G-20-Gipfel in Hamburg

G-20-Gipfel in Hamburg

  • Bundespräsident Steinmeier ist "schockiert" über Ausmaß der Ausschreitungen
  • Hamburger Bürger überzeugen mit Aktion "Hamburg räumt auf"
  • Insgesamt 37 Haftbefehle und 476 verletzte Beamte
  • Umweltministerin Hendricks kritisiert türkischen Präsidenten Erdogan
  • 7/8/2017 8:05:59 AM   Aylin Güler
    Der Nacht mit Krawall und Plünderungen folgt der letzte Tag des G-20-Gipfels. Zehntausende wollen heute friedlich protestieren. Aber auch weitere Krawalle sind nicht ausgeschlossen.  
     
  • 7/8/2017 8:08:35 AM   Aylin Güler
  • 7/8/2017 8:20:20 AM   Martin Franke
    (Foto: Andreas Wolfers)
     
     
    (Foto: Andreas Wolfers)
    Vor drei Wochen bewertete ein Käufer im Internet den "Flying Tiger", einem kleinen Laden für Bastelbedarf im Schulterblatt (auf der Schanze): "Cooler Laden für jeglichen Krimskrams. Perfect für alle die auf der Suche nach kleinen Geschenken oder dem nächsten Gimmick für Wohnzimmer, Küche oder Büro sind." Ein anderer schrieb vor zwei Wochen: "Süßer Laden in der Schanze".
     
    Jetzt ist davon nichts mehr übrig: Die Randalierer haben das Geschäft in Schutt und Asche gelegt. An der Wand hinterließen die Täter ihre Parole: "Muerte a la Policía", spanisch für "Tod der Polizei".
  • 7/8/2017 8:25:08 AM   Aylin Güler
  • 7/8/2017 8:28:13 AM   Martin Franke
    Hamburger Grüne verurteilen Gewaltexesse der Krawallnacht
     
    Die Hamburger Grünen haben die Gewaltexzesse bei den Protesten gegen den G-20-Gipfel im Hamburger Schanzenviertel verurteilt. „Die brennende Schanze markiert den traurigen Höhepunkt der Zerstörungswut krimineller Randalierer“, erklärten Landeschefin Anna Gallina und der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion, Anjes Tjarks. „Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Autos anzuzünden, Scheiben einzuwerfen und den Budni zu plündern.“
     
    Beide forderten die Menschen in Hamburg auf, bei der Demonstration „Hamburg zeigt Haltung“ am Samstagnachmittag ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. „Wir wollen nicht, dass die Bilder von Wut und Zerstörung den friedlichen und bunten Protest gegen die Politik der G 20 komplett verdrängen.“ (dpa)
     
  • 7/8/2017 8:34:10 AM   Martin Franke
    „Ich finde es skandalös, wenn einige Politiker und Journalisten angesichts dieser fast schon terroristischen Gewaltorgien ihre Kritik an die Polizei richten.“ (CDU-Innenpolitiker Armin Schuster)
  • 7/8/2017 8:36:33 AM   Aylin Güler
  • 7/8/2017 8:37:38 AM   Aylin Güler
    Zur ersten Demonstration am Samstag um 11 Uhr "Grenzenlose Solidarität statt G20" strömen Hunderte Menschen zum Deichtorplatz.
  • 7/8/2017 8:39:08 AM   Aylin Güler
     Die Hamburger Stadtreinigung bedankt sich für die Unterstützung:
  • 7/8/2017 8:47:40 AM   Martin Franke
    Die Mehrheit der Geschäfte und Warenhäuser in der Hamburger Innenstadt hat am Samstagvormittag nicht geöffnet – andere sind komplett zerstört.
     
    (Cord Wöhlke, Mitinhaber der Drogerie Filiale Budnikowsky; Foto: dpa)
     
     
    Angesichts der Krawalle im Hamburger Schanzenviertel hat der Mitinhaber der völlig zerstörten Drogerie-Filiale von „blankem Entsetzen“ gesprochen. Den Schaden in dem Budnikowsky-Geschäft bezifferte Cord Wöhlke am Samstag auf 300.000 bis 400.000 Euro. Er plädierte nach einer Besichtigung der Verwüstungen dafür, die für Samstagmittag geplante Demonstration „Hamburg zeigt Haltung“ abzusagen. „Unter den Aspekten, was hier abgelaufen ist, kann man nicht demonstrieren.“
     
    Die Initiative „Hamburg zeigt Haltung“ erwartete 20.000 bis 30.000 Demonstranten bei ihrer Veranstaltung. Hinter „Hamburg zeigt Haltung“ steht ein breites Bündnis von Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, SPD, Grünen und Künstlern. Zu den Ausschreitungen Autonomer sagte Wöhlke: „Das ist auch eine Tragödie für Hamburg.“ Diese Bilder würden am Ende von G 20 übrig bleiben und alles andere verdrängen. (dpa)
     
  • 7/8/2017 8:48:56 AM   Aylin Güler
    Die Linke zeigt sich entsetzt über die Geschehnisse der letzten Nacht und distanziert sich von den Krawallen: 
  • 7/8/2017 8:57:21 AM   Aylin Güler
     
     
    Budni in der Schanze liegt in Trümmern (Foto: Christian Müßgens)
     
  • 7/8/2017 9:01:53 AM   Aylin Güler
  • 7/8/2017 9:04:47 AM   Martin Franke
    Russland und China lehnen UN-Sanktionen gegen Menschenschmuggler ab
     
    Der europäische Vorschlag für UN-Sanktionen gegen Menschenschmuggler ist beim G-20-Gipfel am Widerstand Russlands und Chinas gescheitert. Wie Diplomaten am Samstag berichteten, akzeptieren die beiden Staaten lediglich, dass in die Abschlusserklärung ein allgemeiner Hinweis auf die Notwendigkeit des Kampfes gegen Schleuserbanden aufgenommen wird. Warum Russland und China keinen Hinweis auf UN-Sanktionen haben wollten, blieb zunächst unklar.
     
    EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte zum Auftakt des G-20-Gipfels gesagt, das Einfrieren von im Ausland gehorteten Vermögen und Einreiseverbote seien „das Allermindeste“, was im Kampf gegen Schleuserbanden auf globaler Ebene getan werden müsse. Er verwies auf Schätzungen, nach denen Schleuser im vergangenen Jahr allein in Libyen 1,6 Milliarden Dollar verdient hätten. Von dem nordafrikanischen Land aus gelangen monatlich im Schnitt mehr als zehntausend Migranten über das Mittelmeer nach Europa. Tusk hatte vor dem Gipfel gesagt, dass er eine Verweigerung von Unterstützung für den Sanktions-Vorschlag als „traurigen Beleg für die Heuchelei einiger G-20-Mitglieder“ werten werde. (dpa)
  • 7/8/2017 9:08:07 AM   Martin Franke
    Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer rechnet auch bei einer Demonstration am Samstag mit gewaltsamen Protesten. „Wir haben deutliche Hinweise, dass sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit diese Gewalttäter auch unter die heutige Demonstration „G20 - not welcome!“ mischen werden“, erklärte Meyer. „Es ist davon auszugehen, dass erneut kein friedlicher Protest möglich sein wird.“
     
    Meyer forderte den Anmelder der Demonstration, den Linken-Bundestagsabgeordneten Jan van Aken, auf, „alles zu tun, um kriminellen Gewalttätern, die einen schwarzen Block bilden oder sich sonst nicht an die Regeln halten, eindeutig zu erklären, dass man sie bei der Versammlung nicht haben will“. Alle anderen Teilnehmer solle Aken dazu aufzurufen, den schwarzen Block zu isolieren.
     
    Zu der Demonstration werden 50.000 bis 100.000 Teilnehmer erwartet. Die massiven Ausschreitungen, die Brandstiftungen und die Zerstörungswut der Gewalttäter in den vergangenen Tagen sowie die menschenverachtenden Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte erschütterten ihn, erklärte Meyer. (dpa)
  • 7/8/2017 9:10:53 AM   Daniel Blum

    Das Schulterblatt sieht mittlerweile wieder recht passabel aus. Die Stadtreinigung kommt mit den Aufräumarbeiten gut voran. Ein Bagger beseitigt den gröbsten Schutt, der von den zahlreichen Brandherden übrig geblieben ist.

  • 7/8/2017 9:15:06 AM   Kathrin Jakob

    Der Blick in den Rewe-Supermarkt am Schulterblatt zeigt das Ausmaß der Verwüstung.

  • 7/8/2017 9:17:02 AM   Martin Franke
    Demobündnis lehnt eine Distanzierung von Krawallen in der Schanze ab
     
    Die Organisatoren der Demonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ (Beginn: Samstag, 11 Uhr) lehnen eine Distanzierung von den Gewaltexzessen im Hamburger Schanzenviertel ab. „Wenn wir uns distanzieren, nützt das keinem, und wenn wir uns nicht distanzieren, nützt das auch keinem“, sagte Werner Rätz vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac am Samstag. Zu der Demonstration, die auch von autonomen und linksextremen Gruppen wie der Interventionistischen Linken unterstützt wird, werden am Samstag bis zu 100.000 Menschen erwartet.
     
    Der Sprecher der Aktion „Block G20“, Nico Berg von der Interventionistischen Linken, sagte zu den Ausschreitungen nur, ihre Aktion sei um 18.00 Uhr beendet gewesen. „Die weiteren Geschehnisse der Nacht waren nicht Block G20.“ Kein vernünftiger Mensch könne auf die Idee kommen, dass „irgendeine organisierte Struktur von uns“ sich eine Nacht vor der seit einem Jahr geplanten und vorbereiteten Großdemonstration „in völlig sinnlosen Scharmützeln mit der Polizei und den Anwohnern“ aufreiben könnte, sagte Rätz.
     
    Mit Blick auf die autonomen Gruppen innerhalb des Bündnisses sagte er: „Wir wollen mit dieser Demonstration gemeinsam loslaufen und gemeinsam ankommen. Das ist eine klare, eindeutige Verabredung unter uns. Und wir werden uns so verhalten, dass niemand einen Grund hat uns zu unterstellen, wir hätten irgendetwas anderes vor.“ (dpa)
  • 7/8/2017 9:17:38 AM   Aylin Güler
    Am Deichtorplatz wird für Frieden demonstriert. Es ist ein bunter Protest mit unterschiedlichen Gruppen: Antifa, Kurden, Attac, Verdi,... Bisher sind keine Vermummten in Sicht.
     
    (Foto: Christian Müßgens)
    (Foto: Christian Müßgens)
     
  • 7/8/2017 9:23:01 AM   Martin Franke
    Feuerwehr und Polizei mit einer ersten Bilanz der Nacht
     
    Die Hamburger Feuerwehr hat eine Bilanz der Einsätze am Freitag und in der Nacht zum Samstag rund um die Proteste während des G-20-Gipfels gezogen. Mehr als 200 Mal mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen ausrücken, 70 kleinere und größere Feuer wurden gelöscht. Es kam zu 126 Rettungsdiensteinsätzen. Die Zahl der Verletzten konnte die Feuerwehr nicht beziffern. Wegen der unsicheren Lage im Schanzenviertel konnten in der Nacht einige Einsatzorte erst nach Absicherung durch die Polizei erreicht werden.
     
    Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill hat bestätigt, dass in der vorausgegangenen Krawallnacht im Schanzenviertel Spezialeinsatzkräfte eingesetzt waren. Er wollte bei einer Presseerklärung am Samstagmorgen aus „ermittlungstaktischen Gründen“ aber nicht sagen, welche. Die Beamten waren am Freitagabend in Häuser eingedrungen und hatten sich auf Dächern postiert. (dpa)
  • 7/8/2017 9:27:52 AM   Aylin Güler
    (Foto: Christian Müßgens)
     
  • 7/8/2017 9:29:07 AM   Aylin Güler
    Viele Menschen sterben, weil immer mehr Bakterien gegen Antibiotika immun sind. Kanzlerin Merkel setzt das Thema beim G-20-Treffen hoch auf die Agenda.
     
  • 7/8/2017 9:31:03 AM   Martin Franke
    Warum wurde gestern Abend ein Warnschuss abgefeuert?

    Im Zusammenhang mit dem am Freitag im Schanzenviertel abgegebenen Warnschuss eines Polizeibeamten gibt es neue Erkenntnisse: Eine autonome Gruppe soll am Freitagabend Jagd auf einen unbeteiligten Zuschauer gemacht haben, nachdem dieser die Aktivisten fotografiert habe.
     
    Der Mann, den dpa am Samstag interviewen konnte, gab an, angegriffen worden zu sein, als er den vermummten Personen zugerufen habe: „Ich möchte nicht, dass ihr meine schöne Stadt in Brand setzt.“
     
    Als die Autonomen ihn eingekreist hätten und er zu Boden gefallen sei, sei ein Zivilpolizist zur Hilfe gekommen und habe einen Warnschuss abgegeben, der die Angreifer schließlich vertrieben habe. Am Freitag hatte die Polizei mitgeteilt, der Warnschuss habe nichts
    G-20-Protest zu tun gehabt, sondern habe Straßenräuber gegolten.
  • 7/8/2017 9:31:44 AM   Aylin Güler
  • 7/8/2017 9:36:46 AM   Martin Franke
    Noch mehr Details über den Polizei-Einsatz der vergangenen Nacht: Die Hamburger Polizei hat bei den schweren Krawallen im Schanzenviertel in der Nacht zu Samstag nicht früher eingegriffen, weil sie nach eigenen Angaben um das Leben ihrer Beamten fürchtete.
     
    Timo Zill, Pressesprecher der Polizei Hamburg (Foto: dpa)
     
    Die Polizei habe Erkenntnisse gehabt, dass Gehwegplatten auf Dächern abgelegt und Brandflaschen vorbereitet worden seien. Während des Einsatzes sei mit Stahlkugeln auf Polizisten geschossen worden, berichtete Polizeisprecher Timo Zill am Samstag. „Es ging eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Polizeibeamten aus. Wir wollten nicht schlecht vorbereitet in das Schanzenviertel gehen und die Räumung nicht durchbekommen. Ein Rückzug der Polizei wäre sicherlich ein fatales Bild gewesen.“
     
    Es sei alternativlos gewesen, Spezialeinheiten hinzuzuziehen. „Unser Einsatz hat gezeigt, dass wir diesen Mob sehr schnell wieder in den Griff bekommen haben“, sagte Zill. Der Hass gegen die Polizei habe eine neue Dimension erreicht. „Ein Mob hat sich im Schanzenviertel zusammengerottet.“ (dpa)
  • 7/8/2017 9:41:12 AM   Aylin Güler
    Nach der Krawallnacht von Hamburg richtet die Opposition schwere Vorwürfe an Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).  
     
  • 7/8/2017 9:42:45 AM   Martin Franke
    „Wir erwarten von den Veranstaltern, dass sie sich endlich von Gewalt distanzieren. Dass es aufhört mit dieser Vermummung, dass es aufhört mit diesen Gewaltorgien.“ (Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill über die Demonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ am Samstag)
  • 7/8/2017 9:44:13 AM   Aziza Kasumov
    Das Protestcamp im Volkspark Altona befindet sich übrigens im Abbau. Heute morgen habe die Polizei alle Camper, die das Gelände verlassen wollten, kontrolliert, wird gesagt. Inzwischen gibt es keine Kontrollen mehr, die Polizei ist zu anderen Einsätzen gefahren.

    In den frühen Morgenstunden, gegen 6 Uhr, soll die Polizei zudem geplant haben, das Camp zu räumen. Durch Verhandlungen sei es nicht dazu gekommen. Das erzählen einige Camper auf dem Weg zur Demonstration am Deichtorplatz.
  • 7/8/2017 9:45:53 AM   Aylin Güler
    F.A.Z.-Korrespondent Christian Müßgens ist vor Ort und meint: "Diese Demo wird sehr groß. Menschen stehen vom Deichtorplatz bis mindestens vor den Hauptbahnhof. Viel Zulauf von allen Seiten."
  • 7/8/2017 9:49:59 AM   Aylin Güler
  • 7/8/2017 9:54:00 AM   Martin Franke
    Amnesty fordert von G 20 mehr Druck auf die Türkei
     
    Auch das hören wir vom G-20-Gipfel: Nach der Festnahme ihrer Führungskräfte in der Türkei hat die Organisation Amnesty International beim G-20-Gipfel in Hamburg die „katastrophale Menschenrechtslage“ in dem Land kritisiert. Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty forderte die Staats- und Regierungschefs beim G-20-Gipfel auf, Druck auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auszuüben. Shetty verlangte nach einer Mitteilung vom Samstag außerdem die sofortige Freilassung der Direktorin und des Vorsitzenden von Amnesty in der Türkei, Idil Eser und Taner Kilic. Beide waren unter Terrorvorwürfen festgenommen worden.
     
    Shetty sagte: „Es ist das erste Mal in unserer Geschichte, dass Amnesty International sowohl einen Direktor und einen Vorsitzenden eines einzigen Landes hinter Gittern hat. Gemeinsam mit allen anderen Menschenrechtsverteidigern müssen sie sofort und bedingungslos freigelassen werden.“ Wenn die Staats- und Regierungschefs der G 20 jetzt nicht für die bedrängte Zivilgesellschaft in der Türkei einträten, „dann könnte davon nichts mehr übrig sein, wenn es zum nächsten Gipfel kommt“. Erdogan nimmt am G-20-Gipfel teil, der bis Samstagnachmittag andauern sollte. (dpa)
    Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International (Foto: Reuters)
     
     
  • 7/8/2017 9:54:47 AM   Aylin Güler
    Aktivisten von Robin Wood seilen sich vom Elektrofachmarkt "Saturn" ab.
     
    Foto: Christian Müßgens
     
  • 7/8/2017 9:59:00 AM   Aylin Güler
    Die Hamburger Feuerwehr hat eine Erklärung, warum man von offizieller Seite nur die Zahl der verletzten Polizisten liest:
  • 7/8/2017 10:06:45 AM   Aziza Kasumov

    Am Hauptbahnhof wimmelt es nur so von roten Flaggen und Protest-Schildern. Die S-Bahn-Züge, die hier zur Stunde ankommen, sind rappelvoll mit Demonstranten, die wohl bei "Grenzenlose Solidarität statt G20" mitlaufen werden.

  • 7/8/2017 10:11:20 AM   Aziza Kasumov
    In der S-Bahn Richtung Hauptbahnhof unterhält sich eine Gruppe Protest-Camper über die Geschehnissen der letzten Nacht. "Der Adrenalinkick wäre geil gewesen, aber es ist gut, dass wir nicht hin sind", sagt einer über die Krawalle auf der Schanze. "Das war totaler Mist", ein anderer.

    Stattdessen habe sich die Gruppe am Abend bei den Raves auf der Reeperbahn aufgehalten. Dort hätten sich alle "ganz doll lieb gehabt". Es sei ein bisschen wie die "Wunschwelt" gewesen. An der Reeperbahn war es gestern Abend, bevor die Polizei begann, die angrenzende Schanze zu räumen, weitestgehend friedlich.
  • 7/8/2017 10:19:34 AM   Martin Franke
    Melania heute beim Partnerprogramm dabei
     
    Mit einem Besuch im Hamburger Rathaus ist am Samstag das Partnerprogramm zum G-20-Gipfel fortgesetzt worden. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) begrüßte auf dem Senatsspiegel am Ende der inneren Rathaustreppe die Ehepartner der Staats- und Regierungschefs, darunter auch die amerikanische First Lady Melania Trump. Anschließend wollte er ihnen den prächtigen Festsaal und andere Räumlichkeiten in dem historischen Gebäude zeigen. Außerdem stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm.
     
    Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Gastgeber Joachim Sauer, der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Brigitte Macron (Frankreich), Sophie Grégoire Trudeau (Kanada) und Juliana Awada (Argentinien). Melania Trump konnte am Samstag am Partnerprogramm teilnehmen. Am Freitag konnte Melania Trump an der Hafenrundfahrt aufgrund einer Blockade durch Demonstranten nicht teilnehmen. (dpa)
     
    "This way, please": Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz mit der amerikanischen First Lady, Melania Trump (Foto: Reuters)
     
  • 7/8/2017 10:22:21 AM   Martin Franke
    Bonjour Monsieur le Président! Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron sucht zwischen zwei Terminen den Kontakt zu den Hamburgern:
  • 7/8/2017 10:23:56 AM   Aylin Güler
    Ivanka Trump hat den Platz ihres Vaters am Verhandlungstisch eingenommen: 
  • 7/8/2017 10:26:22 AM   Aylin Güler
     Auch der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dietmar Bartsch, distanziert sich von den Gewalttätern in Hamburg.
  • 7/8/2017 10:33:35 AM   Martin Franke
    Razzien auf St. Pauli
     
    Wie das "Hamburger Abendblatt" mitteilt, hat die Polizei am Samstagvormittag das "Internationale Zentrum B5" an der Brigittenstraße auf St. Pauli gestürmt. Dort soll sich regelmäßig ein großer Teil der Hamburger Antiimperialisten aufhalten.
     
    Wie die Zeitung schreibt, brach eine Sondereinheit aus Niedersachsen Türen und Fenster auf. Demnach wurde kein Widerstand geleistet. In dem Gebäude sollen laut eines Beamten Dinge gefunden worden sein, mit denen man "gerechnet" habe. Näheres wurde zunächst nicht bekannt. Auch Entschärfer der Staatsschutzabteilung sind an dem Einsatz beteiligt gewesen.
     
    Polizeipräsident Ralf Martin Meyer äußerte sich im NDR zur Razzia: "Es gibt Hinweise darauf, dass an bestimmten Stellen schwere Straftaten vorbereitet werden". Er sprach unter anderem von der Vorbereitung von Molotow-Cocktails. Daher gebe es derzeit mehrere "gefahrenabwehrende Durchsuchungen".
  • 7/8/2017 10:36:08 AM   Aylin Güler
    Das Polizeiaufgebot kurz vor Start der Großdemonstration wird größer: Viel Blaulicht, Hubschrauber kreisen. Innerhalb der Versammlung halten Sie sich aber weitestgehend zurück.
     
    Foto: Christian Müßgens
     
  • 7/8/2017 10:37:40 AM   Aziza Kasumov

    Um 13 Uhr soll der Demo-Zug "Grenzenlose Solidarität" loslaufen. Schon jetzt dürften sich am Deichtorplatz mehrere Zehntausende Demonstranten versammelt haben.

  • 7/8/2017 10:41:15 AM   Andreas Bayer

    Immer mehr Menschen machen sich auf den Weg zur Demonstration "Grenzenlose Solidarität". (Video: Aziza Kasumov)

  • 7/8/2017 10:44:49 AM   Martin Franke
    Kritik aus dem Vatikan
     
    Papst Franziskus hat sich mit Blick auf den G-20-Gipfel in Hamburg besorgt über Allianzen mächtiger Staaten gegen Arme und Flüchtlinge geäußert. „Ich befürchte, dass es sehr gefährliche Bündnisse zwischen den Mächtigen gibt, die eine verzerrte Wahrnehmung von der Welt haben: Amerika und Russland, China und Nordkorea, Putin und Assad im Krieg in Syrien“, zitierte die Zeitung „La Repubblica“ am Samstag aus einem Gespräch zwischen dem katholischen Kirchenoberhaupt und dem Journalisten Eugenio Scalfari, das bereits vor dem Treffen der 20 großen Wirtschaftsmächte in Hamburg geführt worden war.
     
    Die Gefahr solcher Bündnisse betreffe vor allem Migranten, deren Aufnahme einige Länder der Welt verweigerten, habe Franziskus gesagt. In einer Nachricht an G-20-Gastgeberin Angela Merkel hatte der Argentinier zum Auftakt des Gipfels am Freitag an die Teilnehmer appelliert, den Armen in politischen Entscheidungen „absoluten Vorrang“ einzugestehen. (dpa)
  • 7/8/2017 10:52:36 AM   Aziza Kasumov

    Von der Polizei ist aktuell auf dem Versammlungsgelände nur ein Kommunikationsteam im Einsatz. Die Beamten sollen Gerüchte vorbeugen, Auslunft geben und seien dazu da, angesprochen zu werden, sagt Uwe Lenke, Mitglied der Truppe. Solange es friedlich bleibt, würden sie die einzigen Kräfte im Geschehen selbst bleiben. "Wenn es eskaliert, sind wir aber weg", sagt Lenke. Für Ausschreitungen sei die Truppe nicht richtig geschützt.

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