WeihnachtsmarktBerlin

WeihnachtsmarktBerlin

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem Tunesier Anis Amri, der verdächtig wird, am Montag mit einem gestohlenen Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gefahren sein soll. 12 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

  • Die Bundesanwaltschaft erließ Haftbefehl gegen Amri, teilte eine Sprecherin der Behörde mit
  • Die Berliner Polizei stürmte einen Moschee-Verein im Stadtteil Moabit, den Amri besucht haben soll
  • Dokumente und Fingerabdrücke Amris wurden im Anschlags Lkw gefunden
  • Am Dienstagabend reklamierte der "Islamische Staat" den Anschlag für sich
  • Das Bundeskriminalamt setzte eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Verdächtigen führen
  • 12/22/2016 9:01:49 AM   Monika Ganster
    Der französische Politologe und Islamforscher Olivier Roy warnt nach dem Anschlag von Berlin davor, in Flüchtlingen potentielleTerroristen zu sehen. „Es gibt keine Flüchtlinge, die sich plötzlich radikalisieren“, sagte Roy in einem Interview des „Kölner Stadtanzeigers“ . Er fügte hinzu:„Natürlich müssen wir erst einmal abwarten, aber an diese Hypothese der Radikalisierung von Flüchtlingen glaube ich nicht.“
     
    Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) benutze den Flüchtlingstreck, so der Politikwissenschaftler. Der Flüchtlingsstrom gebe dem IS „lediglich die Gelegenheit, Terroristen in die Länder zu schmuggeln“. Diese Menschen hätten sich bereits als Radikale auf den Weg gemacht, gab sich der Islamforscher überzeugt. (KNA)
  • 12/22/2016 8:45:52 AM   Monika Ganster

    Europaweit wird fieberhaft nach dem Verdächtigen Anis Amri gefahndet. Auch die spanische Polizeieinheit «Guardia Civil» bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

     
  • 12/22/2016 8:45:17 AM   Monika Ganster

    Was weiß man bisher über Anis Amri? Dem Geburtsdatum zufolge, dass für ihn angegeben ist, wird er heute 24 Jahre alt. Er wurde von mehreren Behörden in Deutschland als islamistischer Gefährder beobachtet und verwendete mehrere Alias-Namen. Nach Angaben von NRW-Innenminister Ralf Jäger hatte Amri Kontakt zur radikal-islamistischen Szene gehabt.

    Die «Süddeutsche Zeitung», NDR und WDR berichten von Kontakten zum Netzwerk des kürzlich verhafteten Hildesheimer Salafisten-Predigers Abu Walaa - laut Jäger ein «Chefideologe» der Salafisten-Szene. Der 32-Jährige wurde am 8. November bei einer Polizeiaktion gegen ein überregionales salafistisch-dschihadistisches Netzwerk festgenommen. 


    «Mysteriöser Seelenfänger»: Ahmed Abdelasis A. alias Abu Walaa. Screenshot: Al Manhaj Media via Youtube/dpa
  • 12/22/2016 7:20:41 AM   Oliver Georgi
    Das BND-Gesetz weist nach Ansicht von CDU-Innenexperte Armin Schuster eine Sicherheitslücke bei der Abwehr neuer islamistischer Anschläge auf. "Wenn der BND sieht, dass aus der IS-Hochburg Raqqa regelmäßig Kommunikation mit Deutschland läuft, darf er die nicht aufklären, so lange er nicht weiß, zwischen wem diese Verbindung existiert", sagte Schuster der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Dabei liege es doch auf der Hand, dass es sich um "Steuerungsimpulse vom IS für potenzielle Attentäter" handeln könne. "Hier müssen wir uns für das BND-Gesetz dringend etwas Neues einfallen lassen", sagte Schuster.
     
    Die Stadt Al-Raqqa in Nordsyrien gilt als inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat. Mit den neuen Geheimdienstregeln, die Anfang 2017 in Kraft treten sollen, zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus den BND/NSA-Abhöraffären. Die Kontrolle soll verbessert, die Spionage zum Teil erstmals auf eine rechtliche Grundlage gestellt werden. Der Befürchtung, das Regelwerk führe zu mehr Bürokratie, wird im Kanzleramt entgegengehalten, es gehe um mehr rechtliche Klarheit für die Arbeit der Spione. (dpa)
  • 12/22/2016 7:15:43 AM   Oliver Georgi
    Dieser Tweet Bachmanns nur eine Stunde nach dem Anschlag am Montagabend sorgt für Aufregung. (Screenshot: Twitter)
     
    Wusste Pegida-Gründer Lutz Bachmann schon kurz nach dem Anschlag am Montagabend Details aus Polizeiermittlungen? Schon eine Stunde nach dem Anschlag brüstete er sich auf Twitter in einem Tweet mit einer "internen Info" aus der "Berliner Polizeiführung", wonach der Täter ein tunesischer Moslem sei. "Das (sic!) der Generalbundesanwalt übernimmt, spricht für die Echtheit", schrieb Bachmann weiter. 
     
    Am Mittwoch dann, als das Bundeskriminalamt den Fahndungsaufruf nach dem Tunesier Anis Amri herausgegeben hatte, twitterte Bachmann. "Da stimmte meine Info von 1h nach dem Anschlag wohl doch? Polizei sucht nun Tunesier". Die Behörde hat sich zu dem Fall bislang noch nicht geäußert.
     
    Auf Twitter brüstet sich Bachmann mit angeblichen Interna aus Berliner Polizeikreisen. (Screenshot: Twitter)
     
  • 12/22/2016 7:10:27 AM   Martin Benninghoff
    Wolfgang Bosbach (CDU) nimmt die Kanzlerin in Schutz: "Es wäre perfide, Angela Merkel die Schuld an diesem Anschlag in Berlin zuzuweisen", sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Vielleicht sei es aber auch gut, diejenigen Innenpolitiker, die mehr Sicherheit forderten, "nicht in die rechte Ecke zu stellen".
  • 12/22/2016 6:59:11 AM   Martin Benninghoff
    CDU-Vize Armin Laschet sieht im Fall des gesuchten Tunesiers schwere Mängel der Behörden. Wie diese hier gearbeitet hätten, könne einen nur erschüttern, sagte er im Deutschlandfunk. Der Gesuchte sei als sogenannter Gefährder bekannt gewesen, habe sich aber der Kontrolle entziehen können. Das könne man auf keinen Fall akzeptieren.
     
     
     
     
  • 12/22/2016 6:54:28 AM   Oliver Georgi
    "Wenn die Weihnachtsmärkte schließen und es keinen Anschlag gab, mache ich drei Kreuze."

    Diesen Satz soll Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine Woche vor dem Anschlag gesagt haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

    Foto: Michael Kappeler, dpa/Archiv
  • 12/22/2016 6:53:39 AM   Oliver Georgi

    Polizisten haben eine Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Emmerich durchsucht. Die Aktion am frühen Morgen, an der schätzungsweise 100 Beamte beteiligt waren, darunter Spezialeinsatzkräfte, war nach etwa einer Stunde beendet. Über das Ergebnis war zunächst nichts bekannt. Wie der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet, soll der mutmaßliche Attentäter Anis Amri nach seiner Einreise nach Deutschland ab Juli 2015 in einer Asylunterkunft in Emmerich gemeldet gewesen, soll dort aber im Dezember 2015 abgetaucht sein. 

    Bereits gestern hatten in der Nähe des Heimes Polizisten Position bezogen. Ein Sprecher der Polizei wollte sich zu der Durchsuchungsaktion nicht näher äußern und verwies auf den Generalbundesanwalt. Aus Karlsruhe war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

  • 12/22/2016 6:12:01 AM   Martin Benninghoff
    Drei Tage nach dem Anschlag wird der Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz wieder geöffnet. Um 11 Uhr soll es eine Andacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geben. Aus Pietätsgründen werde auf dem Weihnachtsmarkt auf grelle Beleuchtung und Partymusik verzichtet.
  • 12/22/2016 5:40:21 AM   Martin Benninghoff
    Unter den Todesopfern des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt ist auch eine israelische Frau. Das bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Die israelische Botschaft kümmere sich um die Überführung der Leiche in die Heimat. Ihr Mann wurde bei der Attacke den Angaben zufolge schwer verletzt.
  • 12/22/2016 5:27:19 AM   Sascha Zastiral
    Die New York Times berichtet, der Tatverdächtige Amri habe sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert und direkten Kontakt zum IS gehabt. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen nicht näher genannter amerikanischer Offizieller. Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben gab es bis zum Donnerstagmorgen nicht. Dem Bericht zufolge stand Amri mindestens einmal über den Messengerdienst Telegram in Kontakt zur Terrormiliz. Sein Name habe zudem auf der Flugverbots-Liste der Vereinigten Staaten gestanden.
  • 12/22/2016 2:55:27 AM   Sascha Zastiral
    Die Polizei Berlin hat die Fahndungsausschreibung nun auch auf Arabisch, Dari, Farsi und Urdu veröffentlicht.




  • 12/21/2016 11:16:57 PM   Sascha Zastiral
    Die Polizei Berlin dementiert einen Zeitungsbericht, wonach ein Spezialeinsatzkommando zwei Wohnungen in der Hauptstadt gestürmt haben soll, berichtet Reuters. Zudem teilten die Sicherheitskräfte mit, dass die Absperrungen am Breitscheidplatz aufgehoben worden seien. Die Arbeit der Polizei sei dort abgeschlossen.
  • 12/21/2016 11:00:06 PM   Jannik Waidner
    Der gesuchte Tatverdächtige Anis Amri hat nach Informationen der "Welt" in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen. Amri sei 2011 im Ort Belpasso nahe der sizilianischen Hauptstadt Catania verhaftet worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf italienische Regierungsquellen. In Catania wurde Amri demnach wegen Gewalttaten, Brandstiftung, Körperverletzung und Diebstahl zu vier Jahren Haft verurteilt.
     
    Seine Strafe verbüßte Amri den Angaben zufolge in Haftanstalten in Catania und Palermo. Im Mai 2015 sei er entlassen und in Abschiebehaft in die zentralitalienische Stadt Caltanissetta verlegt worden. Wenige Wochen später sei er entlassen worden und nach Deutschland weitergereist.
  • 12/21/2016 9:25:00 PM   Cai Philippsen
    Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Berliner Polizei hat nach Informationen der "Welt" zwei Wohnungen gestürmt, den gesuchten Tunesier Anis Amri aber nicht gefunden. Bei der Razzia sei ein anderer Mann überwältigt  worden, berichtete die "Welt" unter Berufung auf Ermittlerkreise. Demnach wurde Amri, der im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gesucht wird,  in einer der beiden Wohnungen vermutet. (AFP)
  • 12/21/2016 8:55:28 PM   Cai Philippsen

    Wer ist Anis Amri?

    Die Spur führt nach Tunesien: Mit einer öffentlichen Fahndung sucht das Bundeskriminalamt nach dem 24 Jahre alten Anis Amri, der den Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verübt haben soll. Wer ist der Mann?
  • 12/21/2016 8:03:08 PM   Cai Philippsen
    In allen Bundesliga-Stadien wird auch am Mittwoch der Opfer gedacht, im Berliner Olympiastadion ist dieser Augenblick besonders emotional:
  • 12/21/2016 7:59:43 PM   Cai Philippsen

    Polizeigewerkschaft: Wir vernachlässigen die Sicherheit

    Nach dem Anschlag in Berlin fordert die Gewerkschaft der Polizei mehr Personal für deutsche Sicherheitsbehörden. Sie befürchtet eine Überlastung bei langen Gefährdungslagen.
  • 12/21/2016 7:56:39 PM   Cai Philippsen
    Seehofer: Kritik gilt nicht Kanzlerin Merkel
    Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat bestritten, dass sich seine jüngste Kritik an der Sicherheits- und Zuwanderungspolitik gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) richtete. „Wir haben nach dem Anschlag in Berlin die Kanzlerin nicht kritisiert. Wir haben aber deutlich gemacht, dass es neben Trauer aber auch um Konsequenzen für die Sicherheits- und Flüchtlingspolitik geht“, sagte Seehofer der „Welt“. Zu seiner Überraschung sei dies als Drohung interpretiert worden, dass Treffen der Präsidien von CDU und CSU Anfang Februar in München abzusagen. (dpa)
  • 12/21/2016 7:00:20 PM   Oliver Georgi
    Tunesische Ermittler haben nach einem Medienbericht die Familie des mutmaßlichen Attentäters von Berlin verhört. Eine Anti-Terror-Einheit sei am Mittwoch vor dem Haus der Familie in der nordöstlichen Provinz Kairouan vorgefahren, berichtete am Mittwoch die tunesische Zeitung Al-Chourouk unter Verweis ihren eigenen regionalen Korrespondenten. Die Familie habe den Beamten gesagt, dass sie keinen steten Kontakt mit Anis Amri gehabt habe, seitdem er das Haus während der arabischen Aufstände Ende 2010 verlassen habe. Chourouk zufolge lebt die Familie in ärmlichen Verhältnissen. Kairouan gilt als Salafistenhochburg.
  • 12/21/2016 6:59:49 PM   Oliver Georgi
    Mit roten Herzen und Plakaten mit der Aufschrift „Keine Nazis, nirgends. Keine Islamisten, nirgends“ haben am Mittwochabend rund 800 Menschen nahe dem Bahnhof Zoo gegen einen Aufzug der Berliner NPD protestiert. Die Partei hatte zuvor in der Nähe des Breitscheidplatzes zu einer Demonstration unter dem Motto „Grenzen dicht machen“ aufgerufen, zu der nach Polizeiangaben rund 130 Menschen kamen. (Foto: dpa)
     
  • 12/21/2016 5:25:30 PM   Jannik Waidner
    Tunesischen Sicherheitskreisen zufolge war Anis Amri in Tunesien mehrfach wegen Drogendelikten festgenommen worden. Er sei 2011 von Tunesien nach Italien gelangt, wo er drei Jahre verbracht habe. Danach sei Amri nach Deutschland weitergereist. (AFP)
  • 12/21/2016 5:19:03 PM   Cai Philippsen
    Mit diesem Fahndungsplakat sucht die Polizei nach Anis Amri (Quelle: BKA)
     
  • 12/21/2016 5:09:30 PM   Jannik Waidner
    Tunesische Anti-Terror-Ermittler haben die Familie des gesuchten Anis Amri befragt. Die Befragung sei von Beamten einer Anti-Terror-Einheit vorgenommen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Sicherheitskreisen in Tunesien. Nach Amri wird wegen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gefahndet.
  • 12/21/2016 4:48:19 PM   Cai Philippsen
    Bundesanwaltschaft fahndet nach Tunesier Anis Amri
       
    Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt fahnden die Behörden jetzt offiziell nach dem Tatverdächtigen Tunesier Anis Amri. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mit. Die Behörden baten die Bevölkerung um Mithilfe, warnten aber zugleich, der Gesuchte "könnte gewalttätig und bewaffnet sein". (AFP)
     
  • 12/21/2016 4:35:57 PM   Stefanie Michels
  • 12/21/2016 4:22:32 PM   Oliver Georgi
    Nach dem Anschlag werden derzeit noch zwölf schwerstverletzte Patienten in Krankenhäusern behandelt. Wie die Berliner Gesundheitsverwaltung am Mittwoch erklärte, erhöhte sich die Zahl der Todesopfer nicht weiter und liegt ebenfalls bei zwölf. Noch immer seien aber mehrere Patienten in kritischer Verfassung. Dagegen könnten immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen.
  • 12/21/2016 4:20:04 PM   Oliver Georgi
    Die Polizei hat in Niedersachsen einen Marokkaner mit Verbindung zu den Paris-Attentaten im vergangenen Jahr festgenommen. Er sei dringend verdächtig, Mitglied des "Islamischen Staates" (IS) zu sein, teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe am Mittwoch mit. Es sei Haftbefehl erlassen worden. Eine Verbindung zu dem Anschlag in Berlin wird aber nicht gezogen.
     
    Der 24-jährige Redouane S. gehöre der Gruppe um das IS-Führungsmitglied Abdelhamid Abbaoud an, einer der mutmaßlichen Planer und Attentäter der im November 2015 in Paris verübten Anschläge. Er habe konspirative Wohnungen in der Türkei und Griechenland gesichert, die zur Vorbereitung der Attentate genutzt wurden. Später wurde er demnach auch in die in Belgien im Januar 2015 konkret geplanten Details der Anschläge eingeweiht. Im Mai 2015 sei er nach Deutschland eingereist und habe sich für weitere Anweisungen der Gruppe um Abbaoud bereit gehalten.
  • 12/21/2016 3:28:31 PM   Oliver Georgi
    Die Stimmung bleibt hochnervös in Berlin...
  • 12/21/2016 3:25:18 PM   Lorenz Hemicker
    Die deutsche Ausgabe des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ macht ihr neues Heft mit dem Berliner Terroranschlag auf. Auf der vorab verbreiteten Titelseite ist ein Lebkuchenhaus zu sehen, aus dem mehrere Gewehrläufe ragen.Die Botschaft zum Bild des Zeichners Foolz steht daneben.
     
  • 12/21/2016 3:18:39 PM   Lorenz Hemicker
    Aus Furcht vor einem Anschlag auch in Frankreich verschärft die Pariser Regierung die Sicherheitsvorkehrungen und lässt nach eigenen Angaben präventiv verdächtige Personen festnehmen. Auf Weihnachtsmärkten wird demnach kontrolliert, ob die Veranstalter wie angeordnet Taschen durchsuchen lassen und Betonabsperrungen an den Eingängen errichtet haben.
  • 12/21/2016 3:11:08 PM   Lorenz Hemicker
    F.A.Z.-Innenpolitikchef Jasper von Altenbockum sagt: Die großen Parteien gehen dem Zusammenhang von Sicherheit und Flüchtlingspolitik aus dem Wege.
     
  • 12/21/2016 2:55:46 PM   Timo Steppat
    "Der Verdächtige ist hochmobil", sagte Jäger auf eine Frage hin. Er habe sich erst in NRW, dann in Berlin, Baden-Württemberg, NRW und zuletzt vor allem in Berlin aufgehalten. Im Zusammenhang mit Pannen verweist Jäger damit indirekt auch die Schuld von sich und den Behörden in seinem Land.
  • 12/21/2016 2:47:29 PM   Timo Steppat
    War das eine Behördenpanne? Die Frage, die sich aktuell aufdrängt, will NRW-Innenminister Jäger nicht beantworten. Ebenso wenig will er unter Hinweis auf notwendigen. Fahndungsdruck darauf eingehen, ob auch NRW-Behörden den Tunesier beobachtet haben.
  • 12/21/2016 2:45:56 PM   Monika Ganster
    Innenminister Jäger: Der gesuchte Verdächtige ist nach bisherigem Kenntnisstand im Juli 2015 in Deutschland eingereist. Er habe sich zunächst in Freiburg, dann hauptsächlich in Berlin aufgehalten. Er sei hochmobil in Deutschland gewesen. Die Ermittlungsbehörde in Berlin versuche nun, eine genaue Zeitschiene zu entwickeln, wann sich der Gesuchte wo aufgehalten hat.
  • 12/21/2016 2:44:23 PM   Timo Steppat
    Aus "verwaltungsökonomischen Gründen" hat sich die Ausländerbehörde in Kleve um die Abschiebung gekümmert, nicht Berlin, wo er sich seit Februar 2016 eigentlich durchgehend aufhielt. Als Grund dafür führt Jäger an, dass eine unmittelbare Abschiebung bevorstand. Kleve habe diesen Prozess schon weit vorangetrieben.
  • 12/21/2016 2:41:20 PM   Timo Steppat
    "Aus Ermittlungstaktischen Gründen" will sich Jäger zu fast allen Punkten nicht äußern. Er bestätigt vor allem, was Bundesinnenminister De Maizière gesagt hat.
  • 12/21/2016 2:32:47 PM   Timo Steppat

    Wieder führt die Spur des Terrors auch nach Nordrhein-Westfalen. Innenminister Ralf Jäger (SPD) will sich in den kommenden Minuten in Düsseldorf äußern.

  • 12/21/2016 2:29:40 PM   Monika Ganster
    Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat "aus aktuellem Anlass" eine Stellungnahme für 15.30 Uhr in Düsseldorf angekündigt.
     
    Zuvor war bekanntgeworden, dass die Fahnder eine heiße Spur verfolgen. Unter dem Fahrersitz sei eine in  Nordrhein-Westfalen ausgestellte Duldungsbescheinigung für einen Tunesier sichergestellt worden, der der Polizei als Gefährder bekannt sei.
  • 12/21/2016 2:11:54 PM   Monika Ganster

    Wie Innenminister Thomas de Maizière mitteilte, ist der gesuchte Mann, dessen Papiere im Anschlags-Lkw gefunden wurden, in ganz Europa zur Fahndung ausgeschrieben. Er betonte: «Es ist ein Verdächtiger, nicht zwingend der Täter.»

    Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt und es würden alle Spuren verfolgt. De Maizière sagte: «Dieser Verdächtige ist seit Mitternacht zu einer Fahndung ausgeschrieben und das in Deutschland und im Schengensystem. Das heißt also auch in Europa.»

    Der Minister erklärte, er werde die vielen Spekulationen in Medien über den aufenthaltsrechtlichen Status des Mannes und Verdachtsmomente weder bestätigen noch dementieren. «Uns ist wichtig, dass man diesen Verdächtigen findet. (...) Das Ergebnis zählt und nicht die Schnelligkeit von Spekulationen.»

  • 12/21/2016 2:02:56 PM   Monika Ganster

    ... an dem der Lkw vor seiner Fahrt auf den Weihnachtsmarkt geparkt haben soll. 


    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • 12/21/2016 2:02:50 PM   Monika Ganster

    Derweil untersuchen Beamte am Friedrich-Krause-Ufer im Berliner Westhafen jenen Ort...


    Foto: Kay Nietfeld, dpa
  • 12/21/2016 2:02:11 PM   Monika Ganster

    Der derzeit gesuchte Tunesier soll bereits Ende November Gegenstand einer Sitzung des gemeinsamen Terrorabwehrzentrums (GTAZ) von Bund und Ländern gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen.

    Der Mann habe sich wechselweise in Nordrhein-Westfalen und in Berlin aufgehalten und mit zahlreichen Identitäten gearbeitet.

  • 12/21/2016 2:01:32 PM   Monika Ganster

    Frankreichs Präsident François Hollande und mehrere Regierungsmitglieder haben sich in der deutschen Botschaft in Paris in einem Kondolenzbuch eingetragen. Der Staatschef wurde dabei von Premierminister Bernard Cazeneuve, Außenminister Jean-Marc Ayrault und Europa-Staatssekretär Harlem Désir begleitet. 

    Hollande hatte vorher beim Verlassen des Élyséepalastes die Solidarität mit Deutschland bekräftigt. «Wir sind an ihrer Seite», sagte er. Es gebe einen permanenten Kontakt mit den «deutschen Freunden», so Hollande. 

     

     
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform