Coronavirus

Coronavirus Live


  • 4/9/2021 2:58:58 PM   Tobias Müller

    Streit über Sputnik V: Ein Impfstoff spaltet die Slowakei

    Auch nach dem Abtritt als slowakischer Regierungschef geht Igor Matovič weiter eigene Wege bei der Impfstoffbestellung: Ohne Absprache reiste der nunmehrige Finanzminister nach Moskau. Aber auch ohne konkretes Ergebnis.
  • 4/9/2021 2:48:11 PM   Tobias Müller

    Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Rheinland-Pfalz künftig Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Das hat das Kabinett am Freitag entschieden, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte.

    Als vollständig geimpft gelte nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, wer vor 14 Tagen die zweite Impfung bekommen habe und keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweise. Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz müsse den Betreibern – also etwa den Anbietern körpernaher Dienstleistungen oder der Außengastronomie – schriftlich oder digital nachgewiesen werden. Diese Regelung gilt von Sonntag an.

    Lesen Sie hier: Soll es Privilegien für Geimpfte geben?

    Die Pflicht zur Absonderung von Mitbewohnern und Kontaktpersonen nach der Einreise aus einem Risikogebiet gilt von Montag an nicht mehr für vollständig Geimpfte. Ausnahmen sind Patienten und Bewohner von stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen. Voraussetzung ist dabei, dass keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung vorliegen und die Einreise nicht aus einem Virusmutantengebiet erfolgte.


  • 4/9/2021 2:40:58 PM   Tobias Müller

    Nordrhein-Westfalens größte Stadt Köln schlägt wegen steigender Zahlen auf den Intensivstationen Alarm. Die Kölner Krankenhäuser und Kliniken sähen sich auf den Intensivstationen einer bedrohlichen Situation gegenüber, erklärte die Stadt am Freitag. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steige dynamisch an, allein in den vergangenen drei Tagen von 91 auf 106. Im Vergleich dazu habe der Höchstwert in der zweiten Corona-Welle bei 112 gelegen.

    Angesichts dieser Entwicklung habe der Krisenstab der Stadt am Freitag beschlossen, Lockerungen zurückzunehmen. Ab Montag müssten alle Kölner Museen und der Zoo wieder geschlossen bleiben. Außerdem gelte schon ab Samstag überall dort, wo Maskenpflicht im öffentlichen Raum bestehe, ein Verzehr- und Alkoholkonsumverbot. Schon von Samstag an bestehe außerdem rund um das Historische Rathaus und den Spanischen Bau montags bis samstags von 8.30 bis 18.00 Uhr ein Verweilverbot.

  • 4/9/2021 2:30:45 PM   Tobias Müller

    „Erfüllen Voraussetzungen“: Wie Seligenstadt das Tübinger Modell erproben möchte

    Dieburg möchte anders als Alsfeld und Baunatal vorerst nicht das Tübinger Modell erproben. Dafür wagt Seligenstadt einen zweiten Anlauf. Und verweist auf die Unterstützung durch die Bürger.
  • 4/9/2021 2:23:48 PM   Tobias Müller

    Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält die Wirkung von Impfungen im Kampf gegen eine dritte Coronawelle für begrenzt. „Denn wir können epidemiologisch in dieser dritten Welle mit Impfung nichts mehr ausrichten“, sagte der Experte am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Wenn wir das hätten tun wollen, hätten wir viel früher viel mehr Impfstoff haben müssen, was eben nicht der Fall war.“ Die Effekte eines Lockdown seien aus epidemiologischer und virologischer Sicht viel höher einzustufen als die Effekte, die durch Impfungen jetzt noch erreicht werden könnten.

    Mertens verteidigte zudem die Entscheidung seiner Kommission, jüngeren Impflingen, die zunächst eine Astra-Zeneca-Dosis erhalten hätten, als Zweitimpfung einen anderen Impfstoff zu empfehlen. Er sei sicher, dass es nicht gefährlich sei. Am Ende könne sich herausstellen, dass dies sogar effektiver sei.

  • 4/9/2021 2:00:33 PM   Tobias Müller
  • 4/9/2021 2:00:16 PM   Tobias Müller
    Nach Angaben der Bundesregierung sind am Donnerstag 719.927 Impfdosen verabreicht worden – die höchste Anzahl bisher. Das sind knapp 64.000 mehr als am Vortag. Bereits am Mittwoch stieg die Zahl der Impfungen drastisch auf knapp 670.000, vor allem weil die Hausarztpraxen nun zusätzlich impfen.
  • 4/9/2021 1:55:11 PM   Tobias Müller

    Die EU-Kommission will bis zu 1,8 Milliarden Corona-Impfdosen für Auffrischungen und für Kinder bestellen. Entsprechende Pläne stellte die Brüsseler Behörde am Freitag im zuständigen Ausschuss der Mitgliedsstaaten vor, wie die Nachrichtenagentur dpa aus EU-Kommissionskreisen erfuhr. Zunächst werde man mit dem Hersteller Biontech/Pfizer verhandeln.

    Konkret soll es um eine Bestellung von 900 Millionen Dosen sowie eine Option auf weitere 900 Millionen gehen, wie es hieß. Damit sollen zum einen die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU geimpft werden. Bislang ist in der Staatengemeinschaft kein Impfstoff für Kinder und Jugendliche zugelassen. Außerdem soll der Schutz bereits geimpfter Menschen mit diesen Impfstoffen aufgefrischt werden. Die ersten Dosen sollen bereits in diesem Jahr geliefert werden.

    Lesen Sie hier: Heißt die Hoffnung der Impfkampagne jetzt Sputnik?

    Zu den Kriterien der EU-Kommission gehört, dass es sich um Impfstoffe auf Grundlage der mRNA-Technologie handelt, wie es hieß. Mit den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna sind bislang zwei Impfstoffe dieser Art in der EU zugelassen. Im Sommer könnte das Mittel von Curevac hinzukommen. Weitere Kriterien sind, dass der Impfstoff in Europa produziert wird und dass das Unternehmen ausreichende Produktionskapazitäten hat.

  • 4/9/2021 1:49:09 PM   Tobias Müller

    „Ich erwarte jetzt, dass das Kanzleramt einen Vorschlag vorlegt, damit wir schnellstmöglich darüber beraten können.“


    Die Absage der für Montag geplanten Runde der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder ist nach Auffassung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) „folgerichtig“. „Denn ich halte nichts davon, erneut in eine schlecht oder gar nicht vorbereitete Sitzung zu gehen“, sagte Dreyer am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. „Ich erwarte jetzt, dass das Kanzleramt einen Vorschlag vorlegt, damit wir schnellstmöglich darüber beraten können“, betonte die Ministerpräsidentin.

    „Unser Ziel ist es, die dritte Welle zu brechen, um Menschenleben zu retten, um schwere Krankheitsverläufe und kritische Lagen in den Krankenhäusern zu verhindern und unsere Wirtschaft weiter zu stabilisieren.“ Dazu müssten alle zusammenarbeiten. „In Rheinland-Pfalz haben wir deshalb in der Vergangenheit die getroffenen Vereinbarungen und Beschlüsse immer konsequent umgesetzt und wir werden uns auch jetzt konstruktiv beteiligen.“


  • 4/9/2021 1:32:40 PM   Tobias Müller

    Bis Jahresende: Altmaier will Überbrückungshilfe verlängern

    Der Wirtschaftsminister will die Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise verlängern. Unterstützung bekommt er von Olaf Scholz.
  • 4/9/2021 1:25:41 PM   Tobias Müller
    FDP-Chef Christian Lindner stellt sich grundsätzlich hinter die von der Bundesregierung geplanten einheitlichen Corona-Regeln, mahnt aber Augenmaß an. „Einheitliche Wenn-Dann-Regeln wären gut“, sagt er. Aber wenn es bereits bei einer Inzidenz von 100 Ausgangssperren geben solle, sei dies unverhältnismäßig. Auch Modellprojekte müssten weiter möglich sein. „Aus einer Notbremse darf kein Anlass für einen unverhältnismäßigen Lockdown werden.“
  • 4/9/2021 1:21:58 PM   Tobias Müller

    „Wir müssen handeln, denn die Virusverbreitung wartet nicht auf Wahltermine.“


    Nach der Absage der ursprünglich für Montag geplanten Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage drückt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) aufs Tempo. „Wir müssen jetzt die richtigen Entscheidungen treffen. Das bedeutet, nichts zu vertagen, vor allem auch keine Probleme unter den Teppich kehren“, sagte er am Freitag bei einem Besuch in einer Pflegeeinrichtung, in der Ende Dezember die ersten Hamburger eine Corona-Schutzimpfung erhalten hatten. „Ich bin jederzeit bereit, an einer Ministerpräsidentenkonferenz teilzunehmen.“ Ebenso an jeder anderen Erörterung, „die dazu führt, dass wir zu den erforderlichen Entscheidungen kommen. Aber es muss jetzt entschieden werden.“

    Der Vorschlag aus der Union, dabei der Bundesregierung mehr Kompetenzen einzuräumen, lasse noch viele Fragen offen. „Wenn es einen Weg gibt, ohne die Ministerpräsidentenkonferenz ein Ziel zu erreichen, dann muss dieser Weg erörtert werden. Aber derzeit ist für mich nicht erkennbar, was konkret passieren soll.“

    Auch dürften keine parteiinternen Ränkespiele oder Wahlkampf Einfluss auf das Vorgehen haben, sagte Tschentscher. „Wir können wegen Wahlterminen im Bund oder in Ländern wichtige Entscheidungen jetzt nicht aufschieben. Wir müssen handeln, denn die Virusverbreitung wartet nicht auf Wahltermine.“

  • 4/9/2021 12:51:28 PM   Tobias Müller

    Bundeseinheitliche Regeln: Wie Scholz die SPD auf Linie brachte

    Während die wettkämpfenden Unions-Kandidaten streiten, sorgt SPD-Vizekanzler Scholz hinter den Kulissen und gemeinsam mit Angela Merkel für eine Einigung: Es wird bundeseinheitliche Regeln zum Infektionsschutz geben.
  • 4/9/2021 12:39:38 PM   Tobias Müller

    „Wenn wir zur Staffage werden für ein Schauspiel, dass sich offenbar innerhalb der Union abspielt, ist das für die Pandemiebekämpfung ein Bärendienst.“


    Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) hat empört auf die Absage der für Montag geplanten Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Eindämmung reagiert. „Damit zerstört man das Ansehen der Ministerpräsidentenkonferenz in der Öffentlichkeit. So kann man mit diesem Entscheidungsgremium nicht umgehen“, sagte Ramelow am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Erfurt. „Das macht mich nur noch fassungslos.“

    Er habe von der Entscheidung, die vor Ostern vereinbarte nächste Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten ausfallen zu lassen, zunächst nur aus den Medien gehört, sagte der einzige Ministerpräsident, den die Linke stellt. „Wenn wir zur Staffage werden für ein Schauspiel, dass sich offenbar innerhalb der Union abspielt, ist das für die Pandemiebekämpfung ein Bärendienst.“ Ramelow habe den Verdacht, dass es im unionsgeführten Lager keine gemeinsame Linie mehr gibt. Seit dem Scheitern der Osterruhe sei das Kanzleramt aus seiner Sicht „damit beschäftigt, Unruhe zu stiften“.

  • 4/9/2021 12:23:18 PM   Tobias Müller

    Wegen Corona: Kim Jong-un schwört Nordkorea auf harte Zeit ein

    Nordkoreas Machthaber nimmt einen ungewöhnlichen Begriff in den Mund – und erinnert an die große Hungersnot der neunziger Jahre. Aus Angst vor Corona hat er einen Schießbefehl an der Grenze erteilt.
  • 4/9/2021 12:11:04 PM   Tobias Müller
    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht auch mehrere Fälle von Blut-Gerinnseln nach Impfungen mit dem Stoff von Johnson&Johnson. Zudem prüfe man fünf Fälle des sogenannten Kapillarlecksyndroms, die im Zusammenhang mit einer Astra-Zeneca-Imfpung stehen könnten. Wie die EMA am Freitag mitteilte, wurden drei Thrombosefälle in den Vereinigten Staaten gemeldet und ein weiterer im Rahmen einer klinischen Studie an einem nicht näher genannten Ort. Einer der Fälle verlief demnach tödlich.
     
    Das Johnson & Johnson-Vakzin war Mitte März in der EU zugelassen worden, ist dort aber im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten noch nicht im Einsatz. Die EU-Kommission geht davon aus, dass der Wirkstoff ab dem 19. April geliefert wird. Insgesamt sollen im zweiten Quartal 55 Millionen Dosen geliefert werden. Anders als bei den anderen Impfstoffen ist hier nur eine Impfspritze für einen umfassenden Schutz nötig.
  • 4/9/2021 12:01:15 PM   Tobias Müller

    Die zwölf verbliebenen Modellkommunen zur Öffnung von Innenstädten in der Corona-Pandemie haben sich laut dem Niedersächsischen Städtetag (NST) auf einen frühestmöglichen Starttermin verständigt. „Das wäre der 15. April“, sagte NST-Hauptgeschäftsführer Jan Arning der Nachrichtenagentur dpa nach einer Gesprächsrunde mit den Modellkommunen am Freitag. Einzelne Modellkommunen wollen demnach noch am 16. oder 17. April nachziehen. Wer genau blieb zunächst unklar – die Mehrheit der Modellkommunen peile aber einen Start am 15. April an, sagte Arning.

    Der Hauptgeschäftsführer betonte aber, dass der Starttermin unter Vorbehalt der weiteren Entwicklung auf Bundesebene stehe. Am Freitag war bekannt geworden, dass Bund und Länder das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachschärfen wollen. Ziel sei es, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen, sagte eine Regierungssprecherin in Berlin.

    Was das für die Modellprojekte in Niedersachsen bedeute, sei noch nicht absehbar, sagte Arning. „Mit dieser Ungewissheit kann niemand einen Modellversuch starten.“ Ob und welche Ausnahmeregelungen möglicherweise für die Modellkommunen gelten könnten, sei voraussichtlich frühestens Anfang der nächsten Woche erkennbar. Für den Fall, dass das neue Recht vorsehe, die Modellprojekte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 abzubrechen, könne in Niedersachsen damit nicht gestartet werden. Dies sei weder den Kommunen, noch den teilnehmenden Betrieben und Kultureinrichtungen zuzumuten, sagte er.

  • 4/9/2021 11:32:40 AM   Tobias Müller

    Auftritt muss ausfallen: Günther Jauch mit Corona infiziert

    Zum ersten Mal seit 31 Jahren muss Günther Jauch krankheitsbedingt bei einem Moderationsjob ausfallen: Der 64-Jährige hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
  • 4/9/2021 11:06:38 AM   Tobias Müller

    Die Krankenhäuser in Belgien stehen wegen hoher Corona-Infektionszahlen unter großem Druck. „96 Prozent der Intensivbetten sind im Moment durch Covid- und Nicht-Covid-Patienten belegt“, sagte der belgische Corona-Sprecher Yves Van Laethem am Freitag, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Erstmals seit 27 Tagen ging die Zahl der Krankenhausaufnahmen den jüngsten Daten zufolge jedoch leicht zurück. Man sei zwar auf dem richtigen Weg, doch die Strecke sei noch lang, sagte Van Laethem.

    Belgien hatte die Corona-Einschränkungen wegen der steigenenden Infektionszahlen zuletzt deutlich verschärft. In den vergangenen zwei Wochen registrierten die Behörden je 100.000 Einwohner täglich rund 512 Neuinfektionen. Nach wochenlangem Zuwachs ging die Anzahl der neuen Infektionen in den vergangenen sieben Tagen wieder um 25 Prozent auf täglich durchschnittlich 3592 Fälle zurück. Bis zum Donnerstag wurden in Belgien 18,2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft.

  • 4/9/2021 11:03:49 AM   Tobias Müller
    In Polen ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Adam Niedzielski der Höhepunkt der Infektionen anscheinend überschritten. 28.487 Neuinfektionen wurden den Behörden zufolge binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der Höchstwert lag am 1. April bei 35.251 nachgewiesenen Ansteckungsfällen. 768 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus, das ist der zweithöchste Wert an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie.
  • 4/9/2021 10:45:25 AM   Tobias Müller
  • 4/9/2021 10:36:29 AM   Tobias Müller
    Bund und Länder streben bundesweit einheitliche Regelungen zu Corona-Ausgangssperren und Schulschließungen an. Entsprechende Vorgaben sollen im neuen Infektionsschutzgesetz verankert werden, das kommende Woche auf den Weg gebracht wird, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag in Berlin. Die anvisierte bundeseinheitliche Regelung zur Corona-Notbremse solle für die Bürgerinnen und Bürger mehr „Klarheit und Transparenz“ bringen, sagte der SPD-Politiker.

    Einem Bericht der „Welt“ zufolge ist vorgesehen, dass ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen für das jeweilige Bundesland vorzuschreiben. Die Schulen sollen demnach ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 in den Distanzunterricht wechseln.
  • 4/9/2021 10:31:25 AM   Tobias Müller

    Gastbeitrag von Roland Koch: Lockdown für immer?

    Individuelle Freiheit, das Recht auf wirtschaftliche Betätigung und auch das Recht zu reisen haben in unserer Verfassung einen Rang, der es verbietet, sie dauerhaft einem Krisenregime des Stillstandes zu unterwerfen.
  • 4/9/2021 10:27:49 AM   Tobias Müller

    Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Türkei, Kroatien, die Ukraine und Armenien von Sonntag an als Hochinzidenzgebiete mit leicht verschärften Einreiseregeln ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekannt. Praktische Auswirkungen hat das nur für Reisende, die aus diesen Ländern auf dem Landweg nach Deutschland kommen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mit sich führen. Flugreisende müssen sich ohnehin generell vor Abflug testen lassen.

    Mit Malta, Lettland und der Slowakei werden drei EU-Länder am Sonntag wieder von der Liste der Hochinzidenzgebiete gestrichen und als „normale“ Risikogebiete eingestuft. Besonders für Reisende aus der Slowakei dürfte das eine Erleichterung bedeuten, weil von dort viele Menschen auf dem Landweg nach Deutschland kommen.

    Israel hingegen wird zurückgestuft und ist von Sonntag an kein Risikogebiet mehr, womit auch die Quarantänepflicht wegfällt. Auch das hat für Reisende aus Deutschland nur geringe Auswirkungen, weil Israel ein weitgehendes Einreiseverbot verhängt hat, für das es nur wenige Ausnahmen gibt. Die Palästinensischen Gebiete bleiben Hochinzidenzgebiet.

  • 4/9/2021 10:08:20 AM   Tobias Müller
  • 4/9/2021 10:05:51 AM   Tobias Müller

    „Das ist eine enttäuschende neue Situation.“


    Deutschlands Intensivmediziner sind enttäuscht über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Das Treffen war für Montag geplant gewesen. „Das ist eine enttäuschende neue Situation“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Freitag. Er könne nur hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe. Die Divi forderte abermals einen umgehenden harten Lockdown von zwei bis drei Wochen, um die Zahl der Neuinfektionen in der Pandemie zu drücken.

    25.000 Neuinfektionen pro Tag bedeuteten rund zwei Wochen später rund 350 bis 750 neue Intensivpatienten mit Covid-19, sagte Marx. Die Lage auf den Intensivstationen sei bereits jetzt dramatisch, einige Regionen könnten keine Covid-Patienten mehr aufnehmen, sagte Marx.

  • 4/9/2021 9:52:07 AM   Tobias Müller
    Bund und Länder haben sich laut einer Regierungssprecherin auf eine Änderung des Infektionsschutz-Gesetzes für bundeseinheitliche Regelungen verständigt. Entsprechend werde sich das Bundeskabinett damit bereits am Dienstag befassen, sagt Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Man sei auch in enger Abstimmung mit den Fraktionen. Ziel seien einheitliche Einschränkungen in Deutschland bei über 100 Infektionsfällen über sieben Tage pro 100.000 Einwohnern in einem Landkreis.

    Deshalb fällt die für kommenden Montag geplante nächste Bund-Länder-Runde aus. Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Thema.
  • 4/9/2021 9:40:53 AM   Tobias Müller

    Pandemie-Pressekonferenz: Spahn fordert Ende des Parteienstreits um Corona-Strategie

    Der Bundesgesundheitsminister appelliert an die Bundesländer, sich angesichts der dritten Corona-Welle zusammenzuraufen. RKI-Chef Wieler sieht keine Chance mehr, die dritte Welle zu verhindern – aber abzuflachen.
  • 4/9/2021 9:35:45 AM   Tobias Müller
    Damit endet die Bundespressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler.
  • 4/9/2021 9:30:52 AM   Tobias Müller
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Pflicht zu Corona-Tests in Unternehmen nicht für nötig. „Es ist erstaunlich, wie viel erreicht wurde“, sagt er während einer Live-Schaltung auf der Bundespressekonferenz mit Blick auf den freiwilligen Aufbau von Testmöglichkeiten in Firmen. Es brauche aber eine weitere Steigerung. „Ich glaube, dass es machbar und möglich ist.“

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte der Wirtschaft zuletzt mit Auflagen gedroht, wenn nicht mindestens 90 Prozent der Firmen regelmäßige Testmöglichkeiten schaffen, am besten zwei Tests pro Woche. Dies gelte nach wie vor, die Zahlen seien aber ermutigend, sagte Altmaier. Details zum weiteren Vorgehen würden Anfang nächster Woche geklärt.

    Arbeits- und Wirtschaftsministerium hatten am Donnerstag mitgeteilt, in etwa zwei von drei Firmen seien auf Kurs zu regelmäßigen Corona-Tests. Das SPD-geführte Arbeitsministerium nannte die Ergebnisse aus zwei jeweils repräsentativen Umfragen allerdings „nicht zufriedenstellend“. Regelungen für eine Verpflichtung seien vorbereitet und könnten zügig umgesetzt werden. Auch die Vorsitzende der Linken, Janine Wissler, kritisierte Altmaier: Eine Testpflicht sei naheliegend, stattdessen vergeude die Regierung wegen Altmaier wertvolle Zeit im Kampf gegen die Pandemie.

    Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müssen die Mitarbeiter allerdings noch überzeugt werden. Momentan nutzten erst 20 bis 40 Prozent das Angebot ihrer Arbeitgeber. Es sei wichtig, dies in den Alltag der Mitarbeiter zu integrieren.
  • 4/9/2021 9:25:27 AM   Bastian Benrath
    Während Peter Altmaier per Live-Schaltung auf der Pressekonferenz von Jens Spahn und Lothar Wieler spricht, teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit, dass der Wirtschaftsminister gegen das Coronavirus geimpft wurde. Der 62-Jährige habe regulär seine Erstimpfung erhalten, schreibt das Ministerium. Dabei sei ihm in der Berliner Julius-Leber-Kaserne der Impfstoff von Astra-Zeneca verabreicht worden.

    Ein mit der Nachricht verbreitetes Pressefoto zeigt, wie eine Bundeswehr-Ärztin Altmaier den Impfstoff spritzt. "Das Impfen ist der entscheidende Schritt, um diese Pandemie zu überwinden. Nutzen Sie daher die Möglichkeit des Impfens und machen Sie mit!“, ließ sich der CDU-Politiker zitieren.
     
    (Foto: dpa)

  • 4/9/2021 9:07:16 AM   Johanna Christner
    Präsenzveranstaltungen an Universitäten sollten mit Tests begleitet werden, empfiehlt Spahn. Gleichwohl würden digitale Veranstaltungen in bestimmten Altersgruppen leichter umsetzbar sein. Wieler spricht ergänzend von Testmodellen an Universitäten. „Diese Testmodelle funktionieren aber auch nur, wenn die Inzidenzen nicht zu hoch sind", sagt Wieler. „Wenn die Inzidenzen zu hoch sind, werden dort zu viele positive Testergebnisse erscheinen und dann muss man das Konzept leider wieder runterfahren."
  • 4/9/2021 9:01:40 AM   Johanna Christner
    In dieser Kalenderwoche würden 940.000 Impfdosen ausgeliefert werden, in der kommenden Woche eine Million und 12.000 Impfdosen, in der Kalenderwoche darauf eine Impflieferung in der gleichen Größenordnung, sagt Jens Spahn auf Nachfrage eines Journalisten.
  • 4/9/2021 8:49:04 AM   Johanna Christner
    „Die Basis bleibt die Reduzierung von Kontakten, die Abstandsregeln, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz, die Hygieneregeln und in Innenräumen vor allen Dingen das Lüften wegen der Aerosol-Ansteckung.“

    Das sagt Lothar Wieler. Weitere Werkzeuge seien die Tests und die Impfungen. „Wenn Sie Symptome einer Infektion haben, bleiben Sie bitte zu Hause, rufen Sie einen Arzt an und lassen Sie sich mit einem PCR-Test testen."
  • 4/9/2021 8:43:34 AM   Johanna Christner
    „Der Altersdurchschnitt der Menschen, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, sinkt.“
    Die Daten aus den Intensivstationen seien besorgniserregend, sagt Lothar Wieler. Allein in der vergangenen Woche sind 700 Patienten in deutsche Intensivstationen gekommen. „Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent innerhalb einer Woche."
  • 4/9/2021 8:39:52 AM   Johanna Christner
    Die Entwicklung in den Krankenhäusern zeige leider, dass die Lage sehr ernst ist, sagt Wieler. Menschen würden zunehmend wegen schwerer Atemwegsinfektionen im Krankenhaus behandelt. „Und die Betroffenen werden immer jünger.“

    Insbesondere bei den 35- bis 49-Jährigen und den 60- bis 79-Jährigen sind die Zahlen seit Mitte März gestiegen. Bei den 15- bis 34-Jährigen gab es ebenfalls mehr im Krankenhaus behandelte Covid-19-Fälle, wenn auch auf einem deutlich geringeren Niveau als bei den Älteren. Bei den über 80-Jährigen habe sich die Zahl stabilisiert, was auf die Impfungen zurückzuführen sei, sagt Wieler.
  • 4/9/2021 8:37:20 AM   Johanna Christner
    „Wir gehen davon aus, dass wir wieder verlässliche Zahlen haben ab der Mitte der nächsten Woche“, sagt Wieler zu den derzeit niedrigen Zahlen, die sich womöglich aus den vergangenen Feiertagen ergeben.
  • 4/9/2021 8:35:55 AM   Johanna Christner
    „Wir können diese Welle nicht mehr verhindern, aber meine Hoffnung ist, dass wir sie zumindest abflachen können.“ (Lothar Wieler)
  • 4/9/2021 8:35:29 AM   Johanna Christner
    „Glücklicherweise werden immer mehr Menschen geimpft, aber es wird natürlich noch dauern, bis die Impfungen einen Effekt auf der Bevölkerungsebene zeigen“, sagt Wieler.
  • 4/9/2021 8:34:36 AM   Johanna Christner
    Nun hat der Chef des Robert Koch-Insituts Lothar Wieler das Wort.
  • 4/9/2021 8:33:11 AM   Johanna Christner
    „Das sind jetzt noch mal schwere Wochen mit schwierigen Entscheidungen für viele Bürgerinnen und Bürger“, sagt Spahn. Umso mehr sei ein geschlossenes und gemeinsames Handeln wichtig.
  • 4/9/2021 8:32:00 AM   Johanna Christner
    „Kontaktpersonen von Infizierten müssen in der Regel nicht mehr in Quarantäne, wenn sie bereits mehr als zwei Wochen vollständig geimpft sind und keine Symptome haben“, sagt Spahn. Das RKI habe diese Empfehlung bereits angepasst.
  • 4/9/2021 8:27:20 AM   Johanna Christner
    Es gebe laut Jens Spahn noch eine gute Nachricht:
    „Das Robert Koch-Institut ist zu dem Schluss gekommen, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben noch geringer ist als bei Negativ-Getesteten. Das heißt wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat, zwei Wochen später so behandeln als hätte er gerade einen negativen Test gemacht.“

    Das sei kein Privileg oder Sonderrecht, denn jeder könne sich kostenlos testen lassen. Die Verordnungen und Empfehlungen würden daher den neuen Erkenntnissen angepasst. „Das heißt, beim Reisen kann die Testpflicht für vollständig Geimpfte weitgehend entfallen. Nur wer aus einem Virus-Varianten-Gebiet kommt, muss sich weiterhin testen lassen.“
  • 4/9/2021 8:24:20 AM   Johanna Christner
    Die vergangenen Tage hätten auch gezeigt, wie groß das Interesse an allen drei verfügbaren Impfstoffen sei, sagt Spahn. Dem Bundestag würde Astra-Zeneca zur Verfügung gestellt, um ab nächster Woche auch im Bundestag die über 60 Jahre alten Menschen impfen zu können.
  • 4/9/2021 8:19:39 AM   Johanna Christner
    „Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg“, sagt Spahn. „In den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft wie nie zuvor. Mittlerweile wurden 17 Millionen Dosen in Deutschland verimpft“. Allerdings werde es nicht jeden Tag einen neuen Impfrekord geben können.
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