Coronavirus

Coronavirus Live


  • 4/15/2021 7:42:01 AM   Johanna Christner
    „In der Höchstphase zur Jahreswende waren mehr als 50 Prozent der Feuerwehreinsätze in Berlin Sekundärverlegungen für Covid-Patienten“, sagt Weber-Carstens.
  • 4/15/2021 7:39:55 AM   Johanna Christner
    „Es ist eine immense Belastung, was die Intensivstationen im ganzen Land Deutschland aktuell schultern und ist allein durch die Zahlen auch noch nicht ausgedrückt“, sagt Weber-Carstens.
  • 4/15/2021 7:38:23 AM   Johanna Christner
    Die Bauchlage sei eine wichtige Maßnahme sowie therapeutische Strategie für jene Patienten. Hierfür würden allerdings vier bis fünf Personen benötigt, die solche Patienten auf den Bauch legen. „Und Sie brauchen pro Lagerung eine halbe Stunde. Wenn Sie 14 Patienten haben, dann machen sie das sieben Stunden am Tag“, sagt Weber-Carstens.
  • 4/15/2021 7:36:15 AM   Johanna Christner
    Es spricht nun Steffen Weber-Carstens von der Charité. „Stellen Sie sich vor, auf einer Intensivstation sind 12 bis 14 Betten. Jeder dieser Patienten ist an Covid erkrankt“, sagt Weber-Carstens. Dies sei momentan sein klinischer Alltag.
  • 4/15/2021 7:32:47 AM   Johanna Christner
    „Es ist naiv zu glauben, das Virus bei hohen Zahlen wegtesten zu können“, sagt Wieler.
  • 4/15/2021 7:32:10 AM   Johanna Christner
    „Ich weiß, dass sich viele Menschen seit langem täglich unter erschwerten Bedingungen an der Pandemiebekämpfung beteiligen, indem sie Kontakte reduzieren, Abstand halten, die Hygieneregeln beachten, Mund-Nasen-Schutz tragen und natürlich wo auch immer möglich lüften, wenn es in Innenräumen ist, sich vor allem impfen lassen, sich in den Betrieben regelmäßig testen lassen“, sagt Wieler. Dafür könne er allen nur danken, denn dies sei der Weg raus aus der Pandemie. „Jetzt erwarte ich, dass die Entscheidungsträger dabei unterstützen die dritte Welle zu brechen: Mit Verordnungen von wirksamen Strategien und mit konsequenter Umsetzung dieser Strategien.“ Erst nach Brechung der dritten Welle könnten kontrollierte Öffnungen geschehen.
  • 4/15/2021 7:28:09 AM   Johanna Christner
    „Stellen Sie sich vor, Sie fahren über enge Straßen, in den Dolomiten ist es kurvenreich und an einer Seite ist ein steiler Abhang. Jeder weiß: In dieser Kurve kann ich nur mit 30 fahren. Wenn ich hier mit einer Geschwindigkeit von 100 reinfahre, dann ist das lebensgefährlich. Man kommt dann nämlich von der Straße ab und ehrlich gesagt hilft dann auch keine Notbremse mehr.“
  • 4/15/2021 7:26:31 AM   Johanna Christner
    „Jetzt die dritte Welle brechen, dann mit kontrollierten Konzepten parallel, partiell öffnen und kontinuierlich weiterimpfen, damit genügend Menschen geschützt haben“, sagt Wieler.
  • 4/15/2021 7:23:33 AM   Johanna Christner
    „Es gibt ganz viele Gründe, warum wir die Infektionszahlen runterbringen müssen“, sagt Wieler. „Hierfür brauchen wir jetzt die Umsetzung der wirksamen und bekannten Strategien, die kennen wir doch alle.“ Der RKI-Chef appelliert daher an alle Entscheidungsträger: „Wir brauchen jetzt noch mal eine drastische Kontaktreduktion.“
  • 4/15/2021 7:21:34 AM   Johanna Christner
    Der Wissenschaft würden sich noch viele offene Fragen stellen. „Aber das heißt doch nicht, dass wir das einfach nicht beachten können“, sagt Wieler. „Im Gegenteil: Das bedeutet, dass wir besonders vorsichtig sein müssen.“ Covid-19 könnte viele von uns noch lange treffen. „Und ich denke, davor sollten wir uns doch alle schützen.“
  • 4/15/2021 7:19:59 AM   Johanna Christner
    Die Lage in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sei dramatisch. Der Blick auf die Zahl der Neuerkrankungen und Todesfälle zeige nur eine Seite des Covid-19-Leidens. Auch die sogenannten „Genesenen“ müssten differenziert betrachtet werden. Viele würden noch wochen- und monatelang an gesundheitlichen Schäden leiden.
  • 4/15/2021 7:17:58 AM   Johanna Christner
    „Patientenverlegungen in andere Regionen sind einschneidende Maßnahmen, für die Betroffenen, aber auch für die Angehörigen, aber wir müssen eine bestmögliche Versorgung garantieren und hier müssen wir alle solidarisch zusammenstehen und eben auch über Stadt- und Landesgrenzen hinausdenken“, sagt Wieler.
  • 4/15/2021 7:16:45 AM   Johanna Christner
    „Es müssen zwei Dinge geschehen, und zwar rasch: Das Elektivprogramm muss deutlich reduziert werden in allen Krankenhäusern, es sollte nur noch ein beschränkter Regelbetrieb stattfinden, um die Intensivkapazitäten bestmöglich zu schonen, die wir bald brauchen werden“, sagt Wieler. „Stabile Patienten sollten aus Regionen mit akuten Intensivbettenmangel rechtzeitig in weniger betroffene Regionen verlegt werden.“ Damit werde verhindert, dass für kommende schwere Covid-19-Fälle keine Intensivbetten mehr zur Verfügung stehen.
  • 4/15/2021 7:13:25 AM   Johanna Christner
    „Wir müssen damit rechnen, dass sich die Zahl der Intensivpatienten erhöht“, sagt Wieler.
  • 4/15/2021 7:12:46 AM   Johanna Christner
    Die Zahl der Intensivpatienten nehme zu, sagt Wieler. Die höchste Stufe der Intensivbehandlung werde immer häufiger benötigt. 8 von 10 der derzeit behandelten Intensivpatienten seien Covid 19-Patienten - und die werden immer jünger.
  • 4/15/2021 7:10:57 AM   Johanna Christner
    Ich möchte appellieren an die Hausärzte und Hausärztinnen: Bitte testen Sie alle Patienten mit Symptomen mit PCR, sagt Wieler.
  • 4/15/2021 7:10:08 AM   Johanna Christner
    Die Todeszahlen stagnieren in den vergangenen zwei Wochen, sie fallen allerdings auch nicht, sagt Wieler.
  • 4/15/2021 7:09:41 AM   Johanna Christner
    Die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich zu. „Klar ist, wir müssen jetzt handeln.“, sagt Wieler. „Dass wir mit dem Impfen vorankommen ist sehr gut, es werden aber auch viele noch Monate auf ihre Impfung warten müssen.“ Der Großteil der Bevölkerung sei noch nicht geimpft, dies müsse man sehen.
  • 4/15/2021 7:08:26 AM   Johanna Christner
    Jene Fortschritte kämen allerdings aktuell nicht gegen ein exponentielles Wachstum der Infektionen an. „Wir müssen zuerst diese Welle mit weiteren Einschränkungen brechen“, sagt Spahn.
  • 4/15/2021 7:07:12 AM   Johanna Christner
    Die Zahl der täglichen Impfungen erreicht täglich eine Zahl zwischen 500.000 und 600.000 Impfungen.
  • 4/15/2021 7:06:44 AM   Johanna Christner
    „Intensivmediziner rechnen damit, dass wir am Ende des Monats 6000 Intensivpatienten versorgen müssen“, sagt Spahn. Derzeit sind es 5000. Oberste Priorität sei es zu vermeiden, dass das deutsche Gesundheitssystem überlastet wird.
  • 4/15/2021 7:04:00 AM   Cai Philippsen
     Auch in der logarithmischen Darstellung unserer Wissenschaftsredakteurin Sibylle Anderl wird die Dramatik der aktuellen Lage deutlich: 
  • 4/15/2021 7:03:09 AM   Johanna Christner
    In Berlin startet nun die Bundespressekonferenz: Zur aktuellen Corona-Lage sprechen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der Präsident des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler sowie der leitende Oberarzt der Charité Steffen Weber-Carstens.
  • 4/15/2021 6:01:08 AM   Patrick Schlereth
    Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigt in der ARD die geplanten Ausgangsbeschränkungen. Sie seien lebensnah, es gebe Ausnahmen. „Das hat überall geholfen, in vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden - und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht.“ Oberhalb von 100 Infektionsfällen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müsse etwas geschehen, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. „Wir wollen strenge Regeln haben.“ Und sie sollten einheitlich im ganzen Land sein, das werde nächste Woche beschlossen.
  • 4/15/2021 5:56:59 AM   Patrick Schlereth
    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm (61), vermisst in der Corona-Pandemie am meisten spontane äußere Zeichen menschlicher Nähe. „Ich mag es, Menschen die Hand zu geben oder –  wo sie mir näher sind – auch einmal zu umarmen.“ Darüber hinaus fehle ihm die direkte Begegnung mit Gemeindemitgliedern. „Ich bin sonst oft jeden Sonntag unterwegs in einem bayerischen oder auch ostdeutschen Dorf und halte dort einen Gottesdienst, oft einen Festgottesdienst mit wunderbarer Musik. Und dann am Ende gebe ich den Menschen am Ausgang die Hand. Das vermisse ich sehr.“
  • 4/15/2021 5:03:52 AM   Ulrike Putz
    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 200.739 Neuinfektionen – das sind erstmals mehr als 200.000 binnen 24 Stunden. Damit haben sich nachweislich mehr als 14,1 Millionen Menschen in Indien mit dem Coronavirus angesteckt. Nur die USA weisen mit mehr als 31,4 Millionen mehr Ansteckungsfälle auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sei um 1038 auf 173.123 gestiegen, teilt das Ministerium in Neu-Delhi mit. Die Dunkelziffer für Infektions- wie Todeszahlen wird für in Indien als sehr hoch angenommen.
     
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    Patienten in Neu-Delhi unterziehen sich einem Corona-Test. Foto: dpa
  • 4/15/2021 4:54:48 AM   Ulrike Putz
    Mehr als jeder dritte Homeoffice-Nutzer klagt einer neuen Umfrage zufolge über gesundheitliche Probleme wegen eines schlechten Arbeitsplatzes. In einer Erhebung des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag des Stuttgarter Prüfkonzerns Dekra gaben 36 Prozent der befragten Heimarbeiter an, dass bei ihnen aufgrund eines „mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes“ Verspannungen sowie Rücken- oder Kopfschmerzen aufgetreten seien. Frauen sind demnach davon etwas häufiger betroffen als Männer. Die Umfrageergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur vorab vor.
     
    34 Prozent der Befragten bemängelten darüber hinaus eine fehlende oder unzulängliche Arbeitsausstattung, zum Beispiel einen zu kleinen Bildschirm oder instabiles Internet. 32 Prozent stellten laut Erhebung bei sich längere Arbeitszeiten oder Arbeitsphasen zu für sie untypischen Zeiten – etwa am Abend oder am Wochenende – fest.
     
    Als weitere größere Probleme empfanden Homeoffice-Beschäftigte Störungen durch die Wohnsituation oder den Alltag, etwa durch Familienangehörige oder Nachbarn (30 Prozent), sowie Störungen wegen nicht klar von der Restwohnung abgegrenzter Arbeitsbereiche (27 Prozent). 23 Prozent fehlten laut Umfrage die Wahrnehmung durch den Arbeitgeber oder die Aufmerksamkeit des Chefs, 21 Prozent beklagten Probleme mit der IT-Ausstattung.
     
    Nach einer Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Februar ist im Corona-Jahr 2020 bundesweit allein die Zahl der Krankheitstage von Arbeitnehmern wegen Rückenschmerzen deutlich gestiegen. Insgesamt ging die Zahl der Ausfalltage mit dieser Diagnose demnach im Vorjahresvergleich um sieben Prozent nach oben.
  • 4/15/2021 4:52:58 AM   Ulrike Putz
    Im Corona-Jahr 2020 sind deutlich weniger Menschen aus der evangelischen Kirche ausgetreten als im Jahr zuvor. Nach vorläufigen Zahlen hätten 10 bis 20 Prozent weniger Mitglieder der Kirche den Rücken gekehrt, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, der Deutschen Presse-Agentur.
     
    „Vielleicht ist es tatsächlich so, dass viele Menschen so ein Gefühl hatten: In dieser Pandemie ist es doch ein Glück, dass wir die Kirche mit allen ihren Einrichtungen haben, so fehlbar sie auch sein mag.“ Die Kirchensteuereinnahmen seien aufgrund der niedrigeren Einkommen in der Corona-Krise allerdings deutlich geringer ausgefallen. „In unserer bayerischen Landeskirche haben wir 2020 zum Beispiel bei einem Haushaltsvolumen von 960 Millionen einen Rückgang der Erträge von 110 Millionen gehabt, der wesentlich durch Kirchensteuerausfälle verursacht war“, sagte der bayerische Landesbischof. Das mache schmerzhafte Einsparungen unumgänglich.
  • 4/15/2021 4:04:21 AM   Ulrike Putz

    Pandemie in Deutschland: Über 29.400 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 160,1

    Das Robert-Koch-Institut meldet binnen 24 Stunden 29.426 Neuinfektionen. Das sind 9019 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 293 Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden an Covid-19.
  • 4/15/2021 3:00:53 AM   Ulrike Putz
    Angesichts des Infektionsgeschehens und der sich mit Corona-Patienten füllenden Krankenhäuser hat der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht, die Aufhebung der Impfpriorisierung gefordert.
    „Jetzt geht es um Geschwindigkeit“
     
    Das sagte Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse verstärkt die impfen, die viel unterwegs sind, Kontakte haben und gefährdeter sind, sich anzustecken. „Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst viele Leute zu impfen und sich nicht endlos in bürokratischen Diskussionen um Priorisierungslisten aufzuhalten“, so Albrecht.
    „Man muss nur nach England oder Israel schauen, wo Fußballspiele wieder mit Publikum möglich sind und Restaurants öffnen, das ist der Effekt einer hohen Durchimpfungsquote.“ Daran sei ablesbar, dass nicht Öffnungen und Schließungen der Weg sind. „Die einzige Chance, die wir haben, ist, dass 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, und das so schnell wie möglich.“
  • 4/15/2021 2:58:18 AM   Ulrike Putz
    Leichtathlet Richard Ringer hat baldige Impfungen für die deutschen Olympia-Teilnehmer gefordert. „Es muss jetzt schnell gehen, weil es uns Athleten nichts mehr bringt, wenn man sich im vollen Training kurz vor den Spielen impfen lässt“, sagte der 32 Jahre alte Marathon-Läufer im Sport1-Interview. Er habe mit anderen Athleten gesprochen, die schon geimpft seien. Einige hätten im Training einen ziemlichen Rückschlag hinnehmen müssen, der viel Zeit an Training gekostet habe. „Da kann man nicht sagen, man impft sich noch im Juni, das funktioniert nicht mehr. Jeder Körper reagiert anders, manche spüren gar nichts und andere liegen tagelang im Bett“, sagte Ringer.
     
    Der Deutsche Olympische Sportbund geht davon aus, dass die für die Sommerspiele in Tokio feststehenden deutschen Topsportler zeitnah geimpft werden. Aktuell wären das 245 Sportler, maximal könnten es rund 400 Aktive werden. „Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich jetzt schnell einen Impftermin bekäme. Als Läufer bin ich den Gefahren einer Ansteckung auch mehr ausgesetzt. Ich laufe mit 100 Athleten eine sehr lange Zeit ganz eng zusammen. Da können wir den Abstand nicht wahren. Das geht nur bis zur Startlinie, dass man die Maßnahmen beachtet kann“, sagte Ringer, der am Wochenende in Italien die Olympia-Norm unterboten hatte.
  • 4/15/2021 2:48:03 AM   Ulrike Putz
    Unter Verweis auf die nationale Sicherheit verzögert die britische Regierung Angaben zu Impfstoffexporten. In einem Schreiben an die Deutsche Presse-Agentur betonte das Außenministerium in London, die Informationen seien vorhanden. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob es im öffentlichen Interesse liege, sie zu veröffentlichen. Eine Antwort könne daher frühestens im Mai erfolgen.
     
    Die dpa hatte in einem sogenannten Freedom of Information Request um Auskunft gebeten, wie viele Impfstoffdosen aus Großbritannien bis zum 10. März exportiert wurden und in welche Länder sie gingen. Diese Anfragen müssen in der Regel innerhalb von 20 Werktagen beantwortet werden.
     
    Die EU hatte Großbritannien vorgeworfen, Impfstoffexporte zu blockieren, und führte unter anderem deswegen einen Exportkontrollmechanismus ein. London wies den Vorwurf zurück und bezichtigte die EU, ihrerseits mit dem Mechanismus Impfnationalismus zu betreiben. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden allein bis Ende März mehr als 20 Millionen Dosen Impfstoff vom Kontinent nach Großbritannien geliefert. Ob und wie viele in die andere Richtung gingen, ist nicht genau bekannt. Nach EU-Angaben war es so gut wie nichts.
  • 4/15/2021 2:32:29 AM   Ulrike Putz
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    Gäste eines Pubs in London lassen sich ein Bier im Freien schmecken. Foto: dpa
    Der erste Öffnungstag nach Monaten im Lockdown hat englischen Pubs und Gaststätten Rekordeinnahmen beschert. Getränke waren dabei am Montag besonders begehrt, wie der Branchenanalyst CGA ermittelte. Der Verkauf von Bier, Wein und Sekt in den Pubs sei 113 Prozent höher gewesen als am selben Tag 2019. Bemerkenswert ist dabei nach Ansicht der Experten, dass nur die Außengastronomie geöffnet hat und vor allem am Vormittag in London und weiten Teilen Englands winterliche Temperaturen herrschten. Die Bestellungen nahmen um 150 Prozent zu, zahlreiche Betriebe sind auf Wochen ausgebucht.
    Schätzungsweise verfügen knapp 40 Prozent der Gaststätten im größten britischen Landesteil – insgesamt etwa 41.100 Kneipen und Restaurants – über ausreichend Plätze im Freien, um unter den geltenden Regeln zu öffnen. Alle anderen dürfen erst im nächsten Schritt öffnen, der für den 17. Mai geplant ist. Insgesamt lag das Plus im Jahresvergleich bei 58,6 Prozent, denn beim Essen lagen die Umsätze sogar um 11,7 Prozent niedriger als 2019.

  • 4/15/2021 2:28:55 AM   Ulrike Putz
    Der SPD-Politiker Mahmut Özdemir fordert eine Herausnahme des Sports im Freien und kontaktlosen Sport für Kinder und Jugendliche von der geplanten Corona-Notbremse ohne Alterslimit. „Wenn Kinder in der Kita und Schule Hygieneregeln einzuhalten haben, kann man es ihnen auch beibringen, wie sie kontaktlos Sport betreiben können“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Ich glaube nicht, dass das eine Altersfrage, sondern eine pädagogische ist.“ In der Debatte um die Änderung des Infektionsschutzgesetzes war eine Begrenzung auf bis 14-Jährige die Rede.
     
    Er könne nicht verstehen, wenn die Sportverbände dank ihrer Hygienekonzepte sich top vorbereitet auf Corona und kontaktlosen Sport im Freien hätten, aber der Sport nicht vom Infektionsschutzgesetz mit Ausgangssperren ausgenommen würde. „Dann wären wir doch mit dem Klammerbeutel gepudert“, meinte Özdemir. „Unter dem Strich muss man sagen, Aerosolforscher hin oder her: „Sport im Freien ist kein Infektionstreiber.“ Dass die Politik dies bisher nicht hören wollte, bezeichnet er „als Versäumnis, das man jetzt dringen korrigieren muss“.
     
    Um dem Mitgliederschwund der Sportvereine als Folge der Pandemie zu begegnen, bekräftigt Özdemir den Vorschlag, eine Sport-Allianz für Deutschland ins Leben zu rufen, um Kindern den Mitgliedsbeitrag für ein oder zwei Jahre zu finanzieren. „Damit würden wir die Kinder in die Vereine zurückbringen und die Vereine stärken“, sagte er. „Es sei „dreimal wertvoller“, so eine Sport-Allianz zu finanzieren, als wenn wir Corona-Hilfspakete schnüren und die Vereine sagen, zuviel Bürokratie. „Das wäre ein Schluck aus der Pulle, der sinnvoll wäre. Das wäre ein richtiger Kracher“, meinte Özdemir.
  • 4/15/2021 2:13:23 AM   Ulrike Putz
    Der deutsche Ringer Frank Stäbler würde Impfungen von Spitzensportlern für die Olympischen Spiele in Tokio gutheißen. In der Dauerdebatte um den Saisonhöhepunkt und den Schutz gegen das Coronavirus wolle der 31-Jährige zwar nicht, dass sich Athleten in der Impfreihenfolge ganz nach vorne drängeln. Aber „bis zum Schluss warten“ sei auch nicht richtig, sagte Stäbler am Mittwoch. Er berichtete, dass er und andere für den Traum von Olympia sehr viel opfern und fragte deshalb: „Von wie vielen Personen reden wir? Ich bin dafür, für diesen Traum diese Ausnahme vielleicht zuzulassen.“ Die Spiele in Tokio sind Stäblers letztes Event vor dem Karriereende.
     
    Der dreimalige Weltmeister betonte, dass es nicht nur egoistische Gründe dafür gebe. „Ich denke, die Olympischen Spiele bringen auch für die Gesellschaft etwas so Positives mit sich, wenn man sein Land repräsentiert, wenn man die Opferbereitschaft sieht, wenn man so viele Menschen glücklich machen kann“, sagte der Routinier. Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte gesagt, dass er nur bei einer Impfung aller impfwilligen Athleten „guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden“ könne.
     
    Stäbler berichtete von großer Verunsicherung bei sich und auch seinen Trainern und Betreuern im Hinblick auf das Virus und Impfungen. Der Mattenkämpfer selbst war im vergangenen Jahr mit Corona infiziert und hat aktuell noch Antikörper. Ob diese bis zum Sommer bleiben und ob eine Impfung für ihn dann nützlich oder schädlich ist, all das sei ohne Langzeitstudien aktuell unklar. Das Thema sei „omnipräsent“ auch im Training vor der EM in der nächsten Woche und „extrem kräftezehrend“, sagte Stäbler. „Das Schlimmste ist die Ungewissheit.“
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    Die Olympischen Spiele bringen auch für die Gesellschaft etwas so Positives mit sich, sagt der deutsche Ringer Frank Stäbler. Foto: dpa
  • 4/15/2021 2:03:22 AM   Ulrike Putz
    Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie wird in der FDP der Ruf nach einer Lockerung der Ladenöffnungszeiten lauter. Gerade in der Coronakrise sei der stationäre Einzelhandel hart getroffen worden.
     
    "Eine Entzerrung der Einkaufszeiten würde insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel zu einer geringeren Personendichte in den Läden führen und wäre daher auch für den Infektionsschutz hilfreich", sagt der FDP-Fraktionsvize Michael Theurer laut Vorabbericht der Zeitung "Handelsblatt". Eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten sei auch deshalb "überfällig", damit der klassische Einzelhandel gegen den Onlinehandel bestehen könne.
  • 4/15/2021 2:01:01 AM   Ulrike Putz
    Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien hat die Regierung in Buenos Aires für große Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Im Großraum Buenos Aires gilt ab Freitag von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr eine Ausgangssperre, wie Präsident Alberto Fernández am Mittwoch mitteilte. Ausgenommen sind lediglich Arbeiter in essenziellen Sektoren. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden untersagt. Schulen und Kindergärten schließen bis Ende April. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen – das entspricht rund 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.
     
    Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Argentinien neue Höchstwerte erreicht. Am Dienstag wurden gut 27 000 neue Corona-Fälle registriert – so viel wie niemals zuvor seit Beginn der Pandemie vor etwa einem Jahr. Am Mittwoch meldeten das Gesundheitsministerium 368 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land rund 2,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 58.500 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.
  • 4/15/2021 1:58:50 AM   Ulrike Putz

    Diskussionen um die Notbremse: Intensivmediziner: „Es ist fünf nach zwölf“

    Die Ärzte auf Deutschlands Intensivstationen fordern harte Corona-Schutzmaßnahmen, sofort. Jedes Zögern koste Leben. Die Mediziner betonen, sie seien den Tod gewohnt – aber „so etwas hat es noch nicht gegeben“.
  • 4/14/2021 11:33:40 PM   Ulrike Putz
    Die Deutschen bleiben einer Umfrage zufolge trotz mehr als einjähriger Corona-Pandemie zuversichtlich und blicken optimistisch in die Zukunft. Das Opaschowski Institut für Zukunftsfragen hatte hierfür zu drei Zeitpunkten der Pandemie jeweils 1000 Personen ab 14 Jahren befragt. „Bei einem Großteil der Bevölkerung überwiegt nach wie vor die positive Einstellung zum Leben“, sagte Horst Opaschowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).
     
    Männer und Ostdeutsche sind demnach bei der letzten Befragung im Februar/März mit jeweils 88 Prozent etwas optimistischer als Frauen und Westdeutsche (jeweils 86). Junge Leute im Alter von 14 bis 24 Jahren sind mit 91 Prozent gegenüber den über 80-Jährigen (74) besonders zukunftsfreudig.
     
    „Die Sehnsucht der Bevölkerung nach einem guten und besseren Leben wird immer stärker.“ Subjektiv wachse die Hoffnung, obwohl es den Menschen objektiv nicht wesentlich besser ginge, sagte der Zukunftsforscher. „Die mentale Stärke überrascht. Mit der Dauer der Pandemie werden eher neue Kräfte freigesetzt: Statt Angst und Pessimismus herrschen Ausdauer, Zuversicht und Hoffnung vor.“
     
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    Spaziergänger sind bei frühlingshaftem Wetter auf einem Weg im Hannoveraner Tiergarten unterwegs. Foto: dpa
  • 4/14/2021 11:18:40 PM   Ulrike Putz
    Weltweit haben sich bislang mehr als 137,61 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. 3.101660 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus, wie eine Auswertung von offiziellen Behördenangaben
    durch die Nachrichtenagentur Reuters zeigt.
     
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    Friedhofsmitarbeiter bestatten im brasilianischen Rio De Janeiro eine an Covid-19 gestorbene Frau. Foto: dpa

  • 4/14/2021 9:42:55 PM   Sebastian Scheffel
    Nach der vorübergehenden Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den Vereinigten Staaten hat sich ein Beratergremium der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC dafür ausgesprochen, vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst mehr Informationen zu sammeln. Das entschieden die Mitglieder des Gremiums am Mittwoch nach stundenlanger Diskussion bei einem kurzfristig angesetzten Notfalltreffen. In etwa einer Woche solle es ein weiteres Treffen geben, hieß es.
  • 4/14/2021 8:04:04 PM   Sebastian Scheffel
    Der iranische Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli wird wegen seiner Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt. Das meldete die Nachrichtenagentur Fars am Mittwochabend. Fasli habe wegen seiner Infektion bereits nicht an den Sitzungen des Corona-Krisenstabs teilnehmen können. Iran steckt seit letzter Woche in der vierten Corona-Welle mit stark steigenden Infektions- und Sterbezahlen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch wurden binnen eines Tages 304 Todesfälle und 25.582 Neuinfektionen erfasst. Damit liege die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 bei über 2 Millionen, die der Toten bei mehr als 65.000.
     
    Wegen der durch die US-Sanktionen entstandene Wirtschaftskrise kann Iran nicht ausreichend Impfstoffe einführen. Die im Land hergestellten Impfstoffe sind noch in der Testphase. Massenimpfungen für die über 83 Millionen Iraner sind daher erst für Mitte September geplant.
  • 4/14/2021 7:29:25 PM   Sebastian Scheffel
    Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf: Die Bundesvereinigung kündigte am Mittwochabend an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen. „Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden“, sagte Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister im Kabinett von Markus Söder (CSU) ist. Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen.
     
    Aus Sicht der Freien Wähler werde mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes das Subsidiaritätsprinzip ausgehebelt. Die Gesetzesnovelle, die derzeit in der parlamentarischen Beratung im Bundestag ist und anschließend auch noch durch den Bundesrat muss, sieht unter anderem bundeseinheitliche Vorgaben wie Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen vor. Zudem soll es ab einer Inzidenz von 100 auch Restriktionen für den Handel geben.
     
    Parteichef Hubert Aiwanger will gegen die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vor Gericht vorgehen (Foto: dpa).
  • 4/14/2021 6:55:18 PM   Sebastian Scheffel
    In England sollen flächendeckend Zentren zur Behandlung von Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung (Long Covid) geschaffen werden. Das kündigte der Chef des englischen Gesundheitsdiensts NHS, Simon Stevens, am Mittwoch an. Bis Ende des Monats solle es bereits 83 solcher Zentren in ganz England geben.
     
    Unter Long Covid oder Post Covid werden Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung verstanden, die auch Menschen mit zunächst nur leichten Symptomen betreffen können. Unter anderem gehören dazu Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust und Konzentrationsprobleme. Daten der britischen Statistikbehörde ONS zufolge haben mindestens 600.000 Menschen in England länger als zwölf Wochen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gelitten.  
  • 4/14/2021 6:15:54 PM   Guido Franke
    Jetzt in der Multimedia-Ausgabe der F.A.Z.: Wer mit Maskenmuffeln Geld verdient, wie der Machtkampf die Union zermürbt und wo die EU Künstliche Intelligenz verbieten will.
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