Putsch in der Türkei

Putsch in der Türkei

Die Lage im Überblick
  • Teile des Militärs haben in der Türkei einen Putschversuch gegen Staatspräsident Erdogan unternommen.
  • Nach heftigen Kämpfen, Bombenexplosionen und chaotischen Stunden erklärte die Regierung am Samstagmittag, sie habe die Situation wieder vollständig unter Kontrolle. 
  • Staatspräsident Erdogan kündigte Vergeltung und eine "Säuberung" des Militärs an. Die Regierung erwägt die Einführung der Todesstrafe, damit sich der Putsch nicht wiederhole. 
  • Erdogan macht seinen Gegner Gülen für den Putsch verantwortlich. Dieser bestreitet das jedoch.
  • Nach Regierungsangaben wurden bei dem Putschversuch 265 Menschen getötet, darunter 161 regierungstreue Sicherheitskräfte und Zivilisten sowie 104 Putschisten.  Mehr als 2800 Angehörige des Militärs wurden offenbar festgenommen.
  • 7/16/2016 1:09:54 AM   Mathias Peer
    Präsident Erdogan ist auf Fernsehbildern am Istanbuler Flughafen zu sehen. Er wird von seinen Anhängern umringt. Es habe den Versuch eines Aufstandes gegeben gegen die Solidarität und die Einheit des Landes gegeben, sagte er laut dem Sender Fox TV. Diejenigen, die daran beteiligt seien, würden die nötige Antwort erhalten, unabhängig davon, aus welchen Institutionen sie stammten, ergänzte Erdogan.


  • 7/16/2016 1:25:07 AM   Mathias Peer
    Erdogan gibt in Istanbul eine Pressekonferenz. Er kündigt an, die Hintermänner des Umsturzversuches werden für ihre Taten einen "hohen Preis" bezahlen müssen. Den Putschversuch bezeichnete er als einen Akt von Landesverrat, für den eine Minderheit innerhalb des Militärs verantwortlich sei. Dies sei Anlass für eine Säuberung der Armee. Einige Militärs hätten Anweisungen aus dem amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania erhalten. Dort lebt Erdogans Widersacher Gülen.


  • 7/16/2016 1:43:30 AM   Mathias Peer
    Präsident Erdogan wurde nach eigener Darstellung Ziel eines versuchten Attentats. Seinen Angaben zufolge sei das Hotel an der Mittelmeerküste, in dem er sich während seines Urlaubs aufhielt, nach seiner Abreise bombardiert worden.


  • 7/16/2016 1:45:23 AM   Mathias Peer
    Nach Angaben des türkischen Regierungschefs Yildirim sind 120 Personen im Zusammenhang mit dem Putschversuch festgenommen worden. Yildirim wies das Militär nach Angaben aus dem Präsidialamt an, von den Putschisten gekaperte Flugzeuge abzuschießen. Kampfflugzeuge mit einem entsprechenden Auftrag seien von der Luftwaffenbasis Eskisehir abgehoben, hieß es aus dem Präidialamt.
  • 7/16/2016 2:42:03 AM   Mathias Peer
    Bei dem Putschversuch in der Türkei sind nach Angaben des Senders NTV in der Hauptstadt Ankara 42 Menschen ums Leben gekommen. Der Sender bezog sich auf einen Staatsanwalt im Distrikt Golbasi.
  • 7/16/2016 3:24:21 AM   Mathias Peer
    Nach Behördenangaben gibt es nach wie vor Kämpfe zwischen auständischen Soldaten und Regierungstruppen. Es gebe zudem weiterhin Bombenangriffe auf das Parlament, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. 



  • 7/16/2016 3:38:47 AM   Mathias Peer
    In der Nähe des Präsidentenpalastes in Ankara ist laut dem TV-Sender NTV eine Bombe eingeschlagen. Das Geschoss sei von einem Kampfflugzeug über der türkischen Hauptstadt abgeworfen worden. Über dem Stadtteil Bestepe, in dem der Präsidentenpalast liegt, stieg dichter schwarzer Rauch auf. 
  • 7/16/2016 3:54:43 AM   Mathias Peer
    Auf Live-Bildern von der Bosporus-Brücke in Istanbul ist im türkischen Fernsehen zu sehen, wie sich aufständische Soldaten mit erhobenen Händen ergeben.


  • 7/16/2016 4:09:46 AM   Oliver Georgi
    Erdogan ruft seine Anhänger auf, die öffentlichen Plätze nicht zu verlassen, bis sich die Situation wieder normalisiert habe. In Ankara gebe es noch in geringem Ausmaß Widerstand von Putschisten, der aber hoffentlich bald niedergeschlagen sei.
  • 7/16/2016 4:10:47 AM   Oliver Georgi
    Regierungskreisen zufolge wurde Umit Dundar kommissarisch zum Stabschef des Militärs ernannt, da der Aufenthaltsort des eigentlichen Amtsinhabers unklar ist.
  • 7/16/2016 4:15:55 AM   Mathias Peer
    Türkischen Behörden korrigieren die Opferzahlen nach oben. Ihren Angaben zufolge wurden mindestens 60 Menschen getötet. Mehr als 330 Personen seien im Zusammenhang mit dem Putschversuch festgenommen worden.


  • 7/16/2016 4:44:44 AM   Oliver Georgi
    Die Putschisten wollen weiter kämpfen. Das haben sie in einer E-Mail erklärt. In ihr rufen sie die Bevölkerung auf, zu ihrer eigenen Sicherheit in Räumen zu bleiben. Die Gruppe nennt sich Bewegung für Frieden in der Heimat. Die Mail hat den Absender des Pressebüros des Generalstabs des Militärs.
     
  • 7/16/2016 4:46:38 AM   Oliver Georgi
    Nach dem Putschversuch in der Türkei sind 754 Militärangehörige festgenommen worden. Das hat das Justizministerium in Ankara mitgeteilt.
  • 7/16/2016 4:49:37 AM   Mathias Peer
    EU-Kommissionspräsident Donald Tusk äußert sich besorgt über den Putschversuch in der Türkei. „Die Lage scheint unter Kontrolle, aber die Situation ist weit von einer Stabilisierung entfernt“, sagte er am Samstag zum Abschluss des Asien-Europa-Gipfels in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. „Die Spannungen und die Herausforderungen in der Türkei können nicht mit Waffen gelöst werden“, sagte Tusk. „Ein Militärputsch hat keinen Platz in der modernen Türkei. Es sei zu früh, so wolle er nicht über die Auswirkungen spekulieren. Die Frage sei aber, „was für eine Türkei aus dieser Krise herauskommt“, sagte Tusk. Wie die Türkei damit umgehe, werde entscheidend für das Land sein und die Beziehungen zur Europäischen Union. „Unsere Hoffnung ist, die Türkei als zentralen Partner zu behalten“, sagte der EU-Kommissionspräsident.

  • 7/16/2016 5:13:13 AM   Mathias Peer
    Das Hauptquartier des Militärs ist nach Angaben eines Regierungsvertreters unter der Kontrolle von Regierungstruppen. Eine kleine Gruppe leiste aber noch Widerstand. Die Putschisten hätten noch einige Hubschrauber unter ihrer Kontrolle, aber keine Kampfjets. Fünf Generäle seien ihre Posten entzogen worden. Die Angriffe auf das türkische Parlament und den Präsidentenpalast hätten weitgehend aufgehört.

  • 7/16/2016 5:13:49 AM   Oliver Georgi
    Anhänger von Präsident Erdogan greifen einem Augenzeugen zufolge Soldaten an, die sich auf einer Brücke in Istanbul ergeben hatten. Die Polizei kommt ihnen zu Hilfe.
  • 7/16/2016 5:16:21 AM   Oliver Georgi

    Anhänger von Präsident Erdogan am Samstagmorgen in Istanbul. (Foto: AP)

  • 7/16/2016 5:25:27 AM   Oliver Georgi

    Der türkische Kulturminister Ömer Celik postet Bilder vom Parlament in Ankara, das offensichtlich stark beschädigt ist...

  • 7/16/2016 5:33:45 AM   Mathias Peer
    Laut dem türkischen Polizeichef wurden 16 Putschisten bei Zusammenstößen getötet.


  • 7/16/2016 5:37:57 AM   Oliver Georgi
    Der islamische Prediger Fethullah Gülen hat den Umsturzversuch von Teilen des türkischen Militärs verurteilt und die Anschuldigungen des mit ihm verfeindeten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen. Er habe in den vergangenen Jahrzehnten selbst mehrere Militärputsche in seinem Heimatland miterleben müssen, daher sei die Behauptung, er sei in den Staatsstreich verwickelt, "besonders beleidigend", erklärte der in den Vereinigten Staaten lebende Geistliche in der Nacht zum Samstag. "Ich weise solche Anschuldigungen kategorisch zurück", betonte Gülen. Er verurteile den Putschversuch "auf das Schärfste". Er bete dafür, dass sich die Lage in der Türkei schnell und friedlich kläre, fügte Gülen hinzu.
  • 7/16/2016 5:38:46 AM   Oliver Georgi
    Das Auswärtige Amt ruft Reisende in Istanbul und Ankara zu äußerster Vorsicht auf. Das gelte insbesondere auf öffentlichen Plätzen und für Menschenansammlungen. Bei unklarer Lage rät das AA, Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht zu verlassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
  • 7/16/2016 5:39:56 AM   Mathias Peer
    Die ganze Nacht über war unklar, wo sich der türkische Militärchef während des Putschversuchs befand. Er wurde offenbar als Geisel festgehalten. Nun berichten türkische Staatsmedien, dass er bei einem Einsatz in einer Militärbasis befreit worden ist.


  • 7/16/2016 5:58:34 AM   Oliver Georgi
    Vor der türkischen Botschaft in Berlin haben in der Nacht zum Samstag hunderte Menschen gegen den Putschversuch in der Türkei protestiert. Bis zu 2000 Demonstranten versammelten sich vor dem Gebäude im Stadtteil Tiergarten, wie die Polizei mitteilte. Die Kundgebung sei friedlich verlaufen. In Essen strömten nach den Berichten über den Putschversuch bis zu 5000 Menschen vor das türkische Generalkonsulat. Auch dort blieb die Lage nach Polizeiangaben ruhig.
  • 7/16/2016 6:01:39 AM   Oliver Georgi
    Russland hat sich angesichts des Putschversuchs in der Türkei besorgt gezeigt. „Wir sind daran interessiert, dass die Vorgänge in der Türkei so schnell wie mögliche auf legitime Weise enden und das Land zum Weg der Stabilität, Berechenbarkeit und Rechtsstaatlichkeit zurückkehrt“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Nacht zum Samstag. Einen Kontaktversuch zwischen Präsident Wladimir Putin und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe es nicht gegeben. Nun gehe es zunächst darum, die Sicherheit der russischen Bürger in der Türkei zu garantieren.
  • 7/16/2016 6:05:27 AM   Oliver Georgi


    Ein Polizist in Zivil wird von Erdogan-Anhängern umarmt, die den Rückzug der Putschisten von der Bosporus-Brücke in Istanbul feiern. (Foto: Reuters)

  • 7/16/2016 6:06:40 AM   Oliver Georgi
    EU-Kommissionspräsident Donald Tusk hat sich besorgt über den Putschversuch in der Türkei und die Konsequenzen geäußert. „Die Lage scheint unter Kontrolle, aber die Situation ist weit von einer Stabilisierung entfernt“, sagte Tusk am Samstag zum Abschluss des Asien-Europa-Gipfels (Asem) in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. „Die Spannungen und die Herausforderungen in der Türkei können nicht mit Waffen gelöst werden“, sagte Tusk.Ein Militärputsch hat keinen Platz in der modernen Türkei.

    Es sei zu früh, so wolle er nicht über die Auswirkungen spekulieren.
    Die Frage sei aber, „was für eine Türkei aus dieser Krise herauskommt“, sagte Tusk. Wie die Türkei damit umgehe, werde entscheidend für das Land sein und die Beziehungen zur Europäischen Union. „Unsere Hoffnung ist, die Türkei als zentralen Partner zu behalten“, sagte der EU-Kommissionspräsident.
  • 7/16/2016 6:07:39 AM   Oliver Georgi
    Bei einer Operation gegen Umstürzler am Hauptquartier der Gendarmerie in Ankara sind nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen 16 Putschisten getötet worden. Fast 250 Putschisten seien festgenommen worden, hieß es am Samstagmorgen aus Regierungskreisen. Das Hauptquartier der Gendarmerie sei „von Putschisten befreit“ worden.

    Der Chef des Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, sei wohlauf und an einem sicheren Ort, hieß es weiter.
    Fidan habe beim Angriff von Putschisten auf das Geheimdienst-Hauptquartier in Ankara den Befehl ausgegeben, „bis zum Ende zu kämpfen“. Auch dort sei die Lage inzwischen deeskaliert.
  • 7/16/2016 6:11:58 AM   Oliver Georgi

    Fethullah Gülen, hier auf einem Archivbild aus dem September 2013 (Foto: afp)

     "Ich weise solche Anschuldigungen kategorisch zurück"

    Der in den Vereinigten Staaten im Exil lebende
    islamische Prediger Fethullah Gülen
    zu den Vorwürfen des türkischen Präsidenten Erdogan, er sei für den Putschversuch verantwortlich. 

  • 7/16/2016 6:12:20 AM   Oliver Georgi

  • 7/16/2016 6:12:33 AM   Oliver Georgi
  • 7/16/2016 6:16:05 AM   Oliver Georgi

    Schlimme Szenen aus dem Redaktionsgebäude des Senders CNN Turk, der in der Nacht erst unter der Kontrolle von Putschisten war, später aber wieder von Regierungstruppen übernommen wurde.
  • 7/16/2016 6:17:46 AM   Oliver Georgi
    In der Türkei übernimmt nach dem Putschversuch ein neuer Militärchef kommissarisch das Kommando. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge wurde General Ümit Dündar als Militärchef ernannt. Wo sich der bisherige Chef des Generalstabs Hulusi Akar aufhielt, war unklar. In der Nacht hatte der Ministerpräsident noch gesagt, Akar habe die Kontrolle und gehöre nicht zu den Putschisten.
  • 7/16/2016 6:19:21 AM   Oliver Georgi

  • 7/16/2016 6:42:33 AM   Oliver Georgi
    Die Zahl der festgenommenen Militärangehörigen steigt auf 1563, wie ein Regierungsvertreter sagt. Die Festnahmen hätten im ganzen Land stattgefunden.
  • 7/16/2016 6:45:14 AM   Oliver Georgi
    Solidaritätsbekundungen für Erdogan allerorten: Auch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat der türkischen Regierung die Unterstützung seines Landes zugesichert. "Die Regierung und das griechische Volk verfolgen die Entwicklung in der Türkei und stehen an der Seite von Demokratie und Verfassungsordnung", schrieb Tsipras bei Twitter. Man habe den Amtskollegen des Nachbarlandes eine entsprechende Nachricht zukommen lassen, sagte Regierungssprecherin Olga Gerovasili dem staatlichen Nachrichtensender ERT: "Athen unterstützt die demokratisch gewählte Regierung der Türkei."
  • 7/16/2016 6:51:06 AM   Oliver Georgi
    Der türkische Geheimdienst wurde während des Putschversuchs in der Nacht ebenfalls angegriffen, sagt ein Vertreter des Geheimdienstes. Dabei wurden von Militärhubschraubern Schüsse abgegeben. Zudem stand der Geheimdienst unter Beschuss aus Maschinengewehren. Drei Menschen seien verletzt worden. Der Chef des Geheimdienstes, Hakan Fidan, sei an einem sicheren Ort gewesen und habe konstant Kontakt zu Präsident Erdogan und Ministerpräsident Yildirim gehalten.
  • 7/16/2016 6:51:41 AM   Oliver Georgi

  • 7/16/2016 6:54:08 AM   Oliver Georgi
    Nach dem Putschversuch in der Türkei hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon alle Beteiligten zum Gewaltverzicht aufgerufen. Er verfolge die Geschehnisse sehr genau und mit großer Sorge, sagte Ban laut Mitteilung in der Nacht zum Samstag. Ruhe, Gewaltverzicht und Zurückhaltung seien nun notwendig. "Die Gewährleistung der fundamentalen Rechte, inklusive Rede- und Versammlungsfreiheit bleiben von zentraler Bedeutung." Jegliche Einmischung des Militärs in Staatsangelegenheiten sei nicht akzeptabel, sagte Ban weiter.
  • 7/16/2016 6:55:02 AM   Oliver Georgi

    Schaulustige lassen sich in Istanbul mit den Überresten des offenbar gescheitertem Putschversuchs fotografieren. (Foto: Reuters)

  • 7/16/2016 7:26:32 AM   Oliver Georgi
    Nach einem Bericht haben sich 200 unbewaffnete Putsch-Soldaten, die sich im Hauptquartier der Streitkräfte in Ankara verschanzt hatten, ergeben. Die Soldaten hätten sich den Sicherheitskräften gestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Samstagmorgen. Zuvor hätten sie ihre Waffen niedergelegt.
  • 7/16/2016 8:45:58 AM   Tobias Rabe
    Die Fußballstars Lionel Messi und Andrés Iniesta, die im türkischen Badeort Antalya an einem Wohltätigkeitsspiel teilnehmen sollten, sind wegen des versuchten Militärputsches nicht in die Türkei gereist. Die Profis des FC Barcelona seien in Spanien geblieben, teilte der spanische Meister und Pokalsieger auf Twitter mit.
     
    Dagegen hielten der Barça-Spieler Arda Turan sowie die früheren Profis Carles Puyol, Deco und Eric Abidal sich in der Türkei auf, seien dort aber in Sicherheit. Sie hatten sich am Vorabend des Spiels zu einem Essen getroffen. Nach Informationen des Sportblatts „Marca“ war der FC Barcelona bemüht, den ehemaligen Profis die Heimreise zu ermöglichen. Das geplante Wohltätigkeitsspiel war von dem Kameruner Samuel Eto'o organisiert worden, der mehrere Jahre beim FC Barcelona unter Vertrag gestanden hatte. (dpa)
     
  • 7/16/2016 8:51:58 AM   Oliver Georgi
    Lange hat die Bundesregierung mit einer Stellungnahme zum Putschversuch in der Türkei gewartet, jetzt, da klar scheint, dass der Putsch gescheitert ist, meldet sie sich zu Wort und äußert sich besorgt. „Alle Versuche, die demokratische Grundordnung der Türkei mit Gewalt zu verändern, verurteile ich auf das Schärfste“, erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstag in Berlin. „Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, die demokratischen Institutionen der Türkei zu respektieren und die verfassungsmäßige Ordnung zu achten.“ Es gelte, weiteres Blutvergießen zu verhindern, unterstrich der Minister.

    Steinmeier bezeichnete es als „ermutigend, dass sich die im türkischen Parlament vertretenen Parteien zu den demokratischen Prinzipien bekannt haben“.
    Nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt wollte der Krisenstab der Bundesregierung am Samstagvormittag zusammenkommen, um über die Lage in der Türkei zu beraten.
  • 7/16/2016 8:55:20 AM   Oliver Georgi
    Auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich positiv über die Beruhigung der Lage in der Türkei geäußert. „Ich begrüße, dass an diesem Morgen wieder die Herrschaft des Rechts gilt“, teilte Schulz am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Blutvergießen müsse nun vollständig enden, die Gewaltenteilung gewährleistet sowie individuelle Rechte garantiert werden. „Die Stabilität des Landes ist entscheidend für die gesamte Region“, sagte Schulz weiter.
  • 7/16/2016 8:55:44 AM   Oliver Georgi

  • 7/16/2016 9:10:51 AM   Oliver Georgi
    Das russische Außenministerium sieht in der sich verschlechternden politischen Lage und in terroristischen Bedrohungen in der Türkei eine wachsende Gefahr für die internationale und regionale Stabilität. Russland bekräftige seine Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der legitimen Führung der Türkei.
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