G-20-Gipfel in Hamburg

G-20-Gipfel in Hamburg

  • Bundespräsident Steinmeier ist "schockiert" über Ausmaß der Ausschreitungen
  • Hamburger Bürger überzeugen mit Aktion "Hamburg räumt auf"
  • Insgesamt 37 Haftbefehle und 476 verletzte Beamte
  • Umweltministerin Hendricks kritisiert türkischen Präsidenten Erdogan
  • 7/6/2017 10:35:26 PM   Sebastian Eder

    Auf dem Heimweg können sich die Demonstranten noch das Pfefferspray aus den Augen waschen. Das FAZ.NET-Team in Hamburg zieht sich auch zum Zähneputzen zurück. Morgen früh sind wir wieder für Sie da - dann wollen Aktivisten den Gipfel blockieren. Bis dahin halten Sie unsere Kollegen in der Redaktion auf dem Laufenden.

  • 7/6/2017 10:58:56 PM   Michael Radunski
    Mit seinem Tweet hat Regierungssprecher Steffen Seibert eine hitzige Diskussion im Netz entfacht. Viele Twitternutzer kritisieren das Vorgehen der Hamburger Polizei und sehen darin den Grund für die ausgebrochene Gewalt.
  • 7/6/2017 11:30:17 PM   Michael Radunski
    Die Lage beruhigt sich nach Angaben der Polizei. Es werden kaum noch Störungen durch Straftaten gemeldet. Auch Beobachter an den Brennpunkten berichten, dass die Polizei Wasserwerfer und Beamte abziehe.
  • 7/6/2017 11:54:15 PM   Michael Radunski
    New Yorker Bürgermeister reist zu G-20-Protesten

    Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio ist zu den G-20-Protesten nach Hamburg gereist. Der als unerbittlicher Kritiker von Amerikas Präsident Donald Trump bekannte de Blasio kündigte seine Absicht zur Teilnahme an einer Demonstration in Hamburg in einer Erklärung an. Er wolle an einer Reihe von Veranstaltungen am Rande des G-20-Gipfels teilnehmen, darunter die Demonstration "Hamburg zeigt Haltung" am Samstag.
     
    Der Demokrat ist einer der Bürgermeister, die sich am vehementesten gegen den Kurs von Trump in der Klima- und Migrationspolitik wenden. Bei der Demonstration am Samstag in Hamburg geht es um die Verteidigung von Toleranz und Freiheit. (AFP)
     
  • 7/7/2017 12:32:03 AM   Michael Radunski
    „Es hätte schlimmer kommen können.“
     
    Dieses Fazit zog am frühen Freitagmorgen ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr. Bis kurz nach Mitternacht sei die Feuerwehr knapp 60 Mal zu Rettungseinsätzen gerufen worden. Eine genaue Zahl der Verletzten konnte der Sprecher nicht geben. Es habe jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt keine sehr schweren oder gar lebensbedrohlichen Verletzungen gegeben.
  • 7/7/2017 12:32:58 AM   Michael Radunski
    Im Schanzenviertel scheint es der Polizei zufolge wieder Krawall zu geben. Sie berichtet von bis zu fünf Meter hohen Flammen.
  • 7/7/2017 1:43:17 AM   Michael Radunski
    Auch im Bereich St. Pauli werden der Polizei zufolge an mehreren Stellen Gegenstände auf die Straße gezogen und angezündet.
  • 7/7/2017 2:43:43 AM   Michael Radunski
    Die erste Demonstration des Gipfel-Freitags in Hamburg hat zunächst keinen großen Zulauf erhalten. Gut 30 Demonstranten versammelten sich ab 4.00 Uhr im Gängeviertel, um mit einer Straßenblockade „die letzte Stunde der Demokratie“ zu zelebrieren. Ihnen standen rund 50 Polizisten gegenüber. „Es war alles sehr entspannt“, berichtete ein Beobachter.
     
    Um 5.59 Uhr muss das kleine Spektakel samt „irrsinnig lauter Technobeats“ beendet sein, da um 6.00 Uhr das Versammlungsverbot in Kraft tritt. (dpa)
  • 7/7/2017 3:20:55 AM   Michael Radunski
    Im Stadtteil Eimsbüttel haben Unbekannte mindestens zehn Geschäfte beschädigt. Sie zerstörten Schaufenster sowie Türen und warfen Farbbeutel in die Modeboutiquen, Bäckereien und Optikergeschäfte. Gestohlen wurde anscheinend nichts, berichten Beobachter.
     
    „Die randalieren nur, um alles kaputtzumachen“, sagte die Filialleiterin einer Modeboutique der Deutschen Presse-Agentur. Jamie Watson von einer benachbarten, ebenfalls beschädigten Boutique, sagte: „Ich bin wütend, enttäuscht und habe absolut kein Verständnis. Das hat doch keinen Sinn.“
  • 7/7/2017 3:40:03 AM   Michael Radunski
    Um 6.00 Uhr tritt die sogenannte Allgemeinverfügung in Kraft, mit der das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit in zwei Hamburger Innenstadtbereichen eingeschränkt wird. Angemeldete und nicht angemeldete Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel dürfen nur außerhalb der bezeichneten Flächen durchgeführt werden. Im sogenannten Transferkorridor zwischen Flughafen und Innenstadt gilt die Verfügung vom 7. Juli 2017 ab 6.00 Uhr bis 8. Juli 2017, 17.00 Uhr. Im Hafenbereich gilt sie nur am Freitag von 16.00 bis 24.00 Uhr zwischen Reeperbahn und Hafencity.
     
    Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hatte am Donnerstag entschieden, dass die Verfügung voraussichtlich rechtmäßig sei. Demonstrationen des globalisierungskritischen Netzwerks Attac in der Hamburger Innenstadt am Freitag bleiben verboten. Attac kann aber beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde einreichen. (dpa)
  • 7/7/2017 5:16:38 AM   Aylin Güler
    Guten Morgen aus Frankfurt! Eine Nacht liegt hinter Hamburg, in der wild gewordene Demonstranten viel kaputt gemacht haben. Was heute auf dem Plan steht, lesen Sie hier:
     
  • 7/7/2017 5:21:42 AM   Aylin Güler
    Die Demonstrationen am frühen Morgen wirken sich bereits auf den Nahverkehr aus.
  • 7/7/2017 5:24:03 AM   Aylin Güler
    Nach den Ausschreitungen am Vorabend ist die Lage am Morgen nach Angaben eines Polizeisprechers "im Verhältnis gesehen" ruhig. Polizeieinsätze seien derzeit nur vereinzelt nötig. Im Stadtteil Altona machten sich erste G20-Gegner von ihrem Camp aus in Gruppen auf den Weg in Richtung Innenstadt, wie Reuters-TV berichtete. Angekündigt sind Straßenblockaden und Störaktionen, um den offiziellen Beginn des Treffens der Staats- und Regierungschefs zu behindern.
  • 7/7/2017 5:28:43 AM   Aylin Güler
    Erste Videos und Fotos von den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei machen die Runde:
     
     
  • 7/7/2017 5:33:55 AM   Aylin Güler
    Für all jene, die es bisher noch nicht mitbekommen haben: Seit 6.00 Uhr ist die "Allgemeinverfügung" in Kraft, mit der das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit in zwei Hamburger Innenstadtbereichen eingeschränkt wird. Angemeldete und nicht angemeldete Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel dürfen nur außerhalb der bezeichneten Flächen durchgeführt werden. Im "Transferkorridor" zwischen Flughafen und Innenstadt gilt die Verfügung vom 7. Juli 2017 ab 6.00 Uhr bis 8. Juli 2017, 17.00 Uhr. Im Hafenbereich gilt sie nur heute von 16.00 bis 24.00 Uhr zwischen Reeperbahn und Hafencity.  (dpa)
  • 7/7/2017 5:41:33 AM   Aylin Güler
    Während es in Teilen von Hamburg schon wieder zu eskalieren droht.... 
     
    ...herrscht in manchen Ecken entspanntere Stimmung.
     
     
  • 7/7/2017 5:43:53 AM   Aziza Kasumov

    Guten Morgen aus Hamburg! Hier gehen die Protestaktionen bereits weiter. Seit 7 Uhr versammeln sich Gruppen an verschiedenen Standorten in der Stadt, um von dort die abgesperrte "rote Zone" um das Gipfeltreffen zu "entern". Diese Gruppe ist am Berliner Tor los und läuft Richtung Hauptbahnhof.

  • 7/7/2017 5:50:25 AM   Johannes Krenzer

    Am Morgen nach der Krawallnacht zeigen eingeschlagene Scheiben von Polizeieinsatzwagen von den Unruhen der letzten Stunden.

  • 7/7/2017 5:52:54 AM   Aylin Güler
    Die Gruppierung #BlockG20 ist in die Blaue Zone eingedrungen, in der KEINE Demonstrationen stattfinden dürfen. 
  • 7/7/2017 5:53:46 AM   Aziza Kasumov

    Jetzt laufen die Demonstraten auf der Straße, nachdem einer vorschlug: "They asked us to block the streets. So let's walk in the streets and chant." Kurz rufen sie "Antikapitalista".

  • 7/7/2017 5:54:00 AM   Johannes Krenzer

    Auf der Max-Brauer-Allee brennen zahlreiche Autos. Klägliche Löschversuche von Passanten. Von Feuerwehr ist nichts zu sehen.

  • 7/7/2017 5:55:23 AM   Aylin Güler
  • 7/7/2017 6:01:09 AM   Aziza Kasumov
    Gerade eben ist eine Gruppe an ein paar schwerbewaffneten Polizisten mit Schutzhelmen auf vorbei. Erst scheint es, als würden sich die Beamten in den Weg stellen. Dann lassen sie sie passieren. Die Demonstranten klatschen. Jetzt singen sie "Alle hassen die Polizei".
  • 7/7/2017 6:06:13 AM   Aziza Kasumov

    Die Demonstranten versperren den Weg einer Delegation.

  • 7/7/2017 6:08:26 AM   Johannes Krenzer

    Nach über 20 Minuten unkontrollierter Brände rückt die Feuerwehr an und löscht die Brandherde. Die Fahrzeuge sind mittlerweile völlig ausgebrannt. Den Einsatzkräften ist die Vollauslastung durch Ereignisse in der gesamten Stadt anzumerken.

  • 7/7/2017 6:10:19 AM   Aylin Güler
    Die Bundespolizei berichtet via Twitter, dass Gewalttäter und Chaoten das Revier der Bundespolizei in Altona angreifen und ruft die Bevölkerung dazu auf, sich von dem Gebiet fernzuhalten.
  • 7/7/2017 6:14:44 AM   Aziza Kasumov
    Polizeiblockade steht, die ersten Böller knallen. Die Situation eskaliert, die Polizei geht mit Schlagstöcken auf Demonstranten los.
  • 7/7/2017 6:16:53 AM   Johannes Krenzer

    Weitere Brände Höhe Rainvilleterrasse. Schaulustige füllen die Straße.

  • 7/7/2017 6:17:48 AM   Aziza Kasumov
    Die Situation am Wallringtunnel: Einige Demonstranten sind verletzt, einer wird mit einer Augendusche behandelt. Inzwischen trifft immer mehr Verstärkung der Polizei ein. Die meisten Demonstranten sind weggelaufen. Lange gefackelt haben die Einsatzkräfte nicht. Die Demonstraten hatten versucht, den Park direkt beim Messegelände zu entern.
  • 7/7/2017 6:19:12 AM   Johannes Krenzer

    Kein guter Ausblick für die Villen in der Gegend.

  • 7/7/2017 6:19:47 AM   Aylin Güler
    An der Elbchaussee in Hamburg sind Fahrzeuge in Brand geraten. Um wie viele Autos es sich handelt, teilte die Polizei am Freitagmorgen zunächst nicht mit.
  • 7/7/2017 6:22:32 AM   Aylin Güler
    Während auf den Straßen von Hamburg Eskalation herrscht, bereitet sich Regierungssprecher Seibert auf den Tag vor: Ob der Zeitplan durch die Demonstrationen eingehalten werden kann?
  • 7/7/2017 6:32:27 AM   Johannes Krenzer

    Eingeschlagene Fensterscheiben in Altona.

  • 7/7/2017 6:32:43 AM   Johannes Krenzer

    Massives Polizei-Aufgebot am Bahnhof Hamburg-Altona.

  • 7/7/2017 6:38:54 AM   Aziza Kasumov
    Die Polizei hat wohl gegen die Demonstranten Höhe Wallringtunnel bereits Pfefferspray eingesetzt. Das sagen mehrere Demonstranten. Nach der Blockade wurden Kleingruppen auseinandergetrieben. Die Polizei rannte den Gruppen mit gezückter Sprayflasche hinterher, bis sie außer Sichtweite waren.
  • 7/7/2017 6:40:50 AM   Johannes Krenzer

    Vandalismus als Schlag "gegen Kapitalismus". Altonaer Poststraße.

  • 7/7/2017 6:43:56 AM   Aylin Güler
    Der kanadische Premierminister Justin Trudeau will mit US-Präsident Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg über die Streitpunkte Klimawandel und Welthandel sprechen. "Wir werden ihn darauf hinweisen, dass eine Vorreiterrolle im Zusammenhang mit dem Klimawandel und das Entstehen guter Arbeitsplätze wichtig sind", sagt Trudeau der "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe). "Darüber, ob der Klimawandel stattfindet oder nicht, gibt es gar keine Diskussion." Die Herausforderung müsse angenommen werden. Er sehe den Klimawandel auch als Chance zu investieren.
     
    Ähnliches gelte für den Welthandel. "Es gibt ein paar Leute, die von dem Wachstum unerhört profitiert haben", sagte Trudeau. "Doch viele Leute fühlen sich ausgeschlossen." Er werde sich deshalb für progressive Handelsabkommen nach dem Vorbild des Ceta-Vertrags zwischen der EU und Kanada einsetzen, die "Chancen für kleinere Unternehmen schaffen und die Rechte von Arbeitern schützen". (Reuters)
  • 7/7/2017 6:46:35 AM   Aziza Kasumov

    Die Demonstranten haben sich kaum versammelt, da nimmt die Polizei ihre Blockade wieder auf und sprüht.

  • 7/7/2017 6:48:19 AM   Aylin Güler
    Zur Orientierung für alle Nicht-Hamburger:
     
     
  • 7/7/2017 6:51:47 AM   Johannes Krenzer

    In den Camps ist man auch schon auf den Beinen.
    In der Stadt herrscht eine eigenartig ruhige, resignierte Stimmung. Abseits der Demozüge ist alles still. Brände und Zerstörungen werden beseitigt, Passanten gehen mehr oder weniger unaufgeregt ihren Alltagserledigungen nach.

  • 7/7/2017 6:53:17 AM   Aylin Güler
    Inzwischen wird auch ein wichtiger Knotenpunkt im Hafen blockiert. Lastwagen stauten sich auf einer Zufahrt zur Köhlbrandbrücke, die die Elbinsel Wilhelmsburg mit der Autobahn 7 verbindet. Mehrere Dutzend Demonstranten schlängelten sich durch die Lkw-Schlangen. Bengalische Feuer wurden gezündet. Das Bündnis "...ums Ganze!" aus linksradikalen und kommunistischen Gruppen hatte zur Blockade der Hafen-Logistik aufgerufen. (dpa)
  • 7/7/2017 6:55:27 AM   Aylin Güler
    In der Krawallnacht vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg sind nach Angaben der Polizei 111 Beamte verletzt worden (Stand: 8.00 Uhr). 29 Menschen seien festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Es sei zu zahlreichen Sachbeschädigungen unter anderem an geparkten Autos, Geschäften und am Amtsgericht Altona gekommen.
     
    Die Protest-Aktion „Welcome to Hell“ hatte am Donnerstagabend mit Zusammenstößen zwischen G20-Gegnern und der Polizei geendet, die die ganze Nacht anhielten. Die Polizei setzte während und nach der Autonomen-Kundgebung Wasserwerfer ein. (dpa)
     
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