merkelbeiwill

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  • 2/28/2016 8:37:30 PM   Oliver Georgi
    Die Flüchtlingskrise ist von einer europäischen Lösung weiter weit entfernt - und Kanzlerin Angela Merkel ist vor den Landtagswahlen am 13. März immer mehr unter Druck.

    Am Sonntagabend ist sie zu Gast bei Anne Will, um der Bevölkerung ihre Politik zu erklären. Die Erwartungen an die Sendung sind groß: Wird sie angesichts der Kontingente für Flüchtlinge in Österreich und den Tausenden gestrandeten Flüchtlingen in Griechenland einen Richtungswechsel verkünden? Oder bleibt sie weiter bei ihrem Mantra: "Wir schaffen das"?

    Verfolgen Sie den Auftritt von Angela Merkel bei Anne Will - ab 21.45 Uhr hier im Liveblog.
  • 2/28/2016 8:39:31 PM   Oliver Georgi
    Was wird Merkel bei Anne Will sagen? Michael Hanfeld, verantwortlicher Redakteur Feuilleton Online bei der F.A.Z., hat sich schon vorher darüber Gedanken gemacht - lesen Sie hier seinen Text.
    http://www.faz.net/aktuell/was-wird-angela-merkel-bei-anne-will-sagen-14092838.html
  • 2/28/2016 8:42:01 PM   Oliver Georgi
    Die Gemengelage vor Merkels Auftritt bei Will: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer setzt Merkel immer mehr unter Druck und ist beliebter denn je. Seine
    CSU ist stark.
    Die Kanzlerin steht vor einer Niederlage.

    Aber stimmt diese Einschätzung? Oder ist doch
    alles ganz anders? Die Analyse von
    Markus Wehner, der einen anderen Eindruck hat: Horst Seehofer, der Getriebene:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/horst-seehofer-sein-harter-kurs-gegen-merkel-14094246.html

  • 2/28/2016 8:44:50 PM   Oliver Georgi

    Merkel auf dem Neujahrsempfang ihres Wahlkreises in Stralsund (Foto: dpa)

  • 2/28/2016 8:45:22 PM   Oliver Georgi
    Und los gehts: Sie können auch klatschen, sagt Anne Will zur Begrüßung - das Publikum macht eher zögerlich mit.

  • 2/28/2016 8:47:38 PM   Oliver Georgi
    Will zeigt einen Ausschnitt vom 7. Oktober, als Merkel schon einmal bei ihr zu Gast war. Haben Sie die Hilfsbereitschaft der Deutschen damals überschätzt?, fragt sie Merkel.

    Nein, so Merkels Antwort: Die Polarisierung der Gesellschaft sei größer geworden, aber die Hilfsbereitschaft nicht kleiner. Deutschland sei polarisiert, auch politisiert. "Es ist eine wichtige Zeit, in der sich entscheiden wird, wie Deutschland in Europa dastehen wird.
  • 2/28/2016 8:48:58 PM   Oliver Georgi
    Jetzt wird ein Ausschnitt vom 18. Februar in Clausnitz gezeigt - Merkel sagt, sie sei erschüttert gewesen. Diese Bilder seien "durch nichts zu rechtfertigen".
  • 2/28/2016 8:49:53 PM   Oliver Georgi
    "Ist das noch Ihr Deutschland?", fragt Will. Merkel weicht in der Antwort aus: "Ich rede selbstverständlich mit denen, die Sorgen haben."
  • 2/28/2016 8:50:19 PM   Oliver Georgi
    Bisher wenig Neues von der Kanzlerin.
  • 2/28/2016 8:52:04 PM   Oliver Georgi
    Will spricht jetzt die Radikalisierung in der öffentlichen Debatte an, die Demokratieverachtung in den sozialen Netzwerken, die Hetze bei Pegida. Und fragt: "War es naiv, angesichts dessen zu sagen, wir schaffen das?"

    Merkel: Nein, der Satz ist jetzt umso wichtiger. "Es gab auch die Silvesternacht in Köln". Der Eindruck, dass über die kriminellen Taten damals nicht gesprochen worden dürfe, sei "verheerend" gewesen, so Merkel.
  • 2/28/2016 8:52:50 PM   Oliver Georgi
    Merkel dankt jetzt noch einmal den vielen ehrenamtlichen Helfern, die das Ansehen von Deutschland in der Welt stärkten. Aber auf die "Wir schaffen das"-Frage hat sie trotzdem nicht geantwortet.
  • 2/28/2016 8:53:39 PM   Oliver Georgi
    "Lasten Sie sich an, Deutschland gespalten zu haben", fragt Will und nimmt die Kritik des CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber auf. Klare Antwort von Merkel: "Nein."
  • 2/28/2016 8:55:05 PM   Sebastian Reuter
    Auch auf Twitter ist die Debatte zum Auftritt von Angela Merkel bei Anne Will bereits entfacht.


  • 2/28/2016 8:56:51 PM   Oliver Georgi
    Merkel bleibt dabei: "Keine einseitige Grenzschließung". Und sieht Deutschland nicht in einer Lage wie die Weimarer Republik.
  • 2/28/2016 8:57:12 PM   Oliver Georgi
    "Deutschland muss zwei Dinge tun: Europa zusammenhalten und Humanität zeigen."

  • 2/28/2016 8:57:46 PM   Oliver Georgi
    "Ich denke, dass ich die Leute überzeugen kann, wenn sie mir Zeit geben."
  • 2/28/2016 8:58:36 PM   Sebastian Reuter

  • 2/28/2016 8:58:46 PM   Oliver Georgi
    "Es wird sich eine Lösung des Problems ergeben, die nachhaltig ist und für die wir uns in ein paar Jahren nicht schämen müssen": Merkel bleibt bei ihrem Standpunkt.


    "Werden Sie umsteuern, Frau Merkel?" - Klare Antwort: "Nein."
  • 2/28/2016 9:00:05 PM   Oliver Georgi
    Das Merkelsche Mantra gilt auch heute Abend: Fluchtursachen beseitigen, für europäische Lösung der Krise werben, Außengrenzen der EU schützen, illegale Migration bekämpfen. "Da sind 28 Mitgliedstaaten der EU einer Meinung."
  • 2/28/2016 9:00:49 PM   Oliver Georgi
    Wer erwartet hätte, dass Merkel heute Abend einknickt und eine große Kursänderung verkündet: Fehlanzeige, sie weicht bislang keinen Millimeter von ihrer Agenda ab.
  • 2/28/2016 9:02:05 PM   Sebastian Reuter

  • 2/28/2016 9:03:27 PM   Oliver Georgi
    Jetzt nimmt Merkel zu Gabriels Solidaritäts-Agenda Stellung: "Damit macht sich Gabriel klein." "Wir tun viel für die Menschen im Land, werden Koalitionsvereinbarung weiter umsetzen." Merkel: Wir haben Gehaltssteigerungen, Rentenerhöhungen, Krankenhäuser reformiert, Mütterrente eingeführt.

    Die Botschaft von Merkel ist klar: Wir machen auch für die einheimische Bevölkerung mehr als genug, sonstigen Handlungsbedarf gibt es nicht.


  • 2/28/2016 9:04:11 PM   Oliver Georgi
    Anne Will bemüht sich dieses Mal ein wenig mehr als beim letzten Mal im Oktober, "hart" nachzufragen. Aber "hart" ist immer noch relativ.
  • 2/28/2016 9:04:34 PM   Heico
    Merkel kann nicht über Europe herrschen. Sie muss die Meinungen aller Bürger in der EU berücksichtigen. Wer gegen die eigene Bevölkerung regiert ist arrogant.
    Die treibt viele Bürger in die Arme der AFD oder schlimmer.
  • 2/28/2016 9:05:19 PM   Oliver Georgi
    "Ich verstehe die Menschen, die sagen, über meine Sorgen muss auch gesprochen werden. Aber wir sagen jedem, dass seine Bedürfnisse nicht unter den Tisch gekehrt werden."


  • 2/28/2016 9:06:41 PM   Oliver Georgi
    Das bisherige Gespräch in der Zusammenfassung:

    Wir schaffen es immer noch.
    Ich nehme mir die Kritik zu Herzen, aber ich brauche Zeit für meinen Politikansatz.
    Die europäische Lösung der Flüchtlingskrise wird kommen, und sie wird nachhaltig sein.
  • 2/28/2016 9:07:27 PM   Oliver Georgi
    "Wir sind auf einem vernünftigen Weg, aber wir haben noch viele Schritte zu gehen. So lange wir noch keinen nachhaltigen Erfolg sehen, werden die Menschen Zweifel haben."


  • 2/28/2016 9:08:10 PM   Sebastian Reuter

  • 2/28/2016 9:09:03 PM   Oliver Georgi
    Man kann das standfest finden oder stur, aber die Kanzlerin wirkt auch vier Monate nach dem letzten Gespräch bei Anne Will überzeugt von ihrem Weg.
  • 2/28/2016 9:11:01 PM   Oliver Georgi
    Jetzt geht es um die Silvesternacht in Köln: Sie zeige, wie groß die Aufgabe der Integration sei, sagt Merkel - und wie fragwürdig der "Multi-Kulti"-Ansatz.  "Integration ist keine freiwillige Sache, sondern Deutschland beruht auf Toleranz und der Gleichberechtigung von Mann und Frau."

    Wer integriert werden wolle, müsse sich an die Regeln des Landes halten, sagt Merkel -  das steht auch schon im Leitantrag vom Parteitag im Dezember,
  • 2/28/2016 9:13:28 PM   Oliver Georgi
    Merkel will weiter keine Zahl für eine Obergrenze für Flüchtlinge nennen - und bezweifelt auch die von Will genannte Zahl von 1,1 Millionen Flüchtlingen im vergangenen Jahr, weil die Registrierung der Flüchtlinge schwierig sei.

    "Wir arbeiten daran, dass die Fluchtursachen bekämpft werden", sagt Merkel. Aber: "Vieles hängt davon ab, wie sich die Dinge insgesamt entwickeln." Das gelte vor allem für den Krieg in Syrien.

  • 2/28/2016 9:13:50 PM   Oliver Georgi
    "Beim Thema Obergrenze verkrampfe ich mich nicht, sondern ich bin nur ehrlich."


  • 2/28/2016 9:14:05 PM   Sebastian Reuter

  • 2/28/2016 9:14:50 PM   Oliver Georgi
    "Ich kann nicht alleine sagen, wie viele Flüchtlinge kommen werden", sagt Merkel.

    "Ich will nichts versprechen, was drei Wochen hält und danach nicht mehr." Zum ersten Mal gibt es Beifall im Studio.
  • 2/28/2016 9:15:32 PM   Oliver Georgi
    "Wie soll ich in die Türkei gehen und sagen: Schauen Sie, Folgendes haben wir in Deutschland uns vorgestellt. Das geht nicht."
     
  • 2/28/2016 9:16:05 PM   Oliver Georgi

    "Wenn ich ihn gut begründe, werden die Menschen meinen Weg mitgehen."


  • 2/28/2016 9:17:44 PM   Oliver Georgi
    Merkel bleibt dabei, dass ihre Entscheidung, im September die Grenze für die Tausenden Flüchtlinge aus Ungarn zu öffnen, richtig gewesen sei.


  • 2/28/2016 9:18:23 PM   Sebastian Reuter

    Klare Aussagen bei Anne Will: Bundeskanzlerin Merkel am Sonntagabend im TV-Studio (Foto: dpa)

  • 2/28/2016 9:18:47 PM   Oliver Georgi
    "Wenn Österreich nicht einseitig und etwas unglücklich" entschieden hätte, eine Obergrenze einzuführen, hätte Europa mehr Zeit gehabt (bis Mitte März), eine Lösung zu finden. Dies gehe jetzt nicht mehr, so Merkel.
  • 2/28/2016 9:19:21 PM   Oliver Georgi
    "Wir können Griechenland jetzt doch nicht im Stich lassen. Wenn der eine die Grenze schließt, muss der andere leiden: Das ist nicht meine Auffassung."


  • 2/28/2016 9:21:10 PM   Oliver Georgi
    Will konfrontiert Merkel jetzt mit dem Vorwurf, sie habe die anderen europäischen Staaten im September nicht eingebunden und erhalte dafür jetzt die Quittung.

    Merkels Antwort: Öffnung der Grenzen im September war ein "humanitärer Imperativ". Sie macht vor allem den ungarischen Ministerpräsidenten Orbán für die chaotischen Zustände damals verantwortlich.


  • 2/28/2016 9:21:43 PM   Sebastian Reuter

  • 2/28/2016 9:21:56 PM   Oliver Georgi
    "Ich wundere mich, dass Sie ein so positives Bild von Europa in der Flüchtlingsfrage zeichnen, Frau Merkel": Anne Will fragt beinhart nach.
  • 2/28/2016 9:23:44 PM   Oliver Georgi
    "Ich bin manchmal auch verzweifelt. Und dann hoffe ich, dass aus der Verzweiflung wieder etwas Vernünftiges wird": Merkel bleibt bei ihrem Weg, auch die Ratlosigkeit einzugestehen, die Politik oft mit sich bringt. 

  • 2/28/2016 9:23:57 PM   Oliver Georgi
    "Es ist meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, dass dieses Europa einen gemeinsamen Weg findet."

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