Wahl in den Niederlanden

Wahl in den Niederlanden

- Ministerpräsident Mark Rutte gewinnt die Wahl, kann die Koalition mit den Sozialdemokraten aber nicht fortführen.
- Rechtspopulist Geert Wilders und seine Partei bleiben hinter Erwartungen zurück.
- Die Wahlbeteiligung lag bei über 80 Prozent.
  • 3/15/2017 8:33:39 PM   Timo Steppat
    Was bedeutet das Ergebnis? 
    • Die regierende liberale Partei VVD verliert deutlich, wird aber stärkste Partei. Die erste Prognose ist noch wenig aussagekräftig, aber der Abstand zur zweitplatzierten PVV ist so deutlich, dass er nicht einholbar scheint. Der Umfragetrend verstärkt sich noch. 
    • Die Partei von Geert Wilders, PVV, gewinnt nur vier Sitze hinzu und wird zweitstärkste Partei, landet aber mit deutlichem Abstand hinter der regierenden liberalen VVD. 
    • Überraschungssieger: GroenLinks gewinnt 16 Sitze und vervierfacht damit das eigene Ergebnis. Niederländische Medien sprechen vom "Jesse-Klaver-Effekt" - der Spitzenkandidat hat die Partei seit 2015 beflügelt. 
    • Die Migrantenpartei Denk schafft den Einzug in die Zweite Kammer mit drei Sitzen. Es handelt sich bei ihnen um eine Abspaltung der Sozialdemokraten. 
    • Die Sozialdemokraten erleben eine historische Niederlage. Sie stürzen komplett ab. Und verlieren 29 Sitze. 
  • 3/15/2017 8:31:45 PM   Martin Benninghoff
    Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) jubelt auf Niederländisch über das aus seiner Sicht gelungene Wahlergebnis:
  • 3/15/2017 8:30:35 PM   Aylin Güler
    Auch der deutsche Grünen-Chef Cem Özdemir freut sich über das gute Ergebnis von Groenlinks16 Parlamentssitze könnte die Partei auf sich vereinigen - das wäre ein Plus von 12 Mandaten.
  • 3/15/2017 8:27:58 PM   Martin Benninghoff
    Für die Sozialdemokraten ist dieser Wahltag besonders bitter, starker Einbruch in der Wählergunst:
     
  • 3/15/2017 8:24:39 PM   Aylin Güler
  • 3/15/2017 8:24:01 PM   Timo Steppat

    Die internationale Presse darf nicht rein. Bei der VVD geht man restriktiv mit dem großen Andrang um. Über 250 internationale Journalisten haben sich akkreditiert. Es gibt später aber wohl ein Zeitfenster, um auf die Feier zu kommen.

  • 3/15/2017 8:23:34 PM   Martin Benninghoff
    Die ersten Reaktionen deutscher Politiker lassen nicht lange auf sich warten:
     
     
     
  • 3/15/2017 8:22:22 PM   Aylin Güler
    Derweil ist die Freude bei den Grünen nach der ersten Prognose riesengroß:
  • 3/15/2017 8:21:39 PM   Timo Steppat
    Wahlbüros in Rotterdam, Den Haag und Amsterdam bleiben noch geöffnet. Der Andrang hält an. Die Wahlbeteiligung könnte auf ein Niveau steigen, das man in den Niederlanden zuletzt in den 1980er Jahren erlebt hat. 85,6 Prozent waren es zuletzt 1986. 2012 waren es 74,6 Prozent. Aktuell sind es laut Ipsos-Prognose 81 Prozent.
  • 3/15/2017 8:20:10 PM   Aylin Güler
    Laut der ersten Prognose haben die Sozialdemokraten ein enttäuschendes Ergebnis erzielt: Sie erhalten voraussichtlich nur neun Sitze im Parlament. Die Partei bedankt sich trotzdem bei den Wählern:
  • 3/15/2017 8:18:07 PM   Martin Benninghoff
    Ministerpräsident Mark Rutte kann die große Koalition mit den Sozialdemokraten nicht fortsetzen. Notwendig für die Regierungsbildung sind 76 der 150 Parlamentssitze. Daher werden schwierige Koalitionsverhandlungen erwartet.
  • 3/15/2017 8:16:24 PM   Martin Benninghoff
    Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden zeichnet sich laut Prognosen ein deutlicher Sieg der rechtsliberalen Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte ab. Die rechtspopulistische Freiheitspartei (PVV) von Geert Wilders landete bei der Abstimmung gemeinsam mit zwei weiteren Parteien auf dem zweiten Platz. Die VVD sicherte sich demnach 31 Sitze, während die PVV mit 19 Sitzen gleichauf lag mit der christdemokratischen CDA und der sozialliberalen D66.
  • 3/15/2017 8:15:43 PM   Aylin Güler
    Die ersten Twitter-Reaktionen aus Deutschland:
     
     
     
     
  • 3/15/2017 8:05:21 PM   Aylin Güler
  • 3/15/2017 8:03:45 PM   Martin Benninghoff
    81 Prozent Wahlbeteiligung bis 21 Uhr, nun die erste Prognose: VVD stärkste Partei, dahinter die Wilders-Partei PVV.
  • 3/15/2017 7:58:45 PM   Aylin Güler
    Die Wahllokale schließen um 21 Uhr. Das heißt aber nicht, dass dann keiner mehr wählen kann: Laut Wahlleitung dürfen alle, die in einer Schlange stehen, auch nach 21 Uhr noch ihre Stimme abgeben.
  • 3/15/2017 7:48:21 PM   Aylin Güler
     Auch auf den Niederländischen Antillen wird gewählt. Hier ein Wahllokal auf Bonaire:
     
    Auf den karibischen Inseln Bonaire, Saba und Sint Eustatius schließen die Wahllokale wegen des Zeitunterschiedes erst in fünf Stunden.
  • 3/15/2017 7:41:10 PM   Martin Benninghoff
    Offenbar ist der Andrang in manchen Wahllokalen so groß, dass Stimmzettel nachgedruckt werden mussten, in Amsterdam wohl um die 25.000 Stück.
  • 3/15/2017 7:38:07 PM   Martin Benninghoff
    Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hofft auf einen Sieg der pro-europäischen Kräfte: "Ich hoffe sehr, dass bei dem Wahlergebnis in den Niederlanden heute Abend einer der hauptverantwortlichen Hetzer gegen die europäische Zusammenarbeit die Wahl verliert", sagte er am Abend bei einer SPD-Veranstaltung in Wolfenbüttel in Anspielung auf den Rechtspopulisten Geert Wilders, ohne diesen beim Namen zu nennen.
  • 3/15/2017 7:36:46 PM   Aylin Güler
     Die Niederländer haben noch wenige Minuten Zeit zum Wählen... Wer macht das Rennen? Rechts oder Links?
     
     
     
  • 3/15/2017 7:24:25 PM   Martin Benninghoff
    Die Stimmen bei der Wahl werden per Hand ausgezählt, die genauen Zeiten für die Ergebnisse sind daher nur schwer vorherzusagen. Der Zeitplan sieht aber ungefähr so aus: Die Wahllokale schließen um 21 Uhr, bis dahin gibt es voraussichtlich eine erste Prognose, ab 23 Uhr dann eine erste genauere Hochrechnung. Etwa ab Mitternacht sind stabilere Hochrechnungen möglich, das vorläufige Endergebnis kann davon aber noch abweichen.
  • 3/15/2017 7:16:40 PM   Martin Benninghoff
    Wahlbeteiligung 19.45 Uhr: 73 Prozent (2012: 65 Prozent, 2006: 75 Prozent)
  • 3/15/2017 6:59:49 PM   Aylin Güler
    1290 niederländische Wähler sind mit dem Boot zum Wahllokal auf die Insel Marker Wadden im Markermeer gefahren:
  • 3/15/2017 6:58:21 PM   Martin Benninghoff

    Ungewöhnlicher Ort: Wahllokal in einer Amsterdamer Kirche (Foto: Dejong/AP/dpa)

  • 3/15/2017 6:47:43 PM   Aylin Güler
  • 3/15/2017 6:46:15 PM   Martin Benninghoff
    Neuer Stand bei der Wahlbeteiligung: Um 19.15 h haben laut dem niederländischen Sender NOS 69 Prozent der Wahlberechtigten die Stimme abgegeben. 2012 waren es 60 Prozent.
     
  • 3/15/2017 6:35:09 PM   Martin Benninghoff
    Hier wollen die niederländischen Sozialdemokraten heute Abend feiern, wenn sie denn etwas zu feiern haben: Die Demoskopen sagen der PvdA einen Einbruch in der Wählergunst voraus.
     
     
     
  • 3/15/2017 6:34:50 PM   Aylin Güler
    Noch 90 Minuten bis die Wahllokale schließen. Ob diese Wähler im Bahnhof von Nijmegen wohl alle noch ihre Stimme abgeben können?
  • 3/15/2017 6:20:14 PM   Aylin Güler
    Wahlkampf bis zur letzten Minute: Via Twitter ruft der Rechtspopulist Geert Wilders die Niederländer auf, in die Wahllokale zu gehen: 
  • 3/15/2017 6:19:21 PM   Martin Benninghoff
    Feierabendzeit, Wahlzeit: Nach Büroschluss eilen viele Niederländer zur Stimmabgabe, wie die Schlangen vor manchen Wahllokalen zeigen, hier in Utrecht:
     
  • 3/15/2017 6:08:30 PM   Aylin Güler
    Die Urnenstampfer sind bereits im Einsatz! Dabei werden die Wahlzettel mit einer Holzlatte nach unten gepresst. Wenn kein "stembusstampers" bereit liegt, steigt einfach ein Wahlhelfer in die Urne und stampft die Stimmzettel mit den Füßen zusammen.
     
     
  • 3/15/2017 6:05:46 PM   Martin Benninghoff
    Wilders oder weiter wie bisher? Unser Reporter Timo Steppat bringt Sie auf Stand – alles, was Sie über die Wahl wissen müssen.
     
  • 3/15/2017 5:48:48 PM   Aylin Güler
    Die niederländischen Wähler haben heute einiges zu lesen, bevor sie ihr Kreuzchen setzen:
     
     
     
  • 3/15/2017 5:47:59 PM   Martin Benninghoff
    Schaffen die Niederländer letztlich eine Wahlbeteiligung von 80 Prozent? Davon gehen zumindest die Meinungsforscher von Ipsos aus. Die Rekord-Wahlbeteiligung lag übrigens bei 88 Prozent - im Jahr 1977. Das sei wohl kaum zu schaffen, so die Umfrage-Experten.
  • 3/15/2017 5:37:50 PM   Martin Benninghoff
    Das Umfrageinstitut Ipsos meldet 55 Prozent Wahlbeteiligung um 17.45 h. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als bei der letzten Wahl 2012.
  • 3/15/2017 5:21:14 PM   Martin Benninghoff
    Die große Polarisierung des Wahlkampfes scheint die niederländischen Bürger an die Wahlurnen zu treiben: Bis 15.45 h waren nach Angaben des Umfrageinstituts Ipsos bereits 43 Prozent der Wahlberechtigten bei der Stimmabgabe, niederländische Medien berichten über lange Schlangen vor den Wahllokalen. Zum Vergleich: Bei der vorherigen Wahl in 2012 waren es zu diesem Zeitpunkt erst 37 Prozent gewesen.
  • 3/15/2017 4:43:17 PM   Martin Benninghoff
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll angeblich die in den Niederlanden wahlberechtigten Türken aufgerufen haben, nicht für die Regierung oder "rassistische Parteien" zu stimmen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Seit dem Streit um das Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Minister in den Niederlanden sind die Beziehungen der Regierung in Den Haag und der türkischen Führung unter Präsident Erdogan auf dem Nullpunkt.
  • 3/15/2017 4:20:09 PM   Timo Steppat

    Wahlkampf bis zur letzten Minute: Der Christdemokraten verteilen Äpfel und Flyer. "Mit einem Äpfelchen wählt es sich besser", sagt der Wahlhelfer. Noch am Wahltag entscheiden sich 14 Prozent der Niederländer, hat eine Umfrage ergeben. Die Aussichten für den christdemokratischen CDA, der noch in den Nullerjahren regierte, sind schlecht. Das Rennen um Platz eins machen voraussichtlich Wilders' Partei PVV und die Rutte-Partei VVD unter sich aus.

  • 3/15/2017 3:18:31 PM   Oliver Georgi
    Während die Wähler noch abstimmen, wirkt sich die diplomatische Krise zwischen der Türkei und den Niederlanden jetzt auch auf das Rindvieh aus: Ein türkischer Züchterverband kündigte am Mittwoch an, eine Gruppe niederländischer Kühe aus Protest gegen das Verhalten Den Haags des Landes zu verweisen. "Die erste Gruppe Holsteiner ist verladen worden und wird zurückgeschickt", sagte Bülent Tunc vom Türkischen Verband der Viehproduzenten. "In Zukunft wollen wir keine Tierprodukte mehr aus Holland", sagte Tunc der Nachrichtenagentur Anadolu.
     
    Die Türkei werde in Zukunft eigene Kühe züchten. Sollten die Niederlande die Kühe nicht zurücknehmen, würden sie geschlachtet und ihr Fleisch verteilt. 
  • 3/15/2017 2:54:28 PM   Timo Steppat

    Den Haag: Alles wie immer. Wahlplakate muss man schon suchen, nur an zentralen Tafeln gibt es eine Zusammenstellung der Plakate. Die Straßen sind aber anders als in Deutschland nicht zugepflastert.

  • 3/15/2017 2:47:50 PM   Oliver Georgi

    Eine Frau gibt am Mittwoch in der türkischen Moschee Eyup Sultan im Amsterdamer Osten ihre Stimme ab. (Foto: Reuters)

  • 3/15/2017 2:45:58 PM   Oliver Georgi
    In einem Amsterdamer Wahllokal wurden türkische Flaggen und Flyer des staatlichen türkischen Amtes für Religionsangelegenheiten (Diyanet) ausgelegt, wie die Zeitung "Het Parool" berichtet. Das Material sei von der Stadtverwaltung entfernt worden. Diese bestätigte zwar eine Inspektion des Wahllokals, aber nicht die Entfernung des Materials.
  • 3/15/2017 2:45:16 PM   Oliver Georgi
    Die Wahlbeteiligung ist laut dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos deutlich höher als vor fünf Jahren. Bis 13.45 Uhr hätten 33 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, berichtet das Institut. 2012 habe die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte niedriger gelegen. Damals stimmten am Ende 74,6 Prozent der Wahlberechtigten ab.
  • 3/15/2017 1:50:41 PM   Timo Steppat

    Die Wahl in den Niederlanden läuft. "Stemmbureaus" gibt es überall im Land, auch in der Ankunftshalle des Hauptbahnhofs von Den Haag. Zumindest in der Hauptstadt kann man sich vor Journalisten kaum retten. Die Parteien berichten von nie da gewesenem Interesse an ihren Wahlpartys.

  • 3/15/2017 10:19:08 AM   Cai Philippsen

    „Der Ton wird immer hysterischer“

    Die politischen Gemüter in den Niederlanden sind einen Tag vor der Wahl mehr als erhitzt. Ministerpräsident Rutte und der Populist Wilders beleidigen einander. Und auch der Ton im Streit mit Ankara ist noch schärfer geworden.
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