G-20-Gipfel in Hamburg

G-20-Gipfel in Hamburg

  • Bundespräsident Steinmeier ist "schockiert" über Ausmaß der Ausschreitungen
  • Hamburger Bürger überzeugen mit Aktion "Hamburg räumt auf"
  • Insgesamt 37 Haftbefehle und 476 verletzte Beamte
  • Umweltministerin Hendricks kritisiert türkischen Präsidenten Erdogan
  • 7/6/2017 9:32:31 PM   Daniel Blum

    Eine Gruppe vermummter Demonstranten trifft am Schulterblatt km Schanzenviertel auf die Polizei. Die Stimmung ist aufgeheizt.

  • 7/6/2017 9:38:53 PM   Sebastian Eder

    Einen kurzen Moment lang war Ausnahmezustand, Tränengas in der Luft, Flaschen sind geflogen. Dann stürmte die Polizei die Straße, die Autonomen rannten davon.

  • 7/6/2017 9:53:08 PM   Sebastian Eder
    "Es werden keine Glasflaschen mehr gegen Polizeifahrzeuge geworfen, sonst werden die Wasserwerfer gegen euch eingesetzt", sagt die Polizei durch.
  • 7/6/2017 9:54:13 PM   Martin Franke
     
    Zuvor hatte die Polizei 15 verletzte Beamte gemeldet, drei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Informationen über verletzte Demonstranten hatte weder die Polizei noch die Veranstalter.
  • 7/6/2017 9:57:13 PM   Sebastian Eder

    Wenig später ist es soweit, die Wasserwerfer werden eingesetzt. Wieder fliegen Flaschen.

  • 7/6/2017 9:57:15 PM   Daniel Blum

    Die Polizei setzt die Wasserwerfer nun auch gezielt gegen die Demonstranten ein.

  • 7/6/2017 10:00:15 PM   Sebastian Eder

    Die Polizei treibt die Menschen aus der Straße raus.

  • 7/6/2017 10:04:16 PM   Sebastian Eder
    Jetzt rollen die Wasserwerfer in Richtung der Demonstration, die auf der anderen Seite der Brücke feststeckte. Der Wagen der Demonstranten wendet: "Wir machen jetzt hier eine Abschlusskundgebung", sagen die Veranstalter durch. "Aber wenn wir nach Hause gehen, dann nur, um die Zähne zu putzen, um morgen weiter zu machen."
  • 7/6/2017 10:05:42 PM   Johannes Krenzer

    Einsatzkräfte machen sich daran eine Eisenbahnbrücke zu erklimmen über die Autonome geflüchtet sind.

  • 7/6/2017 10:08:03 PM   Sebastian Eder

    Die Polizei lässt keine Abschlusskundgebung zu, sondern setzt wieder Wasserwerfer ein.

  • 7/6/2017 10:16:33 PM   Sebastian Reuter
    Die Kundgebung im Schanzenviertel ist nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht für beendet erklärt worden. Zum Schluss hätten sich noch etwa 1000 Demonstranten im Bereich Altonaer Straße und Schulterblatt aufgehalten, sagte ein Sprecher. Insgesamt seien gegen Mitternacht noch etwa 6000 Demonstranten auf Hamburgs Straßen unterwegs gewesen. Ein Feuer vor dem linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora wurde nach Angaben der Polizei gelöscht. Demonstranten hätten Fahrräder und andere Gegenstände angezündet. Teilweise seien die Flammen drei Meter hoch geschlagen.
     
    Bei den Ausschreitungen haben nach Angaben der Polizei auch Piloten eines Polizeihubschraubers Augenverletzungen durch Laserpointer erlitten. Die Piloten seien geblendet worden.
  • 7/6/2017 10:25:46 PM   Michael Radunski
    Inzwischen meldet die Polizei in Hamburg insgesamt 76 verletzte Polizisten. Das sagte ein Sprecher vor wenigen Minuten. Die meisten Beamten seien nur leicht verletzt.
     
  • 7/6/2017 10:26:09 PM   Kathrin Jakob

    Auf dem Schulterblatt hat es Geld geregnet - wieder ein klarer Seitenhieb gegen Trump.

  • 7/6/2017 10:35:26 PM   Sebastian Eder

    Auf dem Heimweg können sich die Demonstranten noch das Pfefferspray aus den Augen waschen. Das FAZ.NET-Team in Hamburg zieht sich auch zum Zähneputzen zurück. Morgen früh sind wir wieder für Sie da - dann wollen Aktivisten den Gipfel blockieren. Bis dahin halten Sie unsere Kollegen in der Redaktion auf dem Laufenden.

  • 7/6/2017 10:58:56 PM   Michael Radunski
    Mit seinem Tweet hat Regierungssprecher Steffen Seibert eine hitzige Diskussion im Netz entfacht. Viele Twitternutzer kritisieren das Vorgehen der Hamburger Polizei und sehen darin den Grund für die ausgebrochene Gewalt.
  • 7/6/2017 11:30:17 PM   Michael Radunski
    Die Lage beruhigt sich nach Angaben der Polizei. Es werden kaum noch Störungen durch Straftaten gemeldet. Auch Beobachter an den Brennpunkten berichten, dass die Polizei Wasserwerfer und Beamte abziehe.
  • 7/6/2017 11:54:15 PM   Michael Radunski
    New Yorker Bürgermeister reist zu G-20-Protesten

    Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio ist zu den G-20-Protesten nach Hamburg gereist. Der als unerbittlicher Kritiker von Amerikas Präsident Donald Trump bekannte de Blasio kündigte seine Absicht zur Teilnahme an einer Demonstration in Hamburg in einer Erklärung an. Er wolle an einer Reihe von Veranstaltungen am Rande des G-20-Gipfels teilnehmen, darunter die Demonstration "Hamburg zeigt Haltung" am Samstag.
     
    Der Demokrat ist einer der Bürgermeister, die sich am vehementesten gegen den Kurs von Trump in der Klima- und Migrationspolitik wenden. Bei der Demonstration am Samstag in Hamburg geht es um die Verteidigung von Toleranz und Freiheit. (AFP)
     
  • 7/7/2017 2:43:43 AM   Michael Radunski
    Die erste Demonstration des Gipfel-Freitags in Hamburg hat zunächst keinen großen Zulauf erhalten. Gut 30 Demonstranten versammelten sich ab 4.00 Uhr im Gängeviertel, um mit einer Straßenblockade „die letzte Stunde der Demokratie“ zu zelebrieren. Ihnen standen rund 50 Polizisten gegenüber. „Es war alles sehr entspannt“, berichtete ein Beobachter.
     
    Um 5.59 Uhr muss das kleine Spektakel samt „irrsinnig lauter Technobeats“ beendet sein, da um 6.00 Uhr das Versammlungsverbot in Kraft tritt. (dpa)
  • 7/7/2017 3:40:03 AM   Michael Radunski
    Um 6.00 Uhr tritt die sogenannte Allgemeinverfügung in Kraft, mit der das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit in zwei Hamburger Innenstadtbereichen eingeschränkt wird. Angemeldete und nicht angemeldete Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel dürfen nur außerhalb der bezeichneten Flächen durchgeführt werden. Im sogenannten Transferkorridor zwischen Flughafen und Innenstadt gilt die Verfügung vom 7. Juli 2017 ab 6.00 Uhr bis 8. Juli 2017, 17.00 Uhr. Im Hafenbereich gilt sie nur am Freitag von 16.00 bis 24.00 Uhr zwischen Reeperbahn und Hafencity.
     
    Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hatte am Donnerstag entschieden, dass die Verfügung voraussichtlich rechtmäßig sei. Demonstrationen des globalisierungskritischen Netzwerks Attac in der Hamburger Innenstadt am Freitag bleiben verboten. Attac kann aber beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde einreichen. (dpa)
  • 7/7/2017 5:28:43 AM   Aylin Güler
    Erste Videos und Fotos von den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei machen die Runde:
     
     
  • 7/7/2017 5:43:53 AM   Aziza Kasumov

    Guten Morgen aus Hamburg! Hier gehen die Protestaktionen bereits weiter. Seit 7 Uhr versammeln sich Gruppen an verschiedenen Standorten in der Stadt, um von dort die abgesperrte "rote Zone" um das Gipfeltreffen zu "entern". Diese Gruppe ist am Berliner Tor los und läuft Richtung Hauptbahnhof.

  • 7/7/2017 5:55:23 AM   Aylin Güler
  • 7/7/2017 6:01:09 AM   Aziza Kasumov
    Gerade eben ist eine Gruppe an ein paar schwerbewaffneten Polizisten mit Schutzhelmen auf vorbei. Erst scheint es, als würden sich die Beamten in den Weg stellen. Dann lassen sie sie passieren. Die Demonstranten klatschen. Jetzt singen sie "Alle hassen die Polizei".
  • 7/7/2017 6:06:13 AM   Aziza Kasumov

    Die Demonstranten versperren den Weg einer Delegation.

  • 7/7/2017 6:08:26 AM   Johannes Krenzer

    Nach über 20 Minuten unkontrollierter Brände rückt die Feuerwehr an und löscht die Brandherde. Die Fahrzeuge sind mittlerweile völlig ausgebrannt. Den Einsatzkräften ist die Vollauslastung durch Ereignisse in der gesamten Stadt anzumerken.

  • 7/7/2017 6:10:19 AM   Aylin Güler
    Die Bundespolizei berichtet via Twitter, dass Gewalttäter und Chaoten das Revier der Bundespolizei in Altona angreifen und ruft die Bevölkerung dazu auf, sich von dem Gebiet fernzuhalten.
  • 7/7/2017 6:14:44 AM   Aziza Kasumov
    Polizeiblockade steht, die ersten Böller knallen. Die Situation eskaliert, die Polizei geht mit Schlagstöcken auf Demonstranten los.
  • 7/7/2017 6:16:53 AM   Johannes Krenzer

    Weitere Brände Höhe Rainvilleterrasse. Schaulustige füllen die Straße.

  • 7/7/2017 6:22:32 AM   Aylin Güler
    Während auf den Straßen von Hamburg Eskalation herrscht, bereitet sich Regierungssprecher Seibert auf den Tag vor: Ob der Zeitplan durch die Demonstrationen eingehalten werden kann?
  • 7/7/2017 6:32:27 AM   Johannes Krenzer

    Eingeschlagene Fensterscheiben in Altona.

  • 7/7/2017 6:32:43 AM   Johannes Krenzer

    Massives Polizei-Aufgebot am Bahnhof Hamburg-Altona.

  • 7/7/2017 6:43:56 AM   Aylin Güler
    Der kanadische Premierminister Justin Trudeau will mit US-Präsident Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg über die Streitpunkte Klimawandel und Welthandel sprechen. "Wir werden ihn darauf hinweisen, dass eine Vorreiterrolle im Zusammenhang mit dem Klimawandel und das Entstehen guter Arbeitsplätze wichtig sind", sagt Trudeau der "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe). "Darüber, ob der Klimawandel stattfindet oder nicht, gibt es gar keine Diskussion." Die Herausforderung müsse angenommen werden. Er sehe den Klimawandel auch als Chance zu investieren.
     
    Ähnliches gelte für den Welthandel. "Es gibt ein paar Leute, die von dem Wachstum unerhört profitiert haben", sagte Trudeau. "Doch viele Leute fühlen sich ausgeschlossen." Er werde sich deshalb für progressive Handelsabkommen nach dem Vorbild des Ceta-Vertrags zwischen der EU und Kanada einsetzen, die "Chancen für kleinere Unternehmen schaffen und die Rechte von Arbeitern schützen". (Reuters)
  • 7/7/2017 6:46:35 AM   Aziza Kasumov

    Die Demonstranten haben sich kaum versammelt, da nimmt die Polizei ihre Blockade wieder auf und sprüht.

  • 7/7/2017 6:48:19 AM   Aylin Güler
    Zur Orientierung für alle Nicht-Hamburger:
     
     
  • 7/7/2017 6:55:27 AM   Aylin Güler
    In der Krawallnacht vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg sind nach Angaben der Polizei 111 Beamte verletzt worden (Stand: 8.00 Uhr). 29 Menschen seien festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Es sei zu zahlreichen Sachbeschädigungen unter anderem an geparkten Autos, Geschäften und am Amtsgericht Altona gekommen.
     
    Die Protest-Aktion „Welcome to Hell“ hatte am Donnerstagabend mit Zusammenstößen zwischen G20-Gegnern und der Polizei geendet, die die ganze Nacht anhielten. Die Polizei setzte während und nach der Autonomen-Kundgebung Wasserwerfer ein. (dpa)
     
  • 7/7/2017 6:59:30 AM   Aylin Güler

    Hektische Szenen an der Binnenalster. (Video: Johannes Krenzer)

  • 7/7/2017 7:42:26 AM   Johannes Krenzer

    Es kommt Bewegung in den Zug. "Wir treffen die anderen." "Ruhig aber zügig."
    Im Hintergrund zieht sich die Polizei Sternhauben und Helme über.

  • 7/7/2017 7:43:50 AM   Aziza Kasumov
    Bei dem Demonstrationszug, der heute morgen an den Landungsbrücken loszog, gab es wohl mehrere Verhaftungen. Das bestätigte eine parlamentarische Demobeobachterin der Partei Die Linke. Von Seiten der Demonstranten sei es gewaltfrei geblieben, sagt die Beobachterin. Die Polizei hätte, vor allem wenn sie in Unterzahl war, hart durchgegriffen, auch Pfefferspray gesprüht. Es sei zu Ausschreitungen gekommen.
  • 7/7/2017 7:51:44 AM   Aylin Güler
    Als letzter der G20-Staats-und Regierungschefs ist der französische Präsident Emmanuel Macron am Freitag zum Gipfeltreffen in Hamburg gelandet. Macron und seine Frau Brigitte wurden am Flughafen von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz begrüßt.
     
    Auch Außenminister Jean-Yves Le Drian und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kamen mit in die Hansestadt. Der zweitägige Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte soll am Vormittag mit der offiziellen Begrüßung der Gäste durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (10.00) beginnen. Nach den Krawallen Autonomer in der Nacht war die Lage in der Stadt gespannt. Zahlreiche neue Demonstrationen sind angekündigt.
     
    Am Rande des Gipfels wollen Macron und Merkel am Samstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Krieg in der Ukraine reden. (dpa)
  • 7/7/2017 7:52:33 AM   Aziza Kasumov
    In der Bergstraße sind zwei Demonstrationszüge aufeinandergetroffen. "BRD, Bullenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt!", skandieren die Demonstranten. Die Polizei hat die Gruppr aus mehreren hundert Leuten eingekesselt. Eben kommt es zur Gewaltausschreitung.
  • 7/7/2017 7:56:12 AM   Johannes Krenzer

    Sanitäter versorgen einen Demonstranten, der eine starke Schwellung am Kopf davongetragen hat.

  • 7/7/2017 8:04:44 AM   Oliver Georgi
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat wegen der angespannten Sicherheitslage in Hamburg einen Termin in der Innenstadt absagen müssen. Die Veranstalter der "G20 Global-Classroom"-Initiative erklärt am Morgen, die Sicherheitslage verhindere, dass der Minister mit Schülern aus mehreren Ländern diskutieren werde.
  • 7/7/2017 8:13:25 AM   Aziza Kasumov
    Die Lage bei den drei fusionierten Demo-Zügen ist zunehmend angespannt. Immer mehr Polizisten, immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen. Gerade sind Wasserwerfer vorbeigefahren.
  • 7/7/2017 8:15:11 AM   Johannes Krenzer

    Die Polizei droht mit dem Einsatz von Wasserwerfern und treibt den Trupp mit Nachdruck vor sich her. "Die dürfen nicht in die Seitenstraßen abhauen", kommt aus den Reihen der Einsatzkräfte.

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