Coronavirus

Coronavirus Live


  • 4/13/2021 12:14:55 PM   Annkathrin Weis
    Trotz der Corona-Pandemie sind diesen März laut einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamts deutlich weniger Menschen gestorben als in den Vorjahren. Demnach gab es bundesweit 81.359 Todesfälle - das sind elf Prozent weniger als im März-Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. Wie die Behörde in Wiesbaden am Dienstag weiter mitteilte, gingen im gesamten ersten Quartal 2021 die Todeszahlen um zwei Prozent zurück. Ursache ist demnach die äußerst schwache Grippewelle im abgelaufenen Winter.
     
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    (Foto: dpa)
     
    Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Todesfälle ist aktuell bis einschließlich der elften Kalenderwoche möglich. In dieser dritten Märzwoche (15. bis 21. März) gab es laut dem RKI 954 Todesfälle durch das Coronavirus, 140 weniger als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen seien in der 11. Kalenderwoche deutlich zurückgegangen und lagen 12 Prozent (2 471 Fälle) unter dem Schnitt der vier Vorjahre.
     
    Demnach habe es in diesem Winter ein beispiellos niedriges Niveau an anderen Atemwegserkrankungen gegeben, hieß es. Insbesondere in den Jahren 2017 und 2018 seien die Sterbefallzahlen durch schwere Grippewellen erhöht gewesen.
  • 4/13/2021 12:06:33 PM   Annkathrin Weis
    Die Grenzkontrollen nach Tschechen laufen am morgigen Mittwoche aus – und werden wohl auch nicht verlängert. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag in Berlin mit. Seit dem 28. März gab es stationäre Grenzkrontrollen zur Überprüfung der Testpflicht bei Einreisen. Hintergrund war der Status Tschechiens als sogenanntes Hochinzidenzgebiet. Zuletzt sind die Zahlen jedoch deutlich gesunken.
  • 4/13/2021 12:03:37 PM   Annkathrin Weis

    Im dritten digitalen Semester: Der Kampf um die Präsenzlehre

    FAZ.NETSeit einem Jahr nehmen Hochschullehrer und Studenten vor Webcam und Computer Platz. Wie sind die Hochschulen in der Pandemie vorangekommen – und wie weit ist es noch zu gutem digitalem Unterricht?
  • 4/13/2021 11:59:31 AM   Gustav Theile

    Die Bundesregierung ruft die Arbeitnehmer dazu auf, die Testangebote in den Unternehmen wahrzunehmen. „Arbeitnehmer werden nicht verpflichtet, dieses Testangebot anzunehmen, gleichwohl appelliert die Bundesregierung an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verantwortungsvoll zu handeln und die Angebote zum Testen, die man ihnen macht, auch anzunehmen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag in Berlin.

    Das Kabinett hatte zuvor eine Pflicht zum Angebot von Corona-Tests in Unternehmen beschlossen. Vorgesehen ist, dass Betriebe ihren Beschäftigten einmal in der Woche ein Angebot machen. Zwei Tests in der Woche sollen laut Arbeitsministerium Mitarbeitern zur Verfügung stehen, die besonders gefährdet sind.

  • 4/13/2021 11:49:51 AM   Annkathrin Weis
    Der einheitliche Impfausweis für Reisen innerhalb der EU soll möglicherweise schon Ende Juni starten. Bis dahin soll die entsprechende Verordnung fertig sein, sagte Justizkommissar Didier Reynders am Dienstag in einer Anhörung im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des EU-Parlaments. Das Dokument soll demnach nur solange eingesetzt werden, wie die Corona-Pandemie andauert und Aufschluss darüber geben, ob ein Mensch das Coronavirus weiterverbreiten kann oder zumindest wie wahrscheinlich dies ist. Neben Informationen über Impfungen sollen dafür auch Testergebnisse und Angaben über eine überstandene Corona-Erkrankung enthalten sein. Für Reisende könnten dadurch Test- oder Quarantänepflichten entfallen. Die Entscheidung, welche Beschränkungen aufgehoben werden und ob das Zertifikat weitere Erleichterungen ermöglicht, obliegt den einzelnen EU-Ländern.
     
    Der Rat der Mitgliedstaaten hatte die Kommission auf Druck der vom Tourisms abhängigen Länder beauftragt, einen gemeinsamen Ansatz auszuarbeiten. Die Brüsseler Behörde hatte daraufhin eine EU-Verordnung vorgeschlagen, die nationale Behörden verpflichten würde, ihren Bürgern das besagte Dokument auf Anfrage auszustellen. Derzeit läuft dafür der Gesetzgebungsprozess im Parlament und im Rat, während parallel an der technischen Umsetzung gearbeitet wird.
  • 4/13/2021 11:34:21 AM   Annkathrin Weis
    Die amerikanischen Gesundheitsbehörden raten zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson (J&J) ab. Die Arzneimittelbehörde FDA und das Seuchenzentrum CDC verwiesen am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung auf das Auftreten einer seltenen Thromboseart in sechs Fällen. Der Impfstoff sei in Amerika bislang mehr als 6,8 Millionen Mal verabreicht worden.
    Kollege Roland Lindner berichtet aus New York:
     

    Seltene Blutgerinnsel: Amerika setzt Impfungen mit Johnson & Johnson aus

    FAZ.NETNach mehreren Fällen von Blutgerinnseln empfehlen Amerikas Gesundheitsbehörden, den Impfstoff vorerst nicht mehr zu verabreichen. Das wirft auch Fragen nach dem Einsatz in Deutschland und Europa auf.
  • 4/13/2021 11:14:21 AM   Annkathrin Weis
    Kurz nach der Verabschiedung des Infektionsschutzgesetzes sichern im Berlin Regierungsviertel Hunderte Polizisten das Gebiet. Etwa 250 Demonstrierende hatten sich nahe des Kanzleramts versammelt, um – ohne Masken und Abstände – gegen die Einschränkungen zu protestieren. Teile des Regierungsviertels rund um das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt waren am Dienstagvormittag von Hundertschaften der Polizei abgesperrt. Die Polizei habe sie mit Durchsagen dazu aufgefordert, eine Reihe Teilnehmer überprüft, Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
     
     
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    Demonstrierende am Dienstagmittag in Berlin (Foto: AFP)
     
    Im Vorfeld zur Kabinettssitzung hatten sich Gegner der Corona-Politik in sozialen Netzwerken organisiert und von einem neuerlichen „Sturm auf den Reichstag“ geredet. In Videos, die beispielsweise auf Twitter kursieren, bleibt die Teilnehmendenzahl jedoch weiter übersichtlich. Es ist auch zu sehen, wie einzelne Personen ohne Masken abgeführt oder weggetragen werden.
     
  • 4/13/2021 11:07:28 AM   Annkathrin Weis
    Eine Übersicht über die Beschlüsse und welche Maßnahmen bei der Notbremse greifen sollen, finden Sie von den Kollegen und Kolleginnen zusammengefasst hier:
     

    Kabinett will Gesetz ändern: Merkel: Bundeseinheitliche Notbremse ist „überfällig“

    FAZ.NETDie Bundesregierung hat sich auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes verständigt. Damit soll die Pandemiebekämpfung „stringenter und konsequenter“ werden, so Merkel.
  • 4/13/2021 11:04:14 AM   Annkathrin Weis
    Menschen, die gegen Corona geimpft sind, bekommen in Berlin etwas mehr Freiheiten. Sie werden künftig wie Menschen mit einem negativen Test behandelt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag nach der Senatssitzung erfuhr. Betroffene dürfen demzufolge ohne vorherigen Corona-Test auch abseits des Lebensmittelhandels Einkaufen gehen oder ein Museum besuchen.
  • 4/13/2021 10:39:05 AM   Annkathrin Weis
    Damit endet das sehr kurze Statement der Bundeskanzlerin bereits.
  • 4/13/2021 10:37:59 AM   Annkathrin Weis
    "Ich bin mir bewusst, dass es harte Einschränkungen sind", sagt die Kanzlerin. In Deutschland gingen wir aber "dem Licht am Ende des Tunnels mit immer größeren Schritten entgegen". Dies sei unter anderem um den fortschreitenden Impfprozess möglich. Merkel dankt den Bürgerinnen und Bürgern auch für die bisherige Hilfe beim Kampf gegen die Pandemie.
  • 4/13/2021 10:36:17 AM   Annkathrin Weis
    Die Pandemiebekämpfung müsse "stringenter" und "konsequenter" werden. Die bisherigen Beratungen zwischen Bund und Ländern würden dafür nicht mehr ausreichen. Es sei notwendig, dass die Zusammenarbeit auf neue Füße gestellt werde. Das geschehe nun mit dem neuen Gesetzgebungsverfahren. Dazu gehören Maßnahmen wie nächtliche Ausgangssperren, verpflichtende Testmöglichkeiten für Arbeitnehmer und neuerliche Schließungen.

  • 4/13/2021 10:34:30 AM   Annkathrin Weis
    Die Notbremse ist überfällig .
     
    Kanzlerin fasst die Änderung im Infektionsschutzgesetz so zusammen: "Wir setzen die Notbremse bundesweit um."
     
    Demnach gibt es ab jetzt eine bundeseinheitliche Regelungen für die Notbremse, die dann keine optionale Maßnahme mehr ist, sondern automatisch greift. Das heißt konkret, dass dort, wo die Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen höher als 100 liegt, einheitlich festgelegte Maßnahmen automatisch greifen. Damit ist das länderspezifische Abwägen und ein individueller Umgang mit hohen Inzidenzen nicht mehr möglich.
     
    "Die Notbremse ist überfällig", sagt die Kanzlerin. Denn: Auch wenn es schwer falle, das auch heute wieder zu hören: "Die Lage ist ernst. Und wir müssen sie alle ernst nehmen", sagt die CDU-Politikerin. Die dritte Welle habe das Land fest im Griff. Das sei unter anderem mit durch die Zahlen der belegten Intensivbetten, aber auch die Überlastung des medizinischen Personals sichtbar. Man dürfe die Hilferufe der Intensivmediziner nicht überhören. Merkel spricht von einer "Herkulesaufgabe" für das medizinische Personal. "Wir dürfen sie nicht im Stich lassen. Wir müssen ihnen helfen."

  • 4/13/2021 10:31:42 AM   Annkathrin Weis
    Die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin beginnt. Wir fassen hier die wichtigsten Informationen für Sie zusammen, den Livestream finden Sie hier.
  • 4/13/2021 10:19:11 AM   Annkathrin Weis
    Das Bundeskabinett hat am Dienstag auch eine neuerliche Erhöhung der Zahl der Kinderkrankentage auf den Weg gebracht. Somit soll der Anspruch von derzeit 20 auf künftig 30 Tage pro Kind und Elternteil steigen. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch demnach von 40 auf 60 Tage. Um Erschwernisse für Eltern in der Pandemie-Zeit zu mindern, können die Tage auch in Anspruch genommen werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind, wenn die Präsenzpflicht an der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita meingeschränkt ist. Dies gilt auch, wenn die Eltern im Homeoffice arbeiten.
  • 4/13/2021 9:44:16 AM   Annkathrin Weis
    In Russland nimmt die Zahl der Todesfälle pro Tag zu. Nach Angaben der Corona-Einsatzgruppe der Regierung gab es binnen 24 Stunden 338 weitere Todesfälle nach 277 am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen habe um 8173 zugelegt nach 8320 am Montag. Insgesamt seien damit 103.601 Menschen an den Virus-Folgen gestorben. Die Statistikbehörden des Landes hatten indes vor einigen Tagen erklärt, zwischen April 2020 und Februar 2021 habe es mehr als 225.000 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben.
  • 4/13/2021 9:34:10 AM   Annkathrin Weis
    Nun ist es beschlossen: Die Unternehmen in Deutschland müssen ihren Beschäftigten verpflichtend Corona-Tests anbieten, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. Das hat das Bundeskabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag beschlossen. „Im Grundsatz müssen Betriebe ihren Beschäftigten einmal pro Woche ein Testangebot machen. Nur ausnahmsweise darf die Verpflichtung 2 Tests pro Woche umfassen“, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Es handelt sich bei dem Beschluss lediglich um eine Angebotspflicht, eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht. Auch eine Dokumentationspflicht soll es nicht geben.
     
    Lange hatte sich das Bundeswirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) gegen einen solchen Beschluss gesträubt und nach Angaben des Ministeriums auf die Freiwilligkeit von Unternehmen gesetzt. Für viele Unternehmen ändert sich mit einer solchen Angebotspflicht aus Sicht des Wirtschaftsministeriums nicht viel. Nach Angaben des Ministeriums bieten inzwischen rund 70 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigten wöchentliche Testmöglichkeiten an, weitere Angebote kämen hinzu. Das belegten auch die Befragungen der Bundesregierung aus der vergangenen Woche. Mitte März waren es noch rund 35 Prozent.
  • 4/13/2021 9:29:37 AM   Annkathrin Weis
    Die ersten wirtschaftlichen Akteure reagieren auf die bevorstehende, bundeseinheitliche Notbremse. „Der Politik fällt wieder einmal nichts anderes ein, als den Einzelhandel zu schließen. Das ist keine Strategie – das sind willkürliche Maßnahmen, die auf dem Rücken einzelner Branchen und der Mitarbeiter ausgetragen werden“, sagte beispielsweise der Chef des Modeunternehmens s.Oliver, Claus-Dietrich Lahrs, der Deutschen Presse-Agentur.
     
    Der Chef der Textilkette Ernstings family, Timm Homann, sprach von einem „Totalversagen des politischen Krisenmanagements“. Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes werde mit Argumenten begründet, die längst widerlegt seien. Für den Handel bedeuteten die Pläne der Bundesregierung eine weitere komplett verlorene Saison mit unverkaufter Ware und horrenden Kosten.
     
    Der Chef des Textil-Discounters Kik, Patrick Zahn, sagte, er sei bereit, einen kurzfristigen harten Lockdown mitzutragen. „Aber so wie die Änderungen im Infektionsschutzgesetz nun angelegt sind, ist es keine wirkliche Perspektive aus dem Lockdown heraus.“ Schon wieder würden einige Branchen unverhältnismäßig hart getroffen, während weite Teile der Wirtschaft uneingeschränkt oder mit nur sehr geringen Einschränkungen weiterarbeiten könnten.
  • 4/13/2021 8:56:41 AM   Annkathrin Weis
    Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden Bund, Länder und Kommunen im Kampf gegen Corona voraussichtlich 650 Milliarden Euro Schulden aufnehmen. „Je nachdem, was in den kommenden Wochen und Monaten noch passiert, kann diese Zahl auch noch größer werden“, sagte IW-Direktor Michael Hüther nach einem vorab verbreiteten Manuskript am Dienstag bei der Präsentation der Studie „Wer zahlt die Krise? Wie Deutschland die Corona-Schulden bewältigt“.
     
    Die Konjunkturexperten des IW drängen darauf, auf einen schnellen Schuldenabbau zu verzichten und der öffentlichen Hand lieber Spielräume für notwendige Investitionen zu lassen. „Statt wie vom Bund geplant in 20 Jahren sollten die Schulden in 40 Jahren zurückbezahlt werden“, heißt es in der Studie. Außerdem empfehlen die Experten „einen moderate Öffnung der Schuldenbremse“, um den Handlungsspielraum der Bundesländer zu erhöhen. Um die vorhandenen Investitionsdefizite in Infrastruktur, Klimaschutzund und Bildung anzugehen, könne außerdem ein Deutschlandfonds aufgelegt werden, der 10 Jahre lang jährlich 45 Milliarden Euro in Klimaschutz, Bildung und Infrastruktur investieren könne.
  • 4/13/2021 8:35:13 AM   Annkathrin Weis
    +++ Eil
     
    Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Das erfuhren sowohl die Deutsche Presse-Agentur als auch die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Berlin. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen.
     

  • 4/13/2021 8:33:39 AM   Annkathrin Weis
    Der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat seinen Rücktritt erklärt. Bei einer kurzfristig angesetzten persönlichen Erklärung in Wien sagte der Grünen-Politiker laut Bericht der Nachrichtenagentur APA am Dienstag: „Ich bin überarbeitet und ausgepowert.“ In der „schwersten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten“ brauche sein Land einen Gesundheitsminister, der „zu 100 Prozent fit ist“, begründete der 60-Jährige seinen Schritt.
  • 4/13/2021 8:24:10 AM   Annkathrin Weis
    Etwa jeder 55. Däne hat am Montag eine Corona-Impfung erhalten. Bei einer Generalprobe für die Zeit mit mehr zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen wurden im Laufe des Tages landesweit 104 824 Impfungen registriert, wie der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke am späten Abend auf Twitter mitteilte. So viele Däninnen und Dänen wurden bislang noch nie innerhalb von nur einem Tag gegen Covid-19 geimpft.
     
    Ziel für den Montag war gewesen, in insgesamt mehr als 60 Impfzentren im Laufe des Tages 100.000 Corona-Impfungen zu verabreichen. Damit sollte getestet werden, ob die Impfzentren in den fünf dänischen Regionen, ihre Logistik und die IT-Systeme bereit für die Zeit sind, wenn in Kürze mehr Corona-Impfstoff geliefert wird. Es wurden dabei nur die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna verabreicht: Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Dänemark bis auf Weiteres nicht eingesetzt, nachdem es seltene Fälle von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen gegeben hatte. Schon Ende Februar hatte Deutschlands nördlichster Nachbar mit seinen knapp 5,8 Millionen Einwohnern das große Impfen geprobt. Bei der damaligen Generalprobe hatten mehr als 30.000 Menschen an einem Tag eine Impfung bekommen.
  • 4/13/2021 7:13:03 AM   Sebastian Reuter
    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die britische Regierung nach eigenen Angaben ihr nächstes Ziel erreicht. Allen über 50-Jährigen sei eine Impfung gegen das Virus angeboten worden, teilte die Regierung am Dienstag mit. Damit kommt die Kampagne etwas schneller voran als geplant. „Wir haben jetzt einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserem Impfprogramm erreicht“, sagte Premierminister Boris Johnson der Mitteilung zufolge. Schon bald sollen die ersten unter 50-Jährigen geimpft werden.

    Insgesamt haben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 32 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten - das ist deutlich mehr als die Hälfte der Erwachsenen. Gut 7,5 Millionen wurde bereits die für den kompletten Schutz notwendige zweite Dosis gespritzt. Am Dienstag wurde erstmals der Impfstoff des amerikanischen Konzerns Moderna eingesetzt - es ist das dritte Mittel, das in Großbritannien genutzt wird.
  • 4/13/2021 7:11:51 AM   Sebastian Reuter

    Bundesarbeitsminister: Heil: Corona-Testangebot in Unternehmen reicht nicht aus

    Die SPD verteidigt die geplante Verpflichtung von Unternehmen, ihren Mitarbeitern regelmäßige Corona-Tests anbieten zu müssen. Arbeitsminister Hubertus Heil betont, Freiwilligkeit reiche nicht aus.
  • 4/13/2021 7:07:28 AM   Cai Philippsen
    Der Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen von unserer Wissenschafts-Redakteurin Sibylle Anderl:  
  • 4/13/2021 6:40:55 AM   Sebastian Reuter
    Fast vier Monate nach Beginn einer Impfkampagne hat Israels Regierung weitgehende Schulöffnungen beschlossen. Von Sonntag an solle der Unterricht in Kleingruppen eingestellt und wieder in den üblichen Klassenverbänden gelehrt werden, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Nacht zum Dienstag mit. Parallel dazu soll ein Überwachungssystem eingeführt werden, um Infektionen schnell zu erkennen.

    Nach dem Start der Impfkampagne am 19. Dezember war in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch der Schwerkranken stark zurückgegangen. Deutlich weniger als ein Prozent aller Tests fiel zuletzt positiv aus. Die Marke von fünf Millionen Zweitimpfungen könnte in wenigen Tagen durchbrochen werden. Parallel zum Fortschritt der Impfkampagne begann die Regierung mit schrittweisen Lockerungen der Corona-Restriktionen.

    Israel ist ein sehr junges Land, rund 30 Prozent der Bürger sind unter 16 Jahre alt. Sie können bisher nur in absoluten Ausnahmefällen geimpft werden. Experten rechnen aber damit, dass bald auch die Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren beginnen könnte.
  • 4/13/2021 6:05:35 AM   Sebastian Reuter
    Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die am Dienstag in den Fachmagazinen „The Lancet Infectious Diseases“ und „The Lancet Public Health“ veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen.

    In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht. Die andere in „The Lancet“ veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Mittels Gensequenzierung stellten sie zudem fest, an welcher Corona-Variante die Betroffenen erkrankt waren.

    Auch diese Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Erkrankung sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion fest. Die Forscher wiesen jedoch für die britische Variante eine deutliche Erhöhung des R-Wertes nach, der die Entwicklung der Pandemie beschreibt. Das spricht ebenfalls für eine erhöhte Übertragbarkeit der Variante.

    Da die Studien beide im vergangenen Winter in London und Südengland durchgeführt wurden, wo sich die Variante B.1.1.7 zu dieser Zeit rapide ausbreitete, hatten die Forscher eine gute Vergleichbarkeit beider Varianten. Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass zusätzliche Studien nötig seien, um die Erkenntnisse weiter zu bestätigen.
  • 4/13/2021 5:31:52 AM   Sebastian Reuter

    Steigende Infektionszahlen: Intensivmediziner befürchten mehr als 6000 Corona-Patienten – noch im April

    Angesichts steigender Corona-Zahlen könnte der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht werden als erwartet. Unterdessen befürchten Forscher auch in Deutschland Mutanten, gegen die aktuelle Impfstoffe weniger oder gar nicht mehr wirken.

  • 4/13/2021 4:55:50 AM   Mathias Peer
    Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat in einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten vor einer Verschärfung des Lockdowns im Einzelhandel im Zuge der Änderung des Infektionsschutzgesetzes gewarnt. Es dürfe keine weiteren Beschränkungen des Einzelhandels im «Notbremsfall» über das bisher Übliche hinaus geben, verlangte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
     
    Es sei für den HDE "in keinster Weise nachvollziehbar", dass im aktuellen Gesetzentwurf für den Handel gravierende weitere zusätzliche Beschränkungen vorgesehen seien, betonte Genth. "So würde die im Lebensmittelhandel und dem Handel mit Gütern des täglichen Bedarfs bislang geltende Kundenbegrenzung drastisch verschärft und die maximal zulässige Kundenzahl halbiert", klagte Genth. Außerdem würde die in einigen Bundesländern eingeführte Test-Option durch die im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen ersatzlos gestrichen. Und selbst Click & Collect – das Abholen bestellter Ware im Laden – wäre nicht mehr möglich, warnte Genth.
  • 4/13/2021 4:46:52 AM   Mathias Peer
    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 161.736 Neuinfektionen – der Wert liegt nur knapp unter dem gestern gemeldeten Höchststand von 168.912 Neuinfektionen. Insgesamt haben sich damit mehr als 13,69 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. 879 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 171.058. Indien weist nach den Vereinigten Staaten die höchste Infektionszahl weltweit auf.
     
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    Coronavirus-Test in Indien, Foto: AFP
  • 4/13/2021 4:36:00 AM   Mathias Peer
    Die Bundesländer haben wegen behördlich angeordneter Quarantäne in der Corona-Zeit bislang Verdienstausfälle in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe erstattet. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den zuständigen Ämtern der Länder hervor. Demnach wurden bislang mindestens 150 Millionen Euro an die Antragsteller ausgezahlt.
     
    Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer Anspruch auf Entschädigung. Diese erhalten sie in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung von ihren Arbeitgebern. Diese müssen in Vorleistung gehen und können sich den Betrag anschließend erstatten lassen. Auch Selbstständige oder Beschäftigte, die sich wegen Schulschließungen um ihre Kinder kümmern müssen, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Entschädigung.
     
    Mindestens 750.000 Anträge auf Entschädigungszahlungen wurden bislang bundesweit gestellt – die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Hier forderten Arbeitgeber in etwa 235.000 Fällen Geld zurück, rund 15 Prozent davon wurden bislang bewilligt. Das Land zahlte um die 38 Millionen Euro aus. 
  • 4/13/2021 4:29:47 AM   Mathias Peer

    RKI-Zahlen: Gesundheitsämter melden 10.810 Neuinfektionen

    FAZ.NETDie Zahl der neuen Corona-Fälle ist im Vergleich zur Vorwoche stark gestiegen. Wegen Ostern sind die Zahlen aber nur bedingt aussagekräftig. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 140,9.
  • 4/13/2021 2:21:35 AM   Mathias Peer
    Vor der Entscheidung des Bundeskabinetts zum Infektionsschutzgesetz haben die Kommunen rechtliche Bedenken gegen die geplanten Ausgangssperren vorgebracht. Die vorgesehenen Ausgangsbeschränkungen ab einem Inzidenzwert von 100 seien verfassungsrechtlich problematisch, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe . „Klug wäre es hier, auf einen höheren Inzidenzwert, etwa 200 oder höher, abzustellen“, fügte Landsberg hinzu. Ein derart tiefgreifender Einschnitt müsse auch befristet werden.
     
    Auch der Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, forderte vor der Kabinettsbefassung am Dienstag rechtssichere Regelungen. Jung unterstützte in der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ zwar nachdrücklich bundeseinheitliche Regelungen, mahnt jedoch zugleich: „Was Bund und Länder jetzt im Eiltempo im Infektionsschutzgesetz für die Notbremse regeln, muss aber auch sitzen. Wir können es uns nicht leisten, dass einzelne Punkte wie Ausgangssperren wieder von den Gerichten kassiert werden.“ Zudem forderte er Öffnungsperspektiven. 
  • 4/12/2021 11:37:09 PM   Mathias Peer
    In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der „Welt“ nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. „Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie.“
     
    Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken. Die meisten gibt es dem Bericht zufolge mit 5776 im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt.
     
    Über die Zahl der durchgeführten Schnelltests konnten die meisten Länder keine Angaben machen. In Nordrhein-Westfalen waren es allein im März 3,64 Millionen. Dort wurden 3787, also 0,1 Prozent, als positiv gemeldet. Angesichts von knapp 18 Millionen Landesbewohnern ist eine wöchentliche Testung eines jeden jedoch noch weit entfernt. 
  • 4/12/2021 7:16:34 PM   Moritz Grimmig
    In Europa hat die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie die Schwelle von einer Million überschritten. In den 52 Ländern und Territorien des Kontinents wurden bis Montagabend insgesamt 1.000.288 Todesfälle von Corona-Infizierten registriert, wie die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben errechnete.

    Europa ist damit die Region mit der höchsten Opferzahl der Pandemie, gefolgt von Lateinamerika mit 832.577 Toten und Nordamerika mit 585.428 Todesopfern.
  • 4/12/2021 7:00:37 PM   Moritz Grimmig

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat seine Kritik an Überlegungen zur Einführung von nächtlichen Ausgangssperren wiederholt. „Richtig ist mit Sicherheit, die Kontakte so weit es geht drinnen wie draußen zu reduzieren und auf das Nötigste zu beschränken“, sagte Müller am Montag in der RBB-“Abendschau“. Er argumentiere aber gegen eine harte Ausgangssperre. „Abends alleine oder zu zweit spazieren zu gehen, ist keine große Gefahr“, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.

    „Nur man darf eins nicht vergessen, was uns auch die Wissenschaft sagt: Draußen sich aufzuhalten, ist oft einhergehend mit anderen Begegnungen im ÖPNV zum Beispiel“, räumte Müller ein. Oder es seien mehrere Leute, die sich verabredeten und sich dann doch nicht zu zweit oder zu dritt draußen treffen würden, sondern zu zehnt. „Und daraus entstehen auch wieder Gefahren. Es ist eine Gratwanderung.“

    Es sei jetzt aber so, dass von der Bundesebene aus die sogenannte Notbremse gesetzlich abgesichert werde. „Darin enthalten ist eine Ausgangssperre“, sagte der SPD-Politiker. „Es gibt einige Ministerpräsidenten, die so wie ich sagen, ’Vorsicht, Vorsicht, nicht über das Ziel hinausschießen’.“ Viele Leute könnten nicht nachvollziehen, warum sie abends nicht auch mal joggen oder spazieren gehen könnten.

    Aber es gebe im Moment eine Diskussion auf der Bundesebene, die schlichtweg sehr restriktiv sei. Müller kritisierte, dass jetzt im Bundestag etwas beschlossen werde, was doch sehr pauschal formuliert sei und auch einen Teil der wissenschaftlichen Beratung vielleicht nicht hinreichend würdige.

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    Michael Müller, regierender Bürgermeister Berlins (Foto: dpa)

  • 4/12/2021 6:42:57 PM   Moritz Grimmig

    Ein eigenes Impfzentrum am New Yorker Broadway soll der berühmten Theater- und Musicalszene der Weltmetropole aus der Corona-Pandemie helfen. Am Montag eröffnete Bürgermeister Bill de Blasio zusammen mit Lin-Manuel Miranda, dem Erschaffer des Hitmusicals „Hamilton“, das Zentrum mitten im Theaterviertel von Manhattan.

    Es habe eine Kapazität von rund 1500 Impfungen pro Tag und beschäftige auch rund 80 bis 100 zuvor Arbeitslose aus der Showbranche, hatte die Branchenseite „Broadwayworld“ berichtet. Das Angebot solle vor allem bei Theater-Gewerkschaften und Hilfsorganisationen beworben werden und bevorzugt Menschen aus der Kreativbranche impfen, hieß es weiter.

    „Vor 13 Monaten sind die Lichter in den Theatern ausgegangen und in unseren Herzen haben wir einen Verlust gespürt“, sagte de Blasio. „Wir haben etwas verloren – und jetzt kommt es zurück. Broadway kommt zurück, Film und Fernsehen kommen zurück.“ Seit 12. März 2020 sind die Theater geschlossen. De Blasio erklärte vergangene Woche, dass möglicherweise im September 2021 erste Shows zurückkehren könnten.

    Die rund 40 Broadwayhäuser für Musicals und Theaterstücke sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für New York. Sie haben 2019 Tickets für rund 1,8 Milliarden Dollar (aktuell 1,48 Milliarden Euro) verkauft, das rund anderthalbfache der Kartenverkäufe in allen deutschen Kinos (1,02 Milliarden Euro).

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    Eine Milliardenbranche im Stillstand: der Broadway in New York (Foto: EPA)

  • 4/12/2021 6:05:28 PM   Guido Franke
    Jetzt in der Multimedia-Ausgabe der F.A.Z.:  Was die Wirtschaft über Armin Laschet denkt, wie die Schweiz mit China kuschelt und die besten Navi-Apps für Radfahrer und Wanderer.
  • 4/12/2021 6:01:05 PM   Moritz Grimmig
    UN-Generalsekretär Antonio Guterres spricht sich für eine Sondersteuer für Wohlhabende aus. Jüngste Berichte deuteten darauf hin, dass das Vermögen der Reichsten der Welt im vergangenen Jahr um fünf Billionen Dollar gestiegen sei, sagt er auf einem Treffen zur Finanzierung von Entwicklungshilfe.

     
    „Ich fordere die Regierungen auf, eine Solidaritäts- oder Vermögenssteuer für diejenigen in Betracht zu ziehen, die während der Pandemie Profit gemacht haben, um extreme Ungleichheiten zu reduzieren.“

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    UN-Generalsekretär Guterres auf einer Konferenz im November 2020 (Foto: Reuters)
  • 4/12/2021 4:42:14 PM   Moritz Grimmig

    Österreichs Hauptstadt Wien verlängert angesichts der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens den harten Lockdown um weitere zwei Wochen bis 2. Mai. Der Präsenzunterricht an den Schulen soll allerdings ab 25. April wieder erfolgen, sagt der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig am Montag nach Beratungen der Stadtregierung mit Experten. „Ich weiß, das ist eine unpopuläre Maßnahme, aber angesichts der steigenden Patientenzahlen auf den Intensivstationen eine notwendige“, sagte Ludwig.

    Am Sonntag wurden österreichweit mehr als 600 Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut, 245 davon in Wien. Vor allem die britische Virus-Mutation, die zu schwereren Verläufen führt, habe sich im Osten des Landes stark verbreitet. Das Virus treffe zudem nun auch jüngere Menschen. Täglich habe man auf den Intensivstationen der Hauptstadt einen Zuwachs von zwei bis fünf Personen. „Das klingt wenig, ist aber in Summe, in der Tendenz, besorgniserregend“, sagte der Bürgermeister. Die Situation sei „nicht dramatisch, aber ernst“.

    Die harten Corona-Maßnahmen, die ab 1. April für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland verhängt wurden, wären eigentlich am 18. April ausgelaufen, nachdem der Lockdown bereits einmal verlängert wurde. Ob die beiden anderen Bundesländer mitziehen, ist derzeit noch offen. Ludwig hat eigenen Worten zufolge die Landeschefs über seine Entscheidung informiert. Er hoffe auf ein gemeinsames Vorgehen.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz sank österreichweit zuletzt auf 205 (Vortag: 207). Die Zahl der Neuinfektionen ist laut Gesundheits- und Innenministerium auf leicht unter 2000 zurückgegangen. In den restlichen österreichischen Bundesländern sind der Handel und die Schulen geöffnet, in Vorarlberg auch die Gastronomie.

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    Wiens Bürgermeister, Michael Ludwig, auf einer Pressekonferenz Ende März (Foto: dpa)

  • 4/12/2021 4:13:52 PM   Moritz Grimmig

    München kann zwei Monate vor Beginn der Fußball-EM weiterhin keine Spiele mit Zuschauern garantieren und riskiert damit das Aus als Ausrichterstadt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) teilte am Montag nach einem Treffen mit DFB-Vizepräsident Rainer Koch mit, dass er sich zwar Fans in der Allianz Arena wünsche. In der aktuellen Pandemielage aber sei nicht ausgeschlossen, dass dieser Wunsch im Juni unerfüllt bleibt.

    Der Kontinentalverband Uefa fordert von den zwölf Ausrichterstädten für das paneuropäische Turnier (11. Juni bis 11. Juli), dass die Stadien zumindest teilweise gefüllt werden müssen. Städte, in denen Geisterspiele drohen, könnten noch als EM-Ort gestrichen werden.

    Es sei „aus heutiger Sicht natürlich leider nicht auszuschließen, dass aufgrund des Infektionsgeschehens und entsprechender Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu den Spielterminen im Juni keine Zuschauer*innen zugelassen werden können“, sagte Reiter laut einer Mitteilung der Stadt.

    Die Uefa hatte die Ausrichter München, Rom, Bilbao und Dublin in der vergangenen Woche aufgefordert, bis zum 19. April – den nächsten Montag – zusätzliche Informationen für die Durchführung der Partien nachzureichen. Dann entscheidet das Uefa-Exekutivkomitee endgültig über die Zahl der Gastgeber. Acht Städte haben die Ausrichtung der Spiele vor zumindest einigen Zuschauern bereits zugesichert.

  • 4/12/2021 4:00:57 PM   Moritz Grimmig

    Sportverbände haben auf einen Offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) an Bundeskanzlerin Angela Merkel reagiert und mehr Bewegungsmöglichkeiten im Freien gefordert. „Die Ausführungen der Gesellschaft für Aerosolforschung bestärken uns einmal mehr in der Position, die wir seit Monaten klar vertreten“, sagte Rainer Koch, der für den Amateursport zuständige Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes, am Montag zum Offenen Brief, über den die ARD-Sportschau berichtet hatte.
     

    „Die Angst vor dem Amateurfußball als Corona-Treiber ist unbegründet.“


    Die GAeF hatte in dem Schreiben vom Sonntag an die Kanzlerin kritisiert, dass „bis heute wesentliche Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit nicht in praktisches Handeln übersetzt“ worden sei. „Stattdessen werden eher symbolische Maßnahmen wie die Maskenpflicht beim Joggen erlassen, die keinen nennenswerten Einfluss auf das Infektionsgeschehen erwarten lassen.“ Die Übertragung der Sars-Cov-2 Viren finde fast ausnahmslos in Innenräumen statt“, betonten die Forscher. „Übertragungen im Freien sind äußerst selten.

    „Die Diagnose haben wir, und wir haben das Rezept. Der Ball muss wieder rollen“, sagte Koch. Der organisierte Vereinssport biete hier mit seinen Strukturen und bewährten Hygienekonzepten einen sehr wichtigen Anker, ohne pandemische Risikoquelle zu sein.

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    Der Amateursport ist seit über einem Jahr fast ununterbrochen eingeschränkt. (Foto: ZB)

    „Dieser Offene Brief der Aerosolforscher unterstreicht ja das, was wir schon lange sagen: Öffnet die Sportplätze und gebt unseren Vereinen die Möglichkeit, Amateursportlern jeder Altersklasse – zumindest im Freien – wieder ihren Sport zu ermöglichen“, sagte Christian Dahms, Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen, der ARD-Sportschau. „Die Vereine haben ihre Konzepte entwickelt und sind in der Lage, das Verhalten ihrer Sportler zu lenken, zu beobachten und auch zu kontrollieren.“

    Dagegen teilt der Chefarzt des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Einschätzung der Wissenschaftler nur zum Teil. „Natürlich würde ich mich als Mediziner aus dem Sportbereich auch freuen, wenn angesichts solcher Untersuchungsergebnisse die Sportplätze wieder für alle geöffnet würden“, sagte Andrew Lichtenberg der ARD-Sportschau. „Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die neuen bislang bekannten Mutanten des Virus aggressiver sind und die Infektionsgefahr bei jüngeren Leuten gestiegen ist.“ Dies müsse ernst genommen werden und man könne nicht einfach alles öffnen und laufen lassen.

  • 4/12/2021 3:51:26 PM   Moritz Grimmig
    Das Hamburger Verlagshaus von Gruner + Jahr am Baumwall wird Corona-Testzentrum. Die Cafeteria stehe von Donnerstag (15. April) an allen Menschen in Hamburg für kostenlose Antigen-Schnelltests zur Verfügung, kündigte der Verlag am Montag an.

    Bis zu 500 Antigen-Schnelltests können dort pro Tag vom Fachpersonal per Nasenabstrich durchgeführt werden. Ein Ergebnis kommt innerhalb einer Stunde per E-Mail. Im Falle eines positiven Testergebnisses gibt es zudem einen Info-Anruf. Vor Corona sei die Cafeteria ein lebendiger Treffpunkt für die Mitarbeitenden gewesen, sagte Service-Leiter Sven Wolter. Seit über einem Jahr sei die Fläche jedoch ungenutzt.

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    Hier wird bald getestet: Das Verlagsgebäude von Gruner + Jahr in Hamburg (Foto: obs)
  • 4/12/2021 2:43:36 PM   Tobias Müller
    Pfizer und Biontech verlangen Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow zufolge für ihren Corona-Impfstoff von der EU in einem neuen großen Liefervertrag von 2022 an einen deutlich höheren Preis. Die EU verhandle über den neuen Vertrag mit einem Preis pro Impfdosis von 19,50 Euro, sagt Borissow während einer Reise in Südbulgarien. „Die Preise gehen schnell nach oben.“ Einem Insider zufolge will die EU Verhandlungen mit den Unternehmen über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen. Nach einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen Dokument kostete jede Dosis zuletzt 15,50 Euro.
  • 4/12/2021 2:41:36 PM   Tobias Müller

    Globales Impfrennen: Fällt China gegen den Westen zurück?

    Bislang sah sich China als Gewinner der Coronakrise. Das wollte man der Welt auch mit der Entwicklung eigener Impfstoffe zeigen. Deren Wirksamkeit ist aber schwach, die Impfkampagne stockt – und die Enttäuschung ist groß.
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