Coronavirus

Coronavirus Live


  • 4/14/2021 5:14:01 AM   Patrick Schlereth
    Auch in Berlin werden nun Teile der Corona-Protestbewegung einem Medienbericht zufolge vom Verfassungsschutz beobachtet. Dabei gehe es insbesondere um die Anhänger der Protestbewegung, die Verschwörungsmythen und Hetze verbreiteten, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf Sicherheitskreise. Teile der Protestbewegung seien in einem Sammelbeobachtungsobjekt zusammengefasst worden, bei dem es sich nach Einschätzung der Verfassungsschutzbehörde um eine neue Form des Extremismus handle, die nicht zu den bisherigen Kategorien passe. Auch Rechtsextremisten seien Teil der Protestbewegung, die aber nach Ansicht der Verfassungsschützer keinen steuernden Einfluss ausübten und ohnehin schon beobachtet werden dürften. Die Berliner Senatsinnenverwaltung wollte sich den ARD-Angaben zufolge dazu nicht äußern. Die Corona-Protestbewegung wird bereits in mehreren Bundesländern von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet.
  • 4/14/2021 4:29:58 AM   Ulrike Putz
    Der Familienbund der Katholiken kritisiert, dass Kinder bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes zu wenig berücksichtigt werden. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Präsident Ulrich Hoffmann: „Wir beklagen eine Fantasie- und Kreativlosigkeit in der Frage, wie man auch bei hohen Inzidenzen eine verantwortliche Kinderbetreuung organisieren kann.“ Familie sei keine Einrichtung, die man schließen könne. „Die muss auch bei hohen Inzidenzen funktionieren.“
     
    In den 13 Monaten der Pandemie seien Familien zu wenig unterstützt worden – sinnvoll wären etwa ein Corona-Kindergeld und eine Corona-Elternzeit, so Hoffmann. Auch vernachlässige die aktuelle Politik die Bildung, die für Deutschland ein wesentliches Gut sei, ergänzte Hoffmann. Er habe schon oft erlebt, dass kreative Lösungen etwa von Schulleitungen zu Unterricht in anderen Räumen eher unterbunden als gefördert würden. Dass eine stärkere Vereinheitlichung der Maßnahmen Abhilfe schaffe, bezweifele er.
     
    Dem Familienbund der Katholiken gehören unter anderem Verbände wie Caritas, KAB, Landvolk, Kolping und kfd an. Er vertritt nach eigener Aussage den gesamten Verbandskatholizismus sowie rund 20.000 Einzelmitglieder.
  • 4/14/2021 4:15:39 AM   Ulrike Putz
    Gewalt gegen Frauen hat laut dem Weltbevölkerungsbericht in der Corona-Pandemie dramatisch zugenommen. Mehr Frauen und Mädchen als je zuvor seien seit Pandemie-Beginn von geschlechtsspezifischer Gewalt und schädlichen Praktiken wie Frühverheiratung bedroht, heißt es in dem Bericht, der am Mittwoch im Beisein von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Berlin vorgestellt wird. 45 Prozent der Mädchen und Frauen in Ländern mit mittlerem oder niedrigen Einkommen können demnach nicht selbst entscheiden, ob sie Sex haben, verhüten oder medizinische Versorgung in Anspruch nehmen wollen.
     
    Unter dem Titel „Mein Körper gehört mir: Das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung einfordern“ befasst sich der Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) in diesem Jahr vor allem mit der körperlichen Selbstbestimmung und Unversehrtheit von Mädchen und Frauen. „In Krisen werden noch mehr Frauen und Mädchen Opfer von Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung“, erklärte Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), bei der Vorstellung des Berichts.
     
    Unter anderem geschlossene Schulen aufgrund der Corona-Pandemie hätten zu einem Anstieg des Risikos für Mädchen geführt, geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt zu sein, erklärte die DSW, die Herausgeberin der deutschen Kurzfassung des Berichts ist. Hinzu komme das Wegfallen vieler Dienste der sexuellen oder reproduktiven Medizin aufgrund der Lockdown-Bestimmungen. Einen dramatischen Anstieg verzeichneten die Autoren des Berichts auch bei der weiblichen Genitalverstümmelung: Demnach hat diese Praxis im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab seit Beginn der Corona-Pandemie um 20 Prozent zugenommen, in Somalia um rund 31 Prozent.
  • 4/14/2021 3:54:10 AM   Ulrike Putz
    Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig hat sich noch keine abschließende Meinung zum Thema Impfen gegen das Coronavirus vor den Spielen in Tokio gebildet. „Ganz schwieriges Thema! Ich bin kein Impfgegner und auch kein besonderer Befürworter. Ich mache das, was mir ein Arzt sagt“, berichtete die 35-Jährige in einem Interview der „Sport Bild“. „Aktuell verwirren mich die vielen Meinungen von Experten eher. Natürlich will ich zu Olympia – koste es, was es wolle. Aber die Entscheidungsfreiheit, ob man sich impft, sollte trotzdem bei jedem Einzelnen bleiben.“
     
    Auf die Frage, ob es ein Szenario gebe, bei dem sie freiwillig auf die Olympischen Spiele verzichten würde, antwortete Ludwig: „Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich kann nur mit dem arbeiten, was ich kontrollieren kann. Wenn ich mich zu viel damit stresse, raubt mir das zu viel Energie.“ Falls es Olympia nicht geben könne, „dann ist es halt so. Es war trotzdem ein schöner Weg.“
     
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    Die Olympiasiegerin im Beachvolleyball, Laura Ludwig, richtet sich in Sachen Impfen nach ärztlicher Empfehlung. Foto: dpa
  • 4/14/2021 3:40:11 AM   Ulrike Putz

    Binnen eines Tages: Zahl der Corona-Neuinfektionen verdoppelt sich auf knapp 21.700

    Das Robert-Koch-Institut hat in den vergangenen 24 Stunden 21.693 Neuinfektionen und 342 neue Todesfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 153,2. Die Osterfeiertage und Schulferien machten eine realistische Einschätzung der Lage jedoch schwierig, warnen Experten.
  • 4/14/2021 3:38:46 AM   Ulrike Putz
    Die FDP-Fraktion fordert in einem Antrag im Bundestag ein umfangreiches Hilfspaket für junge Menschen in der Coronakrise. "Bund und Länder sollen sich darauf verständigen, dass Schülerinnen und Schüler die unkomplizierte Möglichkeit haben, das Schuljahr zu wiederholen, ohne dass dies auf die Verweildauer insbesondere in der gymnasialen Oberstufe angerechnet wird", heißt es in dem Antrag "Jugend im Lockdown" der Liberalen, aus dem RTL/ntv vorab berichtet.
    Auch Studierenden soll zwei Semester zusätzlich zur Regelstudienzeit BAföG-Anspruch gewährt werden. Weiter heißt es, Schulen sollen kostenlose FFP-Masken für Schüler und Lehrer erhalten, außerdem soll mit einem "Digitalpakt 2.0" Geld für die digitale Weiterbildung von Lehrkräften und professionelle IT-Experten an den Schulen fließen.

  • 4/14/2021 2:50:53 AM   Ulrike Putz

    In der Pandemie: Linksfraktion fordert Steuer für Krisengewinner

    Auch der Internationale Währungsfonds hatte zuletzt eine Art Solidaritätssteuer für Krisengewinner wie Pharma- und Digitalunternehmen ins Gespräch gebracht.
  • 4/14/2021 2:48:20 AM   Ulrike Putz

    Trotz Pandemie: Olympisches Komitee schließt kurzfristige Absage der Spiele in Tokio aus

    Die große Mehrheit der Japaner wünscht eine Absage oder die nochmalige Verschiebung der Sommerolympiade. Das IOC beharrt darauf, dass es die „sichersten Spiele“ sein werden. Die anreisenden Mannschaften sollen in einer „Olympia-Blase“ verbleiben.
  • 4/14/2021 2:36:03 AM   Ulrike Putz
    Nach dem Stopp der Impfungen von Johnson & Johnson (J&J) in den USA fordern deutsche Immunologen von der Bundesregierung eine schnelle Nachbestellungen von mRNA-Impfstoffen – notfalls im nationalen Alleingang. „Wenn es sich bewahrheitet, dass die Nebenwirkungen ähnlich häufig sind, wäre die Konsequenz, dass wir in Deutschland auch den Impfstoff von J&J ebenso wie AstraZeneca nicht für die unter 60-Jährigen verwenden sollten“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, der Zeitung „Augsburger Allgemeinen“ laut Vorabbericht.
     
    Hirnvenenthrombosen scheinen seiner Ansicht nach eine generelle Nebenwirkung der Vektorimpfstoffe zu sein. Für die Impfung der unter 60-Jährigen stehe jedoch bis Herbst nicht ausreichend mRNA-Impfstoff zur Verfügung, was mangels Herdenimmunität eine vierte Pandemie-Welle auslösen könnte. Deswegen müsse die Bundesregierung sowohl mit BioNTech als auch mit Curevac in neue Verhandlungen treten und mehr Impfdosen für Deutschland sichern. „Deutschland sollte hier einen Alleingang wagen, da es über die EU zu lange dauert und jetzt viele andere Länder ähnlich aktiv werden.“
  • 4/14/2021 1:17:15 AM   Ulrike Putz
    Indiens reichster Staat Maharashtra geht für 15 Tage in einen strikten Lockdown. "Alle Fabriken und Industrien", mit Ausnahme einiger exportorientierter Einheiten und derjenigen, die für wesentliche Dienstleistungen benötigt werden, müssen ihren Betrieb einstellen, teilt die Regierung mit. Bereits seit vergangene Woche sind Restaurants, Bars, Fitnessstudios, Theater und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen.
    Maharashtra ist Sitz der Finanzmetropole Mumbai und die am stärksten betroffene Region in Indien. Etwa ein Viertel der 13,5 Millionen Corona-Fälle des Landes wurden hier registriert.
     
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    Mumbai ist das Epizentrum der Corona-Pandemie in Indien. Foto: dpa
  • 4/14/2021 1:13:47 AM   Ulrike Putz
    Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Gründe für geplante Ausgangssperren gut zu kommunizieren. „Ausgangsbegrenzungen funktionieren nur dann, wenn die Bevölkerung diese für richtig erachtet und akzeptiert. Es kommt deshalb in erster Linie darauf an, dass die Maßnahme gut kommuniziert und begründet wird“, sagte Maier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
     
    Die Menschen seien umso mehr bereit, ihren Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen, „wenn die Bundesregierung - namentlich das Kanzleramt - unter Beweis stellt, dass das Krisenmanagement funktioniert“, so der Minister.
    „Hier sehe ich noch deutlich Verbesserungsbedarf.“
     
    Mit Blick auf die Kontrolle von möglichen Ausgangsbeschränkungen sagte Maier, dies dürfe nicht allein der Polizei aufgebürdet werden: „Gerade in einem Flächenland wie Thüringen können die Polizei und die Ordnungsbehörden Ausgangssperren nicht im ganzen Land überwachen und durchsetzen.“
     
    Die Menschen in weiten Teilen Deutschlands müssen sich auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. In allen Kreisen und Städten mit hohen Infektionswerten soll es Einschränkungen geben. Entsprechende Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hat die Bundesregierung am Dienstag beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem Ausgangsbeschränkungen. So soll von 21.00 bis 5.00 Uhr der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung oder eines dazugehörigen Gartens im Grundsatz nicht erlaubt sein, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden.
  • 4/14/2021 12:56:13 AM   Ulrike Putz
    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer dringt auf Nachbesserungen beim neuen Infektionsschutzgesetz. Es gebe „Fragen bezüglich der Rechtsfolgen und auch der Verhältnismäßigkeit“, sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ laut einem Vorabbericht.
     
    Die Diskussion um eine Veränderung des Infektionsschutzgesetzes dürfe aber „nicht davon ablenken, dass wir jetzt handeln müssen“.
    „Ich appelliere an alle, sich an die Notbremse zu halten und ich bitte die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen einzuhalten.“
  • 4/14/2021 12:54:41 AM   Ulrike Putz
    Die vom Bundeskabinett beschlossene Corona-Testpflicht für Arbeitgeber stößt beim Handel auf Kritik. Diese sei „überflüssig“, da eine schnelle und effektive Bekämpfung der Pandemie im Kerninteresse des Einzelhandels liege, weshalb die Unternehmer bereits seit Wochen ohne gesetzliche Verpflichtungen handelten, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
     
    Er fordert finanzielle Hilfen für Unternehmen, die von der Testpflicht betroffen sind. „Es darf keine zusätzlichen Belastungen für die vielerorts in akuter Existenznot befindlichen Handelsunternehmen geben.“
  • 4/14/2021 12:53:38 AM   Ulrike Putz
    Angesichts der Verzögerungen bei der Verabschiedung der bundeseinheitlichen Notbremse warnt die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, vor der Notwendigkeit einer Triage in den Kliniken. „Die Notbremse kommt ohnehin spät. Aber wenn wir noch länger warten, droht eine Überlastung der Intensivstationen. Dann kann eine Triage nötig werden“, sagt Johna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut einem Vorabbericht.
     
    Bei einer Triage entscheidet das medizinische Personal, wer aufgrund von mangelnden Kapazitäten eine lebensrettende Behandlung erhält und wer nicht.
     
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    Auf deutschen Intensivstationen gibt es nur noch wenige freie Betten. Der Ärzteverband Marburger Bund warnt daher, dass es bald zu Situationen kommen könnte, in denen Mediziner darüber entscheiden müssten, wen sie behandeln und wen nicht. Foto: dpa

  • 4/14/2021 12:12:30 AM   Ulrike Putz
    Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. „Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss“, sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in „allernächster Zeit“ geschehen. „Ich erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren kann“, sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung.
    Das Bundeskabinett hat am Dienstag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. Kommende Woche sollen die Neuerungen erst vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren – trotz deutlicher Kritik einiger Länder und der Opposition im Bundestag.
    Über die eingeschränkte Aussagekraft der Corona-Meldezahlen nach Ostern sagte Drosten: „Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen.“ Er befürchte, dass man dann wieder in einem Bereich zwischen 20.000 und 30.000 täglich gemeldeten Neuinfektionen landen werde. Durch die Osterferien sieht der Virologe allerdings für die Schulen zunächst einen „nachhaltigen Entschleunigungseffekt“, wie er sagte.
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    Der Virologe Christian Drosten. Foto: dpa
    Weiter erinnerte Drosten daran, dass man sich nach einem negativen Schnelltestergebnis nicht in falscher Sicherheit wiegen dürfe. „Es ist nicht alles so simpel, wie das zum Teil in der Politik auch argumentativ verarbeitet wird. So nach dem Motto: Jetzt kann ja alles öffnen, weil wir haben ja jetzt Schnelltests.“ In der Praxis stellten Fachleute fest, dass es bei diesen Tests eine Lücke beim Erkennen von Infektionen in der Frühphase gebe, schilderte Drosten. Noch fehlten zwar Studien dazu. Beobachtet werde aber, dass die Tests nur beim größten Teil der ansteckenden Tage anschlagen: Beim Testen direkt bei Symptombeginn könne der Test jedoch noch negativ ausfallen. Ein Labortest (PCR) hingegen könne im Vergleich schon mehrere Tage vorher eine Ansteckung anzeigen.
    Den Einsatz von Schnelltests bei Menschen mit Symptomen und die regelmäßige Anwendung zum Beispiel in Schulklassen und am Arbeitsplatz hält Drosten dennoch für gerechtfertigt und sinnvoll. Zwar könne eine frische Infektion dann in einzelnen Fällen übersehen werden – aber wenige Tage später falle sie auf. „Nur eine Sache ist eben etwas gefährlich“, sagte er: die Vorstellung, nicht ansteckend zu sein, wenn man etwa an der Kasse zu einem Veranstaltungssaal oder an der Pförtnerloge zu einem Behördengebäude den Test mache. Infizierte könnten dann durchrutschen und andere Menschen anstecken.
    Über neue Studien zur in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7, in denen entgegen früherer Daten keine Belege für eine höhere Tödlichkeit der Variante gesehen werden, sagte Drosten, diese änderten für ihn das Bild nicht komplett. Eine der Studien kann anhand ihrer Stichprobe nur Aussagen über Fälle machen, die mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt wurden. Drosten bilanzierte, er würde die bisherigen Studien für die Ebene der ganzen Bevölkerung weiter so stehenlassen.
    Als „ganz schlechte Entwicklung“ bezeichnete Drosten wählerisches Verhalten von über 60-Jährigen in Bundesländern, in denen man sich den Corona-Impfstoff aussuchen kann. Manche dieser älteren Menschen wollten nun nicht mit Astrazeneca geimpft werden und warteten lieber ab, bis sie das Präparat von Biontech/Pfizer bekommen könnten. „Da muss man wirklich sagen, dann nimmt man im Juni einem Jüngeren die Impfung weg. Und das ist wirklich nicht in Ordnung“, sagte der Virologe. „Ich finde es nicht gut, wenn Ältere jetzt an dieser Stelle wählerisch sind.“ Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Astrazeneca mittlerweile für Menschen ab 60. Hintergrund sind seltene Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen jüngerer Menschen.
  • 4/14/2021 12:04:32 AM   Ulrike Putz
    Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat die Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs leicht herabgestuft. Der Impfstoff schütze zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. In einem im Dezember im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Artikel hatte Moderna die Wirksamkeit noch mit 94,1 Prozent angegeben.
     
    Die neuen Ergebnisse stammen aus der laufenden dritten Phase einer klinischen Studie mit mehr als 30.000 Menschen in den USA. Den Grund für die gesunkene Wirksamkeit nannte das Unternehmen nicht, sie könnte jedoch auf die inzwischen zirkulierenden neuen Virusvarianten zurückzuführen sein.
     
    Moderna arbeitet derzeit an zwei speziell gegen diese Corona-Mutanten wirkenden Versionen des Impfstoffs. Erste Ergebnisse aus Versuchen an Mäusen sind dem Unternehmen zufolge vielversprechend. „Die neuen präklinischen Daten zu unseren variantenspezifischen Impfstoffkandidaten stimmen uns zuversichtlich, dass wir aufkommende Varianten proaktiv angehen können“, sagte Geschäftsführer Stéphane Bancel.
     
    Das US-Pharmaunternehmen hat nach eigenen Angaben bislang 132 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs weltweit ausgeliefert, rund 117 Millionen Dosen davon gingen an die USA.
  • 4/13/2021 11:37:00 PM   Ulrike Putz
    Die niedergelassenen Ärzte kritisieren eine Benachteiligung gegenüber Impfzentren in der Corona-Impfkampagne. „Den Praxen werden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen, weil der Impfstoff offensichtlich vorrangig an die Impfzentren geht“, sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Die Zuteilung für die Hausärzte wurde halbiert. Daher wächst bei den niedergelassenen Ärzten die Sorge, dass sie in den kommenden Wochen eher weniger als mehr am Impfgeschehen teilhaben können.“
     
    Zwar erhalten die Arztpraxen den Angaben zufolge als Ausgleich für Biontech-Kürzungen mehr Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs. „Aber das wird so nicht aufgehen“, warnte Gassen. „Wenn die Impfzentren komplett den vergleichsweise unproblematischen Impfstoff erhalten, die Praxen aber den umstrittenen, der zumal den unter 60-Jährigen nicht gespritzt werden darf, wird die Impfkampagne massiv ins Stocken geraten. Das darf nicht passieren!“
     
    Wenn Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seine Zuteilungsstrategie nicht wieder ändere, gerate die Herdenimmunität in weite Ferne, so der KBV-Chef. Die Lieferreduzierungen in dieser und der kommenden Woche ließen „das Schlimmste befürchten“. Dabei könnten die Praxen bis zu fünf Millionen Menschen pro Woche impfen. „Rund 75.000 Arztpraxen stehen dafür bereit. Erhalten die Praxen genug Impfstoff, könnten wir schon im Juni die Herdenimmunität erreicht haben.“
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    Arztpraxen beklagen, dass Impfzentren Priorität bei der Lieferung von Vakzin eingeräumt werde. Foto: dpa
  • 4/13/2021 10:08:48 PM   Tobias Müller
    In Brasilien sind zunehmend jüngere Menschen von einem schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung betroffen. Im März lagen auf den Intensivstationen überwiegend Patienten, die 40 Jahre oder jünger waren, wie aus Krankenhausdaten hervorgeht. Insgesamt 52 Prozent der Betten waren demnach mit Menschen aus dieser Gruppe belegt. Der Grund für den Anstieg ist nicht klar. Wissenschaftler halten es für möglich, das die brasilianische Virus-Mutation ein Grund sein könnte. Andere Faktoren könnten sein, dass bislang vornehmlich Ältere geimpft wurden oder dass Jüngere sich teils womöglich sorgloser verhalten. Die Daten aus mehr als einem Drittel aller Intensivstationen des Landes wurden von der Brasilianischen Intensivmediziner-Vereinigung ausgewertet.
  • 4/13/2021 9:18:26 PM   Tobias Müller
    Pfizer hat die Produktion seines Corona-Impfstoffs hochgefahren und stellt die Auslieferung von zehn Prozent mehr Dosen an die Vereinigten Staaten bis Ende Mai in Aussicht. Das teilt Pfizer-Chef Albert Bourla in einem Tweet mit. Pfizer werde alle 300 Millionen Dosen zwei Wochen früher liefern als erwartet. Das Vakzin wurde gemeinsam mit der deutschen Firma BioNTech entwickelt.
     
  • 4/13/2021 8:57:38 PM   Tobias Müller

    Unter 60-Jährige: Zweitimpfung nach Astra-Zeneca mit Biontech oder Moderna

    Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig beschlossen. Die Stiko hatte zuvor empfohlen, unter 60-Jährigen nach einer Erstimpfung mit dem umstrittenen Vakzin, ein anderes Präparat zu verabreichen.
  • 4/13/2021 8:57:11 PM   Tobias Müller

    Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplanten Proteste sogenannter Querdenker untersagt. Das Ordnungsamt der sächsischen Landeshauptstadt begründete das Verbot am Dienstag mit den jüngsten Demonstrationen der Protestbewegung in Städten wie Stuttgart und Kassel. Bei den Großveranstaltungen seien die geltenden Corona-Schutzvorschriften und die polizeilichen Aufforderungen missachtet worden, erklärte die Stadtverwaltung. Sie verwies außerdem auf die „aktuelle Entwicklung der Inzidenzzahlen in Dresden“.

    Die Initiative „Querdenken 351“ hatte für Samstag zu Protesten gegen die derzeitige Corona-Politik aufgerufen. Bei Demonstrationen der „Querdenken“-Bewegung in Stuttgart und Kassel war es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Zwischenfällen gekommen. In Stuttgart waren am ersten April-Wochenende tausende Demonstranten durch die Innenstadt gezogen. Ein Großteil von ihnen ignorierte die Corona-Schutzmaßnahmen und einige Teilnehmer griffen Journalisten an. Bei der Demonstration in Kassel war es Ende März zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

  • 4/13/2021 8:18:12 PM   Tobias Müller

    Einheitliche Corona-Regeln: Wann kommt die bundesweite Notbremse?

    Das Kabinett hat die bundesweite Notbremse beschlossen. Bis das Gesetz durch das Parlament kommt, dauert es aber noch. Denn die Opposition will nicht, dass die Beratungsfrist verkürzt wird.
  • 4/13/2021 7:54:22 PM   Tobias Müller

    Das österreichischen Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Corona-Ausreisetests vorerst bis 24. April. Dies sei zur Eindämmung der sogenannten britischen Variante des Coronavirus sowie weiterer Varianten nötig, gab die Landesregierung am Dienstag in Innsbruck bekannt. Die Regel, wonach man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch auslaufen sollen.

    Zusätzlich gilt eine Testpflicht für Menschen, die aus Osttirol in andere Teile Tirols fahren wollen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Osttirol betrage rund 430 und sei damit höher als irgendwo sonst in Österreich, sagte ein Gesundheitsbeamter in Innsbruck. Der landesweite Schnitt lag zuletzt bei rund 209.

  • 4/13/2021 7:23:42 PM   Tobias Müller

    Selbständige Frauen haben einer Studie zufolge in der Corona-Krise häufiger Einbußen hinzunehmen als selbständige Männer. Nach der Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin haben 47 Prozent der Männer und 63 Prozent der weiblichen Selbständigen Einbußen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ vorab berichtet. Die Ergebnisse ließen sich dem DIW zufolge vor allem damit erklären, dass selbständige Frauen überproportional häufig in Branchen arbeiten, die von der Pandemie besonders stark betroffen sind, etwa durch zwischenzeitliche Schließungen von Geschäften.

    Für ihre Studie haben die Wirtschaftsforscher auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zwischen April und Juli 2020 Personen aus insgesamt 6.700 Haushalten befragt. Sie folgern aus den Ergebnissen, dass es eine verlässliche und mit wenig Aufwand zu beantragende Unterstützung für Selbständige brauche, die auch die Lebenshaltungskosten decke. Sonst könnten sich die Betroffenen zunehmend von der Selbständigkeit abwenden. In Deutschland waren dem Bericht zufolge jüngst 34 Prozent der Selbständigen weiblich.

  • 4/13/2021 5:58:40 PM   Tobias Müller

    Leere Stühle im Impfzentrum: Nur Egoisten lassen Impftermine verfallen

    Für viele liegt eine mögliche Impfung gegen das Coronavirus noch in ferner Zukunft. Umso wütender macht es deswegen, dass viele Hessen ihre Impftermine nicht wahrnehmen, kommentiert Monika Ganster.
  • 4/13/2021 5:44:44 PM   Tobias Müller
    Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft eigenen Angaben zufolge nach dem Auftreten von seltenen Thrombosefällen weiterhin die Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J). Es sei nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vakzin des amerikanischen Pharmakonzerns und Blutgerinnseln gebe, teilt die Behörde mit. Die EMA wolle sich dazu wieder äußern, wenn die Bewertungen abgeschlossen seien. Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge äußert die Erwartung, dass die EMA am Mittwoch dazu Stellung beziehen werde.
  • 4/13/2021 5:33:55 PM   Tobias Müller

    Der Freistaat Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

    Einige der 100 Impfzentren in Bayern seien schon jetzt in Priorisierungsstufe 3, sagte Holetschek. Das heißt, dass ein großer Teil der Mitglieder von Risikogruppen bereits mindestens einmal geimpft ist. Insgesamt habe Bayern bereits mehr als 2,1 Millionen der 13 Millionen Einwohner mit einer Erstimpfung versorgt, 860.000 Menschen hätten vollen Impfschutz. Insgesamt wurden über drei Millionen Impfdosen verabreicht. Die Einbeziehung der Hausarztpraxen habe sich bewährt, sagte Holetschek.

  • 4/13/2021 4:33:53 PM   Tobias Müller

    Abgesagte Impftermine: Die Folgen der Astra-Zeneca-Verweigerung

    Der Wirkstoff von Astra-Zeneca ist so unbeliebt, dass viele Hessen ihrem Impftermin fernbleiben. Angeblich verfällt aber deswegen keine Dosis. Ministerpräsident Bouffier ist wegen der fehlenden Rücksichtnahme besorgt.
  • 4/13/2021 4:33:20 PM   Tobias Müller

    Die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den Vereinigten Staaten ist den Behörden zufolge aus einem „Übermaß an Vorsicht“ empfohlen worden und werde voraussichtlich nur einige Tage aufrechterhalten. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit.

    Die sechs erfassten Fälle von Sinusvenenthrombosen, die nach Impfungen mit dem Wirkstoff in Amerika aufgetreten waren, müssten nun erst einmal „komplett verstanden“ und die Mitarbeiter des Gesundheitssystems entsprechend informiert werden, sagte die amtierende FDA-Chefin Janet Woodcock. „Wir erwarten, dass diese Pause einige Tage dauern wird.“ Für Mittwoch ist eine Notfallsitzung eines Beratergremiums der CDC angesetzt.

  • 4/13/2021 3:36:54 PM   Tobias Müller
    „Große rechtliche Probleme sehe ich bei der Ausgangssperre.“

    Das sagt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) der „Welt“ laut Vorabbericht. „So wie sie bislang vorgesehen ist, nämlich ohne Berücksichtigung der konkreten Situation vor Ort, kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass sie vor Gericht Bestand haben wird.“

  • 4/13/2021 3:34:09 PM   Tobias Müller
    Für die EU-Kommission kommt die Ankündigung des amerikanischen Konzerns Johnson & Johnson, die Impfstofflieferungen in die EU, „proaktiv“ zu verzögern, „komplett unerwartet“, wie ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagt. Das Unternehmen müsse nun für Klarheit sorgen.
  • 4/13/2021 3:18:47 PM   Tobias Müller

    Shitstorm gegen Modelabel: Bottega Veneta feiert Corona-Party im Soho House

    Seit mehr als einem Jahr kommen Partygänger aufgrund der Pandemie nicht mehr auf ihre Kosten – eigentlich. In Berlin feierte das Modelabel Bottega Veneta vor wenigen Tagen eine ausgelassene Aftershow-Party. Nun ermittelt die Polizei.
  • 4/13/2021 3:08:29 PM   Annkathrin Weis
    Die geplante bundesweite Corona-Notbremse soll nicht im Schnellverfahren beschlossen werden. Im Bundestag wollen die Fraktionen einen grundsätzlich möglichen Verzicht auf bestimmte Beratungsfristen nicht erteilen, der einen Parlamentsbeschluss noch in der laufenden Woche ermöglicht hätte. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Fraktionskreisen.
     
    Am Morgen hatte das Bundeskabinett die Bundes-Notbremse auf den Weg gebracht. In allen Kreisen und Städten mit hohen Infektionswerten soll es Einschränkungen geben. Dafür soll das Infektionsschutzgesetz geändert werden. Mediziner, Epidemiologen, aber auch Politiker hatten in den vergangenen Tagen betont, angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Virus sei hierbei Tempo gefragt.
    Wie es in den Parlamentskreisen weiter hieß, wurde in den Koalitionsfraktionen von Union und SPD ausreichend Beratungszeit als nötig angesehen. Ansonsten waren demnach vor allem die Fraktionen von AfD und FDP gegen einen Fristverzicht. Nötig wäre dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit auch mit Stimmen der Opposition. Nun ist die erste Beratung im Plenum an diesem Freitag und der Bundestagsbeschluss für Mittwoch kommender Woche geplant.
    Der Bundesrat würde sich nach Angaben von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), derzeit auch Bundesratspräsident, „mit großer Wahrscheinlichkeit am Donnerstagmorgen“ nächster Woche mit den Neuerungen befassen, falls der Bundestag am Mittwoch in dritter Lesung zugestimmt hat.
  • 4/13/2021 3:04:38 PM   Tobias Müller

    Putins Rache?: Russland stoppt Türkei-Reisen

    Mit dem starken Anstieg der Corona-Infektionen in der Türkei begründet Moskau das Aussetzen der Charterflüge. Manche halten das für vorgeschoben.
  • 4/13/2021 3:02:37 PM   Annkathrin Weis
    Nach Bayern hat nun auch Mecklenburg-Vorpommern eine Option für das russische Corona-Vakzin Sputnik V beschlossen. Das Wirtschaftsministerium sei damit beauftragt, einen Vorvertrag über eine Million Dosen auszuhandeln, sagte  Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. „Jeder Impfstoff, der zugelassen ist, der gut ist und wirkt, ist ein guter Impfstoff, den wir brauchen.“
     
    Sie habe in der Ministerpräsidentenkonferenz mehrmals gefragt, ob der Bund oder die EU eine Option für Sputnik V ziehen wollten, sagte Schwesig. Da beide das bislang nicht getan hätten, habe sich das Land dazu entschlossen. Wenn der Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen werde, werde Mecklenburg-Vorpommern kaufen. Ziel sei es, schon Anfang Juni nach einer Zulassung eine halbe Million Dosen zu bekommen.
     
    Vor einigen Tagen hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mitgeteilt, dass Bayern einen Vorvertrag über zweieinhalb Millionen Dosen Sputnik V abgeschlossen habe. Damals sagte auch Schwesig, dass sie eine Option auf das Vakzin plane. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte an, dass Deutschland bilateral mit Russland verhandeln werde. Die EMA prüft seit Anfang März eine Zulassung des Impfstoffs in Europa.

  • 4/13/2021 2:59:35 PM   Annkathrin Weis
    Unterricht am Strand ist in Deutschland größtenteils unmöglich. In Spanien sieht das anders aus: Dort verlegt eine Grundschule das Klassenzimmer einfach ans Meer:
     
  • 4/13/2021 2:36:28 PM   Annkathrin Weis
    Frankreich setzt in der Corona-Krise alle Flugverbindungen mit Brasilien aus. Das kündigte Regierungschef Jean Castex am Dienstag in Paris in der Nationalversammlung an, dem Unterhaus des Parlaments. „Wir stellen fest, dass sich die Lage verschlimmert“, sagte Castex. „Und wir haben entschieden, bis zu einer neuen Entscheidung alle Flüge zwischen Brasilien und Frankreich auszusetzen.“ Brasilien gehört weltweit zu den Ländern, die besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen sind.
  • 4/13/2021 2:04:00 PM   Annkathrin Weis
    Trotz der Meldungen über Thrombose-Risiken beim Impfstoff von Johnson & Johnson hält Belgien vorerst an dem Impfstoff fest. Bislang habe es keine Anzeichen gegeben, dass die Impfungen mit dem Mittel gestoppt werden sollen, sagt eine Sprecherin der zuständigen Behörde der Nachrichtenagentur Belga. Erst am Montag hatte Belgien 36.000 Dosen von dem Konzern bekommen.
  • 4/13/2021 1:55:08 PM   Annkathrin Weis
    Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben 
     
    Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschiebt der Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa. „Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben“, erklärte der Konzern am Dienstag. Zuvor hatten die amerikanischen Gesundheitsbehörden eine Pause bei den Impfungen mit dem J&J-Vakzin empfohlen, nachdem vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden waren.

  • 4/13/2021 1:46:29 PM   Annkathrin Weis
    Der Anteil positiver Corona-Labortests nimmt in Deutschland laut einem Laborverband weiter zu. Demnach ist die sogenannte Positivrate bei Tests aus der Woche vom 5. bis 11. April auf rund 12,8 Prozent angewachsen, wie aus Daten der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) vom Dienstag hervorgeht. Seit Anfang März (6,4 Prozent) ist diese Zahl demnach kontinuierlich gestiegen. In den Wochen vor und nach Ostern wurden laut ALM-Statistik je rund eine Million PCR-Tests auf das Coronavirus verzeichnet; bei einer Kapazität von rund 1,9 Millionen. Die Angaben basieren auf Daten von knapp 180 Laboren und stellen nach ALM-Angaben etwa 90 Prozent des Testgeschehens in Deutschland dar.
     
     
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    (Foto: dpa)
  • 4/13/2021 1:23:42 PM   Annkathrin Weis
    Unabhängig der weiteren Vorbereitung der Notbremsen-Verordnung verlängern Berlin und weitere Bundesländer ihre bestehenden Verordnungen jeweils bis zum 9. Mai.
    • In Sachsen bleiben Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bestehen, Hotels und Gastronomie geschlossen; Schulen und Kitas dürfen unter Auflagen öffnen.
     
    • Die Landesregierung in Bayern hat sich nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag auf eine Fortsetzung der aktuellen Maßnahmen geeinigt. Die aktuelle Corona Infektionsschutzverordnung wäre ansonsten in der Nacht auf nächsten Montag ausgelaufen. Auch die Einreisequarantäneverordnung werde entsprechend verlängert.
     
    • Sachsen-Anhalt will seine Corona-Landesverordnung um drei Wochen verlängern. Bis das entsprechende Bundesgesetz greife, solle sie die rechtliche Grundlage bilden, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. Wie geplant solle die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler in der Landesverordnung verankert werden. Neue Modellprojekte wie derzeit für die Außengastronomie im Harz, für die Hotellerie oder den Kulturbereich sollten nicht mehr genehmigt werden, sagte Haseloff.
     
    • Auch in Niedersachsen werde es aller Voraussicht nach eine Verlängerung geben, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover.

  • 4/13/2021 1:06:52 PM   Annkathrin Weis

    Tarifabschluss steht: VW zahlt Mitarbeitern 1000 Euro Corona-Hilfe

    FAZ.NETDer Autokonzern hat sich mit der IG Metall auf einen neuen Haustarifvertrag für ungefähr 120.000 Beschäftigte geeinigt.
  • 4/13/2021 1:06:09 PM   Gustav Theile

    Israel will Touristen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ab Ende Mai die Einreise in das Land gestatten. In einem ersten Schritt soll ab dem 23. Mai Gruppen erlaubt werden, in den Mittelmeerstaat zu reisen, wie das Gesundheits- und das Tourismusministerium am Dienstag mitteilten. Impfnachweise und negative Corona-Tests sind demnach Voraussetzung dafür.

    Das Land hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor des Landes, sie hatte stark unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

    Das Neun-Millionen-Einwohner-Land setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Die Zahl der Neuinfektionen und der schweren Erkrankungen ist stark zurückgegangen. Die Marke von fünf Millionen Zweitimpfungen könnte in wenigen Tagen durchbrochen werden, hinzu kommen hunderttausende Genesene. Rund 30 Prozent der Einwohner sind unter 16 Jahre alt. Sie können bisher nur in absoluten Ausnahmefällen geimpft werden. Parallel zum Fortschritt der Impfkampagne begann die Regierung mit schrittweisen Lockerungen der Corona-Restriktionen.

  • 4/13/2021 12:27:39 PM   Annkathrin Weis
    Zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland fahren einer Umfrage zufolge aufgrund der Covid-19-Pandemie ihre Regelversorgung zurück. Laut einer Befragung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) unter 223 Krankenhäusern berichten 88 Prozent von einem Rückgang der Regelversorgung. „Für die kommenden Wochen kommen weitere extreme Belastungen auf die Krankenhäuser zu“, warnte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, am Dienstag. Zugleich drohe keine komplette Überlastung des Systems, denn die Hälfte der befragten Krankenhäuser gehe davon aus, dass absehbar alle medizinisch dringlichen Fälle behandelt werden könnten. Bundesweit gibt es laut dem Statistischen Bundesamt rund 1.900 Krankenhäuser.
  • 4/13/2021 12:22:53 PM   Annkathrin Weis
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der Corona-Pandemie einen vorübergehenden Verkaufsstopp für wilde Säugetiere auf allen Lebensmittelmärkten empfohlen. Durch diese Notmaßnahme würden die Risiken für die öffentliche Gesundheit gesenkt, erklärte die WHO-Sprecherin Fadela Chaib am Dienstag in Genf.
     
    Tiere seien der Ursprung von mehr als 70 Prozent aller neu auftretenden Infektionskrankheiten bei Menschen, heißt es in vorläufigen Gesundheitsempfehlungen. Oft würden die gefangenen Tiere auf den Märkten feilgeboten, ohne dass sie vorher auf eine mögliche Infektion überprüft würden. Das Coronavirus könnte 2019 in einem Tiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan auf den Menschen übergesprungen sein. Die genaue Übertragungskette steht jedoch laut WHO noch nicht fest.
     
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