Uni-Chat: Was soll ich studieren - VWL oder BWL

Uni-Chat: Was soll ich studieren - VWL oder BWL

  • 4/19/2016 12:59:54 PM   Uwe Marx
    Eine erste Frage aus der Redaktion - die wir uns hier schon lange stellen: Welche ist denn nun die Königin unter den Wirtschaftswissenschaften: BWL oder VWL?
  • 4/19/2016 1:00:36 PM   Professor
    • Christian Homburg
    Natürlich BWL! Aber ernsthaft: VWL und BWL sind Fächer, die sich gegenseitig ergänzen. In jedem Falle halte ich es für gut, im Rahmen eines BWL-Studiums auch ausreichend VWL-Fächer zu berücksichtigen und umgekehrt.
  • 4/19/2016 1:00:38 PM   Professor
    • Lars Feld
    Natürlich die VWL, was soll ich als Volkswirt sonst sagen? :D Ernsthaft: Die VWL greift umfassender auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu und nimmt vor allem die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt, wie auch immer gemessen, in den Blick.
  • 4/19/2016 1:03:23 PM   Uwe Marx

    Über Facebook erreicht uns die Frage: Wie soll man ohne Vitamin B mit einem BWL- bzw. VWL-Studium Arbeit finden?

  • 4/19/2016 1:04:09 PM   Professor
    • Christian Homburg
    Ihre Frage zeigt, dass Sie die Rolle von "Vitamin B" sehr stark überschätzen. Studieren Sie an einer guten Universität, studieren Sie mit internationalem Fokus und reichern Sie Ihr Studium hinreichend mit Praktika an. Haben Sie darüber hinaus vernünftige Noten, wird es für Sie kein Problem sein mit einem BWL-Studium Arbeit zu finden.
  • 4/19/2016 1:04:55 PM   Professor
    • Lars Feld
    Fürs VWL-Studium gilt: Indem man gut ist und hart arbeitet. Das kann man
    potentiellen Arbeitgebern natürlich signalisieren, z.
    B. durch Praktika, Auslandserfahrung
    (Teilnahme an einem Erasmus-Programm), besondere Studieninhalte (Sprachen,
    interdisziplinäre Angebote usw.
    ) fachfremde Weiterbildungen oder ehrenamtliches
    Engagement.

  • 4/19/2016 1:06:13 PM   Uwe Marx
    Wiederum aus Facebook: Es gibt an fast jeder Universität BWL und VWL. Damit gibt es eine Vielzahl an Absolventen. Was ist der beste Plan im Studium um im Anschluss einen guten Job zu bekommen? Schnell fertig werden? Viele Praktika? Gute Noten? Vertiefungen?
  • 4/19/2016 1:06:56 PM   Professor
    • Lars Feld
    Gute Noten, Praktika, besondere Studieninhalte sind wichtig.

  • 4/19/2016 1:07:15 PM   Professor
    • Christian Homburg
    Ich würde darauf Wert legen, zügig zu studieren, aber nicht schnellstmöglich fertig zu werden. Des Weiteren würde ich anstreben, an einer guten Universität zu studieren, viele gute Praktika zu absolvieren und ordentliche Noten (nicht immer unbedingt sehr gute!) zu haben. Darüber hinaus würde ich versuchen, mindestens ein Semester an einer ausländischen Universität zu studieren. Die Auswahl der Vertiefungen ist sehr wichtig. Hier sollte man unbedingt auf die Passung zu Ihrer Person Wert legen.
  • 4/19/2016 1:08:21 PM   Uwe Marx
    Wer langfristig eine Führungsposition in einem Unternehmen anstrebt, sollte wohl eher BWL studieren, wer vielleicht eher aus Interesse an Wirtschaft und Politik darüber nachdenkt, eines dieser beiden Fächer zu studieren, wählt sicher lieber VWL. Stimmen Sie dem zu?

  • 4/19/2016 1:08:56 PM   Professor
    • Lars Feld
    Ob man in eine Führungsposition kommt, hängt von so
    vielen Faktoren ab, dass die Frage, welches Wirtschaftsstudium man genau
    gewählt hat, in den Hintergrund tritt.
    Aber natürlich spielt die Universität, also der Studienort, nicht zuletzt aufgrund von Netzwerkeffekten durchaus eine
    Rolle.
  • 4/19/2016 1:09:04 PM   Professor
    • Christian Homburg
    Ja.
  • 4/19/2016 1:10:19 PM   Professor
    • Christian Homburg



    Es ist schön zu erfahren, was ich für das BWL- und VWL-Studium brauche. Dennoch interessiert mich vor allem: Was mache ich später im Beruf? Wie kann es aussehen und wie kann man sich weiterbilden?Molleam 14:41

    Mit Betriebswirtschaftslehre haben Sie ein extrem breites Spektrum an Optionen.
    Wenn Sie sich beispielsweise auf Marketing und Vertrieb spezialisieren, so können Sie mit einer Funktion im Marketing starten (z.B. Produktmanagement, Brandmanagement, Preispolitik) oder im Vertrieb (z.B. im Vertriebsaußendienst, Key Account Management). Im Finance-Bereich stehen natürlich ganz andere Optionen im Vordergrund, z.B. im Bereich Finanzen, Treasuring usw.. Weitere mögliche Schwerpunkte sind Personalwesen sowie der Bereich Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung. Die Optionen sind also entsprechend Ihrer Vertiefungsrichtung extrem weit. Weiterbildungsmöglichkeiten existieren z.B. durch das Absolvieren eines MBA-Studiengangs (ca. 3-5 Jahre nach dem Studienabschluss) oder eines "Executive MBA"-Studiengangs (ca. 8-10 Jahre nach dem Studienabschluss).
  • 4/19/2016 1:10:52 PM   Professor
    • Lars Feld

    Welche Universitäten sind die besten für BWL und VWL?Lukasam 15:01

    Für VWL: Mannheim, München, Bonn, Frankfurt, Köln, Heidelberg in Deutschland, die Uni Zürich und die Uni St. Gallen in der Schweiz sowie die Uni Wien in Österreich. Aber es gibt je nach Spezialisierung sehr gute kleinere Unis, wie z.B. die Uni Innsbruck, die Uni Dresden oder die Uni  Freiburg.
  • 4/19/2016 1:13:16 PM   Professor
    • Christian Homburg


    Welche Universitäten sind die besten für BWL und VWL?Lukasam 15:01

    Für BWL würde ich an 1.
    Stelle die Universität Mannheim nennen.  Darüber hinaus sind Universitäten wie Köln, Münster und Frankfurt sicherlich gute Adressen. Schließlich würde ich auch die WHU als private Hochschule als sehr attraktiv einschätzen.

  • 4/19/2016 1:14:03 PM   Professor
    • Lars Feld


    An Herrn Feld: In der Öffentlichkeit dominieren Keynesianer wie Krugman, Stiglitz und Piketty den Diskurs. Ist das in der akademischen Welt auch so?Lukasam 15:07

    In der akademischen Welt ist das anders. Der Zeitgeist in der Politik schwemmt zurzeit vor allem Keynesianer in die öffentliche Wahrnehmung. Im akademischen Bereich lassen sich viele Ökonomen gar nicht zuordnen. Dies gilt insbesondere für Mikroökonomen und Verhaltensökonomen. Der Mainstream in der Makroökonomik ist zur Zeit die neokeynesianische Denkrichtung. Aber das lässt eine riesige Bandbreite zu, von John Taylor in Stanford, der eine Regelbindung der Geldpolitik will, bis zu Paul Krugman, dem die heutige Liquiditätsschwemme nicht genug ist. In Deutschland dürften Volker Wieland und Marcel Fratzscher sich in einem ähnlichen  Spektrum befinden.
  • 4/19/2016 1:16:52 PM   Professor
    • Lars Feld

    Hallo, wird im VWL Studium auch globale Ökonomie behandelt? Und auf welche Aspekte der Ökonomie wird der Fokus gesetzt? Ist es zum Beispiel möglich sich auf Keynes Theorie zu spezialisieren?Tabea M.am 15:09

    Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, der
    Globalisierung, aber auch internationaler Finanz- und Kapitalmärkte stehen im Zentrum des VWL-Studiums.
    Man kann sich rein auf Keynes konzentrieren, kommt damit aber nicht weit. Keynes und die heutige neokeynesianische Denkrichtung sind wesentlich für die heutige Makroökonomie. Aber man muss dabei schon mehr kennen als nur Keynes, um Prüfungen in Makroökonomie zu bestehen.
  • 4/19/2016 1:17:51 PM   Professor
    • Lars Feld


    Ist VWL eine gute Voraussetzung für den politischen Journalismus?Annaam 15:13

    Ich finde schon. Allerdings werden viele Wirtschaftsabsolventen die heutigen Gehälter im Wirtschaftsjournalismus zu mickrig finden.
  • 4/19/2016 1:19:08 PM   Professor
    • Lars Feld


    Wie beurteilen Sie einen Auslandsaufenthalt vor dem Beginn des Studiums zur Vertiefung seiner Englisch-Kenntnisse?AMG Bensbergam 15:13

    Wenn man weiß, was man studieren will, dann hilft ein Kurzaufenthalt für ein Sprachenstudium schon. Aber ich würde deshalb den Studienbeginn nicht verschieben. Man kann zudem Wirtschaftsenglisch an vielen Universitäten zusätzlich belegen.
  • 4/19/2016 1:22:40 PM   Uwe Marx
    Aus Facebook erreicht uns diese Frage: Man hört sehr viele unterschiedliche Meinungen, was besser ist: FH oder Uni? Wie sehen Sie das?
  • 4/19/2016 1:22:51 PM   Professor
    • Lars Feld
    Uni natürlich. Aber es hängt letztlich von den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten ab. Die FH ist immer noch verschulter, liefert mehr Struktur und ist in vielen Fächern anwendungsorientierter.

  • 4/19/2016 1:23:20 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Gibt es irgendwelche großen Unterschiede zwischen den beruflichen Laufbahnen von VWLern und BWLern?Florian Fuchsam 15:08
    Ja. Die beiden Fachrichtungen legen in der Regel deutlich unterschiedliche Laufbahnen fest. Bei BWLern ist in aller Regel eine Laufbahn in einem Unternehmen der normale Weg. Volkswirte sind dagegen sehr viel stärker in öffentlichen Institutionen tätig.
  • 4/19/2016 1:24:30 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Man hört oft, dass das BWL-Studium sehr "überlaufen" ist und dass viele, die nicht wissen, was sie machen sollen, BWL studieren. Ist dem wirklich so? Und wenn ja wie sind die Perspektiven nach dem Studium?Nickam 15:08

    Der Eindruck, den Sie beschreiben, ist aus meiner Sicht nicht von der Hand zu weisen. Man begegnet in der Tat in der BWL recht häufig Studenten, die ihr wahres Studieninteresse noch nicht gefunden haben.  Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Die Begeisterung
    für ein Studienfach kann sich auch während des Studiums einstellen. In jedem Fall würde ich mich, falls Sie ein ernsthaftes Interesse an BWL haben, hiervon nicht abschrecken lassen.

  • 4/19/2016 1:24:42 PM   Professor
    • Lars Feld


    muss man sich eigentlich zwischen BWL und VWL entscheiden? Zum beispiel in Friedrichshafen (sehr gut im CHE ranking) gibt es ein Studiengang Wirtschaftswissenschaften mit bwl und Vwl Inhaltenfelixam 15:18

    Tatsächlich gibt es integrierte wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Aber letztlich erfolgt die Entscheidung dort über die gewählte Vertiefung, die dann eher im BWL- oder VWL-Bereich liegt.
  • 4/19/2016 2:07:41 PM   Professor
    • Lars Feld

    Im aktuellen Handelsblatt-Ranking schneidet im Bereich VWL die Humboldt-Universität in Berlin hinsichtlich der Forschungsleistung pro Professur am besten ab - zumindest innerhalb Deutschlands. Wie wichtig ist wohl die Forschungsleistung hinsichtlich der Studienempfehlung? Immerhin wurde die HU Berlin bisher nicht als besonders empfehlenswert genannt - obwohl sie aktuell anscheinend die beste akademische Leistung erbringt.Francescoam 15:56


    Ich halte mich bei meiner Einschätzung nicht an das aktuelle Handelsblatt- oder das CHE-Ranking. In meine Einschätzung fließen unterschiedliche Rankings im Zeitablauf ein (nicht zuletzt die Einschätzung von Personalabteilungen), ich habe im Kopf, wer wirklich zur Fakultät gehört und gewichte diejenigen niedriger, die kaum in der Lehre engagiert sind, z.B. die Präsidenten von Forschungsinstituten, und ich habe eine gewisse Erfahrung mit den VWL-Absolventen bestimmter Universitäten. So ergibt sich für mich eine längerfristig abgestützte Einschätzung. Sie bleibt subjektiv.

  • 4/19/2016 2:08:22 PM   Professor
    • Christian Homburg
    Zur Frage: Muss man sich eigentlich zwischen BWL und VWL entscheiden? Zum Beispiel in Friedrichshafen (sehr gut im CHE Ranking) gibt es ein Studiengang Wirtschaftswissenschaften mit BWL und VWL-Inhalten.

    Es gibt an einer Reihe von Universitäten derartige integrierte Studiengänge. Ich persönliche würde es für besser halten, vor Beginn des Studiums bereits eine klare Orientierung Richtung BWL oder VWL zu entwickeln. Wenn man sich hierzu nicht in der Lage sieht, können solche integrierten Studiengänge durchaus sinnvoll sein.
  • 4/19/2016 2:11:27 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Herr Professor Homburg: Im Uniratgeber "Kommen Sie zu uns" empfehlen Sie, die Studienortwahl von der Spezialisierung abhängig zu machen. Als Studienanfänger weiß man dies meist noch wenig über die verschiedenen Vertiefungsfächer. Welchen Tipp haben Sie, um sich hierbei frühzeitig einen Eindruck bilden zu können, um keine Fehlentscheidung zu treffen?Lilianam 15:46



    Das Internet bietet hier hervorragende Informationsmöglichkeiten.

    Wichtig ist insbesondere, dass man sich eine Universität aussucht, wo die gewünschte Spezialisierungsrichtung durch eine Anzahl von Lehrstühlen und nicht durch einen einzigen Lehrstuhl vertreten wird.

    Was die Auswahl eines Vertiefungsfaches angeht, so hängt diese von den persönlichen Neigungen ab. Im Bereich Marketing und Vertrieb sollte man neben analytischer Kompetenz, Kreativität, Teamfähigkeit auch Freude am Umgang mit Menschen mit sich bringen. Im Bereich Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung ist eine hohe Affinität zu Zahlen sicherlich erforderlich.
  • 4/19/2016 2:11:34 PM   Professor
    • Lars Feld

    Herr Feld, sehen sie umfangreichere Interdisziplinärität während des Grundstudiums generell kritisch oder kann sie je nach Kombination (z.B. Mathematik) auch schon vor dem Master sinnvoll sein?Maxam 15:43


    Ich sehe Interdisziplinarität im Bachelor generell kritisch. Nach meiner Erfahrung - und ich habe selbst relativ viel interdisziplinäre Erfahrung in Forschung (inkl. Forschungsanträge) und Lehre gesammelt - funktioniert Interdisziplinarität nur dann einigermaßen, wenn man sein eigenes Fach gut kennt. In der kritischen Auseinandersetzungen mit dem Kenntnisstand des eigenen Fachs gedeihen die besten interdsiziplinären Forschungsideen.



  • 4/19/2016 2:13:10 PM   Professor
    • Lars Feld

    Wie bewerten sie die Universität in St.Gallen?Mariusam 15:59

    Welche Frage: Ich habe dort promoviert und habilitiert.
    Ich finde, sie gehört zu den besten im deutschsprachigen Raum.
  • 4/19/2016 2:13:26 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Guten Tag Herr Homburg,
    würden Sie für eine Karriere im Investment Banking/ Asset Management ein duales Studium mit Schwerpunkt Bank bei einer deutschen Großbank in Frankfurt oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an einer Uni z.B. Frankfurt empfehlen?
    (Die Frage ist sehr konkret, da ich mich für eines von beiden entscheiden muss.)
    Ein Master (of Finance) wird meinerseits angestrebt.Marcam 15:49

    Ich empfehle Ihnen ein Studium an der Universität Frankfurt.
  • 4/19/2016 2:14:10 PM   Professor
    • Lars Feld

    Was halten Sie von einer frühzeitigen Spezialisierung im Studium?David O. (AMG Bensberg)am 15:49
    Frühzeitig muss sie nicht sein. Aber man muss aufpassen: In einem integrierten wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang findet die Spezialisierung in Richtung BWL oder VWL zuweilen schon im dritten Bachelor-Semester statt. Ein Student, der VWL studiert, hatte diese Spezialisierung schon ein Jahr früher.
  • 4/19/2016 2:22:44 PM   Professor
    • Lars Feld


    Sehr geehrter Herr Feld, Sie sprachen vorher davon, als VWL-Absolvent könne man auch im öffentlichen Dienst arbeiten. Was konkret fällt darunter? Wirtschaftsministerien?Tomam 16:11


    Darunter fallen Ministerien des Bundes und der Länder, kommunale Verwaltungen, die Bundesbank, die Europäische Zentralbank, die Europäische Kommission, Regulierungsinstitutionen (Bundesnetzagentur, Kartellamt usw.) der Internationale Währungsfonds, die Weltbank, andere internationale Organisationen, Universitäten und Forschungsinstitute, Förderbanken, aber im Grunde auch kommunale und gemeinnützige Unternehmen. Letztere gehören zwar zur "Wirtschaft", sind aber häufig so nahe am öffentlichen Dienst, dass man sie ruhig hinzunehmen darf. Krankenhäuser können z.B. als gGmbH organisiert sein.

    Die gesamten Abläufe sind aber nicht selten noch immer sehr vom öffentlichen Dienst geprägt.

  • 4/19/2016 2:23:16 PM   Professor
    • Christian Homburg

    An Herrn Homburg bezüglich Wirtschaftsmathematik: Ist das Studium machbar, wenn man in der Schule in Mathematik keine Probleme hatte?Nilsam 15:52

    Wer im Mathematik-Leistungskurs in der Schule keine Probleme hatte, sollte ein Studium der Wirtschaftsmathematik hinbekommen.
  • 4/19/2016 2:23:42 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Welche Voraussetzungen sollte man im Fach BWL für eine Promotion mitbringen? Und wie funktioniert eine solche Promotion überhaupt?David L.(AMG-Bensberg)am 15:54

    Inwieweit man die für eine Promotion erforderliche wissenschaftliche Begabung mit sich bringt, kann selbstverständlich erst im Studium sichtbar werden. Generelle Anforderungen sind Durchhaltevermögen, analytische Fähigkeiten und Kreativität.

    Grundsätzlich lassen sich zwei Promotionsmodelle unterscheiden. Bei der Promotion an einem Lehrstuhl einigt man sich mit einem Professor auf ein Dissertationsthema und führt dann regelmäßige Gespräche zum Fortgang der Arbeit. Beim zweiten Promotionsmodell, der Promotion im Rahmen einer Graduate School, besucht man zunächst eine Reihe von Doktorandenkursen.

    Die Anbindung an einen Lehrstuhlinhaber ist hier zunächst weniger ausgeprägt. Grundsätzlich findet in beiden Fällen ein zunehmender Anteil der Dissertationen kumulativ statt. D.h. man strebt schon während der Dissertationszeit (internationale) Publikationen an.

  • 4/19/2016 2:24:03 PM   Professor
    • Lars Feld

    An der Harvard Uni, gehört das Werk "Das Kapital" von Karl Marx zu den am 10 meist gelesen Büchern.Wird die Ideengeschichte (auch Österreichische Schule, Ordoliberalismus etc) der Ökonomie zu sehr vernachlässigt, gerade in Zeiten wo vermeidlich alles alternativlos ist?Interessierteram 16:11


    Ich vernachlässige die Ideengeschichte in meinen Veranstaltungen nicht. :D

  • 4/19/2016 2:24:46 PM   Professor
    • Lars Feld

    Sollten Ihrer Ansicht nach schon vor dem Studium, sprich in der Oberstufe, volkswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt werden? In manchen Fachbüchern wird bemängelt, dass Berufspolitiker über unzureichende makroökonomischen Kenntnisse verfügen. Daher wäre es doch sinnig, wenn eine Schulung der Grundlagen für "jedermann" stattfindet, zur Unterstützung der Bewertung von Regierungen und der politischen Meinungsbildung.Marcam 16:19


    Unbedingt. In Baden-Württemberg geht man ernsthaft in die Richtung einer besseren Vermittlung von Wirtschaftswissen in der Oberstufe.



  • 4/19/2016 2:25:31 PM   Professor
    • Lars Feld


    An Herr Feld: Können sich die renommierten deutschen VWL-Fakultäten Ihrer Meinung nach mit den amerikanischen beziehungsweise britischen Top-Unis messen?Maxam 16:19
    Mittlerweile durchaus. In manchen Spezialisierungen, wie etwa der Finanzwissenschaft (notabene: öffentliche Finanzen) und der experimentellen Wirtschaftsforschung, gehören deutschsprachige Ökonomen zu den führenden weltweit.

  • 4/19/2016 2:25:43 PM   Professor
    • Christian Homburg

    BWL oder International Business?Laraam 15:59

    Ich würde generell empfehlen das Studienfach nicht zu speziell auszuwählen, d.h. also eher BWL zu studieren als einen speziellen Studiengang. Im Übrigen: BWL ist heute international.
  • 4/19/2016 2:26:49 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Was halten Sie von der Uni in Maastricht (vor allem auf International Business bezogen)? Es handelt sich ja noch um eine relativ "neue" Uni...Laraam 15:59



    Die Universität in Maastricht im Allgemeinen sowie der von Ihnen angesprochene Masterstudiengang im Speziellen bieten ein gutes Ausbildungsniveau.

  • 4/19/2016 2:31:29 PM   Professor
    • Lars Feld

    Ist ein Studium trotz eher mittelmäßiger Englischfähigkeiten, aber sehr guten in den meisten weiteren Fächern, darunter Mathematik, Deutsch oder Wirtschaft dennoch empfehlenswert.Maxam 16:19


    Man kann seine Englischkenntnisse während eines Wirtschaftsstudiums sozusagen unterwegs verbessern, ggf. eine Summerschool in England besuchen.

    Englischkenntnisse sind somit keine zwingende Voraussetzung für ein erfolgreiches Wirtschaftsstudium. Wenn man aber in Mathematik total schlecht ist, dann dürfte es schwieriger sein.
  • 4/19/2016 2:33:19 PM   Uwe Marx
    Wir kommen jetzt zu den letzten Fragen und Antworten.
  • 4/19/2016 2:34:12 PM   Professor
    • Christian Homburg

    Finden Sie es sinnvoll, ein Urlaubssemester für ein längeres (ca. 6 monatiges) Praktikum zu nehmen? Und würden Sie ein sog. Gap Year zwischen Bachelor und Master für Praktika empfehlen?Claraam 16:11



    Zum ersten Teil der Frage: Wenn es sich um ein sehr interessantes Praktikum handelt und möglicherweise hiermit ein späterer Berufseinstieg verbunden sein kann, so kann dies durchaus sinnvoll sein.

    Den zweiten Teil der Frage würde ich in Abhängigkeit von den bisherigen Praktika beantworten. Wenn man im Rahmen des Bachelorstudiengangs relativ überschaubare Praxiserfahrung gesammelt hat, so kann ein solches Gap Year durchaus sinnvoll sein.
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