Wahl in Grossbritannien

Wahl in Grossbritannien

Premierministerin Theresa May kündigt die Bildung einer neuen Regierung an, gestützt von der nordirischen DKU.

Zuvor hatte ihr
Königin Elisbeth II. ihr den Auftrag dazu erteilt.

Ukip fliegt aus dem Parlament, Parteichef Nutall tritt zurück

EU lässt Großbritannien Zeit für Beginn der Brexit-Gespräche - Juncker: Fristverlängerung steht aber nicht zur Debatte

Die Ko
nservativen verlieren ihre absolute Mehrheit. Massive Stimmenverluste erleidet auch die Schottische Unabhängigkeitspartei (SNP)

Nach
der Auszählung von 98 Prozent der Stimmen kommen Labour auf 261 Abgeordnete und die Konservativen auf 318. (Stand: 10.49 Uhr)


  • 6/9/2017 12:52:12 PM   Lorenz Hemicker
    Über die jüngsten Entwicklungen informieren wir Sie weiterhin auf FAZ.NET. Das Liveblog zur Wahl endet an dieser Stelle. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
  • 6/9/2017 12:51:34 PM   Lorenz Hemicker
    Großbritannien hat gewählt. Theresa May bleibt Premierministerin. Doch ihre Arbeit wird schwerer, statt einfacher. Es bleibt abzuwarten, welchen Preis sie für die Unterstützung der DUP zahlen muss. Und wie die neue Regierung in die Brexit-Verhandlungen einsteigt.
  • 6/9/2017 12:32:21 PM   Lorenz Hemicker
    Die deutsche Wirtschaft hat besorgt auf die ungewissen Folgen der Parlamentswahl in Großbritannien reagiert. "Der harte Brexit-Kurs ist abgewählt worden", erklärte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. Premierministerin Theresa May bekräftigte, ihr Land weiterhin aus der Europäischen Union führen zu wollen.
  • 6/9/2017 12:00:11 PM   Lorenz Hemicker
    Eine aufgeräumt wirkende Premierministerin kündigt an im Amt zu bleiben, mit Unterstützung ihrer (neuen) Verbündeten aus Irland und dem Segen der Monarchin. Kein Programm, keine Details. Ein schlichtes "back to work".
  • 6/9/2017 11:58:08 AM   Lorenz Hemicker
    Und das war es schon.
  • 6/9/2017 11:57:20 AM   Lorenz Hemicker
    Großbritannien brauche jetzt Sicherheit, und sie werde den Willen des Volkes erfüllen, aus der EU auszutreten."Wir werden weiterhin mit unseren Freunden und Alliierten arbeiten."
  • 6/9/2017 11:56:22 AM   Lorenz Hemicker
    Die britische Premierministerin hat von Königin Elisabeth II. den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung bekommen. Sie bekräftigt ihre Absicht, den Willen des Volkes gerecht zu werden und Großbritannien aus der  EU zu führen.
  • 6/9/2017 11:56:01 AM   Lorenz Hemicker
    May: "Ich werde eine neue Regierung bilden."
  • 6/9/2017 11:54:34 AM   Lorenz Hemicker
    Premierministerin May spricht.
  • 6/9/2017 11:48:55 AM   Lorenz Hemicker
    Theresa May steigt wieder in den Wagen. Die Autokolonne setzt sich in Bewegung. Nach dem Treffen im Buckingham Palast soll sie nun angeblich doch noch vor die Presse treten.
  • 6/9/2017 11:41:57 AM   Lorenz Hemicker
    Königin Elisabeth II. regiert Großbritannien seit 64 Jahren. Sie hat bereits zwölf Premierminister erlebt. Niemand von ihnen blickt auf eine kürzere Amtszeit zurück als Theresa May. Sie ist noch kein Jahr im Amt.
  • 6/9/2017 11:35:47 AM   Lorenz Hemicker
    Der Parteichef der Liberaldemokraten, Tim Farron, fordert dessen ungeachtet den Rücktritt von Regierungschefin May. Die Brexit-Verhandlungen sollten zudem ausgesetzt werden. Die Argumente für ein zweites Brexit-Referendum würden stärker.
  • 6/9/2017 11:29:48 AM   Lorenz Hemicker
    Dort bittet sie in diesen Minuten das Staatsoberhaupt vermutlich um die Erlaubnis, eine neue Regierung zu bilden.
  • 6/9/2017 11:25:47 AM   Lorenz Hemicker
    Die Premierministerin wird sich vor ihrem Besuch bei Königin Elisabeth II. nicht mehr äußern. Theresa May hat ihren Regierungssitz verlassen und ist zusammen mit ihrem Mann Richtung Buckingham Palace gefahren.
     
    Der Wagen von Theresa May verlässt den britischen Regierungssitz (Foto: AFP).
     
  • 6/9/2017 11:17:06 AM   Lorenz Hemicker
    Die höhere Wahlbeteiligung deutet darauf hin, dass es Labour gelungen ist, besonders die Jungen an die Urnen zu bringen; beim Brexit war es eben jene Gruppe, die nicht abgestimmt hat und später besonders lautstark über das Ergebnis geklagt hat. Insgesamt gingen 68,7 Prozent der Briten zur Wahl. Bei der vorangegangenen Parlamentswahl 2015 waren es 66,1 Prozent.
  • 6/9/2017 11:13:49 AM   Lorenz Hemicker
    Beim Brexit-Referendum blieben viele von ihnen daheim. Nun haben die jungen Wähler Theresa May um die absolute Mehrheit gebracht. Timo Steppat mit der FAZ.NET-Wahlanalyse.
     
  • 6/9/2017 10:29:31 AM   Lorenz Hemicker
    Eine Verlängerung der Zwei-Jahres-Frist für die Brexit-Verhandlungen liegt aus Sicht von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach der Wahl in Großbritannien nicht auf dem Tisch. „Bevor wir uns die Frage einer Verlängerung der Verhandlungen mit unseren britischen Freunden stellen, möchte ich sie erst einmal beginnen lassen“, sagte der 62-Jährige am Freitag am Rande einer Sicherheitskonferenz in Prag. Die Kommission wäre ihrerseits schon „morgen Früh um halb neun“ bereit, mit den Gesprächen zu beginnen. Er hoffe, dass es nicht zu weiteren Verzögerungen komme. „Alle Wahlen sind wichtig“, sagte Juncker. Die Unterhauswahl vom Vortag habe aber wegen des bevorstehenden Brexits eine besondere Bedeutung.
  • 6/9/2017 10:26:10 AM   Lorenz Hemicker
    Mal sehen, ob sie richtig liegen: Aktivisten der Organisation Avaaz llassen Theresa May in London den "harten Brexit" beerdigen.
     
  • 6/9/2017 10:13:12 AM   Lorenz Hemicker
    Der Chef der rechtspopulistischen Ukip, Paul Nuttall, ist zurückgetreten. "Eine neue Ära muss beginnen mit einem neuen Vorsitzenden", sagte Nuttall. Ukip hat bei der Wahl ihren einzigen Sitz im Parlament verloren. Landesweit verlor sie zehn Prozent der Stimmen. Unter Nutalls Vorgänger Nigel Farage hatte Ukip ihr wichtigstes Ziel, den Brexit, erreicht.
     
    Ihm reicht es: Paul Nutall nach dem Verlust des einzigen Sitzes seiner Partei (Foto: dpa)
     
  • 6/9/2017 10:10:08 AM   Lorenz Hemicker
    Das letzte Ergebnis lässt auf sich warten. Im Londoner Wahlkreis Kensington haben die Helfer die Zählung vorerst eingestellt. Zuvor hatten sie bereits zwei Mal alle Stimmen ausgezählt. Das Resultat war aber offenbar so knapp, dass nun ein dritter Durchgang anberaumt wird, sobald die Helfer sich fit genug dafür fühlen. Das könnte auch erst am Samstag der Fall sein. Bei der vergangenen Wahl hatten die Tories Kensington für sich gewonnen. Für die Mehrheitsverhältnisse im Unterhaus spielt der Ausgang kaum noch eine Rolle
    Ein Wahllokal in Kensington (Quelle: Reuters)
     
     
  • 6/9/2017 9:33:15 AM   Lorenz Hemicker
    Der Fernsehsender Sky meldet, die Democratic Unionist Party (DUP) sei dazu bereit, die Konservativen im Unterhaus zu unterstützen. Eine formelle Koalition strebe sie aber nicht an.
  • 6/9/2017 9:29:47 AM   Lorenz Hemicker
    Was bedeutet das Ganze für die Brexit-Verhandlungen? Laut EU-Vertrag ist Großbritannien noch bis zum 29. März 2019 EU-Mitglied. Allerdings könnte die britische Regierung laut Artikel 50 eine Verlängerung beantragen, wenn sie sieht, dass die Zeit nicht ausreicht. Dem Antrag müssten dann alle übrigen 27 EU-Mitglieder zustimmen.
  • 6/9/2017 9:16:31 AM   Lorenz Hemicker
    Ein Sprecher der Premierministerin bestätigt laut AFP Mays Plan.
  • 6/9/2017 9:15:34 AM   Lorenz Hemicker
    Die Anzeichen auf eine Koalition von Tories und DUP verdichten sich. BBC News will erfahren haben, dass die Gespräche schon recht weit gediehen seien. Die Premierministerin werde um 13.30 Uhr (MESZ) in den Buckingham Palast fahren, um Königin Elizabeth II. um Erlaubnis zu ersuchen.
  • 6/9/2017 9:09:13 AM   Lorenz Hemicker
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wartet nach der Wahl in Großbritannien auf ein Signal der Briten für den Beginn der Brexit-Verhandlungen. „Jetzt sind die Briten am Zug“, sagte Juncker der „Süddeutschen Zeitung“. Das könne aber etwas dauern: „Der Staub in Großbritannien muss sich jetzt legen.“
  • 6/9/2017 9:07:38 AM   Lorenz Hemicker
    Theresa Mays Auftritt verzögert sich auf unbestimmte Zeit.
  • 6/9/2017 9:02:36 AM   Lorenz Hemicker
    Für Labour dürfte es allerdings noch deutlich schwerer werden, einen verlässlichen Rückhalt im Unterhaus zu bekommen. Ohne die Konservativen wäre sie auf die Stimmen fast alle übrigen Abgeordneten angewiesen.
  • 6/9/2017 8:59:32 AM   Lorenz Hemicker
    Inzwischen hat sich auch Jeremy Corbyn klar geäußert, dass er eine Minderheitsregierung anstrebt. an. Wegen der Sitz- und Stimmengewinne sei seine Partei die Wahlsiegerin, sagte der Oppositionsführer am Freitag in London.
  • 6/9/2017 8:56:24 AM   Lorenz Hemicker
    In wenigen Minuten tritt Premierministerin Theresa May vor dem britischen Regierunssitz vor die Presse.
  • 6/9/2017 8:48:08 AM   Lorenz Hemicker
    Englands ehemaliger Fußball-Nationalspieler sprach angesichts von Mays selbst herbeigeführter Schlappe vom "Eigentor der Saison". Ein Kollege der Nachrichtenagentur AFP hat ein wahrlich sehenswertes Beispiel geteilt.
     
  • 6/9/2017 8:34:42 AM   Lorenz Hemicker
    EU-Chefunterhändler Michel Barnier lässt Großbritannien Luft für den Beginn der Brexit-Gespräche. Auf Twitter teilte er mit: Sie sollten beginnen, wenn das Königreich dazu bereit wäre.
     
  • 6/9/2017 8:25:49 AM   Lorenz Hemicker
    Ohne Koalitionspartner wird es nicht gehen. Für die Konservativen böte sich am ehesten die nordirische Democratic Unionist Party (DUP) an. Sie wird wohl über zehn Sitze verfügen, so dass eine Koalition mit den Konservativen so eben auf die absolute Mehrheit von 326 Sitzen käme. Abweichler könnte sich die Regierung damit allerdings keinen einzigen leisten. Gespräche zwischen Tories und DUP sollen laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bereits stattfinden. Ein harter Brexit würde damit unwahrscheinlicher, da die DUP ein Interesse an reibungslosem Handel mit EU-Mitglied Irland hat.
  • 6/9/2017 8:20:29 AM   Lorenz Hemicker
    Labour-Politiker John McDonnell hat angekündigt, dass seine Partei eine Minderheitsregierung anstrebe. Man sei "bereit eine Regierung zu stellen", sagte McDonnell, der als Finanzminister eines Labour-Kabinetts gehandelt wird, dem Fernsehsender Sky News. Seine Partei wäre bereit eine Minderheitsregierung zu stellen. Dazu müsste Labour allerdings von kleineren Parteien unterstützt werden.
  • 6/9/2017 8:02:54 AM   Lorenz Hemicker
    Labour-Chef Jeremy Corbyn deutet seine Bereitschaft zur Bildung einer Regierung an. Seine Partei sei bereit, dem Land zu dienen, sagt er BBC News. Labour werde alles tun, um das politische Programm umzusetzen. Es sei ziemlich klar, wer diese Wahl  gewonnen habe.
     
     
  • 6/9/2017 7:59:07 AM   Lorenz Hemicker
    Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Freitag nach der Schlappe der britischen Konservativen bei der Parlamentswahl auf eine gütliche Einigung im Brexit-Streit gesetzt. Der Dax überwindet erstmals in der laufenden Woche die Marke von 12 800 Punkten. Das Allzeithoch des deutschen Leitindex bei 12 878
    Punkten aus der Vorwoche rückt nun wieder näher.
  • 6/9/2017 7:55:10 AM   Lorenz Hemicker
    Unser Beitrag zum britischen Humor an diesem Morgen: Unter dem Hashtag #Maylist listen wir Lieder englischer Interpreten, die Premierministerin Theresa May an diesem Morgen in den Sinn kommen könnten:

    Help (Beatles)
    Trouble (Coldplay)
    Should I stay or should I go (The Clash)
    No regrets (Robin Williams)
    Show must go on (Queen)
    Always look on the bright side of life (Monty Python)
  • 6/9/2017 7:30:17 AM   Lorenz Hemicker
    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich alsbald als möglich mit Labour-Chef Jeremy Corbyn treffen.
     
  • 6/9/2017 7:28:32 AM   Lorenz Hemicker
    Sensation in Canterbury: Die beschauliche südenglische Stadt mit der berühmten Kathedrale, hat Labour gewählt – und zwar laut BBC erstmals, seit der Wahlkreis 1918 geschaffen wurde. Kandidatin Rosie Duffield gelang es, Julian Brazier seinen für völlig sicher gehaltenen Sitz abzunehmen, den er seit 30 Jahren innehatte. Und das auch noch ganz knapp: Gerade mal 187 Stimmen machten den Unterschied. Vorsichtshalber wurde in der Nacht zum Freitag zweimal ausgezählt, bevor um 4.23 Uhr Ortszeit das
    Ergebnis offiziell bekannt wurde.
  • 6/9/2017 7:26:24 AM   Lorenz Hemicker
    Am Londoner Aktienmarkt steigen am Freitagmorgen die Kurse: Der Leitindex FTSE 100 legt zur Eröffnung um ein Prozent zu. Viele im Index enthaltene Unternehmen sind stark international ausgerichtet und profitieren deshalb vom schwachen Pfund, das nach der Wahl unter Druck steht. In Frankfurt bleiben die Händler gelassen.
  • 6/9/2017 7:21:25 AM   Lorenz Hemicker
    Die liberale slowakische Tageszeitung „Dennik N“ würdigt Mays Vorgehen in den vergangenen Monaten - und sieht in ihm zugleich den Grund für ihr Scheitern:
     
    Theresa May befürwortete vor dem Referendum einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union. Dennoch akzeptierte sie dann aber nicht nur den Posten einer Premierministerin, die den Brexit vorbereiten und aushandeln sollte, sondern machte sogar Druck für die harte Version des Ausstiegs. Aus professioneller Sicht lässt sich das anerkennen, es ist aber sehr wahrscheinlich, dass zumindest ein Teil der Wähler darin Scheinheiligkeit, Berechnung und Gier nach Macht sieht. Also einen Mangel an Authentizität - gerade etwas, über das man sich bei ihrem Rivalen von der Labour-Partei nicht beschweren kann.
  • 6/9/2017 7:18:09 AM   Lorenz Hemicker
    Auch wenn im Mittelpunkt der Betrachtungen an diesem Morgen die Schlappe der Konservativen steht, lohnt sich ein Blick auf die schottische Unabhängigkeitsbewegung. Für die Nationalisten der SNP ist der Wahlausgang ebenfalls ein herber Rückschlag. Sie verlieren 21 ihrer 56 Sitze – viele davon an ausgerechnet an die Konservativen.
     
    Anhänger der SNP verfolgen im Meadowbank Sports Centre in Edinburgh ernüchtert die Hochrechnungen (Quelle: dpa)
     
     
  • 6/9/2017 7:08:17 AM   Lorenz Hemicker
    Die konservative polnische Zeitung „Rzeczpospolita“ kommentiert den Ausgang der Wahl so:
     
    So wie ihr Vorgänger David Cameron, der sicher war, das Referendum zum EU-Verbleib zu gewinnen, hat May ihr Ziel verfehlt. Sie hat vergessen, dass sie nicht die neue Margaret Thatcher ist
  • 6/9/2017 7:02:47 AM   Lorenz Hemicker
    Auch die Londoner Finanzbranche meldet sich zu Wort: Der bisher von May angestrebte harte Brexit sei vom Tisch, erwartet Martin Gilbert, der Chef der Fondsgesellschaft Aberdeen Asset Mangement: „Das Finanzviertel wird auf einen weicheren Ton hoffen und möglicherweise auch auf einen weicheren Ton aus Europa, nun, da die Verhandler kein Mandat für einen harten Brexit haben“, sagte Gilbert im Radiosender BBC 4. Banken und andere Finanzdienstleister sind die wichtigste britische Exportbranche und stark auf einen freien Zugang zu den kontinentaleuropäischen Märkten angewiesen. Dieser wäre gefährdet, wenn Großbritannien, wie von May bisher angestrebt, beim Brexit auch den EU-Binnenmarkt verlässt.  
  • 6/9/2017 6:59:42 AM   Lorenz Hemicker
    Theresa Mays Auftritt, der für 10 Uhr Ortszeit (11 Uhr MESZ) angekündigt worden ist, wird mit Spannung erwartet. BBC News geht davon aus, dass die Premierministerin nicht zurücktreten, sondern ihre Arbeit fortsetzen will.
  • 6/9/2017 6:52:50 AM   Lorenz Hemicker
    Auch in der deutschen Wirtschaft haben die unklaren Machtverhältnisse in Großbritannien große Sorgen ausgelöst. Mit der Parlamentswahl steige die Unsicherheit in der deutschen  Wirtschaft, beklagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Martin Wansleben am Freitag: "Der Fahrplan für die Brexit-Verhandlungen ist nun Makulatur."
  • 6/9/2017 6:45:47 AM   Lorenz Hemicker
    Der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, hat nach der britischen Unterhauswahl die Notwendigkeit hervorgehoben, dass es dort eine handlungsfähige Regierung gibt, "die Großbritannien zusammenhält" und die  Brexit-Verhandlungen professionell führe. "Wir müssen schnellstmöglich loslegen mit den Verhandlungen", sagte der SPD-Politiker am Freitag im ZDF-Morgenmagazin.
  • 6/9/2017 6:43:16 AM   Lorenz Hemicker
    Der französische "Figaro" stellt die Frage der Stunde:
     
    Geht sie, geht sie nicht? Diese Frage treibt alle um an diesem Morgen (...).Falls Theresa May gehen sollte, wäre sie die britische Premierministerin mit der kürzesten Amtszeit seit 94 Jahren. Sie kam vor 330 Tagen in die Downing Street, am 13. Juli 2016.
  • 6/9/2017 6:38:47 AM   Lorenz Hemicker
    Die britische Wirtschaft ermahnt die Politiker in London am Freitagmorgen, die Verantwortung für das Land über die Parteipolitik zu stellen: „Dies ist ein ernster Augenblick für die britische Volkswirtschaft. Die Priorität für die Politiker muss es sein, ihr Haus in Ordnung zu bringen, eine funktionsfähige Regierung zu bilden, die Märkte zu beruhigen und unsere widerstandsfähige Wirtschaft zu schützen“, fordert Carolyn Fairbairn, die Generaldirektorin des größten britischen Unternehmensverbands CBI. „Die Politiker müssen verantwortlich handeln, die Interessen des Landes voranstellen und der Welt zeigen, dass Großbritannien ein sicherer Standort bleibt, um Geschäfte zu machen. Es ist an der Zeit, die Wirtschaft auf der Agenda wieder ganz nach oben zu rücken.“ Die britische Volkswirtschaft müsse nach dem Brexit „offen, wettbewerbsfähig und gerecht“ sein, sagt Fairbairn. Der CBI ist das Sprachrohr von rund 190000 britischen Unternehmen. 
  • 6/9/2017 6:30:23 AM   Lorenz Hemicker
    Der britische Mittelstandsverband FSB fordert eine Verschiebung der Brexit-Gespräche.
  • 6/9/2017 6:24:33 AM   Lorenz Hemicker
    Eine wichtige Rolle für Labours Stimmenzuwächse (und Mays Verlust der absoluten Mehrheit) haben offenbar junge Wähler gespielt. Das geht aus einer Umfrage von Sky Data hervor. Demnach stimmten zwei knapp Drittel der Briten zwischen 18 und 34 für die Partei von Herausforderer Jeremy Corbyn.
     
  • 6/9/2017 6:17:29 AM   Lorenz Hemicker
    Die Entscheidung für Neuwahlen trifft die Premierministerin wie ein Bumerang. Die Tories verlieren die absolute Mehrheit. Der Preis für Großbritannien ist hoch. Ein Kommentar von Klaus-Dieter Frankenberger.
     
  • 6/9/2017 6:06:36 AM   Lorenz Hemicker
    EU-Kommissar Günther Oettinger erwartet nach dem Ausgang der Wahl mehr Unsicherheit bei den Brexit-Verhandlungen. Unklar sei, ob diese wie geplant beginnen könnten, sagt er dem Deutschlandfunk.

  • 6/9/2017 5:58:22 AM   Lorenz Hemicker
    Für das britische Unterhaus ist die absolute Mehrheit einer Partei der Normalfall. Nun ist die Ausnahme eingetreten ("Hung Parliament").
  • 6/9/2017 5:43:06 AM   Tatjana Heid
    Der Wahlausgang drückt das britische Pfund.
     

    Nach Großbritannien-Wahl : Pfund Sterling rutscht ab

    Bei der Parlamentswahl in Großbritannien steht Regierungschefin May völlig überraschend vor dem Verlust der absoluten Mehrheit. Das britische Pfund gab zum Dollar um bis zu zwei Prozent nach.
  • 6/9/2017 5:29:49 AM   Lorenz Hemicker
    Theresa May wird sich dem Hörfunksender LBC zufolge um 10.00 Uhr (Ortszeit, 11.00 Uhr MESZ) äußern.
  • 6/9/2017 5:25:14 AM   Lorenz Hemicker
    Die britische "Times" sieht das Land vor einer turbulenten Periode
     
    Die Märkte werden entsprechend negativ reagieren. Europa wird mit Bestürzung zuschauen. (...) Die Folgen für die politische Stabilität, die Großbritannien dringend bräuchte, und für die Brexit-Verhandlungen, die in zehn Tagen starten sollen, können kaum überschätzt werden. So ist es nun zum Beispiel wenig wahrscheinlich, dass es im Parlament noch eine Mehrheit dafür gibt, dass Großbritannien den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt verlässt. 
     
  • 6/9/2017 5:22:42 AM   Lorenz Hemicker
    Die Sitzverteilung, wie sie die BBC derzeit vorhersieht: Mays Konservative kommen auf 316 Sitze - zehn zu wenige für eine absolute Mehrheit. Die Labour-Party legt kräftig zu und kommt auf 265. Drittstärkste Kraft im Unterhaus wird die Scottish National Party (SNP) mit 34 Sitzen. Sie muss wie die Tories Verluste hinnehmen. Die übrigen Sitze gegen an die Liberaldemokraten (13), Plaid (1), Grüne (1) und andere (18).
  • 6/9/2017 5:03:24 AM   Oliver Georgi

    Eine trügerische Ruhe in London – politisch dürfte dieser Freitag mehr als heikel werden. (Foto: AFP)

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