WeihnachtsmarktBerlin

WeihnachtsmarktBerlin

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem Tunesier Anis Amri, der verdächtig wird, am Montag mit einem gestohlenen Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gefahren sein soll. 12 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

  • Die Bundesanwaltschaft erließ Haftbefehl gegen Amri, teilte eine Sprecherin der Behörde mit
  • Die Berliner Polizei stürmte einen Moschee-Verein im Stadtteil Moabit, den Amri besucht haben soll
  • Dokumente und Fingerabdrücke Amris wurden im Anschlags Lkw gefunden
  • Am Dienstagabend reklamierte der "Islamische Staat" den Anschlag für sich
  • Das Bundeskriminalamt setzte eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Verdächtigen führen
  • 12/22/2016 6:25:02 PM   Lorenz Hemicker
    Wir beenden den Liveblog zum Terroranschlag in Berlin an dieser Stelle. Auf FAZ.NET halten wir sie weiterhin über die jüngsten Entwicklungen auf Stand. Vielen Dank für Ihr Interesse.
  • 12/22/2016 6:13:49 PM   Anna-Lena Ripperger
    Der Terrorismusforscher Peter Neumann hat den deutschen Behörden ein „systemisches Versagen“ bei der Bekämpfung des Terrorismus vorgeworfen.
    „Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri war den Behörden bekannt. Man wusste, dass er die Absicht hatte, in Deutschland einen Anschlag durchzuführen und trotzdem haben die Strukturen nicht funktioniert.“
    Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Verdächtige sich in die Enge getrieben fühle und zu weiteren Taten bereit sei, sagte Neumann der Nachrichtenagentur dpa. „Das ist wirklich im Moment keine gute Situation.“ (Quelle: dpa)
  • 12/22/2016 6:07:46 PM   Anna-Lena Ripperger
    Alexander Haneke und Majid Sattar erklären auf FAZ.NET, was die Überwachung von Gefährdern so schwierig macht:
     

    Grenzen der Observation: Warum sich Gefährder so schwer überwachen lassen

    FAZ.NETPotentielle Terroristen verschwinden immer wieder vom Radar. Das wirft einen Schatten auf die Sicherheitsbehörden – und auf die Politik.
  • 12/22/2016 6:05:15 PM   Anna-Lena Ripperger
    Mehr Rechte bei der Überprüfung von Flüchtlingen

    Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, fordert mehr Rechte bei der Überprüfung illegal eingereister Ausländer. „Der Bundespolizei muss erlaubt sein, bei der Einreise eine Regelabfrage in der europäischen Fingerabdruck-Datei Eurodac durchzuführen. So hätte Amris Vorstrafen in Italien erkannt werden können.“, sagte Malchow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
    (Quelle:dpa)
     
  • 12/22/2016 5:57:29 PM   Anna-Lena Ripperger
    Der Chef der italienischen Einwanderungsbehörde sieht weiter große Probleme bei der Identifizierung von Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen. „Niemand kennt die wirkliche Identität der Menschen, die ankommen“, sagte Mario Morcone der Zeitung „Die Welt" vom Freitag.
    „Herkunftsland, Name, Alter – alles kann praktisch frei erfunden sein.“
     
  • 12/22/2016 5:33:57 PM   Anna-Lena Ripperger
    Europas größter Chanukkaleuchter steht in Berlin am Brandenburger Tor. Das diesjährige Chanukkafest ist den Opfern des Anschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gewidmet.
     
    (Quelle: Maurizio Gambarini/dpa)
     
  • 12/22/2016 5:29:28 PM   Anna-Lena Ripperger
    Die Zahl der radikal-islamischen Salafisten in Deutschland ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Aktuell liege die Zahl der Anhänger dieser besonders konservativen Auslegung des Islam bei 9700 Menschen, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Berlin mit. Das sind etwa 500 Frauen und Männer mehr als noch vor drei Monaten. (Quelle: dpa)
  • 12/22/2016 5:21:52 PM   Anna-Lena Ripperger
    Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass Amri am Steuer des Tat-Lastwagens saß. Darauf deuteten Fingerabdrücke unter anderem an der Fahrertür hin, sagte die Behörden-Sprecherin. Den Tag über hätten an verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen und Berlin Durchsuchungen stattgefunden. Außerdem sei ein Reisebus in Heilbronn kontrolliert worden. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben. (Quelle: Reuters)
     
  • 12/22/2016 5:09:15 PM   Anna-Lena Ripperger
    Die Bundesanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den flüchtigen 24 Jahre alten Tunesier Anis Amri wegen des Lastwagen-Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt erlassen. Das teilte eine Sprecherin der Behörde am Abend in Karlsruhe mit. (Quelle: dpa)
     
  • 12/22/2016 5:07:30 PM   Anna-Lena Ripperger
    Pro Asyl warnt nach dem Anschlag von Berlin vor einer aktionistisch geführten Diskussion. Der Terrorakt werde in unzulässiger Weise genutzt, um eine davon losgelöste Debatte über die Flüchtlingspolitik loszutreten, kritisierte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in Frankfurt. „Mit dem Abbau von Menschen- und Flüchtlingsrechten kann man keinen Terrorismus bekämpfen“, sagte Geschäftsführer Günter Burkhardt. „Dies führt nicht zu mehr Sicherheit, sondern leitet Wasser auf die Mühlen von Rechtspopulisten.“ (Quelle: kna)
     
  • 12/22/2016 4:58:42 PM   Anna-Lena Ripperger
    Er sei ein ganz normaler Junge gewesen, sagt Anis Amris Schwester über ihren Bruder:
    „Wir können es alle nicht glauben. Anis war nie religiös. Er hat getrunken, er hat gefeiert, er hat Popmusik gehört.“
    (Quelle: dpa)
  • 12/22/2016 4:50:40 PM   Anna-Lena Ripperger
    Sicherheitskräfte stürmen Moschee-Verein in Berliner Stadtteil Moabit
     
    Berliner Sicherheitskräfte haben bei Einsätzen in der Hauptstadt nach dem Terrorverdächtigen Tunesier Anis Amri gesucht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte am Donnerstag einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit. Dort soll auch Amri verkehrt haben. Die „Berliner Zeitung“ berichtete, bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein „Fussilet 33“ seien Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden.
     
    Der Moschee-Verein „Fussilet 33“ wird im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime – meist Türken und Kaukasier – für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien radikalisiert worden sein. (Quelle: dpa)
  • 12/22/2016 4:45:46 PM   Anna-Lena Ripperger
    Mit diesem Fahndungsplakat suchen Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt nach Anis Amri. Eine Twitter-Userin fotografierte das Plakat am Berliner Flughafen Tegel.
  • 12/22/2016 4:39:41 PM   Anna-Lena Ripperger
    Die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung hat ein Spendenkonto für die Familie des bei dem Berliner Anschlag getöteten polnischen Lastwagen-Fahrers eingerichtet. Lukasz Urban (37) war erschossen im Führerhaus des Sattelschleppers gefunden worden, mit dem ein Attentäter am Montagabend in den Weihnachtsmarkt an der
    Gedächtniskirche gerast war. Er hinterlässt seine Frau und einen 17 Jahre alten Sohn.
     
    Die Ermittler gehen davon aus, dass der Lkw mit dem Polen entführt wurde. Nach Medienberichten soll Urban bis zu dem Anschlag noch gelebt haben. Er versuchte offenbar, die Tat zu verhindern. Er sei zuerst durch Messerstiche verletzt und kurz vor der Flucht des Täters erschossen worden.
     
    Ein britischer Lastwagenfahrer sammelte für die Angehörigen Urbans mehr als 50.000 Euro. "Obwohl ich Lukasz nicht kannte, hat die Geschichte mich schockiert und angewidert", sagte der Trucker Dave Duncan, der seine Sammelaktion über die Crowdfunding-Homepage GoFundMe startete. Duncans Spendenaufruf endet mit den Worten "RIP (Ruhe in Frieden) Lukasz - von den Truckern in Großbritannien und anderswo". (kna/AFP)
  • 12/22/2016 4:25:24 PM   Anna-Lena Ripperger
    Nach Angaben des Generalbundesanwalts laufen im gesamten Bundesgebiet Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen. Nach Medienberichten schwärmten Einsatzkräfte unter anderem in Berlin und in Nordrhein-Westfalen zu Razzien aus.
     
    Ein Behördensprecher wollte diese Meldungen nicht kommentieren, kündigte aber eine Stellungnahme für den Abend an. Mit welchen Schwierigkeiten sich die Ermittler konfrontiert sehen, erklärt Jonathan Hackenbroich auf FAZ.NET:

    Suche nach Anis Amri: Die Großfahndung und ihre Herausforderungen

    FAZ.NETBei der Großfahndung nach dem Terrorverdächtigen Anis Amri hat die Bundesanwaltschaft eine der höchsten Belohnungen der Bundesrepublik ausgesetzt. Doch treffen die Ermittler auf Probleme, den Untergetauchten ausfindig zu machen.
  • 12/22/2016 4:19:50 PM   Anna-Lena Ripperger

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat in seiner Weihnachtsbotschaft den Opfern des Anschlags sein Mitgefühl ausgedrückt. Der Terroranschlag vom Breitscheidplatz überschatte Feiertage und Jahreswechsel, sagte er am Donnerstag. Die Opfer und ihre Familien sollten wissen, dass sie in diesen Stunden nicht allein seien. Müller sagte weiter:

    "Wir wünschen uns unsere Stadt als menschliche Metropole, in der wir alle miteinander sicher und friedlich zusammenleben. Hass hat in unserem Berlin keinen Platz."

  • 12/22/2016 3:41:13 PM   Oliver Kühn
    Die Durchsuchung in Heilbronn ist Informationen der "Heilbronner Stimme" zufolge erfolglos verlaufen. Wie die Zeitung auf ihrer Internetseite berichtet, seien die Behörden von einem Busfahrer darüber unterrichtet worden, dass er möglicherweise den gesuchten Anis Amri transportiere. Der Bus sei auf dem Weg von Luxemburg nach Bosnien gewesen und auf dem Heilbronner Busbahnhof komplett durchsucht worden. Es habe sich aber um eine Verwechslung gehandelt, heißt es.
  • 12/22/2016 3:21:08 PM   Oliver Kühn
    Wie die "Heilbronner Stimme" berichtet, durchsuche die Polizei derzeit einen Reisebus am Busbahnhof der Stadt. Angeblich stehe der Einsatz in Verbindung zu der Fahndung nach Anis Amri, schreibt die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Polizisten mit Maschinenpistolen haben demnach den Berich abgesperrt, Fußgängern sei das Betreten weiträumig untersagt.
  • 12/22/2016 3:09:45 PM   Oliver Kühn
    Sie weist darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern hin, die schon Erfahrung mit solchen Situationen haben. Sie sei zuversichtlich, dass "wir die Bewährungsprobe bestehen werden." Außerdem hätten "wir die Werte von Freiheit und Demokratie" auf unserer Seite. Damit endet das kurze Statement. Fragen werden nicht zugelassen.
  • 12/22/2016 3:07:52 PM   Oliver Kühn
    Kanzlerin Merkel spricht ebenfalls von einer hoffentlich baldigen Festnahme. Das BKA und die anderen Behörden machen eine gute Arbeit, sagt sie. Zwar sei seit langen klar, das Deutschland Ziel der Terroristen sei, doch wenn es dann tatsächlich passiere, sei das etwas völlig anderes, so Merkel. Sie sei aber stolz auf die besonnenen Reaktionen in Deutschland, so Merkel.
  • 12/22/2016 3:06:00 PM   Oliver Kühn
    Justizminister Maas sagt, dass die größte Verantwortung derzeit darin liege, den Täter zu fassen. Die Zusammenarbeit zwischen Bundesanwaltschaft und BKA sei hervorragend. Konsequenzen würden später gezogen.
  • 12/22/2016 3:04:51 PM   Oliver Kühn
    Nun beginnt Thomas de Maizière die PK. Er sagt, dass der Tatverdächtige mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Täter sei. Er spricht von den Fingerabdrücken Amris am Lkw. Er hofft, dass der Täter schnell gefasst werde.
  • 12/22/2016 3:02:03 PM   Oliver Kühn
    Nach der Regierung will auch die Bundesanwaltschaft über den Ermittlungsstand informieren. Um 18.00 will man dort vor die Presse treten.
  • 12/22/2016 2:58:27 PM   Oliver Kühn
    Die Pressekonferenz von Merkel, de Maizière und Maas war zwar für 15.45 Uhr angekündigt, doch noch lassen die Kanzlerin und die Minister auf sich warten. Wenn Sie sich die PK anschauen wollen, können Sie das bei FAZ.NET im Livestream tun.

    Livestream: Merkel und De Maizière zum Anschlag in Berlin

    FAZ.NETBundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas De Maizière haben nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt das Bundeskriminalamt besucht und ein Pressestatement für 15.45 Uhr angekündigt. Verfolgen Sie die Äußerungen im Livestream.
  • 12/22/2016 2:20:20 PM   Monika Ganster

    Kanzlerin informiert sich beim BKA

    Kanzlerin Angela Merkel informiert sich derzeit beim Bundeskriminalamt in Berlin über den Ermittlungsstand nach dem Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt. Gemeinsam mit Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas traf sie am Donnerstagnachmittag am Berliner BKA-Standort im Stadtteil Treptow ein. BKA-Präsident Holger Münch wollte die Kanzlerin und die Minister persönlich unterrichten.

    Um 15.45 Uhr wollen Merkel und de Maizière vor die Presse treten, um die Öffentlichkeit zu unterrichten. Es wird erwartet, dass sich Merkel oder der Minister auch zu Medienberichten äußern, dass Fingerabdrücke des terrorverdächtigen Tunesiers Anis Amri am Lastwagen gefunden wurden, mit dem am Montag 12 Menschen getötet und rund 50 verletzt worden waren.

     

  • 12/22/2016 1:58:44 PM   Monika Ganster

    Streit um angebliches Behördenversagen

    Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, weist Vorwürfe gegen die Behörden zurück. «Ich finde es schändlich, im Fall des Anis Amri von Behördenversagen zu sprechen. Erst recht, wenn es Politiker wie Armin Laschet tun», sagt Wendt der «Rheinischen Post» (Freitagausgabe).


    Rainer Wendt. Foto: Marc Tirl, dpa
  • 12/22/2016 1:38:43 PM   Monika Ganster
     
    Italienisches Opfer des Anschlags trat für Integration ein
     
    Unter den Opfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auch eine junge Italienerin. Ihre Familie hatte seit Tagen vergeblich versucht, sie zu erreichen, wie die italienische Tageszeitung La Repubblica berichtet.
    Am Donnerstag bestätigte die italienische Regierung, dass die 31-Jährige Fabrizia Di Lorenzo bei dem Terroranschlag ums Leben kam. „Das Land schließt sich tief bewegt dem Schmerz der Familie an“, schrieb Ministerpräsident Paolo Gentiloni auf Twitter.
     
    Die junge Frau gehöre zur "Erasmus-Generation", war viel gereist und hatte ihr Studium der Völkerverständigung und dem Kampf gegen Diskriminierung gewidmet, heißt es in La Repubblica. So habe sie an der Sapienza in Rom Kultur- und Sprachvermittlung studiert, danach in Bologna  einen Abschluss in Internationalen und Diplomatischen Beziehung gemacht und dem einen Master mit Deutsch als Wirtschaftssprache folgen lassen.
     
    Sie lebte  seit einigen Jahren in Berlin und arbeitete dort für ein Transportunternehmen. Auf Twitter äußerte sich die junge Frau immer wieder gegen Diskriminierung und warb darum, Integration nicht mit Terrorismus zu verwechseln. (marw.)
  • 12/22/2016 12:47:09 PM   Monika Ganster
    Die Bundesanwaltschaft will noch heute Einzelheiten zu den Ermittlungen bekanntgeben, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Eine Uhrzeit oder die Form der Mitteilung nannte er nicht.
     
    Es heißt also geduldig warten.
  • 12/22/2016 12:27:56 PM   Monika Ganster

    Berliner Polizei hat ersten Hinweis auf Amri erst Dienstag gefunden

    Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann will schon am Montag Abend gewusst haben, dass der mutmaßliche Attentäter ein Tunesier ist. Die Geldbörse, die auf die Spur von Anis Amri geführt hat, ist laut Berliner Polizei aber erst am Tag nach dem Anschlag an der Gedächtniskirche entdeckt worden. Die Fahrerkabine des Lastwagens, wo Ermittler die Hinweise auf den 24-Jährigen entdeckt hatten, sei erst nach der Bergung untersucht worden, so Polizeisprecher Winfrid Wenzel im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Wir können mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass es am Montag keinen Anhaltspunkt für den tunesischen Verdächtigen gab», erklärt Wenzel.

  • 12/22/2016 12:20:12 PM   Monika Ganster

    Deutsche und Polen wollen der Familie des getöteten polnischen Lkw-Fahrers helfen.

    «Wir kriegen Unmengen an Anfragen, wie man die Familie unseres Kollegen Lukasz finanziell unterstützen kann», schreibt Ariel Zurawski, Speditionsbesitzer und Cousin des Opfers, auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Der 37-Jahre alte Fahrer hinterlässt seine Frau und einen 17 Jahre alten Sohn. «Wir danken für jedes gute Wort, jeden Rat und jede Hilfe», schreibt Zurawski. «Es ist unglaublich, was für eine Kraft in Menschen steckt.» 

    Berichten zufolge soll der Pole dem Terrorverdächtigen ins Lenkrad gegriffen und dadurch möglicherweise ein größeres Blutbad verhindert haben. Für diese mögliche Heldentat sollte der Lkw-Fahrer nach Meinung vieler Internetnutzer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. Dafür starteten sie im Netz eine Online-Petition. Der Antrag hat bereits mehr als 600 Unterstützer.

     

  • 12/22/2016 12:19:21 PM   Monika Ganster

    Die Ermittler haben bislang keine Hinweise auf enge Kontakte des Terrorverdächtigen Anis Amri zum kürzlich verhafteten Salafisten-Prediger Abu Walaa. Der 24 Jahre alte Amri habe zwar in Salafistenkreisen verkehrt und sei auch in entsprechenden Wohnungen gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Es gebe aber bislang keine Informationen darüber, dass der Tunesier ein wichtiges Teil eines salafistischen Netzwerkes sei. Der Salafist habe zudem zwar versucht, an automatische Waffen zu kommen. Es lägen bislang aber keine Erkenntnisse vor, dass er auch in den Besitz von Langwaffen gekommen sei, heißt es weiter.

  • 12/22/2016 12:18:51 PM   Monika Ganster

    Während die Suche nach dem Verdächtigen Anis Amir weitergeht, verschärft sich die Sicherheitsdebatte. Der SPD-Innenexperte Uli Grötsch weist Unionsforderungen nach der Einführung von Transitzonen für Flüchtlinge und elektronischen Fußfesseln zurück. Diese «reflexhaften» Vorschläge habe die SPD schon in der Vergangenheit immer wieder abgelehnt, so der Bundestagsabgeordnete. «Ich frage mich schon, ob die Unions-Innenpolitiker unter politischer Demenz leiden.»

  • 12/22/2016 11:58:31 AM   Monika Ganster
  • 12/22/2016 11:24:02 AM   Cai Philippsen
    Angeblich Fingerabdrücke Amris an Lkw-Tür gefunden
    Die Fingerabdrücke von Anis Amri sind wohl an der Tür des bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eingesetzten Lkw gefunden worden. Das berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR unter Berufung auf eigene Informationen. Amri steht unter dem dringenden Verdacht, den Anschlag mit zwölf Toten und rund 50 Verletzten begangen zu haben. (AFP)
     
  • 12/22/2016 11:06:37 AM   Cai Philippsen
    Amri bot sich offenbar als Selbstmordattentäter an
    Der Terrorverdächtige Tunesier Anis Amri ist den deutschen Sicherheitsbehörden offenbar bereits vor Monaten durch alarmierende Äußerungen aufgefallen. Nach Informationen des Spiegel tauchten bei Ermittlungen gegen mehrere Hassprediger Ergebnisse aus der Telekommunikationsüberwachung auf, in der sich Amri offenbar als Selbstmordattentäter anbot. Allerdings seien die Äußerungen so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme gereicht hätten. Des Weiteren habe Amri sich bei einer Quelle der Behörden erkundigt, wie er sich Waffen beschaffen könne.
  • 12/22/2016 10:30:38 AM   Monika Ganster

    Zur Stunde wird mit einem Gottesdienst in der Gedächtniskirche der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wiedereröffnet. 


    Foto: Rainer Jensen, dpa
  • 12/22/2016 10:18:37 AM   Monika Ganster
     
     

    Anschlag in Berlin: Was wusste Lutz Bachmann?

    Schon zwei Stunden nach dem Anschlag in Berlin schien Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann zu wissen, dass der Attentäter ein Tunesier sei. Gibt es undichte Stellen bei der Polizei? FAZ.NET-Kollege Oliver Georgi ist dem nachgegangen.
  • 12/22/2016 10:04:44 AM   Monika Ganster
    Die Bundesanwaltschaft hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach vier Kontaktpersonen des gesuchten Tatverdächtigen in Dortmund festgenommen wurden. "Nein, das ist nicht so", sagt ein Sprecher der obersten Ermittlungsbehörde. "Uns ist keine Festnahme bekannt.", zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters
     
     
     
     
  • 12/22/2016 9:46:59 AM   Monika Ganster

    Neue Details zum Polizeieinsatz in Dortmund: Der WDR berichtet, dass es in den frühen Morgenstunden zu einem Anti-Terror-Einsatz gekommen ist. Zwei Wohnungen sollen durchsucht worden sein. Laut dem Sender habe es vier Festnahmen gegeben. Steht die Polizeiaktion im direkten Zusammenhang mit der Suche nach dem Terrorverdächtigen Anis Amri? Dem WDR-Bericht zufolge soll Amri Kontakte zu dem Dortmunder Salafisten Boban S. gehabt und teilweise dort gewohnt haben. S. wurde im November als IS-Unterstützer verhaftet. Von der Dortmunder Polizei gibt es noch keine offiziell Bestätigung. Ein Sprecher sagt, man wolle zu «aktuellen Ermittlungshandlungen» keine Auskunft geben.  

  • 12/22/2016 9:40:46 AM   Monika Ganster

    SPD-Vize Ralf Stegner erteilt Unionsforderungen nach einer härteren Asylpolitik eine Absage. «Zu glauben, man kann mit ein bisschen Härte und Stammtischgeschwätz etwas bewirken, das ist wirklich großer Unsinn», so Stegner im «Morgenmagazin» des ZDF. Zuvor hatte CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach dem Koalitionspartner vorgeworfen, die Einführung von Transitzonen zu blockieren. Transitzonen seien mit dem deutschen Asylrecht nicht vereinbar, betont Stegner.

    Stegner spricht sich für mehr Polizeibeamte und einen besseren Datenaustausch in Europa aus. Die rund 500 Gefährder in Deutschland rund um die Uhr zu überwachen, sei nicht machbar. Für eine Fußfessel brauche es konkrete Anhaltspunkte dafür, dass eine Person eine Straftat begehen wolle. «Wenn das der Fall ist, dann mag man über so etwas reden.»

     

  • 12/22/2016 9:17:34 AM   Monika Ganster
    Unerwartete Schützenhilfe: Der ehemalige FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer hat sich nach dem Anschlag in Berlin von den Anti-Merkel-Attacken anderer europäischer Rechtspopulisten distanziert. "Ich möchte Angela Merkel nicht für den Terror verantwortlich machen. Und schon gar nicht sagen, sie ist jetzt schuld, dass in Berlin Menschen zu Tode gekommen sind", sagte Hofer der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Allerdings sei auch klar, dass die von Merkel initiierte Willkommens-Politik viele ins Land gelockt habe, "die gar keine echten Flüchtlinge sind." Hofer hatte jüngst die Bundespräsidentenwahl in Österreich gegen den Grünen-nahen Alexander Van der Bellen verloren. (dpa)
     
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