Präsidentenwahl 2017 in Frankreich

Präsidentenwahl 2017 in Frankreich

  • Mitte-Links-Politiker Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen ziehen nach ersten Hochrechnungen in die Stichwahl am 7. Mai
  • Zum zweiten Mal seit 2002 steht der Front National in der Stichwahl
  • Etwa 47 Millionen Franzosen waren zur Wahl des Nachfolgers von Präsident François Hollande aufgerufen. Insgesamt wollten elf Kandidaten den Sozialisten beerben.
  • 4/23/2017 7:04:02 PM   Monika Ganster

    Auf der Wahlparty von Emmanuel Macron riefen die ersten Hochrechnungen Begeisterung hervor. (Bild dpa)

  • 4/23/2017 7:12:01 PM   Monika Ganster
    Der französische Sender BFMTV sieht nach der jüngsten Hochrechnung von 20.45 Uhr Emmanuel Macron deutlich vorne:
     
  • 4/23/2017 7:13:08 PM   Stefanie Michels
    Präsident Francois Hollande gratuliert Emmanuel Macron in einem Telefonat zum Einzug in die Stichwahl. Das teilt das Präsidialamt mit. (Reuters)
  • 4/23/2017 7:16:16 PM   Stefanie Michels
    Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders freut sich, dass es Le Pen in die Stichwahl geschafft hat.
  • 4/23/2017 7:29:04 PM   Stefanie Michels
    Die Rechtspopulistin Marine Le Pen hat nach ihrem Einzug in die Stichwahl um das Amt des französischen Staatspräsidenten von einem „historischen Ergebnis“ gesprochen. „Es ist Zeit, das französische Volk von den arroganten Eliten zu befreien, die ihm sein Verhalten vorschreiben wollen“ sagte sie am Sonntagabend. „Die Franzosen müssen diese historische Gelegenheit ergreifen“, betonte die Chefin der rechtsextremen Front National. „Denn die große Herausforderung dieser Wahl ist die wilde Globalisierung, die unsere Zivilisation gefährdet.“ Sie sprach von einer Entscheidung zwischen der „totalen Deregulierung ohne Grenzen und ohne Schutz“ und „Grenzen, die unsere Jobs schützen, unsere Kaufkraft, unsere Sicherheit, unsere nationale Identität“. (dpa)
    Sie sei die Kandidatin des Volkes und ruft nun "alle Patrioten" auf, sie in der zweiten Runde zu unterstützen.
  • 4/23/2017 7:35:30 PM   Stefanie Michels
    Die rechtspopulistische Abgeordnete Marion Maréchal-Le Pen sieht das Abschneiden ihrer Partei Front National in Frankreichs Präsidentschaftswahl als Erfolg. Den prognostizierten Einzug ihrer Tante Marine Le Pen in die Stichwahl am 7. Mai bezeichnete sie als „schönen Sieg für alle Patrioten“. Auf Twitter schrieb sie: „Wir reichen allen die Hand, mit denen wir die patriotischen Werte teilen.“ Die Parlamentarierin kritisierte zudem die Ankündigung des republikanischen Kandidaten François Fillon, nach seiner Niederlage nun den Mitte-Links-Kandidaten Emmanuel Macron zu unterstützen. „Die Rechte ruft dazu auf, einen Kandidaten zu wählen, der die Einwanderung verteidigt und erklärt, dass es keine französische Kultur gebe“, polemisierte sie. (dpa)
  • 4/23/2017 7:39:19 PM   Stefanie Michels
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat das Abschneiden des linksliberalen Kandidaten Emmanuel Macron im ersten Durchgang der französischen Präsidentschaftswahl begrüßt. „Ich bin sicher, er wird der neue französische Präsident“, sagte Gabriel am Sonntag in der jordanischen Hauptstadt Amman. (dpa)
  • 4/23/2017 7:44:18 PM   Stefanie Michels
    Nach Auszählung von rund 20 Millionen Stimmen liegt Marine Le Pen in Führung, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie komme auf 24,38 Prozent der Stimmen, teilt das Innenministerium mit. Emmanuel Macron komme auf 22,19 Prozent. Francois Fillon erreicht demnach 19,63 Prozent und Jean-Luc Melenchon 18,09 Prozent.
     
  • 4/23/2017 8:10:58 PM   Stefanie Michels
    Mehrere Hundert vorwiegend jugendliche Demonstranten haben am Abend in Paris randaliert. Ungefähr 300 Menschen folgten einem Aufruf antifaschistischer Bewegungen und auf dem Bastille-Platz zusammen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Die Polizeipräfektur rief Autofahrer über Twitter dazu auf, den Bereich zu meiden.
     
    Einige der Versammelten warfen Flaschen und Knaller auf die in großer Zahl anwesenden Polizisten. Einige waren vermummt und schwarz gekleidet. Drei Personen wurden von den Sicherheitskräften festgesetzt. Ein Teilnehmer rief per Mikrofon auf, „gegen Marine und gegen Macron“ zu stimmen. (dpa)
  • 4/23/2017 8:11:54 PM   Monika Ganster
    Die jüngsten Zahlen aus dem französischen Innenministerium überraschen: dass Marine Le Pen nun zwei Prozentpunkte vor Macron liegen soll, könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Wähler in der Fläche anders gestimmt haben als in den Städten. Dort waren die Wahllokale bis 20 Uhr geöffnet.
     
    Bislang sind etwas mehr als die Hälfte alle abgegebenen Stimmen ausgezählt worden. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Zahlen weiter entwickeln werden.
  • 4/23/2017 8:13:09 PM   Stefanie Michels
  • 4/23/2017 8:17:52 PM   Stefanie Michels
    Hier nochmal die Rede von François Fillon im Video:
  • 4/23/2017 8:22:34 PM   Stefanie Michels
    SPD-Chef Martin Schulz hat begrüßt, dass in Frankreich nach den Niederlanden "eine zweite Ultranationalistin und Rassistin" die Wahl verloren hat. Der Kanzlerkandidat warnt aber vor der Mobilisierungskraft der Front National für die Stichwahl am 7. Mai. Schulz kündigt an, dass er für Macron mobilisieren wolle. Dieser könne sein Partner sein, sollte er selbst nach der Bundestagswahl Kanzler werden. (Reuters)
  • 4/23/2017 8:25:28 PM   dpa-live Desk

    Die ersten Proteste und Krawalle lassen nicht lange auf sich warten: Jugendliche kippen in der Innenstadt von Paris einen Glascontainer um. Die Polizei setzt Pfefferspray gegen die Demonstranten ein.


    Fotos: Kamil Zihnioglu, AP/dpa
  • 4/23/2017 8:31:34 PM   Stefanie Michels
    Frankreichs Ex-Premier Alain Juppé warnt vor einer Präsidentschaft der Rechtspopulistin Marine Le Pen . "Ohne zu zögern unterstütze ich Emmanuel Macron in seinem Duell mit der FN, die Frankreich ins Desaster führen würde", schreibt der 71-jährige Republikaner. "Ich rufe die Franzosen dazu auf, dasselbe zu tun."
  • 4/23/2017 8:33:17 PM   Stefanie Michels
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Macron nach Angaben seines Sprechers zum Ergebnis des ersten Wahlgangs gratuliert. Juncker habe Macron alles Gute für den zweiten Wahlgang gewünscht. (Reuters)
  • 4/23/2017 8:42:59 PM   Stefanie Michels
    Für die zweite Runde am 7. Mai sehen zwei Umfragen den sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron klar vor der Rechtspopulistin Marine Le Pen. In einer Befragung des Instituts Harris Interactive vom Sonntagabend lag Macron bei 64 Prozent, Le Pen bei 36 Prozent. 
     
    Das Institut Ipsos sah den Europa-freundlichen Macron für die Stichwahl bei 62 Prozent und die Front-National-Chefin bei 38 Prozent. Allerdings hätten 12 Prozent der Befragten, die sicher zur Wahl gehen wollen, keine Wahlabsicht geäußert, hieß es von Ipsos. (dpa)
  • 4/23/2017 8:59:08 PM   Stefanie Michels
  • 4/23/2017 9:03:26 PM   Monika Ganster
    Staatsmännisch klingt er schon, als Emmanuel Macron am Abend vor seine Anhänger tritt:

    "Ich möchte ein Präsident sein, der beschützt, der jenen hilft, die wenig haben. Ein Präsident, der es ermöglicht, etwas zu erschaffen, der Innovationen und Unternehmungen zulässt.
     
    "Ich möchte Ihr Präsident werden. Der Präsident des gesamten französischen Volkes. Der Präsident der Patrioten die sich der Gefahr der Nationalisten stellen."
     
     
     
     
  • 4/23/2017 9:10:59 PM   Monika Ganster
    Macron: "Ich habe die Zweifel verstanden, die Wut, die Ängste des französischen Volkes. Aber auch seinen Willen zur Veränderung."
     
  • 4/23/2017 9:21:54 PM   Stefanie Michels
  • 4/23/2017 9:30:44 PM   Stefanie Michels
    "Das Ergebnis des ersten Wahlgangs ist wieder ein Beleg dafür, wie politisch zerrissen Frankreich ist", kommentiert Nikolas Busse die erste Runde der Präsidentenwahl.
     

    Kommentar zur Präsidentenwahl: Zerrissenes Frankreich

    Mehr als vierzig Prozent der Franzosen haben Kandidaten von ganz links oder ganz rechts gewählt. Macrons Sieg ist so knapp, dass er es mit diesem Ergebnis in den beiden vorherigen Wahlen nicht einmal in die Stichwahl geschafft hätte.
  • 4/23/2017 9:32:15 PM   Stefanie Michels
    Unsere Korrespondenten Michaela Wiegel und Christian Schubert beichten aus Frankreich. wie sich Macron und Le Pen feiern lassen. 

    Präsidentenwahl in Frankreich: Nichts ist unmöglich für das Wunderkind

    Jünger als John F. Kennedy, liberaler als Tony Blair, europäischer als Gerhard Schröder: Emmanuel Macron scheint an diesem Abend alle zu überstrahlen. Doch im Lager von Marine Le Pen jubeln deren Anhänger genauso siegesgewiss.
  • 4/23/2017 9:43:26 PM   Stefanie Michels
    Liebe Leser, bisher sind 77 Prozent der Stimmen ausgezählt worden. Die beiden Kandidaten für die Stichwahl am 7. Mai stehen laut Hochrechnungen fest: Macron und Le Pen. Wir informieren Sie auf FAZ.NET über das abschließende Ergebnis. An dieser Stelle verabschieden wir uns von Ihnen. Gute Nacht!
     
     
     
     
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