Coronavirus

Coronavirus Live


  • 4/8/2021 2:48:53 PM   David Rech
    Dieburg gehörte zu den drei ausgewählten Kommunen, in denen das Modellprojekt des Öffnens unter strengen Corona-Testbedingungen gestattet werden sollte. Stadt und Kreis entscheiden sich aber nun doch dagegen.
       
  • 4/8/2021 2:40:59 PM   David Rech
    Wegen eines befürchteten Anstiegs an Corona-Infektionen im muslimischen Fastenmonat Ramadan wollen Länder im arabischen Raum die Vorschriften während der Festtage wieder verschärfen. So will Saudi-Arabien das traditionelle Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete. Gläubige in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten müssen in Moscheen Mundschutz tragen und dürfen sich dort zum speziellen Nachtgebet (Tarawih) höchstens 30 Minuten lang aufhalten.
      
    Im Oman wird das öffentliche Leben während des Ramadans, der in den meisten Ländern voraussichtlich am kommenden Dienstag beginnt, wieder stark eingeschränkt. Geschäfte müssen geschlossen bleiben, auch sämtliche Aktivitäten in den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung werden ausgesetzt. Außerdem soll eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 Uhr abends bis 4.00 Uhr morgens gelten.
      
    In Marokko soll die bestehende Ausgangssperre während des Fastenmonats ebenfalls weiterhin gelten. Dort dürfen Menschen das Haus zwischen 20.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens nicht verlassen. In der Türkei sind während des Ramadans auch verschärfte Corona-Maßnahmen angedacht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits vor einem Anstieg der Corona-Infektionen im arabischen Raum während der Festtage gewarnt.
  • 4/8/2021 2:29:42 PM   David Rech
    Frankreich erreicht sein Ziel von zehn Millionen Erstimpfungen eine Woche früher als geplant. Dies teilt Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex nach einem Besuch in einem Impfzentrum mit.
     
    Sie stehen bereit: In Vailhauques bei Montpellier warten Feuerwehrleute auf die ersten Impflinge. (Bild: AFP)
  • 4/8/2021 2:23:55 PM   David Rech
    In den bayerischen Praxen sollen in Zukunft nach Ansicht der Mediziner alle Corona-Impfstoffe zur Verfügung stehen. „Je nach Indikation können wir unsere Patientinnen und Patienten mit dem für sie geeigneten Impfstoff versorgen“, sagte der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, am Donnerstag. Dafür müssten alle zugelassenen Impfstoffe insbesondere in den Hausarztpraxen verfügbar sein. Die Entscheidung, welcher Impfstoff verabreicht werde, sei eine medizinische.
       
    Seit wenigen Tagen werden auch flächendeckend bei den niedergelassenen Ärzten Impfungen gegen das Coronavirus angeboten. Nach Angaben des bayerischen Hausärzteverbandes stand für den Impfstart vor Ostern der Impfstoff von Astra-Zeneca zur Verfügung, künftig sollen die Praxen eher mit dem Impfstoff von Biontech beliefert werden. Die Mitwirkungsbereitschaft der niedergelassenen Ärzte dürfe nicht durch ein Hin und Her bei den Impfstoffen, die den Praxen zur Verfügung gestellt werden, gefährdet werden, verlangte Ärztepräsident Quitterer.

  • 4/8/2021 2:07:26 PM   David Rech
    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ist gegen Alleingänge der Länder bei der Bestellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Ramelow sehe die Bundesregierung weiterhin in der Pflicht, einen Rahmenvertrag für den Bezug des Impfstoffs für Deutschland zu schließen, erklärte Regierungssprecher Falk Neubert am Donnerstag in Erfurt auf Anfrage.
       
    Thüringens Regierungschef hatte sich immer wieder dafür ausgesprochen, Sputnik V nach seiner Zulassung in Deutschland einzusetzen. Er habe darüber mehrfach mit Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gesprochen, so der Regierungssprecher. Ramelow habe deshalb mit Verwunderung auf das Vorpreschen von Bayern reagiert. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Mittwoch erklärt, Bayern habe sich mit einem Vorvertrag 2,5 Millionen Impfdosen Sputnik V für den Fall einer EU-Zulassung des Wirkstoffs gesichert.
  • 4/8/2021 1:55:37 PM   David Rech
    Das Pharmaunternehmen IDT Biologika hat in Dessau-Roßlau den Grundstein für ein weiteres Gebäude zur Impfstoffproduktion gelegt. Ab Anfang 2023 will das Unternehmen dort den Corona-Impfstoff von Astra-Zeneca produzieren.
      
    Insgesamt investiere das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standortes in Sachsen-Anhalt, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Damit werde das Projekt etwa doppelt so schnell umgesetzt, wie in der Branche üblich.
      
    Neben der neuen Produktionsstätte solle noch eine weitere Abfüllanlage entstehen, teilte das Unternehmen mit. IDT hatte die Kooperation mit dem britisch-schwedischen Hersteller vor Wochen bekanntgeben. „IDT und der Biopharmapark Dessau mit seinen weiteren Partnern am Standort sind dabei, sich zu einem der Biopharmazentren im Herzen Europas zu entwickeln“, sagte Firmenchef Jürgen Betzing. Nicht nur beim Corona-Präparat von Astra-Zeneca ist die Firma aus Dessau beteiligt. Bereits seit Mitte März füllt das Unternehmen auch den Impfstoff des amerikanischen Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und verpackt die Ampullen. Die ersten Chargen sind bereits in der Qualitätskontrolle und sollen ab Mitte April ausgeliefert werden.
       
    Der Standort in Sachsen-Anhalt soll ausgebaut werden. (Bild: AFP)
  • 4/8/2021 1:42:11 PM   David Rech
    Der Bundesrechnungshof sieht den Bundeshaushalt angesichts gewaltiger neuer Schulden in einer besorgniserregenden Lage. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags heißt es: „Der Bund wird derzeit von einer Schulden-Lawine mitgerissen. Es gelingt ihm immer weniger, sich aus eigener Kraft zu finanzieren.“ In den kommenden Jahren werde es ohne strukturelle Reformen nicht gelingen, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zumindest halbwegs zu beheben.
      
    Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller, sagte laut einer Mitteilung vom Donnerstag, der Eckwertebeschluss der Bundesregierung lege schonungslos offen, auf welch „tönernen Füßen“ der Bundeshaushalt stehe - ausgelöst durch die Corona-Pandemie. „Jetzt rächt sich das Ausbleiben notwendiger Reformen in den Jahren nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Die vorhandenen Spielräume wurden nicht ausreichend für zukunftsrelevante Schwerpunkte genutzt. Heute stehen sie nicht mehr zur Verfügung.“ Staatliche Mittel stünden nicht unbegrenzt zur Verfügung und auch nicht für jeden Zweck.
       
    Der Rechnungshof sieht in der Finanzplanung für 2023 bis 2025 erhebliche Lücken, die Rede ist von rund 86 Milliarden Euro. Die Eckwerte des Haushalts seien auf „Kante genäht“.
  • 4/8/2021 1:34:44 PM   David Rech
    Der Präsenzunterricht an Schulen soll aus Sicht der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken an regelmäßige Corona-Tests gebunden werden. Mit Blick auf Beratungen der Kultusministerkonferenz am Nachmittag sagt sie der „Rheinischen Post“, die Virusvariante sei gerade bei Kindern so aggressiv, dass regelmäßige Tests für den Infektionsschutz unerlässlich seien. Daher laute ihre dringende Bitte an die Kultusministerinnen und Kultusminister: „Ohne Test darf eine Teilnahme am Präsenzunterricht nicht erlaubt werden.“
  • 4/8/2021 1:31:14 PM   David Rech
    Insgesamt 656.357 Menschen haben am Mittwoch eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten – das sind mehr als doppelt so viele wie am Vortag. Rund 13,8 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen mindestens einmal geimpft worden.
       
  • 4/8/2021 1:20:00 PM   David Rech
    Die Weltgesundheitsorganisation hat die mangelhafte Versorgung Afrikas mit Impfstoffen gegen Covid-19 kritisiert. Weniger als zwei Prozent aller weltweit ausgelieferten Impfdosen seien bislang an die Menschen in Afrika verabreicht worden, betonte die WHO-Regionaldirektorin, Matshidiso Moeti, am Donnerstag in Brazzaville (Republik Kongo).
      
    Mehr als eine Milliarde Afrikaner stünden bei den globalen Impfkampagnen noch im Abseits, beklagte die Regionaldirektorin während einer Video-Pressekonferenz. Moeti befürchtete weitere Verzögerungen der Vakzin-Lieferungen nach Afrika. Indien habe angesichts einer starken zweiten Corona-Welle den Export von Impfstoffen vorübergehend untersagt.
      
    Indiens Pharmaindustrie stellt massenhaft Impfdosen her und soll sie im Auftrag des UN-Programms Covax nach Afrika ausführen. Moeti erklärte, dass diejenigen Länder Afrikas wie Ghana, Ruanda und Angola, die Vakzine erhalten hätten, die Wirkstoffe schnell verimpft hätten.
  • 4/8/2021 1:10:00 PM   David Rech
    Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden über die Covax-Impf-Initiative bisher fast 38,4 Millionen Impfdosen an über 100 Länder verteilt. Trotz Lieferproblemen und der gestiegenen Nachfrage in Indien sollen alle Länder, die Impfstoff bestellt haben, diesen in der ersten Jahreshälfte 2021 erhalten. Insgesamt wolle die Initiative für einen weltweit gerechten Zugang zu Impfstoffen in diesem Jahr mindestens zwei Milliarden Impfdosen verteilen.
  • 4/8/2021 1:00:51 PM   David Rech
    Die Initiative aus den Reihen der Unionsfraktion für mehr Kompetenzen des Bundes in der Pandemiebekämpfung wird von 52 Abgeordneten von CDU und CSU unterstützt. Das Schreiben mit den Unterschriften sei an den Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU) und den CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt versandt worden, sagte einer der Initiatoren, der CDU-Abgeordnete Norbert Röttgen, am Donnerstag der „Welt“.
      
    Insgesamt hatte sich die Gruppe um Röttgen dem Bericht zufolge an rund 100 Abgeordnete gewandt, die gesamte Fraktion wurde nicht angeschrieben. 48 Abgeordnete haben sich demnach nicht zurückgemeldet. Eine dezidierte Ablehnung des Vorschlags sei von einem Parlamentarier gekommen, ein weiterer habe sich „eher ablehnend“ gezeigt.
      
    Die Initiative von Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sieht vor, den Bund zum Erlass von Rechtsverordnungen zur Durchsetzung von Corona-Maßnahmen zu ermächtigen. Damit wäre dann neben den Landesregierungen auch die Bundesregierung ermächtigt, Corona-Beschränkungen zu verhängen. Die derzeit gültige Fassung des Infektionsschutzgesetzes sieht vor, dass es Aufgabe der Länder ist, Corona-Schutzmaßnahmen zu erlassen und durchzusetzen.
  • 4/8/2021 12:49:09 PM   David Rech
    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) sieht in einer Impfpflicht keinen Verstoß gegen die Menschenrechte. „Die Maßnahmen können in einer demokratischen Gesellschaft als notwendig angesehen werden“, urteilte das Gericht am Donnerstag nach einer Klage mehrerer Familien gegen die in Tschechien bestehende Impfpflicht für Kinder. Die tschechische Gesundheitspolitik sei im „besten Interesse“ der Kinder, urteilte das Gericht.
      
    „Das Ziel muss sein, dass jedes Kind gegen schwere Krankheiten geschützt ist, durch Impfung oder durch Herdenimmunität“, führte das Gericht weiter aus. Die Impfpflicht sei deshalb keine Verletzung von Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens).
      
    In Tschechien müssen Kinder verpflichtend gegen neun Krankheiten - darunter Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und Masern – geimpft werden. Mehrere Eltern, die wegen Verstoßes gegen die Impfpflicht eine Geldstrafe zahlen mussten oder deren Kinder nicht in den Kindergarten aufgenommen wurden, hatten dagegen geklagt.
       
    Es ist das erste Urteil des EGMR zu einer Impfpflicht für Kinder. Experten zufolge könnte es Auswirkungen auf die derzeit vielerorts laufenden Corona-Impfkampagnen haben. „Dieses Urteil stärkt die Möglichkeit einer Impfpflicht unter den Bedingungen der aktuellen Covid-19-Epidemie“, sagte der Rechtsexperte Nicolas Hervieu der Nachrichtenagentur AFP.
     
    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (Bild: AFP)
  • 4/8/2021 12:39:23 PM   David Rech
  • 4/8/2021 12:35:25 PM   David Rech
    Erstmals seit Beginn der Impfkampagne wurden laut Angaben des Robert-Koch-Instituts mehr als 650.000 Impfungen an einem Tag in Deutschland verimpft. Damit hat sich die Zahl der täglichen Impfungen fast verdoppelt.

  • 4/8/2021 12:28:22 PM   David Rech
    Spanien-Urlauber in spe können aufatmen: Die neue strenge Maskenpflicht in dem Land gilt nicht auf dem eigenen Strandtuch oder der Sonnenliege. Wenige Tage nach Verschärfung der Maskenpflicht beschlossen Vertreter der Regierung und der 17 Regionen in Gesprächen am Mittwochabend eine Änderung des Gesetzes. Am Strand darf die Maske nun abgenommen werden, solange sich die Besucher an einem festen Ort aufhalten und mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen halten.
      
    Auch beim Schwimmen muss der aktuellen Entscheidung zufolge keine Maske getragen werden, ebenso bei „unbedingt notwendigen“ Zeiten des Essens oder Trinkens in der Öffentlichkeit. Die Ende März verhängte verschärfte Maskenpflicht hatte scharfe Kritik vor allem in den Urlaubsregionen hervorgerufen. Mit den nun beschlossenen Änderungen ist eine befürchtete Urlaubsbräune mit Maskenabdruck im Gesicht vom Tisch.
  • 4/8/2021 12:18:17 PM   David Rech
    Australiens Gesundheitsbehörden empfehlen für unter 50-Jährige nur noch Impfungen mit dem Vakzin von Pfizer/BioNTech statt dem von Astra-Zeneca. Die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem Experten der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Astra-Zeneca-Wirkstoff und sehr seltenen Thrombose-Fällen festgestellt hatten, erklärt der oberste australische Gesundheitsbeamte, Paul Kelly. Das Risiko sei zwar „extrem gering“. Dennoch habe die Regierung ihre Empfehlungen geändert.
  • 4/8/2021 12:08:44 PM   David Rech
    Die Entscheidung über den Wechsel von Astra-Zeneca zu einem anderen Präparat für die Corona-Zweitimpfung soll erst in der kommenden Woche fallen. Zunächst wollen die Gesundheitsminister der Länder am nächsten Dienstag zunächst mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den Vorsitzenden der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, aber noch offene Fragen diskutieren, heißt es aus den Reihen der Länderminister.
       
    Die Stiko hatte bereits in der vergangenen Woche empfohlen, dass Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Corona-Impfung mit dem Präparat von Astra-Zeneca erhalten haben, bei der zweiten Impfung auf einen anderen Impfstoff umsteigen sollen. Die Gesundheitsminister hatten darüber bereits in ihrer Schalte am Mittwoch diskutiert, die finale Entscheidung aber dann wegen der offenen Fragen vertagt.
      
    Mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 wurden schon mit Astra-Zeneca geimpft. (Bild: Reuters)
         
    Hintergrund sind eine Reihe von Verdachtsfällen auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astra-Zeneca. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko jüngere Menschen betrifft. Bund und Länder hatten deshalb vor einer Woche beschlossen, das Astra-Zeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen.
       
    Laut Spahn haben bereits 2,2 Millionen Bürger unter 60 eine erste Impfung mit Astra-Zeneca erhalten. Die Stiko empfiehlt, dass sie nun nach zwölf Wochen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech/Pfizer oder Moderna) bekommen.
     
  • 4/8/2021 11:58:44 AM   David Rech
    Niederländische Ermittler haben nach eigenen Angaben einen Anschlag auf ein Corona-Impfzentrum verhindert. Ein 37 Jahre alter Mann sei unter dem Verdacht eines Terroranschlags in Den Helder festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der Mann wollte den Angaben zufolge einen Sprengkörper in dem Impfzentrum explodieren lassen und dadurch die Impfungen sabotieren.
     
    Die Festnahme des mutmaßlichen Täters erfolgte nach Angaben der Justiz bereits am 18. März. Bei Krawallen gegen den Lockdown hatte es im Januar auch Angriffe auf Testzentren gegeben.
      
    Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als Terrorakt ein: „Der Verdächtige wollte mit seinem Handeln der Bevölkerung große Angst einflößen und wirtschaftliche und soziale Strukturen des Landes destabilisieren.“ Der Haftrichter verlängerte die Untersuchungshaft um drei Monate. Die Ermittlungen nach möglichen Komplizen dauern an.
  • 4/8/2021 11:45:43 AM   David Rech
    In den nordrhein-westfälischen Impfzentren sind am Dienstag die Corona-Schutzimpfungen für den Jahrgang 1941 angelaufen - teils mit längeren Warteschlangen. Sie erhalten nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums das Präparat von Biontech/Pfizer. Parallel laufen die Impfungen für besonders gefährdete Berufsgruppen und Zweitimpfungen für über 80-Jährige weiter.
     
    Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zog am Donnerstag eine erste positive Zwischenbilanz. Trotz des großen Ansturms – auch während der Astra-Zeneca-Sonderaktion für die Altersgruppe „60 plus“ über die Ostertage - halte die neue Buchungsplattform stand und laufe stabil, berichtete der Vorstand in einer Mitteilung. Das NRW-Gesundheitsministerium sprach von problemlosen Buchungen für den Jahrgang 1941. „Es stehen ausreichend Termine zur Verfügung.“ In Kürze würden auch schon die Buchungssysteme für die Jahrgänge 1942 und 1943 freigeschaltet, kündigte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an. Derzeit sei die Nachfrage nicht genau zu prognostizieren, weil noch unklar sei, wie viele Partner mit angemeldet würden. In NRW sind rund 1,6 Millionen Menschen 70 bis 80 Jahre alt und 1,2 Millionen sind noch älter.
  • 4/8/2021 11:30:31 AM   David Rech
    Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, stellt sich hinter den Plan von Gesundheitsminister Jens Spahn, einen Vorvertrag für den russischen Impfstoff Sputnik V auszuhandeln. „Es hat meine volle Unterstützung, wenn der Bund Sputnik-Impfstoffdosen für Deutschland sichern will“, sagt die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich habe das Thema in unseren Beratungen auf Bundesebene angesprochen. Voraussetzung für einen Kauf ist natürlich, dass der Impfstoff eine Zulassung erhält.“ Es komme nicht darauf an, woher ein Impfstoff komme. Entscheidend sei allein, dass er sicher sei und wirke. Jedes Vakzin, das diese Voraussetzung erfülle, helfe, Schritt für Schritt aus der Pandemie zu kommen. „Deshalb muss man sich frühzeitig Optionen sichern“, fügt Schwesig hinzu. „Weil bisher nicht klar war, ob der Bund sich eine Option sichert, habe ich unseren Gesundheitsminister schon vor einiger Zeit darum gebeten, eigenständig in Gespräche über Sputnik-Optionen einzutreten. Noch besser wäre natürlich, wenn der Bund das zentral für ganz Deutschland macht.“
  • 4/8/2021 11:27:05 AM   David Rech
    Auch der Chef-Haushälter der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg (CDU), hat sich hinter die Initiative um CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen für mehr Bundeskompetenz bei der Corona-Pandemiebekämpfung gestellt. „Ich unterstütze den Vorstoß von Herrn Röttgen für mehr Bundeskompetenzen in der Pandemie", sagte Rehberg der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag). "Der vielstimmige Chor der 16 Bundesländer vor, während und nach den Ministerpräsidentenkonferenzen verunsichert die Menschen im Land. Daher ist es jetzt wichtig, dass der Bund zusätzlich Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes erhält, die bisher nur den Ländern zur Verfügung standen", sagte Rehberg. Röttgen und mehrere Unions-Abgeordnete fordern eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, das Kanzleramt prüft dies. 
  • 4/8/2021 11:14:02 AM   David Rech
    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht sich gegen Forderungen nach einem neuen Lockdown und bundeseinheitliche Regelungen aus. „Wir brauchen gar nicht neue Beschlüsse“, sagt sie zu den am Montag geplanten Bund-Länder-Spitzengesprächen. Es reiche, die vorhandenen Beschlüsse konsequent umzusetzen. „Wir haben alle Instrumente an der Hand.“ Wenn man eine Ministerpräsidentenkonferenz ansetze, brauche man eine Vorlage. Sie ließ offen, ob diese Vorlage von dem Kanzleramt oder vom Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD), geliefert werden sollte.
     
    Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, bei einer Bundesratssitzung im Juni 2020 (Bild: dpa)
  • 4/8/2021 11:01:58 AM   David Rech
    Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Intensiv-Patienten steigt weiter. Laut Divi Register beträgt die Zahl am Donnerstag 4458, sie steigt seit dem 12. März ununterbrochen. Da der Ausbruch einer Corona-Erkrankung und die spätere Einlieferung in Intensivstationen zeitverzögert ist, spiegelt die Zahl den Anstieg der Neuinfektionen vor rund zwei Wochen wieder. Intensivmediziner weisen zudem immer wieder darauf hin, dass die behandelten Corona-Patienten jünger würden und länger auf den Intensivstationen blieben.
  • 4/8/2021 10:56:26 AM   David Rech
    Die Linkspartei lehnt den Vorstoß aus der Unionsfraktion für mehr Kompetenzen des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab. „Bevor der Bund das Infektionsschutzgesetz ändert, muss er erstmal die bestehenden Möglichkeiten ausschöpfen“, sagte der Chef der Linken-Bundestagsfraktion Dietmar Bartsch der „Augsburger Allgemeinen“. Auch Thüringens linker Ministerpräsident Bodo Ramelow zeigte sich skeptisch: „Man kann auf dem derzeitigen Infektionsschutzgesetz so einen Stufen- und Rahmenplan aufbauen. Dazu muss man den langen Weg der Gesetzesänderung und Bundesratsbeteiligung gar nicht gehen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
     
    Der Vorstoß der CDU-Abgeordneten Norbert Röttgen, Johann Wadephul und Yvonne Magwas sieht vor, „dem Bund (zusätzlich) dieselben Handlungsmöglichkeiten zu geben wie den Ländern, nämlich durch Rechtsverordnung die Durchsetzung der nationalen Ziele des Infektionsschutzgesetzes zu gewährleisten“. Die drei CDU-Parlamentarier machen diesen Vorschlag in einer Mail an andere Mitglieder der Unionsfraktion. Der Deutschen Presse-Agentur in Berlin liegt die Mail, über die zuerst „Bild“ berichtete, vor.
  • 4/8/2021 10:41:43 AM   David Rech
    In der Debatte um den Corona-Impfstoff von Astra-Zeneca hat der Vorsitzende der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko) der Wahrnehmung widersprochen, es gebe Meinungsverschiedenheiten unter Experten. Es gebe keinen Widerspruch zwischen den Einschätzungen der EU-Arzneimittelbehörde EMA, dem Paul-Ehrlich-Institut und der Stiko, sagte der Virologe Thomas Mertens am Donnerstag im RBB-Inforadio. Dass der Astra-Zeneca-Impfstoff in seltenen Fällen zu schweren und auch lebensgefährlichen Nebenwirkungen (bestimmten Arten von Blutgerinnseln) führen könne, bestreite niemand.
      
    Mertens betonte vielmehr die unterschiedlichen Aufgaben und Blickwinkel der Institutionen: Die EMA sei für die grundsätzliche Zulassung zuständig, machte er deutlich. Bei der Stiko gehe es vielmehr darum, den Impfstoffeinsatz zum besten Nutzen der Bevölkerung in Deutschland zu regeln.
      
    Wenn man ganz Europa betrachte, habe die EMA mit ihrer positiven Bewertung der Impfung sicher recht, betonte Mertens: „Denn es gibt viele Länder in Europa, die auch in ihrer Impfkampagne fast völlig von Astra-Zeneca abhängen.“ In Deutschland sei das anders, auch andere Präparate stünden zur Verfügung: „Wir haben die Möglichkeit, Impfstoffe in den Altersgruppen zu verschieben und dadurch das Risiko einer schweren Nebenwirkung zu reduzieren oder ganz auszuschließen.“ Mit Blick auf unterschiedliche Altersbeschränkungen in EU-Ländern erläuterte Mertens, dass jedes Land seine eigenen Daten betrachte. Die EU-Staaten hätten unterschiedliche, kaum miteinander vergleichbare Meldesysteme für Nebenwirkungen. Eine Art europäische Stiko fehle: "Es gibt derzeit keine europäische Institution, die eine gemeinsame Empfehlung für alle europäischen Länder ausarbeiten und durchsetzen könnte."
       
    Die EMA hatte  am Mittwoch trotz sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen jüngerer Menschen weiterhin uneingeschränkt grünes Licht für die Anwendung des Impfstoffes gegeben. Die Stiko empfiehlt Astra-Zeneca hingegen erst für Menschen ab 60 Jahren. In Großbritannien sollen nur noch Erwachsene über 30 das Mittel bekommen.
      
    Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission, bei einer Pressekonferenz im November 2020 (Bild: dpa)
  • 4/8/2021 10:30:43 AM   David Rech
    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Sonderwege von Bundesländern wie Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern bei der Beschaffung des Impfstoffes Sputnik V kritisiert. „Für die Beschaffung der Impfstoffe ist die Bundesregierung zuständig“, sagt die SPD-Politikerin. Da gehöre das Thema hin. Sollte die Bundesregierung sagen, dass Sputnik die Zulassung der EU und Empfehlung der Stiko habe, „dann freue ich mich riesig darüber“, fügt sie hinzu.
  • 4/8/2021 10:18:07 AM   David Rech
    Der slowakischen Arzneimittelbehörde SUKL zufolge unterscheidet sich die in die Slowakei gelieferte Charge des russischen Impfstoffs Sputnik-V von denen, die von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ geprüft wurden. Die Behörde betont, dass sie die Vorteile und Risiken der 200.000 gelieferten Impfdosen nicht einschätzen könne. Aufgrund fehlender Angaben des Herstellers wird der Impfstoff noch nicht verwendet.
  • 4/8/2021 10:10:14 AM   David Rech
    Die Taskforce Impfstoffproduktion der Bundesregierung wird nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen nun Gespräche mit dem Hersteller des russischen Impfstoffes Sputnik V führen. Dabei gehe es auch um weitere Produktionsstätten in Deutschland, hieß es. Der Taskforce gehören Vertreter des Gesundheits-, Wirtschafts- und Finanzministeriums an.
  • 4/8/2021 9:59:53 AM   David Rech
    Wegen der wieder stark wachsenden Belastung der Intensivstationen in Deutschland in der Corona-Pandemie schlagen Fachleute Alarm. „Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???“, schrieb der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, auf Twitter. Städte wie Bonn, Bremen und Köln hätten kaum noch freie Betten für den nächsten Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder Covid-19-Patienten. Der Charité-Virologe Christian Drosten leitete den Text des Intensivmediziners am Donnerstag bei Twitter mit dem Kommentar „Dies ist ein Notruf“ an seine mehr als 700.000 Follower weiter.
     
    Seit Mitte März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an. Derzeit sind es mehr als 4400, zu Jahresbeginn waren es knapp 5800 gewesen. „Wenn das so weiter geht, werden wir in Kürze auch leider Gottes über 5000 Covid-19 Patienten haben“, sagt der ehemalige Divi-Präsident Uwe Janssens am Mittwoch den Sendern RTL/ntv. Ab einer Zahl von 5000 bis 6000 Intensivpatienten könne es sein, dass einige Krankenhäuser wieder auf den Notbetrieb umstellen müssten. Berlins Universitätsklinikum Charité kündigte am Donnerstag bereits an, ab kommender Woche wieder die Zahl planbarer Eingriffe zurückzufahren.
       
    Als Nadelöhr bei der Versorgung gilt vor allem die Verfügbarkeit von Pflegepersonal. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), die die Belegungszahlen täglich herausgibt, warnt seit vielen Wochen vor den Folgen der hohen Corona-Infektionszahlen und forderte zuletzt einen harten Lockdown.
      
  • 4/8/2021 9:36:17 AM   David Rech
    Wegen steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle schränkt Europas größte Uniklinik, die Berliner Charité, künftig wieder den übrigen Klinikbetrieb stark ein. Ab kommender Woche würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vermehrt in Covid-19-Bereichen eingesetzt, planbare Eingriffe würden zurückgefahren, teilte der für die Krankenversorgung zuständige Vorstand Martin Kreis am Donnerstag mit. „Wir rechnen mit einer erneut starken Arbeitsbelastung unserer Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte.“ Notfälle und zeitkritische Eingriffe sollen von der Regelung vorerst ausgenommen bleiben.
     
    Die Charité versorgt in Berlin vorrangig Betroffene mit schweren Covid-19-Verläufen. Sie hatte bereits von Mitte Dezember bis Ende Januar ein Notfallprogramm gefahren, um die Patientenzahlen zu bewältigen. Seit Mitte März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an, auf nun mehr als 4400. In Berlin nähert sich die Auslastung der Intensivbetten mit dieser Art von Erkrankten wieder der als kritisch definierten Schwelle von 25 Prozent an. Als Nadelöhr bei der Versorgung gilt vor allem die Verfügbarkeit von Pflegepersonal.
     
    Die Charité versorgt in Berlin vorrangig Betroffene mit schweren Covid-19-Verläufen. (Bild: dpa)
  • 4/8/2021 9:36:15 AM   David Rech
    Auch Mecklenburg-Vorpommern will offenbar einen Vertrag mit dem Sputnik-V-Hersteller schließen. Der Sender NDR 1 berichtet, dass Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) einen Vertrag über die Lieferung von einer Million Impfdosen für das Bundesland nach Moskau schicken wolle. Die Verhandlungen seien mit der Staatskanzlei abgestimmt. Glawe rechne Ende Mai oder Anfang Juni mit einem Einsatz des Impfstoffs. Die Kosten solle der Bund übernehmen.
  • 4/8/2021 9:32:21 AM   David Rech
    Um die seit Dienstag im Saarland möglichen Öffnungsangebote nutzen zu können, müssen auch Menschen, die bereits zwei Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, weiterhin einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Das teilte am Donnerstag die Landesregierung auf dpa-Anfrage mit. Es sei „aktuell nicht vorgesehen“, dass Menschen mit Impfschutz gegen Covid-19 etwa in der Außengastronomie oder im Fitnessstudio auch ohne Schnelltest vom Angebot Gebrauch machen können. Das zu erlauben, werde aber „sicher zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht gezogen“, heißt es weiter.
      
    Die Landesregierung begründet dieses Vorgehen mit dem bislang knappen Impfstoff. Es gebe noch zu wenig davon, „um möglichst allen Menschen ein Impfangebot machen zu können“, heißt es. Seit Dienstag sind für alle Saarländer die Außengastronomie, Fitnessstudios Theater und Kinos wieder geöffnet - Zugangsvoraussetzung ist ein negativer Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Das Saarland ist damit das einzige Bundesland, das bislang einen so flächendeckenden Öffnungsschritt wagt - mitten in der dritten Pandemie-Welle. Bundespolitiker und Wissenschaftler kritisieren das Modell.
  • 4/8/2021 9:24:26 AM   David Rech
    Die French Open der Tennisprofis sind offiziell um eine Woche verschoben worden. Dies gaben die Organisatoren am Donnerstag bekannt. Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres findet nun vom 30. Mai bis 13. Juni statt, zuvor war der Höhepunkt der Sandplatz-Saison für die Zeit vom 23. Mai bis zum 6. Juni geplant worden. Der veranstaltende französische Tennisverband FFT habe sich zum Ziel gesetzt, „die Chancen zu maximieren, dass das Turnier vor einer größtmöglichen Anzahl von Fans gespielt wird, während gleichzeitig Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden“, hieß es in einer Pressemitteilung. Bei dem Vorhaben helfe die eine Woche Verschiebung.
      
    Die Entscheidung kam nicht überraschend. Die französische Regierung hatte bereits mit den Veranstaltern über eine „Verzögerung von ein paar Tagen“ diskutiert. Der aktuelle vierwöchige Lockdown soll planmäßig Anfang Mai enden. Die neuen Beschränkungen aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in Frankreich gelten seit Anfang April.
     
    Im vergangenen Jahr waren die French Open um vier Monate auf September verschoben worden. (Bild: AFP)
  • 4/8/2021 9:20:35 AM   David Rech
    Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in der Medizin einen Schub verschafft. Die Videosprechstunde beim Arzt wird mittlerweile millionenfach von Patienten angenommen. Das Wachstum sorgt für Freude bei den Plattformanbietern, erzeugt aber auch Kritik.
       
    Das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) hat nach Ausbruch der Corona-Pandemie einen sprunghaften Anstieg der Videosprechstunden beobachtet - rund 1,7 Millionen zählte das Institut zwischen März und September 2020. „Im Vergleichszeitraum 2019 waren es praktisch null“, sagt der ZI-Geschäftsführer Dominik von Stillfried. Allerdings hält er den Zeit- und Organisationsaufwand, den Ärzte mit Videosprechstunden haben, oftmals für ein beträchtliches Hindernis. „Für die Praxen sind Online-Kontakte sehr ineffizient im Vergleich zu den normalen Sprechstunden.“ Nach einer Umfrage des Digital-Branchenverbands Bitkom bieten rund 17 Prozent der Praxisärzte Videosprechstunden an. Weitere 40 Prozent können sich ein solches Angebot vorstellen.
  • 4/8/2021 9:15:08 AM   David Rech
    Ob auf dem Küchenstuhl oder in der Abstellkammer: Arbeiten in der Pandemie sieht selten so aus wie auf gestellten Fotos. Wir haben Sie gebeten, uns Ihre Bilder zu schicken. Hier sind die besten Motive.
       
  • 4/8/2021 9:08:40 AM   David Rech
    Ein Zug der Deutschen Bahn ist am Mittwoch in Westerland auf Sylt wegen eines Corona-infizierten Schwarzfahrers evakuiert worden. Die leere Bahn sei nach Husum zur Desinfektion gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Donnerstag. Der Zug hatte nach Hamburg fahren sollen. Der Schwarzfahrer sei auf der Hinfahrt ertappt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Beamte hätten den 42-Jährigen in Itzehoe aus dem Zug geholt. Weil sich der Mann auf dem Bahnsteig übergab, hätten die Beamten einen Rettungswagen gerufen, der ihn in eine Klinik brachte. Dort sei ein Corona-Test gemacht worden, der positiv ausfiel. Der Zug sei unterdessen nach Sylt weitergefahren, aber vor der Rückfahrt nach Hamburg gestoppt worden. Wie viele Reisende betroffen waren, konnten die Sprecher nicht sagen. Zunächst hatte shz.de berichtet.
  • 4/8/2021 8:58:09 AM   David Rech
    Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V kann nach Einschätzung des Impfstoff-Beauftragten der EU-Kommission, Thierry Breton, nicht kurzfristig helfen bei der Impfkampagne der Europäischen Union. Auf die Frage, ob Präparate etwa aus Russland oder China dazu beitragen könnten, bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, schrieb der Franzose am Donnerstag in einem Blog-Eintrag: „Ich fürchte, die Antwort ist nein.“
     
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Donnerstag gleichwohl bilaterale Gespräche mit Russland über eventuelle Sputnik-Lieferungen an. Dabei betonte er jedoch: „Um wirklich einen Unterschied zu machen in unserer aktuellen Lage, müsste die Lieferung schon in den nächsten zwei bis vier, fünf Monaten kommen - ansonsten haben wir so oder so mehr als genug Impfstoff.“ Bislang hatte Deutschland bei der Impfstoffbeschaffung auf die EU-Ebene gesetzt. Noch Ende März hieß es mit Blick auf Sputnik aus Regierungskreisen: „Wir sind der Meinung, dass das wieder über das europäische System erfolgen soll.“ Man habe die EU-Kommission dazu aufgefordert, sich dieser Frage anzunehmen.
     
    Fläschchen des russischen Impfstoffs Sputnik V (Bild: dpa)
  • 4/8/2021 8:43:10 AM   David Rech
    Ifo-Präsident Clemens Fuest spricht sich für eine erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen aus. „Wir müssen die sozialen Kontakte reduzieren, damit wir die Infektionen herunterbringen, denn sonst wird es auch keine nachhaltige wirtschaftliche Erholung geben“, sagt der Ökonom dem Fernsehsender phoenix. „Wir bleiben sonst im Jo-Jo-Lockdown, in den uns die Politik jetzt leider geführt hat, weil sie eben nicht viel früher eine überzeugende Strategie eingeschlagen hat.“ Ob die Kontaktreduzierung durch Schließung des Einzelhandels oder der Schulen erreicht werde, sei letztlich eine politische Entscheidung. Es sei fatal, dass die Politik die Osterferien habe vorbeiziehen lassen, ohne diese für eine Reduzierung der sozialen Kontakte zu nutzen. Ebenfalls sei bedauerlich, dass man nicht genau wisse, wie genau sich das Infektionsgeschehen entwickle, weil nicht oder unvollständig gemeldet werde. „All das zeigt, dass ein wirklich überzeugendes pro-aktives Pandemie-Management in Deutschland nach wie vor fehlt, und zwar mehr als ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie“, kritisiert Fuest.
  • 4/8/2021 8:38:57 AM   David Rech
    Die Corona-Neuinfektionen in der Türkei sind auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie angestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwochabend 54.740 Neuinfektionen an einem Tag und 276 Todesfällen in 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist besonders in der Millionenmetropole Istanbul hoch. Sie lag zuletzt bei rund 590 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche.
       
    Die Türkei mit ihren rund 84 Millionen Einwohnern hatte Corona-Beschränkungen Anfang März teilweise aufgehoben - seitdem steigen die Fallzahlen rapide. Inzwischen gelten wieder strengere Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen am gesamten Wochenende in bestimmten Regionen. Im Fastenmonat Ramadan, der kommende Woche beginnt, sollen weitere Maßnahmen greifen.
  • 4/8/2021 8:29:04 AM   David Rech
    Indien hat wieder einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Innerhalb eines Tages seien 126 789 neue Infektionen erfasst worden, wie das indische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Demnach wurden auch 685 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. In absoluten Zahlen ist Indien das am drittmeisten von Corona betroffene Land - nach Brasilien und den Vereinigten Staaten.
       
    Trotzdem leben viele so, als gebe es kein Corona mehr. Sie feiern große hinduistische Feste und besuchen Regionalwahlveranstaltungen, bei denen viele Leute ohne Masken und Abstand zusammenkommen. Auch ansteckendere Virusmutanten dürften bei der Virus-Ausbreitung eine Rolle spielen.
        
    Indien stellt Impfstoffe in Massenproduktion her - und bislang wurden nach offiziellen Angaben mehr als 90 Millionen Dosen verimpft. Aber in der größten Demokratie der Welt leben mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Der Gesundheitsminister des besonders betroffenen und reichsten Bundesstaates Maharashtra hatte kürzlich gewarnt, dass dort bald der Impfstoff ausgehe. Aber vom indischen Gesundheitsminister Harsh Vardhan hieß es dazu, dass solche Aussagen leichtsinnig seien und Panik verbreiteten.
        
    Angesichts der raschen Virus-Verbreitung in Indien will Neuseeland vorübergehend alle Einreisen aus dem Land verbieten. Es ist das erste Mal, dass Neuseeländerinnen und Neuseeländer nicht mehr in ihr eigenes Land dürfen. Ausländerinnen und Ausländern dürfen schon seit einem Jahr nicht mehr einreisen.
     
    Viele Menschen, wenige Masken: Viele Inder leben so, als gebe es kein Corona, hier zu sehen ist eine Kundgebung in Kalkutta. (Bild: dpa)
  • 4/8/2021 8:18:48 AM   David Rech
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen härteren Lockdown gefordert, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Erst wenn die Inzidenzzahlen wieder niedriger seien, könne man mit Testen und Impfen aus der Pandemie herauskommen, sagte er am Donnerstag im WDR5-„Morgenecho“. Vor allem die privaten Kontakte müssten zunächst weiter reduziert werden.
      
    In Regionen mit einer Wocheninzidenz von über 100 müsse man zu Ausgangsbeschränkungen kommen. „Ausgangsbeschränkungen haben ja vor allem ein Ziel: Dass abends nicht alle privat sich treffen, so schwer das fällt“, sagte Spahn. „Gerade die privaten Kontakte - nicht nur, aber auch am Abend - führen eben zu Infektionen.“ Der zweite wichtige Bereich seien Schulen und Kitas. Es sei wichtig, „in den Schulen sehr konsequent mindestens zweimal die Woche zu testen“, sagte Spahn. „Man hätte jetzt aus meiner Sicht die Ostertage gut nutzen können, jetzt in der Verlängerung Schulen und Kitas in Notbetreuung zu bringen.“ Außerdem müsse auch in Betrieben, in denen kein Homeoffice möglich sei, „mindestens zweimal die Woche ein Testangebot her“.
      
    Erst wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stabil unter 100 liege, könnten einzelne Bereiche - etwa die Außengastronomie oder der Einzelhandel - testgestützt öffnen.
      
    „Idealerweise“ solle es ein bundeseinheitliches Vorgehen geben. „Da ist es wichtig, dass wir erstmal zu einem einheitlichen Verständnis der Lage kommen.“ Es sei in den vergangenen Monaten immer wieder ein Problem gewesen, „dass Bund und Länder sich einigen auf etwas, und schon wenige Tage später es eben nicht mehr bundeseinheitlich umgesetzt wird, sondern es Ausnahmen und andere Regeln gibt“.
      
    Fordert einen härteren Lockdown: Jens Spahn bei einer Pressekonferenz am 1. April (Bild: EPA)
  • 4/8/2021 8:13:43 AM   David Rech
    Die von der Corona-Krise gebeutelten deutschen Maschinenbauer kommen dank einer kräftig anziehenden Nachfrage aus dem Ausland wieder in Schwung. Im Februar seien die Bestellungen insgesamt um zwölf Prozent gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag mit. Dies sei die erste zweistellige Wachstumsrate seit Oktober 2018. Das traditionell starke Auslandsgeschäft legte um 17 Prozent zu, die Inlandsbestellungen allerdings nur um zwei Prozent. Der Erholungsprozess im Inland lasse noch zu wünschen übrig. Im Ausland gebe es dagegen Anzeichen dafür, dass sich neben einigen asiatischen Ländern weitere Absatzregionen auf kräftigem Wachstumskurs befänden.
  • 4/8/2021 8:01:35 AM   David Rech
    Erstmals seit der deutschen Vereinigung 1990 sind die Bruttolöhne und -gehälter pro Kopf gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, gingen sie nach den Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung im Jahr 2020 gegenüber 2019 nominal um 0,1 Prozent zurück. Grund sei die Corona-Krise mit einem drastischen Anstieg der Kurzarbeit und einem starken Rückgang der Zahl der geringfügig Beschäftigter. Die realen, also preisbereinigten Löhne und Gehälter lagen den Berechungen zufolge im Jahr 2020 um 0,6 Prozent niedriger als 2019, da die Verbraucherpreise 2020 um 0,5 Prozent stiegen. Deutlich niedrigere Durchschnittsverdienste als 2019 gab es laut Bundesamt insbesondere in der Luftfahrt, bei Reisebüros und Reiseveranstaltern, im Gastgewerbe sowie im Handel. Im Zeitraum von 2010 bis 2020 seien die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer indes um 28,5 Prozent gestiegen.
  • 4/8/2021 7:55:00 AM   David Rech
    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff begrüßt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, einen Vorvertrag zum Ankauf des Corona-Impfstoff Sputnik V anzustreben. „Das ist der richtige Weg, ich begrüße das Vorgehen des Bundes“, sagt der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich habe immer gesagt, dass entweder die EU oder die Bundesregierung hier vorangehen sollten.“ In Deutschland sei der Bund für die Impfstoffbeschaffung zuständig.
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