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  • 6/11/2021 3:00:15 PM   Tobias Müller

    Verreisen in der Pandemie: Wie geht Urlaub mit Umsicht?

    FAZ.NETBald starten die Sommerferien. Der Urlaub mit Umsicht wird möglich sein. Doch Reisende müssen einiges beachten. Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen.
  • 6/11/2021 2:45:03 PM   David Rech
    Die Weltgesundheitsorganisation hat eine mögliche Lieferung von einer Milliarde Covid-19-Impfdosen durch die reichen G7-Staaten an arme Länder begrüßt. Eine derartige Aktion wäre sehr ermutigend, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag in Genf. Die WHO habe seit Monaten gefordert, dass die Länder mit einem Überschuss an Impfdosen die Wirkstoffe mit bedürftigen Ländern teilen sollten.
       
    Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Ankündigung als zu wenig ambitioniert. Die Spende von einer Milliarde Dosen wäre ein Tropfen auf dem heißen Stein, erklärte die internationale Generalsekretärin von Amnesty International, Agnès Callamard. Damit könne nicht einmal die Bevölkerung Indiens geimpft werden. Die Staatschefs der reichen Länder müssten aus den Taschen der Pharmaindustrie klettern, ihre eigenen Interessen beiseiteschieben und sich aufrichtig dazu verpflichten, sicherzustellen, dass sich alle Menschen impfen können, egal wo sie leben. Das könne nur über die Aussetzung der Patente erreicht werden.
       
    Berechnungen des Bündnisses „People's Vaccine Alliance“ zufolge würde es beim derzeitigen Impftempo bis zum Jahr 2078 dauern, bis die ärmsten Länder der Welt ihre Bevölkerungen immunisiert haben. Die Bürgerinnen und Bürger der G7-Staaten wären demzufolge bereits im Januar 2022 geimpft.
  • 6/11/2021 2:35:26 PM   David Rech
    Kanada wird einem Insider zufolge auf dem G7-Gipfel eine Spende von bis zu 100 Millionen Impfdosen für bedürftige Länder ankündigen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ein Teil davon sei bereits zugesagt worden, verlautet aus Regierungskreisen. Das heimische Impfprogramm werde nicht beeinträchtigt.
  • 6/11/2021 2:30:18 PM   Tobias Müller
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    Virologie und Corona: Das Gefährliche noch gefährlicher machen

    Im Zuge von Corona gerät eine umstrittene Sparte der Virologie in den Blick. Die „Gain-of-function“-Forschung war in den Vereinigten Staaten zeitweise verboten – gibt es einen Zusammenhang zur gegenwärtigen Pandemie?
  • 6/11/2021 2:28:36 PM   David Rech
    Mehr als 500.000 Saarländer sind bislang mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Damit sei bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung in dem Land mit knapp einer Million Einwohnern erreicht worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Saarbrücken mit.
       
    Vollständig gegen Corona geimpft sei bereits mehr als jeder vierte Saarländer. Laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums stand das Saarland in dieser Rubrik am Freitag mit 29,3 Prozent bundesweit an der Spitze. In den vergangenen Wochen habe es viele Zweitimpfungen gegeben, die das zeitliche Intervall zwischen erster und zweiter Impfung notwendig gemacht habe, teilte das Ministerium in Saarbrücken weiter mit. In den kommenden Wochen werde nun die Zahl der Erstimpfungen wieder deutlich ansteigen. Man sei „auf einem sehr guten Weg“, teilte Ministerin Monika Bachmann (CDU) mit. Nach der Aufhebung der Impfpriorisierung am Montag hätten sich bis Freitagmittag rund 26 000 Menschen ohne Priorisierung auf der Corona-Impfliste im Saarland angemeldet. „Die Zahlen zeigen, dass in den Impfzentren die Nachfrage nach Terminen weniger wird“, sagte ein Sprecher.
      
    Mehr als die Hälfte aller Saarländer sind bereits geimpft. (Bild: dpa)
  • 6/11/2021 2:15:20 PM   David Rech
    Die Fußball-EM-Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach keine neue Infektionswelle auslösen. Superspreader in den Stadien hätten kaum eine Chance, andere Fans mit Viren anzustecken, weil in den Arenen genügend Luftzirkulation herrsche, sagte er dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
       
    Wenn dort nur etwa jeder fünfte Platz besetzt sei, könnten Infizierte vielleicht noch einige wenige anstecken, meinte Lauterbach, „aber eine Kettenreaktion ist unwahrscheinlich, es wird dadurch keine neue Welle geben“. Lauterbach schlägt vor, die Sperrstunde der Kneipen und Restaurant zu verlängern. Anwohner sollten Verständnis für längere Öffnungszeiten aufzubringen: „Das hilft uns allen.“ Problematisch sieht Lauterbach allerdings, dass die Europäische Fußball-Union (UEFA) das Wembleystadion in London nicht als Spielort gestrichen habe. England sei Coronavirus-Variantengebiet. „Dort dürfte man derzeit keine Spiele ansetzen“, äußerte Lauterbach, „das hätte man komplett abschalten müssen.“ Auch Fan-Reisen von der Insel ins Ausland seien risikoreich.
  • 6/11/2021 2:01:29 PM   David Rech
    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Zahl der freien Intensivbetten sei während der Corona-Pandemie falsch angegeben worden. „Krankenhäuser haben die Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert, diesen Verdacht äußert auch der Bundesrechnungshof nicht. Intensivbettenzahlen zu manipulieren ist auch gar nicht möglich, da die Ausgleichszahlungen an Bedingungen geknüpft sind, die die Krankenhäuser nicht beeinflussen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß, der „Rheinischen Post“.
        
    Laut einer Mitteilung der DKG vom Freitag zählen zu den Bedingungen, dass das Krankenhaus bestimmten Notfallversorgungsstufen angehört, die Inzidenz im gesamten Landkreis bei mindestens 50 Fällen liegt und dass im gesamten Landkreis weniger als 25 Prozent der Intensivbehandlungsplätze frei sind. „Es geht eben ausdrücklich nicht um die Quote freier Betten in einzelnen Krankenhäusern, die dann daraus theoretisch ein Vorteil erzielen könnten. Zudem haben wir mit dem Intensivregister eine transparente Datenbank, die uns aktuell und verlässlich die Zahl der Intensivbetten meldet“, sagte Gaß der Zeitung.
      
    Der Bundesrechnungshof hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht „eine massive Überkompensation aus Steuermitteln“ bei Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser festgestellt. Die Kliniken bekamen Geld für verschobene oder ausgesetzte planbare Aufnahmen, um freie Kapazitäten für Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu schaffen. Die Ausgleichszahlungen des Bundes hätten allein im Jahr 2020 rund 10,2 Milliarden Euro betragen. Das Gesundheitsministerium räumte in einer im Bericht zitierten Stellungnahme ein, dass es eine Überkompensation für Krankenhäuser gegeben haben könne - allerdings „allenfalls“ bis zu einer Anpassungs-Verordnung im Juli 2020.
  • 6/11/2021 1:46:56 PM   David Rech
    Vom G7-Gipfel soll nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel die Botschaft ausgehen, dass die sieben wichtigsten westlichen Industrieländer nicht nur an sich denken. Sie hoffe auf sehr gute Ergebnisse etwa bei der Debatte über die bessere Corona-Pandemie-Bekämpfung, sagte Merkel am Freitag vor Beginn des G7-Gipfels im britischen Cornwall. „Wir denken nicht nur an uns, sondern wir denken auch an diejenigen, die noch keine Chance haben, geimpft zu werden“, fügte sie mit Erwähnung Afrikas und der Impfstofflieferungen hinzu.
       
    Außerdem seien gemeinsame Anstrengungen nötig, um die Weltwirtschaft wieder anzukurbeln. Sie freue sich, dass US-Präsident Joe Biden dabei sei. „Denn er repräsentiert das Bekenntnis zu Multilateralismus, das uns doch in den letzten Jahren gefehlt hat.“ Eine wertebasierte stärkere internationale Zusammenarbeit werde sicher zu einer Auseinandersetzung mit Russland und auch China führen. Allerdings brauche man alle in der Welt, um globale Probleme wie den Klimawandel zu lösen. Man wolle zusammenarbeiten, betonte die Kanzlerin. Merkel nimmt zum 16. Mal an einem G7-Gipfel teil.
      
    Bundeskanzlerin Angela Merkel in Cornwall (Bild: AFP)
  • 6/11/2021 1:36:36 PM   David Rech
    Angesichts der sinkenden Fallzahlen und der geringeren Auslastung der Intensivstationen setzt die Schweiz noch vor den Sommerferien zum fünften Öffnungsschritt an. Ab dem 28. Juni 2021 dürfen Clubs für Personen mit Covid-Zertifikat voraussichtlich wieder öffnen. Der Plan der Regierung sieht unter anderem auch die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien und bei der Arbeit vor. Zudem sollen Geschäfte, Freizeitbetriebe oder Sporteinrichtungen ihre Kapazität stärker ausnutzen dürfen. Einen definitiven Entscheid zu den Lockerungen stellte die Regierung für den 23. Juni in Aussicht.
  • 6/11/2021 1:32:39 PM   David Rech
    Die epidemische Lage von nationaler Tragweite in Deutschland bleibt bestehen. Der Bundestag billigt den von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD eingebrachten Antrag zur Verlängerung bis Ende September.
  • 6/11/2021 1:00:59 PM   David Rech
    Unter der Amtshilfe der Bundeswehr in der Corona-Pandemie hat die Ausbildung in der Truppe gelitten. „Durch den Corona-Einsatz ist eine Bugwelle bei nachzuholender Ausbildung entstanden, für deren Abbau wir gut ein Jahr brauchen werden“, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn der „Rheinischen Post“. Eine Amtshilfe über ein Jahr hinweg habe es noch nie gegeben. Diese sei ursprünglich als kurzfristige Unterstützung bei Schnee-, Brand- oder Hochwasserkatastrophen gedacht gewesen, die nach kurzer Zeit in den Griff zu bekommen seien.
      
    Die Bundeswehr hatte ein Kontingent von 25.000 Soldatinnen und Soldaten für die Corona-Bekämpfung zur Verfügung gestellt, zum 1. Juli soll es auf 15.000 sinken. Die Bundeswehr werde aber weiter gebraucht, insbesondere beim Impfen der Bevölkerung, hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Donnerstag mitgeteilt. Laut Ministerium hat die Bundeswehr bislang rund 8000 Anträge zur Amtshilfe erhalten. 92 Prozent davon seien gebilligt und umgesetzt worden. Aktuell sind rund 11.000 Soldatinnen und Soldaten in die Amtshilfe eingebunden. Zusammen genommen waren hier bis heute über 75.000 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt. Sie halfen unter anderem in Gesundheitsämtern, etwa zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen, bei Corona-Teststationen oder in Impfzentren.
  • 6/11/2021 12:50:08 PM   David Rech
    Am Frankfurter Flughafen ist ein Corona-Testcenter in Betrieb genommen worden, in dem Reisende auch einchecken und zusätzlich ihr Gepäck aufgeben können. Das „Drive-Through Corona Testcenter“ ist nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport, der Lufthansa und des Anbieters Centogene das erste seiner Art in Deutschland.
      
    „Für abfliegende Fluggäste und auch für die Boden-Crews sichert es einen zeitlich effizienten, komfortablen und kontaktarmen Ablauf“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag. Angeboten wird ein PCR-Test, wie er für viele Reiseziele vorgeschrieben ist. Gepäckaufgabe und Check-In sind den Angaben zufolge allerdings nur für Lufthansa-Reisende sowie Passagiere der Swiss und Austrian Airlines vorgesehen.
  • 6/11/2021 12:38:10 PM   David Rech
    Die Ständige Impfkommission behält sich vor, ihre Empfehlung vom Donnerstag zur Corona-Impfung für Jugendliche jederzeit anzupassen. „Stiko-Empfehlungen sind ja nicht in Stein geschlagen“, sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp, ehemaliger Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, am Freitag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Science Media Centers. „Wenn wir in ein oder zwei Monaten erweiterte Erkenntnis haben, dann haben wir immer noch großen Spielraum bis zum Schulbeginn, darüber erneut zu beraten und das eventuell anzupassen.“ Die Stiko hatte am Donnerstag keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschland betrifft das etwa elf Prozent der Heranwachsenden dieser Altersgruppe - insgesamt rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche.
  • 6/11/2021 12:20:28 PM   Thorsten Winter
    Dass der Autobauer Opel nun auch ein Impfzentrum betreibt, ist an sich gut. Denn Hessen rangiert beim Impfen nach wie vor unter dem Durchschnitt im Bund. Vor allem aber kann der Kreis Groß-Gerau mit dem Opel-Stammsitz Rüsselsheim einen Impf-Schub gebrauchen. Diese südhessische Region gehört zu den vier Kreisen in Deutschland mit der höchsten Corona-Inzidenz.
       
    Auch auf der Corona-Landkarte des Hessischen Sozialministeriums sticht der Kreis Groß-Gerau heraus: als einzige rot leuchtende Region inmitten einer rapsgelben Landschaft. Rapsgelb steht für weniger als 35 binnen Wochenfrist verzeichnete neue Fälle unter 100.000 Einwohner – die Region um Rüsselsheim kommt auf mehr als 60. Hessische Tabellenführer im guten Sinne sind dagegen der Kreis Fulda, ehedem ein Hotspot, und der Vogelsberg.
        
    Derweil teilt die Stadt Frankfurt mit, vom nächsten Montag an im Impfzentrum in der Festhalle den dann Durchgeimpften einen entsprechenden QR-Code mit auf den Weg zu geben – "sofern die notwendigen technischen Voraussetzungen seitens des Bundes rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden. Eine nachträgliche Ausstellung einer Bescheinigung über vor diesem Zeitraum erfolgte Impfungen ist im Impfzentrum nicht möglich". Dabei gehe um eine Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes ("Digitaler Impfpass").
         

    Noch etwa 5800 aktive Fälle: Ein hessischer Kreis unter Regionen mit höchster Inzidenz

    FAZ.NETIn Hessen geht die zentrale Corona-Kennziffer minimal zurück. Zwei Kreise liegen nun unter der Inzidenzmarke fünf. Doch ein anderer zählt zu den vier Regionen mit den meisten Neuinfektionen in Deutschland.

  • 6/11/2021 12:19:28 PM   David Rech
    Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) hat angesichts rückläufiger Corona-Infektionszahlen eine Rückkehr zum „uneingeschränkten Regelbetrieb“ nach den Sommerferien empfohlen. Das gab die KMK am Freitag nach virtuellen Beratungen bekannt. Die Konferenz sei überzeugt, dass der Präsenzunterricht „die notwendige Grundlage gemeinsamen Lehrens und Lernens“ sei. Alle Schulen sollten deshalb mit dem Start des neuen Schuljahrs „dauerhaft“ in den Regelbetrieb gehen.
       
    Der Schritt sei aus Sicht der KMK dabei nicht an individuelle Impfungen von Kindern gekoppelt, betonten die Bildungsminister und -senatoren der Länder in ihrem Beschluss. Zugleich forderten sie aber allgemein, Kindern und Jugendliche bei entsprechenden Wünschen nach persönlicher Immunisierung „gleichberechtigt in die Bedarfsberechnungen zur Beschaffung von Impfstoff einzubeziehen“.
        
    Die KMK verwies zugleich auf die sich generell stark verbessernde Pandemielage. Zum einen habe sich das Infektionsgeschehen zuletzt positiv entwickelt, zum anderen seien Schulen nach Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts (RKI) „keine treibende Kraft“ in der aktuellen Situation. Ferner sei zu beachten, dass ein „großer Teil der Bevölkerung“ bereits mindestens eine Impfung erhalten habe und bis zum Start des Schuljahrs vollständig geimpft sein werde.
  • 6/11/2021 12:18:52 PM   David Rech
    In der Region Ligurien ist nach eine Achtzehnjährige nach der ersten Impfung mit Vaxzevria gestorben. Nun wird in Rom über eine mögliche Änderung der Richtlinien für den AstraZeneca-Impfstoff beraten.
     
  • 6/11/2021 12:13:34 PM   David Rech
    Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete am 1. Juli auf. Das betrifft fast 100 Länder weltweit. „Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen“, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag diesen Schritt.
       
    Die Bundesregierung rät ab 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für Länder der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Das betrifft zum Beispiel Italien, große Teile Spaniens und ab kommenden Sonntag auch ganz Österreich.
        
    Derzeit gilt die Corona-Reisewarnung für alle Weltregionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 50 übersteigt. An dem 1. Juli wird sie erst ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit aber nur etwa 40 der insgesamt rund 200 Länder.
       
    „Mit dem Sommer kehren Hoffnung und Zuversicht nach Deutschland zurück“, sagte Maas. Bei aller berechtigten Zuversicht sei das Fehlen einer Reisewarnung aber eines nicht: die Einladung zur Sorglosigkeit. „Reisen mit Vernunft und Augenmaß, das ist das Motto dieses Sommers. Die Gefahr durch das Virus und seine Mutanten ist noch lange nicht gebannt.“ Das zeige der Blick nach Asien oder Südamerika. „Deshalb werden wir auch in Zukunft vor Reisen warnen, wo es Sinn macht: bei Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.“ Klar sei: „Niemand kann sich im Sommer 2021 darauf berufen, im Urlaub von der Pandemie überrascht worden zu sein.“
  • 6/11/2021 12:09:47 PM   David Rech
    Die europäische Arzneimittelbehörde rät von der Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffes bei Menschen mit einer seltenen Bluterkrankung ab. Dabei gehe es um Personen mit einem sogenannten Kapillarlecksyndrom. Dies müsse auch in die Liste der Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen werden. Die EMA untersucht außerdem Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach Corona-Impfungen mit den Mitteln verschiedener Hersteller.
  • 6/11/2021 12:05:08 PM   David Rech
    Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Das hat der Bundestag am Freitag beschlossen. Der sogenannte Freizeitbonus ist Teil des „Corona-Aufholprogramms“, mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen der langen Einschränkungen im Bildungs- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche abmildern wollen. Das Programm umfasst zwei Milliarden Euro. Gefördert werden darüber auch Nachhilfeunterricht, Schulsozialarbeit, Ferienfreizeiten oder mehr Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr.
       
    Die 100 Euro können für Ferien-, Sport- oder Freizeitaktivitäten ausgegeben werden – „je nach Lust und Laune“, hatte Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) gesagt. Die Zahlung geht an Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind, Anspruch auf Wohngeld oder den Kinderzuschlag haben oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Im Gesetzentwurf wird von rund 2,7 Millionen Kindern ausgegangen. Ausgezahlt werden sollen die 100 Euro laut Familienministerium „ab August“. Die meisten Familien müssen dafür keinen gesonderten Antrag stellen.
  • 6/11/2021 12:01:01 PM   David Rech
  • 6/11/2021 11:45:08 AM   David Rech
    Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt. Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.
       
    Nach der Einigung werden Gebiete zum Beispiel nur noch dann als „rotes“ Corona-Risikogebiet ausgewiesen, die in den 14 Tagen zuvor zwischen 200 und 500 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet haben - oder zwischen 75 und 200 bei einem Anteil positiver Corona-Tests von über 4 Prozent. Früher hatten die unteren Grenzwerte noch bei 50 beziehungsweise 150 gelegen. Entsprechend wurden auch die Grenzwerte für „orangene“ Gebiete mit mäßiger Ansteckungsgefahr und „grüne“ Gebiete mit geringer Ansteckungsgefahr angepasst. Für den Fall, dass besorgniserregende Virusvarianten auftauchen, können Reisebeschränkungen allerdings über eine „Notbremse“ wieder eingeführt beziehungsweise verschärft werden.
  • 6/11/2021 11:31:36 AM   David Rech
    Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden können. Das teilten die Betreiber der App am Freitag in Berlin mit. Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone präsentieren zu können.
      
    Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Der für den digitalen Nachweis erforderliche QR-Code wird in der Regel mit dem zweiten Impfgang ausgehändigt. Bereits vollständig Geimpfte bekommen das Schreiben mit der Klötzchengrafik entweder per Post zugesendet oder können sich die Bescheinigung bei ausgewählten Ärzten und Apotheken ausstellen lassen.
      
    Die Luca-App ist vor allem dafür gedacht, die Zettelwirtschaft beim Einchecken in Restaurants, Geschäften und Events abzulösen. Aktuell sind laut einem Sprecher der Culture4Life GmbH 313 Gesundheitsämter an das Luca-System angebunden. 230.000 Betriebe und 15 Millionen Menschen nutzten bereits die App.
      
    Die Luca-App wird bereits von 15 Millionen Menschen genutzt. (Bild: AFP)
  • 6/11/2021 11:16:40 AM   David Rech
    Die Ko-Vorsitzende des Covax-Programms, mit dem ärmeren Ländern Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglicht werden soll, hat sich hoffnungsvoll zu den Gesprächen beim G-7-Gipfel in Cornwall geäußert. Insgesamt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte für den von Freitag bis Samstag andauernden Gipfel zum Ziel gesetzt, Zusagen von einer Milliarde Dosen zu machen.
       
    Jane Halton begrüßte die Ankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson, bis zum kommenden Jahr 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. US-Präsident Joe Biden hatte gar 500 Millionen Dosen für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus versprochen. Sie sei „erfreut und aufgeregt“ sagte Halton dem britischen Radiosender „Times Radio“ am Freitag und fügte hinzu: „Lassen Sie uns annehmen, wir kommen auf eine Milliarde bis zum Schluss, das wäre außerordentlich willkommen.“ Insgesamt seien jedoch 11 bis 12 Milliarden Dosen notwendig, um die gesamte Weltbevölkerung zu schützen, mahnte Halton. Bislang seien weltweit etwa 2,2 Milliarden verabreicht worden und das zu mehr als drei Vierteln in nur zehn Ländern. „Ich denke, man muss nicht besonders kreativ sein, um herauszufinden, dass das die reichsten Länder der Welt sind“, so Halton weiter.
       
    Deutschland stellt nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rund eine Milliarde Euro für Covax bereit, was Geld für den Kauf von etwa 200 Millionen Impfdosen entspreche. Merkel verwies zudem auf die Zusage, dass Deutschland bis Jahresende 30 Millionen Dosen zur Verfügung stellen wolle.

  • 6/11/2021 11:04:32 AM   David Rech
  • 6/11/2021 10:54:54 AM   David Rech
    Angesichts der Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten haben die EU-Mitgliedstaaten vor der Sommer-Reisesaison ihre Reiseempfehlungen angepasst. Die Botschafter der EU-Länder beschlossen am Freitag in Brüssel eine „Notbremse“, die eine Wiedereinführung von Test- und Quarantänepflichten auch für vollständig geimpfte Reisende mit dem digitalen Corona-Zertifikat der EU ermöglicht. Im Gegenzug wurden Bestimmungen für die Einstufung von Risikogebieten etwas gelockert.
        
    Nach der beschlossenen Empfehlung kann fortan jeder Mitgliedstaat entscheiden, die Notbremse zu ziehen. Dies gelte „insbesondere aufgrund einer hohen Verbreitung von SARS-CoV-2-Varianten“, heißt es in dem Text, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Beschränkungen wie Test- oder Quarantänepflichten können demnach bei der Einreise aus bestimmten betroffenen Städten oder Regionen oder auch ganzen EU-Ländern verhängt werden.
        
    „Ausnahmsweise und vorübergehend“ sei dies auch für „Inhaber von Impfbescheinigungen oder Genesungsbescheinigungen“ möglich, heißt es in dem Text. Auch von ihnen könne verlangt werden, „dass sie sich einem Test auf eine SARS-CoV-2-Infektion und/oder Quarantäne/Selbstisolierung unterziehen“. Soweit möglich sollten „solche Maßnahmen auf die regionale Ebene beschränkt werden“.
  • 6/11/2021 10:30:49 AM   David Rech
    Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit. Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.
       
    Die Delta-Variante sorgt im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und könnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen gefährden. Die Bundesregierung hat Großbritannien wegen der Mutante wieder als Virusvariantengebiet mit extrem strengen Einreise- und Quarantäneregeln eingestuft.
  • 6/11/2021 10:30:48 AM   David Rech
  • 6/11/2021 10:21:11 AM   David Rech
    Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.
  • 6/11/2021 10:12:34 AM   David Rech
    Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-Jährigen nur bei besonderen Vorerkrankungen. Die Liste umfasst zwölf Krankheiten, darunter Adipositas, Diabetes, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.
      
    Eine Auswertung des Zentralinstituts zeigt, dass etwa elf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland in der fraglichen Altersgruppe mindestens eines dieser Risikomerkmale aufweisen. „Bei gesetzlich Versicherten ergeben sich bundesweit etwa 402.000 Impflinge“, teilte das Institut am Freitag in Berlin mit. „Unter Berücksichtigung der Privatversicherten sind bundesweit etwa 452.000 potenzielle Impflinge betroffen.“ Knapp die Hälfte davon leidet unter Asthma.
  • 6/11/2021 10:02:45 AM   David Rech
    Nicht zum ersten Mal, diesmal aber besonders hitzig wird um die Herkunft des Pandemievirus gestritten. Was steckt dahinter? Neue Fakten sind es nicht. Klar ist: Der Konflikt befördert den Fanatismus – und schadet der Aufklärung.
        
  • 6/11/2021 9:59:36 AM   David Rech
    Kanzleramtsminister Helge Braun hat sich zuversichtlich geäußert, dass es im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht noch einmal zu einem harten Lockdown kommen wird. Im Herbst könnten die Infektionszahlen durchaus wieder ansteigen, sagt Braun in einem Interview der Sender RTL und ntv. „Ob das wieder eine richtige Welle wird, hängt echt davon ab, wie viele Menschen sich in Deutschland impfen lassen. Wenn wir eine Impfquote von 80 Prozent schaffen, glaube ich nicht, dass es noch einmal eine relevante Welle gibt."
  • 6/11/2021 9:48:35 AM   David Rech
    Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, warnt nach den monatelangen coronabedingten Schulschließungen davor, nun die Schüler zu überfordern. „Es kann nicht im Vordergrund stehen, jetzt Klassenarbeiten zu schreiben und Leistungs-Überprüfungen abzunehmen“, sagte sie im Interview mit Bayern2 am Freitag. Natürlich müsse auch Stoff nachgeholt werden, aber das könne nicht Ziel der ersten zwei, drei Wochen sein, mahnte Finnern. Man müsse vielmehr im Blick haben, wie die Kinder und Jugendlichen diese Zeit überstanden hätten. Auch von Nachhilfe-Stunden in den Sommerferien hält sie wenig. „Ich glaube, dass Kinder und Jugendliche gerade auch in diesen Sommerferien Auszeiten brauchen.“ Im kommenden Schuljahr rechnet Finnern nicht mehr mit monatelangen Schulschließungen. Man könne es zwar nicht ganz ausschließen, „wir haben aber eine etwas andere Situation als im letzten Jahr“. Die Bereitschaft bei den Beschäftigten in den Schulen, sich impfen zu lassen, sei enorm hoch.
      
    Dennoch brauche es weiterhin mehr Unterstützung für die Ausstattung der Klassenräume. „Es ist das größte Problem, dass wir es 15 Monate nach Beginn der Pandemie immer noch nicht geschafft haben, Schulen zum Beispiel mit Luftfiltern auszurüsten.“ Dies könnten Kommunen und Schulträger finanziell nicht allein stemmen.
  • 6/11/2021 9:36:27 AM   David Rech
    Angesichts der erfolgreichen Impfkampagne im Kampf gegen die Corona-Pandemie meldet sich die britische Wirtschaft mit Macht zurück. Im April wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27,6 Prozent - ein Rekordwert. Wie aus den am Freitag vorgelegten Daten des Nationalen Statistikamtes (ONS) weiter hervorgeht, ergab sich zugleich zum Vormonat ein Plus von 2,3 Prozent. Die starken Wachstumszahlen spiegeln die Konjunkturerholung im Zuge der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft wider, die im Frühjahr 2020 nach Ausbruch der Virus-Krise abgestürzt war.
        
    Doch trotz der konjunkturellen Aufholjagd ist das Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht: Die Wirtschaftsleistung auf der Insel ist 3,7 Prozent niedriger als im Februar 2020 - dem letzten Monat vor Beginn des pandemie-bedingten Lockdowns. Finanzminister Rishi Sunak sieht die frischen BIP-Zahlen jedoch als „vielversprechendes Anzeichen“, dass die Wirtschaft sich erholt.
       
    Auch die Notenbank in London hatte jüngst ihre Konjunkturprognose für 2021 auf ein BIP-Plus von 7,25 Prozent hochgeschraubt. Dies wäre die höchste Wachstumszahl seit 1941. Doch das Corona-Seuchenjahr 2020 hatte dem Vereinigten Königreich einen Konjunktureinbruch von fast zehn Prozent eingebrockt. Einen solchen Absturz hat es in Großbritannien in mehr als 300 Jahren nicht gegeben.
  • 6/11/2021 9:20:47 AM   David Rech
    Die eigene Bevölkerung möglichst schnell gegen Corona zu impfen hat für die britische Regierung weiterhin oberste Priorität. „Unsere Priorität ist es, sicherzustellen, dass die britische Bevölkerung geschützt ist“, sagte der für die Impfkampagne zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Freitag im BBC-Interview. „Unsere Impfkampagne wird nicht von unserer Spende von 100 Millionen Impfdosen beeinträchtigt. Wir haben mehr als 500 Millionen Dosen bestellt.“ Das Vereinigte Königreich hat knapp 67 Millionen Einwohner (Stand 2019) und könnte somit die eigene Bevölkerung mit den georderten Dosen mehrfach durchimpfen.
       
    Premierminister Boris Johnson hatte vor Beginn des G7-Gipfels im englischen Cornwall die teilnehmenden Staaten zur Abgabe von Impfdosen an ärmere Länder aufgerufen. Für Großbritannien stellte er die Spende von 100 Millionen Impfdosen in Aussicht - allerdings nur von überschüssigen Dosen und den Großteil auch erst im Laufe des kommenden Jahres. Bisher hat das Land kaum Impfstoffe exportiert, was unter anderem von der EU scharf kritisiert wird.
      
    Premierminister Boris Johnson während des G7-Gipfels (Bild: dpa)
  • 6/11/2021 9:07:23 AM   David Rech
    Die Malteser warnen vor einer möglichen großflächigen Ausbreitung der Corona-Pandemie in Afrika. „Bislang blieben viele afrikanische Staaten noch von einem größeren Ausbruch verschont, aber es sieht so aus, als sei diese Welle, wie wir sie jetzt in Uganda erleben, größer als alle bisherigen. Es ist gut möglich, dass sich die Pandemie erst jetzt in Afrika richtig ausbreitet“, erklärte der Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, Roland Hansen, am Freitag in Köln.
       
    In den vergangenen Wochen sei die Zahl der Corona-Infektionen in Uganda um rund 370 Prozent gestiegen. Nach offiziellen Angaben wurden den Maltesern zufolge bisher rund 55.000 Menschen in Uganda mit Covid-19 infiziert, derzeit kommen täglich mehr als 600 neue Infektionen hinzu. Die Dunkelziffer könnte deutlich höher sein. Fast jeder fünfte Test in dem ostafrikanischen Land falle seit einigen Tagen positiv aus.
       
    „Unsere Partner in Kampala berichten uns von erschreckenden Szenen aus ihrem Krankenhaus. Der Sauerstoff für die Patientinnen und Patienten geht aus. Die Intensivbetten sind alle belegt. Gleichzeitig gibt es zu wenig Impfdosen. Der Impfstoff reicht zurzeit noch nicht einmal für ein Prozent der Bevölkerung“, mahnte Hansen. Es gelte nun die Menschen zu schützen, die besonders gefährdet seien, etwa das medizinische Personal in Krankenhäusern. Dort sei die Infektionsrate besonders hoch. Die Malteser würden mit Schutzausrüstung und Informationsveranstaltungen unter anderem in Schulen helfen.
  • 6/11/2021 8:52:35 AM   David Rech
  • 6/11/2021 8:51:56 AM   David Rech
  • 6/11/2021 8:48:01 AM   David Rech
    Fast ein Viertel der Deutschen ist vollständig geimpft, wie dem Impfdashboard des RKI zu entnehmen ist. Demnach wurden gestern mehr als eine Million Menschen geimpft, mehr als 750.000 davon bekamen ihre zweite Spritze. Insgesamt haben 39.539.170 Personen in Deutschland (47,5 %) mindestens eine Impf­dosis erhalten.
  • 6/11/2021 8:40:07 AM   David Rech
    Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal „Nature“.
      
    Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch „robust“, hieß es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht.
  • 6/11/2021 8:25:56 AM   David Rech
    Anleger haben am Freitag einen großen Bogen um CureVac-Aktien gemacht. Die Titel des Tübinger Biotechunternehmens fielen um bis zu 13,7 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Tief von 74,70 Euro. Einem Händler zufolge werden die Aktien weiter durch die verzögerte Zulassung des Corona-Impfstoffes von CureVac belastet. Seit Dienstag haben die Anteilsscheine bereits mehr als 20 Prozent an Wert verloren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das Tübinger Biotechunternehmen zuletzt in Schutz genommen. Dass die Entwicklung nun länger als geplant dauere, zeige, wie kompliziert die Entwicklung der Corona-Impfstoffe sei, sagte sie.
  • 6/11/2021 8:13:01 AM   David Rech
    Die Kieler Woche (4. bis 12. September) soll in diesem Jahr wieder als großes Volksfest stattfinden. Die Ratsversammlung stimmte am späten Donnerstagabend dem geplanten Konzept einer Festwoche unter Bedingungen der Corona-Pandemie zu, wie eine Stadtsprecherin mitteilte. Nach dem Willen von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) soll das Fest angesichts der sich entspannenden Lage deutlich näher ans Original kommen. Als Richtgr��ße nannte er die Hälfte der herkömmlichen Größe. Geplant sind Einlasskontrollen oder Kapazitätsbegrenzungen an bestimmten Plätzen. Denkbar ist beispielsweise, dass Besucher an diesen Orten ihren Impfausweis oder ein negatives Testergebnis vorweisen müssen. Kämpfer sprach im Vorfeld der Entscheidung von einem Brückenschlag in die Normalität. Er rechnet mit einer Million Gästen.
       
    2020 hatte Corona die Veranstalter veranlasst, auf ein Volksfest mit viel Musik und Trubel zu verzichten. Insgesamt wurden 38.000 Tickets für Veranstaltungen gebucht, 44.000 standen zur Verfügung. Unter normalen Bedingungen hatte die Kieler Woche noch 2019 mehr als 3,5 Millionen Besucher aus gut 70 Ländern angelockt.
      
    Die Kieler Woche 2020: Sie gilt als weltweit größtes Segelereignis. (Bild: dpa)
  • 6/11/2021 8:02:24 AM   David Rech
    Der Kanuslalom-Weltcup vom 18. bis 20. Juni in Markkleeberg wird vor Zuschauern ausgetragen. Das teilte der Veranstalter am Freitag mit. Allerdings werden die deutschen Olympia-Starter sowie die versammelte Weltelite von den Fans strikt getrennt. Zudem wird der Zugang zur Anlage am Wildwasserkanal kontrolliert und Personen zur etwaigen Kontaktnachverfolgung erfasst. „Wir werden allerdings die Einhaltung der bekannten Abstandsregeln im Auge behalten und können, sobald die Kapazität der Tribüne erschöpft ist, keine Zuschauer mehr auf das Gelände lassen“, sagte Organisationschef Christoph Kirsten. Die rund 150 Starter und Starterinnen reisen unmittelbar nach dem Weltcup an diesem Wochenende in Prag nach Markkleeberg bei Leipzig und sind dann in einer sogenannten Corona-Bubble.
  • 6/11/2021 7:47:09 AM   David Rech
    Die Inflation in Spanien hat weiter angezogen. Im Mai stiegen die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) um 2,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Ein erstes Erhebungsergebnis wurde bestätigt. Im April hatte die Rate 2,0 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im Mai um 0,5 Prozent. Besonders stark stiegen im Mai die Energiepreise. Dies ist im Wesentlichen eine Gegenreaktion auf den starken Einbruch während der ersten Corona-Welle vor etwa einem Jahr. Aktivitäten im Freizeit- und Kulturbereich verteuerten sich dagegen nur wenig. Die Preise im Gastgewerbe gingen sogar zurück. Dieser Sektor hat in der Corona-Krise besonders stark unter den Pandemie-Beschränkungen gelitten.
  • 6/11/2021 7:35:07 AM   David Rech
    Materialmangel und Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte der Handwerker in Deutschland zu Jahresbeginn belastet. Zum ersten Mal seit 2013 sanken die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in einem ersten Quartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bezifferte den Rückgang der Erlöse in den ersten drei Monaten 2021 auf 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Beschäftigten sank um 1,7 Prozent.
         
    Einen deutlichen Umsatzrückgang gab es ebenfalls im Bauhauptgewerbe (minus 15,9 Prozent). Die gewichtigsten Gewerbezweige - Maurer und Betonbauer sowie Straßenbauer - verzeichneten nach fünfjährigen Erlössteigerungen ein Minus von 17,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Als Ursachen gelten Rohstoffengpässe, teurere Rohstoffe und der vergleichsweise kalte Winter.
       
    Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, hatte jüngst vor gravierenden Folgen der Rohstoffknappheit gewarnt. „Unternehmen müssen bei vollen Auftragsbüchern Kurzarbeit anmelden, weil sie kein Material haben“, sagte er. Die Preise für Holz und andere Baustoffe sind auf dem Weltmarkt unter anderem wegen der großen Nachfrage aus China und den USA stark gestiegen.
      
    Rohstoffmangel: Die Preise für Holz sind stark gestiegen. (Bild: dpa)
  • 6/11/2021 7:24:02 AM   David Rech
    Die Preise im Großhandel steigen in Folge der Corona-Krise derzeit so stark wie seit Juli 2008 nicht mehr. Sie lagen im Mai um 9,7 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit beschleunigte sich der Preisauftrieb nochmals: Im April 2021 hatte es ein Plus von 7,2 Prozent gegeben und im März von 4,4 Prozent. Von April auf Mai kletterten die Preise um 1,7 Prozent. Grund für die starke Veränderung sind die Auswirkungen der Virus-Pandemie. Denn vor einem Jahr waren im Zuge der Rezession viele Preise in den Keller gegangen. In der Folge ergeben sich jetzt im Vorjahresvergleich hohe Zuwächse. Aber auch der Anstieg der Import- und Erzeugerpreise hinterlässt Spuren.
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