Sturm über Deutschland

Sturm über Deutschland

  • 2/18/2022 8:50:12 PM   Martin Franke

    Sturmtief „Zeynep“ im Überblick

    • Mindestens neun Menschen kommen in Europa durch den Sturm ums Leben, zwei davon in Deutschland.
    • Schwerpunkt der Sturm- beziehungsweise sogar Orkanlage bis Samstagfrüh ist die Nordhälfte Deutschlands.
    • Sehr schwere Sturmflut erreicht Hamburg.
    • 55 Meter großer Baukran in Bremen stürzt ein. 
    • DWD hebt seine Warnung vor extremen Orkanböen an der Nordsee von bis zu 160 Kilometern pro Stunde auf.
    • Deutsche Bahn stellt den Regionalverkehr in Teilen Norddeutschlands und Nordrhein-Westfalens, u.a. Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen ein. 

  • 2/18/2022 3:52:26 PM   Martin Franke

    Wählen Sie einen Ort aus. Dann wird Ihnen die Windgeschwindigkeit für die nächsten Stunden angezeigt.
     

  • 2/18/2022 3:56:01 PM   Martin Franke
    Liebe Leserinnen und Leser,
     
    aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Sturmtief „Zeynep“ starten wir einen Liveblog. „Zeynep“ könnte laut den Vorhersagen des Deutschen Wetterdiensts noch heftiger werden als Tief „Ylenia“, das am Donnerstag zu Zugausfällen und tödlichen Unfällen geführt hat. Am Samstag soll sich die Lage wieder entspannen. Danke für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!
       
    Ihre F.A.Z.-Redaktion
  • 2/18/2022 4:08:19 PM   Martin Franke
    Wann spricht man von einem Orkan? Dazu schreibt der Deutsche Wetterdienst auf seiner Seite:
      
    Sturm ist die Bezeichnung für Wind von großer Heftigkeit, nach der Beaufort-Skala der Stärke 9 bis 11 (74 bis 117 km/h), der erhebliche Schäden und Zerstörungen anrichten kann.
    • Beaufort 9: Sturm (75 bis 88 km/h)
    • Beaufort 10: schwerer Sturm (89 bis 102 km/h)
    • Beaufort 11: orkanartiger Sturm (103 bis 117 km/h)
      
    Schwere und orkanartige Stürme treten aufgrund der geringeren Bodenreibung über dem Meer häufiger auf.

  • 2/18/2022 4:09:26 PM   Martin Franke
     So sieht es im Übrigen bei unseren Nachbarn schon aus, wie der DWD gegen 15.30 Uhr bei Twitter veröffentlicht hat.
  • 2/18/2022 4:14:38 PM   Martin Franke
    Die Bahn hat ihren Zugverkehr in Schleswig-Holstein am Freitagnachmittag sukzessive eingestellt. Der Deutsche Wetterdienst habe seine Prognose zum Sturmtief „Zeynep“ noch einmal deutlich verschärft, teilte die Bahn mit. Deshalb sei der Regionalverkehr ab 15.00 Uhr nach und nach eingestellt worden. Der Verkehr auf der Linie Westerland – Hamburg-Altona sollte möglichst bis 19 Uhr aufrecht erhalten werden. Die letzte Abfahrt von Westerland nach Husum sei für 18.52 Uhr geplant. Der Zugverkehr soll den Angaben zufolge am Sonnabend ab etwa 9.00 Uhr wieder aufgenommen werden.
  • 2/18/2022 4:23:47 PM   Martin Franke
    Durch das international „Eunice“ und in Deutschland „Zeynep“ genannte Sturmtief kam am Freitag in Irland ein Mensch ums Leben. In Teilen Großbritanniens brachte es das öffentliche Leben zum Erliegen. Auch in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Frankreich sorgte der Sturm für Verkehrsbeeinträchtigungen. In der Gegend von Ballythomas im Südosten Irlands sei ein um die 60 Jahre alter Mann durch einen umstürzenden Baum getötet worden, teilte die Polizei mit. Auf der Isle of Wight vor Englands Südküste traf „Eunice“ mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von 196 Stundenkilometern auf Land. Dies sei nach vorläufiger Einschätzung „die stärkste jemals in England gemessene Bö“, teilte die britische Wetterbehörde Met Office mit.
      
    Für London gab die Wetterbehörde die erste Sturmwarnung der Alarmstufe rot heraus, seit diese Kategorisierung 2011 eingeführt worden war. Die britische Hauptstadt wirkte am Freitag wie ausgestorben. Am Millennium Dome im Südosten Londons zerstörte der Wind große Teile des Daches. Auch für den Südosten und Südwesten Englands und den Süden von Wales galt die höchste Alarmstufe, die „Lebensgefahr“ bedeutet. An den Küsten wurde mit Überflutungen gerechnet. Für Schottland und Nordengland wurden heftige Schneefälle vorhergesagt. Millionen Menschen waren aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die Schulen in den Sturmgebieten blieben geschlossen. In Südwestengland fiel in mehr als 70.000 Haushalten der Strom aus, wie der Netzbetreiber mitteilte. Auf den Londoner Flughäfen wurden hunderte Flüge gestrichen, der Fährverkehr über den Ärmelkanal wurde ausgesetzt. In Wales stellten alle Züge und Busse ihre Fahrten ein.
           
    Auch Irlands Wetterbehörde gab eine Sturmwarnung heraus. Alle Schulen in dem EU-Land blieben geschlossen. In mehr als 80.000 Haushalten und Geschäften fiel der Strom aus. In den Niederlanden rief die Meteorologiebehörde Warnstufe rot aus. Medienberichten zufolge wurden hunderte Flüge gestrichen, der Zugverkehr sollte am Nachmittag eingestellt werden. Auch in Belgien war der Bahnverkehr beeinträchtigt und die Behörden riefen die Bürger auf, nur in dringenden Fällen das Haus zu verlassen. In der nordfranzösischen Bretagne verursachte „Eunice“ bis zu vier Meter hohe Wellen und beeinträchtigte den regionalen Bahnverkehr.
  • 2/18/2022 4:25:54 PM   Martin Franke
    „Wahrscheinlich das Dümmste, was Sie tun können“,
    warnt ein Vertreter der britischen Umweltbehörde auf die Frage, was Menschen in England nun nicht tun sollten: an die Küsten zu gehen und Jagd nach dramatischen Bildern zu machen.
  • 2/18/2022 4:28:54 PM   Sebastian Eder

    Der schwere Sturm hat in den Niederlanden mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. In Amsterdam war ein Mensch am Freitagnachmittag von einem umstürzenden Baum erschlagen worden, wie die Feuerwehr mitteilte. In Diemen im Osten der Hauptstadt starb ein Mensch, nachdem ein Baum auf sein Auto gefallen war.

    Der Sturm mit orkanartigen Böen legte das öffentliche Leben in großen Teilen des Landes lahm. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt und Lastwagen stürzten um. In Den Haag blies der Wind das Dach vom Fußballstadion. Der Zug- und öffentliche Nahverkehr wurden eingestellt. Schulen sowie Test- und Impfzentren schlossen. Die extremen Wetterbedingungen sorgten auch für Ausfälle und Verspätungen am Amsterdamer Flughafen Schiphol. (dpa)

  • 2/18/2022 4:36:41 PM   Martin Franke
     Aus Amsterdam erreicht uns dieses Video.
  • 2/18/2022 5:02:37 PM   Martin Franke
    Die Polizei Hamburg schreibt, dass Sturmtief „Zeynep“ mit orkanartigen Böen auf Hamburg zurolle. Eine schwere Sturmflut werde demnach für den frühen Samstag erwartet. „Vorsicht beim Verlassen des Hauses! Wälder & Parks meiden! Tieferliegende Gebiete a.d. #Elbe werden überflutet“, twitterte die Polizei Hamburg.
  • 2/18/2022 5:11:05 PM   Martin Franke
    So sieht das Sturmtief von oben aus: Der niederländische Meteorologe Roel van den Bekerom hat ein Satellitenbild der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA veröffentlicht.
  • 2/18/2022 5:14:46 PM   Martin Franke
    In Dortmund ist von der Kirche St. Gertrudis in der nördlichen Innenstadt das Kreuz vom Dach gestürzt. Dabei wurde eine Person verletzt, berichtet die Feuerwehr Dortmund, die nach eigenen Angaben bislang 40 Einsätze gefahren ist.
     
     
    Foto: Feuerwehr Dortmund
  • 2/18/2022 5:18:46 PM   Sebastian Scheffel

  • 2/18/2022 6:08:21 PM   Martin Franke
    Update aus den Niederlanden: Dort hat der schwere Sturm mindestens drei Menschen das Leben gekostet. In Amsterdam war ein Mensch am Freitagnachmittag von einem umstürzenden Baum erschlagen worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Wenige Stunden später wurde ein Fahrradfahrer im Süden der Stadt von einem Baum getötet. In Diemen im Osten der Hauptstadt starb ein Mensch, nachdem ein Baum auf sein Auto gefallen war. Im Süden des Landes wurde eine Frau schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Bürger wurden mit einem Notruf auf ihren Handys aufgerufen, nicht auf die Straße zu gehen.
  • 2/18/2022 6:29:59 PM   Martin Franke
    An der Nordseeküste soll es eine Sturmflut geben, in Hamburg nach der Prognose des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine schwere Sturmflut mit Wasserständen von drei Metern über dem normalen Hochwasser in der Nacht zu Samstag. Der höchste Wasserstand werde wahrscheinlich zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr am Samstagmorgen erreicht, sagte Bernd Brügge vom Bundesamt. Für Schutzeinrichtungen und Deiche werde das aber nicht zum Problem. Brügge erinnerte an die Sturmflut von 1976, die 4,64 Meter über dem mittleren Hochwasser in der Hansestadt erreicht hatte. Für Schleswig-Holstein rechnet das BSH in Büsum mit 2,5 Metern über dem normalen Hochwasser, am Eidersperrwerk mit 3,0 Metern.
       
    Wetterexperte Frank Böttcher schätzte den heranziehenden Sturm als an der oberen Grenze dessen ein, was meteorologisch an der Küste möglich sei. Er könne historische Dimensionen erreichen. Dass dennoch keine höhere Sturmflut erwartet wird, liegt nach Brügges Angaben unter anderem am zeitlichen Ablauf. Das stärkste Windfeld und das Hochwasser fielen zeitlich nicht zusammen. Zu einer sehr schweren Sturmflut, die bei 3,5 Metern über dem normalen Hochwasser beginnt, werde es wahrscheinlich nicht kommen.

  • 2/18/2022 6:33:26 PM   Sebastian Scheffel
    Der Betrieb des Frankfurter Flughafens ist durch den Sturm bislang kaum beeinträchtigt, wie die F.A.Z. auf Anfrage erfahren hat. Rund 40 Flüge wurden annulliert, viele davon aber deshalb, weil die Maschinen am Startflughafen nicht in die Luft gehen konnten, etwa in London und Amsterdam. Mit größeren Beeinträchtigungen rechnet Fraport nicht mehr.
     
    Am Hamburger Flughafen verlief der Flugbetrieb am Freitag bislang ebenfalls stabil. Die Fluggesellschaften mussten fünf Ankünfte und zwei Abflüge streichen, wobei das teilweise nicht durch den Sturm bedingt war. Bei zunehmender Windstärke sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass es zu weiteren Streichungen oder Verzögerungen im Flugplan komme, teilt der Flughafenbetreiber mit. Passagiere sollten sich daher über ihren Flugstatus auf dem Laufenden halten.
  • 2/18/2022 6:41:10 PM   Martin Franke
    Aus London berichtet unser Korrespondent Philip Plickert über die Lage in Großbritannien: Etwa eine Viertelmillion Haushalte in Britannien waren zeitweise ohne Strom durch Unterbrechungen der Elektrizitätsversorgung im Lande. Weil die Ausfälle recht gleichmäßig über das Land verteilt waren, konnten die Stromausfälle relativ schnell behoben werden, sagte Umweltminister George Eustice. Der Sturm „Arwen“ hatte im November mehr als eine Million Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.
       
    In London wurde die Feuerwehr mit Notrufen überflutet. Im Badeort Bexhill-on-Sea in Sussex zerstörte der Sturm einen Pavillon an der Uferpromenade. Bei einem Kraftwerk in Kent knickte der Sturm einen Schornstein-Turm um. Der Energieversorger Uniper UK bestätigte den Schaden. Zahlreiche Züge im ganzen Land fuhren nicht mehr oder nur noch mit vermindertem Tempo.
        
    Sturm „Eunice“ brachte die schnellsten Windböen seit drei Jahrzehnten im flachen Land. Auf der Kanalinsel Isle of Wight wurde als Wind-Höchstgeschwindigkeit 122 Meilen pro Stunde (knapp 200 Kilometer pro Stunde) gemessen, teilte das Wetteramt Met Office mit. Das war ein Rekord für die flachen Regionen Englands. Die bisherige maximale Windgeschwindigkeit wurde im Dezember 1979 in Cornwall 118 Meilen pro Stunde gemessen. Den absoluten Geschwindigkeitsrekord in höheren Lagen hatte im Jahr 1986 ein Sturm in den schottischen Highlands mit bis zu 173 Meilen pro Stunde (277 Km/h) aufgestellt.
     
  • 2/18/2022 6:45:23 PM   Martin Franke
    Der Saarländische Rundfunk berichtet, dass am Alten Rathaus in Völklingen die Turmspitze abgebrochen sei. Sie hänge in 40 Metern Höhe und drohe abzustürzen. Eine Spezialfirma versuche nun, dorthin zu gelangen.
  • 2/18/2022 6:58:08 PM   Sebastian Scheffel
    Die bisher höchsten Windgeschwindigkeiten an diesem Freitag wurden im mittelhessischen Lautertal gemessen. Dort erreichte eine Orkanböe 124 Stundenkilometer. Das teilte der Deutsche Wetterdienst auf Anfrage der F.A.Z. mit. Auch am Frankfurter Flughafen (122 km/h) und auf der Wasserkuppe (119 km/h) wurden starke Böen erfasst. Deutschlandweit trifft der Sturm aktuell besonders Nordrhein-Westfalen (122 km/h in Münster) und die Küstenregionen. Das Modell des Deutschen Wetterdienst erwartet Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometer auf den Ostfriesischen Inseln. Der Höhepunkt des Sturms wird dort wohl zwischen 21 Uhr und Mitternacht erreicht. Weil „Zeynep“ ein „Schnellläufer“ sei, würde der Sturm dann aber auch bald wieder abflachen. Nur an der Küste sei auch am Morgen noch mit vereinzelten starken Böen zu rechnen, teilte der Wetterdienst mit.
  • 2/18/2022 7:33:01 PM   Sebastian Scheffel
    In England sind am Freitag mindestens drei Menschen durch das Sturmtief ums Leben gekommen. Im Norden Londons starb nach Angaben der Polizei eine junge Frau in einem Auto, nachdem ein Baum auf das Fahrzeug gestürzt war. Im Nordwesten Englands kam der örtlichen Polizei zufolge ein Mann ums Leben, nachdem Trümmerteile auf die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs fielen. Auch im Südosten des Landes starb ein junger Mann. Wegen umherfliegender Trümmerteile bestehe Lebensgefahr, warnte der Wetterdienst Met Office. Die Londoner Feuerwehr verzeichnete innerhalb von zweieinhalb Stunden 550 Anrufe – mehr als sonst in einem durchschnittlichen 24-Stunden-Zeitraum.
  • 2/18/2022 8:09:43 PM   Sebastian Scheffel
    Weil ein Baukran in Aurich in Ostfriesland umzukippen drohte, sind dort am Freitagabend zwei Einfamilienhäuser evakuiert worden. „Er drehte und neigte sich erheblich, wir mussten auch die Baufirma hinzuziehen“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Details zur Lage vor Ort nannte er zunächst nicht.
     
    Wegen des heftigen Sturms seien bis zum Abend im Kreis Aurich rund 70 Einsätze zu verzeichnen gewesen. Im Kreis Leer gab es mehr als 100 Einsätze, wie es hieß. B��ume seien auf Häuser gestürzt. Eine Eiche krachte in Aurich in ein Haus. Carports und Dächer mussten von den Einsatzkräften gesichert werden, sie drohten abzuwehen. Beim Technischen Hilfswerk (THW) in der Region im Nordwesten Niedersachsens herrschte Voralarm wegen des Orkans „Zeynep“.
     
    Die Feuerwehr fährt zu einem Einsatz im Landkreis Aurich (Foto: dpa).
  • 2/18/2022 8:35:21 PM   Martin Franke
    In Thüringen haben Sturmböen des Orkantiefs „Zeynep“ am Freitagabend Fahrzeuge nördlich von Erfurt zum Umkippen gebracht. Auf der Bundesstraße 4 bei Greußen im Kyffhäuserkreis sei ein Auto mit Anhänger regelrecht von der Straße geblasen worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt. Bei Straußfurt sei ein Transporter vom Wind umgekippt worden. Menschen seien dabei nicht verletzt worden. In Südwestthüringen entwurzelte der Sturm an verschiedenen Orten Bäume, er riss Äste oder ganze Kronen ab. Teile einer Holzhütte seien durch die Luft geflogen.
  • 2/18/2022 8:41:03 PM   Sebastian Scheffel
    Die U-Bahn Hamburg stellt wegen des Sturms ihren Betrieb auf allen oberirdischen Strecken von 21.30 Uhr an ein. Entsprechend fahren die U-Bahnen der Linie 1 nur zwischen Stephansplatz und Wandsbek Markt, wie die Hochbahn am Freitagabend mitteilte. Außerdem betroffen sind die Linien 2 und 4. Der Betrieb der Linie U3 werde ganz ein gestellt. Die Bahnen sollen frühestens um 7.00 Uhr am Samstag wieder fahren.
  • 2/18/2022 8:47:58 PM   Martin Franke
    Der WDR berichtet über mehrere Gebäude, deren Dächer durch den Sturm abgedeckt wurden: In Münster hat der Sturm das Dach eines Studentenwohnheims abgedeckt. In Vreden wurde das Dach einer Produktionshalle weggerissen. Ebenso wird aus Duisburg von einem abgedeckten Flachdach berichtet.

  • 2/18/2022 8:51:33 PM   Martin Franke
  • 2/18/2022 8:58:50 PM   Martin Franke
    Für die Feuerwehren in Deutschland wird es wahrscheinlich eine lange Nacht werden. Die Berufsfeuerwehr Neumünster in Schleswig-Holstein etwa schreibt auf Twitter: „Der Sturm nimmt immer mehr Fahrt auf. Wir bearbeiten mehrere Einsätze gleichzeitig, die freiwilligen Feuerwehren werden sukzessive alarmiert. Unsere dringende Bitte: Ruft nur im Notfall die 112 und bleibt nach Möglichkeit im Gebäude!“ Andernorts berichten die Einsatzkräfte, dass sie derzeit noch Dutzende offene Einsätze zählten. In Wuppertal waren es zuletzt noch 70 offene Einsätze. In Hamburg rückte die Feuerwehr seit 17 Uhr zu 103 Einsätzen aus.

  • 2/18/2022 9:44:10 PM   Sebastian Scheffel
    Die Deutsche Bahn kann noch keine Auskunft darüber geben, wann der Bahnverkehr wieder anläuft beziehungsweise der reguläre Fahrplan gilt. Auf Anfrage der F.A.Z. teilte die Bahn mit, dass Prognosen dazu erst nach Erkundungsfahrten auf den Strecken möglich seien. Diese könnten dann beginnen, wenn der Sturm sich abschwächt und es wieder heller wird. Reisende müssen daher auch am Samstag noch mit teilweise starken Einschränkungen rechnen. So müssten gegebenenfalls Bäume von der Strecke geräumt und Oberleitungen repariert werden.
     
    Für Reisende hat die Bahn in Hannover einen Versorgungszug bereitgestellt, in dem sie mit Essen und Trinken versorgt werden. Ein weiterer Versorgungszug soll noch am Abend in Betrieb genommen werden.
    In Stralsund fallen wegen des Sturmes die Züge aus (Foto: dpa).
  • 2/18/2022 9:45:26 PM   Martin Franke
    Update: Durch den international „Eunice“ und in Deutschland „Zeynep“ genannten Sturm kamen in Großbritannien, Irland, Belgien und den Niederlanden mindestens acht Menschen ums Leben.
  • 2/18/2022 10:08:20 PM   Martin Franke
    Nun fordert „Zeynep“ auch mehrere Tote in Deutschland. Im Münsterland sind gegen 21 Uhr zwei Autofahrer ums Leben gekommen, berichtet der WDR. Auf der B54 bei Altenberge stürzte demnach ein Baum auf ein Auto. Bei einem weiteren Unfall in Saerbeck wurde nach Feuerwehrangaben ein Fahrzeug von einer Windböe erfasst, das sich überschlug.
     
    Nach Informationen von „buten un binnen“ starb in der Gemeinde Wurster Nordseeküste bei Bremerhaven ein Mann, der am Abend auf ein Dach geklettert war und daraufhin abstürzte. Angaben der Feuerwehr zufolge war es wohl sein eigenes Haus, an dem sich Dachpfannen gelöst hatten. Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge gegen 21 Uhr.

  • 2/18/2022 10:46:47 PM   Sebastian Scheffel
    Der Sturm hat in Sachsen am Freitagabend zahlreiche Bäume entwurzelt. Die Hindernisse blockierten laut Verkehrswarndienst etliche Straßen im Land. Unter anderem waren die Bundesstraße 92 nahe der tschechischen Grenze bei Schönberg, die Bundesstraße 180 bei Erdmannsdorf in Mittelsachsen und die Staatsstraße 261 nahe dem Thermalbad Wiesenbad gesperrt. Die Polizei rief alle Autofahrer zu besonders vorsichtigem Fahren auf.
  • 2/19/2022 12:17:52 AM   Tom Felix Joehnk
    Der Sturm „Zeynep“ hat Deutschland am Freitagabend extreme Orkanböen gebracht. Die stärkste Böe wurde auf dem Brocken im Harz gemessen mit 145,8 Kilometer pro Stunde, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. An der Nordseeküste in Büsum wurde mit 143,3 Kilometer pro Stunde ein ähnlich hoher Wert gemessen. Aber auch in anderen Landesteilen wurden Orkanböen registriert, so auf dem Feldberg im Schwarzwald (137,5), auf dem Großen Arber in Bayern (130,7). Im Norden sollte der Orkan noch bis zum frühen Morgen anhalten.
  • 2/19/2022 12:21:06 AM   Tom Felix Joehnk
    Der Sturm hat in Norden im Landkreis Aurich (Niedersachsen) einen Baum auf eine Oberleitung der Bahn gedrückt. Wie ein Feuerwehrsprecher bestätigte, musste der Bereich am späten Freitagabend weiträumig abgesperrt werden. Die Reparatur könnte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die B72 wurde auch zwischenzeitlich gesperrt, große Bäume seien auf die Bundesstraße gestürzt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
  • 2/19/2022 12:27:48 AM   Tom Felix Joehnk
    Auch in Berlin hat Sturm "Zeynep"gewütet. Die Feuerwehr in der Hauptstadt ist wegen Sturmschäden in der Nacht zum Samstag zu mehreren Hundert Einsätzen gerufen worden. Es seien Bäume entwurzelt worden und stellenweise gegen Gebäude gestürzt, Dächer wurden beschädigt und dicke Äste herabgeweht. Die Lage sollte sich den Vorhersagen zufolge in der Hauptstadt erst in den frühen Morgenstunden entspannen.
  • 2/19/2022 12:30:47 AM   Tom Felix Joehnk
    Am Hauptstadtflughafen BER haben am späten Freitagabend Hunderte trotz des Unwetters angekommene Fluggäste vergeblich auf ihre Koffer gewartet. Der Flughafen habe wegen des Sturms die Bestückung der Gepäckbänder eingestellt. Die Reisenden sollten ihre Koffer nun am Samstag abholen. Zudem bildeten sich lange Schlangen am Taxistand. Die Flüge an sich kamen laut Ankunftstafel des Airports trotz des Orkantiefs „Zeynep“ planmäßig an.
  • 2/19/2022 12:57:50 AM   Tom Felix Joehnk

    In England fiel durch Sturm "Eunice" - die internationale Bezeichnung von "Zeynep" - in mehr als 140.000 Haushalten der Strom aus. Auf den Londoner Flughäfen wurden hunderte Flüge gestrichen. Auch der Fährverkehr über den Ärmelkanal nach Frankreich wurde ausgesetzt.
  • 2/19/2022 2:35:07 AM   Tom Felix Joehnk
    Das Orkantief „Zeynep“ hat in Thüringen Sachschäden angerichtet. Menschen seien nicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale am frühen Samstagmorgen. Das Unfallgeschehen sei insgesamt „sehr überschaubar“ gewesen. Die Zentrale zählte rund 130 Einsätze in der Sturmnacht. Der Deutsche Wetterdienst hatten die Warnung vor orkanartigen Böen im Freistaat schon um Mitternacht aufgehoben.
  • 2/19/2022 2:40:05 AM   Tom Felix Joehnk
    Mehrere Schlepper haben in den Häfen in Emden und in Wilhelmshaven größere Schiffe gesichert. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten in der Nacht auf Samstag drohten mehrere Schiffe abzudriften, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Dies sei ein normaler Vorgang bei solch außergewöhnlichen Wetterlagen. Besonders die größeren Schiffe seien durch ihre Angriffsfläche gefährdet. 
  • 2/19/2022 3:39:55 AM   Tom Felix Joehnk
    Die Rheinbrücke Emmerich ist bis auf Weiteres gesperrt. Grund dafür seien umgestürzte Gerüstteile, die in die Fahrbahn ragen, teilte die Polizei am frühen Samstagmorgen mit. Die Begutachtung des Schadensausmaßes durch Sturm „Zeynep“ sei demnach für diesen Samstag bei Tageslicht geplant. Danach werde über das weitere Vorgehen entschieden. Die Polizei bat betroffene Verkehrsteilnehmer, auf die weiterhin frei befahrbare Rheinbrücke Rees-Kalkar auszuweichen.
  • 2/19/2022 4:33:02 AM   Tom Felix Joehnk
    Die Feuerwehr in Hamburg hat vor einer "sehr schweren Sturmflut" in den frühen Morgenstunden gewarnt. Am Pegel St. Pauli sei gegen 05.30 Uhr mit einer Sturmflut von etwa "5,60 Metern über Normalhöhennull" zu rechnen, twitterte die Feuerwehr der Hansestadt. 
  • 2/19/2022 4:53:58 AM   Tom Felix Joehnk
    Hamburg erlebt eine sehr schwere Sturmflut. Der Wasserstand am Pegel St. Pauli erreichte am Sonnabend gegen 5.30 Uhr 3,75 Meter über dem mittleren Hochwasser. Das sei wahrscheinlich der Scheitelpunkt, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie. Ab 3,5 Metern über dem mittleren Hochwasser spricht man vor einer sehr schweren Sturmflut.
  • 2/19/2022 5:16:39 AM   Tom Felix Joehnk
    Zwei Menschen sind am Freitag in Deutschland durch das Orkantief „Zeynep“ ums Leben gekommen. Ein Autofahrer starb nach Angaben der Polizei am Freitagabend bei Altenberge in Nordrhein-Westfalen, als er mit dem Auto gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum prallte. 
    In der niedersächsischen Gemeinde Wurster Nordseeküste ist ein Mann während des Sturms von einem Dach gestürzt und gestorben. Der 68-Jährige habe in der Nacht auf Samstag versucht, das beschädigte Dach eines Stalls zu reparieren, teilte die Polizei mit. Dabei sei er durch das Dach gebrochen und rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt.
    Bei einem weiteren tödlichen Unfall in Nordrhein-Westfalen war die Feuerwehr zunächst ebenfalls von einer sturmbedingten Ursache ausgegangen. Ein Mann war mit seinem Wagen in Saerbeck unterwegs gewesen, als sich sein Fahrzeug nach Angaben der Polizei überschlug. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte am Freitagabend, dass sein Auto vermutlich von einer Windböe erfasst worden sei. Das konnte ein Polizeisprecher am frühen Samstagmorgen auf Nachfrage nicht bestätigen.
  • 2/19/2022 5:36:03 AM   Tom Felix Joehnk
    Ein 55 Meter großer Baukran ist während des Sturmtiefs „Zeynep“ in Bremen eingestürzt. Der Kran sei dabei in der Nacht auf den Samstag in ein im Rohbau befindliches Bürogebäude gekracht, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Es sieht verheerend aus“ so der Sprecher. Auch ein gerade vorbeifahrender Laster sei von dem Kran erwischt worden. Der Fahrer sei unverletzt geblieben. Die Trümmerteile blockieren nun die umliegenden Straßen. Die Beseitigung des Krans werde noch bis zum Anfang der kommenden Woche dauern. 
  • 2/19/2022 5:46:03 AM   Tom Felix Joehnk
    Das Sturmtief „Zeynep“ hat die ostfriesischen Feuerwehren in Atem gehalten. Bis Samstagmorgen um 6.00 Uhr seien die Feuerwehren zu mehr als 520 Einsätzen im Landkreis Aurich gerufen worden, teilte die Feuerwehr mit. Das sei eine „sicherlich historische Zahl“. Umstürzende Bäume hätten die Oberleitung der Bahn in Norden erheblich beschädigt, ebenso Überland-Telefonleitungen. Dächer mussten gesichert werden, Teile von Garten- und Blockhäusern und mehrere Trampoline wurden von den Straßen geräumt. 

    Die Feuerwehr beklagte zudem sogenannte „Einsatzstellentouristik“ - trotz der Warnung, sich nicht unnötig im Freien aufzuhalten. Die Bundesstraße 72 habe wegen umgestürzter und stürzender Bäume gesperrt werden müssen, ein Autofahrer habe aber trotzdem durchfahren wollen - um sich Einsätze der Feuerwehren anzusehen. Nach Angaben der Feuerwehr der Insel Norderney kam es auch dort zu einigen Einsätzen, der Hafen der Insel steht demnach unter Wasser.
     
  • 2/19/2022 5:50:57 AM   Tom Felix Joehnk
    Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am frühen Samstagmorgen seine Warnung vor extremen Orkanböen an der Nordsee von bis zu 160 Kilometern pro Stunde aufgehoben. In Büsum (Kreis Dithmarschen) hatte der DWD am Abend eine Böe mit 143,3 Kilometern pro Stunde gemessen.
    Auch die Unwetterwarnungen für Nordrhein-Westfalen wurden aufgehoben. Der DWD warnt aber weiterhin vor Wind- und Sturmböen. Im Tagesverlauf soll der Wind weiter abnehmen, berichtete der DWD am Samstagmorgen.
  • 2/19/2022 6:17:42 AM   Tom Felix Joehnk
    Das Sturmtief „Zeynep“ hat in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg für Hunderte Einsätze gesorgt. Alleine in Hamburg sei die Feuerwehr bis zum frühen Samstagmorgen 654 Mal ausgerückt, sagte ein Sprecher. Meist handelte es sich dabei um umgekippte Bäume, Schilder und Zäune, aber auch umherfliegende Dach- und Fassadenteile forderten die Einsatzkräfte. Zwei Menschen wurden von der Feuerwehr per Schlauchboot aus ihrem im Wasser treibenden Auto gerettet.
    Auf der Fehmarnsundbrücke kippten in der Nacht zwei Laster um. Ein Fahrer wurde dabei verletzt. Die Brücke ist seitdem gesperrt. 
  • 2/19/2022 6:35:29 AM   Tom Felix Joehnk
    Infolge des Sturmtiefs "Zeynep" hat Hamburg eine schwere Sturmflut erreicht. Am Pegel St. Pauli wurden Samstagfrüh ein Höchststand von 3,75 Meter über dem mittleren Hochwasser gemessen. Wegen des Hochwassers trieben im Bereich der Hamburger Hafencity mehrere Autos in dem über die Ufer getriebenen Elbwasser. Einsatzkräfte hätten mit einem Schlauchboot zwei Menschen aus einem Fahrzeug gerettet. Sie seien rettungsdienstlich versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht worden.
  • 2/19/2022 7:06:08 AM   Sebastian Eder
    Die Nordseeinsel Wangerooge hat im Sturm etwa 90 Prozent ihres Badestrandes eingebüßt. „Auf einer Länge von einem Kilometer gibt es kaum noch Sand“, sagte Wangerooges Inselbürgermeister Marcel Fangohr am Samstagmorgen. Die Schutzdünen vor dem Trinkwasserschutzgebiet hätten kein Deckwerk mehr, dies müsse wie der Strand neu aufgeschüttet werden. Dennoch sei der Sturm glimpflich ausgegangen, das Orkantief „Zeynep“ habe keine schweren Schäden verursacht.
    Der Wasserstand habe etwa zwei Meter über dem normalen Stand gelegen, das sei weit von den Höchstständen entfernt, erklärte Fangohr. 2013 habe der Wasserstand bei 9,17 Metern gelegen, in der Nacht zum Samstag seien es 8,50 Meter gewesen. Mindestens sechs Wochen werde es dauern, den Strand wieder aufzuschütten, sagte Fangohr. Der Sand dafür komme von einer Sandbank vor der Insel. Schon nach den vergangenen Stürmen seien etwa 60 Prozent des Strandes weggespült worden, nun sei stellenweise überhaupt kein Sand mehr da.
  • 2/19/2022 7:24:20 AM   Sebastian Eder
    Der Bahnverkehr im Norden Deutschlands und in den nördlichen Landesteilen Nordrhein-Westfalens ist infolge des Sturms weiterhin stark eingeschränkt. Wie die Deutsche Bahn in Berlin am Samstagmorgen berichtete, fahren weiterhin keine Züge des Fernverkehrs in den betroffenen Regionen. Dies gelte für Verbindungen nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin sowie zwischen Berlin und Halle (Saale)/Leipzig. Nur auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt führen einzelne Züge.
    Auch der Regionalverkehr falle noch flächendeckend aus, berichtete die Bahn weiter. Vor einer Wiederaufnahme des Verkehrs seien zunächst umfangreiche Erkundungsfahrten erforderlich, hieß es. „Wir gehen daher davon aus, dass der Betrieb im Fernverkehr der Deutschen Bahn auf den genannten Strecken frühestens ab 9 Uhr am Samstagmorgen sukzessive wieder aufgenommen werden kann“, hieß es in einer Kundeninformation. In Bereichen mit starken Sturmschäden sei jedoch auch eine deutlich spätere Wiederaufnahme möglich.
  • 2/19/2022 7:25:52 AM   Sebastian Eder
    Ein Autofahrer ist in Garrel im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg schwer verletzt worden, als im Sturm ein Baum auf seinen Wagen fiel. Am frühen Samstagmorgen sei der Baum umgefallen und auf die Straße gestürzt – und auf den Wagen des 53-Jährigen, teilte die Polizei mit. Das Auto wurde massiv beschädigt. Insgesamt gab es in dem Landkreis 18 Verkehrsunfälle wegen des Sturms, außerdem in der Nacht zahlreiche weitere Einsätze wie Hilfeleistungen. Am frühen Morgen beruhigte sich die Lage. Mehrere Straßen wurden wegen umgestürzter Bäume zunächst gesperrt.
  • 2/19/2022 7:28:26 AM   Sebastian Eder
    Das Orkantief „Zeynep“ hat Chaos in Deutschland und anderen Ländern angerichtet, mindestens neun Menschen sterben. Ein Überblick:

  • 2/19/2022 7:54:42 AM   Sebastian Eder
    Eine rund 80 Kilogramm schwere Kupferplatte ist während des Sturms in Gronau bei Hildesheim von einem Kirchturm weggeweht worden und etwa 80 Meter weiter in ein Haus eingeschlagen. Weitere, etwa drei Mal drei Meter große Platten, drohten weiterhin abzubrechen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen. Die Feuerwehr sperrte die Altstadt in der Umgebung ab und bat die Anwohner, sich in Sicherheit zu begeben. Momentan gehe es um das Absichern. „Da oben in rund 50 Metern Höhe können wir schlecht arbeiten“, so der Sprecher. Ein Fachberater soll sich den Schaden anschauen. Erst dann werde man weitere Schritte einleiten.

  • 2/19/2022 8:43:08 AM   Sebastian Eder
    Bei Einsätzen wegen des Sturmtiefs „Zeynep“ sind in Bremerhaven drei Einsatzkräfte leicht verletzt worden. Dies sei passiert, als umgestürzte Bäume, die die Straßen blockierten, entfernt werden mussten, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag. Die Betroffenen hätten „etwas Pech“ gehabt, die unglückliche Witterung sei der Grund. In einem Fall habe der starke Wind einem Mann beim Sägen Späne ins Auge geweht, in einem anderen Fall sei ein Feuerwehrmann von einem Ast unglücklich getroffen worden. Insgesamt beseitigte die Feuerwehr bis Samstagmorgen 94 Gefahrenstellen.

  • 2/19/2022 9:03:43 AM   Simon Hüsgen
    Weil das Stadion an der Bremer Brücke durch den Sturm „Zeynep“ beschädigt wurde, muss das für diesen Samstag (14.00 Uhr) geplante Duell zwischen den Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig verlegt werden. Das teilten die Osnabrücker am Samstagvormittag mit. Im Stadion hatten sich durch den Sturm unter anderem Werbebanden von der Dachkonstruktion gelöst und waren auf das Spielfeld und die Zuschauerränge geflogen. Das Stadion wurde daraufhin aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Gesponsert von Platform for Live Reporting, Events, and Social Engagement