Hamburg räumt auf"
  • Insgesamt 37 Haftbefehle und 476 verletzte Beamte
  • Umweltministerin Hendricks kritisiert türkischen Präsidenten Erdogan
  • 7/9/2017 9:08:58 AM   Sebastian Reuter
    Bundespräsident Steinmeier spricht in diesen Minuten mit Hamburger Polizisten und Feuerwehrleuten und bedankt sich bei ihnen für ihre Arbeit in den vergangenen Tagen.
     
  • 7/9/2017 9:10:58 AM   Sebastian Reuter
    In einem kurzen Statement erklärte sich der Bundespräsident "schockiert" über das Ausmaß der Krawalle. Zu den politischen Erkenntnissen des Gipfels erklärte er: "Große Konferenzen erreichen nicht immer das Notwendige, aber wie anders als durch Gespräch soll es denn voran gehen."
  • 7/9/2017 9:19:33 AM   Aziza Kasumov

    "Hamburg räumt auf": Helfer bereiten sich vor der Sparkasse, die am Freitagnacht vom wütenden Mob gestürmt wurde, auf die großen Aufräumarbeiten vor.

  • 7/9/2017 10:32:41 AM   Aziza Kasumov

    In der Schanze herrscht inzwischen viel Betrieb. Anwohner räumen auf, Reporter warten auf den Besuch von Bundespäsident Steinmeier. Einwohner haben eine Tafel aufgestellt, auf der Menschen eingeladen werden, die positiven Seiten der letzten Tage festzuhalten. Ein vorbeilaufender Mann kommentiert die Sätze mit den Worten: "Was für ein Schwachsinn."

  • 7/9/2017 11:11:22 AM   Aziza Kasumov
    Vor der Roten Flora streiten sich Anwohner mit den Linksextremen. Sie ärgern sich über die gewaltsamen Ausschreitungen und darüber, dass sich die Flora nicht von den Gewalttaten der vergangenen Nächte distanziert. "Es ist nicht okay, dass ihr vor meiner Haustür mit Steinen schmeißt!", sagt eine junge Anwohnerin. Die Linksextremen bleiben ihrer Linie allerdings treu, sie distanzieren sich nicht von militantem Aktivismus. Das haben sie heute morgen in einer Stellungnahme bekannt gegeben.
  • 7/9/2017 11:31:25 AM   Sebastian Reuter
  • 7/9/2017 11:47:26 AM   Sebastian Reuter
    Die Polizei in Hamburg hat nach Darstellung von Innensenator Andy Grote nicht mit der Brutalität der Linksautonomen bei den Krawallen rund um den G20-Gipfel gerechnet. Man habe es mit „skrupellosen Gewalttaten von Kriminellen“ zu tun gehabt, die man nicht vorhergesehen habe, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in Hamburg. Die drei Gipfeltage hätten den Einsatzkräften „alles, aber wirklich auch alles abverlangt“. Grote betonte: „Das war ein gesamtdeutscher Polizeieinsatz.“ Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz (SPD) sagte: „Wir haben schlimme Bilder gesehen. Und diesen schlimmen Bildern liegen schlimme Taten zugrunde.“
  • 7/9/2017 11:50:46 AM   Sebastian Reuter
    „Aber wir müssen eben auch feststellen, dass wir ganz losgelöst vom eigentlichen Gipfelgeschehen es mit skrupellosen Gewaltakten von Kriminellen zu tun haben, die wir in dieser konkreten Form nicht an jeder Stelle vorhergesehen haben. Und die - glaube ich - auch niemand vorhersehen konnte“, sagt Hamburgs Innensenator Andy Grote.
     
  • 7/9/2017 12:02:14 PM   Hanna Decker
    Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sieht hinter den Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Pariser Klimaabkommen finanzielle Motive. Es gehe im Fall der Türkei um die Frage der Einordnung als Industrie- oder Entwicklungsland, teilte die SPD-Politikerin am Sonntag mit. "Dahinter steckt auch der Zugang zu internationalen Finanzierungsmechanismen." Erdogan hatte zum Ende des G-20-Treffens am Samstagabend damit gedroht, das türkische Parlament werde den Vertrag nicht ratifizieren. Frankreich habe der Türkei bei der Unterzeichnung des Abkommens eine Entschädigung für die Kosten zur Umsetzung zugesagt. Sollte Ankara nach der angekündigten Abkehr Amerikas vom Klimaschutzvertrag nun keine finanziellen Mittel erhalten, werde der Vertrag nicht ratifiziert. (Reuters)
  • 7/9/2017 12:14:05 PM   Sebastian Reuter
    Während sich Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gemeinsam mit den Verantwortlichen der Polizei zur Bilanz des G-20-Gipfels äußert, ist ein Gang von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch das Schanzenviertel aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Anwohner, die sich seit dem frühen Morgen an der Aktion "Hamburg räumt auf" beteiligt haben, um Steinmeier ihr Engagement zu zeigen, äußerten sich nach Angaben unserer Reporterin Aziza Kasumov enttäuscht und ungehalten zu dem abgesagten Besuch.
  • 7/9/2017 12:30:56 PM   Sebastian Reuter
    „Ich will ausdrücklich sagen, dass ich nicht verstehen kann, wenn jetzt oder in den nächsten Tagen die wirklich heldenhafte Tätigkeit der Polizei kritisiert wird. Die haben große Arbeit geleistet und verdienen unsere Unterstützung und sollten sie auch bekommen“, erklärt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zur Kritik am Polizeieinsatz rund um den G20-Gipfel. Zu den gewaltsamen Protesten in seiner Stadt sagt er: „Viele sind sehr erschrocken, ich bin es auch. (...) Das darf doch nicht sein, solche Dinge dürfen doch in unserem Hamburg nicht vorkommen“ (dpa).
     
  • 7/9/2017 12:37:45 PM   Sebastian Reuter
    Nach den gewaltsamen Ausschreitungen rund um den G-20-Gipfel sind bisher insgesamt 37 Haftbefehle gegen Verdächtige erwirkt worden. Das sagte der Hamburger Einsatzleiter Hartmut Dudde am Sonntag.
  • 7/9/2017 1:21:26 PM   Sebastian Reuter

    Olaf Scholz zur G-20-Bilanz: „Eine Verrohung, die ich inakzeptabel finde“

    Trotz langer Vorbereitung wurde die Hamburger Polizei von den brutalen Protesten rund um den G-20-Gipfel überrascht. Bürgermeister Olaf Scholz kündigt Konsequenzen an. Trotzdem ziehen die Sicherheitsbehörden kein durchweg negatives Fazit.
  • 7/9/2017 1:59:04 PM   Sebastian Reuter
    Nach den G-20-Krawallen in Hamburg hat die CDU-Fraktion der Hansestadt den Rücktritt von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) gefordert. Er müsse die Verantwortung für die Ereignisse der vergangenen Tage übernehmen, sagte Hamburgs CDU-Oppositionschef André Trepoll am Sonntag. Scholz sei bislang nicht in der Lage, eigene Fehler einzuräumen. Er habe der Bevölkerung falsche Sicherheitsversprechen gegeben.
  • 7/9/2017 3:31:28 PM   Monika Ganster
  • 7/9/2017 3:51:57 PM   Henrik Pomeranz
    Die Suche nach den Ursachen: Ein Kommentar von Mathias Müller von Blumencron

    G-20-Krawalle: Wer in Hamburg wirklich versagt hat

    FAZ.NETKaum sind die Rauchschwaden verzogen, die Glassplitter weggefegt, werden schon die Schuldigen gejagt. Doch in Hamburg ist nicht die Polizei gescheitert, sondern eine Gesellschaft im Umgang mit politischem Extremismus. Ein Kommentar.
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