Wahl-Splitter

Wahl-Splitter


  • 11/9/2016 2:16:46 PM   Sebastian Reuter
    Nach dem Sieg von Donald Trump hat die mexikanische Regierung ihre Partnerschaft mit dem Nachbarland unterstrichen. „Mexiko und die USA sind Freunde, Partner und Verbündete, die weiterhin zusammenarbeiten sollten für die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung von Nordamerika“, schrieb der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto am Mittwoch auf Twitter. „Ich vertraue darauf, dass Mexiko und die USA ihre Beziehungen in Kooperation und gegenseitigem Respekt weiter ausbauen.“
     
    Trump hatte im Wahlkampf Mexikaner als Verbrecher bezeichnet und für den Fall eines Wahlsiegs den Bau einer Grenzmauer angekündigt. Zudem will der Immobilienunternehmer das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln. „Unsere Beziehung zu den USA endet nicht mit dem Triumph von Donald Trump“, sagte Außenministerin Claudia Ruiz Massieu im Fernsehsender Televisa. Die Verteidigung des Freihandels sei nun die Priorität Mexikos.
     
  • 11/9/2016 2:44:29 PM   Anna-Lena Ripperger
     Die "Simpsons" waren ihrer Zeit voraus: Sie warnten schon vor 16 Jahren vor Trump:
     
     Mehr dazu können Sie auch auf FAZ.NET lesen:
     

    Kultserie: „Die Simpsons“ warnten vor 16 Jahren vor Trump als Präsident

    FAZ.NET„Die Simpsons“ sind ihrer Zeit manchmal voraus. Und es kommt vor, dass die Macher der Trickserie dann von der Wirklichkeit eingeholt werden. Etwa im Fall von Donald Trump.
     
     
  • 11/9/2016 2:44:29 PM   Anna-Lena Ripperger
    In Melania Trumps slowenischer Heimatstadt Sevnica hat die Wahl ihres Mannes zum amerikanischen Präsidenten am Mittwoch spontan Freude ausgelöst. Seit Tagesanbruch seien Menschen in die Stadt gekommen und hätten sich kurz versammelt, um ihr Glück zu bekunden, sagte der Bürgermeister Sevnicas, Srecko Ocvirk, dem Sender RTV Slovenia.
     
    Die Heimatstadt von Melania Trump, die slowenische Stadt Sevnica (Quelle: AP)
     
    Dass nun bald eine First Lady der USA zu den Töchtern und Söhnen des Ortes zählt, hat in der rund 60 Kilometer östlich der Hauptstadt Ljubljana gelegenen Stadt auch wirtschaftliche Hoffnungen geweckt. „Das bringt Sevnica auf die Weltkarte, macht es sichtbar unter den mitteleuropäischen Städten“, sagte Ocvirk. Dies könne helfen, die
    Region, die vor allem Natursportarten wie Angeln und Radfahren punktet, als Reiseziel zu vermarkten (dpa).
     
    Mehr über Melania Trump im FAZ.NET-Porträt von Majid Sattar.
     
  • 11/9/2016 2:44:29 PM   Anna-Lena Ripperger
    Die Rating-Agentur Fitch sieht kurzfristig keine Folgen für die Top-Bonitätsnote der Vereinigten Staaten. Sollte Trump seine Wahlversprechen aber umsetzen, werde die Bewertung mittelfristig negativer ausfallen. (Reuters)
     
    Was der Sieg Trumps für die Finanzmärkte bedeutet, erklärt Martin Hock auf FAZ.NET. Die Grafik des Tages zeigt, welche Rolle Importe für die amerikanische Wirtschaft spielen:
    (Quelle: FAZ.NET)
     
  • 11/9/2016 2:44:29 PM   Anna-Lena Ripperger
    Die EU-Außenminister beraten am Sonntagabend in Brüssel über die Folgen des Trump-Wahlsieges. Die Minister würden schon am Vorabend ihres regulären Treffens anreisen, um bei einem Abendessen die neue Lage zu erörtern, erklärten Diplomaten. (Reuters)
     
     "Ich will nichts schön reden. Nichts wird einfacher, vieles wird schwieriger" - wie Außenminister Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel auf den Sieg des Republikaners reagierten, können Sie hier lesen.
  • 11/9/2016 3:31:02 PM   Anna-Lena Ripperger
    Der amerikanische Präsident Barack Obama will sich um 18.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit zum Wahlausgang in den Vereinigten Staaten äußern.
  • 11/9/2016 3:32:06 PM   Anna-Lena Ripperger
    Auf Twitter gibt es nach dem Wahlsieg Trumps Rückblicke auf die amerikanische Geschichte ...
     
    ... und Zukunftsprognosen für die Zeit nach dem 9. November 2016: 
  • 11/9/2016 3:45:48 PM   Sebastian Reuter
    Hillary Clinton lässt noch ein wenig auf sich warten. Eigentlich sollte sie seit 15 Minuten eine Rede halten, bislang ist auf den TV-Schirmen aber nur ein Hintereingang und viele Security-Menschen zu sehen.
  • 11/9/2016 3:53:25 PM   Sebastian Reuter
    Zumindest ist nun schon einmal in den Raum geschaltet worden, wo Clinton gleich an einem Rednerpult vor zahlreichen Amerika-Flaggen ihr Statement abgeben wird. Falls sich die gescheiterte Kandidatin nicht allmählich ranhält, kollidiert ihre Rede mit dem Statement von Präsident Obama, der für 18.15 Uhr sein Statement angekündigt hat.
     
    Da die Rede von Clinton erst kurzfristig anberaumt wurde, sind ihre Mitarbeiter derzeit noch dabei, Ton und Technik zu checken und auch die Sicherheit im Hotel zu überprüfen.
  • 11/9/2016 3:59:32 PM   Sebastian Reuter
    Clinton selbst ist zumindest schon einmal auf dem Weg zu dem Hotel, in dem ihr Rednerpult steht. Sie kämpfe sich derzeit durch den New Yorker Stadtverkehr, heißt es.
  • 11/9/2016 4:12:39 PM   Sebastian Reuter
    Dass Clinton ihre Rede hält, scheint sich schwieriger zu gestalten, als zunächst angenommen. Eigentlich für 16.30 Uhr angesetzt, lässt die Demokratin nun schon seit fast 45 Minuten auf sich warten.
  • 11/9/2016 4:15:54 PM   Sebastian Reuter
    Und solange Clinton nichts sagt, hier noch eine kleine Meldung über den Halbbruder von Barack Obama: Der Kenianer Malik Obama hat am Mittwoch keinen Hehl aus seiner Freude über den Wahlsieg von Donald Trump gemacht. Der 58 Jahre alte Mann gratulierte Trump und nannte Clinton "betrügerisch" - so, wie es Trump schon während des Wahlkampfs getan hatte.
     
    Malik Obama hat sich wiederholt gegen seinen berühmten Bruder gewandt. Er wirft ihm Unehrlichkeit und die Vernachlässigung seiner kenianischen Verwandtschaft vor - gleichzeitig soll er Medienberichten zufolge tausende Dollar aus dem Verkauf von Briefen des jungen Barack Obama eingenommen haben. Malik, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat und seit 1985 an den Wahlen in den Staaten teilnimmt, hatte sich spät, aber dafür umso lauter als Trump-Fan bekannt. Er ahmte auch den Twitter-Stil seines Idols nach, der von Großbuchstaben, Rechtschreibfehlern und Beleidigungen geprägt ist, und zeigte sich auf seinem Profilfoto mit einer roten Trump-Wahlkampfmütze. In seiner Bewunderung für Trump ging er so weit, den weißen Immmobilienmilliardär sogar als "Wiedergeburt" des legendären Schwarzen-Aktivisten Malcolm X zu bezeichnen (AFP).
  • 11/9/2016 4:29:17 PM   Sebastian Reuter
    Unterdessen hat auch der Präsident des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, ein Statement abgegeben. Trump werde, so Ryan, eine eigene republikanische Regierung führen. Er habe eine Stimme im Land vernommen, die "niemand sonst gehört hat".
  • 11/9/2016 4:36:45 PM   Sebastian Reuter
    Nun hat zumindest erst mal Clintons Vizepräsident-Kandidat Tim Kaine die Bühne betreten. Er sei stolz auf Hillary Clinton, sie habe in ihrer Zeit als First Lady, Senatorin und Außenministerin Geschichte geschrieben. Auch bei der Wahl gegen Donald Trump habe Clinton "die Stimmen der Mehrheit des Volkes auf sich vereint"
  • 11/9/2016 4:39:16 PM   Sebastian Reuter
    Kaine: "Ich bin stolz auf Hillary, weil sie dieses Land liebt. Es gibt keinen Zweifel daran, dass sie das Wahlergebnis akzeptiert."
  • 11/9/2016 4:41:29 PM   Sebastian Reuter
    "Wir wissen, dass die Arbeit noch weiter zu erledigen ist." Mit diesen Worten verabschiedet sich Kaine und Hillary Clinton betritt unter riesigem Jubel die Bühne.
  • 11/9/2016 4:42:57 PM   Sebastian Reuter
    Clinton bedankt sich zunächst einmal für den Applaus, der einfach nicht abreißen will. Dann beginnt sie: "Ich liebe sie alle. Gestern Abend habe ich Donald Trump meine Glückwünsche ausgesprochen. Ich hoffe, dass er ein erfolgreicher Präsident sein wird - zum Wohle dieses Landes."
  • 11/9/2016 4:43:27 PM   Sebastian Reuter
    "Ich empfinde Stolz und Dankbarkeit für diesen Wahlkampf, den wir voller Energie veranstaltet haben"
  • 11/9/2016 4:44:15 PM   Sebastian Reuter
    "Ich weiß, wie enttäuscht sie sind. Auch ich bin enttäuscht. Und Millionen von Amerikanern sind ebenfalls enttäuscht. Doch erinnern Sie sich: Bei unserem Wahlkampf ging es immer nur um das Land, das wir lieben. Nicht um eine einzelne Person."
  • 11/9/2016 4:45:20 PM   Sebastian Reuter
    Clinton sagt, sie liebe Amerika und deswegen müsse sie und auch ihre Wähler das Wahlergebnis respektieren und auch Donald Trump als ihren künftigen Präsidenten akzeptieren. Ganz Amerika müsse künftig wieder für die Werte eintreten, welche das Land zum größten Land der Welt gemacht haben.
  • 11/9/2016 4:47:49 PM   Sebastian Reuter
    Clintons Wortbeiträge werden immer wieder von tosendem Applaus unterbrochen. Die Demokratin spricht mit fester Stimme, immer wieder lächelt sie. "Jetzt haben wir als Bürger die Aufgabe, unseren Teil dazu beizutragen, ein stärkeres, größeres und faireres Amerika aufzubauen. So, wie wir es uns wünschen" Zudem richtet sie ein paar dankende Worte an Barack und Michelle Obama. Amerika verdanke ihnen sehr viel.
  • 11/9/2016 4:49:43 PM   Sebastian Reuter
    Clinton richtet nun einige Worte an ihre Mitarbeiter und Unterstützer: "Ihr habt euer Herz für diesen Wahlkampf gegeben. Ich möchte, dass Sie alle wissen, dass Sie den besten Wahlkampf geführt haben, den man sich denken kann."
  • 11/9/2016 4:54:33 PM   Sebastian Reuter
    Zum Schluss spricht Clinton noch die "Millionen Frauen, gerade die jungen Frauen in ganz Amerika" an und ermutigt sie, sich politisch zu engagieren, damit "die gläserne Decke", einer Präsidentin an der Spitze des Landes, schon bald durchstoßen wird. Sie schließt ihre Rede mit den Worten: "Gott schütze Amerika"
  • 11/9/2016 4:56:41 PM   Sebastian Reuter
    Am Ende ihrer Rede verlässt Hillary Clinton die Bühne und geht auf einige ihrer engsten Vertrauten zu, um sich noch einmal persönlich bei ihnen zu bedanken. Es lässt sich festhalten, dass Clinton sich in ihrer Rede nicht als schlechte Verliererin präsentiert hat - und dem künftigen Präsidenten Trump fair gratuliert und ihm sogar eine Zusammenarbeit angeboten hat.
  • 11/9/2016 4:57:43 PM   Sebastian Reuter
    Eine ausführliche Zusammenfassung der Rede von Hillary Clinton finden Sie in Kürze auf FAZ.NET. In diesem Liveticker geht es dann in Kürze weiter - wenn Präsident Barack Obama vor die Kameras tritt und sein Statement zum Wahlausgang abgibt.
  • 11/9/2016 5:17:05 PM   Sebastian Reuter
    Auch die weltweit wichtigsten Sportfunktionäre sind an einer guten Zusammenarbeit mit dem künftigen Präsidenten interessiert. Am Mittwochnachmittag gratulierte daher auch IOC-Präsident Thomas Bach Donald Trump artig zum Wahlsieg. Er wünsche dem Republikaner alles Gute für seine Amtszeit, teilte das Internationale Olympische Komitee mit.
  • 11/9/2016 5:21:49 PM   Sebastian Reuter
    Nun tritt Präsident Barack Obama vor dem Weißen Haus vor die wartenden Journalisten: "Jeder hatte eine lange Nacht, ich auch. Um drei Uhr morgens konnte ich Donald Trump zum Wahlsieg gratulieren und ihn für Morgen ins Weiße Haus einladen."
  • 11/9/2016 5:22:36 PM   Sebastian Reuter
    Obama: "Jeder weiß, dass Trump und ich uns sehr voneinander unterscheiden. Aber das war vor acht Jahren mit George Bush genauso."
  • 11/9/2016 5:23:39 PM   Sebastian Reuter
    Für Obama ist es wichtig, dass der künftige Präsident sein Amt reibungslos übernehmen könnte. Alle Bürger und Politiker würden eine funktionierende Führung des Landes erwarten. Daher habe er den Übergang bereits eingeleitet.
  • 11/9/2016 5:24:40 PM   Sebastian Reuter
    Obama: "Wir müssen alle gemeinsam arbeiten. Wir sind in erster Linie nicht Republikaner und Demokraten - sondern Amerikaner."
  • 11/9/2016 5:25:42 PM   Sebastian Reuter
    Der Präsident stimme Trump in den wichtigsten Punkten seiner Rede zu, dass es das wichtigste sei, das Land zu einen und die Werte, die Amerika stark gemacht haben, respektiert würden.
  • 11/9/2016 5:31:16 PM   Sebastian Reuter
    Obama gibt sich in seiner Rede ganz präsidentiell und sagt, dass es das oberste Gebot von Politikern sei, für ihre Ziele einzustehen, den Wählern zu dienen – und die Wahlergebnisse zu akzeptieren. Er werde alles in seiner Macht stehende versuchen, dass auch der künftige Präsident der Vereinigten Staaten erfolgreich sein wird. Damit endet die kurze Rede des Präsidenten.
  • 11/9/2016 5:37:05 PM   Sebastian Reuter
    Lesen Sie hier, was Hillary Clinton in ihrer emotionalen Rede zu ihren Anhängern gesagt hat:
     
  • 11/9/2016 5:43:19 PM   Sebastian Reuter
    Bei seiner ansonsten ernsten und präsidialen Rede vor dem Weißen Haus sorgte Barack Obama auch für einen Moment der Heiterkeit: Als er über den Sinn und Unsinn von Wahlniederlagen spricht, sagt der Präsident, der seine beiden Wahlen vor vier und acht Jahren gewonnen hat: "Jeder kennt Niederlagen. Auch ich weiß, wie es ist eine Wahl zu verlieren. Scherz..."
     
    Barack Obama am Mittwoch vor dem Weißen Haus (Foto: AFP)
     
  • 11/9/2016 5:51:40 PM   Sebastian Reuter
    Bewohner des slowenischen Heimatortes von Melania Trump haben nach dem Wahlsieg von Donald Trump "ihre" First Lady gefeiert. Im Café Central in der Nähe des Bahnhofs des 5000-Einwohner-Städtchens Sevnica versammelten sich einige dutzend Bürger und brachen in Jubel aus. "Bravo! Bravo! Wir haben gewonnen", riefen Gäste, während im Fernsehen über den Wahlausgang berichtet wurde.
     
    Anschließend wurden vor dem Café vier Flaggen gehisst: die slowenische Flagge, die EU-Flagge, das Stadtwappen von Sevnica und eine übergroße Amerika-Flagge. Die örtliche Folkloregruppe Slavcek sang dazu ihren Melania Gassenhauer: "Wir sind groß und haben viel. Es geht uns wirklich gut. Wenn wir nur eine First Lady hätten, wäre alles perfekt." Von einer überschäumenden Freude in dem Städtchen kann jedoch keine Rede sein: Zu der Feier waren höchstens 50 Bewohner gekommen - und etwa 30 Journalisten. Auch Bürgermeister Srecko Ocvirk nahm an der Veranstaltung teil - obwohl er zuletzt Müdigkeitserscheinungen angesichts des großen Medieninteresses für seinen Ort gezeigt hatte.
     
    Melania Trump hat sich seit Jahren nicht mehr in ihrer Heimatstadt blicken lassen. Die Eltern der 46-Jährigen besitzen dort noch ein Haus, verbringen aber einen Teil ihrer Zeit in New York. Die als Melanija Knavs geborene dritte Ehefrau von Donald Trump wurde als Jugendliche in der hundert Kilometer von Sevnica entfernten slowenischen Hauptstadt Ljubljana als Model entdeckt und startete daraufhin eine internationale Karriere. Sie spricht noch immer mit starkem Akzent Englisch (AFP).
  • 11/9/2016 6:15:36 PM   Martin Franke
    Paul Ryan will Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus bleiben
     
    Ungeachtet seiner Vorbehalte gegen den künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump will der Republikaner Paul Ryan Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus bleiben. Er freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit Trump, sagte Ryan am Mittwoch in Washington. "Wir hatten großartige Gespräche darüber, wie wir bei dem Übergang zusammenarbeiten können", führte der Sprecher der Abgeordnetenkammer des Kongresses aus.
     
    "Nach diesem schwierigen Wahlkampf" sei es "an der Zeit, die Wunden zu heilen und sich zu vereinen", fügte Ryan hinzu. Der Abgeordnete aus Wisconsin verwies auch auf den Triumph der Republikaner bei den Kongresswahlen: "Wir haben mehr Sitze gewonnen als alle erwartet hatten", sagte Ryan. "Und das haben wir zu einem Großteil Donald Trump zu verdanken."
     
    Bei den Kongresswahlen verteidigten die Republikaner in beiden Parlamentskammern ihre Mehrheit. Im Vorfeld der Wahlen war damit gerechnet worden, dass die demokratische Kandidatin Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl gewinnen und die Demokraten die Mehrheit im Senat holen würden.
     
    Ryan war besonders deutlich auf Distanz zu dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten gegangen, nachdem vergangenen Monat ein Mitschnitt mit sexistischen Äußerungen Trumps aus dem Jahr 2005 bekannt geworden war. Viele Republikaner hatten Ryan  vorgeworfen, Trumps Kandidatur von Anfang an nicht genügend unterstützt zu haben. (AFP)
  • 11/9/2016 6:23:24 PM   Martin Franke
    Trump lädt Netanjahu nach Amerika ein
     
    Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in die Vereinigten Staaten eingeladen. Das Treffen solle bei der nächsten Gelegenheit stattfinden, teilte Netanjahus Büro mit. Die beiden hätten miteinander telefoniert und ein "herzliches Gespräch" geführt. Der künftige Präsident Amerikas genießt Rückhalt in Israel – nur wie geht es mit dem arabisch-israelischen Konflikt weiter? Jochen Stahnke hat erste Reaktionen aus der Region hier zusammengefasst.
  • 11/9/2016 6:36:11 PM   Martin Franke
    Auch "Reporter ohne Grenzen" hat eine Botschaft für den designierten Präsidenten. Die Journalistenorganisation fordert von Donald Trump, die Pressefreiheit zu respektieren. Kritik gab es mit Blick auf den zurückliegenden Wahlkampf: "Trump beleidigte und schikanierte Journalisten, die ihn negativ porträtierten oder harte Fragen stellten", so die Organisation in Paris.
  • 11/9/2016 6:56:37 PM   Martin Franke
     

    Shock and awe: Amerikas Abwendung von der Welt

    Trumps Triumph erschüttert die europäische Politik in mehrfacher Weise. Das angeschlagene Bündnis- und Politiksystem des Westens könnte vor einer Revolution stehen. Ein Kommentar.
  • 11/9/2016 7:20:00 PM   Martin Franke
    Der französische Präsident hat sich an Donald Trump gewandt: François Hollande wolle rasch mit Donald Trump über gemeinsame Interessen und Werte sprechen. Den Wunsch habe der Präsident in einem Schreiben an Trump geäußert, teilte das Präsidialamt in Paris mit. Was die Wahl in Amerika für die kommende Wahl in Frankreich bedeutet, hat FAZ-Korrespondentin Michaela Wiegel hier aufgeschrieben.
  • 11/9/2016 7:32:06 PM   Martin Franke
    Was passiert noch bis zur Inauguration Trumps zum 45. Präsidenten?
     
    Bis Donald Trump im Januar in das Weiße Haus einzieht, sind gemäß des indirekten Wahlsystems noch mehrere Schritte zu vollziehen. Formell zum Präsidenten gekürt wird er durch ein Wahlkollegium (electoral college), das sich aus Vertretern der 50 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington zusammensetzt. Im "Electoral College" hat der Republikaner laut CNN eine Mehrheit von 289 der insgesamt 538 Mitglieder errungen, so dass seine Wahl reine Formsache ist. Formell sind die Wahlmänner jedoch unabhängig und nicht weisungsgebunden.
     
    Am 19. Dezember treffen sich die Wahlmänner und -frauen in den einzelnen Staaten und im Hauptstadtbezirk und geben ihre Stimmen in versiegelten Umschlägen ab. Diese werden dann an den Kongress weitergeleitet. Am 6. Januar kommen dann in Washington das Repräsentantenhaus und der Senat zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, in der die Stimmen der Wahlleute ausgezählt werden. Der derzeitige Vizepräsident Joe Biden gibt in seiner Eigenschaft als Senatsvorsitzender das Ergebnis bekannt. Erst zwei Wochen danach, am 20. Januar 2017, wird Trump vereidigt. Die Zeremonie findet vor dem Kapitol, dem Sitz des Kongresses, statt. (AFP)
  • 11/9/2016 7:47:15 PM   Martin Franke
    Aus Kuba: Keine Stellungnahme, dafür Militärmanöver
     
    Kuba hat nach dem Wahlsieg des Republikaners Donald Trump zunächst keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, dafür aber ein Militärmanöver angekündigt. Die "Verteidigungsübung" werde vom 16. bis zum 18. November abgehalten und habe das Ziel, Truppen und Bürger für "mögliche Aktionen des Feindes" zu trainieren, hieß es am Mittwoch auf der Titelseite der Parteizeitung "Granma".
     
    Das Manöver wird im ganzen Land stattfinden, Ausnahme ist die östliche Provinz Guantánamo, wo sich die gleichnamige amerikanische Marinebasis mit dem umstrittenen Gefangenenlager befindet. Die Militärübungen sind nicht ungewöhnlich, seit 1980 fanden sie immer wieder statt, zuletzt 2013. Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung lässt jedoch aufhorchen, weil sie nur wenige Stunden nach der Präsidentenwahl erfolgte. Trump hatte im Wahlkampf wiederholt Bedenken wegen der von Barack Obama vorangetriebenen Annäherung mit Kuba geäußert.
     
    Hintergrund: Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro hatten Ende 2014 eine Normalisierung der Beziehungen zwischen den Gegnern aus den Zeiten des Kalten Kriegs eingeleitet. Im Sommer 2015 nahmen beide Länder wieder diplomatische Beziehungen auf, die Vereinigten Staaten lockerten ihre Reise- und Handelssanktionen gegen den kommunistischen Karibikstaat. Das Anfang der Sechziger Jahre verhängte Embargo kann nur der amerikanische Kongress aufheben, wo sich die Republikaner mit ihrer Mehrheit gegen Obamas Kuba-Politik sperren.
  • 11/9/2016 8:19:08 PM   Martin Franke
    Juncker fordert mehr Unabhängigkeit Europas in Sicherheitsfragen
     
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert mehr europäische Verantwortung in der Verteidigungspolitik – „bis hin zum Ziel der Einrichtung einer europäischen Armee“. Unabhängig vom Wahlausgang in den Vereinigten Staaten müsse man sich von der Vorstellung verabschieden, die Amerikaner seien für die Sicherheit Europas zuständig. „Das müssen wir schon selbst tun“, sagte Juncker am Mittwochabend in Berlin.
     
    Nach der Wahl des Republikaners Donald Trump zum Präsidenten sagte Juncker in seiner europapolitischen Grundsatzrede: „Wir sollten uns sehr bemühen, das transatlantische Verhältnis in Ordnung zu halten.“ Die Welt brauche den „engen Schulterschluss“ zwischen Amerika und Europa. Auch erteilte Juncker Forderungen nach den Vereinigten Staaten von Europa, also einem europäischen Bundesstaat, eine Absage. "Das sollten wir unterlassen", sagte der EU-Kommissionspräsident.
     
    Die „Europa-Rede“ eines der drei höchsten Repräsentanten der EU in Berlin erinnert seit 2010 regelmäßig am 9. November an den Mauerfall 1989, der ein ungeteiltes Europas möglich gemacht hat.
     
    Der Luxemburger Jean-Claude Juncker während seiner Europa-Rede in Berlin
     
  • 11/9/2016 8:40:54 PM   Martin Franke
    Liegen Sie schon im Bett? Dann haben wir interessanten Lesestoff für Sie: Der gewählte Präsident kann den Nachlass seines Vorgängers entkernen – manche seiner Versprechen mit einem Federstrich erfüllen. Doch was will Trump eigentlich tun?
     
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