Parlamentswahl in Frankreich 2017

Parlamentswahl in Frankreich 2017

  • 6/11/2017 4:06:35 PM   Johanna Dürrholz
    Guten Abend, liebe Leser,
     
    und herzlich Willkommen zu unserem Liveblog anlässlich der Parlamentswahlen in Frankreich. In insgesamt 577 Wahlkreisen können französische Bürgerinnen und Bürger heute über ihre künftige Regierung abstimmen: Gelingt der République en Marche, die den neuen Präsidenten Emmanuel Macron unterstützt, der Durchmarsch? Oder erstarkt der rechtsextreme Front National doch noch?
     
    Wir informieren Sie an diesem Abend in gewohnter Tiefe und mit zahlreichen Analysen, Hintergründen und stets den aktuellen Entwicklungen.
     
  • 6/11/2017 4:08:31 PM   Johanna Dürrholz
    Die Wahlbeteiligung ist in diesem Jahr laut "Le Figaro" mit 40,75 Prozent besonders gering. Vor zwanzig Jahren lag die Wahlbeteiligung bei den ersten Parlamentswahlen noch bei 54,6 Prozent.
     
  • 6/11/2017 4:11:13 PM   Johanna Dürrholz
    Sollte sich der Trend, der sich hinsichtlich der Wahlbeteiligung abzeichnet, bestätigen, würde es sich um die niedrigste Wahlbeteiligung seit fast sechs Jahrzehnten handeln.
  • 6/11/2017 4:28:11 PM   Johanna Dürrholz
    Die Nachrichten bezüglich einer besonders geringen Wahlbeteiligung häufen sich. Die niedrigste Beteiligung meldete das französische Innenministerium aus zwei Départements nördlich von Paris. In Seine-Saint-Denis beteiligten sich bis 17 Uhr nur knapp 25 Prozent, in Val d'Oise knapp 33 Prozent.
  • 6/11/2017 4:37:24 PM   Johanna Dürrholz
    Mehr Macht für Macron, schlechte Aussichten für bündnisunfähige Parteien. Wie wirkt sich ein Sieg von La République en Marche und Macron auf Frankreich aus? Die Einschätzungen unserer Korrespondentin Michaela Wiegel aus Paris:
     

    Parlamentswahl in Frankreich: Auf dem Weg zur ganzen Macht

    FAZ.NETLaut Umfragen steuert Macrons Bewegung aus dem Stand auf eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung zu. Für bündnisunfähige Parteien wie den Front National sieht es bei den Parlamentswahlen am Sonntag anders aus.
  • 6/11/2017 4:54:38 PM   Johanna Dürrholz
    Die letzten Wahllokale schließen um 20 Uhr. Bis dahin werden auch weitere Hochrechnungen erwartet. Insgesamt 47 Millionen Franzosen sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Abstimmung findet unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, 50.000 Polizisten waren im Einsatz.
  • 6/11/2017 5:12:39 PM   Johanna Dürrholz
    Das Lager Emmanuel Macrons liegt Berichten des belgischen Rundfunksenders "RTBF" klar vorn. Die Partei La République en Marche kommt demnach auf etwa 30 Prozent. Das würde auch die ersten Umfragen nach der Wahl bestätigen.
  • 6/11/2017 5:40:43 PM   Johanna Dürrholz
    Die Sozialisten sind mit einem Ergebnis von derzeit sieben bis acht Prozent weit nach unten gerutscht – ein mögliches Indiz dafür, welche Wähler die Macron-Partei Le République en Marche für sich gewinnen konnte:
     
  • 6/11/2017 6:08:53 PM   Johanna Dürrholz
    Den Hochrechnungen  zufolge gewinnen Emmanuel Macron und La République en Marche deutlich: Rund 32 Prozent konnte die neu gegründete Partei gewinnen. Nach neuesten Berechnungen können der Präsident und seine Anhänger bei der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag mit einer klaren absoluten Mehrheit rechnen.
  • 6/11/2017 6:10:12 PM   Johanna Dürrholz
    Die Ergebnisse im Überblick:
     
  • 6/11/2017 6:28:56 PM   Johanna Dürrholz
    SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz ist erfreut über den Wahlsieg Emmanuel Macrons – und bringt diese Freude gleich bilingual zum Ausdruck:
     
     
  • 6/11/2017 6:41:03 PM   Johanna Dürrholz
    "Die katastrophal geringe Wahlbeteiligung stellt die Art der Wahl in Frage" – Marine Le Pen meldet sich nach dem vernichtenden Wahlergebnis zu Wort. Sie bemängelt das Wahlsystem in Frankreich: Das Mehrheitswahlrecht mit zwei Wahlgängen erschwert es Parteien in Frankreich, Abgeordnetensitze zu gewinnen. Nur wenn Kandidaten in ihrem Wahlkreis vorn liegen, sind sie auch ins Parlament gewählt. Die unterlegenen Kandidaten, die zuweilen auch viele Stimmen vereinen können, werden für einen Einzug ins Parlament nicht mehr berücksichtigt.
     
  • 6/11/2017 6:49:02 PM   Johanna Dürrholz
    Heute Abend deutet alles darauf hin, dass die absolute Mehrheit für Macron bereits sicher ist. Falls diese Mehrheit im zweiten Wahlgang noch gestärkt wird, werden wir eine Nationalversammlung ohne echte Kontrollmacht und ohne demokratische Debatte haben.
    Jean-Christophe Cambadélis, der Chef der Sozialistischen Partei, warnt vor einer Absoluten Mehrheit der République en Marche.
  • 6/11/2017 6:53:15 PM   Johanna Dürrholz
    Der von Emmanuel Macron ins Amt des Wirtschaftsministers gehobene Bruno Le Maire freut sich auf Twitter:
     
     
  • 6/11/2017 7:01:06 PM   Johanna Dürrholz
    Auch Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) gratuliert Emmanuel Macron:
     
  • 6/11/2017 7:13:51 PM   Johanna Dürrholz
    Der neu ins Amt gehobene französische Premierminister Edouard Philippe bedankt sich bei denjenigen, die zur Wahl gegangen sind. Die Wahlbeteiligung war aktuellen Erkenntnissen zufolge so gering wie noch nie. Die Botschaft sei aber dennoch klar, meint Philippe.
  • 6/11/2017 7:19:25 PM   Johanna Dürrholz
    Das ist ein beispielloser Verlust der gesamten Linken und insbesondere der Sozialistischen Partei.
    Jean-Christoph Cambadélis, Chef der Sozialisten, über das für seine Partei verheerende Wahlergebnis. Die Partei des früheren Staatschefs François Hollande liegt aktuellen Hochrechnungen zufolge bei 13 Prozent.
  • 6/11/2017 7:25:44 PM   Johanna Dürrholz
    Wir können eine stabile und dauerhafte Mehrheit in der Nationalversammlung bilden. Das ist ein extrem starkes Zeichen.
    Richard Ferrand, Generalsekretär der Partei La République en Marche, zeigt sich im Hinblick auf die zweite Wahlrunde zuversichtlich.
  • 6/11/2017 7:30:48 PM   Johanna Dürrholz
    Für Macron heißt es wohl am kommenden Sonntag: absolute Mehrheit. Das ist jedoch kein Freibrief – ein Kommentar unserer Korrespondentin Michaela Wiegel:
     

    Wahl in Frankreich: Macron kann bald durchregieren

    FAZ.NETMacron triumphiert auch in der Parlamentswahl. Seine neue Partei deklassiert die etablierte Konkurrenz und Marine Le Pens Front National. Doch das wütende Frankreich ist nicht verschwunden. Ein Kommentar.
  • 6/11/2017 7:42:24 PM   Johanna Dürrholz
    Die Berechnungen für den zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag ergeben, dass das Lager um Präsident Macron mehr als 400 der 577 Abgeordnetensitze erobern könnte. Damit läge es weit über den 289 Sitzen, die für eine absolute Mehrheit vonnöten sind.
  • 6/11/2017 7:54:02 PM   Johanna Dürrholz
    Es ist noch nichts entschieden, wir müssen mobilisiert bleiben.
    Emmanuel Macrons Sprecher, Christophe Castaner, warnt vor voreiligem Enthusiasmus.
  • 6/11/2017 8:06:29 PM   Johanna Dürrholz
    Die Wähler der Linken haben heute zum größten Teil gar nicht gewählt. Aber wenn sich die Ergebnisse bestätigen und wir nur noch 20 bis 25 Sitze haben, dann ist das ein Problem für die Demokratie. Da darf doch nicht nur eine Parteigruppierung sitzen und alles bestimmen!
     Bruno Julliard von der sozialistischen Partei zeigt sich angesichts des Wahlergebnisses besorgt. Wie zuvor bereits Marine Le Pen sieht auch er eine Ursache der Ergebnisse in Frankreichs Wahlsystem.
  • 6/11/2017 8:11:29 PM   Johanna Dürrholz
    Die Partei-Chefin des Front National, Marine Le Pen, hat bei der Stimmabgabe ihren Stimmzettel in der Wahlkabine vergessen – und musste dann noch einmal umdrehen. Das komplizierte und langwierige Wahlsystem in Frankreich ist Le Pen nicht nur ein Dorn im Auge, sondern zehrt auch merklich an den Kräften der Politikerin.
     
    Die Rechtspopulistin ist in ihrem nordfranzösischen Wahlkreis mit 46 Prozent der Stimmen in Führung gegangen. In der zweiten Wahlrunde wird sie gegen ihre Konkurrentin Anna Roquet (La République en Marche) antreten, die auf 16,43 Prozent kam.
  • 6/11/2017 8:13:01 PM   Johanna Dürrholz
    Kanzlerin Angela Merkel gratuliert Emmanuel Macron zu den deutlichen Ergebnissen:
     
  • 6/11/2017 8:26:49 PM   Johanna Dürrholz
    Liebe Leser,
     
    an dieser Stelle beenden wir den Liveblog zur ersten Runde der Parlamentswahlen in Frankreich. Am kommenden Sonntag dürften Emmanuel Macron und La République en Marche im zweiten Durchlauf die absolute Mehrheit erreichen. Der rechtsextreme Front National um Marine Le Pen wird nach derzeitigem Stand wohl nicht fähig sein, eine Fraktion zu bilden. Alles Weitere wird die zweite Wahlrunde zeigen.
     
    Ihnen noch einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal,
    Ihre FAZ.NET-Redaktion
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform